"Der Wärmetod" oder die große Frage nach dem Sinn

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Moin die Damen und Herren,

im Ing-Studium haben wir uns natürlich mit Thermodynamik befasst. Da ich aktuell viel Zeit habe und mich die Verbindung zwischen "harter" Naturwissenschaft und der "weichen" Philosophie schon immer interessiert hat, habe ich mir ein Lehrbuch für Maschinenbau geschnappt und einfach noch ein bisschen Quergelesen und gerechnet. (An der Stelle möchte ich gleich nochmal anmerken, dass die Kritik am Bologna-System durchaus berechtigt ist. Man hämmert es im Studium zügig durch, rechnet die Aufgaben, schreibt die Klausur - aber wirkliches Reflektieren ist zeitlich einfach nicht mehr drin. Schade eigentlich und gerade in Betracht auf den "Wärmetod" eigentlich umso sinnloser).

https://de.wikipedia.org/wiki/Thermodynamik#.E2.80.9ENullter.E2.80.9C_Hauptsatz

Insbesondere die "Entropie" und der zweite Hauptsatz haben mir die Augen geöffnet. Denn: Betrachtet man das Universum als abgeschlossenes System führen letztlich alle Prozesse zu einem Ergebnis: Der "optimalen Durchmischung" aller "Teilchen" im Universum - also die maximale Entropie. Ich vergleiche das immer mit Kuchenbacken. Oder dem Entladen einer Batterie.

Und nur solange Prozesse ablaufen, kann es die vierte Dimension "Zeit" geben. Sind alle Prozesse abgelaufen, also herrscht ein absolutes (energetisches) Gleichgewicht im Universum (oder anders: jeder einzelne Punkt im Universum ist absolut identisch mit jedem anderen Punkt und da es keine Unterschiede mehr gibt, also da keine Ausgleichsprozesse mehr ablaufen (müssen), braucht es auch keine Zeit. Es gibt dann also keine Zukunft mehr). Das ganze ist dann der Wärmetod oder auch der "Big Chill". Die Alternativen "Big Crunch" und "Big Rip" schließen sich scheinbar aus, weil im Universum exakt die kritische Dichte herrscht, die es braucht, um thermodynamische Ausgleichsprozesse zu ermöglichen. Insofern sind auch "wir" lediglich Ergebnis(se) dieser Prozesse.

https://de.wikipedia.org/wiki/W%C3%A4rmetod_(Physik)

https://de.wikipedia.org/wiki/Dichteparameter

und hier noch der gute Harry Lesch:

https://www.youtube.com/watch?v=WG7z3DTxx5E (Big Crunch)

https://www.youtube.com/watch?v=_EaH8Hu2gAI (Fin)

Also kurzer Ausflug in die Philosophie:

Geht man davon aus, dass in 10^100 Jahren jegliches Leben ausgelöscht ist - warum tun wir uns das Ganze an? Also das Leiden, die Quälerei und Schinderei? Genauso sinnlos sind Glücksgefühle und Momente der Hoffnung.

Selbst wenn es der menschlichen Spezies gelänge, die nächsten Milliarden Jahre zu überdauern (woran ich insgeheim wirklich gehofft habe, weil ich im Überleben der Spezies meinen Sinn des Lebens gesehen habe), ist dann früher oder später doch Schluss. Dem Big Chill (oder: Big Freeze) zufolge herrscht dann absolute Dunkelheit in einem mit kaltem Gas gefüllten Raum, der mal das Universum war.

Aus der Perspektive gesehen stehen ja Hitler und Gandhi auf einer Ebene. Und insofern ist es doch egal, wie wir gelebt haben.

Oder?

bearbeitet von Bondig
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Du denkst im großen Ausmaß, also nach dem Sinn unseres Daseins, unserer Spezies. Dann ist's wirklich sinnlos, is ja wirklich irgendwann alles aus. Wenn man mit so einer Perspektive durch die Welt läuft, kann man keinen Sinn entdecken. Ich denk, da hilft nur ein Perspektivenwechsel.

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Du denkst im großen Ausmaß, also nach dem Sinn unseres Daseins, unserer Spezies. Dann ist's wirklich sinnlos, is ja wirklich irgendwann alles aus. Wenn man mit so einer Perspektive durch die Welt läuft, kann man keinen Sinn entdecken. Ich denk, da hilft nur ein Perspektivenwechsel.

Die Sichtweise habe ich schon seit etlichen Jahren - daher rührt wahrscheinlich auch meine ziemlich nihilistische Lebenseinstellung, die mir so gar nicht gut tut. Alles ist eben relativ. Früher wollte ich unbedingt mehr "wissen", habe sogar mit dem Gedanken gespielt, in die Forschung zu gehen. Menschen oder meiner Umwelt oder beidem mit meiner Arbeit zu helfen. Dann kamen obige Einsichten. Wozu ein Ziel verfolgen, egal welcher Natur? Am Ende ist es doch eh egal.

Einerseits entspannt es mich irgendwie. Andererseits ist es deprimierend.

bearbeitet von Bondig
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Nihilismus fühlt sich nicht gut an, ist aber das Beste, was einem als Suchender passieren kann.

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Nihilismus fühlt sich nicht gut an, ist aber das Beste, was einem als Suchender passieren kann.

Das klingt ziemlich paradox.

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Jep, aber für mich ist Nihilismus die Vorstufe für ein Leben, dem man ganz viel Sinn geben kann. Nihilismus zielt ja darauf aus, sich von allem zu lösen, Konzepte in Deinem Kopf zu zerschlagen. Ich finde, Buddhismus und Nihilismus sind sich sehr ähnlich, nur ist Buddhismus viel niedlicher verpackt.

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Jep, aber für mich ist Nihilismus die Vorstufe für ein Leben, dem man ganz viel Sinn geben kann. Nihilismus zielt ja darauf aus, sich von allem zu lösen, Konzepte in Deinem Kopf zu zerschlagen. Ich finde, Buddhismus und Nihilismus sind sich sehr ähnlich, nur ist Buddhismus viel niedlicher verpackt.

Tja, dann hoffe ich einfach mal, dass ich vor einem großen, mentalen Durchbruch stehe. Denn mein aktuelles Leben ödet mich an. Obige Erkenntnis macht die Situation nicht besser. Da hilft kein Alk, kein Sport, kein Sex, keine Arbeit.

Immerhin ist die Aussage etwas erbaulicher ;-)

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Und genau das ist der Grund warum intelligente Menschen es schwerer haben als geistig schwächer ausgerüstete. Irgendwo gab es ein paar Studien zum Thema Depression und Intelligenz, finde ich jetzt leider nicht.

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Erst gestern hab ich ein Video von vSauce gesehen, wo demnach die 10 Dimensionen unsereres Daseins erklärt wurde.

Aus philosophischer Sicht und zugleich auch eine Antwort auf deine Frage, wäre die Fragestellung nicht ob und inwiefern unser ständiges Streben nach Vollkommenheit gerechtfertigt sei sondern ob und wie wir die jeweilige Dimensionsform nach der 4. erreichen könnten und somit auf Parallelereignisse unseres Universums zu greifen. Demnach determiniert ncht die Frage des Sinn des Lebens sondern viel mehr inwiefern wir die nächst höhere Dimension erreichen könnten.

Ich bin absolut kein Spezialist auf dem Gebiet. Aber mich hat immer schon die String Theorie und die ganze Physik um die elementaren Teilchen interessiert, inklusive Raum-Zeit Dehnung/Faltung und die der Relativitätstheorie. Hat das europäische Forschungszenturm CERN nicht erst vor kurzem das Higgs Boson bestätigt (Gottesteilchen, was auch immer das bedeuten soll) und auch weitere andere Elementarteilchen und sogar Masseformen(?) von denen bislang nur auf Vermutungen basierten?

Wie ein guter Freund, der Physik studiert hat, mir erklärte: Unsere weltliche Physik basierend auf unseren Forschungen steckt noch tief in den Kinderschuhen. Was die Kernphysik (also im Mikrobereich) als auch die Makrophysik da draußen im Weltall betrifft basierend auf unserem heutigen Wissenstand ist zumeist reine Spekulation und Theorie. Viele physikalische Phänomene sind noch unerforscht und benötigen eine genaue Untersuchung um aus der Theorie ein Theorem zu bilden.

Demnach finde ich die Frage nach dem Sinn des Lebens und des Strebens noch verfrüht, ohne zu wissen wie und weshalb unser Universum funktioniert.

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Und genau das ist der Grund warum intelligente Menschen es schwerer haben als geistig schwächer ausgerüstete. Irgendwo gab es ein paar Studien zum Thema Depression und Intelligenz, finde ich jetzt leider nicht.

Sehe ich genauso. Es heißt nicht umsonst "Dumm fickt gut" - wobei andere Studien ja immer wieder behaupten, dass "gebildetere" Menschen besser mit Depressionen umgehen können, weil sie sie analytischer betrachten und lösen können. Mag sein, wenn man obige Erkenntnis nicht hat.

Leider bringt mir das persönlich gar nichts.

Immerhin: Ich versuche mein Handeln danach auszurichten, glücklich zu sein ohne dabei anderen Menschen Leid zuzufügen. Womit ich mich in meinem eigenen Bewegungsraum des Glücks einschränke. Wie roien richtig angemerkt hat: es kommt auf die Perspektive drauf an, was wir für uns als Glück definieren.

Nur selbst meine ach so moralischen Handlungen sind ja wiederum sinnlos in Bezug auf die Endlichkeit des Lebens und Seins.

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Ram Dass auf Youtube. "facing Death"

"Das tibetische Buch vom Leben und Sterben"

regelmäßige Meditationspraxis

ich habe da eine ganz andere Perspektive als die Physik.

My 5 cent

prokrastes

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Für mich klingt das, wie Roien das schon angeschnitten hat, nach einem unpassenden Bezugssystem.

Die Ameise auf meinem Arm ist für die Bewegung der Erde um die Sonne vollkommen irrelevant, für mich persönlich ist diese Ameise allerdings nicht irrelevant, da sie mich womöglich beißen/stechen wird und somit Unbehagen hervorruft.

Ich kann mich natürlich im großen Gefüge als eben solcher Zwerg wahrnehmen und daraus die Sinnlosigkeit meiner Existenz ableiten. Hat für mich etwas von Verantwortung abgeben. ( Für sich selbst)

Du lebst. Also lebe, wie auch immer du willst. Hat das Sinn? Nö!

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Jep, aber für mich ist Nihilismus die Vorstufe für ein Leben, dem man ganz viel Sinn geben kann. Nihilismus zielt ja darauf aus, sich von allem zu lösen, Konzepte in Deinem Kopf zu zerschlagen. Ich finde, Buddhismus und Nihilismus sind sich sehr ähnlich, nur ist Buddhismus viel niedlicher verpackt.

Tja, dann hoffe ich einfach mal, dass ich vor einem großen, mentalen Durchbruch stehe. Denn mein aktuelles Leben ödet mich an. Obige Erkenntnis macht die Situation nicht besser. Da hilft kein Alk, kein Sport, kein Sex, keine Arbeit.

Immerhin ist die Aussage etwas erbaulicher ;-)

Ersetz mentalen durch emotionalen. Anders wird's net gehen.

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Erst gestern hab ich ein Video von vSauce gesehen, wo demnach die 10 Dimensionen unsereres Daseins erklärt wurde.

Aus philosophischer Sicht und zugleich auch eine Antwort auf deine Frage, wäre die Fragestellung nicht ob und inwiefern unser ständiges Streben nach Vollkommenheit gerechtfertigt sei sondern ob und wie wir die jeweilige Dimensionsform nach der 4. erreichen könnten und somit auf Parallelereignisse unseres Universums zu greifen. Demnach determiniert ncht die Frage des Sinn des Lebens sondern viel mehr inwiefern wir die nächst höhere Dimension erreichen könnten.

Ich bin absolut kein Spezialist auf dem Gebiet. Aber mich hat immer schon die String Theorie und die ganze Physik um die elementaren Teilchen interessiert, inklusive Raum-Zeit Dehnung/Faltung und die der Relativitätstheorie. Hat das europäische Forschungszenturm CERN nicht erst vor kurzem das Higgs Boson bestätigt (Gottesteilchen, was auch immer das bedeuten soll) und auch weitere andere Elementarteilchen und sogar Masseformen(?) von denen bislang nur auf Vermutungen basierten?

Wie ein guter Freund, der Physik studiert hat, mir erklärte: Unsere weltliche Physik basierend auf unseren Forschungen steckt noch tief in den Kinderschuhen. Was die Kernphysik (also im Mikrobereich) als auch die Makrophysik da draußen im Weltall betrifft basierend auf unserem heutigen Wissenstand ist zumeist reine Spekulation und Theorie. Viele physikalische Phänomene sind noch unerforscht und benötigen eine genaue Untersuchung um aus der Theorie ein Theorem zu bilden.

Demnach finde ich die Frage nach dem Sinn des Lebens und des Strebens noch verfrüht, ohne zu wissen wie und weshalb unser Universum funktioniert.

Die Entropie spricht dagegen. Alle Systeme versuchen einen energetischen Ausgleich zu finden, die optimale Durchmischung eben, die absolute Egalität, die höchste Entropie eben. Natürlich ist etliches in der Physik noch unentdeckt. ALLE Effekte sind aber Prozesse (das schließt ja das Wort "Effekt" schon irgendwie ein) und streben ebenfalls nach "Ruhe", Ausgeglichenheit eben.

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Jep, aber für mich ist Nihilismus die Vorstufe für ein Leben, dem man ganz viel Sinn geben kann. Nihilismus zielt ja darauf aus, sich von allem zu lösen, Konzepte in Deinem Kopf zu zerschlagen. Ich finde, Buddhismus und Nihilismus sind sich sehr ähnlich, nur ist Buddhismus viel niedlicher verpackt.

Tja, dann hoffe ich einfach mal, dass ich vor einem großen, mentalen Durchbruch stehe. Denn mein aktuelles Leben ödet mich an. Obige Erkenntnis macht die Situation nicht besser. Da hilft kein Alk, kein Sport, kein Sex, keine Arbeit.

Immerhin ist die Aussage etwas erbaulicher ;-)

Ersetz mentalen durch emotionalen. Anders wird's net gehen.

Und wie soll der emotionale Durchbruch aussehen? Oder sich anfühlen? Ich kann mir davon einfach kein Bild machen. Immer zu renne ich irgendwelchen Vorstellungen und Idealen hinterher, in der Hoffnung, dass sie mich glücklich machen. Bis jetzt habe ich noch kein Ziel gefunden, dass mir die innere Zufriedenheit gibt. Auch weil ich bei jeder Tätigkeit denke: Wozu?

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[...] sondern viel mehr inwiefern wir die nächst höhere Dimension erreichen könnten. [...]

Ist eine Aussage wie "feinstofflich". Viele benutzen es, bis jetzt konnte es mir keiner richtig erklären.

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Erst gestern hab ich ein Video von vSauce gesehen, wo demnach die 10 Dimensionen unsereres Daseins erklärt wurde.

Aus philosophischer Sicht und zugleich auch eine Antwort auf deine Frage, wäre die Fragestellung nicht ob und inwiefern unser ständiges Streben nach Vollkommenheit gerechtfertigt sei sondern ob und wie wir die jeweilige Dimensionsform nach der 4. erreichen könnten und somit auf Parallelereignisse unseres Universums zu greifen. Demnach determiniert ncht die Frage des Sinn des Lebens sondern viel mehr inwiefern wir die nächst höhere Dimension erreichen könnten.

Ich bin absolut kein Spezialist auf dem Gebiet. Aber mich hat immer schon die String Theorie und die ganze Physik um die elementaren Teilchen interessiert, inklusive Raum-Zeit Dehnung/Faltung und die der Relativitätstheorie. Hat das europäische Forschungszenturm CERN nicht erst vor kurzem das Higgs Boson bestätigt (Gottesteilchen, was auch immer das bedeuten soll) und auch weitere andere Elementarteilchen und sogar Masseformen(?) von denen bislang nur auf Vermutungen basierten?

Wie ein guter Freund, der Physik studiert hat, mir erklärte: Unsere weltliche Physik basierend auf unseren Forschungen steckt noch tief in den Kinderschuhen. Was die Kernphysik (also im Mikrobereich) als auch die Makrophysik da draußen im Weltall betrifft basierend auf unserem heutigen Wissenstand ist zumeist reine Spekulation und Theorie. Viele physikalische Phänomene sind noch unerforscht und benötigen eine genaue Untersuchung um aus der Theorie ein Theorem zu bilden.

Demnach finde ich die Frage nach dem Sinn des Lebens und des Strebens noch verfrüht, ohne zu wissen wie und weshalb unser Universum funktioniert.

Die Entropie spricht dagegen. Alle Systeme versuchen einen energetischen Ausgleich zu finden, die optimale Durchmischung eben, die absolute Egalität, die höchste Entropie eben. Natürlich ist etliches in der Physik noch unentdeckt. ALLE Effekte sind aber Prozesse (das schließt ja das Wort "Effekt" schon irgendwie ein) und streben ebenfalls nach "Ruhe", Ausgeglichenheit eben.

Soviel ich weiß lässt sich die Entropie nur auf das Makrouniversum projezieren. Das Mikrouniversum hingegen ist in vieler Hinsicht auf der Enthalpie aufgebaut.

Ich verstehe allerdings deine Erläuterung "Ruhe" in diesem Kontext nicht. Das Universum ist chaotisch. Das Universum ist Chaos. Das beschreibt ja auch u.a. die Entropie zugleich mit dem 2. Hauptsatz der Thermodynamik. Chaos wird lt. meiner Auffassung niemals zu Ruhe kommen. Hinzu kommt ja noch die ständige Ausdehnung des Universums. Oder meinst du die damit verbundene Expansion und somit den Kältetod?

http://www.welt.de/dieweltbewegen/article13640881/Nobelpreistraeger-sagen-frostigen-Tod-fuers-All-voraus.html

(Dunkle Materie und Dunkle Energie)

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[...] sondern viel mehr inwiefern wir die nächst höhere Dimension erreichen könnten. [...]

Ist eine Aussage wie "feinstofflich". Viele benutzen es, bis jetzt konnte es mir keiner richtig erklären.

Ist es nicht. Die lineare 4. Dimension betrachten wir zur Zeit lediglich aus der 3. Dimension in eine starre fixe Richtung, so wie wir es heutzutage kennen. Die Zeit "rennt" uns sozusagen davon. Die Zeit (4. Dimension) läuft also linear in eine Richtung ohne, dass wir in der Lage wären diese Prozess umzukehren oder gar zu beschleunigen.

Wären wir demnach im Stande die 3. Dimension zu falten, so hätten wir Zugang zu sämtliche Dehnungsachsen der 4. Dimension. Zeitreise ist aber lt. Relativitätstheorie nicht möglich. In der Theorie schon. Nix da mit feinstofflich lieber Roien ;)

Die 10 Dimensionen hier erklärt:

(auf Deutsch)

bearbeitet von pMaximus

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[...] Das Universum ist Chaos. [...]

Nein!

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[...] Das Universum ist Chaos. [...]

Nein!

Bildet sich die Ordnung nicht durch die zufällig und somit vom Chaos (entropisch) bestimmten Zustand heraus? Das Universum sucht doch immer mit der letzten Instanz nach Chaos und somit dem niedrigsten Energielevel. Ordnung bedeutet Energie und Aufwand. Genau das passiert eben nicht im Universum. Oder waren die Physikjahre im Gymnasium und das bisschen Physik in der Vorklinik alles umsonst? :-D

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Bezüglich "dumm fickt gut". Dopamin ist ja für abstraktes Denken zuständig. Durch gewisse genetische Mutationen haben manche Menschen mehr Dopamin im Gehirn. Das führt einerseits zu mehr Intelligenz, macht einen aber auch anfällig für psychotische Zustände bzw. Manien. Daher liegt Genie und Wahnsinn ja so oft nah beieinander, deshalb kann man sich dann eventuell in solche Geschichten gut reinsteigern.

Es kommt noch ein anderer Punkt hinzu. Der Körper produziert auch eigenens Morphin. Das wird im Körper aus Dopamin bzw. L-Dopa gebildet. Manche Mutationen welche Dopamin dann erhöhen senken auch das körpereigene Morphin. Endorphine und Morphin ist wichtig für das Glücksempfinden, für Vertrauen, menschliche Bindung usw. Was bei einem erniedrigten Level passiert kann man sich selbst ausmalen.

Daher ist Intelligenz immer so eine Sache.

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[...] Das Universum ist Chaos. [...]

Nein!

Bildet sich die Ordnung nicht durch die zufällig und somit vom Chaos (entropisch) bestimmten Zustand heraus? Das Universum sucht doch immer mit der letzten Instanz nach Chaos und somit dem niedrigsten Energielevel. Ordnung bedeutet Energie und Aufwand. Genau das passiert eben nicht im Universum. Oder waren die Physikjahre im Gymnasium und das bisschen Physik in der Vorklinik alles umsonst? :-D

Das Universum (also die Singularität, aus der es entstanden ist) war schon chaotisch. Deswegen ja auch eine Singularität. Die Entropie hat das Ziel, von einem extrem chaotischen Zustand (Urknall) zu einem Zustand höchster Entropie zu gelangen, also einem Zustand, in dem alle Ausgleichsprozesse abgelaufen sind und somit "Ruhe" herrscht. Wenn "Ruhe" herrscht, benötigt man auch keine Zeit mehr, in der die Ausgleichsprozesse ablaufen.

Bezogen auf Mehl und Milch und deren Mischung nimmt die Entropie ("Unordnung") zu. Schaut man sich aber das ideale Gemisch am Ende genauer an, erkennt man, dass alle Teilchen exakt gleich verteilt sind. Es geht einfach nicht mehr mehr. Der Prozess ist beendet.

Tja, spinne wir die Idee mal auf ein weiteres Universum aus und sagen, dass diese mit unserem verbunden ist. Hier greift dann auch wiederum der erste Hauptsatz der Thermodynamik. Zwei Systeme unterschiedlicher Temperatur gleichen sich aneinander an, bis beide die gleiche Temperatur haben.

In 10^100 Jahren sind einfach mal alle Sterne erloschen. Energie ist zwar noch vorhanden, aber keine Möglichkeit mehr, in dieser Umgebung "zu leben".

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Bezüglich "dumm fickt gut". Dopamin ist ja für abstraktes Denken zuständig. Durch gewisse genetische Mutationen haben manche Menschen mehr Dopamin im Gehirn. Das führt einerseits zu mehr Intelligenz, macht einen aber auch anfällig für psychotische Zustände bzw. Manien. Daher liegt Genie und Wahnsinn ja so oft nah beieinander, deshalb kann man sich dann eventuell in solche Geschichten gut reinsteigern.

Es kommt noch ein anderer Punkt hinzu. Der Körper produziert auch eigenens Morphin. Das wird im Körper aus Dopamin bzw. L-Dopa gebildet. Manche Mutationen welche Dopamin dann erhöhen senken auch das körpereigene Morphin. Endorphine und Morphin ist wichtig für das Glücksempfinden, für Vertrauen, menschliche Bindung usw. Was bei einem erniedrigten Level passiert kann man sich selbst ausmalen.

Daher ist Intelligenz immer so eine Sache.

Ich sehe das jetzt mal positiv und nehme es als Kompliment :-D

Aktuell habe ich (mal wieder) so eine Phase wo ich mir sage: Wäre ich doch nur ungebildeter in manchen Belangen. Keine Erkenntnis ist schlimmer als die, die einem nichts bringt.

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Das Thema ist allumfassend und doch hat es streng genommen keine Relevanz für die (jetzigen) Belange. In 10^100 Jahren werde ich mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht erleben. Ergo stellt sich die Frage, warum man sich damit beschäftigen sollte. Mit einem klassischen (vereinfachten) stoischen Ansatz "Ich kann eh nix dran ändern, also warum drüber aufregen" fährt man da u.U. besser.

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Das Thema ist allumfassend und doch hat es streng genommen keine Relevanz für die (jetzigen) Belange. In 10^100 Jahren werde ich mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht erleben. Ergo stellt sich die Frage, warum man sich damit beschäftigen sollte. Mit einem klassischen (vereinfachten) stoischen Ansatz "Ich kann eh nix dran ändern, also warum drüber aufregen" fährt man da u.U. besser.

Klar, aber das hat für mich weniger mit den Stoikern als viel mehr mit Ausblenden von Tatsachen zu tun.

Da fällt mir gerade noch etwas ein: Unser Universum MUSS ein abgeschlossenes System (bzw. geschlossen adiabatisch) sein. Warum? Weil es keine Zeitreisenden aus der Zukunft gibt. Die Entropie im kompletten System Universum müsste ja abnehmen. Was ohne von außen verrichtete Arbeit nicht umsetzbar ist.

Zeitreisen in die Zukunft sind möglich, was ja auch schon bewiesen wurde. Nur: wollten wir in die Vergangenheit reisen, müssten wir dem System (= Universum) Energie zuführen, um es in einen vergangen Zustand zurückzuversetzen.

Im "Kleinen" funktioniert das ja. Ich kann den oben genannten Kuchenteig durch Zufuhr von externer Energie wieder (unter enormen Aufwand) wieder in seinen ursprünglichen Zustand, also in Milch, Butter, Zucker, Eier usw. zurückversetzen. Die Entropie höherer Ordnung wurde als in Entropie niedriger Ordnung umgewandelt.

Wollte ich aber einen Menschen in die Vergangenheit zurückschicken, müsste ich ALLE Prozesse, die bis dahin abgelaufen sind zurückversetzen. Das würde nur funktionieren, wenn von Außen (außerhalb der Universums) Energie zugeführt werden würde.

Wäre das Möglich, wäre schon irgendjemand in die Vergangenheit zurückgereist. In dem Zusammenhang könnte man sogar noch die Frage nach dem freien Willen vs. Determiniertheit und Kausalität stellen.

Manchmal ist es besser, etwas nicht zu verstehen.

bearbeitet von Bondig

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