Klassische LTR verweigern als Lebenskonzept?

49 Beiträge in diesem Thema

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Gast beutelding

Mich würde mal interessieren, ob es Männer Ü30 gibt, die

  1. Erfolg bei Frauen haben
  2. Gute Beziehungen führen können

und sich dennoch gegen eine klassische LTR für die zukünftige Lebensplanung entschieden haben?

Unter klassischer LTR verstehe ich das Ziel, ein gemeinsames Leben aufzubauen. Gemeinsamer Haushalt.

Ich frage deswegen, weil ich in letzter Zeit viel mit älteren Männern geredet habe (so im Bereich Ü60) und der Anteil sehr hoch ist, die sich gegen so ein Konzept nach 1-2 gescheiterten Ehen entschieden haben. Die sind nicht gefrustet. Haben durchaus Spaß mit Frauen. Führen Affären oder Dauerfreundschaften mit Frauen. Aber sie gehen doch klar ihren Weg. Lassen die Frau folgen oder ziehen und schätzen ihre Freiheit.

Dann gibt es noch einige, die wirklich Frauen komplett aus ihrem Leben verbannt haben und sich auf andere Ziele konzentrieren.

Mir machen diese Männer einen sehr glücklichen Eindruck. Sie sprühen vor Energie. Bekommen ihre Sachen umgesetzt. Mir kommt es vor, als ob sie wesentlich glücklicher sind als Langzeit verheiratete Männer.

Wenn ich meine letzten 10 Jahre reflektiere, dann hatte ich die besten Momente in LTRs. Aber auch die Schlimmsten. Beides gehört zusammen und ich akzeptiere das auch. Aber realistisch gesehen komme ich im Leben schneller voran als Single. Und ich bin auch sehr glücklich als Single. Und schaue ich mir dann meine Beziehungen an, dann war die beste Zeit so die ersten 12-18 Monate. Danach wurde es schwierig. Ich setzte Erwartungen in die LTR. Die Frau setzte Erwartungen in die LTR. Klassisch folgt dann in Beziehungen die Kampfphase (http://www.forschung-und-wissen.de/magazin/mensch-gesellschaft/die-5-phasen-der-liebe-in-einer-beziehung-13372118). In der entscheidet sich dann, ob sich ein paar trennt oder "ankommt".

Ich mag Frauen. Aber so eine rationale Seite sagt: "Stell Dir vor, es wäre Krieg und Du gehst nicht hin." Was passiert denn dann? Ich bleibe auf meinem Weg. Die Frau kapiert, dass kämpfen nichts bringt und geht mit. Oder eben weg. Man umgeht die Kampfphase und fängt eben mit einer neuen Frau an. Auch spannend. Dabei nimmt man sich das Potential auf die letzte Phase, die in dem oben Link die "Du bist mein Zuhause" Phase genannt wird.

Aber in der Phase sehe ich wenige Paare ankommen. Und viele sind einfach gefrustet und vegetieren vor sich hin.

Gibt es Typen Ü30, die einfach so leben und radikal ihren Weg verfolgen, auch wenn das bedeutet, dass Beziehungen in hoher Wahrscheinlichkeit ein Ablaufdatum haben?

Und eben nicht aus Mangel an Alternativen, sondern weil sie es besser finden als klassische LTRs?

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Finde ich sehr gut dein Ansinnen. Ich bin 47, war noch nie verheiratet, bin seit 18 Jahren fest leiert und führe diverse F+ Affairen (einvernehmlich mit meiner Partnerin). Wenn ich eine LTR bewusst entschieden eingehe, dann nur mit der Frau die nicht an meinem Wesen rumrüttelt und in der Beziehung Frieden, Entspannung und Kraft sucht. No Fight! Liebe ist kein Kampf und wenn doch, dann werden doch zumeist eigene Defizite auf den Partner projiziert. Wenn Frau oder Mann das in einem gereiften Alter auf Grund von Konditionierungen, Gewohnheiten und Faulheit im Kopf nicht umdenkt, gut dann deselektiert man die, mal gevögelt aber keine LTR. Es läuft doch auch in der fortgeschritten Generation oft darauf hinaus, dass die Frau die Führung in der Beziehung unmerklich übernimmt, dann beginnt sozusagen die Kampfphase. Dann die Eier haben die Beziehung zu beenden, dazu gehört schon Charakter und vorallem Wertetreue gegenüber sich selbst.

Was ich Dir sagen will, halt Dir ggf. ein Hintertürchen offen für eine Beziehung die einvernehmlich gegenseitig stärkt und kräftigt, erweitert und bereichert und halt passt. Im Alter einen Seelenverwandten zu haben, ist sicher kein Fehler. Und wenn nicht, dann eben Freundinnen ist auch ok. Also es ist vielleicht nicht so zu polarisieren auf entweder oder.

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Gibt es Typen Ü30, die einfach so leben und radikal ihren Weg verfolgen, auch wenn das bedeutet, dass Beziehungen in hoher Wahrscheinlichkeit ein Ablaufdatum haben?

Ja. Heißen z.B. Gerhard Schröder oder Joseph Fischer. B-)

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Ich meld mich mal - hier!

44 Jahre, insgesamt 3 Beziehungen (so klassisch mit zusammen wohnen, gemeinsamer Zukunft und so), 1x verheiratet, 1x Kind.

Ich hab n' gutes Verhältnis mit meiner "Ehefrau", wir erziehen unser Kind gemeinsam, die beiden haben meine volle Unterstützung, nicht nur finanziell. Daneben halt ne Freundin, seit ca. 5 Monaten, die damit (mehr oder weniger) klar kommt.

Ich richte mich mal auf ein kürzeres Haltbarkeitsdatum von Beziehungen ein - aber was soll's. Im Zeitalter der "Lebensabschnittsgefährten" irgendwie ne logische Konsequenz.

Neu ist das übrigens nicht. Ich hab mit meiner Frau schon vor 15 Jahren in die Richtung gedacht. Dann kam eben unsere Tochter (gewollt). Und dann wird es halt schwierig. Im Nachhinein betrachtet, gibt es auch da Möglichkeiten - im Nachhinein ist sogar Ms. MacBest dieser Ansicht ;-)

Ist ja eigentlich ganz einfach. Ne Frau die die irgendwas in die Richtung "Man kann ja nie wissen wie sich eine Beziehung entwickelt und es gibt keine Garantien" erzählt, hat nicht mehr alle Tassen im Schrank, wenn sie meint du planst auf dieser Basis eine gemeinsame Zukunft.

Wie das klappt, kann ich dir dann erzählen, wenn ich 70 bin - also null Unterschied zur klassischen LTR. Bin noch relativ neu in dem Geschäft. Wobei die Nummer mit der Frau für's Leben wohl durch ist...

Resigniert, verbittert - nee, Märchenbuch ins Regal gestellt.

Gruß

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Und schaue ich mir dann meine Beziehungen an, dann war die beste Zeit so die ersten 12-18 Monate. Danach wurde es schwierig. Ich setzte Erwartungen in die LTR. Die Frau setzte Erwartungen in die LTR

Dann frag ich mich wieso du nicht nach diesem konzept lebst ein oder zwei Jahre mit einer Frau zusammen zu sein wenn du weisst das dich das am glücklichsten macht.

Du schreibst von Erwartungen in einer LTR , kannst du genauer schreiben in welche Richtung deine Erwartungen gehen ?

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Gast beutelding

@Mondmann: Über Erwartungen möchte ich nichts schreiben. Sonst geht das sofort OT. Mich interessieren erstmal einfach Erfahrungen von anderen die so ähnlich leben. Spart mir da jetzt mit Try&Error dran zu gehen.

bearbeitet von beutelding

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Bin momentan stark am überlegen mich erst mit 50 oder gar 60 zu binden, bin jetzt 31, so quasi Partner für das letzte Kapitel, davor scheint es eh nur um Fortpflanzung zu gehen, Trennungen wenn Kinder aus dem gröbsten raus oder fremdgehen scheinen vorprogrammiert, also ziemlich stressig das ganze. Habe mal einen älteren Herren Auf reise von der Firma aus getroffen und ich fragte ihn wie alt er ist, er antworte 56, ich war sehr überrascht weil ich dachte er ist Anfang 40, ich fragte ihn was sein Geheimnis sei und er erwiderte lachend das er weder lange Beziehungen hatte noch verheiratet ist.

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Ps: Ausnahme wäre eine ehrliche Partnerin der man Vertrauen könnte um dann evt Partnertausch, swingerclubs etc in Angriff zu nehmen um seine sexuelle Seite auszuleben, da ich dort aber keine Erfahrungen habe trotz 5 teilweise längeren Beziehungen weiß ich nicht ob so etwas funktionieren kann.

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Gast beutelding

@Hokuto: Danke für die Meinung. Ich schreibe da später was dazu - das habe ich ein wenig Input. Möchte erstmal nicht in Nebendiskussionen gehen.

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Hallo zusammen,

die angestoßene Thematik finde ich sehr interessant. Auch ich frage mich mit nunmehr Mitte 30 häufiger wie ich mein Leben eigentlich gestalten möchte/sollte. Man hat einige Beziehungen durch, der Zauber der ersten Freundin kehrt dabei natürlich nicht mehr wieder. Es ist ein wenig wie bei vielen Dingen im Leben: Beim ersten Mal ist es am aufregendsten. Die erste Welle an Hochzeiten im Freundeskreis habe ich aufgrund der Trennung von meiner ersten langjährigen Freundin (glücklicherweise) verpasst. Denn bei 50% von denen (die Dunkelziffer ist sicherlich höher) kriselt es inzwischen deutlich oder die Scheidungspapiere sind bereits unterschrieben. Da atmet man erstmal durch und fragt sich im nächsten Moment, ob das womöglich nur der ersehnte Excuse dafür ist, dass man selbst (noch) nicht diesen Schritt gegangen ist.

Einerseits wünschen sich die meisten sicherlich eine Familie und Kinder. Auch in mir wird dieser Gedanke stetig größer. Der Druck sich zu entscheiden wächst, denn mit Mitte 30 ist man eben kein Jungspund mehr. Manchmal machen mich diese Gedanken total wahnsinnig und ich würde lieber heute als morgen ein Haus bauen und Kinder kriegen. Aber dann blickt man auf die vielen eigenen und fremden gescheiterten Beziehungen zurück und auf die vielfältigen Probleme in Beziehungen, die häufig das Potenzial haben einem das Leben zur Hölle zu machen. Wer garantiert mir, dass ich, wenn ich heute heirate und eine Familie gründe, nicht morgen beim Scheidungsanwalt sitze und die Frau mit den Kindern ins 500km entfernte Huffenhausen zieht? Dann beginnt doch der Spaß erst.

Nein, Heiraten kommt doch eigentlich nur dann in Frage, wenn man tatsächlich eine Frau gefunden hat, auf die man sich zu 100% verlassen kann, die absolut integer ist und die zudem charakterlich so aufgestellt, dass man zusammen ein starkes Team bildet, welches stets an einem Strang zieht. Aber ob es die tatsächlich gibt?

Und so beißt sich bei den ganzen Überlegungen die Katze letztlich in den Schwanz.

Ariello

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Bin 52 Jahre und seit 7 Jahren geschieden. 1 Kind und seit der Scheidung hatte ich 4 Beziehungen von 5 Wochen - 4 Jahren. Dazwischen nie länger als 3 - 5 Monate Single mit einigen ONS.

Bin immer wieder bei einer Frau hängen geblieben, weil sie mir (am Anfang) gefallen hat. In eine LTR schliddert man dann automatisch.

Aber es kam immer die Zeit, wo es langweilig wurde, der Sex, die Wochenenden.....

Der Trieb und die Neugier nach anderen Frauen, wieder dieses Verliebtsein gefühl zu haben. Ich weiß nicht wie lange ich da noch Spass dran habe. Ich möchte irgendwann auch mal ankommen, denn ich kann mir nicht vorstellen mit 60 noch in diversen Clubs rumzueiern.

Derzeit bin ich seit 5 Monaten wieder in einer LTR und habe das Gefühl, dass es die letzte ist. Genaueres kann man ohnehin erst nach 12 - 18 Monaten sagen. Fühl mich aber sehr wohl mit der Frau und hoffe, dass es klappt.

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Hallo zusammen,

die angestoßene Thematik finde ich sehr interessant. Auch ich frage mich mit nunmehr Mitte 30 häufiger wie ich mein Leben eigentlich gestalten möchte/sollte. Man hat einige Beziehungen durch, der Zauber der ersten Freundin kehrt dabei natürlich nicht mehr wieder. Es ist ein wenig wie bei vielen Dingen im Leben: Beim ersten Mal ist es am aufregendsten. Die erste Welle an Hochzeiten im Freundeskreis habe ich aufgrund der Trennung von meiner ersten langjährigen Freundin (glücklicherweise) verpasst. Denn bei 50% von denen (die Dunkelziffer ist sicherlich höher) kriselt es inzwischen deutlich oder die Scheidungspapiere sind bereits unterschrieben. Da atmet man erstmal durch und fragt sich im nächsten Moment, ob das womöglich nur der ersehnte Excuse dafür ist, dass man selbst (noch) nicht diesen Schritt gegangen ist.

Einerseits wünschen sich die meisten sicherlich eine Familie und Kinder. Auch in mir wird dieser Gedanke stetig größer. Der Druck sich zu entscheiden wächst, denn mit Mitte 30 ist man eben kein Jungspund mehr. Manchmal machen mich diese Gedanken total wahnsinnig und ich würde lieber heute als morgen ein Haus bauen und Kinder kriegen. Aber dann blickt man auf die vielen eigenen und fremden gescheiterten Beziehungen zurück und auf die vielfältigen Probleme in Beziehungen, die häufig das Potenzial haben einem das Leben zur Hölle zu machen. Wer garantiert mir, dass ich, wenn ich heute heirate und eine Familie gründe, nicht morgen beim Scheidungsanwalt sitze und die Frau mit den Kindern ins 500km entfernte Huffenhausen zieht? Dann beginnt doch der Spaß erst.

Nein, Heiraten kommt doch eigentlich nur dann in Frage, wenn man tatsächlich eine Frau gefunden hat, auf die man sich zu 100% verlassen kann, die absolut integer ist und die zudem charakterlich so aufgestellt, dass man zusammen ein starkes Team bildet, welches stets an einem Strang zieht. Aber ob es die tatsächlich gibt?

Und so beißt sich bei den ganzen Überlegungen die Katze letztlich in den Schwanz.

Ariello

Seh ich genau so, die frage ist ob es ein Gesellschaftliches Problem ist also explizit in Deutschland oder anderen westlichen Ländern oder ist der Mensch einfach so.. Bzw. Muss man fast schon sagen Frau wenn angeblich 80% der Scheidungen von Frauen ausgehen ( hab ich mal irgendwo aufgeschnappt ) ich bin kein Islam Freund aber bei "denen" scheinen Ehen besser zu funktionieren.

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Dass bei "denen" weniger Frauen die Scheisung einreichen sagt nichts über die Qualität der Ehe aus.

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Ich glaube, auch die besten Beziehungen haben ein Ablaufdatum, so wie die besten Serien. Irgendwann verläuft sich der Plot und man erkennt, dass Schluss sein muss.

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gibts auch andere Meinungen wo es funktioniert?

ist sonst so deprimierend^^

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Wenn man wirklich in der Lage ist gute Beziehungen zu führen, weiß man auch, dass eine gute Beziehung a) nicht mit jedem möglich ist und b) immer eine Geschichte hat und daher aufgebaut werden muss. Wer gute Beziehungen hat, entscheidet sich in der Regel nicht einfach so dagegen.

Wenn diese Männer energiegeladen sind, dann weil sie zufrieden sind. Das heißt aber nicht, dass die Entscheidung gegen eine klassische Beziehung automatisch mit Zufriedenheit verbunden ist.

Es ist sicher auch genügsamer sich mit 60 sagen zu können, dass man geheiratet, geliebt und gelebt hat und nun alles gediegener angehen lässt, als mit Anfang 30 auf ein Leben ohne Beziehungen zu blicken. Das ist ja dann als wäre man 60 und in ner Lebensphase angekommen, wo man das meiste hinter sich hat.

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Mal was positives. In meiner gesamten Familie (Tanten, Onkel, Eltern) sind alle jetzt mind. 20 Jahre verheiratet. Meine Großeltern haben sich mit 16 Jahren kennengelernt und bis zum Tode meines Opas waren sie zusammen. Und alle sind glücklich. Ich denke, es kommt drauf an, ob man für eine langjährige Beziehung geschaffen ist. Es gibt "unruhigere" Menschen, die durch Wechsel und Neuerungen ihre Energie ziehen. Und es gibt eben welche, die es erfüllt gemeinsam etwas langfristiges (vielleicht bis zum Tod) aufzubauen. Es ist eben unterschiedlich. Vermutlich ist keine Partei glücklicher als die andere, es kommt dir nur so vor, weil du auf der anderen Seite stehst. Probier es doch einfach eine Zeitlang aus und entscheide für dich welches Konzept du besser findest.

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Klingt ja echt romantisch becar!

Ich befürchte allerdings das mangelnde Alternativen (sei es aus personellen Möglichkeiten, sei es aus aufdroktinierten moralkodexies) hier der Geburtshelfer der "Romantik" sind.

"In guten wie in schlechten Zeiten" - es gab Generationen, da war diser Spruch heilig. Doch zeig mir bitte ein einziges Prä-Millinium-Kid (kein sekten-Child) bei welchen du dieses Credo tatsächlich als Glaubensinhalt vermuten würdest. Wir werden zu immer egozentrierteren Personen erzogen, andere Menschen werden immer mehr zu funktionalen Auswechselteilen.

Und weisst du was? Ich begrüsse es! Nur wenn ich selbst mit mir im Reinen bin, bin ich befähigt auch echte Nächstenliebe zu zelebrieren.

Damit ich aber selber vollumfänglich "funktionstüchtig bleibe" muss ich mich "leider" auch hin und wieder von Altlasten trennen. Wir haben das riesengroße Glück in einer Zeit/Gesellschaft zu reifen, in welcher "lebenslanges experimentieren" zumindest geduldet wird!

Ein Mensch der mit 24 "weiss", was das Richtige für seinen weiteren Lebensverlauf ist weder dumm, noch vermessen. Im Regelfall nur altersbedingt-naiv.

Aber der Kopf ist deshalb rund, damit die Gedanken die Richtung ändern können. Niemand sollte für seine Fehler, die er gestern begangen hat und heute niemals wiederholen würde, HEUTE angeklagt werden. HEUTE habe ich es mit einen anderen Menschen zu tun.

Und jeder Tag ist ein neues HEUTE. Falls ich morgen komplett anderer Ansicht bin, dann verurteile mich nicht, für meine Meinung von gestern. Das habe ich schon selbst getan!

Ups, etwas rasugerudert, weder zitatbezogen noch persönlich bitte, becar, es schrieb sich von selbst;)

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Ja, etwas ausgeschweift. ? Und im Grunde widerspreche ich dir nicht, denn keiner hat das Gegenteil behauptet. Ich für meinen Teil habe lieber das Credo "in guten wie in schlechten Tagen". Aber ich habe auch nur ausschließlich positive Vorbilder dafür gehabt. Also ich weiß, dass es funktionieren kann und man auch damit sehr glücklich werden kann. Aber es muss eben nicht. Jedem das seine. Und das sage ich mit meinem Post. Man muss für sich entscheiden wie man glücklich wird. Es gibt unterschiedliche Wege dieses zu erreichen und jeder davon(außer es schadet anderen) hat seine Berechtigung. ?

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. Man muss für sich entscheiden wie man glücklich wird. Es gibt unterschiedliche Wege dieses zu erreichen und jeder davon(außer es schadet anderen) hat seine Berechtigung. ?

100% unterschreib, insbesondere die Klammer!

Und speziell der Klammer wegen, funzt deine Romantik nicht für mich:

Die Frau, die ich mir für ne RTL vosrtellen "könnte" wäre aus Widersprüchen gebaut:

- Für mich da, wenn ich sie brauche - aber immer gehörig Distanz falls (meistens) nicht

- Mich aufbauen, falls schwach - aber immer führen lassen, falls stark

- mir zuhören, wenn ich erzählen will - aber niemals nachbohren falls nicht

- in meiner "Knoblauch-Phase" höllenrattig sein, ansonsten lieber pastorentochter

- sie dürfte niemals gelangweilt sein wenn ich über mein lieblingsthema (mich) schwadroniere, andrerseits müsste sie vertändniss haben wenn ich für ihr leieblingsthema (sie oder "uns") kein wirkliches interesse hege

- Falls sie kinder/familie hat möchte ich diese abgrundtief herzen, aber nur, wenn mir danach ist - nicht aus notwendigkeit

Das Problem hierbei ist, das es keine Wünsche sind, sondern echte Notwendigkeiten darstellt. Anders gehts (für mich) nicht dauerhaft, ich werde regelrecht krank (somatisiere) falls man mir dergleichen überstülpt.

USwusf. Genausogut könnte ich ein Dreieck suchen, dessen Innenwinkelsumme ungleich 180° ist. Das irre ist aber, dass FBs/Affären diese Bedingungen erfüllen. Leider nicht dauerhaft.

Ich befürchte es ist kein Software-Fehler, der schnell gefixed werden könnte. Bei manchen Typen ist einfach die Hardware inkompatibel zu Perriepheriegeräten. Das muss man irgendwann akzeptieren und das Beste daraus machen - hat ja auch einige gute Seiten.
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familie und heirat zu trennen, ist eine der wichtigsten kognitiven leistungen im leben des freien mannes.

manche schaffen das ihr ganzes leben lang nicht.

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Hab seit 10 Jahren eigentlich nur noch Affären. Vor PU ausschliesslich Solo-Affären, mit neuem Weltbild "massiv parallel".

Davor immer wieder mal "echte Beziehungen" probiert, bis ich irgendwann einsehen musste, das ich absolut nicht der Typ dafür bin.

Bin "sozial-Introvertierter": Ich mag, liebe, brauche Menschen, bin sogar hochgradig gesellig (Partylöwe), aber ich brauch andererseits auch meine KOMPLETT isolierte Regeneration, meine Ruhe, bis der Batterie-Füllstand mir nicht nur ein grünes Licht gibt, sondern mich zum Duracell-Häschen metamorphiert!

Manchmal sehn ich mich nach ner "echten Familie" mit kunterbuntem Kindergeschrei, schwanzwedeldem Wuffi und verunglücktem "Pflaumen-Huhn" von Frau in Küchenschürze... und ich glaube dass ich die Planstelle perfekt ausfüllen könnte, aber eben immer nur wochenendweise! Die Vorstellung auch nur einen 7-Tages-Urlaub mit diesem Zirkus zu verbringen ist blanker Horror für mich, selbst wenn ich mir explizite "Ruhezeiten" aushandel.

Manchmal hab ich ne FB++ also süsse Quälgeister inklusive, ob nun mit oder ohne Fell, und scheisse, ja: ich liebe es!!!! Allerdings nur HIN und WIEDER!

Ich distanze da bewusst, obwohl es mich innerlich zerreisst und ich momentan nichts lieber täte, als diesem 6jährigem Blondschopf paar Tricks fürs kicken zu zeigen oder mit der 9jährigen Tanja um die Wette karaoken möchte... aber ich bin und ich bleibe immer nur Tourist in ihrem Leben und folglich gilt es auf die Warnmeldungen der Abstands-Sensoren peinlichst zu achten. Jeder von ihnen hat etwas beständigeres als mich verdient. Ich bin lieber gar kein Vater, Mann, Freund als nur eine miese Papier-Kopie desgleichen. oder noch schlimmer, nur eine unerfüllte Hoffnung desgleichen.

Ich würd mal sagen, ich vermisse verdammt viel. Aber mit "Freiheit-Aufgabe" würde ich noch mehr vermissen, resp. wäre so schnell so ausgelaugt, dass ich radikale Zäsuren durchziehen müsste. Und wie intensiv wäre erst dann das Gefühl des Vermissens?

Andrerseits könnt ich niemals die Momente, den Frieden, die Kontemplation, die Glückssekunden, die ich nur mit mir alleine erklimmen kann; eben sowenig wie das Gefühl der absoluten Rechenschaftsfreiheit, aufgeben.

Man ist halt Farmer oder Seemann. Wichtig ist nur zu erkennen, wo der Bonus und wo die Fangfesseln liegen und vor allem, nicht auf Kosten Dritter, Unvereinbarkeiten aus Eigennutz einzig und allein seinem urpersönlichen, temporären Gefühls-Juche unter zu ordnen.

Psychopathen können sowas. Wir andern alle besitzen einen Moral-Kompass und sofern wir uns nicht an unsere grundlegenden Werte orientieren, schlägt er schnell gen Karma aus! Manchmal mit einem ziemlichen Delay und wir können den Kurs nicht mehr rückwirkend korrigieren. Das macht nicht wirklich Spass!

Alter ich kotze grage einen Regenbogen.

Und ich dachte ich wäre der einzige der so tickt. Bitte mehr solcher Postings !

<3

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Ja und es ist ja gut, dass du das weißt und danach lebst. Es ist wichtig seinem Herzen zu folgen (man sollte nur das Hirn mitnehmen)und wenn es das ist was du willst, ist es super.

Ich könnte zum Beispiel diese ständige "Unruhe" nicht vertragen. Unvorstellbar für mich dauernd die Partner zu wechseln, weil es hier und da nicht passt oder aus welchen Gründen auch immer.

Mh... Ich kenne dich nicht und daher ist der Rest jetzt mit Vorbehalt und es tut mir Leid, wenn es so nicht zutrifft. Du scheinst sehr Ich-bezogen zu sein. Dein bester Partner an deiner Seite kannst nur du sein. Die Frauen sind eine ganz nette Abwechslung und vielleicht auch noch gut für nette Momente, aber den Platz neben dir nimmst du selbst ein. Kein Plan, ob du das verstehst oder es zutrifft, aber beim Lesen deiner Posts habe ich so das Gefühl. Nicht böse sein. ?

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