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Wenn ihr eine alte Low-Tech-Karre haben wollt, an der man noch alles selber machen kann, müsst ihr nach Afrika - da fahren die alle rum. 

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Find ich witzig. Mein Vater (Automechaniker) hat schon in den 80ern darüber geschimpft, das man an den modernen Autos nichts mehr selbst machen kann und das Design immer beschissener wird. Das sind dann wohl die Karren, von denen wir heute sagen, "leicht zu warten und charaktervolles Design".

Ich nehme an mein Urgroßvater war auch schon so drauf, "an meinem Gaul kann ich n' Einlauf noch selbst machen, was mach ich mit einem Automobil, wenn es einen Einlauf braucht"

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vor 11 Stunden schrieb MacBest:

Find ich witzig. Mein Vater (Automechaniker) hat schon in den 80ern darüber geschimpft, das man an den modernen Autos nichts mehr selbst machen kann und das Design immer beschissener wird. Das sind dann wohl die Karren, von denen wir heute sagen, "leicht zu warten und charaktervolles Design".

Ich nehme an mein Urgroßvater war auch schon so drauf, "an meinem Gaul kann ich n' Einlauf noch selbst machen, was mach ich mit einem Automobil, wenn es einen Einlauf braucht"

Das ist wie mit der Jugend, die schon seit den Römern alle 10 Jahre immer schlimmer wird. Es stimmt halt.

In den 70ern hat man einen Vergaser vollständig zerlegen und reinigen können, mit nem Schraubenzieher und einem Lappen.  Bei der Zentraleinspritzung ging das mit der Düse vermutlich nicht mehr, die gabs nur neu und nur zu einem damals unglaublichen Preis. Mit den heutigen Preisen wärs dagegen Unfug, einen Vergaser statt einer  Zentraleinspritzung zu wählen. Bei einer Düse pro Zylinder und bei Direkteinspritzung und Hochdruck siehts wieder anders aus.

Ventilspiel hat man nach Gehör eingestellt. Mit nem Hydrostößel entfällt das, wenn er tut. Wenn er kaputt ist, muß man den Motor komplett zerlegen und 8, 16 oder noch mehr von den Dingern austauschen. Auch wenn nur einer kaputt ist - will man in 4 Wochen den nächsten tauschen?

Was sich tatsächlich eine zeitlang verbessert hat, war die Standzeit. Früher kam man ja nichtmal über die Alpen, ohne 10 Liter Kühlwasser, drei Keilriemen und einen neuen Unterbrecherkontakt zu brauchen. Die heutigen Autos spulen Kilometerleistungen ohne Wartung runter, wenn sie mal tun, von denen man im Käfer nur träumen konnte.  Aber irgendwann kam der Knick, wo das durch die sinkende Qualität, halbgare Produkte und explodierende Komplexität zunichte gemacht wurde. Heute steht man da wie der Depp, wenn die "Das wird teuer"-Lampe angeht. Die Werkstatt auch, die hat nämlich sowenig Ahnung wie der Hersteller und der Kunde, tauscht aber teure Module.

Beim M62-Motor von BMW gingen Mitte der 90er nach 2, 3 Jahren die Zündspulen kaputt. Blöd nur, daß er nicht eine hatte wie früher, sondern neuartige, die direkt auf der Zündkerze stecken, und davon 8 Stück. Austauschkosten 4000 Mark! 8x400=3200 Mark für die Spulen, Rest Arbeitslohn. Den übernahm BMW glaub aus Kulanzgründen, den Rest blechte der Kunde. Derselbe Motor in 15, 20 Jahre alt ruckelt heute, wenn er kalt ist. Fängt nach 2 Minuten an und hört nach 5 Minuten auf. Kein Mensch weiß, was das ist oder wie man es beheben kann. Gibt 20 Reparaturansätze, die erfolgreich waren, aber genauso oft erfolglos.

Vermutlich *könnte* man mit moderner Technik genauso wartungsfreundliche und dabei viel zuverlässigere Autos bauen. Insofern ist das Schimpfen "auf die Technik" eigentlich nur eine Vereinfachung, gemeint ist die konkrete Implementierung. Den Begriff "ausgereift" kennt heute kein Manager mehr, der sich von Quartal zu Quartal hechtet. Richtig übel, was u.a. Leute wie Lopez und Schrempp, mittlerweile auch Piech und Winterkorn, aus der Automobilindustrie gemacht haben.

 

Frag übrigens mal Beuys, ob er an der Ostfront lieber ein Pferd oder ein Auto gehabt hätte.

(Ich finds nicht auf Google, aber angeblich hat er eine russische Frostnacht mal nur überlebt, weil er ein sterbendes oder totes Pferd aufschnitt und die Nacht in den warmen Eingeweiden verbrachte. Deshalb hatte er später auch so nen Filz- und Fettfetisch, weil die ihn am Leben hielten.)

 

bearbeitet von HerrRossi

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Am 10.7.2016 um 01:40 schrieb HerrRossi:

(Ich finds nicht auf Google, aber angeblich hat er eine russische Frostnacht mal nur überlebt, weil er ein sterbendes oder totes Pferd aufschnitt und die Nacht in den warmen Eingeweiden verbrachte. Deshalb hatte er später auch so nen Filz- und Fettfetisch, weil die ihn am Leben hielten.)

 

Verwechselst du da nicht etwas mit "The Revenant" ? ^^

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On 7/10/2016 at 1:40 AM, HerrRossi said:

Das ist wie mit der Jugend, die schon seit den Römern alle 10 Jahre immer schlimmer wird. Es stimmt halt.

In den 70ern hat man einen Vergaser vollständig zerlegen und reinigen können, mit nem Schraubenzieher und einem Lappen.  Bei der Zentraleinspritzung ging das mit der Düse vermutlich nicht mehr, die gabs nur neu und nur zu einem damals unglaublichen Preis. Mit den heutigen Preisen wärs dagegen Unfug, einen Vergaser statt einer  Zentraleinspritzung zu wählen. Bei einer Düse pro Zylinder und bei Direkteinspritzung und Hochdruck siehts wieder anders aus.

Ventilspiel hat man nach Gehör eingestellt. Mit nem Hydrostößel entfällt das, wenn er tut. Wenn er kaputt ist, muß man den Motor komplett zerlegen und 8, 16 oder noch mehr von den Dingern austauschen. Auch wenn nur einer kaputt ist - will man in 4 Wochen den nächsten tauschen?

Was sich tatsächlich eine zeitlang verbessert hat, war die Standzeit. Früher kam man ja nichtmal über die Alpen, ohne 10 Liter Kühlwasser, drei Keilriemen und einen neuen Unterbrecherkontakt zu brauchen. Die heutigen Autos spulen Kilometerleistungen ohne Wartung runter, wenn sie mal tun, von denen man im Käfer nur träumen konnte.  Aber irgendwann kam der Knick, wo das durch die sinkende Qualität, halbgare Produkte und explodierende Komplexität zunichte gemacht wurde. Heute steht man da wie der Depp, wenn die "Das wird teuer"-Lampe angeht. Die Werkstatt auch, die hat nämlich sowenig Ahnung wie der Hersteller und der Kunde, tauscht aber teure Module.

Beim M62-Motor von BMW gingen Mitte der 90er nach 2, 3 Jahren die Zündspulen kaputt. Blöd nur, daß er nicht eine hatte wie früher, sondern neuartige, die direkt auf der Zündkerze stecken, und davon 8 Stück. Austauschkosten 4000 Mark! 8x400=3200 Mark für die Spulen, Rest Arbeitslohn. Den übernahm BMW glaub aus Kulanzgründen, den Rest blechte der Kunde. Derselbe Motor in 15, 20 Jahre alt ruckelt heute, wenn er kalt ist. Fängt nach 2 Minuten an und hört nach 5 Minuten auf. Kein Mensch weiß, was das ist oder wie man es beheben kann. Gibt 20 Reparaturansätze, die erfolgreich waren, aber genauso oft erfolglos.

Vermutlich *könnte* man mit moderner Technik genauso wartungsfreundliche und dabei viel zuverlässigere Autos bauen. Insofern ist das Schimpfen "auf die Technik" eigentlich nur eine Vereinfachung, gemeint ist die konkrete Implementierung. Den Begriff "ausgereift" kennt heute kein Manager mehr, der sich von Quartal zu Quartal hechtet. Richtig übel, was u.a. Leute wie Lopez und Schrempp, mittlerweile auch Piech und Winterkorn, aus der Automobilindustrie gemacht haben.

 

Frag übrigens mal Beuys, ob er an der Ostfront lieber ein Pferd oder ein Auto gehabt hätte.

(Ich finds nicht auf Google, aber angeblich hat er eine russische Frostnacht mal nur überlebt, weil er ein sterbendes oder totes Pferd aufschnitt und die Nacht in den warmen Eingeweiden verbrachte. Deshalb hatte er später auch so nen Filz- und Fettfetisch, weil die ihn am Leben hielten.)

 

Früher war alles besser, jaja das kennen wir doch.

Das ist immer so geil wenn sich Leute über die modernen Autos aufregen. Die meißten vergessen dabei, dass die Hersteller nur das machen, was der Markt verlangt: günstige und umweltschonend Fahrzeuge (CO2 Ausstoß). Klar wäre es möglich alte Schlachtschiffe die 2 Tonnen wiegen und einen Vergasermotor haben zu bauen, nur ist so gut wie keiner bereit den Preis zu zahlen.

By the way, Fahrzeuge werden heute immernoch Dauerfest ausgelegt.

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vor einer Stunde schrieb Fgt:

Die meißten vergessen dabei, dass die Hersteller nur das machen, was der Markt verlangt: günstige und umweltschonend Fahrzeuge (CO2 Ausstoß).

Niemand verlangt lackierte Stoßstangen, Lampen, die nur die Werkstatt wechseln kann oder Rußfilter, die außer auf dem Prüfstand nie in Betrieb gehen.

Gäbe es die Möglichkeit, für 2% Aufpreis ein Auto mit 500% werthaltigeren Komponenten (hier ein Plastiksteglein etwas dicker, dort ein Kontakt mit 5 statt 1 My vergoldet, der Werksstudent durfte eine Woche länger am Programm der ABS-ESP-Steuerung arbeiten) zu bekommen, würden sich vermutlich nicht nur einzelne Verbraucher dafür entscheiden.

Durch die allgemeine Gehirnwäsche hat sich aber tatsächlich eine Masse von unkritischen Idioten aufgebaut, denen man, also auch Autohersteller, alles Mögliche erzählen kann und die das dann glauben. Und wenn sich 70 oder 80% ihr Auto kaufen, weil sie ihren Nachbarn damit beeindrucken wollen und ihre Minderwertigkeitskomplexe kaschieren, ist es vollkommen egal, was der Hersteller da einbaut, solange die aus alten Joghurtbechern gepreßte Plastik"stoß"stange dieselbe Form hat wie neulich bei dem coolen Auto im Kino.

Nach Pareto waren kritische Verbraucher Herstellern schon immer ein Greuel, also verzichtet man auf diese 10-20% und nimmt die Masse.

 

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vor 2 Stunden schrieb Fgt:

Früher war alles besser, jaja das kennen wir doch.

Ich bin schon froh heute keinen 10 Jahre alten Trabant für 20.000 Mark kaufen zu müssen, der neu die Hälfte kostet. Ganz zu schweigen davon, damit auch noch zu fahren ?

vor 2 Stunden schrieb Fgt:

Das ist immer so geil wenn sich Leute über die modernen Autos aufregen. Die meißten vergessen dabei, dass die Hersteller nur das machen, was der Markt verlangt: günstige und umweltschonend Fahrzeuge (CO2 Ausstoß). Klar wäre es möglich alte Schlachtschiffe die 2 Tonnen wiegen und einen Vergasermotor haben zu bauen, nur ist so gut wie keiner bereit den Preis zu zahlen.

Wüßte nicht was an den unzähligen SUVs, die heute das Straßenbild prägen umweltschonend wär:

Der Verbrauch ist kaum geringer als vor 20-30 Jahren, nur kommt dabei mehr Leistung raus. Ein Kleinwagen ( SUV ) wiegt bis 1,5 T und fährt auf 16 bis 18 Zoll Reifen. Der ganze technische Schnickschnack, selbst in richtigen Kleinwagen, wiegt nicht nur enorm sondern braucht auch Platz. Deshalb ist ein aktueller Clio auch größer als ein Golf 4, allerdings nur außen. Hab mal in einem Fiat Freemont gesessen, einem der größten SUVs auf dem deutschen Markt: Auf dem Fahrerplatz gab's genauso viel Beinfreiheit wie in meinem damaligen Escort ?

Und wenn Du mit einem ach so umweltfreundlichen 0.9 Liter Minimotor mit Turbo halbwegs zügig unterwegs sein willst, bist Du ganz schnell weit jenseits der hochgepriesenen 5 L/100Km. Mein 96er Clio braucht konstant 7, und der ist 20 Jahre alt. 

Design ist Geschmackssache. Doch wenn wenn man aus modernen Fahrzeugen heraus gar nichts mehr sieht und dann zum Einparken eine Kamera braucht, mach ich persönlich keine Luftsprünge. Auch bin ich froh, einen neuen Außenspiegel noch für 25 Taler zu bekommen, der mir regelmässig abgefahren wird, weil meine Mitmenschen aufgrund des wohligen Gefühls ihrer sitzgewärmten Ärsche anscheinend davon überfordert sind zwischen lauter automatisch eingeklappten Spiegeln am Straßenrand noch einem herkömmlichen zu begegnen. Der Sinn von sich automatisch einstellenden Scheinwerfern ist mir auch nicht ganz klar, wenn mir dann jedes zweite Paar aus 100 Metern entweder mitten in die Fresse leuchtet oder von hinten die Spitze von Verkehrsschildern illuminiert, die noch nicht mal in meinem eigenen Lichtkegel auftauchen. Zu den Kosten / dem Aufwand für Instandhaltung und Ersatzteile hat HerrRossi ja genug erzählt. Moderne Autos sind jedenfalls weder leicht noch wesentlich umweltfreundlicher. Das bisschen theoretische Spritersparnis machen die Herstellung / Lebensdauer der vielen neuen, komplexen Komponenten locker wieder wett.

Ich will mich gar nicht beschweren, Luxus ist gut. Nur als Freund der Marktwirtschaft bin ich ein Fan von Auswahl, wie bei den Frauen ?

Und ob Lada fahren da jetzt die echte Alternative ist? Naja ... ?

bearbeitet von Flugzeugträger

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Ihr seid aber schon momentan heftig auf der "früher alles besser" Thematik, oder? 

Wollte ich günstig ohne Probleme fahren: http://ww3.autoscout24.de/classified/291315620?asrc=pl|as

Habe ich für 8.830 EUR einen Neuwagen mit Klima und 5 Jahren Herstellergarantie. 

Den fahre ich genau 5 Jahre. Und dann verkaufe ich ihn mit 60.000 KM scheckheftgepflegt vom Hersteller für 4.500 EUR. Kostet mich die Schüssel 70 EUR im Monat. Inspektion ist überschaubar, Öl bringe ich mit. Reifen, Bremsscheiben mache ich in der Freien Werkstatt und die kosten bei dem Auto nicht die Welt. Alles Größere läuft über Garantie. 

Damit bin ich für 100,00 EUR im Monat zzgl. Versicherung mobil. Vollkasko kann ich überlegen zu sparen. 

Das ist der "billig + sorgenfrei + mobil" Weg. 

Oder ich begebe mich in die Hände einer guten, freien Werkstatt, kaufe was älteres Gebrauchtes, spare ein paar Euro und erkaufe mir damit Risiko oder ggf. Probleme. 

Beides sind gangbare Wege. Wie der TE mit einem alten BMW in eine BWM Vertragswerkstatt zu fahren ist... kostenintensiv. Das macht man mit Neuwagen innerhalb der Herstellergarantie. Klar kostet das deutlich mehr als 100 EUR im Monat. 

Die Alternative sind dann Autos, die "Spaß" machen. Kann man nach dem selben Modell fahren. Kostet dann halt schnell mehr. Ich fahre einen A4 mit 5 Jahren Herstellergarantie. Der kostet effektiv 300,00 EUR im Monat. Mein alter A4 außerhalb der Garantie war schlagartig ein Geldloch. 

Ich lasse ihn über die Firma laufen. Ist mir egal. 

Privat würde ich mir die Frage stellen: 

a) Ist mir Mobilität mit 100,00 EUR im Monat wert?
Meine Antwort ist "ja". Hab mal 1 Jahr bewusst auf ein Auto verzichtet. 
b) Ist mir ein Aufpreis x auf ein "besseres" Auto das ganze Wert?

Und hier kämen dann mehrere Überlegungen ins Spiel. Ich würde a) auch in einer Großstadt machen. Weil ich super Spaß daran habe, am WE mit nem Mädel an den See zu fahren oder mal im Umkreis in die Natur etc.pp. - das gibt MIR einfach enorm Lebensqualität. Die 100,00 EUR netto mehr verhandele ich mir im Job raus. Bei b) sieht es dann anders aus. Ich persönlich habe unheimlich Spaß am Autofahren. Ich würde mir überlegen, ob ich diesen "Spaß" mit Mietwagen sporadisch haben könnte. Müsste ich beruflich nicht fahren, dann wäre das eine Option. 

Alles andere läuft dann auf Hobby. 

Sehe ich den Mehrwert bei 100,00 EUR nicht und lebe in der Großstadt, dann ein Verzicht sicher eine Option. Kann ich mir 100,00 EUR nicht leisten, dann würde ich mir generell mal die Finanzen anschauen und ggf. mir meine berufliche Laufbahn vornehmen zusammen mit anderen Kosten anschauen. Da stimmt dann irgendwas nicht. 

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vor 7 Stunden schrieb Neice:

Habe ich für 8.830 EUR einen Neuwagen mit Klima und 5 Jahren Herstellergarantie.

Fensterkurbel, im Ernst? So schlimm ist die Nostalgie auch wieder nicht ? Hast mal in som Ding drin gesessen?

Da gibt's Raumangst, krumme Gräten, überall blaue Flecken und Wasser im Knie. Auch so eine Mode: Kleinstwagen!

Aber mit fünf Türen ? Und dann 1 Liter Hubraum.... Ne Alter, echt nich. Dann lieber Moped fahren ?

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vor 3 Stunden schrieb Flugzeugträger:

Fensterkurbel, im Ernst? So schlimm ist die Nostalgie auch wieder nicht 1f609.png Hast mal in som Ding drin gesessen?

Da gibt's Raumangst, krumme Gräten, überall blaue Flecken und Wasser im Knie. Auch so eine Mode: Kleinstwagen!
Aber mit fünf Türen 1f602.png Und dann 1 Liter Hubraum.... Ne Alter, echt nich. Dann lieber Moped fahren 1f60a.png

Ich habe da super Beinfreiheit und bin 1,91m. 

Parallel bin ich dann den VW Up gefahren. Deutlich bessere Innenausstattung, besserer Werterhalt. Hab dann lange überlegt zwischen einen i10 und einem VW Up als Jahreswagen mit Garantieerweiterung. Bis ich im Polo drin saß und das ist noch mal ein riesiger Sprung nach oben. Der fährt sich wie der frühere Golf und sieht super edel aus von Innen. 

http://ww3.autoscout24.de/classified/279422592?asrc=pl|as

Fensterheber, Klima, 60 PS reichen. Und 1 Liter Hubraum finde ich gut. Bin mal 2 Jahre einen Polo als Neuwagen gefahren. Super günstig zu fahren. 

Dann habe ich ne Weile Dacia abgeklappert. Vor allem, weil ich in Richtung Hund überlegt habe und der Geländewagen auch nur um 10K EUR kostet. Generell sind die kleinen Dacias zwar nicht wirklich bekannt für Problemfreiheit - gibt es aber auch mit 5 Jahren Garantie und sie haben den geringsten Wertverlust. 

Sind auch viele Modelle für 100,00 EUR im Monat zu fahren. 

Effektiv ist es kein Problem, mit 100 EUR komplett mobil zu sein uns sich nie groß Gedanken um Probleme machen zu müssen. Wenn Dir das natürlich nicht cool genug ist und statusmäßig unter Deinem Niveau ist, dann musst Du mehr Geld ausgeben und / oder ältere Autos fahren. 

Ich für meinen Teil gebe mehr Geld aus und habe keinen Bock auf irgendwelche Probleme mit Autos. Ich lasse meine Autos nur bei Audi reparieren und reagiere äußerst pissig, wenn da was nicht läuft. Und "läuft" bedeutet, dass ich da ankomme, mein Auto zur Inspektion abgebe und der kostenlose Mietwagen fertig da steht. Und zwar gestaubsaugt, so dass ich einen Kunden mitnehmen kann. Warte ich dort länger als 10 Minuten bis ich im Auto sitze, dann bin ich nicht happy. Dann fahre ich auch gerne mal wieder ins Büro, lasse ne Visitenkarte da und bitte, mir den Mietwagen vorbei zu bringen und das Auto dann gleich mit zu nehmen. Darf Azubi mal nen Ausflug fahren. Hab ja Verständnis, wenn es mal viel zu tun gibt. 

Ich bin halt nun mal ein Audi Fan. Allerdings scheint da in der Bordelektronik so ne Programmierung drin zu sein: "If (User = Neice) & (Garantie vorbei) then random (turboladerdefekt, drpdefekt)". Das ist ein besonderer Service bei Audi der das Leben aufregend hält. Mit dem Alter hat man da irgendwann weniger Bock drauf. 

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Wenn der Dacia halt einmal 3 oder 4 Tage in der Werkstatt steht, weil das Ersatzteil leider, leider länger brauchte (selbstverständlich ohne Mietwagen) oder wenn außerplanmäßig ein paar Verschleißteile für 500 Euro nötig sind, die nicht unter die Garantie fallen, dann ist Deine Rechnung mit den 100 Euro im Monat hinfällig. Oder mit bequem.

In der heutigen Zeit kann man keinem Autohersteller 10000 Euro geben, geschweige denn mehr, und sich ihm damit auf Gedeih und Verderb ausliefern.

Ich habe einmal den "Service" von BMW Stuttgart bei einer geplanten Reparatur erlebt. Termin leider erst wieder in 4 Wochen möglich. Ach, ihre Scheibe ist eingeschlagen? Dann machen wir einen Nottermin. Gleich nächste Woche. Montag vormittag zum Termin das Auto hingebracht. Abends auf dem AB statt der Abholnachricht vorgefunden, daß sie versucht haben, die Scheibe zu bestellen, aber das könnte schwierig werden. Donnerstag noch ein Anruf, die Scheibe ist jetzt drin. Aber da fehlt leider noch ein Teil, das sie gerade eben (am Donnerstag!) sofort bestellt haben. Angerufen, nach 18 Uhr selbstverständlich kein Kundenkasper mehr im Haus. Die Telefontusse rundgemacht, wenn die Karre nicht am Freitag fertig wird, nehme ich mir einen Mietwagen fürs Wochenende ,und das übliche alberner Schwanzwedeln mit Anwalt. Prompt war das Auto am Freitag nachmittag abholbereit. Naja, fast, ich mußte die gesamte Tiefgarage und den Parkplatz ablaufen, weil sie mich über den Standplatz angelogen haben und das Auto statt in der Garage auf X4711 irgendwo draußen auf dem Parkplatz stand. Völlig inkompetenter, kundenfeindlicher Drecksladen. Da gehe ich garantiert nie wieder hin, nichtmal wenn die Reparatur von einem Unfallgegner oder sonst von einer Versicherung bezahlt wird.

Opel hat mir mal bei einer Teilkaskoreparatur der Frontscheibe 6 Euro für die Feinstaubplakette berechnet, die die Versicherung dann prompt nicht bezahlt hat. Schriftverkehr mit Opel, die Arschlöcher haben tatsächlich Porto dafür ausgegeben, mir zu erklären, daß sie für die 5 Cent-Plakette (naja, 20 werdens im EK schon sein, Du kennst Dich ja mit Klebeplaketten aus :-D) selbstverständlich 6 Euro vom Kunden nehmen und das schon in Ordnung ist, weil an den 500 Euro für die Scheibe verdienen sie ja kaum was.

Oder frag mal Mercedes-Neuwagenkäufer, wie zufrieden sie so mit ihren E-Klassen waren. :)

 

PS.: 60PS hat meine Benzinpumpe.:-D

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Am 12.7.2016 um 23:07 schrieb Neice:

Ich habe da super Beinfreiheit und bin 1,91m. 

 

Hast Du den Fahrersitz ausgebaut? ? 

  

vor 13 Stunden schrieb Barristan the Bold:

Was haltet ihr von Leasing?

10000 Km in 3 Jahren sind sehr wenig. Da komm ich in einem Jahr auf das anderthalbfache. Leasingverträge haben ihre Tücken.

Da fällt mir spontan das Stück von Gerhard Polt ein ? Gibt's auf Youtube.

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Moin,

über das Auto habe ich mir auch schon seit längerem Gedanken gemacht. Als Kind bin ich teilweise auch ohne Auto aufgewachsen, weil meine Eltern für ein paar Jahre die Priorität auf Haus-Abzahlung gesetzt hatten. So habe ich natürlich auch schon öfter mal überlegt, ob ich Lust dazu hätte, mal eine Weile ohne Auto klarzukommen.

Ganz ehrlich? Nein, habe ich keine Lust zu. Meine Kids wohnen knapp 50km von mir entfernt, insofern ist ein Auto hier zum Abholen und für Ausflüge natürlich schon mal eine entspannte Sache. Im Grunde ist alles bis 300km Entfernung natürlich super mit dem Auto zu lösen, längere Strecken fahre ich dann doch lieber mit dem Zug oder nehme den Flieger. Aber ich gebe zu, daß mein Auto die meiste Zeit tatsächlich unbewegt vor der Haustür steht, weil ich in meiner Umgebung eigentlich alles zu Fuß regle.

An dieser Stelle finde ich das Argument "Das Auto kostet immer und jede Minute Geld" zwar formal korrekt, aber letztlich etwas dramatisiert, denn das trifft ja letztlich für andere Dinge genauso zu. Und ich finde, daß die Kosten auch gar nicht soooo hoch sind, wenn man ein bißchen aufpaßt. Ich kann nur empfehlen, sich zum Auto eine kleine Excel-Tabelle anzulegen, in der man alle Kosten erfaßt, die so beim Auto über die Jahre anfallen. Dann hat man immer alles im Blick und kann später auch verschiedene Fahrzeuge oder auch Finanzierungsformen miteinander vergleichen.

Im Januar 2013 hatte ich mir einen gebrauchten BMW 318i Touring für 4.800 Euro gekauft, den ich bis Ende 2017 gefahren bin. Mit allen Reparaturen kam ich in diesem Zeitraum auf insgesamt 11.168 Euro, bekommen habe ich für den Wagen bei Inzahlungnahme 1.350 Euro, was also pro Jahr 1.996,88 Euro oder pro Monat 166 Euro Finanzierungskosten ergibt. Hinzu kommen also noch Steuern (ca. 100 Euro/Jahr) und Versicherung (ca. 250 Euro/Jahr), macht ziemlich genau 200 Euro/Monat zuzüglich Benzin (150 Euro/Monat, Verbrauch 8,6l/100km). So komme ich insgesamt auf ca. 350 Euro pro Monat, wobei ich mir bei Benzin und Reparaturen auch noch die MwSt. zurückholen kann. Finde ich jetzt nicht soooo dramatisch. Mein neuerer 320i könnte insgesamt etwas teurer werden, aber dafür ist er mit bisher 7,5l/100km in den letzten 10k km auch schön sparsam und hat in den letzten 10.000km keinerlei Probleme gemacht 🙂

Also ich finde, wenn man die Autos pflegt und richtig fährt, halten sich die Kosten doch meist in Grenzen. Und irgendwie ist ein Auto doch was Bequemes und Schönes... ;-)

BMW320i.jpg

Zum Thema Leasing: Ja, habe ich mir auch schon mal überlegt, weil Anbieter wie z.B. Leasingtime wirklich recht günstig scheinen. Mit 15tkm pro Jahr kostet ein 320i Touring F31 netto ungefähr 300 Euro, was für mich also ca. 50% mehr Kosten bedeutet und (als Selbstständiger) eine Reihe weiterer Vorteile hat. Ich werde es aber trotzdem nicht machen, sondern mir lieber demnächst mal ein kleines Häuschen etwas außerhalb suchen, wo die Gewerbesteuer nicht so teuer ist wie hier in der Stadt. Soviel zum Thema "Wozu habe ich eigentlich ein Auto?"... Nun, und da mich das dann sicherlich ein paar hundert Euro mehr als meine Stadtwohnung kosten wird, werde ich dann froh sein, keine Leasingraten an der Backe zu haben.

bearbeitet von Applefan

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In meinen Augen gibt es eigentlich nur zwei sinnvolle Wege. 

1. Brauche ich wirklich ein Auto, führt eigentlich kein Weg an einem Neuwagen mit möglichst langer Garantie vorbei. Im Normalfall gibts dann auch keine Überraschungen. 

2. Ein Auto wäre schon schön. Dann muss es kein Neuwagen sein. Auch der Komfort ist dann nicht so wichtig. Selber Schrauben ist wirklich kein Hexenwerk. Ich würde aber eher ein kleines Auto für den Anfang empfehlen. Selbst habe ich einen Caterham zusammengebaut, einen W124 Mercedes gewartet und repariert und einen Mercedes LKW 508 am laufen gehalten. Bis auf den Caterham hat mir das Schrauben keinen Spaß gemacht. Beim LKW war einfach alles zu schwer und sogar beim W124 alles zu verbaut. 

Für den Anfang würde ich mir einen alten Fiat Panda, Ford Fiesta, Ford Escort, Ente, Renault R4 oder ähnliches raussuchen. Einen Schweißkurs machen ;-) und loslegen. Bei alten Kleinwagen gibt es kaum Verkleidungen, einen Motor kann man zu zweit rausheben und Fahrwerksteile sind schnell getauscht. Karosserieteile sind oft nur mit wenigen gut zugänglichen Schrauben fixiert.  Alles in allem übersichtlich und simpel. Eventuell sollte man sich etwas mit H Kennzeichen holen. 

Meine Erfahrung zum Thema Auto ist, man muss rund 2000-2500€ pro Jahr für Reperaturen zurücklegen. 

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Kommt auf den Zustand deines Oldtimers an und was Du mit ihm vorhast.

Hat er einen 1er oder 2er Zustand würde ich ihn nicht fahren. Meiner steht gut in einer Halle. Ich war überrsscht, daß er in den letzten 3 Jahren gut an Wert zugelegt hat. Deswegen kein H-Kennzeichen.

Will man mit H-Kennzeichen "günstig" fahren, dann ja. Wobei mir jedes Ü 30-Auto zu schade wäre, es im Alltag zu verschleißen. Für gelegentliche Wochenendausfahrten im Sommer OK.

 

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Deswegen ja meine Empfehlung hin zu einem kleinen Fahrzeug. Auch sehr gute Zustände, teilweise unter 10 000km, quasi Neuwagenzustand kosten oft nicht mehr als 5 000€. Auf kleine Technik kann man selbst viel besser aufpassen. Hohlraumkonservierung? Kein Problem! Sitze neu Polstern lassen, auch nicht teuer. Wenn man das mit einem gleich alten Mercedes /8 oder einem Jaguar 12 Zylinder vergleicht, da geht dann die Rechnung nicht mehr auf. 

Man muss ein Fahrzeug ja nicht runterreiten nur weil man es fährt, solange man sich um die kleinen Baustellen kümmert, kann man die Kisten ewig fahren. Je mehr Elektronik, auch in Form von elektronischen Einspritzpumpen desto schwieriger wird es. Sieht man auch gut an alten Traktoren wo viele kleine und mittlere Landwirte auf alte Technik setzen. Ich seh das eher als gelebte KFZ Geschichte.

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