Wozu der ganze Selfimprovementscheiss? Es gibt nicht das promised Land, man wird immer Sorgen haben

21 Beiträge in diesem Thema

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Hi,

Ich kriege langsam Zweifel an der Persönlichkeitsentwicklung. Mache ich mir was vor? So viele denken doch, wenn ich endlich Selbstbewusst bin, wenn ich reich bin, dann ist alles toll. Nein verdammt nochmal, es gibt nicht das promised Land. Da kann man doch genauso gut jetzt HSE sein, einfach so weil ich es will. Es gibt kein Disneyland, jeder hat Sorgen und wenn er Erfolg hat, hat er neue. Das Leben ist ein Hamsterrad gefüllt mit Sorgen, Selbstzweifel, Insecurities, Problemen. Oder fühlen sich alle AMs ständig Selbstbewusst? Wozu der Scheiss? Ernsthafte Frage, das ist kein Jammern.Da kann man doch die Vorstellung von einer heilen Welt aufgeben und JETZT leben und selbstbewusst sein, einfach weil ich man es  will.

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Selbstbewusstsein heisst, mit seinen Schwächen und Zweifeln umgehen zu können. Weil man sie akzeptiert. 

 

Hör auf danach zu streben ein perfekter Spießer zu sein. 

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vor 47 Minuten schrieb Stone Cold:

jeder hat Sorgen und wenn er Erfolg hat, hat er neue.

Natürlich hat jeder Mensch Sorgen und Dinge zu bewälitgen. Haben wir alle. Vielleicht gibts mal kurze Momente vollkommenen Glücks - aber wir sind gar nicht so angelegt, dass wir das auf Dauer haben können oder wollen.

Was Persönlichkeitsentwicklung kann ist uns Werkzeuge zu geben um diesen Herausforderungen zu begegnen. Und je mehr Werkzeuge (Selbstbewusstsein, Selbstwirksamkeit, Erfahrung) wir haben, desto kleiner erscheinen uns Herausforderungen und desto leichter meistern wir sie.

Nein - komplett Sorgenfrei wird auf Dauer niemand sein. Aber es ist ein entscheideneder Unterschied, ob man schon vor den alltäglichsten Dingen kapitulieren muss oder dafür unendlich viel Kraft braucht, oder ob man eben auch bei großen Herausforderungen diese positiv gestimmt angeht. In dem Wissen, dass man sie meistern wird und daran wachsen. Und dann werden plötzlich die Aufgaben, die wir so bekommen im Leben zu etwas positivem. Zu Chancen.

In sofern: Nein, ich denke nicht, dass jemand mit einer hohen Selbstwirksamkeit so viele / schlimme Sorgen hat, wie jemand ohne Selbstwirksamkeit. Er ist nämlich der Situation nicht mehr ausgeliefert, sondern weiß, dass und wie er sie meistern kann. Und das ist der Punkt, an dem Sorgen zwar da sind - aber sich nicht mehr bedrohlich anfühlen.

Wenn deine Traumvorstellung ist im dauerhaften Glück zu leben, dann solltest du eine Religion auswählen und auf deinen Tod warten. Und hoffen, dass die Versprechungen stimmen. Leben ist nicht dauerhaftes Glück. Das wäre auch ziemlich schnell ziemlich langweilig.

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Die Welt ist wie sie ist.

Aber unsere Illusion dieser Welt (also wie sie von uns wahrgenommen wird) ist eine ganz eigene, persönliche und von unseren jahrzehntelangen Erfahrungen und den dadurch entstandenen Vorstellungen geprägt. Ein individuelles Zerrbild von bis zu 60.000 teilweise immer wiederkehrenden Gedanken am Tag, wie Forscher herausgefunden haben wollen. Dadurch werten wir Dinge ganz individuell und nehmen vieles gar nicht wahr und anderes wiederrum so wichtig das es für uns zum Problem wird.

Durch diesen ganzen "Selfimprovementscheiss" ändern wir eventuell nicht einmal zwingend unseren Erfolg, Reichtum oder unsere Ausstrahlung. Aber vielleicht können wir irgendwann unsere Zufriedenheit ein kleines Stück steigern, mit der wir innerhalb unserer eigenen Illusion das Leben wahrnehmen. Und alles andere, auf das wir im Job, in der Freizeit oder in der Beziehung unseren Fokus setzen dient doch letztendlich nur diesem einem großen Ziel: Wir wollen unsere eigene Zufriedenheit bzw. das eigene Glücksgefühl aufwerten und möglichst auch in schwierigen Zeiten dauerhaft aufrecht erhalten. Alles andere ist doch letztendlich nur eine Arbeit an den Symptomen und es wird sich immer wieder das Auf und Ab der Erfolge und Misserfolge einstellen. Denn mit jedem Erfolg steigt die eigene Erwartung an das nächste Ziel.

Beste Grüße

Dur

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Für mich les ich in den Zeilen ein 13 jährigen Jungen raus. "mimimimimimi"

Werd erwachsen man.

*Zweitens: Zu viel Text, für zu wenig Aussage

bearbeitet von RaXaZ

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Dein letzter Satz ist  das entscheidende. Man muss gar nix im Grunde. Aber du willst. Entwicklung per se ist eine gute und sinnstiftende Sache, weil man viel lernt, über sich und über andere und überhaupt sich mit diversen Aspekten auseinandersetzt. Eine Perfektion anzustreben, die es nicht gibt, ist dagegen zermürbend und wenig zielführend. Wie so oft liegt die Wahrheit in der Mitte. 

Sonst nur zwei Dinge: 

1. "So viele" sind es glaube ich nicht. Wenn ich mich in meinem Freunden und Bekanntenkreis schaue, investieren doch die wenigsten Zeit zur persönlichen Weiterentwicklung. Subjektiver EIndruck. Ich glaube viele Menschen legen den Fokus auf andere Dinge.

2. In ein Hamsterrrad manövriert man sich zu weiten Teilen selbst. Und kann selbst ausbrechen. ZU großem Teilen eben durch Personal Development, indem du dich von diesen Dingen unabhängiger oder weniger betroffen machst.

bearbeitet von DonHannibal

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vor 4 Stunden schrieb Stone Cold:

Da kann man doch genauso gut jetzt HSE sein, einfach so weil ich es will.

Da kann man doch die Vorstellung von einer heilen Welt aufgeben und JETZT leben und selbstbewusst sein, einfach weil ich man es  will.

Yo, genau so ist es.

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vor 9 Stunden schrieb Stone Cold:

Oder fühlen sich alle AMs ständig Selbstbewusst?

Ne.

Klingt auch irgendwie anstrengend.

 

vor 9 Stunden schrieb Stone Cold:

Da kann man doch die Vorstellung von einer heilen Welt aufgeben und JETZT leben und selbstbewusst sein, einfach weil ich man es  will.

Ich würd sagen, genau genommen, sind deine Vorstelllungen von einer heilen Welt kein Grund, nicht selbstbewusst im jetzt zu leben. Alles zu seiner Zeit.

Im PU-Sprech würde man sagen, das ist ne Frage der Kalibrierung. Rennste nur deinem Ideal hinterher, dann verpasste den gegenwärtigen Moment. Und wenn du nur noch selbstbewusst im Jetzt lebst, dann verpasste den Ladenschluss im Supermarkt und muss hungrig ins Bett.

Darum kalibrieren. Die Unzufriedenheit und das Leid, das aus der Diskrepanz zwischen unseren Wunschvorstellungen und der Realität entsteht, hält uns in Bewegung. Und in Bewegung zu sein, ist kein Grund, nicht auch mal zufrieden mit dem zu sein, was grad ist.

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Gast ImAPussyAndProudOfIt
vor 12 Stunden schrieb Stone Cold:

 

Hi,

Ich kriege langsam Zweifel an der Persönlichkeitsentwicklung. Mache ich mir was vor? So viele denken doch, wenn ich endlich Selbstbewusst bin, wenn ich reich bin, dann ist alles toll. Nein verdammt nochmal, es gibt nicht das promised Land. Da kann man doch genauso gut jetzt HSE sein, einfach so weil ich es will. Es gibt kein Disneyland, jeder hat Sorgen und wenn er Erfolg hat, hat er neue. Das Leben ist ein Hamsterrad gefüllt mit Sorgen, Selbstzweifel, Insecurities, Problemen. Oder fühlen sich alle AMs ständig Selbstbewusst? Wozu der Scheiss? Ernsthafte Frage, das ist kein Jammern.Da kann man doch die Vorstellung von einer heilen Welt aufgeben und JETZT leben und selbstbewusst sein, einfach weil ich man es  will.

Du musst dich mit Selbstentwicklung nicht beschäftigen. Dann ist die Wahrscheinlichkeit ziemlich hoch, dass die Probleme, die du lösen möchtest, bestehen bleiben.

Wenn du dich mit Persönlichkeitsentwicklung beschäftigt, dann steigt deine Chance, Probleme zumindest zu einem gewissen Grad zu beheben. Dein Hamsterrad kann zu einem angenehmeren Platz werden.

Es ist eine persönliche Wahl für jede Person, ob der nicht ideale, aber gebesserter Zustand Mühe Wert ist oder nicht.

 

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vor 1 Stunde schrieb MexWeb:

Du musst dich mit Selbstentwicklung nicht beschäftigen. Dann ist die Wahrscheinlichkeit ziemlich hoch, dass die Probleme, die du lösen möchtest, bestehen bleiben.

Wenn du dich mit Persönlichkeitsentwicklung beschäftigt, dann steigt deine Chance, Probleme zumindest zu einem gewissen Grad zu beheben. Dein Hamsterrad kann zu einem angenehmeren Platz werden.

Es ist eine persönliche Wahl für jede Person, ob der nicht ideale, aber gebesserter Zustand Mühe Wert ist oder nicht.

 

 

Der Gedankengang ist, egal welche jetzigen Probleme du löst, es werden neue auftauchen die das gleiche "negative" Gefühl auslösen. Ist ungefähr genau dieselbe Sache mit "technischem Fortschritt", er verbessert nicht unser Wohlbefinden. Aber Menschen gehen grundsätzlich davon aus, dass mit jeder neuen Entwicklung, mehr Zufriedenheit einhergeht. Nun ist unserem Körper aber egal welche Stimulation Glückshormone auslöst, es wird sie nicht vermehren oder verstärken. Ähnlich mit negativen Emotionen. Das ist auch das Phänomen der First World Problems. Für manch eine bricht die Welt zusammen weil jemand ihre Gucci-Handtasche geklaut hat. Der Penner verzweifelt weil jemand seinen Kaffeebecher mit 1 Euro drin geklaut hat. Die Emotion ist dieselbe.

Gefühle sind relativ. Die Frage ist also, weshalb kann man nicht den jetzigen Status Quo akzeptieren und Frieden schließen? Letztenendes soll das der Schlüssel zum Glück sein. Aber wann kann ich mit dem Status Quo zufrieden sein, wenn ich 5.000 Euro verdiene oder 3.000? In Zahlen ausgedrückt ist es sogar noch einfacher und trotzdem schwierig zu begründen. Wie willst du das mit Charaktereigenschaften und Verhaltensmustern machen?

Das ist auch eine grundsätzliche Problematik des Kapitalismus. Warum müssen wir immer "wachsen" wenn es uns doch jetzt schon gut geht? Schneller, besser, stärker. Aber zu welchem Zweck?

Wir reden davon, dann und dann geht es uns besser, aber wir stellen immer wieder fest dass es uns nicht besser geht.

 

Das ist wohl die Tragik des Menschen. Immer in Bewegung sein, Tiefen und Höhen. Der Mensch kann nicht Tiefen vermeiden und nur Höhen haben, unmöglich.

bearbeitet von Dretch

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vor 34 Minuten schrieb Dretch:

 

Der Gedankengang ist, egal welche jetzigen Probleme du löst, es werden neue auftauchen die das gleiche "negative" Gefühl auslösen. Ist ungefähr genau dieselbe Sache mit "technischem Fortschritt", er verbessert nicht unser Wohlbefinden. Aber Menschen gehen grundsätzlich davon aus, dass mit jeder neuen Entwicklung, mehr Zufriedenheit einhergeht. Nun ist unserem Körper aber egal welche Stimulation Glückshormone auslöst, es wird sie nicht vermehren oder verstärken. Ähnlich mit negativen Emotionen. Das ist auch das Phänomen der First World Problems. Für manch eine bricht die Welt zusammen weil jemand ihre Gucci-Handtasche geklaut hat. Der Penner verzweifelt weil jemand seinen Kaffeebecher mit 1 Euro drin geklaut hat. Die Emotion ist dieselbe.

Gefühle sind relativ. Die Frage ist also, weshalb kann man nicht den jetzigen Status Quo akzeptieren und Frieden schließen? Letztenendes soll das der Schlüssel zum Glück sein. Aber wann kann ich mit dem Status Quo zufrieden sein, wenn ich 5.000 Euro verdiene oder 3.000? In Zahlen ausgedrückt ist es sogar noch einfacher und trotzdem schwierig zu begründen. Wie willst du das mit Charaktereigenschaften und Verhaltensmustern machen?

Das ist auch eine grundsätzliche Problematik des Kapitalismus. Warum müssen wir immer "wachsen" wenn es uns doch jetzt schon gut geht? Schneller, besser, stärker. Aber zu welchem Zweck?

Wir reden davon, dann und dann geht es uns besser, aber wir stellen immer wieder fest dass es uns nicht besser geht.

 

Das ist wohl die Tragik des Menschen. Immer in Bewegung sein, Tiefen und Höhen. Der Mensch kann nicht Tiefen vermeiden und nur Höhen haben, unmöglich.

Einfach aus dem simplen Grund, dass wenn wir nicht nach Zielen streben, uns auch gleich erschießen können. Wie oben erwähnt besteht der Alltag hauptsächlich aus Bewältigung von kleinen oder großen Problemen, je nach relativ wahrgenommener Wichtigkeit des Problems. Was dann temporär Zufriedenheit schafft, ist eben das Lösen dieser Probleme oder eben das Erreichen von Zielen. Dies ist aber natürlich ein wiederkehrender Kreislauf, denn erreiche ich ein Ziel/löse ich ein Problem, schaffe ich mir neue Ziele/taucht ein neues Problem auf. 

Man kann jetzt grundsätzlich zwei Dinge tun: vor dieser Schier an unüberwindlichen Problemen/Zielen kapitulieren bzw. versuchen den Status Quo zu erhalten ODER aber versuchen sich und seine Umwelt besser zu machen. Was wäre denn, wenn Elon Musk sich nach dem Verkauf von PayPal gesagt hätte: "So, ich bin jetzt steinreich. Ab nach Costa Rica wo ich den Rest meines Lebens cocktailsschlürfend unter der Sonne liegen werde." Stattdessen ist er einer der Hauptantreiber in Sachen Elektromobilität, autonomen Fahrens oder Weltraumfahrt geworden (u.v.m.). Und ich vermute genau das schafft bei ihm temporäre Zufriedenheit: die Gewissheit, dass er aus der Welt Tag für Tag einen besseren Ort macht und hilft diese für zukünftige Generationen zu konservieren. 

bearbeitet von suchti-one
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Gast ImAPussyAndProudOfIt
vor 50 Minuten schrieb Dretch:

 

Der Gedankengang ist, egal welche jetzigen Probleme du löst, es werden neue auftauchen die das gleiche "negative" Gefühl auslösen. Ist ungefähr genau dieselbe Sache mit "technischem Fortschritt", er verbessert nicht unser Wohlbefinden. Aber Menschen gehen grundsätzlich davon aus, dass mit jeder neuen Entwicklung, mehr Zufriedenheit einhergeht. Nun ist unserem Körper aber egal welche Stimulation Glückshormone auslöst, es wird sie nicht vermehren oder verstärken. Ähnlich mit negativen Emotionen. Das ist auch das Phänomen der First World Problems. Für manch eine bricht die Welt zusammen weil jemand ihre Gucci-Handtasche geklaut hat. Der Penner verzweifelt weil jemand seinen Kaffeebecher mit 1 Euro drin geklaut hat. Die Emotion ist dieselbe.

Gefühle sind relativ. Die Frage ist also, weshalb kann man nicht den jetzigen Status Quo akzeptieren und Frieden schließen? Letztenendes soll das der Schlüssel zum Glück sein. Aber wann kann ich mit dem Status Quo zufrieden sein, wenn ich 5.000 Euro verdiene oder 3.000? In Zahlen ausgedrückt ist es sogar noch einfacher und trotzdem schwierig zu begründen. Wie willst du das mit Charaktereigenschaften und Verhaltensmustern machen?

Das ist auch eine grundsätzliche Problematik des Kapitalismus. Warum müssen wir immer "wachsen" wenn es uns doch jetzt schon gut geht? Schneller, besser, stärker. Aber zu welchem Zweck?

Wir reden davon, dann und dann geht es uns besser, aber wir stellen immer wieder fest dass es uns nicht besser geht.

 

Das ist wohl die Tragik des Menschen. Immer in Bewegung sein, Tiefen und Höhen. Der Mensch kann nicht Tiefen vermeiden und nur Höhen haben, unmöglich.

Wenn man eigenen Zustand verbessern möchte, beschäftigt man sich zwansläufig mit Persönlichkeitsentwicklung. Wenn man den Zustand emotional bessert, in dem man Akzeptenz praktiziert, beschäftigt man sich mit Persönlichkeitsentwicklung. Friedenschließen mit der Tatsache, dass Probleme nun zum Leben dazugehören,ist auch Persönlichkeitsentwicklung.

Man "wächst" auch in dem aufhört zu wachsen (nein, ich habe keine Marihuane geraucht).

bearbeitet von MexWeb

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vor 20 Minuten schrieb suchti-one:

Man kann jetzt grundsätzlich zwei Dinge tun: vor dieser Schier an unüberwindlichen Problemen/Zielen kapitulieren bzw. versuchen den Status Quo zu erhalten ODER aber versuchen sich und seine Umwelt besser zu machen.

Oder man kann sich fragen, ob diejenigen die die Welt besser machen wollten, denn ich glaube kaum dass jemand sie schlechter machen will, nicht das Gegenteil erreicht haben. Verbrennungsmotoren haben die Umwelt zerstört. Obwohl die Ingenieure die Welt verbessern wollten.

Was ist denn Verbesserung? Förderung der Bequemlichkeit. Nix anderes ist die Intention von Fortschritt. Ob das wirklich besser ist, wage ich zu bezweifeln.

bearbeitet von General Beta
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vor 13 Minuten schrieb suchti-one:

Einfach aus dem simplen Grund, dass wenn wir nicht nach Zielen streben, uns auch gleich erschießen können. Wie oben erwähnt besteht der Alltag hauptsächlich aus Bewältigung von kleinen oder großen Problemen, je nach relativ wahrgenommener Wichtigkeit des Problems. Was dann temporär Zufriedenheit schafft, ist eben das Lösen dieser Probleme oder eben das Erreichen von Zielen. Dies ist aber natürlich ein wiederkehrender Kreislauf, denn erreiche ich ein Ziel/löse ich ein Problem, schaffe ich mir neue Ziele/taucht ein neues Problem auf. 

Man kann jetzt grundsätzlich zwei Dinge tun: vor dieser Schier an unüberwindlichen Problemen/Zielen kapitulieren bzw. versuchen den Status Quo zu erhalten ODER aber versuchen sich und seine Umwelt besser zu machen. Was wäre denn, wenn Elon Musk sich nach dem Verkauf von PayPal gesagt hätte: "So, ich bin jetzt steinreich. Ab nach Costa Rica wo ich den Rest meines Lebens cocktailsschlürfend unter der Sonne liegen werde." Stattdessen ist er einer der Hauptantreiber in Sachen Elektromobilität, autonomen Fahrens oder Weltraumfahrt geworden (u.v.m.). Und ich vermute genau das schafft bei ihm temporäre Zufriedenheit: die Gewissheit, dass er aus der Welt Tag für Tag einen besseren Ort macht und hilft diese für zukünftige Generationen zu konservieren. 

Das ist die Problematik, könnten wir auch. Denn es gibt uns kein bekanntes Ziel im Allgemeinen, den Sinn des Lebens. Wir können nur einen Sinn für unser eigenes Leben schaffen, aber trotzalledem bleibt es eine Illusion.

Aber du hast natürlich recht, denn was bringt mir die Erkenntnis? "Schön Dretch, nun wissen wir nicht wofür wir das alles tun und können uns in die Ecke setzen und schmollen. Aber hilft dir das weiter? Nein." Deshalb versucht man das beste draus zu machen und sein Leben möglichst schön und angenehm zu gestalten. Ist eh der normale Antrieb, es sei denn man leidet und Depression und Lethargie. Aber selbst dagegen kann man Mittel und Wege finden.

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vor 3 Minuten schrieb General Beta:

Was ist denn Verbesserung? Förderung der Bequemlichkeit. Nix anderes ist die Intention von Fortschritt. Ob das wirklich besser ist, wage ich zu bezweifeln.

Hehe genau das ist die Krux an der Geschichte. Das ist nur ein Begriff, eine Vorstellung des Menschen.

Möchte an dieser Stelle ein interessantes Buch empfehlen "Sapiens: A Brief History of Humankind" von Yuval Noah Hariri. War für mich sehr erhellend und auch unterhaltsam geschrieben.

bearbeitet von Dretch

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Gast
vor 18 Stunden schrieb Stone Cold:

Hi,

Ich kriege langsam Zweifel an der Persönlichkeitsentwicklung. ...

Was verstehst Du denn unter PE, bzw. was glaubst Du mittels einer gezielt angestrebten Entwicklung/ Entfaltung Deiner Persönlichkeit erreichen zu können? 

Und viel wichtiger: Wie entwickelst Du Deine Persönlichkeit überhaupt, also an welchen Schritten dabei zweifelst Du? Denn einfach so "JETZT leben und selbstbewusst sein" (Deine Worte), was Du als Alternative verkaufst, ist nicht mehr als idealistisches Gesülze...

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Gast Moiree
vor 19 Stunden schrieb Stone Cold:

Ich kriege langsam Zweifel an der Persönlichkeitsentwicklung. Mache ich mir was vor? So viele denken doch, wenn ich endlich Selbstbewusst bin, wenn ich reich bin, dann ist alles toll. Nein verdammt nochmal, es gibt nicht das promised Land.

Mach dir nichts draus, im Augenblick ist es mit meiner Zuversicht auch etwas auf wackelpudding Beinen. Die Frage die man sich hier doch stellen muss ist, was erwartest du von deiner Persönlichkeitsentwicklung? In welche Richtung möchtest du dich entwickeln, nun wie wahrscheinlich sehr viele Member hier geht es darum im Reinen mit sich selbst zu sein. Das du Entscheidungen aufgrund deiner Persönlichkeit triffst und dazu stehen lernst. Ohne später dauernd dieses "och hätte ich doch mal" Gejammere auszustöhnen. Ich kann dir zumindest sagen was ich von meiner Persönlichkeitsentwicklung erwarte/wünsche, nämlich in Zukunft nicht mehr so unsicher in Bezug auf Menschen zu sein und nicht dauernd so hart mit mir und anderen ins Gericht zu gehen. Obwohl ich hier mal sagen sollte, dass es mit meiner Persönlichkeit eigentlich weniger zu tun hat, als vielmehr mit der Art und Weise wie ich auf Misserfolge reagiere. Es heißt doch immer du kannst der werden/sein der du sein willst, aber warum willst du so und so sein? Glaubst du dann ist dein Leben das "promised Land". Eben.

 

Zweifel nicht an der persönlichen Weiterentwicklung, denn sie geschieht jeden Tag mit dir. Du entwickelst dich doch jeden Tag weiter, wirst erfahrener in gewissen Spektren die andere vielleicht nicht betreten. Wo siehst du dich in den kommenden Jahren, welchen Stone Cold werden wir da erwarten können? Es liegt wie immer bei einem Selbst.

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Ohne Persönlichkeitsentwicklung bleibt man in den eingefahrenen Gleisen, scheitert vorhersehbar und fühlt sich mies wie immer.

Mit Persönlichkeitsentwicklung beschreitet man mutig neue Wege, scheitert fulminant in orgiastischer Vielfalt und windet sich in einem breiten Spektrum tantalischer Qualen am seelischen Boden.

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vor 10 Stunden schrieb General Beta:

Oder man kann sich fragen, ob diejenigen die die Welt besser machen wollten, denn ich glaube kaum dass jemand sie schlechter machen will, nicht das Gegenteil erreicht haben. Verbrennungsmotoren haben die Umwelt zerstört. Obwohl die Ingenieure die Welt verbessern wollten.

Was ist denn Verbesserung? Förderung der Bequemlichkeit. Nix anderes ist die Intention von Fortschritt. Ob das wirklich besser ist, wage ich zu bezweifeln.

Das wage ich zu bezweifeln. Wo wäre die Menschheit ohne die Fortschritte in der Medizin? Entdeckung Penicillin etc.? Und das hat man sicherlich nicht aus Gründen der Bequemlichkeit gefunden.

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vor 18 Stunden schrieb ♎:

Wo wäre die Menschheit ohne die Fortschritte in der Medizin? Entdeckung Penicillin etc.? Und das hat man sicherlich nicht aus Gründen der Bequemlichkeit gefunden.

Die Frage ist, was man unter Fortschritt versteht.

Ich glaub, es war der Club of Rome, der mal die Frage gestellt hat, inwieweit Zivilisation Fortschritt ist. Vor dem Hintergrund, dass die Steinzeitkulturen bislang die einzige nachhaltige Gesellschaftsform sind. Während wir als Zivilisation fleissig an dem Ast sägen, auf dem wir sitzen.

Wobei natürlich auch die Steinzeitkulturen das Ergebnis einer Entwcklung sind. Nur entwickeln sich Steinzeitkulturen sehr viel langsamer, als unsere modernen Kulturen. Was allerdings möglicherweise einen existenziellen Unterschied ausmacht.

Beispielsweise haben wir im Laufe der letzten Jahrtausende Regeln entwickelt, mit denen unsere Kultur funktionieren kann. 10 Gebote, Menschenrechte, Grundgesetz, usw. "Du sollst nicht töten." funktioniert ganz gut. Kann man mit leben. Das passt.

Was nicht mehr passt, ist die Geschwindigkeit des technologischen Fortschritts. Da haben wir inzwischen zwar auch Regeln. Und "Du sollst deinen Ölwechsel nicht im Garten machen." funktioniert auch. Aber nicht gut genug. Die Umweltgesetze gibts erst seit ein paar Jahrzehnten, und wir stecken damit immernoch in den Kinderschuhen. Während die technologische Entwicklung immer mehr an Tempo zunimmt. Im Ergebnis schaffen wir es jetzt schon kaum noch, die Folgen der Fehler zu kompensieren, die vor 50 Jahren gemacht wurden.

Kurz gesagt, ist der Fortschritt in manchen Bereichen so schnell geworden, dass wir nicht mehr hinterher kommen. Was diesen Fortschritt genau genommen zu nem Rückschritt macht.

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Gast

Möglichkeit 1: Du setzt nichts um sondern, liest nur.

Möglichkeit 2: Du machst dir Illusionen über die Wirksamkeit, hast überzogene Erwartungen, erwartest einen Nutzen, den dir das garnicht erfüllen kann.

Möglichkeit 3: Beides zusammen in Kombi.

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