Reflexion zu einem Innergameproblem "Kämpfende Frauen"

25 Beiträge in diesem Thema

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Hallo,

In letzer Zeit plagt mich ein Innergameproblem wie noch nie. Ich dachte mir gut ist halt ne Unsicherheit jeder hat welche, nicht ernst nehmen. Aber es ist dermaßen präsent ist, dass es mich in meiner Lebensqualität massivst leiden lässt. Ich werd das gleich anhand Herzdames Reflexionsthread ausführlicher beschreiben. Ich schäme mich auch deswegen weil ich mental nicht in den 50ern und auch kein tumber einfach gestrickter Typ bin. Kurz gesagt Starke dominante Frauen aus der Realität oder Film lösen bei mir einen massiven Kopfkrieg aus, indem ich mich selbst fertig mache. Mein Hirn produziert massivste Demütigungsgedanken die stundenlang da sind und nicht verschwinden den ganzen Tag über fühle ich mich schlecht. Also wirklich mehr als 4 Stunden.

Achtung jetzt wird es sehr ausführlich.

 

Situation: Ich schaue eine Serie in der toughe Frauen vorkommen, zb the americans oder How to get away with murder. 

Bei the americans sind es immer die Kampfszenen. Die Agentin schlägt immer erfolgreich alle Männer zusammen. Bei How to get away with murder ist es die 

Hauptdarstellerin wie sie mit ihrem schneidenden und fordernden Tonfall fordert, kommandiert usw.

 

Beobachtung: Ich fühle einen Kloß in Bauch und Hals und werde fahrig. Mein Kopf fängt an, Erniedrigungsphantasien zu produzieren die den ganzen Tag über bleiben. Zb:  Ich werde beim Sex gegen meinen Willen dominiert. Ich kämpfe verbissen und wehre mich mit Gewalt. Meine Partnerin verdient mehr als ich und beansprucht für sich selber alle Entscheidungen zu treffen. Innerlich werde ich extrem wütend. Oder ich werde angegriffen und kann mich nicht wehren.

Mögliche Ursachen: Irgendein ungelöster innerer Konflikt vielleicht.

Meine Mutter war allgemein sehr dominant und hat alle Entscheidungen getroffen über meinen Vater hinweg, wollte immer, dass er männlicher ist, mehr Krieger weniger Esohippie. Ich hatte mal eine extrem aggressive Mitbewohnerin, jedesmal wenn sie lautwurde fühlte ich eine innere Lähmung und zum ersten Mal in meinem Leben war ich nicht fäihig zu sprechen wenn ich wollte. Ist das normal? Das man sein Gesprächsorgan defakto einfach nicht aufkriegt, 

 

Schlussfolgerung:

Kämpfen (physisch) assoziiere mich mit dem Kern von Männlichkeit. Ich habe dieses instinktive Verlangen danach, und wenn ich darin von Frauen übertrumpft werde fühle ich mich gedemütigt weil der archaische Urkern von meiner Identität verletzt wurde. Auch das verdienen von Geld. Es bedeutet sie kann sich besser gegen die Welt behaupten als ich und ich mal wieder verliere. 

 

Ich assoziiere also Hilflosigkeit, überfahren und nicht gesehen werden mit aggressiven Frauen.

 

bearbeitet von Stone Cold

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Passiert Dir das auch im realen Leben, oder tauchen die Wahrnehmungen nur auf, wenn Du szenische Darstellungen siehst (wie die Filme)?

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evtl bisher unterdrückte sexuelle vorlieben? echte fetische äußern sich auf seltsame weisen...

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Hi Stone Cold,

 

das kann grundsätzlich alles mögliche sein. Da ich aber schon den ein oder anderen Thread von dir kenne denke ich liegt der Kern der Ursache in den "Selbst" Themen. Also Selbstwertgefühl, Selbstvertrauen usw...

Du hast Angst Hilflos zu sein weil du nicht genügend Selbstvertrauen entwickelt hast dass dir das Gefühl gibt solche Situationen handlen zu können. Jeder hat so nen Typus Mensch mit dem er nicht gut umgehen kann, bei dir sind es halt dominante Frauen. Wobei ich denke dass du generell ein Problem mit Frauen und mit Dominanten Menschen hast. Dominante Frauen sind dann bei dir der Worst Case, der Endboss, eine Kombination aus beiden.

Des Pudels Kern sitzt aber im fehlenden Selbstwert denke ich, der fehlt weil zu wenig Selbstvertrauen da ist, das Wissen mit so einer Situation umgehen zu können.

Wie verhält es sich mit deiner Mutter, erzähl da mal mehr drüber. Wie ist der Kontakt heute? Welche emotionen hast du wenn du an deine Mutter denkst? Bist du wütend darauf wie sie mit deinem Vater umgegangen ist?

Das kannst du gern noch um einige Punkte ergänzen, was dir grad so durch den Kopf geht. Denk da auch nciht all zu lange drüber nach sondern hau einfach mal frei Schnauze raus.

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Hi,

Ich finde Dingo's Ansatz da sehr gut, würde noch um einige Fragen erweitern:

1) Wie alt bist du? 25 oder 26 sehe ich so aus deinen Postings raus?

2) Wann hat das begonnen?

3) Wie sieht deine Beziehungsbiographie aus?

4) Was sind deine männlichen Vorbilder?

5) Wie läuft sonst so dein Leben (Job/Studium, Freunde, Hobbies...)

Ich sehe du hast schon einige andere Themen geposted, eines davon recht ähnlich:

Du hast einiges von dir selbst in dem Thread hier geposted, was hat sich seitdem getan/verändert?

 

bearbeitet von Helmut_AUT

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vor 1 Stunde schrieb Helmut_AUT:

Hi,

Ich finde Dingo's Ansatz da sehr gut, würde noch um einige Fragen erweitern:

1) Wie alt bist du? 25 oder 26 sehe ich so aus deinen Postings raus?

26

vor 1 Stunde schrieb Helmut_AUT:

2) Wann hat das begonnen?

 

So vor 3,4 Monaten

vor 1 Stunde schrieb Helmut_AUT:

3) Wie sieht deine Beziehungsbiographie aus?

 

Hatte nie ne Beziehung.

vor 1 Stunde schrieb Helmut_AUT:

4) Was sind deine männlichen Vorbilder?

 

Ganz altmodisch, Charles Bronson Steve Mcqueen - Deine Generation :)

vor 1 Stunde schrieb Helmut_AUT:

5) Wie läuft sonst so dein Leben (Job/Studium, Freunde, Hobbies...)

 

Frag nicht. Außer arbeiten immer noch gammeln.

 

vor 1 Stunde schrieb Helmut_AUT:

Ich sehe du hast schon einige andere Themen geposted, eines davon recht ähnlich:

Du hast einiges von dir selbst in dem Thread hier geposted, was hat sich seitdem getan/verändert?

 

nein nix hat sich verändert.

vor 1 Stunde schrieb Helmut_AUT:

 

Ja das passiert auch im wahren Leben wenn mir so n Kandidat begegnet. Zu meiner Mutter habe ich nur wenn nötig Kontakt. Er kann mich in einenn extremen Gefühlschaos stürzen. Ich spüre jedesmal eine maßlose Wut wenn ich mit ihr Kontakt habe. 

Ich hab mich mit wem ausgetauscht der meine Geschichte kennt und er meint, dass ich extrem viel Wut und Aggression mit mir rumschleppe und ich Angst davor habe dass was passieren könnte wenn sie mal raus kommt (Stimmt). Das projeziere ich vielleicht auf andere. Er meinte auch, ich hätte 

eine "Serienmörderausstrahlung", dass man spüren kann dass was unter der Obrtfläche ist, was manchen Leuten Angst machen könnte. 

 

Hilflosigkeit und sich zu nehmen was ich will und brauche ist ein großes Thema für mich

 

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Bist du noch in Therapie?

Was war vor drei, vier Monaten speziell so los bei dir? Wann ist es dir zum ersten Mal aufgefallen bzw. was ist die Wochen davor geschehen?

Dein Posting oben ist vom 27. August, da war es offenbar schon ein Problem. Versuch mal zu überlegen was es an wichtigen Ereignissen in der Zeit gab.

 

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vor 53 Minuten schrieb Stone Cold:

Charles Bronson Steve Mcqueen - Deine Generation :)

Rofl, wenigstens hast du deinen Humor noch ;)

 

Ich schau dass ich später noch was dazu schreibe.

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Mir ist es zum ersten Mal aufgefallen, als ich eine Vergewaltigungszene (ein Mann das Opfer) im tv gesehen hab. Genau danach fing das an. Nein es ist nichts besonderes passiert.  

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Also ich denke der Schlüssel zu dem Ganzen beruht auf der Beziehung zu deiner Mutter und deiner Kindheit (Probleme mit Frauen, Selbstwert, Dominanten Menschen, Dominanten Frauen) wurde das in deiner Therapie mal angesprochen?

(Wobei ich hier nicht behaupte dass deine Mutter Schuld ist, nicht falsch verstehen)

ebenfalls was das betrifft

vor 18 Stunden schrieb Stone Cold:

Hilflosigkeit und sich zu nehmen was ich will und brauche ist ein großes Thema für mich

 

Hast du dich mal mit der Thematik "inneres Kind" beschäftigt?

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Ich glaub Dingo hat mit seinem Tipp zum inneren Kind da den Nagel auf den Kopf getroffen.

Kann es sein dass du dich in diesen Situationen zurückversetzt fühlst nach damals, an Situationen mit deiner Mutter erinnert?

bearbeitet von Helmut_AUT

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Zurück versetzt eher in die Situation mit der Mitbewohnerin. Aber ich merke dass ich sehr viel Wut auf meine Mutter hab. Es gibt viele sehr starke unbewusste Emotionen vor allem Wut und Aggression zu denen ich kein Zugang hab auch wenn ich ich das gerne hätte.

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Ja ich hab mich mal mit innerem Kind beschäftigt, aber keinen wirklichen Zugang dazu. Meine Vergangenheit mit meiner Mutter wurde thematisiert, meistens wurde ich nur gegängelt und unter Druck gesetzt,nicht verstanden und gefördert.

Zu ihr habe ich nur wenn ich muss Kontakt. Wenn ich aber mit ihr zusammen bin ist unser Kontakt sehr liebevoll. Ich bin sehr sehr sehr wütend auf sie, und auch wütend auf mein Vater, dass er nicht in die Offensive gegangen ist, von ihm hätte ich mir mehr Männlichkeit gewünscht. 

In unserer Familie hatte sie das Sagen, sie hat immer Ansprüche die nie erfüllt wurden (zb ordnung halten), mit meinem Vater hat sie sich nicht verstanden. 

Ich war immer das Sorgenkind in der Familie , war kränklich und mies in der Schule. Sie hat mir immer versucht zu helfen, aber mich immer drillseargeantstyle durchgeprügelt und zu allen möglichen Ärtzen geschleppt. Ich bin dabei auf der Strecke geblieben. 

 

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vor 15 Minuten schrieb Stone Cold:

Meine Vergangenheit mit meiner Mutter wurde thematisiert, meistens wurde ich nur gegängelt und unter Druck

Ok, das schnall ich nicht so ganz Du wurdest von deiner Mutter gegängelt, nicht in der Therapie?

Was kam in der Therapie dann raus? So als Fazit?

 

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Meine Vegangenheit wurde in der Therapie thematisiert,ein Fazit gibt es nicht, in der Kindheit wurde ich von meiner Mutter nur gegängelt.

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Nein noch nicht, aber Sie hat es getan sie hat mir gesagt wie leid es ihr tut, Sie macht sogar eine Psychoanalyse u.a. deswegen. Mir hat Sie damit den Wind aus den Segeln genommen, wie kann ich sauer sein, wenn sie es schon einsieht.

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vor 21 Minuten schrieb Stone Cold:

Nein noch nicht, aber Sie hat es getan sie hat mir gesagt wie leid es ihr tut, Sie macht sogar eine Psychoanalyse u.a. deswegen. Mir hat Sie damit den Wind aus den Segeln genommen, wie kann ich sauer sein, wenn sie es schon einsieht.

Ich glaube es wäre sehr wichtig für dich mal geballt alles zu formulieren, was dich da explizit belastet. Es geht nicht darum, ob sie das einsieht oder obs ihr Leid tut. Es geht darum, dass du die mal klar wirst, was das alles im Detail ist. Und das dann auch mal loswirst. Du merkst ja selbst, was deine "weggedrückte" Wut mit dir macht.

Ehrlich gesagt wundert es mich, dass das in deiner Threapie nicht gemacht wurde - was war das für ein Therapieansatz?

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Hi Stone Cold, da bin ich wieder *wink*

 

So, ich hab jetzt Zeit und hau dir mal meine Gedanken hin. Ich kann dir nur Wege aufzeigen gehen musst du sie selbst, vorallem musst du gewillt sein sie zu gehen. Das kann dir keiner abnehmen. Das nur mal vorweg.

 

Diese Wut auf die Eltern kann ich sehr gut nachvollziehen. Vorallem wenn man selbst ab nem gewissen Alter merkt welche Defizite man selbst hat aufgrund der Erziehung oder der Fehler die in der erziehung gemacht worden sind. ich hatte das auch mal. Evtl. nicht ganz so krass wie bei dir aber aber auch nicht ohne und im Ansatz verstehe ich dich voll und ganz. Kleine Geschichte von mir und meiner Erziehung: Im großen und Ganzen bin ich relativ glücklich aufgewachsen. Meine eltern sind nicht geschieden und mein Vater war kein prügelnder Alkoholiker, schon mal n guter Ansatz. Meine defizite lagen vorallem darin dass cih größtenteils (zu 99%) von meiner Mutter erzogen wurde weil mein Vater im Aussendienst tätig war (Mo - Fr- unterwegs, zwischen 60 und 80 Stunden die woche Arbeitszeit ca.). D.h. der maskuline teil fiel in meiner Erziehung größtenteils weg. Meine Mutter is einerseits sehr bevormundend (weil sie das Beste für die anderen will) hat aber gleichzeitig immer bemängelt  das ich nicht selbstständiger bin. Quasi wie ein Double Bind. Das hatte zur folge dass ich später sehr sensibel war, alles auf mich bezog, unsicher war und meine Probleme hatte selbstständig zu sein und mich durchzusetzen. Deswegen war ich wütend auf meine Eltern, weil mir diese Defizite aus meiner Erziehung irgendwann aufgefallen sind.

 

So wie ich (und jeder andere!!) hast du du diverse Defizite erleben dürfen weswegen du nun wütend auf deine Eltern bist. Nachvollziehbar.

Und nun wechseln wir mal die Sichtweise:

vor 4 Stunden schrieb Stone Cold:

Wenn ich aber mit ihr zusammen bin ist unser Kontakt sehr liebevoll. 

Dieses Kommentar zeigt sehr deutlich dass ihr euch gegenseitig liebt, einfach weil sie deine Mutter und du ihr Sohn bist. Keine Mutter bzw. Elternteil erzieht ihr Kind bewusst mit irgendwelchen hämischen Hintergedanken. Eltern wollen in erster Linie immer das Beste für ihre Kinder. Deine Mutter hat dich so erzogen weil sie es aus ihrer Sichtweise für das Beste hielt, sie war mit Sicherheit der Meinung dass dadurch ein für dich optimales Ergebnis dabei rausspringt. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen dass da irgendwelche bösen Hintergedanken im Spiel sind oder waren. Sie wollte das Beste für dich. Nun haben sich dennoch bei dir aufgrund der Erziehung gewisse Defizite eingeschlichen, nur wusste das deine Mutter nicht. Sie hat vermutlich alles ihr menschenmögliche getan um dir eine bestmögliche Erziehung zu bieten, sie wusste es einfach nicht besser.

Ich meine, ein erziehender Elternteil zu sein is nicht ganz ohne. Und wenn man mal genau hinschaut dann hat jede Erziehung ihre Defizite, weil sie es nicht besser wissen, woher auch? Klar gibt es genügend Erziehungsratgeber, google, Kinderpsychologen etc...und dennoch, wir sind alle nur Menschen und machen Fehler. Beim ersten Kind is man zu streng, beim zweiten zu lasch usw... Ich bin mir ziemlich sicher dass meine Kinder ebenso ihre Defizite aufgrund meiner Erziehung haben werden (wenn ich mal welche hab) aber nicht weil ich das will oder bewusst mache, nein, einfach weil ich es auch nicht besser weiß. Natürlich würde ich alles tun um meinen Kindern die bestmöglichste Erziehung zukommen zu lassen aber irgendwo wird sich was einschleichen. Klar denkt man "meine Kinder erziehe ich mal besser" und dann is doch irgendwas weil man irgendwas übersehen hat oder sich keine Gedanken deswegen gemacht hat. Das ist normal und gehört m.M.n. irgendwo zum Erwachsenwerden dazu diese Defizite bestmöglich auszubügeln.

Wie fühlt sich das an? Versetze dich mal in ihre Lage. Man hat ja als Elternteil nicht nur die Kinder am Hals, da is noch Job, evtl. braucht das Haus abzahlen, die Wäsche muss gemacht werden, was kocht man morgen usw....da kommt schon einiges auf einen zu incl. der erziehung der Kinder. dass dann mal irgendwas auf der Strecke bleibt is logisch und oft ist es dann teilweise die Erziehung.

Auf jeden Fall kannst du davon ausgehen dass deine Mutter mit absoluter Sicherheit nur das Beste für dich wollte aber gewisse Dinge einfach nicht besser wusste aufgrund ihrer Erziehung, Glaubenssätze, ihre Werte uss.. da kommen viele Faktoren zusammen. Es ist aber in erster Linie wichtig dass du begreifst dass deine Mutter nicht die alleinige Schuldtragende ist. sie wollte das beste für dich und konnte nicht anders.

Ja aber wer is dann schuld?

Scheiß drauf wer schuld hat. Die damaligen Umstände, das universum, Gott, die Zeugen Jehovas....spielt keine Rolle, es is wie es is. Punkt. und selbst wenn deine Mutter all ihre Fehler einräumt und dich auf Knien um Verzeihung bittet, es ändert erstmal nix an deiner Momentanen Situation.

 

 

was aber die Wut und die Beziehung zu deiner Mutter verbessert ist wenn du einsiehst dass sie

- nur das Beste für dich wollte

- sie es einfach nicht besser wusste

 

Versetz dich mal in ihre Lage, man will als elternteil das Beste für sein Kind und Jahrzehnte später erkennt man was man falsch gemacht hat. Das is schon auch nicht leicht. Das muss man verdauen können. Ich wäre vermutlich am Boden zerstört wenn mir das bewusst wird. Dem Kind hilft das dann aber nix mehr.

 

Lösungsansätze:

Führe dir vor Augen dass deine Mutter

- nur das Beste für dich wollte

- sie es einfach nicht besser wusste

Es ist wichtig dass du das wirklich verstehst. Wechsel deine Ansichtsweise und versuche dich in ihre Lage hineinzuversetzen. Hinterher ist es immer einfach zu sagen "ja aber das hätte man anders/besser machen können)

 

- Versuche mal nebenbei herauszufinden welche Erziehung deine Eltern genießen durften.

Ganz erhrlich, ich bin Ü30 und hab jetzt erst das volle Ausmaß begriffen in welchem Umfeld mein Vater aufgewachsen ist. Unter diesen Umständen betrachtet ist es mehr als ein Wunder dass er uns nicht jeden Abend rotzbesoffen unter den Tisch geprügelt hat. Er war mit Sicherheit nicht der perfekte Vater, er war sogar weit davon entfernt. Aber wenn ich berücksichtige wie er aufgewachsen ist und seitdem ich das weiß dann hat er mit großen Abstand das Allerbeste gegeben was ihm möglich war. Das war sein Maximum. Davor habe ich heute großen Respekt. Damals dachte ich mir "mämämämä er war nie für mich da, hat dies nicht mit mir gemacht, hat das nicht mit mir gemacht" usw.. Heute denke ich mir "Alter Schwede, wie hat er das mit dieser Vorgeschichte geschafft mich so liebevoll zu erziehen und stets sein bestmögliches gegeben??"

 

Das Aussöhnen:

 

Meiner Meinung nach musst du nicht unbedingt mit deiner Mutter drüber sprechen und im detail alles zu zerkauen. Was soll sie dir anderes sagen als das sie nur das Beste für dich wollte, dass sie nicht alles so ideal gemacht hat und dass es ihr wahnsinnig leid tue. Das weißt du bereits und sorgt nur noch mehr für negative Gefühle auf der seite dener Mutter. sie soll sich ja auch nicht in selbstvorwürfen zerfleischen. ich hatte auch meine Phasen in denen ich wegen dieser Wut meine Mutter angeraunzt habe, hinterher wurde mir klar dass sie nur das Beste für mich wollte und mir tat mein Verhalten wieder leid. Was mir aber gut geholfen hat war folgendes:

 

Verzeihen

Nachdem du dir vor Augen geführt hast dass deine Eltern nur das bestmöglichste für dich wollten kann man ihnen auch verzeihen denke ich. Denn böse Absichten waren da keine im Spiel.

 

Schreibe einen Brief an deine Eltern / Mutter. Am besten Handschriftlich. Dort schreibst du rein was dich so richtig aufregt, was dich so richtig auf die Palme bringt, alles was du ihnen vorwirfst, was du an ihnen Hasst usw. einfach alles. Ohne Rücksicht auf Verluste. Schreib dich ruhig in Rage.

Dann kannst du dir das ein paarmal durchlesen und führst dir aber gleichzeitig vor Augen dass deine Eltern nur das Beste für dich wollten.

Du kannst auch reinschreiben was sie gut gemacht haben, wofür du ihnen dankbar bist. Schreib dir alles von der Seele, so wie es dir in den Sinn kommt.

am Schluss versucht du, indem du dir wieder vor Augen führst dass alles mit dem Hintergedanken geschah dass alles nur zu deinem Besten ist,  deinen Eltern zu verzeihen. Mach das solange bis du es wirklcih fühlst und schreib das auf.

Den Brief behälst du nun eine Weile und liest ihn dir immer wieder mal durch. Irgendwann kommt der Zeitpunkt (du wirst es fühlen) an dem du merkt dass du davon loslassen kannst, dass du deinen Eltern wirklich verziehen hast. Dann verbrennst du den Brief. Mach da ruhig ne kleine Zeremonie draus. Du hakst das Kapitel ab und lässt es hinter dir.

 

 

Hier noch ein wenig Lesestoff zu dem Thema:

http://www.maennlichkeit-staerken.de/mann-sein/vater-vaterthema-aufloesen-verdraengung/

http://anchukoegl.com/rip-helmut-abeln-mein-vater/

 

https://www.palverlag.de/eltern-frieden-schliessen.html

http://anchukoegl.com/loslassen-lernen/

 

https://www.palverlag.de/Verzeihen.html

 

 

 

 

 

bearbeitet von Doc Dingo
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vor 23 Stunden schrieb Stone Cold:

evtl gehe ich hier nur der Arbeit an den großen Themen aus dem Weg

Was wäre denn die Arbeit an den großen Themen genau?

Na die Oberthemen, die dahinter für die Symptome sorgen, wie zb die Beziehung zu meiner Mutter oder SW ist mir nicht ganz klar. Daran sollte ich in irgendeiner Form arbeiten

vor 23 Stunden schrieb Stone Cold:

Ihr habt Recht, es sind Symptome, es trifft nicht des Pudels Kern. Und meine Probleme sind ein Kaliber zu groß für dieses Forum.

Was genau ist des Pudels Kern und weshalb ist es n Kaliber zu groß?

Mein Thema mit Dominanz, ob dass durch die Beziehung zu meiner Mutter entstanden ist nicht klar. Und auch nicht ob das mit Selbstwertgefühl zu tun hat. Man kann doch nicht alles darauf reduzieren. Leute mit Selbstwertgefühl haben doch auch ihre Themen. Zu groß für das Forum weil Helmut

dass man hier eher punktuelle Probleme besprechen kann. Ich hab gravierende psychische Probleme und bin in Therapie. Allein schon deswegen ist es doch überflüssig hier zu fragen. Sorry Mods.

 

vor 23 Stunden schrieb Stone Cold:

Deswegen sollte ich aufhören euch zu fragen,

Du kannst fragen was du willst, das finde ich nicht schlimm. Ich fände es nur schade für dich wenn du deine Zeit, Kraft und Energie in die Symtombehandlung steckst wodurch dann weniger Kapazitäten für die großen Sachen übrigbleiben. Denn dann is doppelt Scheisse und du hast gar nix davon. Darin besteht kein Nutzen und wenn man hier antwortet dann will man natürlich auch dass es dem TE hilft.

 

Das Problem ist definitiv ein großes Oberthema dass für die Symptome "sorgt" ob es mangelnder SW ist, weiß ich nicht.

vor 23 Stunden schrieb Stone Cold:

ich kann mich aber nur hier öffnen (erbärmlich was?).

Ich sehe das wie Helmut, ich finde es gut dass du dich öffnest denn das erfordert auch in einem anonymen Forum viel Mut und das verdient Respekt. Vorallem in einem Forum wo jeder der größte Stecher sein will und seine Zeit lieber mit "Pofilieren" als "an sich arbeiten" verbringt. Daher gehörst du eher zur raren exoten Sorte im positiven Sinne.

Mit geht es halt darum dass du auch einen Nutzen daraus ziehst und nicht nur deine Zeit und deine Ressourcen für Symptombekämpfung vergeudest. Daher würde  mich interessieren was deiner Meinung nach des Pudels Kern ist?

Merci, wenn ich eins aus LDS mitgenommen habe, ist dass der Alpha der wir alle sein wollen, total unprätentiös ist.

 

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vor 33 Minuten schrieb Stone Cold:
  Am 28.12.2016 um 18:39 schrieb Stone Cold:

ich kann mich aber nur hier öffnen (erbärmlich was?).

Ich möchte dir nur mit auf den Weg geben, dass deine größte und beste Chance ist, das in deiner Threapie zum Thema zu machen. So schwer es dir auch fällt. Aber nur das bringt dich weiter. EIn Therapeut, der die wichtigsten Dinge nicht weiß, ist blind und macht mit dir Sachen, die dir gar nicht helfen können...

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Das ist für mich ein ernsthaft psychologisches Problem. Lass dich mal bei nem Profi durchchecken.

 

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