Helmut: Persönlichkeit entwickeln und Identität schärfen

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Hey, coole Sache, dass du hier deine Hilfe anbietest.

Wie kann man seine innere Faulheit überwinden? Zum Beispiel auf Schule oder Uni bezogen, mache ich immer nur das Mindeste. Allgemein habe ich zwar bisher alles erreicht, was ich mir vorgenommen habe aber halt immer alles im letzten Moment gelernt und nur das Mindeste gegeben um mein nächstes Ziel antreten zu können (Notendurchschnitt z.B.). Außerdem kann ich mich erst richtig konzentrieren, wenn der Zeitdruck mir den Kopf einschlägt, sonst habe ich auch kein Problem damit, zwei Stunden neben meinem Buch zu sitzen und über den Sinn des Lebens nachzudenken anstatt zu lernen.

Das überträgt sich auf alle Prüfungen (auch außerhalb der Schule) die ich bisher machen musste und ebenso auf Arbeit.

Ich würde gerne mal mehr geben oder sogar das Maximum rausholen.

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Hi @Wandur

Wir hatten schon ein paar PMs, oder? :-)

Is ja an sich nix falsch daran mit größtmöglicher Effizienz durchzukommen. Hab ich selbst so gemacht, arbeite mittlerweile in einem ganz anderem Bereich, mein Zeugnis war nie wirklich wichtig für meine Arbeitgeber.

Persönliches Verhalten ist fast immer eine Abwägung aus Gewinn und Verlust. Wenn du früher lernst, mehr lernst, länger lernst hast du einen Verlust (an Freizeit).

Die Frage wäre jetzt also: Was ist dein Gewinn?

Was sind deine Vorteile wenn du mehr gibst oder "Maximum rausholst"? Definier das mal aus. Was ist dein mittelfristiges oder langfristiges Potential wenn du jetzt viel und lang lernst? Was ist deine Motivation zu sagen "ich will mehr geben" ?

Würde auch fragen: Sind das Dinge die du nacher sicher wieder brauchen wirst? Lernst du eher nur um gute Noten zu haben? Interessieren dich die Sachen?

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Ja genau, hatten wir! :)

Der Gewinn wäre meiner Meinung nach in diesem Fall, dass ich bessere Noten hätte und somit generell die Chancen auf einen guten Beruf nach dem Studium steigen. Ob mich die Themen interessieren und ob ich sie danach wirklich brauche.. das ist ziemlich unterschiedlich, zum Teil ja, bei manchen Themen muss ich einfach nur durch.

Meine Sorge ist eher, dass sich dieses Verhalten auf mein ganzes Leben überträgt und ich somit in persönlichen Zielen und im Beruf auch immer nur das Mindeste gebe.

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52 minutes ago, Wandur said:

Meine Sorge ist eher, dass sich dieses Verhalten auf mein ganzes Leben überträgt und ich somit in persönlichen Zielen und im Beruf auch immer nur das Mindeste gebe.

Wäre das schlimm? Also, so wirklich? Für wen wäre das schlimm?

Ich sag dir wie's bei mir ist: In manchen Teilen meines Lebens reichen 20% um 80% der Benefits zu ziehen. Ich verdiene in der IT recht gut ohne mir dabei einen Arm auszureißen, es macht mir Okay Spaß aber sind keine Dinge wo ich "brenne" für den Job, mit seltenen Ausnahmen.

Im Sport mach ich 3x pro Woche gemütlich was zuhause. Hab mein "Beinahe-Sixpack" und Richtung 12% Körperfett und gut ist. Reicht mir. Ich mag Sport mittlerweile ganz gern, vor allem Klettern, aber es ist auch irgendwie "Mittel zum Zweck" also fit bleiben und definiert.

Aber es gibt schon Bereiche wo ich brenne dafür. Zb. meinen nächsten Nebejob, die Zusatzausbildung die ich dafür mache. Da lese ich oft jetzt Bücher in meiner Freizeit, oder bin auch im Internet aktiv, treffe mich privat mit den passenden Leuten, liege abends noch teils Stunden wach und überlege Konzepte weil's mich fasziniert. Weil's halt ein persönliches Ziel ist das aufzubauen.

Ich bin auch in Beziehungen sehr intensiv. Für eine Geburtstagsüberraschung einer Ex hatte ich mal eine Woche geplant und organisiert. Weil gute Beziehungen führen für mich ein persönliches Ziel ist.

Für jemand anders ist ein persönliches Ziel halt 5x pro Woche trainieren und 150kg stemmen können. Oder Profi-Kampfsportler werden. Der geht dann auch wesentlich mehr trainieren wie ich. Aber führt dafür eventuell schlechtere Beziehungen weil er nie daheim ist. Gewinn/Verlust.

 

Für dich sehe ich da also die Frage: Was ist dein persönliches Ziel? Wenn du nacher bei einer weltbekannten Top-Firma irgendwo im Management einsteigen willst, mit minimum 60h pro Woche Karrierearbeit und sechsstelligem Jahreseinkommen, dann wirst du es wahrscheinlich mit einem sehr gut verlaufenem Studium leichter haben. Ich hab aber tendenziell eher das Gefühl dieses "Maximum geben, guten Beruf ergreifen" ist was externes dass du dir zu eigen machst. Gute Berufe kriegt man auch wenn man schlechte Noten hatte. Wenn ich gut definiere als befriedigend und mich ernährend in halbwegs Wohlstand.

Um das wirklich zu beantworten brauchst du klare Ziele. Zb. die Frage wo du sein willst in fünf Jahren. Und zwar Ziele die aus dir kommen, nicht "weil die Gesellschaft sagt das cool ist". Wenn du die Ziele hast und willst, dann ergibt sich der nötige Einsatz dafür von selbst. Aber hart für Ziele arbeiten die nicht unsere eigenen sind, das tut niemand wirklich gern.

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Coole Sache, der Thread.
Ich gehe in eine ähnliche Richtung wie Wandur - Faulheit, Prokrastinieren etc. Was bei mir jedoch dazu kommt, und um was sich meine Frage dreht, ist dass ich keine wirkliche Leidenschaft habe. Es gibt ein ein paar Dinge, an denen ich Spaß habe und auf die ich mich freue zu tun: Auf das nächste Mal meine Jungs sehen, das nächste mal Training, etc.

Aber wirklich brennen für etwas und sagen zu können "Wenn ich mit XY aufhören würde, würde in meinem Leben etwas fehlen"  - Nein das fühle ich nicht wirklich.

Ich habe einige Hobbies (Lacrosse, Psychologie, Gitarre), und auch schon einiges an z.B. Sportarten ausprobiert, aber so eine tiefe Leidenschaft habe ich nie entwickelt. Es ist nichts, was mich konkret stört oder etwas, an das ich jeden Tag denke, aber ich beneide desöfteren Leute wenn ich sehe wie ihre Augen leuchten, wenn sie von Ihren Hobbies erzählen.

Vielleicht auch üblich für Millennials?:unknw:

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Mir geht es ähnlich wie TimGio und Wandur... Mache momentan mein Abitur nach und in diesem ersten Halbjahr momentan hab ich mich einfach kaum bis garnicht zum lernen motivieren können, was sich natürlich auch auf die Noten auswirkt. Gerade in Mathe z.B. weiss ich, dass wenn ich den Stoff, den wir durchgenommen haben nicht nochmal komplett neu anfange zu lernen, ich allerspätestens nach den Sommerferien wieder heftige Probleme haben werde.

Bei Hobbies ist es bei mir oft so, dass ich anfangs für Sachen "Feuer und Flamme" bin, mich komplett für das Ding und alles was damit zutun hat intressiere, dies aber nach gewisser Zeit abflacht und manchmal sogar komplett an den Nagel gehängt wird, mal früher mal später. Lediglich der Fussball (gucken) ist da echt eine Konstante die sich wohl durchzieht und bei der ich auch komplett Emotional werde und dafür brenne. Wodran liegt das, oder besser was kann man daraus ziehen und das Ganze ändern?

 

Nochmal Danke für den Thread!

 

bearbeitet von Countrylife

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@TimGio

Ich hab in dem Thread hier eine Übung vorgeschlagen, eine Art "Brainstorming" mit der man eher draufkommt was einen reizen könnte. Lohnt sich den ganzen Thread lesen, da geht's immer wieder um das Thema. Das wäre einer von vier Ansätzen.

Der zweite Ansatz den ich gerne mag und der für mich auch funktioniert hat ist eine visuelle Übung: Stiller Raum, Augen zu und du stellst dir vor du hast unlimitierte Kohle um dir dein perfektes Haus, Apartment, Farm, Villa... egal was zu kaufen und einzurichten. Du stellst dir vor wo auf der Welt das ist - Meer, Berge, Wald, Großstadt - sind da viele Leute, ist es sehr abgeschieden... stellst dir vor wie du jeden einzelnen Raum einrichtest. Kannst viele oder wenige Räume haben. Machst da wirklich Details rein... Möbel, Geräte, Gadgets, wie die Fenster sind, wie der Ausblick ist. Dann stellst dir vor welche Leute da auf Besuch kommen (es geht nicht primär um Mädels ;-) ), was ihr da macht. Das stellst dir so jeden Abend 10 Minuten vor, manche zeichnen sogar den Grundriss irgendwann auf. Mach es genau, mach es liebevoll, bau dir wirklich deinen perfekten Platz zum Leben. Verinnerliche das. Vergiss nicht, du hast unendlich Kohle. Was tust du dann dort wenn grad kein Besuch da ist? Weil du ja nicht arbeiten musst, was tust du wenn dir langweilig ist? Was würde dich interessieren zu machen?

Auf die Art bin ich auf meinen nächsten Nebenjob gekommen.

Der dritte Ansatz wäre wenn du mal genau ausmappst welche Persönlichkeitsaspekte du in dir erkennst. Also zb. Abenteuerlust. Lust auf Entdecken. Intellektuell. Kreativ. Visuell oder eher haptischer Mensch. Körperbewusst oder gerne in Bewegung. Welche Art Bewegung? Geschmack für guten Wein oder andere Genußmittel (also hedonistisch, in welchen Aspekten...). So richtig die ganze Palette an Dingen die dich ausmachen. Und dann schauen ob du diese Eigenschaften eigentlich bedienst. Mit was für Tätigkeiten, Hobbies, Berufen du diese Eigenschaften nutzen kannst und leben kannst.

Der vierte Ansatz ist: Du gehst mit offenen Augen durch die Welt und schreibst alles was dir besonders auffällt auf einem Schnipsel Papier. Schmeisst den in eine Box. Wenn du in einer Zeitung was siehst, schneid es aus und schmeiss es in die Box. Wenn du im Internet was siehst, druck es aus und schmeiss es in die Box. Geh vielleicht auch mal auf Youtube und klick dich durch die "empfohlenen Videos", schreib auf was dir gefällt. Alles was wirklich deine Aufmerksamkeit eingefangen hat für einen Moment. Mach das mal ein Monat lang und dann schau dir die Box an. Sortier durch die Themen, schau wo die Trends liegen.

Vielleicht hilft dir auch die folgende Antwort weiter:

@Countrylife

Das mit den "abflauenden Interessen" kenne ich. Mein Gefühl ist: Ich mag es gerne wenn ich meine Hobbies mit Leuten teilen kann. Also zb. gemeinsam klettern gehen. Gemeinsam Motorrad fahren. Mich online mit anderen Fotografen austauschen. Das ist für mich ein Sinn von "Identität schärfen" dass du mit Leuten in Kontakt kommst die ähnliche Interessen haben wie du. Peergroups quasi. In dem Thread den ich oben gelinkt habe gehts auch genau um das.

Umgekehrt war dann meine Erfahrung: Wenn ich Erfolge habe in den Dingen die ich tue, und die teilen kann, dann ist das natürlich eine starke Motivation. Also zb. ein wirklich gutes Shooting gemacht zu haben, und dafür dann auch Anerkennung für die Bilder zu ernten. Fremdvalidierung ist zwar nie besser als interne Selbstvalidierung, aber natürlich feuert uns externes positives Feedback an. Heißt für mich auf deine Frage bezogen: Hobbies oder Interessen bei denen ich immer nur "so a bissl" was tue, oder wo ich nicht mehr besser werden konnte (weil Umstände, Zeitmangel etc.) hören bei mir irgendwann auch auf. Hab zb. zwischendurch mal zwei Jahre kaum fotografiert. Bis ich die Richtung bzw. das Thema gewechselt habe und wieder neue Möglichkeiten erschlossen damit. Also für mich ist ein Hobby entweder lebendig wachsend, oder sterbend. Immer gleichförmig dahin kann ich auch nicht.

In dem verlinkten Thread gehts auch grade darum (mit @Choose ) warum er keine Leidenschaft spürt. Wo es für mich grad so aussieht als ob er sich aus Angst blockiert weiterzugehen. Auch das kann ein Grund sein warum Hobbies nur "plätschern" aber nicht glühen. Ich hatte eine Phase auf der Rennstrecke, da hatte ich so wenig Eier das ich am liebsten aufgegeben hätte. Richtig weitergekommen bin ich erst als ich etwas Persönlichkeitsarbeit gemacht habe.

Zum Lernen: Was machst du in der Zeit wo du nicht Mathe lernst? Also was sind die Dinge die du spannender findest oder lieber tust? Ich mein, anders als bei Wandur geht's hier schon um "Durchkommen" und nicht mehr um "Wenig tun". Was sind deine Lebenskonsequenzen wenn du kein Abi machst?

 

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Toll, wie du hier Rat gibst Helmut! Die Ansätze zwei, drei und vier werd ich definitiv über die nächsten Wochen machen und dann schauen wir mal ob sich irgendwelche Tätigkeiten herauskristalisieren!
 

Ich komme aber mit der restlichen Antwort nicht ganz mit. In dem verlinkten Thread sagst du dass  "Für meinen Ansatz ist es eigentlich nicht wichtig "richtig gut" in etwas zu sein."

Ich glaube, ich habe ein Problem mit deiner Ansicht über Erfolg bei Hobbies. In meinen Augen ist es wirklich niederschmetternd, wenn man sein ganzes Herzblut, Schweiß, Geld und Zeit in ein Hobby steckt aber dann trotzdem nur zum Durchschnitt gehört. Ich zweifle auch daran, dass die beste Motivation von einem selbst ausgeht. Die am längsten währende - ja sicher - aber die Größte? Mich stachelt Wettbewerb durchaus zu besserer Leistung an.

Wenn ich allerdings merke, dass mein Talent nichtmal ansatzweise reicht, um "richtig gut" zu sein, dann wird es doch niemals so richtig befriedigend sein (Ich rede hier nicht von Weltspitze, a la "Irgendein Chinese ist immer besser als du"). Am meisten Spaß hab ich bei Sachen, bei denen ich auf Augenhöhe mit meinem Partner/Gegner bin - mal ist er/sie besser, mal ich.

Was ich sagen will: Du hast überall Wettbewerb - und mich stachelt dieser zwar zu besseren Leistungen an, es deprimiert mich aber, wenn ich keine Chance habe (da der andere die bessere Maschine hat/ seit seiner Kindheit spielt/ sich das Hobby öfter leisten kann/...). Und durch diese Niederlagen verliere ich glaube das Interesse bzw entwickle nur sehr kurzfristig eine Leidenschaft für etwas.

 

Wow, okay das hört sich trauriger an, als es ist. Ich bin eigentlich ganz zufrieden mit meinem Leben. Es gibt aber immer Möglichkeiten sich weiter zu entwickeln :)

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@TimGio

Ist ein interessantes Thema dass du da ansprichst.

Für mich selbst ist ein Aspekt meiner Persönlichkeit das ich nicht wahnsinnig wettbewerbsaffin bin. Ich glaube als Kind war ich viel zuviel im Wettbewerb mit anderen, seitdem brauch ich das nicht mehr so dringend. Klingt absurd für einen Rennfahrer, aber mir gehts eher um die Überwindung gegenüber mir selbst.

Ich hab aber schon auch Partner/Gegner bei denen ich auf Augenhöhe bin. Es fahren normalerweise pro Tag drei verschiedene Gruppen, und in der Einsteigergruppe gibt's auch Leute die schon jahrelang (aber halt so wie ich nicht oft) fahren, und natürlich die ganzen Neuen, denen fahr um die Ohren das es eine Freude ist. In der mittleren Gruppe gibt's Leute die sind viel schneller, aber auch welche mit denen ist Gleichstand. Dort hol ich mir meine Matches. Hatte lange einen Bekannten mit einer 600er Honda, der war wirklich grad ne halbe Sekunde schneller oder langsamer. Teilweise nur Unterschiede im Drehmoment unserer Motoren (I <3 Triples) wenn wir gemeinsam aus der Kurve kamen... waren geile Turns.

Und trotzdem sind wir beide, im Vergleich zur Spitzengruppe, einfach nur Schnecken. Weil wir zuviel Kopf haben mit 30+, weil wir nicht 20x pro Jahr uns einen Event leisten. Da könnte ich dran arbeiten (eben mit mehr Zeit und Geld) aber umgekehrt weiß ich bereits das ich ja besser bin als 80% der Straßenfahrer. Allein die Tatsache das ich dort auftauche und volle Pulle im Kreis fahre ist etwas das sich viele gar nicht trauen.

Moral von der Geschichte für mich persönlich ist, ich such mir meine Gegner aus und werte meinen Erfolg an Vergleichbarem (und vor allem an mir selbst). Wenn einer, wie du sagst, die bessere Ausrüstung hat und viel mehr Zeit und Geld zum trainieren, oder seit zehn Jahren fährt als er 17 war, dann werd ich den nicht knacken. Könnte ich vielleicht, aber dann müsste ich monothematischer werden, also drei andere Sachen streichen oder fünf, und NUR Rennfahrer sein. Und das wäre dann nicht meine Persönlichkeit. So wie es nicht meine Persönlichkeit ist mit 150km/h auf der Landstraße zu "üben". Wenn einer das tut, ist er ziemlich sicher schneller als ich auf der Rennstrecke. Aber so einer will ich auch nicht sein.

Heißt: Wenn einer wirklich viel besser ist als ich beim rennfahren, dann wahrscheinlich weil er eine andere Persönlichkeit hat. Heißt aber auch das ich besser bin als er in anderen Sachen, weil der kann zb. nicht fotografieren oder schreiben oder Bass spielen. Sonst hätte er nicht soviel Zeit zum Rennfahren.

Also wenn du "richtig gut" sein willst damit dir etwas Spaß macht: Dann vergleich dich mit ähnlichen Personen. Mit ähnlichen Voraussetzungen. Und vor allem miss deinen eigenen Fortschritt. In der MotoGP ist der Vergleich der am meisten zählt auch der Teamkollege der am gleichen Motorrad sitzt.

Mark Manson hatte da mal einen großartigen Artikel zum Thema "Besonders gut sein": https://markmanson.net/being-average

Zum Thema interne vs. externe Motivation: Hab gestern viel überlegt und glaube fast sicher das ein Hobby welches du nur alleine machst, mit niemand drüber redest, nie dich austauscht mit anderen darüber, ziemlich bald langweilig wird. Weil's eine Grundfunktion von Hobbies nicht erfüllt. Also ja, gibt sicher starke externe Motivation. Was ich weiter oben gemeint hatte war aber Validation. Also wo dein Selbstwert herkommt. Und da ist es immer besser er kommt von innen (also aus deiner Anerkennung für deine eigenen Talente und Besonderheiten) als von extern. Weil extern ist vergänglich. Weshalb Wettbewerb langfristig für mich auch keine stabile Identität stiften kann. Weil immer einer besser sein wird als du.

bearbeitet von Helmut

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Hi Helmut,

vorne Weg erstmal danke fuer das Thema.
Ich befinde mich gerade in einer persoenlich schwierigen Situation, in der ich nicht so genau weiss wo ich hin will und was ich machen will.

Ich war fast meine gesamten 20ger mit einem super coolen (und huebschen) girl zusammen - mit einer Pause. Wir haben uns an der Uni kennen gelernt, haben den Schritt zusammen ins Berufsleben gemacht, sind zusammen gezogen - und haben gemerkt das zusammen leben nicht klappt. Also ist sie wieder ausgezogen, wir haben beschlossen das es nicht das aus fuer die Beziehung sein muss.
Das Unternehmen in dem ich angestellt war (Startup) musste zusperren, folglich war meine berufliche Situation schwierig.  Fuer einen Konzern war ich nach 4 Jahren in 2 Startups "verbrannt" und es hat mich auch nicht gereizt, fuer eine konkrete Taetigkeit fehlte mir als ex COO das Spezialwissen. Nochmal als Angestellter ein Startup mit machen wollte ich nicht, und ich war mir nicht mal sicher ob ich in Deutschland bleiben wollte/will.
Die Idee war, (wir gingen beide auf die 30 zu, ich bin es gerade geworden, sie wird 29) nochmal zu reisen, die Welt kennen zu lernen, und zu sehen wo wir bleiben wollen. Bis 31/32 reisen, 1-2 Jahre ein neues Leben aufbauen, dann mit Anfang 30 Kids & Family.

Leider hat die Beziehung die Reiseplanung nicht ueberlebt - es war ein brutaler Aufwand, mit vielen Streitpunkten, z.b. in welches Land, viel gezicke und Drama ihrerseits, viel Trouble.
Dazu kam: Winter - da wurde ihre Laune immer schlecht, Pille abgesetzt - Hormone spielen eine Rolle.
Die Trennung dann 4 Wochen vor abreise einvernehmlich, ich konnte ihre Art Probleme zu machen und nicht loesungsorientiert zu denken nicht mehr ab, leider aber schon die ersten Monate der Reise zusammen fest gebucht - keiner konnte mehr raus.
Also zusammen los, das ist Bullshit, man brauch nach so langer Zeit dann einfach den Abstand. Die Reise lief besser als erwartet, was nicht gut war, weil man sich fragt ob die Trennung das richtige war und ob man es nicht nochmal versuchen sollte.
Naja, auf jeden Fall dann Trennung auf Reise, durch Zufall ineinander gerannt, Szene von ihr - Ende.
Hab noch so ne herzergreifende E-Mail von ihr bekommen, wie traurig sie sei, das es so geendet ist, anschliessend ist sie mit irgend nem Rebound guy in den Turtelurlaub gefahren- das hat mich getroffen (wir hatten ne gemeinsame Dropbox, sie hat ihre Bilder da rein gesichert).
Von ihr aus kamen dann noch 2-3 Anrufe, jedes Mal heulend & verzweifelt, wenn irgendetwas war - das war nicht gut, einmal war ihre Mutter im Krankenhaus, naja, ich hab sie dann am phone aufgebaut, das haette ich mal schoen lassen sollen.
Ich musste anschliessend meine Reise abbrechen, weil meine Mutter ebenso schwer erkrankt ist.

Jetzt ist die aktuelle Situation:
- Ich denke oft an meine Ex, vieles hier in unserer Stadt erinnert mich an sie und  mein Kopf faengt an Dinge zu interpretieren. Selbst zu unguenstigen Zeitpunkten (z.b. im Bett mit anderen girls) kommen mir Gedanken an sie
- ich vermisse sie, zweifle daran ob die Trennung richtig war und sehe die Dinge die mich damals gestoert haben als weniger Schlimm an, denke sogar das ich vlt. selbst einfach nicht gluecklich sein kann und deshalb immer noch mehr von der Beziehung erwartet habe
- viele Sachen die mich damals gestoert haben, sehe ich heute als eher "suess" bzw/typisch weiblich an - wenn dein Girl traurig ist und in den Arm genommen werden will, ist das fuer dich als Mann halt auch Bestaetigung
- trotzdem weiss ich das es einen Gund gibt das es nicht mehr funktioniert hat, aber meine Gefuhelswelt will das einfach nicht begreifen. ( Familie mit einer Frau die bei Wiederstaenden hin wirft, die nicht offen kommuniziert sondern in sich rein frisst, die oft schlechte laune hat und die Faehigkeit hat aus kleinen Dingen grosse Probleme zu machen ist keine gute Idee)
- Ich sehe aber heute das ein Teil ihres Verhaltens auch auf meine Situation zurueck zu fuehren ist -> in ihren Augen war ich gerade noch erfolgreiche Manager einer aufstrebenden Firma, anschliessend "arbeistlos" bzw. selbststaendig mit ganz anderem Standing. Ausserdem ist die Frage wenn man selbst sucht, was man in der Welt machen will, was die Aufgabe und der Platz ist, dann ist man einfach mit anderen Dingen beschaeftigt und nicht so selbstbewusst wie sonst. Hier will man einen Partner der auch durch ein Tief mitgeht, und nicht der dann anfaengt Probleme zu machen und Drama zu schieben. Nach PU Theorie ist da natuerlich ein Attraction Verlust.
- ich sitze jetzt mit 30 wieder bei meiner Mutter, kuemmere mich um sie, und habe neben Sport keine Verpflichtungen, aber genug Geld um eine ganze Weile leben zu koennen.

Meine Fragen:
1. Wie bekomme ich meine Ex aus dem Kopf/Herz? Ueber FTOW bin ich drueber, irgendwie fuehle ich mich da auch nur noch leerer, v.a. haben die meisten Girls nicht mal im Ansatz ihre Klasse, sowohl optisch als auch von der Persoenlichkeit.

2. Ich bin in einer Phase der Selbstfindung. Ich sehe das die Beziehung sicher auch aufgrund von mir gescheitert ist. Wie bestimme ich die naechsten Schritte fuer mich?

3. Die Situation klingt schlimmer als sie ist- ich bin gerade 30 geworden, sehe noch juenger aus, mache viel Sport, bin fit, habe genug Geld. Wie mache ich jetzt persoenlich den naechsten Schritt, was ist in meiner Entwicklung das naechste?

4. Was ist meine Aufgabe? Ich bin Generalist, habe viele Intressen, stehe an dem Punkt das ich v.a. Einkommen erzeugen will und eine Aufgabe brauche. Konzerne sind nicht mein Ding, ich habe ein super solides Wissen was Online Business angeht, weiss wie man Unternehmen aufbaut und Prozesse aufsetzt, habe einen technischen und kaufmaenischen Studienabschluss.

Ich danke vielmals, fuer jeden Input und jede Hilfe!

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Hi @jasonbourne

Für's Gesamtverständnis wäre es hilfreich wenn du auf's Monat genau angibst: Start Beziehung, Ende Beziehung, Start Reise, Ende Reise, Start Jobs, Ende Jobs. Und wann du 30 wurdest.

Für mich klingt's erstmal so als ob du gleichzeitig zwei oder drei Hauptsäulen verloren hast: Beziehung, Job, und wahrscheinlich auch die Wohnung? Außerdem ist deine Mutter krank. Magst du sagen (oder PM) wie sehr dich das belastet?

Wie sieht's mit Sachen aus die noch da sind? Mit Hobbies, Freunden, Interessen? Vater ist vorhanden?

Tendenziell ist es "normal" dass du grade schwimmst. Was für mich auch ein Gedanke wäre weshalb du die Ex wiederwillst. Du hättest sicher gerne wieder das "stabile Leben" dass du jetzt einige Jahre gekannt hast. Und sie ist ein fetter Anker dafür. Klingt das stimmig?

Wenn ich deine Threads lese kommt gut raus dass es offenbar nicht die "perfekte" Beziehung war. Also mit Trennung zwischendurch, zusammen wohnen auch nicht möglich. Viel Drama von ihr. Da gibt's sicher Frauen mit denen das besser läuft. Drum wundert's mich wenn du meinst die neuen hätten alle kein Potential - wo lernst du die kennen? Dazu gab's im Ü30 Forum ja auch schon ein Thread, aber wo bist du jetzt wirklich unterwegs, wo lernst du deine neuen kennen?

******************************************
Was du jetzt angehen kannst - und das ist mit 30 eh ein super Zeitpunkt - ist dir mal dein "Ich in fünf Jahren" auszumalen. Schreib dir zehn Punkte auf die du mit 35 erreicht haben möchtest. Welche Art Job, welche Art Wohnung, welche Art Beziehung, und dann noch sieben andere. Das ist mal dein "Masterplan", das würde ich jetzt als oberste Priorität setzen in deiner jetzigen Phase.

Die Methoden die ich TimGio hier geschrieben habe müssten dafür auch funktionieren. Auch für Berufliches. Also speziell die "Papierkreise". Schreib dir auf was du schon gemacht hast oder machen willst, und fang an ähnliche Sachen drumrum zu gruppieren. Überleg dir woher deine Abneigung gegen "Konzerne" kommt und was es noch an Firmenformen zwischen "Startup" und "Konzern" gibt die für dich funktionieren könnten.

Ich hab mit Startups nix am Hut, wenn du da nähere konkrete Ideen brauchst dann schreib mal ein wenig genauer welche Art Business du bis jetzt gekannt hast oder dich interessieren würde. @Neice ist ja der Experte hier wenn es um sowas geht, wenn er dazu in dieses Thread was schreiben möchte, dann sehr gerne.

 

Also Summary: Du hast wohl einiges an Basis eingebüsst. Jetzt mal schauen was noch da ist, und als neue Basis den Plan für die nächsten fünf Jahre ansetzen. Dazu verschiedene kreative Methoden verwenden um draufzukommen was dich beruflich und privat interessiert. Gleichzeitig reflektieren was dir an deiner Beziehung gepasst hat, und was nicht gepasst hat, und daraus auch die nächste Beziehung definieren. Das alles in zehn klaren, deutlichen Absätzen niederschreiben. Eventuell mit Beirat eines guten Freundes der in einem ähnlichem Alter ist und mit dem du über sowas reden kannst. Gerne auch hier in's Thread posten damit wir drüber reden können.

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14 hours ago, Helmut said:

Hi @jasonbourne

Für's Gesamtverständnis wäre es hilfreich wenn du auf's Monat genau angibst: Start Beziehung, Ende Beziehung, Start Reise, Ende Reise, Start Jobs, Ende Jobs. Und wann du 30 wurdest.

Für mich klingt's erstmal so als ob du gleichzeitig zwei oder drei Hauptsäulen verloren hast: Beziehung, Job, und wahrscheinlich auch die Wohnung? Außerdem ist deine Mutter krank. Magst du sagen (oder PM) wie sehr dich das belastet?

Wie sieht's mit Sachen aus die noch da sind? Mit Hobbies, Freunden, Interessen? Vater ist vorhanden?

Tendenziell ist es "normal" dass du grade schwimmst. Was für mich auch ein Gedanke wäre weshalb du die Ex wiederwillst. Du hättest sicher gerne wieder das "stabile Leben" dass du jetzt einige Jahre gekannt hast. Und sie ist ein fetter Anker dafür. Klingt das stimmig?

Wenn ich deine Threads lese kommt gut raus dass es offenbar nicht die "perfekte" Beziehung war. Also mit Trennung zwischendurch, zusammen wohnen auch nicht möglich. Viel Drama von ihr. Da gibt's sicher Frauen mit denen das besser läuft. Drum wundert's mich wenn du meinst die neuen hätten alle kein Potential - wo lernst du die kennen? Dazu gab's im Ü30 Forum ja auch schon ein Thread, aber wo bist du jetzt wirklich unterwegs, wo lernst du deine neuen kennen?

******************************************
Was du jetzt angehen kannst - und das ist mit 30 eh ein super Zeitpunkt - ist dir mal dein "Ich in fünf Jahren" auszumalen. Schreib dir zehn Punkte auf die du mit 35 erreicht haben möchtest. Welche Art Job, welche Art Wohnung, welche Art Beziehung, und dann noch sieben andere. Das ist mal dein "Masterplan", das würde ich jetzt als oberste Priorität setzen in deiner jetzigen Phase.

Die Methoden die ich TimGio hier geschrieben habe müssten dafür auch funktionieren. Auch für Berufliches. Also speziell die "Papierkreise". Schreib dir auf was du schon gemacht hast oder machen willst, und fang an ähnliche Sachen drumrum zu gruppieren. Überleg dir woher deine Abneigung gegen "Konzerne" kommt und was es noch an Firmenformen zwischen "Startup" und "Konzern" gibt die für dich funktionieren könnten.

Ich hab mit Startups nix am Hut, wenn du da nähere konkrete Ideen brauchst dann schreib mal ein wenig genauer welche Art Business du bis jetzt gekannt hast oder dich interessieren würde. @Neice ist ja der Experte hier wenn es um sowas geht, wenn er dazu in dieses Thread was schreiben möchte, dann sehr gerne.

 

Also Summary: Du hast wohl einiges an Basis eingebüsst. Jetzt mal schauen was noch da ist, und als neue Basis den Plan für die nächsten fünf Jahre ansetzen. Dazu verschiedene kreative Methoden verwenden um draufzukommen was dich beruflich und privat interessiert. Gleichzeitig reflektieren was dir an deiner Beziehung gepasst hat, und was nicht gepasst hat, und daraus auch die nächste Beziehung definieren. Das alles in zehn klaren, deutlichen Absätzen niederschreiben. Eventuell mit Beirat eines guten Freundes der in einem ähnlichem Alter ist und mit dem du über sowas reden kannst. Gerne auch hier in's Thread posten damit wir drüber reden können.

Vielen Dank fuer die Antwort! No worries, ich bin fine.

Jop, Wohung hat mein Halbbruder, Vater ist schwierig. Folglich gerade so: Keine Beziehung, kein Job, keine eigene Bude und ne kranke Mutter.

Hobbies: Mehr als genug, v.a. Sport.
Freunde gibts n paar echt gute, alle in bissl anderen Situationen, die meisten sind in Beziehung, dementsprechend sieht die Abendgestaltung aus.

Zu den Daten: Beziehung: Ende 07 bis Ende 08, dann irgendwann mitte 09 - 03/17 oder so, kann auch n Jahr spaeter gewesen sein. Reise ab 04/17- 12/17. Davon April & Mai mit ihr, seither nicht mehr.

Mir ist das auch schon aufgefallen: Laeuft grad was nicht, sehne ich mich auch staerker nach meiner Ex. Mit dem Kern das ich sie auch immer noch verdammt hot finde und hier halt viele Erinnerungen an sie vorhanden sind.

Bisher meine Quote: 1x Weihnachtsfeier vom Kampfsport, 1x Mal Girl von ner Geburtstagsparty nes Freundes (via day2), 1x Mal ne alte Freundin, 3x Mal Tinder, 1x Mal ein girl das ich Barfuss von der S-Bahn beim heimlaufen getroffen hab
Kein girl aus'm nightlife, und auch keines aus dem dirketen sozialen Umfeld. 

Feiern gehen ist grad echt schwer- ich hab die Spiele am Wochenende, z.b. diese Woche wieder Sa. & So. da ist nix mit Party machen.
Ich muss mal n paar Studentenfeiern angehen.

ich sehe das aehnlich: Es ist die Zeit sich neu zu orientieren und den Fokus mal primaer auf business und einkommen zu legen.

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17 hours ago, jasonbourne said:

ich sehe das aehnlich: Es ist die Zeit sich neu zu orientieren und den Fokus mal primaer auf business und einkommen zu legen.

Ich würd nicht einseitig agieren. Wie gesagt, schreibt dir deine zehn Punkte raus und definier dein ganzes Leben. Da ergeben sich Querverbindungen an die du jetzt noch gar nicht denkst.

Die Mädels welche du beschreibst sind ja eher "mal so mitgenommen". Nau ja, wundert mich weniger dass da nicht gleich die nächste Prinzessin dabei ist. Aber macht eh Sinn dass du jetzt mal definierst, und dann baust. Nicht irgendwo "reinstolperst" als Rebound.

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Just now, Helmut said:

Ich würd nicht einseitig agieren. Wie gesagt, schreibt dir deine zehn Punkte raus und definier dein ganzes Leben. Da ergeben sich Querverbindungen an die du jetzt noch gar nicht denkst.

Die Mädels welche du beschreibst sind ja eher "mal so mitgenommen". Nau ja, wundert mich weniger dass da nicht gleich die nächste Prinzessin dabei ist. Aber macht eh Sinn dass du jetzt mal definierst, und dann baust. Nicht irgendwo "reinstolperst" als Rebound.

Das mal so mitgenommen beschreibts gut.

Ist auch ne coole Situation, ich hab genug Geld, Berufserfahrung, n abgeschlossenes Studium mit double degree - alle Freiheiten der Welt und kann jetzt entscheiden was ich mach.

Jetzt in nen rebound reinstolpern waere echt fatal, vlt. auch deshalb erstmal nix ernsteres anfange.

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Hallo Helmut, gute Idee mit den Threat!

 

Mein Problem bezieht sich auf mein Selbstwertgefühl und auf die Frage nach dem,  was ich wirklich bin.

Ich war in der Schulzeit nie beliebt und es hat sich nie ein Junge für mich interessiert. Diese Zeit ist denk ich ausschlaggebend dafür, dass ich im inneren keine echte Selbstliebe aufbauen kann. Heute hab ich das Gefühl, ich müsste es alles Beweisen und hab ein Ego des Todes :( Bei Männern gucke ich immer, ob die "vorzeigbar" sind, sodass ich damit präsentieren kann und meine Selbstwert aufgewertet wird, was natürlich totaler Schwachsinn ist, weil kein anderer kann einen aufwerten, dass muss aus einem selbst kommen.

Mittlerweile sehe ich objektiv betrachtet (ich weiß, reine Objektivität gibt es nicht) recht gut aus und ich werde auch schon hin und wieder angesprochen in Clubs. Keiner würde denken, dass ich unselbstbewusst bin, weil ich mir über die Jahre eine pseudo-selbstbewusste Art "angeeignet" habe. So wirke ich auf Männer forsch, rede viele, stehe viel im Mittelpunkt, will immer auffallen. Ich hätte gerne wieder eine LTR aber ich bin in der Kennenlernphase furchtbar unsicher und hab Angst mich zu öffnen, aus Angst es könnte wieder vorbei sein. (ich tippe auf Bindungsangst... nur die ist ja eh "nicht heilbar" genauso wie ein schwaches Selbstbewusstsein). Ich glaube, dass ich einfach nicht authentisch bin und gerade beim Feiern nur eine Rolle spiele. Für viele bin ich das Partygirl, das immer gut drauf ist. Aber ich bin nur deswegen so, weil ich Angst habe sonst nicht aufzufallen. Wieso? keine Ahnung! Ich komme einfach nicht mit mir selbst ins Reine :( Obwohl ich hübsch bin, habe ich ständig komplexe wegen meinen nicht ganz  so perfekten Zähnen. Wenn Fotos von mir und meinen Freundinnen gemacht werden, werde ich absolut traurig wenn mich nicht am schönsten von allen finde. Wahrscheinlich definiere ich mich zu sehr über mein Aussehen aber mir ist sehr wichtig, dass Männer mich hübsch und heiß finden. Aber im eigentlich wünsche ich mir vor allem, dass mich ein Kerl bedingungslos liebt wegen meiner inneren Werte. Ich weiß, das klingt ziemlich paradox. 

Bezüglich des Selbstbewusstseins habe ich auch schon viele Übungen gemacht (mit Leute ansprechnen usw.) hierbei liegt nicht mein Problem. Ich habe einfach ein Riesenproblem mit Männern zu reden. Insbesondere wenn ich einen Mann dann echt toll finde, bin ich total schüchtern, was mir immer keiner glauben will, weil ich sonst auf alle genau gegenteilig wirke. :/    Ich hatte nie männliche Freunde und auch keine Brüder. Manchmal denk ich, wäre es leichter für mich, wenn alle Männer wie Frauen wären. 

 

Meine Frage nun:

Wie finde ich zu mir? habe von Meditation gehört aber ich finde keine Ruhe weil ich immer sehr aufgedreht bin und kann mir auch nicht vorstellen, dass sowas etwas bringt.

Wie kann ich "lernen" locker zu reden mit Männern und auch mit Männern Freundschaften aufzubauen? Über was soll ich mich mit Männern unterhalten?

Wo denkst du liegt mein Kernproblem und wie kann ich es lernen in den Griff zu bekommen?

 

Vielen Dank für lesen,

wenn es thematisch nicht hier hin passt, einfach löschen sonst ;)

 

 

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Hey @keytomysoul

Es wäre wichtig zu wissen wie alt du bist, und in deinem konkretem Fall wäre es tatsächlich auch hilfreich ein Bild von dir zu sehen (wenn das okay ist - gerne auch per PM). Weil halt aussehen und Selbstwert bei Frauen viel stärker verbunden ist als bei Männern. Warst du früher übergewichtig?

Wenn wir so als Aussenseiter aufwachsen und das nacher über andere Personen kompensieren liegen die Ursachen oft viel früher als in der Schulzeit. Erzähl mal von deinen Eltern - wie bist du aufgewachsen, was sind deine Erinnerungen an deine frühe Kindheit? Geschwister? Ich würde da mal hinschauen was du findest. Ebenfalls zur Not per PM wenn es zu privat ist.

Wie sieht deine Beziehungsbiographie aus? So mit Jahreszahlen... erster Kuss, erster Sex, erster Freund...?

Was sind deine inneren Werte für welche du geliebt werden möchtest?

Warum hast du keine männlichen Freunde? Was passiert wenn du mit einem Kerl eine Freundschaft aufbauen würdest?

Hobbies, Interessen, Ziele im Leben?

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Also ein Bild würde ich wenn nur privat verschicken - falls hier doch jemand aus meinem Umfeld mitliest würde ich ja "auffliegen" ;)

Aber ich war nie übergewichtig,eher untergewichtig. Ich war in meiner Gymi-Klasse eine Nachzüglerin: erst ganz spät Brüste bekommen und auch nie geschminkt. Demnach war ich halt für Männer eher unsichtbar und generell eher unselbstbewusste. Muss dazu sagen, dass ich kein richtiger Aussenseiter war, ich habe halt nur nicht zu den "coolen und beliebten" gehört. Dies schein ich nun zu kompensieren wollen indem ich auf keinen fall einen "uncoolen Mann" will dh. er muss gut gekleidet sein/Aussehen. Verrückt wie lange einen so ein Gefühl des "nicht-zu-den-Beliebten-gehörens" einen nachhaltig prägt. 

 

Ich bin Einzelkind und bin es gewöhnt, viel im Mittelpunkt zu stehen und hatte auch echt eine wundervolle Kindheit. Sehr behütet. Meine eventuelle Bindungsangst kommt denke daher, dass ich nach der Geburt von meiner Mutter getrennt war, sodass sich keine stabile Mutter-Kind-Bindung aufbauen konnte. Obwohl ich sehr behütet aufgewachsen bin war ich zwar nie direkt schüchtern, aber ich hatte vor vielen Dingen Angst (einige sinnlose Phobien vor diversen Gegenständen :D). Also ich rede schon viel und habe mich auch immer getraut im Unterricht mich zu melden, was ja schüchterne Menschen eher nicht tun. 

 

Meinen ersten Kuss hatte ich erst mit 18 und meiner ersten Beziehung(vorher lief rein nix mit Männern), welche 3 Jahre gehalten hat, die ich aber beendet habe, weil er sexuell nicht attraktiv war und wir uns nicht sonderlich gut unterhalten konnten. Mit dem habe ich sowieso nur etwas angefangen, weil er nicht locker gelassen hat und mich echt geliebt hat. Ich fande ihn eigentlich nie hübshc und auch meine Freundinnen nicht. Trotzdem war es auch eine schöne Zeit mit ihm.  Nach meinem Ex hatte ich etwa drei Monate später einen neuen Typen, den ich echt toll fand, mit dem habe ich aber Spielchen gespielt und war nicht immer ehrlich weil ich im Kern zu unselbstbewusst war und ich gedacht habe, ich sei nicht gut genug für ihn. (Um diesen Typ ging es in einem Threat von mir letztes Jahr im März - worauf ich seeeehr viel Feedback bekommen hab ;)) 

Ansonsten hab ich noch zweimal mit Männern besoffen auf Partys rumgemacht. 

 

Bei Freundschaften/ oder Annäherungen mit Männern hab ich oft das Gefühl, dass sie mich eventuell mögen könnten und dieses Gefühl ist mir total unangenehm insbesondere, wenn die Typen nicht attraktiv sind.

 

Werte für die ich geliebt werden will? Gerne für meine Verrücktheit/Aufgedrehtheit und meinen Humor. Viele sagen, ich kann gut Leute unterhalten und bin halt ein Partygirl. Aber ich möchte gern mehr sein. Ich möchte, dass die Menschen hinter meiner Fassade gucken und auch sehen,  dass ich mehr bin. Gerne auch für meinen Tiefgang in den Gedanken. Ich mag es, tiefgründige Gespräche zu führen.

Meine Hobbies sind Kochen und bis vor ein paar Jahren Theater spielen, was ich allerdings derzeit nicht kann, da ich durch das Studium in eine andere Stadt ziehen musste und nur am Wochenende oft in meiner Heimat bin. Ansonsten Ziele sind jetzt noch den Master zu erreichen und anschließend hoffentlich einen guten Job, gern in einer leitenden Position. Und meine Ziel ist natürlich auch einen Mann zu finden, einen Seelenverwandten, bei dem ich reden kann wie ich mit mir selbst rede ;) Allerdings könnte ich mir nicht vorstellen zusammen mit einem Mann in einer Wohnung zu wohnen. Ich brauche nämlich viel Zeit für mich allein (weil ich Einzelkind bin, bin ich gewöhnt, mich mit mir selbst zu beschäftigen)

In meiner Heimat wohne ich in einer extra Wohnung bei meinen Eltern im Haus. Die Beziehung zu meinen Eltern ist echt sehr sehr gut. Ich wünschte, ich hätte einen Partner, mit dem ich mich einmal genauso gut verstehen könnte. 

 

Wenn sonst noch Fragen sind - her damit. Ansonsten kann du vielleicht aus diesem Text noch was bezüglich meiner Problematik ziehen.

 

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33 minutes ago, keytomysoul said:

Also ein Bild würde ich wenn nur privat verschicken - falls hier doch jemand aus meinem Umfeld mitliest würde ich ja "auffliegen" ;)

Ich würde hier auch nicht unbedingt - als Frau - ein Bild von mir für alle posten, aus anderen Gründen. Von mir selbst gibt's hier Bilder, und auch mein Profilbild verwende ich auf anderen Websites. Und mein Name ist echt. Jeder kann wissen das ich hier mitschreibe.

Finde das nämlich interessant dass du Angst hättest "aufzufliegen". Weil, was wäre denn dann? Was würde dann passieren?

Ein Bild von dir wäre trotzdem wahrscheinlich hilfreich, wo man auch erkennt wie du in der Öffentlichkeit wirkst. Wie gesagt, gerne per PM.

33 minutes ago, keytomysoul said:

Nach meinem Ex hatte ich etwa drei Monate später einen neuen Typen, den ich echt toll fand, mit dem habe ich aber Spielchen gespielt und war nicht immer ehrlich weil ich im Kern zu unselbstbewusst war und ich gedacht habe, ich sei nicht gut genug für ihn.

Welche Spielchen genau? Beschreib mal den Typen, wie war der so? Was war toll an ihm?

33 minutes ago, keytomysoul said:

Bei Freundschaften/ oder Annäherungen mit Männern hab ich oft das Gefühl, dass sie mich eventuell mögen könnten und dieses Gefühl ist mir total unangenehm insbesondere, wenn die Typen nicht attraktiv sind.

Was genau ist dir daran unangenehm? Wenn die Typen vielleicht sogar attraktiv sind? Oder nur bei den nicht-attraktiven?

33 minutes ago, keytomysoul said:

Die Beziehung zu meinen Eltern ist echt sehr sehr gut. Ich wünschte, ich hätte einen Partner, mit dem ich mich einmal genauso gut verstehen könnte. 

War deine Mutter wieder berufstätig nachdem du älter wurdest? Wie ist dein Vater - beschreib mal.

Ahja, warum warst du nach der Geburt von deiner Mutter getrennt?

Denk mal zurück an die letzte schwierige bzw. neue Situation in deinem leben (zb. der Umzug wegen Studium). Wie ist es dir damit gegangen?

 

bearbeitet von Helmut

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mir wäre es unangenehm, wenn Leute auf meinem Umfeld wissen, dass ich mich für Pickup und Selbstoptimierung interessiere. Damit würden die Menschen sehen, dass ich mit mir selbst nicht im reinen bin und das wäre mir unangenehm. 

 

Mit Spielchen meine ich, mich  kaum von mir aus zu melden und hin und wieder nicht zurückschreiben sodass der Typ denkt, er ist mir nicht wichtig und er ist nur ein Typ von vielen bei mir  ---> auch ein Zeichen dafür, dass ich gerne auf einem Podest stehe und dies auch zu brauchen scheine aufgrund LSE. 

Den Typ fand ich toll, weil er einen gut trainierten Körper hatte und auch studiert hatte und wir uns somit sehr gut unterhalten konnte. Sonst war er nicht übermäßig gutaussehend. Ihn mochte ich vor allem wegen seiner schüchternen, zurückhaltenden Art. Ich stehe halt überhaupt nicht auf Aufreißer.

 

Ja, insbesondere bei unattraktiven Männern mit denen ich nix anfangen würde. Also eigentlich voll vielen :D. Ich weiß auch nicht genau, wieso mir das unangenehm ist. Ich glaube das Bild "Mann und Frau können keine Freunde sein" hat sich bei mir in meinen Gedanken manifestiert.

Ja, meine Mutter war teilweise berufstätig, war viel bei meinen Omas. Mein Vater ist echt spitze. Ich kenne keinen Menschen der so an mich glaubt wie er. Wobei meine Eltern beide auch sehr selbstbewusst sind und mich das vielleicht unbewusst etwas unter Druck setzt. Vielleicht hab ich mir meine pseudo--selbstbewusste Art deswegen "antrainiert", um mich ihnen anzugleichen, obwohl es innendrin nicht so selbstbewusst aussieht. Wenn ich mit meinen Eltern drüber rede, dass ich in vielem zu unsicher bin sagen sie, ich mache mir einfach zu viele Gedanken. Mein Vater meint lediglich, ich müsste ein wenig ruhiger werden und nicht mehr so aufgedreht, weil er meint, das schreckt viele Männer ab...

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Ich habe zwei grundsätzliche Fragen zur Persönlichkeitsentwicklung:

a) ist es besser Energie in das Verbessern seiner Schwächen zu investieren und man wird ein allrounder aber verschwendet Talent/Begabung oder ist es besser seine Energie in seine Stärken zu investieren und man wird Spezialist und sehr gut aber dafür in anderen Bereichen schon fast peinlich verkorkst?

b) Dem Begriff der Persönlichkeitsentwicklung steht paradoxerweise immer der Begriff "du bist wie du bist, und das ist auch gut so. Stehe zu dem was du bist, zu allen deinen Schwächen etc etc". Wo ist also die Grenze zwischen "das muss verbessert werden" und "ich bin so, fertig"?  Wenn z.B. für eine Frau attraktiv sein mein Ziel ist und ich offensichtlich mich verändern muss, wie entscheide ich WAS ich verändern will und was nicht? Wie viel soll ich meiner Persönlichkeit opfern/eintauschen für Verhaltensweisen die mir nicht entsprechen um an mein Ziel zu kommen? Ich kann natürlich sagen "ansprechen von Frauen mache ich nicht, fühle mich unwohl, das bin ich nicht", dann kann ich das als meine Schwäche akzeptieren, den Fokus aufs online game legen und so mein Glück versuchen aber zielführend nur bedingt, wenn man nicht wie Brad Pitt aussieht oder sehr gut im Texten ist. Und es ist nicht nur eine Frage, ob etwas gegen Natur ist sondern, woher soll ich überhaupt wissen ob das meine Natur ist? Nur weil es mein Leben lang so war, heißt es nicht, dass ich es immer richtig machte. Z.B gibt es Leute die sagen ganz klar Menschenmengen, Clubs und Festivals finden sie anstregend und blöd. Sie hassen es. Ich kenne sehr viele und ich war selbst so einer. Coach 1 würde sagen "cool, stehe dazu und wir machen streetgame", der Schüler ist happy. Coach 2 sagt, "lass uns mal ein paar Wochen es versuchen und entscheide dann" und er merkt "eigentlich habe ich es nur gehasst, weil ich nie wusste wie man Frauen im Club verführt, es ist echt geil. Meine Natur hat mich in die Irre geführt".  Und selbst das ist immer im Wandel, je nachdem wie alt man ist , wo man im Leben steht, was man erreicht hat. Zu viele Variablen. Demnach kann seinem natürlichen Gefühl überhaupt nicht vertrauen.  Oder wie siehst du das?

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@keytomysoul

Zu deinem Foto: Objektiv bist du ein sehr hübsches Mädel, um nix weniger als die anderen auf dem Foto. Die links zieht sich offensiver an, aber ist nicht so hübsch wie du. Dein Stil ist für den Ort auch vollkommen richtig. Also am optischen scheitert sicher nix.

Ich würde an deiner Stelle drei Dinge probieren:

1) Schliess mit deiner Teen-Vergangenheit ab und "aktualisiere" dein Selbstbild. Dazu gibt's viele Übungen, zb. kannst du alle alten Glaubenssätze auf Papierstreifen schreiben und dann rituell verbrennen. Oder du schreibst fünf "Gebote" für die erwachsene Frau die du jetzt bist, und lebst die mal ein Monat jeden Tag sehr bewusst. Affirmationen. Visualisierungen sind Klassiker. Auch Meditation wird da helfen. Hier genaue Anleitungen zu schreiben würde den Rahmen sprengen, aber schau mal ins Internet unter "Glaubenssätze ändern" oder "Vergangenheit loslassen". Dein Ziel sollte sein dich nicht mehr zu sehen als das unattraktive Mädchen, sondern als die neue Frau die du jetzt bist - und auch zu erkennen dass du niemandem von damals (und niemand von heute) etwas beweisen musst. Das kannst du bewusst lernen.

2) Im ersten Post gibts einen neuen Link, den lies dir mal durch. Da geht's darum wie du aus deiner eigenen Persönlichkeit heraus flirten kannst und wie du dein Selbstbild bewusst definierst. Ich würde an deiner Stelle mal bewusst versuchen deine anderen Seiten stärker aufzubauen (deine Interessen, Hobbies etc. - steht im Link wie) und dann das Party-Machen runterzuschrauben. Versuch mal mit Männern in Kontakt zu kommen dort wo du ganz du selbst bist, an Orten und bei Aktivitäten wo du nicht die "Club-Partygirl-Rolle" spielst. Und versuch dann mal ganz bei dir zu bleiben. Außerdem werden dir Erfolge in anderen Bereichen deines Lebens Selbstvertrauen und Identität vermitteln.

3) Übe dich verletztlich zu sein. Fang an dich zu öffnen, Schritt für Schritt, zb. gegenüber Studienkollegen. Fang an drüber zu reden wie's dir geht und wie du dich fühlst - im Suten und auch im Schlechten. Erzähl anderen Leuten kleine Dinge die du normalerweise nicht erzählen würdest, wenn sie dir grad auf der Zunge liegen. Übe das am besten mit allen Personen mit denen du näheren Kontakt hast, speziell aber auch bei Männern.

Würde da mal drei Monate drauf ansetzen und schauen was passiert.

@Mobilni

Zu deinen Fragen:

1) Ich war immer ein Allrounder, mir liegt die Rolle des Spezialisten nicht. Andere leben aber sehr gut mit der Fokussierung auf ein, zwei Themen und werden zb. Spitzensportler. Ich denke: Am besten gehst du in jedem Bereich so weit und so tief wie es dich persönlich reizt - wenn dabei einer oder zwei rauskommen wo du wirklich Stärken hast, dann achte zumindest darauf die anderen nicht versanden zu lassen unter den Punkt wo es dich im Alltag blockiert. Also wenn du zb. merken würdest du bist der beste Programmierer der Welt aber tust dir schwer mit anderen Menschen sprechen, dann werde mehr Allrounder.

2) Sehr spannende Frage. Lies dir auch bitte meinen Toplink #1 durch, da geht's eigentlich genau um das Thema - also wie finde ich raus was mich interessiert, und wie verbessere ich diese Dinge zu einem Punkt wo dann auch Mädels rumkommen. Ich bin generell der Meinung dass man alles einmal ausprobieren sollte was irgendwo als Möglichkeit aufpoppt. Aber dabei auch wissen sollte welche Anlagen man hat (zb: introvertiert versus extroviertiert) und sich nicht mit Zwang dann zb. in den lauten Club zu stellen. Lass mich wissen ob mein Link dir da weiterhilft oder ob du die Frage vertiefen möchtest, die ist nämlich wirklich gut.

@Rottertom

Ja, tue ich. Hab mich längere Zeit mit Zen beschäftigt (also klassisch "in der Stille sitzen") aber finde zb. auch meine Badewanne einen Ort wo ich total eintauchen kann ;-) Dort allerdings gehe ich bewusster in meine Emotionen und schau mir an was da ist und wo das herkommt.

Ich merke je mehr ich in Touch bin mit meinem "State" und mit den Sachen die im Hintergrund rumschwirren, umso freier lebe ich. Und je mehr ich auch mal loslassen und abschalten kann umso mehr Energie habe ich dann.

bearbeitet von Helmut
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