Glückliche Beziehung in der Neuzeit
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41 Beiträge in diesem Thema

 Nach langem Überlegen bin  doch zu der Überzeugung gelangt, eine Frage mit Euch zu diskutieren die mich seit einiger Zeit beschäftigt.

Kann man heute noch eine „glückliche“ (entschuldigt den Ausdruck, aber was passenderes fällt mir nicht ein) Beziehung / Ehe / Partnerschaft führen, ohne die neuzeitlichen komplexen Beziehungsstrukturen wie Polygamie, offene Ehe, und dergleichen? (Wahrscheinlich sind sie gar nicht so neuzeitlich, sei`s drum)

Wie komme ich zu diesen Überlegungen? Kleiner Umschweif: Das letzte Jahr war ich sehr beschäftigt mit diversen Themen der Persönlichkeitsentwicklung, also habe ich einige unzählige Sachbücher diverser Autoren gelesen und mich auf den meist trockenen Inhalt konzentriert. Müde und gelangweilt von den vielen Ratgebern und ToDo Guru`s,  fiel mit durch Zufall ein ganz anderes Buch in die Finger: „Seitensprung rückwärts“. Um es vorwegzunehmen, nichts wirklich Spannendes und eher leichte Kost,- dennoch erfrischend für mich und ein „einfaches Buch“. Worum geht`s? Ganz simpel – Ehefrau 42J. mit zwei Kindern und einem Ehemann sucht das Abenteuer und denkt über eine Affäre nach, da Ihr Mann Sie weitestgehend „nicht mehr sieht“. Um es vorwegzunehmen,  ja Sie geht fremd, der Rest ist nicht relevant.

Trotz der seichten Lektüre habe ich das Buch gelesen und anscheinend war es doch kein so schlechtes Buch, denn es hat mich zum Nachdenken angeregt. Funktionieren heutige „glückliche“ Beziehungen nur noch, wenn wir Fremdgehen, Sie öffnen oder swingen gehen?

Tatsächlich schaute ich mich in meinem sozialen Umfeld um, und ich erschrak als ich feststellte, dass ich keine Beziehung o. Ehen (mit Kind oder ohne) meiner Freunde, Cousinen oder sonst wen als glücklich empfand. Zugegeben, es ist nur meine Sicht von außen und natürlich kann ich mir kein Urteil darüber bilden, wie glücklich die Beziehungen o. Ehen wirklich sind. Dennoch würde ich keine,- wirklich keine der Beziehungen selber so (er)leben wollen. Aber jedem Tierchen sein Pläsierchen.

 

Nun gut, alle Paare die ich so kenne sind -soweit es mir bekannt ist- in einer (ich möchte es konventionellen) bzw. monogamen Beziehung. Hier keine Wertung. Jedoch reden Sie mit mir und ich höre so oft, dass Sie sehr unglücklich sind. Manche haben Kinder, Haus und Hof, alles was man(n) sich so wünscht, alle gesund, und doch so traurig.

 

Daher frage ich mich. Muss jeder Mensch eine Art Ausbildung für glückliches Zusammenleben absolvieren? Ich meine, wir müssen für alles Mögliche eine Art Führerschein erwerben bevor wir die Dinge tun dürfen. Fahrerlaubnis, Ausbildung für den jeweiligen Beruf, Fallschirmausbildung bevor wir springen dürfen etc… Aber keine Ausbildung für den eigenen Charakter, die eigene Entfaltung, oder gar der einfachen Frage, was mag ich, und wer möchte ich sein, welcher Partner passt zu mir? Aber dafür leistet ja das Forum zu mindestens für einige eine tolle „Ausbildung“…

Ich frage mich des Weiteren, ob in unserer heutigen schnelllebigen Zeit, die Frage nach der geeigneten Beziehungsstruktur für die Menschen eher Zufall ist, quasi man schliddert da irgendwie herein-, oder ob die Entscheidung für bspw. Polygamie aus reiner Unzufriedenheit herrührt?

 

 

Ein Pärchen mal kennenzulernen, welches schon lange und wirklich „glücklich“ zusammen lebt, in einer monogamen Beziehung würde ich sehr gerne mal treffen. Missversteht mich bitte nicht, ich finde diverse Formen der Beziehungen, ob nun Poly, offen, homo o.s. genauso erstrebenswert und toll, wie eben auch eine monogame Beziehung.

Werten will ich zwischen den diversen Formen und Beziehungskonstrukten auf keinen Fall!

Ich habe jedoch das Gefühl, dass eine monogame Beziehung (über viele Jahre) hinweg nicht mehr funktioniert.

Wie sagte so schön ein aus Hamburg stammender Schriftsteller: „Früher suchte Mann sich die Frau fürs Leben, heute:  wie gut Sie zu den Kindern ist, nachdem wir uns haben Scheiden lassen!“

 

Aloe Vera!

 

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Nein, ich glaube nicht an eine dauerhafte (10 Jahre +) Beziehung, die monogam und treu abläuft.

Menschen gewöhnen sich über die Jahre an Dinge. Habituation nennen wir das in Schlau. Und das führt einfach dazu, dass wir unseren Partner mit den Jahren nicht mehr als etwas besonderes wahrnehmen. Das ist schlichtweg normal.

Und offene Beziehungen und ähnliche Varianten führen dazu, dass wir mal wieder etwas anderes als Gegenüber erleben. Und damit wieder sensibel für die guten Eigenschaften unseres Partners und unserer Beziehung werden. Weil man dann eben auch mal sieht, was mit anderen Partnern nicht so super ist. Und weils einfach "anders" ist.

In sofern sind diese Beziehungsformen schon ein guter Schritt gegen die Habituation.

Ich kenne in meinem Umfeld übrigens auch kein einziges Paar, das dauerhaft glücklich monogam lebt. Selbst meine Großmütter berichten immer wieder wie furchtbar es mit meinen Großvätern war.

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vor 3 Stunden schrieb Herzdame:

(...) Selbst meine Großmütter berichten immer wieder wie furchtbar es mit meinen Großvätern war.

Das machen aber auch 20-jährige. Über den Partner zu nörgeln scheint auf dem zweiten X-Chromosom zu liegen. Direkt neben dem Schuhe-Kaufen-Gen ...

 

Ich kenne genau ein Paar das schon länger als 12 Jahre zusammen ist und wo beide immer noch verliebt wirken. Absolute Ausnahme. Ansonsten habe ich da mit mehreren Freunden eher eine 4-Jahres-Grenze festgemacht. Irgendwo dort ist dann Schluss mit sexueller Anziehung. Länger bleiben nur Paare zusammen, die wirklich gute Freunde geworden sind. Oder jene, die es einfach nicht schaffen sich zu trennen und die so nebeneinander rumdümpeln. 

Vielleicht sind es auch nicht exakt 4 Jahre. Aber es liegt irgendwo in der Nähe. Wobei Frauen sich schon früher nicht mehr begehrt fühlen. Wir haben da vor ein paar Jahren mal eine Theorie draus gebastelt. Da kamen sogar so schöne Sachen wie: ein Jahr bis zur Geburt und nach 3 Jahren ist das Kind aus dem gröbsten raus - es könnte also Evolutionär sinnvoll sein. Bitte nicht zu ernst nehmen!

Ich für mich möchte heute mit Ü40 gar nicht mehr unbedingt mit einer Partnerin zusammen leben. Einen großen Freundeskreis und ein paar unverbindliche Spielpartnerinnen finde ich viel wichtiger.

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Gast الحكيم

@LegallyHot hat meiner Meinung nach den Nagel genau auf den Kopf getroffen. Ich kenne in meinem persönlichen Umfeld leider kein Paar, mit dem ich gerne tauschen würde. Getrieben von Bedürftigkeit eilen alle von einem Partner zum nächsten. Dabei muss man zuerst erkennen, dass man auch ohne Frau, Haus und Kinder glücklich sein kann. Alles, was man dazu brauch, besitzt man bereits. Sich selbst. Sich selbst akzeptieren und zu 100% lieben. Das sind die absoluten Basics für eine Beziehung, die länger halten soll als Eis in der Sonne.

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Am 18.1.2017 um 16:51 schrieb Child123:

Werten will ich zwischen den diversen Formen und Beziehungskonstrukten auf keinen Fall!

Na, aber genau das machst Du doch mit Deiner Fragestellung ;). Aber sei es drum. Ich verstehe schon, wie Du zu Deiner Überlegung kommst. Was die Antwort angeht, bin ich sehr bei der @Herzdame, die sogar ein schlaues Wort kennt! Ich kenne nur nen Witz: Geht ein Ehepaar auf einen Bauernhof. Da sieht die Frau, wie der Hahn eine Henne besteigt, und sie fragt den Bauern, wie oft am Tag er das tut. Der Bauer antwortet, bestimmt ein Dutzend Mal, und die Frau sagt zum Mann "Siehst Du!". Da fragt der Mann den Bauern, ob der Hahn denn immer die gleiche Henne besteige, was dieser verneint, und der Mann sagt zu seiner Frau "Siehst Du!".

vor 2 Stunden schrieb botte:

Natürlich vergleicht sich eine Beziehung - Ehe - nach 10 Jahren nicht mehr mit einer 6monatigen Fickbeziehung, oder einer einjährigen 'LTR'. Vieles lässt nach - übrigens auch der Sex. Dafür kommt aber im guten Fall anderes dazu. Wer mal mit einer starken Frau ein langfristiges Projekt wie Kinder oder einen Hausbau durchgestemmt hat, sieht Beziehungen anders. Sieht Liebe anders.

Ich kann zwar keine 20 Jahre Monogamie bieten, aber mittlerweile auch schon 17 Jahre Beziehung. Und ich kann das eins zu eins unterschreiben. Auch die Sache mit den Bindungsängsten, die Du angesprochen hast. Und das Thema Selektion, auf das @LegallyHot zu Recht hingewiesen hat. Imho kommen daher die meisten Beziehungsprobleme, über die wir hier im Forum lesen dürfen.

 

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vor 3 Stunden schrieb botte:

Ist es bei uns letztendlich schief gegangen? Ja. Aber das heisst ja nicht, dass man es nicht trotzdem versuchen sollte.Ich höre ja auch nicht auf zu leben, nur weil irgendwann der Tod droht.

Sehe ich ganz genauso. 

Ich hab immerhin 8 Jahre monogame Beziehungserfahrung zu bieten, und der einzige Fehler daran war, dass ich die mit jemandem gesammelt hab, der nicht wirklich zu mir passte. Für unser Alter und die Lebenssituation, in der wir steckten war das eine ganze Menge, und ich bin froh, diese Erfahrungen gemacht zu haben. Letztlich scheiterte es an der krassen Entwicklung, die man halt so beim erwachsen werden durchmacht, und dass die bei uns halt nicht in die gleiche Richtung ging - Shit happens, aber das bedeutet nicht, dass da Konzept der Beziehung an sich falsch war oder nicht funktionieren kann. 

Das bedeutet, dass ich auch meine zukünftigen Beziehungen nicht aus diesem Blickwinkel sehen werde. Ich bin zwar durchaus pro offene Beziehung, und wäre auch sehr gern bereit, eine zu führen. Ich halte das allerdings nicht für eine Voraussetzung für das langfristige Gelingen einer Beziehung, genauso wenig, wie dafür Monogamie von Nöten ist. 

Ich denke, der Schlüssel liegt in genau dem, was @LegallyHot anspricht: Der Frage, wie reflektiert beide Seiten sind, und ob man bereit ist, auf jemanden zu warten, der auch wirklich passt, obwohl der Gesellschaftliche Druck dem entgegen arbeitet.

Also nein, ich hab keine Angst vor Bindung - aber ich prüfe, bevor ich mich ewig binde... 

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Lange Beziehungen sind kein Selbstläufer. Nach der ersten Verliebtheitsphase wächst die Nähe und Intimität, man glaubt sich irgendwann in allen Punkten zu kennen - guten wie schlechten. Die sexuelle Spannung, das Neue, die Abenteuer werden natürlicherweise nachlassen außer man sorgt bewußt immer wieder dafür. Die Menschen entwickeln sich weiter, erleben viel im Laufe der Jahre und können trotzdem nebeneinander leben als wäre schon alles gesagt. Man kann im Alltag versinken und als Team funktionieren ohne noch ein Paar zu sein. Das muss man aber nicht!

Ich sehe es ähnlich wie @botte Ich habe auch eine 10+ Jahre Beziehung hinter mir und bereue sie nicht obwohl wir uns letztendlich getrennt haben. In dieser Lebensphase passte es und wir waren glücklich. Irgendwann passte es nicht mehr.

Klar kann man Beziehungen auch öffnen. Gerade für bindungsängstliche Menschen erscheint das als die Lösung. Aber für mich ist das kein Patentrezept. Ich möchte mich wieder richtig auf jemanden einlassen. Und Polyamorie bedeutet oft die gleichen Probleme zu haben, nur vervielfacht.

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Gast Bill Yard
Am 18.1.2017 um 16:51 schrieb Child123:

 Nach langem Überlegen bin  doch zu der Überzeugung gelangt, eine Frage mit Euch zu diskutieren die mich seit einiger Zeit beschäftigt.

Kann man heute noch eine „glückliche“ (entschuldigt den Ausdruck, aber was passenderes fällt mir nicht ein) Beziehung / Ehe / Partnerschaft führen, ohne die neuzeitlichen komplexen Beziehungsstrukturen wie Polygamie, offene Ehe, und dergleichen? (Wahrscheinlich sind sie gar nicht so neuzeitlich, sei`s drum)

Natürlich kann man heute noch eine glückliche monogame Beziehung führen.

Wenn man das so liest ensteht der Eindruck als würde es kaum noch glückliche monogame Beziehungen auf der Welt geben und die "neuzeitlichen komplexen Beziehungsstrukuren wie Polygamie" wären der Shit des 21 Jahrhunderts. Fakt ist aber das mir im "echten Leben" erst eine Frau begegnet ist die eine offene Beziehung wollte und ich in meinem gesamten Bekanntenkreis über 10 Ecken keine Frau kenne die sowas toll findet und glücklich damit ist. Na klar ist bestimmt nur Zufall. Hey ... PU Foren sind keine Randgruppen sondern der Spiegel userer Gesellschaft.

bearbeitet von Bill Yard

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40 minutes ago, Bill Yard said:

 Hey ... PU Foren sind keine Randgruppen sondern der Spiegel userer Gesellschaft.

Im Forum gilst du als verklemmst wenn du nicht mindestens einmal eine Natursektdusche über dich ergehen lassen hast.

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vor 11 Stunden schrieb cdc:

Ich sehe im Ausgangspost einige Gedanken, die ich nicht teile.

(a) Der Eröffnungspost verklärt die Vergangenheit. Grundtenor: Kann man heute noch so glücklich sein wie einst? Waren denn die Beziehungen damals "vor der Neuzeit"* tatsächlich soviel glücklicher? Ich bezweifle es stark. Die Probleme waren wohl anders gelagert, aber es gab sie damals wie heute

(* Neuzeit. Der gängigen Begriffsverwendung beginnt die Neuzeit im 16. Jahrhundert. Gemeint ist im Ausgangspost wohl eher "modern" oder "gegenwärtig", nehme ich an?)

(b) Das Posting beurteilt andere Paare im Umfeld schlicht als unglücklich. Das ist ein hartes Urteil. Kann zutreffen, muss es aber nicht. Viele Paare erleben gute Zeiten und schlechte Zeiten. Sie sind glücklich... und unglücklich. Sie freuen sich über die Dinge, die sie haben, und vermissen anderes. Also so wie alle Menschen in allen möglichen Beziehungsformen. Ich persönlich würde mir nicht anmaßen, zu beurteilen, wer in meinem Umfeld glücklich oder unglücklich ist. (Eine Beziehung kann furios scheitern, und dennoch eine gute Idee gewesen sein.)

(c) Nur eine Kleinigeit: Im Ausgangsposting wird skizziert, dass alle Paare im Umfeld klassisch monogam wären. Auch mit dieser Beurteilung wäre ich vorsichtig. Manches Paar geht nicht damit hausieren, wie genau nun die interne Absprache ist, sprich, vielleicht scheinen die Nachbarn klassisch monogam zu sein, folgen aber einem ganz anderen Konzept.

 

Damit möchte ich keine Radikalkritik am Ausgangsposting üben. Die Frage und das Thema sind diskussionswürdig.

 

 

Vielen Dank. Sehr wertvoller Beitrag. Früher war wohl genauso viel nicht ok. 

An alle: Sehr coole Beiträge konnte das Eine oder Andere gut nachempfinden und neue Gedanken für mich mitnehmen!

 

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Ich kenne einige langjährige Paare. Und das der Sex abnimmt, naja kommt auf die Perspektive an. Soviel wie am Anfang ist es wohl nie, wer soviel dauerhaft möche, wird schwerlich monogam leben können. Wichtig ist, dass der Sex auf einem für beide guten Level ist. Allerdings bin ich ja ganz froh, dass man nicht permanent nur ans vögeln denken muß. Dafür gibt es einfach zu viele andere Dinge die auch Spaß machen, die toll sind, das Leben bereichern. Da sollte es dann mit dem Partner auch passen, also wirklich! passen.

Nun gut, ich bin gerade bei Jahr Fünf angekommen. Aber so wie es jetzt ist, kann es noch möglichst lange weitergehen.

Und zur Eingangsfrage:"Ja. Gibt es. Kenn ich. Ist aber eher selten und die Kandidaten sind über dreissig, was naturgemäß auch so sein sollte, wenn es um richtig lange Beziheungen geht."

P.S. Vielleicht schreibe ich mal was darüber.

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Ich bin davon überzeugt das man sehr lange monogame glückliche Beziehungen führen kann, wenn man ausreichend gemeinsame Hobbies und Ziele hat.

An lebenslange Beziehungen glaube ich nicht, dafür werden wir heutzutage a) zu alt und b) haben wir zuviel Auswahl in unserer Lebensgestaltung (Globalisierung und Individualisierung/Egoismus).

Die Kürze moderner Beziehungen haben wir mMn. überwiegend dem Tussi-Prinzessinnen-Feministen-Terror zu verdanken. Männer sind meiner Erfahrung nach eher bereit schlechte Zeiten gemeinsam durch zu stehen, während sich die 0815 Schlampe lieber die Rosinen heraus pickt und auswechselt wenn ihre Egomanie nicht zu 100% befriedigt/unterstützt wird.

MfG

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vor 3 Stunden schrieb climbaz:

Ich bin davon überzeugt das man sehr lange monogame glückliche Beziehungen führen kann, wenn man ausreichend gemeinsame Hobbies und Ziele hat.

An lebenslange Beziehungen glaube ich nicht, dafür werden wir heutzutage a) zu alt und b) haben wir zuviel Auswahl in unserer Lebensgestaltung (Globalisierung und Individualisierung/Egoismus).

Die Kürze moderner Beziehungen haben wir mMn. überwiegend dem Tussi-Prinzessinnen-Feministen-Terror zu verdanken. Männer sind meiner Erfahrung nach eher bereit schlechte Zeiten gemeinsam durch zu stehen, während sich die 0815 Schlampe lieber die Rosinen heraus pickt und auswechselt wenn ihre Egomanie nicht zu 100% befriedigt/unterstützt wird.

MfG

Echt erstaunlich wieviel verbrannte Erde manchmal hinterlassen wird.

Ein für mich dem vorgeschalteter Scheiterungsgrund liegt im mangelnden Sycronisations-Willen und im Verlust des Respekts (negative Habituierung). Die gemeinsamen Werte sind zu wenig und distanzieren sich im Persönlichkeitswandel. Gerade in der Phase der Individuation (vgl. Jung) bestünde die Chance mit dem Partner tief und fest zusammen zu wachsen. Stattdessen zersetzt Alltagsreibung und Routine die Beziehung, weil der Wert der Beziehung und des Partners zu gering geschätzt wird.

"Moderne Beziehung" auch ein cooles Wort.

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Am 28.1.2017 um 20:18 schrieb Thalios:

Echt erstaunlich wieviel verbrannte Erde manchmal hinterlassen wird.

Ein für mich dem vorgeschalteter Scheiterungsgrund liegt im mangelnden Sycronisations-Willen und im Verlust des Respekts (negative Habituierung). Die gemeinsamen Werte sind zu wenig und distanzieren sich im Persönlichkeitswandel. Gerade in der Phase der Individuation (vgl. Jung) bestünde die Chance mit dem Partner tief und fest zusammen zu wachsen. Stattdessen zersetzt Alltagsreibung und Routine die Beziehung, weil der Wert der Beziehung und des Partners zu gering geschätzt wird.

"Moderne Beziehung" auch ein cooles Wort.

Stimmt. Das ändert aber nichts daran, dass Männer tendenziell loyaler sind. Sprich, wenn etwas schlecht läuft sind Frauen schneller mit der Trennung zur Hand als Männer. 

Das hat verschiedenste Gründe (die Loyalität des Mannes begründet auch oft einfach in deren Faulheit/Alternativlosigkeit), aber es ist ein Trugschluss zu erwarten, dass eine Frau loyal ist, wenn sie nicht mehr "verliebt" ist oder der Mann nicht mehr die Leistung erbringt. Männer stehen solche Phasen viel viel länger durch. Man findet durch richtiges Screening zwar womöglich löbliche Ausnahmen, aber es ist nunmal so , dass es bei der überwältigenden Mehrheit der Frauen das Loyalitätsgefühl 1:1 an ihren aktuellen Zustand ihrer Verliebtheit bzw. deine aktuelle Attraktivitätswirkung auf sie,  gekoppelt ist (all deine vorerbrachte Leistung als Mann wertlos ist).  Das ist einfach ein Umstand, dem Mann sich bewusst sein sollte. Das ist kein Vorwurf oder Frust, schlichtweg eine Beobachtung. Männer sind dafür bei anderen Dingen unfähiger 

 

Und ja, durch richtiges Screening lösen sich die meisten Probleme von alleine, aber dein Beispiel setzt voraus eine Frau gefunden zu haben, die dazu fähig ist und das gibt es eben recht selten...umso mehr noch im Alter 20-30, findet nunmal nicht jeder gleich und Garantie hast du da auch nicht.

 

Inwiefern das jetzt Zeitgeist ist, kann man diskutieren. Ich glaube, dass es immer schon so war, nur dass das soziale/finanzielle Stigma der Trennung bzw. des Singledaseins  Frauen damals davor eher abgehalten hat. 

Jetzt fällt das weg, was für einen gewissen Prozentsatz an Männern ("Alphas") noch mehr Vorteile bringt, weil Frauen noch leichter zu haben sind, während der liebe Betapeter immer noch hofft, dass die Loyalität zu seiner Frau von ihr auch honoriert wird (was sie nicht wird). 

Betapeter ist dann frustriert, wenn die Scheidung/Trennung am Tisch liegt und lästert hier über Frauen ab. Dann kommen ein paar Alpha-Männer im PU Forum und sagen, alles halb so wild, werde auch Alpha und/oder such dir "die Richtige  a.k.a Screening". (Das ist keine Kritik am Screening, es ist die wichtigste Eigenschaft eines PUAs)  Und das Spiel beginnt von vorne.

Der Fehler liegt in der Erwartungshaltung des Mannes.

 

bearbeitet von München
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Hier werden Thesen in den Raum geworfen (loyale Männer versus 0815 Schlampen) die auf sehr wackeligen Füßen stehen. Auch wenn die meisten Scheidungen vielleicht von Frauen eingereicht werden (glaube ich) kann man das unterschiedlich interpretieren. Letztendlich kann man auch sagen Frauen haben die Eier den Schlußstrich zu ziehen wenn eine Beziehung gescheitert ist. Nur festhalten ist nicht automatisch loyal. Man kann z.B. aus finanziellen Gründen und Bequemlichkeit sein Nest aufrechterhalten während man fremdvögelt. Würde ich jetzt nicht als loyal bezeichnen.

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vor 4 Stunden schrieb München:

Männer tendenziell loyaler sind. Sprich, wenn etwas schlecht läuft sind Frauen schneller mit der Trennung zur Hand als Männer. 

Das hat verschiedenste Gründe (die Loyalität des Mannes begründet auch oft einfach in deren Faulheit/Alternativlosigkeit),

vor 2 Stunden schrieb PWillow:

Hier werden Thesen in den Raum geworfen (loyale Männer versus 0815 Schlampen) die auf sehr wackeligen Füßen stehen. Auch wenn die meisten Scheidungen vielleicht von Frauen eingereicht werden (glaube ich) kann man das unterschiedlich interpretieren. Letztendlich kann man auch sagen Frauen haben die Eier den Schlußstrich zu ziehen wenn eine Beziehung gescheitert ist. Nur festhalten ist nicht automatisch loyal. Man kann z.B. aus finanziellen Gründen und Bequemlichkeit sein Nest aufrechterhalten während man fremdvögelt. Würde ich jetzt nicht als loyal bezeichnen.

 

Ich habe nicht behauptet, dass es nur so ist. Tendenziell.

Es ist kein Ausspielen der Geschlechter und alles steht auf wackeligen Beinen, weil es nur Empirie sein kann.

 

Es ist auch keine Kritik, an dem Zustand wie ich ihn sehe, sondern es ist einfach eine Beobachtung. Ich profitiere von der Entwicklung sehr, aber manche legen eine Erwartungshaltung an Frauen hin, die nur zum Scheitern verurteilt sein kann. 

Die Hoffnung, auf "die Eine". Richtiges Screening und dann kommt "die eine"...etc. 

Es gibt eine weite Bandbreite an Frauentypen, aber eine wichtige Erkenntnis ist, dass insgesamt  Frauen nicht ticken wie wir Männer. Und damit unsere Erwartungshaltung an männliche Freunde z.b. nicht 1:1 auf Frauen umlegen sollten, in Hinsicht auf Loyalität und andere Beziehungsfragen.Sie funktionieren einfach anders, nicht schlechter. Und man muss Frauen für diese Andersartigkeit lieben oder sagen wir so. Ich liebe sie für das, was sie sind. Eine extreme spannende Palette an menschlichem Verhalten aus männlicher Sicht. In vieler Hinsicht nicht rational begründbar. Faszinierend.  

Dies kann nur eine Generalisierung sein, denn die Bandbreite ist eben zu weit um das zusammenzufassen. Man sucht eben den kleinsten gemeinsamen Nenner.

Das Problem fängt an, wenn man glaubt, sie können einem etwas geben, das man sich selbst eigentlich geben sollte (abseits von sex).

Akzeptanz seiner eigenen Person. 

bearbeitet von München

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Ein glückliche Beziehung ist harte Arbeit. Egal ob Mann oder Frau, beide Seiten müssen dafür viel arbeiten, Tolerant sein, sich gemeinsam weiterentwicklen, viel Kommunizieren, an sich selber arbeiten und für sich eine passende Partnerschaft finden. Das Problem ist das jeder Mensch ein kompliziertes und komplexes Wesen ist. Mit der eigenen Komplexität kämpf man ein ganzes Leben (INNER GAME), wenn dann noch ein zweites Wesen dazu kommt, multipliziert man diese Komplexität. Alle Singles schreien "Ich bin freiiii!". Noch schwieriger wird es dadurch das sich jeder über die Jahre weiterentwickelt und für sich neue Werte, Ziele und Wünsche entdeckt. Die sozialen und gesellschaftlichen Einflüße sind dann der nächste Faktor. Durch das alte Prinzip "Auf der andere Seite des Zauns ist die Wiese grüner" und die bösen digitalen Medien denke viele es ist einfacher was Neues zu machen als die ganze Arbeit anzugehen.

Es gibt keine Lösung, nur viel Arbeit. :-D Stellt euch vor das die glückliche Beziehung ein Spiel "Croquet" aus Alice im Wunderland ist. Alles ist in Bewegung und ihr versucht zu gewinnen. ;-)

 

 

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vor 10 Minuten schrieb Mad Machine:

Ein glückliche Beziehung ist harte Arbeit. Egal ob Mann oder Frau, beide Seiten müssen dafür viel arbeiten, Tolerant sein, sich gemeinsam weiterentwicklen, viel Kommunizieren, an sich selber arbeiten und für sich eine passende Partnerschaft finden. Das Problem ist das jeder Mensch ein kompliziertes und komplexes Wesen ist. Mit der eigenen Komplexität kämpf man ein ganzes Leben (Inner Game), wenn dann noch ein zweites Wesen dazu kommt, multipliziert man diese Komplexität. Alle Singles schreien "Ich bin freiiii!". Noch schwieriger wird es dadurch das sich jeder über die Jahre weiterentwickelt und für sich neue Werte, Ziele und Wünsche entdeckt. Die sozialen und gesellschaftlichen Einflüße sind dann der nächste Faktor. Durch das alte Prinzip "Auf der andere Seite des Zauns ist die Wiese grüner" und die bösen digitalen Medien denke viele es ist einfacher was Neues zu machen als die ganze Arbeit anzugehen.

Es gibt keine Lösung, nur viel Arbeit. :-D Stellt euch vor das die glückliche Beziehung ein Spiel "Croquet" aus Alice im Wunderland ist. Alles ist in Bewegung und ihr versucht zu gewinnen. ;-)

 

 

Willst du allen die Freude nehmen über alles nachzudenken? ;)

Die richtige Frau und der richtige Mindeset ist key für eine Beziehung. Wahr, aber wir arbeiten hier an den Details und Analysen.

 

bearbeitet von München

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vor 6 Stunden schrieb München:

wir arbeiten hier an den Details und Analysen.

Ah ja.

vor 7 Stunden schrieb München:

alles steht auf wackeligen Beinen, weil es nur Empirie sein kann

 

vor 7 Stunden schrieb München:

Dies kann nur eine Generalisierung sein, denn die Bandbreite ist eben zu weit um das zusammenzufassen.

 

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