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Hallo liebes Forum, 

nach längerer Inaktivität habe ich mal wieder eine Frage an die Involvierten unter euch:                                                                                                                                                                   Nach welchen Kriterien würdet ihr einen guten Hypnose-Therapeuten aussuchen                                                                                                                                                         beziehungsweise kennt jemand unter euch eine(n) kompetente(n) im Raum Stuttgart und kann Empfehlungen geben?

Es geht um Rauchentwöhnung meiner Partnerin und wir suchen derzeit gemeinsam.

Danke schon mal für eure Mühe!

Beste Grüße

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Moin,

kenne leider keinen. Wie lange rauchst du denn?

Vielleicht kennst du das Buch von Allen Carr "Endlich Nichtraucher". Es hat mir damals sehr geholfen.

Ich bin der Meinung, dass es beim Aufhören zu Rauchen vor allem eine Einstellungssache ist. Mir ging es irgendwann so auf den Sack, dass ich es aus tiefstem Herzen nicht mehr wollte. Die Rumhusterei, die Haut, einfach alles. Beim Sport war ich nicht schlecht. Trotz Raucherrei bin ich viel gelaufen. Nach den ersten zwei Wochen Rauchstopp, habe ich Zeiten hingelegt, die ich vorher nie erreicht hatte. Das war dann ein extremer Ansporn es durchzuziehen.
Wenn die Einstellung stimmt, kannst du dir das Geld für die Hypnose und den Therapeuthen sparen.

Wenn du mal so Attacken hast, dass du Schmacht bekommst ohne Ende: Versuch dich nicht krampfhaft zu wehren, sondern akzeptiere einfach, dass dieses Gefühl jetzt da ist. Beobachte es und nach einer Zeit verschwindet es wieder von selbst.
Da werden ständig nochmal Situationen kommen, wo du an alte Verhaltensmuster denkst. Ein Beispiel von mir: Ich fahre leidenschaftlich gerne Motorrad. Früher war es für mich Gang und Gebe, bei einer Pause eine zu qualmen. Bin eine Zeit lang aus beruflichen Gründen kein Motorrad gefahren und habe während dieser Zeit aufgehört zu qualmen. Irgendwann ging es dann wieder los. Schmacht hatte ich kaum noch. Bei der ersten Pause, kam direkt eine Attacke. Das Schöne ist, es wird immer und immer weniger, bis es komplett verschwindet.

Und lass dich von dem Gesabbel anderer Leute nicht beeinflussen. Da gibt's immer welche, die werden die sagen: "Och, ich hab einfach irgendwann das Päckchen weg geworfen und hatte absolut kein Problem damit." Ganz ehrlich: Glaub ich nicht. Scheiß auf die. Hinterher labert man meistens ziemlich groß. Ich hab bisher niemanden gekannt, der keine Entzugserscheinungen hatte, in welcher Form auch immer.

Lass Ersatzprodukte sein. Klar kannste einen Kaugummi kauen, dir Pulmoll reinpfeifen usw., aber nichts mit Nikotin! Das ist nur Suchtverlagerung und bringt absolut 0. Genauso diese E-Zigaretten. Alles schön und gut, aber nicht mit Nikotin. Selbst ohne Nikotin finde ich es absoluten Schwachsin anstatt den Zigarettenrauch irgend einen anderen Bullshit zu inhalieren.

Thema Zunehmen. Ja, es kann sein, dass du zunimmst. Scheiß drauf. Fang an mit Sport. 1. Geht's auf einmal wesentlich leichter zu trainieren. 2. Kannste auch mal reinhauen, ohne gleich ein schlechtes Gewissen zu bekommen.
Es ist nunmal so, dass durch das Rauchen dein Kalorienverbrauch leicht erhöht ist. Das fällt nach dem Aufhören weg. Ein anderer Punkt ist, dass alles wesentlich besser schmeckt nach paar Tagen des Aufhörens.

Auf jeden Fall wünsche ich dir viel Erfolg!

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Hey Gerry,

danke für deine ausführliche Antwort! Es geht nicht um mich, sondern um meine Partnerin. Sie raucht seit sie 14 ist und ist jetzt Mitte 30. 

Im Prinzip geht sie das Ganze nur wegen mir an, allein hätte sie nicht die Motivation (obwohl sie von allein schon 2 Anläufe gemacht hat, bevor wir uns kannten). Ich selber hab kein Problem mit gelegentlichem oder keinem Rauchen, deswegen ist es für mich persönlich schwer nachvollziehbar wie Menschen hieraus eine Sucht entwickeln können.

Jedenfalls hat sie mittlerweile mit einem wohl seriösen (in mehreren Verbänden offiziell aktiv, professionelle Website, Sympathie bei Telefonat) Hypnotherapeuten gesprochen, der selbst Exraucher ist und sich darauf spezialisiert hat und die Materie kennt.

Der Termin wird erst im Herbst möglich sein, aber wir sind optimistisch.

Viele Grüße und danke

 

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vor 14 Minuten, Dietz schrieb:

Hey Gerry,

danke für deine ausführliche Antwort! Es geht nicht um mich, sondern um meine Partnerin. Sie raucht seit sie 14 ist und ist jetzt Mitte 30. 

Im Prinzip geht sie das Ganze nur wegen mir an, allein hätte sie nicht die Motivation (obwohl sie von allein schon 2 Anläufe gemacht hat, bevor wir uns kannten). Ich selber hab kein Problem mit gelegentlichem oder keinem Rauchen, deswegen ist es für mich persönlich schwer nachvollziehbar wie Menschen hieraus eine Sucht entwickeln können.

Jedenfalls hat sie mittlerweile mit einem wohl seriösen (in mehreren Verbänden offiziell aktiv, professionelle Website, Sympathie bei Telefonat) Hypnotherapeuten gesprochen, der selbst Exraucher ist und sich darauf spezialisiert hat und die Materie kennt.

Der Termin wird erst im Herbst möglich sein, aber wir sind optimistisch.

Viele Grüße und danke

 

Finde ich gut, dass sie das angehen will. Ist eine scheiß Angewohnheit und lebensgefährlich obendrein.

Aber das Thema ist wirklich interessant, vor allem wie unterschiedlich das Suchtverhalten der Menschen ist. Ein Kumpel von mir ist wie du. Der kann mal eine Rauchen und entwickelt 0 Abhängigkeit. Der macht es noch nicht mal regelmäßig. Wenn ich jetzt eine Rauchen würde, wäre ich ruck zuck wieder bei meinem alten Pensum.

Wie gesagt, man kann es auch gut alleine schaffen. Der Wille muss da sein und man muss so abgefucked davon sein, dass man wirklich die Schnautze voll hat. Dann kann man das Geld, was man für den Hypnotiseur und die Kippen ausgegeben hat, schön in den anderen Hobby auf den Kopp hauen ;-) Aus meiner Sicht macht der Hypnotiseur auch nichts anders als ihr unterbewusst einzutrichter, dass es scheiße ist :-D Korrigiert mich, wenn ich falsch liege.

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Für mich war ein sehr guter Weg:

e-zigarette und dann den nikotingehalt ganz langsam reduzieren. Ueber etwas mehr als 1j und dann noch ein paar Wochen mit 0er. Vorher schaffte ich es nicht, aber mit der Methode ging es fast stressfrei.

Allan Carr zusaetzlich lesen.

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