7 Beiträge in diesem Thema

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Moin Leute, erstmal zu mir:

22 Jahre

LTR seid 2 Monaten

Noch wohnhaft bei den Eltern, will aber im Oktober/November ausziehen

Derzeitige Arbeit: Lagerarbeiter (ohne Abschluss)

 

Ich hab mein Leben ein wenig verbaut, mit 18 fand ich es noch cool der antikapitalistische Rebel zu sein, heute könnte ich mir dafür in den Arsch treten und zwar am besten 7x hintereinander.

Warum? Ich hatte eine Ausbildung mit 16 angefangen als Industriemechaniker bei Siemens. Aufgrund von geringen Selbstwertgefühl, Drogensucht, Mobbing unter Azubis und politischer Einstellungen, habe ich die Ausbildung nach 2 Jahren abgebrochen. So weit so gut, ich hab es mit einer neuen Ausbildung versucht und zwar als Fachkraft für Lagerlogistik bei einem sehr kleinen Betrieb. Der Chef war n Arsch und die Ausbilderin hat mich 2 Jahre lang ständig und täglich die selbe Arbeit verrichten lassen. Es ging sogar vor das Gericht. Resultat war das ich gekündigt habe und wieder eine Ausbildung in den Sand gesetzt habe. Da ich von Ausbildungen genervt war und einfach Geld verdienen wollte, habe ich mich gleich für eine Arbeit beworben und die geilste Firma bekommen. Gute Arbeitszeiten, kostenlos Kaffee und Kippen, angemessener Lohn und genug Urlaub. Das Problem bei den ganzen: es ist bis Februar befristet und die zusatzbestimmung im Vertrag: Herr XY verpflichtet sich, bis zum Vertragsende seine Ausbildung abzuschließen.

An sich kein Problem, da ich die Prüfung zum Fachlagerist machen könnte. Problem hierbei: Ich hab gesagt dass ich die Prüfung im Herbst schreiben kann, obwohl ich die Anmeldungsfrist überschritten habe und so nun doch nicht die Prüfung schreiben kann. Ich wollte halt unbedingt den Job haben.

Jetzt habe ich mit dem Gedanken gespielt, meinen Abschluss einfach zu fälschen. Die Idee hab ich gleich verworfen, da es zu riskant ist und ich so schon genug gelogen hab.

Mein jetziger Plan ist, einfach zu sagen, dass ich die Prüfung nicht bestanden habe und mich aber gleich für die Prüfung im März zu bewerben bzw. Anzumelden.

 

Ich schäme mich in Grund und Boden. Da ich jede Person in meinem Umfeld angelogen habe. Meine Freundin, meine Familie, meine Arbeit...alle denken ich hätte die Prüfung vor mir, dabei ist gar nichts. Und nun habe ich sorge meinen Arbeitsplatz zu verlieren, was eigentlich nur die gerechte Strafe wäre...


Dazu kommt daß es ein Beruf ist, den ich nicht auf Lebenszeit machen will. Ich habe schon mit dem Gedanken gespielt endlich eine Ausbildung zu machen die mir gefällt. Chemielaborant oder Biologielaborant wollte ich schon damals lernen aber die Stelle war zu weit weg. Genauso könnte ich mir ein Leben als selbständiger vorstellen. Aber einen richtigen Plan habe ich nicht...

 

Meine Frage zu dem ganzen Mist ist,

Sollte ich meinem Chef alles beichten, und die wahrscheinliche Kündigung in Kauf nehmen oder sollte ich weiterlügen, sagen ich hätte nicht bestanden und mich dann wirklich für die Prüfung im März Bewerben?

 

Zudem kommt das meine Mutter möchte dass ich spätestens im November ausziehe, was ich umso mehr will, weil ich nicht mehr im Elternhaus Leben will, allerdings findet man mit befristeten Vertrag und kaum Geld wenige Wohnungen... Ich steh also ziemlich unter Druck und Stress.

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Scheiß Situation, aber haben andere schon schwierigere gemeistert, machst du auch! =)

Beichte es unbedingt deinem Chef, und zwar möglichst bald! Wenn du ordentlich gearbeitet hast und er human ist, dann wirst du deinen Job behalten können. Und wenn nicht, dann hast du wieder etwas gelernt und machst es in Zukunft hoffentlich besser.

Du müsstest doch dann deinem Chef die angeblich nicht bestandene Prüfung auch vorzeigen oder nicht? Spätestens dann fliegt dein Kartenhaus zusammen und du wirst 1. gekündigt und 2. fühlst du dich so richtig scheiße, weil du andere enttäuscht und belogen hast.

Beiß jetzt gleich in den sauren Apfel, sei ehrlich und übernimm endlich Verantwortung für dein Leben und dein Handeln.

bearbeitet von Yolo
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Gast Forbiddengirl

Es ist immer besser, ehrlich zu sein und sich gleichzeitig im Vorfeld zu überlegen, was Du Deinem Chef als Lösung anbieten kannst. Wenn Du sonst gute Arbeit machst, wird er sich auf den Lösungsvorschlag einlassen. Wenn Du nur beichtest, ist das immer noch besser als lügen. Aber es ist keine Lösung. Denke daran, dass Dein Chef nicht viel Zeit hat, um sich mit Dir und Deinen Beichten zu beschäftigen. Er braucht von Dir eine Entscheidungsvorlage, zu der er nur “ja“ sagen kann, sodass für ihn ein Problem weniger gibt. 

Du kannst ihm anbieten, dass Du dann und dann den nächsten Termin machen würdest. Oder Du überlegst es mit einer anderen Ausbildung, aber sei konkret zu ihm, was Du vorhast.

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Das du es deinem Chef sagen musst, steht außer Frage. Vielleicht nochmal als kleine Hilfe, wie du es machen könntest.

Würde mich bereits jetzt schriftlich für die nächstmögliche Prüfung anmelden. Das druckst du aus und gehst damit zu deinem Chef. Dann erzählst du ihm, dass du nicht ganz die Wahrheit gesagt hast, weil du unbedingt den Job wolltest, es jetzt einsiehst und bereust. Du musst ihm dann halt mal richtig in den Arsch kriechen. Zeig ihm die Anmeldung und versprich ihm in die Hand dass du es durchziehst und alles für eine zweite Chance machst. Mehr kannst du nicht tun, wenn du deinen Job gut gemacht hast, wird es aber schlechtere Chancen geben. 

 

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Über mir steht die richtige Taktik.Das Lügengerüst muss aufhören!Aber,  zeig Deinem Chef auch,das Du dazugelernt hast. und dann: mach einen Break. Was hindert Dich daran nochmal all das nachzuholen, was Dir fehlt - Bildung, ne Ausbildung die Dir Spass macht....ne Zukunft.Du bist noch jung,jetzt bekommst Du das noch locker hin.

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22 ist doch noch kein alter...da kannst du locker nen Schulabschluss nachholen, eine Ausbildung machen und ggf. im Anschluss studieren.
Mit 30 wärst du spätestens mit allem fertig, in dem Job den du willst, mit der Kohle die du brauchst.

8 Jahre klingt jetzt erstmal viel, ist es aber nicht.

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