Vom "ganz hinten hocker" zum "Superstreber"

26 Beiträge in diesem Thema

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Hey Leute,

ich habe mein BWL Studium nun nach dem 5. Semester geschmissen, da keine Motivation, müsste locker >3 Semester studieren, Noten waren mähh und ich könnte mir beruflich nix vorstellen,

Nun bin ich direkt ins kalte Wasser gesprungen und studiere nun Verfahrenstechnik, Schwerpunkt voraussichtlich Biotechnik. Habe vor in der Pharmazie Branche zu arbeiten.

Ein interdisziplinärer Studiengang wo in den ersten 2 Semestern gut herausgefiltert wird. Und genau diese 2 Semester möchte ich mit Bravur schaffen. Problem ist, ich weiß nicht wie man richtig im Studium lernt. Ich musste im Leben noch nie mein Arsch so richtig hochbekommen um ne gute Note zu erreichen, nicht mal im BWL Studium wo es um Mathematik ging.

Mathe macht mir Spaß und deswegen habe ich sehr zuversichtlich dass mir auch das Studium Spaß machen wird und ich die Motivation hoch halten kann um zu lernen. Natürlich ist es nicht so, dass ich mit der Einstellung die mein vorheriges Studium gekostet hat, nun so ein Ingenieursstudium angehen kann.

Deswegen habe ich mir schon mal Gedanken gemacht wie ich mein Studium bzw Lifestyle in etwa angehen werde:

- Kalt Duschen jeden Morgen für die nötige Energie

- NoFap für mehr Energie und Motivation

- Früher ins Bett gehen um mind. 7-8h Schlaf zu bekommen

- Kein Gras rauchen bzw andere Drogen (höchstens 1-2x im Monat am Wochenende)

- Wieder anfangen richtig zu pumpen und ne Diät reinhauen zum Ausgleich

- Jede Vorlesung besuchen und 90-100% voll dabei sein inkl. jeden Shit mitschreiben

- Nach jedem Vorlesungstag in der Hochschule bleiben und dann kurz die Vorlesungen des Tages nacharbeiten und evt. Aufgaben lösen wenn welche aufgegeben wurden inkl Laborbericht (gehe erst nach Hause wenn alles erledigt       wurde)

- Jede planmäßige Freistunde nutzen um ein Fach zu lernen

- 1-2 Monate vor den Klausuren "no reallife" starten und mehrere Stunden am Tag lernen

- Optimistisch bleiben und sich jeden Tag sagen dass man den Shit eh rasiert

 

Nur muss ich noch herausfinden wie ich am besten die Vorlesungen nachbearbeite. Aber da viel Mathematik drinnen ist, ist meine Motivation hoch Probleme bzw Aufgaben gelöst zu bekommen.

Hat jemand Anregungen und Tipps für mein neues Leben zum Streben nach guten Noten? Vllt. auch wie man am besten die Zeit im Studium managed?

 

 

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Zum Implementieren einer neuen Gewohnheit muss  man es etwa einen Monat üben. Jeden Tag.
Man sagt, man kann eine, maximal 2 neue Gewohnheiten gleichzeitig aufbauen.

Deine Pläne klingen toll und voll Motivation. Aber das ist so viel auf einmal, das kann niemand schaffen. Das kannst du nicht schaffen. Da wirst du scheitern. Und dann im dümmsten Fall gar nichts mehr machen.

Reduziere deine Pläne massiv, setze Prioritäten. Nimm dir vor, was du schaffen kannst. Erfolge motivieren dich. Wenn du ständig scheiterst, wirst du schnell aufgeben.

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Vielen Dank Care Free, hat mich echt inspiriert.

Habe die ersten vier Lebensänderungen eigentlich schon länger am laufen zzgl. jeden Morgen 13 min. Meditieren. Also bleibt jetzt nicht sooo viel über was ich ändern muss, nur eben meine Lerneinstellung. :)

Werde dann so in einem Monat berichten ob der Start geklappt hat.

Peace 

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1. FOKUSSIEREN

Deine Liste hat ca. 37 unwichtige Sachen drin, die halt momentan irgendwie modern und cool sind.
Nutzen immens klein, Aufwand groß.
Wahrscheinlich benötigst du einen Zettel, um überhaupt zu wissen, was nun dein nächster Schritt sein soll.
Das raubt Energie und bricht vielen Leuten dann eher das Genick.

Oder mal anderst herum betrachtet: Würdest du deine Mission als erfolgreich ansehen,
wenn du alle diese Mikromanagementhabits (Cold Shower, No Fap, kein Gras etc.) schafftst,
aber jede Woche nur 5h lernst und dann durch die Klausuren hagelst? Wahrscheinlich nicht.

Jeden Tag (7, nicht 5) um 7 Uhr aufstehen, 10 Pomodoros je 30min durchziehen über den Tag verteilt.
Dann merkst du sehr schnell, dass du keine Cold Showers mehr benötigst,
wenn du durch Lernen rasierst und nicht durch eine verkackte Dusche.

Das Geheimnis ist, das WICHTIGE vom Unwichtigen zu unterscheiden und dadurch die Big Wins einzufahren.
 

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Am 4.10.2017 um 16:53 , MC-Brot schrieb:

- 1-2 Monate vor den Klausuren "no reallife" starten und mehrere Stunden am Tag lernen

Das bringt dir ziemlich sicher nichts. Du unterliegst der Annahme, mehr Zeit bedeutet auch mehr Lernerfolg. Qualität ist aber viel wichtiger als die Quantität. Nimm dir lieber täglich (an 5 Tagen der Woche) 1-1,5 Stunden Zeit um zu lernen. Plane dir auch vor Prüfungen deine Lernzeiten und Freizeiten sinnvoll ein. Mehr als über den Tag verteilt 4 Stunden intensives lernen und vielleicht noch 2 Stunden wo man den Stoff nur durcharbeitet bringen nichts. 

Vor Prüfungen würde ich aber Freizeitaktivitäten vermeiden die dir am nächsten Tag noch nachhängen. Also langes Fortgehen, ewig in der Nacht zocken oder stundenlang im PUF lesen. Aber gegen vorher eingeteilte 1-2 Stunden mit Freunden 1! Bier trinken spricht nichts. 

Studieren ist dein Job, also behandel dein Studium auch so. Überstunden kommen vor, sollten aber nicht die Regel sein. Aber wenn du dich wirklich täglich mit deinem Studium beschäftigst, dann sind die Prüfungen auch deutlich einfacher. 

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So Leute, nun sind mittlerweile fast 4 Wochen Studienzeit rum und möchte euch mal einen kleinen Zwischenbericht geben.

Habe bis jetzt die Motivation gehabt jede Vorlesung daheim nachzuarbeiten, alle Aufgaben unmittelbar zu erledigen wenn ich daheim war und Sachen vertieft zu recherchieren die ich nicht verstanden habe. Und das Beste ist, ich muss mich noch nicht mal zwingen. Ich habe im Moment so einen Vibe, dass ich Wissensdurstig bin. Das Studium interessiert mich und während der Vorlesung ist die Frage nach "wie viel Minuten noch bis zur Pause?" so gut wie verschwunden. Ja gut, es gibt paar Ausnahmen wenn man mal nen schlechten Schlaf hatte, aber das ist nebensächlich.

Ich sitze immer da und rekonstruiere mir parallel im Kopf was der Prof. grad da vorne aufgibt, ich denke also aktiv mit. Ich bin immer wieder neugierig was als nächstes kommt, wie schwer es sein wird. 

Besuche auch jedes Tutorium, auch wenn es heißt dass ich 3x in der Woche erst um 17.30 Uhr heim komme, bin aber trotzdem bestens gelaunt weil mir die Aufgaben ja selbst Spaß bereiten und ich mit coolen Leute abhänge. Ich habe wieder diesen Drang etwas zu lösen, fühlt sich gut an.

Schlaf bekomme ich mehr oder weniger gut hin, wenn ich aber um 17.30 heim komme und noch bis ca. 19-20 Uhr was für die HS mache, will ich noch Zeit für mich und mich auch eventuell mit Freunden treffen, deswegen gehe ich ab und zu erst gegen 23-0 pennen. Bin aber trotzdem fokussiert dabei.

 

Das einzige Manko ist Mathe. Nicht weil mir Mathe allgemein schwer fällt, im Gegenteil. Sondern weil wir den verhasstesten Prof. in Mathe haben der uns noch auf Diplom Ing. Niveau prüft. Habe mit 3 verschiedenen Leuten aus 3 verschiedenen Semestern und Studiengänge geredet die ihn in Mathe hatten. 

Resultat: 80-90% Durchfallquote, beste Note 3,7; 4,0 überwog bei denjenigen die bestanden haben. 

Da ich einen 1,x Schnitt anstrebe und der Shit 7 Credits gibt, ist das natürlich ein großer Druck für mich, vor allem weil mein Mathe nun paar Jährchen her ist. Wenn ich nun für Mathe viel pauke um zu bestehen, leiden die anderen Fächer darunter. Ich hätte die Möglichkeit die Mathe Klausur nächstes Semester zu schreiben, aber ich wollte eigentlich nicht schieben. Und ne 2,x bei dem größten Bastard Mathe Prof der HS wäre für mich sowieso der Überbringer.

Realistisch gesehen wird mein Schnitt aber bei 2,x liegen, werde meine Ziele trotzdem hoch stecken weil es mich anstrebt.

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In einer Woche fangen die ersten Prüfungen an und bin sehr zuversichtlich, aber irgendwie umschleicht sich in mir ein unbewusstes negatives Gefühl das ich im Moment zu wenig mache.

In einer Woche schreibe ich Technische Mechanik 1 und habe den Stoff schon vor einem Monat im Handumdrehen gemeistert. Alle verfügbaren Altklausuren von TM1 packe ich mit Leichtigkeit und muss demnach eigentlich nichts mehr großartig dafür machen um ne 1,x zu bekommen. Habe mir sogar Fachwerke innerhalb von 5h selbst beigebracht und musste demnach nicht mehr die Vorlesung besuchen da dies das letzte Thema ist.

Physik habe ich vor nem Monat so richtig gehasst und mir den Kopf zerfickt dass ich da durchfliege. Habe dann aufgehört die Vorlesung zu besuchen da der Prof den Stoff nur durchrusht und man sich echt dumm vorkommt. Stattdessen habe ich mir alle Themen selbst beigebracht und kann mehr oder weniger komplizierte Aufgaben lösen, muss mich nur noch etwas in die Thermodynamik einfinden. Ansonsten ist auch hier eine 1,x möglich.

Chemie werde ich auch locker bestehen da es Altklausuren vom Prof gibt und die ausm höheren Semestern haben gemeint dass es reicht mit denen zu lernen da er seine Klausuren immer nach dem gleichen Schema aufbaut. Bis jetzt 2 Stück gemacht, musste aber dennoch ins Buch spicken oder Google nutzen um eine Aufgabe lösen zu können. Ansonsten sind seine Klausuren echt einfach.

Informatik schreibe ich in 2 Wochen, habe dafür aber am wenigsten gemacht da der Stoff so trocken ist. Zum Glück darf man sich einen zweiseitigen Spickzettel mitnehmen. Aber hier rechne ich nicht mit einer guten Note, da ich irgendwie keine Motivation aufbringen kann dafür so richtig zu lernen.

Die Werkstoffprüfung besteht aus 80 Single-Choice Fragen. Vor den Weihnachtsferien habe ich da jede Vorlesung besucht aber irgendwann wurde der Stoff zu träge, dass ich mich nicht mehr fokussieren konnte. Hole den Stoff aber trotzdem nach indem ich mir das Ganze in Ruhe durchlese und hoffe mein Unterbewusstsein speichert es ab. Seine Klausur ist einfach zu bestehen, aber ne gute Note zu schreiben ist schwer.

Mathe 1 schiebe ich weil der Prof einfach ein Bastard ist. Durchfallquote 4,0 und Durchschnitt der Bestandenen liegt bei 3,7-4. Ich kann mir nächstes Semester aussuchen bei wem ich dann Mathe nachholen kann und somit eine bessere Note erzielen.

 

Naja und nun zum Problem:

Ich chill mir seit den Weihnachtsferien so richtig den Arsch ab habe ich das Gefühl und somit irgendwie auch ein schlechtes Gewissen. Für TM1 muss ich nichts mehr großartiges machen, für Physik eigentlich auch nicht, Chemie reicht aus ein paar Tage davor zu lernen (habe in den Winterferien eigentlich schon gut dafür gelernt) so wie für Werkstoffe. Besuche keine Vorlesung mehr weil ich sie nicht mehr als Nötig erachte. Lerne jetzt höchstens 1-2 Stunden am Tag und irgendwie hab ich auch kein Bock zu lernen, manchmal gönn ich mir auch überhaupt einen Tag frei. Ich will hier nicht auf cool machen dass ich Hochintelligent bin, aber irgendwie kommt es mir verdächtig einfach vor. 

Ich meine, ich studiere Verfahrenstechnik, ein Ingenieursstudiengang und ich hörte immer Geschichten wie dass man mindestens 6 Stunden am Tag lernen muss in der Prüfungsphase, um gut durchzukommen. Geschichten wo sich Leute 2 Wochen vor den Klausuren in ihrem Zimmer einsperren um zu pauken. Und das macht mir Angst. Angst dass ich das Ganze unterschätze und auf die Fresse fliege, aber ich kann einfach nicht anders als es so einzuschätzen. 

Aber möglicherweise liegt es einfach daran, dass ich seit Tag 1 im Studium, jeden Tag die Vorlesung nachgearbeitet habe. Zwar nicht so intensiv, aber mir die Mitschriebe noch mal durchgelesen und im Buch dann das Thema noch mal angeschaut und überflogen. Habe auch jedes Tutorium besucht und die Aufgaben gemacht. Eigentlich jeden Tag 1-2 Stunden nach der Vorlesung ins Lernen investiert, manchmal auch 3-4. Und da ich Mathe1 schiebe, ist schon mal das lernintesivste Fach weg.

Dies ist ein kognitives Problem. Ich bin gefühlt gut vorbereitet, aber da ich Studium immer mit viel Stress und gegen Ende mit "no real life" Verbinde, bauscht sich in mir so ein leichtes Unwohlsein auf. 

Ist das normal, wenn man jede Vorlesung besucht und immer dabei ist, nicht mehr so viel Zeit gegen Ende investieren muss?

 

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Gast botte

Normal nicht, aber ein möglicher Lerntyp. Hab ich im Studium auch immer so gehalten: aufpassen in der Vorlesung, denn aus Büchern nacharbeiten dauerte dreimal so lang. Ging aber nicht allen so; jeder lernt etwas anders.

Ob‘s reicht, weisst Du natürlich erst nach den Klausuren. Apropos: Du könntest atürlich auch trotzdem reinhauen mit dem Anspruch, das Beste aus Dir rauszuholen, Pareto-mässig, um auch die letzten 20% Ergebnis zu ziehen.Also hervorragend zu sein statt nur ziemlich gut. Den Dampf musst Du Dir allerdings selbst machen - das Los der Begabten.

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Ich bin da ähnlich veranlagt wie du. Selbst bei Klausuren, die ich mit 1,0 bestanden hatte, hatte ich vorher oftmals das Gefühl nicht ausreichend gut vorbereitet zu sein. Am Ende des Tages ist dies aber ein nicht allzu schlechter Charakterzug, weil du so auf sehr viele Eventualitäten vorbereitet bist (ich habe mir teilweise mögliche Aufgabenkonstrunkte im Kopf weitergedacht). Wichtig ist, dass du diese Nervosität nicht in die Klausur übernimmst, sondern cool und gelassen bleibst (mir halfen versch. Atemtechniken dabei). Auch solltest du dir eine Taktik vor der Klausur zurechtlegen, sprich wie du die jeweiligen Aufgaben am besten angehst, welche Aufgaben du priorisierst und so weiter (funktioniert natürlich nur, wenn die Klausuren einem gewissen Schema folgen).

Ansonsten scheinst du ja gut vorbereitet zu sein. Spätestens, wenn diese Klausurphase vorbei ist und du entsprechend positive Ergebnisse erzielst, wirst du beim nächsten mal deutlich selbstbewusster agieren. Viel Erfolg! 

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Am 23.1.2018 um 01:36 , MC-Brot schrieb:

Naja und nun zum Problem:

Ich chill mir seit den Weihnachtsferien so richtig den Arsch ab habe ich das Gefühl und somit irgendwie auch ein schlechtes Gewissen. Für TM1 muss ich nichts mehr großartiges machen, für Physik eigentlich auch nicht, Chemie reicht aus ein paar Tage davor zu lernen (habe in den Winterferien eigentlich schon gut dafür gelernt) so wie für Werkstoffe. Besuche keine Vorlesung mehr weil ich sie nicht mehr als Nötig erachte. Lerne jetzt höchstens 1-2 Stunden am Tag und irgendwie hab ich auch kein Bock zu lernen, manchmal gönn ich mir auch überhaupt einen Tag frei. Ich will hier nicht auf cool machen dass ich Hochintelligent bin, aber irgendwie kommt es mir verdächtig einfach vor. 

Ich meine, ich studiere Verfahrenstechnik, ein Ingenieursstudiengang und ich hörte immer Geschichten wie dass man mindestens 6 Stunden am Tag lernen muss in der Prüfungsphase, um gut durchzukommen. Geschichten wo sich Leute 2 Wochen vor den Klausuren in ihrem Zimmer einsperren um zu pauken. Und das macht mir Angst. Angst dass ich das Ganze unterschätze und auf die Fresse fliege, aber ich kann einfach nicht anders als es so einzuschätzen. 

Aber möglicherweise liegt es einfach daran, dass ich seit Tag 1 im Studium, jeden Tag die Vorlesung nachgearbeitet habe. Zwar nicht so intensiv, aber mir die Mitschriebe noch mal durchgelesen und im Buch dann das Thema noch mal angeschaut und überflogen. Habe auch jedes Tutorium besucht und die Aufgaben gemacht. Eigentlich jeden Tag 1-2 Stunden nach der Vorlesung ins Lernen investiert, manchmal auch 3-4. Und da ich Mathe1 schiebe, ist schon mal das lernintesivste Fach weg.

Dies ist ein kognitives Problem. Ich bin gefühlt gut vorbereitet, aber da ich Studium immer mit viel Stress und gegen Ende mit "no real life" Verbinde, bauscht sich in mir so ein leichtes Unwohlsein auf. 

Ist das normal, wenn man jede Vorlesung besucht und immer dabei ist, nicht mehr so viel Zeit gegen Ende investieren muss?

 

Wenn die 1,0 das Ziel ist, brauchst du Routine. Den Stoff zu packen ist das eine, bei mir im Grundstudium gab es in fast jeder Klausur eine extreme Zeitrestriktion, sodass man extrem schnell sein musste.

Mitarbeiten im Semester hilft sicherlich ungemein, den Stoff gut verstanden zu haben. Ich hab ehrlich gesagt eigentlich nie mitgearbeitet, aber dennoch würde mich deine Aussage was Lernbelastung angeht auch etwas stutzig machen. Auch die die mitarbeiten lernen normal in den Klausurphasen im Grundstudium pro Semester 6-8 Wochen 8h am Tag.

Studierst du an ner FH? Dann sieht das eben einfach etwas anders aus was Härte in Klausuren und Tiefe der Theorie angeht.

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Am 23.1.2018 um 14:36 , saian schrieb:

Da kommen einfach einige Bias zusammen:

- Jemand trägt in den Kalender "10-16 Uhr Bib" ein. So, also erstmal Tisch einrichten, kurz einen Kaffee, paar Leute begrüßen - 10.20. Kurz noch Mails checken. Bisschen was machen, drumherum labern die Leute. 14 Uhr noch kurz einen Snack. Zweimal Toilette. 15.40 zum Bus, 16.15 zuhause. Da werden aus 6h des Kalenders mal schnell 4h "etwas gemacht, was im Ansatz mit Lernen zu tun hat". Und daraus werden schnell mal 2h "Fokussiertes Arbeiten auf stufe 9/10 oder 10/10".
- Es ist ganz normal, dass man gerne mal in puncto "Fleiß" übertreibt. Da werden aus 4h mal gerne 6h. Oder aus 5 Tagen 1 Woche
- aus der Erinnerung heraus erzählte Zahlen sind eh nicht verlässlich
- man möchte den Mythos seines tollen Studiums erhalten

Abgesehen davon sind 2h täglich für 12 Wochen ca. 170h Lernen. Das sind 5 Wochen Vollzeitlernen.
Dabei muss man auch beachten, dass der hintere Teil der Stundenzahl eines Tages massiv an Effektivität abnimmt.
Bei mir sieht das so aus:
Stunde 1: 9/10 Effektivität
Stunde 2: 10/10
Stunde 3: 7/10
Stunde 4: massive Abnahme, ~4/10
Deshalb mache ich mittlerweile max 2h am Stück, mache 1-2h Pause, so dass ich mehrere 2h-Pakete mache.
Eine achte Stunde mit Effektivität 2/10 ist halt für den Arsch.

Ich hab im Studium die Vorlesungen auf 1,5-fach Speed angehört, dazu das Skript zusammengefasst.
Fragen erstellt im Stile "Was ist x?" und "Warum ist y passiert?" und in Anki eingetragen.
Anki dann nach dessen Algo immer für 15min wiederholt.
Jede Klausur easy gegrindet mit 1-2.
Rechenkram habe ich so lange geübt, bis ich virtuelle Aufgaben im Selbstgespräch einer imaginären Person erklären konnte.
Bei täglicher Arbeit entstehen meiner Erfahrung nach extreme "Zinseszinseffekte".
Das heute Gelernte hilft morgen neu Gelerntes einfacher zu verstehen.

Kann ich so nicht unterschreiben, klingt nicht als ob du Ingenieurwissenschaften studiert hast oder etwa doch?

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Am 17.2.2018 um 22:31 , Lupino schrieb:

Wenn die 1,0 das Ziel ist, brauchst du Routine. Den Stoff zu packen ist das eine, bei mir im Grundstudium gab es in fast jeder Klausur eine extreme Zeitrestriktion, sodass man extrem schnell sein musste.

Mitarbeiten im Semester hilft sicherlich ungemein, den Stoff gut verstanden zu haben. Ich hab ehrlich gesagt eigentlich nie mitgearbeitet, aber dennoch würde mich deine Aussage was Lernbelastung angeht auch etwas stutzig machen. Auch die die mitarbeiten lernen normal in den Klausurphasen im Grundstudium pro Semester 6-8 Wochen 8h am Tag.

Studierst du an ner FH? Dann sieht das eben einfach etwas anders aus was Härte in Klausuren und Tiefe der Theorie angeht.

Jop studiere an ner FH und ich muss sagen, ich hätte mir die Klausuren viel schwieriger vorgestellt. 

Aber möglicherweise lag es einfach daran, dass ich das Ingenieursstudium zu "elitär" angesehen habe. Viele Studienabbrecher, entweder freiwillig sowie auch durch einen Verfehlten 3. Versuch.

Habe nun nen Schnitt von ca. 1,8. Habe aber Mathe nicht mit geschrieben und der Schnitt lag da auch um die 4,1 da der Prof. ans oberste Niveau anknüpft. 

Bin trotzdem zufrieden und stolz auf mich dass ich während dem 1. Semester voll dabei war und ich gut abgeschnitten habe. Ich habe mir zumindest bewiesen, dass in mir Potential steckt und da ist noch viel Luft nach Oben. 

War ja erst das 1. Semester und die Motivation ist da bekanntlich am höchsten, aber ich werde trotzdem auch noch das 2. Semester rasieren, meine Motivation hat sich mittlerweile durch den guten Schnitt gestärkt.

Btw. kann mir jemand ein gutes Mathe Buch auf FH-Ingenieur Niveau empfehlen? Wollte die nächste Woche mal so jeden Tag 1-2h Mathe lernen.

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Sei stolz drauf und nimm den Schwung mit! Ich kann dir auch nur raten frühzeitig Praxiserfahrung zu sammeln in Form von Werkstudent/Hiwi o.Ä.

Bzgl Buch: Mathematik für Naturwissenschaftler und Ingenieure (Lothar Papula), das müsste gut passen.

Mathe ist im Ingenieurstudium "nur" rechnen auf Zeit nach Kochrezept, das kann man alles gut lernen mit ausreichen Vorbereitung, egal bei welchem Prof.

 

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Am 21.2.2018 um 20:54 , Lupino schrieb:

Sei stolz drauf und nimm den Schwung mit! Ich kann dir auch nur raten frühzeitig Praxiserfahrung zu sammeln in Form von Werkstudent/Hiwi o.Ä.

Bzgl Buch: Mathematik für Naturwissenschaftler und Ingenieure (Lothar Papula), das müsste gut passen.

Mathe ist im Ingenieurstudium "nur" rechnen auf Zeit nach Kochrezept, das kann man alles gut lernen mit ausreichen Vorbereitung, egal bei welchem Prof.

 

Cool danke, das bietet unserer FH sogar als kostenloses Ebook an.

Ich musste mich heute leider mit einem kleinen Rückschlag auseinandersetzen.

Und zwar kamen heute die Physik Noten online. Habe mit ner 2 oder besser gerechnet, da Physik das Fach auf das ich am meisten gelernt und verstanden habe.

Muss mich nun mit ner 4 zufrieden geben...

War bei der Klausur durchgehend nervös da mich schon die erste Aufgabe aus dem Konzept brachte, konnte mich aber leicht fangen als ich dann die 2. Aufgabe gemacht habe.

Der Prof und Tut sagten beide dass es unmöglich sei, alle Aufgaben in der Zeit zu lösen und deswegen schon 70% für ne 1,0 reichen.

Wollte aber unbedingt alle Aufgaben rechnen und bin demnach durchgerusht. Die Aufgaben kamen mir auch recht easy vor, auch die 1. habe ich noch gepackt nach mehrmaligem Rechnen und durchstreichen.

Dabei sind anscheinend viele Leichtsinnsfehler eingeflossen die meinen Schnitt jetzt auf ne 2,2 setzten.

Sogar Leute denen ich paar Tage davor in Physik geholfen habe, sind mit ner 1,7-2,3 rausgekommen. Demnach versuche ich in Zukunft bei jeder Klausur gechillt zu bleiben, denn eigentlich hat man verdammt viel Zeit, egal was die Anderen sagen. Bin gespannt wie die Klausureneinsicht ausschaut.

Naja shit happens, am Ende macht die 4 auch nur noch 0,01 im Schnitt aus.

Ausgeheult, fehler reflektiert, daraus gelernt und abgehakt.

Dies gibt mir einen weiteren Kick Richtung Ehrgeiz und komme somit besser raus als zuvor :)

 

 

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Hey,

wegen deiner Physiknote, wenn du total unglücklich mit der 4.0 bist, dann geh zum prof und lass dich nachträgilch durchfallen, dann kannst du sie im nächsten Semester nochmal schreiben.

Ich hab mein Informatikstudium (FH) mit einem 1, duchschnitt geschafft mit einem Semester über der Regelstudienzeit. Das extra Semester kam weil in unserem Studienfahrplan nur 3 Monate Praxisphase vorgesehen waren und 3 Monate Bachelorarbeit. Ich hatte stattdessen 6 Monate praxis gemacht und dann im letzten Semester nur Bachelorarbeit und Wahlfächer auf die ich noch Bock hatte. Ich habe nur einmal eine Klausur geschoben, einmal in einer Durchgefallen und eine hab ich mit 3,8 bestanden. Die geschobene und wiederholte klausur habe ich dann auch alle jeweils mit 1, geschafft.

Ich habe überwiegend gelernt wie @saian es beschrieben hat. Ich habe eigentlich immer nur zuhause gelernt weil ich es in meinem eigenen Zimmer an meinem Schreibtisch am gemütlichsten fand. Nur kurz vor der Klausur habe ich mich mit anderen in der Uni getroffen. Ich war in fast jeder VL. In der VL habe ich auf Schmierzetteln mitgeschrieben und diese dann zuhause nochmal in schön aufgeschrieben und aufgearbeitet. Im anschluss für den rest meiner Kommilitionen gescannt und in die Dropbox hochgeladen. Das waren immer so 1-2 h pro Tag. Dann habe ich mir klare Ziele gesetzt was ich erreichen möchte bei einer Lerneinheit. Also sowas wie: eine alte Klausur durchrechnen, eine Programmieraufgabe abschließen, 5 anki einheiten positiv abschließen usw. Zusätzlich habe ich mir einen Wecker auf 2 h gestellt und ausserdem ein Schild an die Tür gehängt das ich um XX Uhr Zeit habe, als hinweis für Mitbewohner die sonst gerne auch mal alle 10 Minuten reinkommen und nerven. Ausserdem hatte ich vorab den Schreibtisch aufgeräumt und vorbereitet. Alle benötigten Arbeitsmaterialien bereit gelegt, was zu trinken und zu snacken. Dann eine blocker browser extension angemacht die bestimmte webseiten blockiert, alle messenger aus und telefon auf nicht stören modus gestellt und weggelegt. Dann habe ich wirklich 2h lang konzentriert gearbeitet bis der wecker geklingelt hat. Ich hab mir ausserdem immer Notizen gemacht wenn ich was nicht verstanden hatte um das dann in der Nächsten VL mit dem Prof zu besprechen. Im Anschluss gabs 30 minuten Pause, wo ich meist mit der Katze auf dem Schoß ne Folge Buffy geschaut hatte. Diese 2h Einheiten hab ich dann solange wiederholt bis ich alle meine Lernziele erreicht hatte.

In der heißen Klausurphase hab ich mich dann mit den Kollegen in der Uni getroffen. Das lief dann meist so ab das wir alte Klausuren durchgearbeitet haben. Ich hab fast immer die Rolle der Tutorin dann übernommen und anderen Leuten die Sachen erklärt, was mir die Sicherheit gegeben hat das ich Dinge jetzt wirklich verstanden habe. Wenn ich etwas nicht erklären konnte wusste ich, da muss ich nochmal nacharbeiten.

Wichtig war für mich ausserdem das ich meinen Tag und meine Woche durchstrukturiert hatte. Also wann ich zur HS fahre, wann ich lerne und wann ich arbeite (hatte eigentlich durchgängig nebenjobs mit 16-20h) Unsere FH war ziemlich 'verschult' wie man das so schön sagt, aber für mich war das ein großer Vorteil. Weil es nämlich so war das ich im jeweiligen Semester alle Kurse die ich in dem Semester nehmen musste immer in Zusammenhängenden Stundenblöcken hatte. Ich hatte also immer nur entweder Morgens oder Nachmittags VL. Nur im ersten Semester hatte ich einen extrem langen Tag (erste VL um 8, letzte endete um 19:30) mit nur mal 2h leerlauf.

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vor 8 Stunden, MC-Brot schrieb:

Der Prof und Tut sagten beide dass es unmöglich sei, alle Aufgaben in der Zeit zu lösen und deswegen schon 70% für ne 1,0 reichen.

Ich würde generell versuchen, damit aufzuhören, auf dieses Priming hereinzufallen.
Das selbe Rezept gilt für irgendwelche Durchschnittsnoten oder so Zeug.
Der Großteil der Studierenden lernt suboptimal, zu unregelmäßig und zu spät.
Klar gibt es dann 4er Schnitte.

Wir haben in den Übungen Taylorreihen berechnet und wurden extrem darauf geprimed,
dass das 10-20min dauert. Der Tutor hatte immer 3 Aufgaben dabei und wir hatten 45min Zeit,
also hat das gut gepasst.
Letzten Sommer, Jahre nach dem Studium, habe ich paar Wochen intensiv Mathe wiederholt,
genauer gesagt nach meinem Schema von oben:

Zitat

Rechenkram habe ich so lange geübt, bis ich virtuelle Aufgaben im Selbstgespräch einer imaginären Person erklären konnte.

Und siehe da, hat noch max. 5min gedauert, hauptsächlich weil ich einfach jeden Teilschritt bis zum Abwinken geübt habe.
Habe mir immer Zeitlimits gesetzt und beispielsweise erkannt, dass ich bei Taylorreihen mit e-Funktionen ewig brauche.
Deswegen das simple Ableiten davon 1000mal geübt. Und irgendwann konnte ich dann alle Teilschritte extrem gut und konnte es dann am Stück machen.
Alles eine Sache der Übung, Stichwort Deliberate Practice.

 

vor 8 Stunden, MC-Brot schrieb:

Demnach versuche ich in Zukunft bei jeder Klausur gechillt zu bleiben, denn eigentlich hat man verdammt viel Zeit, egal was die Anderen sagen.

Gechillt bleiben ist ein Ergebnis und keine Aktion.
Das erreicht man nur, indem man zig Male durch dieses Erlebnis hindurchgeht.
Mach Mock-Exams. Und nicht 1 oder 2, sondern 10, 20, 50.
Gleiche Dauer, ähnliche Umstände, ähnliche Folgen.
Nimm den Scheiß ernst.

 

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Es gibt Fächer, da muss man viel lernen. Mit weniger Fokusarbeit kommt man da nicht durch. Ich stimme der Aussage zur mangelnden Effizienz der meisten Studenten zu. Und auch, dass man während des Semesters was tun muss(zwei/drei Stunden klingen gut). In der Prüfungsphase muss bei jenen Fächern trotzdem ordentlich rangeklotzt werden. 

Ich habe mich in letzter Zeit mit dem Lernen beschäftigt und fände es cool, wenn es hier einen Austausch gäbe, falls ihr noch „Tweaks“ habt. Habe selbst einen Lernplan gefunden, mit dem ich gut fahre. Er ist von einem Ingi-Youtuber, den findet ihr leicht. Auch wenn ich etwas anderes studiere.

Ursprünglich besagt er: Von 9-12 Uhr ist Lernphase 1 mit zwischendurch 10 minütiger Pause. Dann das Mittagstief umgehen, die zweite Phase ist dann: 15-18. Und die dritte von 21-24 Uhr. Jede Phase ein anderes Fach, rotierend.

Für mich persönlich habe ich den Plan so angepasst, dass ich nur die ersten beiden Lernphasen mitnehme und jeweils in einer Stunde 10 Minuten Pause mache, dh von den drei Stunden sind jeweils 2 1/2 Stunden konzentriertes Arbeiten. Das werde ich eventuell noch anpassen. Das geniale an dieser Sache ist, dass man Mittags genug Zeit hat, zu kochen, zu essen und anschließend ein ausgiebiges Nickerchen zu machen. Danach ist man frisch für den Nachmittag. 

Kurz vor den Klausuren muss man einfach reinhauen und viel wiederholen; selbst wenn man während des Semesters was getan hat (Stichwort: Vergessenskurve).

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Habe den Beitrag gesehen und muss erstmal sagen, gratulation das scheint echt sehr gut zu laufen und mit deiner Motivation wird deine Fähigkeit zu lernen in nächster Zeit nur noch besser werden (ist wie alles auch ein Skill der sich mit der Zeit von selbst verbessert).

Eine Sache wollte ich unbedingt anmerken - glaube nicht die limiting beliefs von gewissen postern hier, dass z.B. nur 2 Stunden lernen am Tag wirklich besser funktioniert als den ganzen Tag lernen. Wenn du genug Motivation mitbringst (+evtl. Spaß daran, Wettbewerbsgeist und die Fähigkeit  dich zu pushen) kannst du auch die Tage vor der Prüfung 12-14 Stunden am Tag effektiv lernen. Also solange du nicht ausbrennst und die Motivation da ist, geht auf jeden Fall immer noch mehr.

Ich persönlich mache gerade meinen Master an einer der Top 5 Wirtschaftsunis Europas und habe einen Notenschnitt in den Top 5%. Ich bin zwar während den Vorlesungen eigentlich immer anwesend, beginne aber dann wirklich meist erst 2-3 Tage vor der Prüfung zu lernen - mache dann aber von 9 Uhr morgens bis 1 Uhr nachts. Da sind natürlich schon kurze Pausen für Essen und teilweise auch ablenken drin, aber dadurch dass ich bei der Prüfung exzellent abschneiden will, schaffe ich es wirklich 80-90% der Zeit davon hochkonzentriert zu sein.

Ums nochmal zu wiederholen - hau rein und hol das Maximum aus dir raus. Es ist unglaublich, was möglich sein kann.

Btw, Dinge wie sehr stark auf Ernährung achten, meditieren, viel Sport habe ich früher auch gemacht, bin aber was das angeht momentan sehr faul. Also esse semi-gesund, mache keinen Sport und meditiere nicht mehr. Die results (Noten und beruflich) sind trotzdem besser geworden (hatte die ganzen habits schon wirklich ~2 Jahre durchgezogen gehabt). Imo ist einfach 90% innere Motivation, wobei die "gesunden" habits helfen können auf die richtige Bahn zu kommen.

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Mit Stoppuhr 4 Stunden netto lernen war irgendwas von 10-17 Uhr, wenn ich mich recht entsinne (ist ja schon länger her, als heutige Studenten alt sind.)

Gibt auch unterschiedliche Facharten. Bei manchen platzt einem der Kopf nach der Zeit (Mathe-Grundlagen mit Sütterlin-Buchstaben und Symbolen, verglichen mit denen der Stein von Rosetta wie ein  Kinderbuch in Großdruck wirkt), bei anderen kommt man mit lange durchhaltbarer mäßiger Anstrengung in so eine Art schwebende Erkenntniswolke, mit deren Hilfe man dann neue Details versteht und verfestigt. Hört man auf, ist die Wolke weg und man fängt am nächsten Tag bei 0 an. Beispiel ein fettes englisches Buch über Datenbanken. Erstmal muß man sich die Nomenklatur anlesen, dann die Systembestandteile und dann erst kann man sich die verschiedenen Verfahren nacheinander reinziehen und verstehen. Und das geht dann tatsächlich mal 10 Stunden am Stück. Weils von der Hirnleistung her eher flach ist wie ein 10 oder 20 km-Marsch. Statt nem 1000m-Sprint oder der Eiger-Nordwand.

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Am 2/26/2018 um 08:05 , HeadsUpNL schrieb:

Habe den Beitrag gesehen und muss erstmal sagen, gratulation das scheint echt sehr gut zu laufen und mit deiner Motivation wird deine Fähigkeit zu lernen in nächster Zeit nur noch besser werden (ist wie alles auch ein Skill der sich mit der Zeit von selbst verbessert).

Eine Sache wollte ich unbedingt anmerken - glaube nicht die limiting beliefs von gewissen postern hier, dass z.B. nur 2 Stunden lernen am Tag wirklich besser funktioniert als den ganzen Tag lernen. Wenn du genug Motivation mitbringst (+evtl. Spaß daran, Wettbewerbsgeist und die Fähigkeit  dich zu pushen) kannst du auch die Tage vor der Prüfung 12-14 Stunden am Tag effektiv lernen. Also solange du nicht ausbrennst und die Motivation da ist, geht auf jeden Fall immer noch mehr.

Ich persönlich mache gerade meinen Master an einer der Top 5 Wirtschaftsunis Europas und habe einen Notenschnitt in den Top 5%. Ich bin zwar während den Vorlesungen eigentlich immer anwesend, beginne aber dann wirklich meist erst 2-3 Tage vor der Prüfung zu lernen - mache dann aber von 9 Uhr morgens bis 1 Uhr nachts. Da sind natürlich schon kurze Pausen für Essen und teilweise auch ablenken drin, aber dadurch dass ich bei der Prüfung exzellent abschneiden will, schaffe ich es wirklich 80-90% der Zeit davon hochkonzentriert zu sein.

Ums nochmal zu wiederholen - hau rein und hol das Maximum aus dir raus. Es ist unglaublich, was möglich sein kann.

Btw, Dinge wie sehr stark auf Ernährung achten, meditieren, viel Sport habe ich früher auch gemacht, bin aber was das angeht momentan sehr faul. Also esse semi-gesund, mache keinen Sport und meditiere nicht mehr. Die results (Noten und beruflich) sind trotzdem besser geworden (hatte die ganzen habits schon wirklich ~2 Jahre durchgezogen gehabt). Imo ist einfach 90% innere Motivation, wobei die "gesunden" habits helfen können auf die richtige Bahn zu kommen.

Ich glaube du hast noch den Konsum von unethischen Mengen an Energy Drinks und Ritalin vergessen. 

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Am 26.2.2018 um 01:05 , HeadsUpNL schrieb:

Habe den Beitrag gesehen und muss erstmal sagen, gratulation das scheint echt sehr gut zu laufen und mit deiner Motivation wird deine Fähigkeit zu lernen in nächster Zeit nur noch besser werden (ist wie alles auch ein Skill der sich mit der Zeit von selbst verbessert).

Eine Sache wollte ich unbedingt anmerken - glaube nicht die limiting beliefs von gewissen postern hier, dass z.B. nur 2 Stunden lernen am Tag wirklich besser funktioniert als den ganzen Tag lernen. Wenn du genug Motivation mitbringst (+evtl. Spaß daran, Wettbewerbsgeist und die Fähigkeit  dich zu pushen) kannst du auch die Tage vor der Prüfung 12-14 Stunden am Tag effektiv lernen. Also solange du nicht ausbrennst und die Motivation da ist, geht auf jeden Fall immer noch mehr.

Ich persönlich mache gerade meinen Master an einer der Top 5 Wirtschaftsunis Europas und habe einen Notenschnitt in den Top 5%. Ich bin zwar während den Vorlesungen eigentlich immer anwesend, beginne aber dann wirklich meist erst 2-3 Tage vor der Prüfung zu lernen - mache dann aber von 9 Uhr morgens bis 1 Uhr nachts. Da sind natürlich schon kurze Pausen für Essen und teilweise auch ablenken drin, aber dadurch dass ich bei der Prüfung exzellent abschneiden will, schaffe ich es wirklich 80-90% der Zeit davon hochkonzentriert zu sein.

Ums nochmal zu wiederholen - hau rein und hol das Maximum aus dir raus. Es ist unglaublich, was möglich sein kann.

Btw, Dinge wie sehr stark auf Ernährung achten, meditieren, viel Sport habe ich früher auch gemacht, bin aber was das angeht momentan sehr faul. Also esse semi-gesund, mache keinen Sport und meditiere nicht mehr. Die results (Noten und beruflich) sind trotzdem besser geworden (hatte die ganzen habits schon wirklich ~2 Jahre durchgezogen gehabt). Imo ist einfach 90% innere Motivation, wobei die "gesunden" habits helfen können auf die richtige Bahn zu kommen.

Dem stimme ich weitestgehend zu. Diese ganzen Ratgeber, die zu 6h effektiv lernen raten, kann ich aus meiner Studienerfahrung auch nicht unterstützen. Habe jedes Semester ca. 2 Monate 8-15h am Tag in der Bibliothek verbracht nicht weil das so viel Spaß macht, sondern weil als krasses Beispiel an nem 14h Lerntag eben doch deutlich mehr geht als in den "lieber 7h effektiv lernen". Würde nicht sagen doppelt so viel, aber doch mindestens 1,6/1,7x.

2-3 Tage vor der Prüfung mit 15h Tagen zu exzellenter Note erfüllt für mich jedes Wiwi-Klischee 😜

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Am 27.2.2018 um 16:09 , Lupino schrieb:

Dem stimme ich weitestgehend zu. Diese ganzen Ratgeber, die zu 6h effektiv lernen raten, kann ich aus meiner Studienerfahrung auch nicht unterstützen. Habe jedes Semester ca. 2 Monate 8-15h am Tag in der Bibliothek verbracht nicht weil das so viel Spaß macht, sondern weil als krasses Beispiel an nem 14h Lerntag eben doch deutlich mehr geht als in den "lieber 7h effektiv lernen". Würde nicht sagen doppelt so viel, aber doch mindestens 1,6/1,7x.

2-3 Tage vor der Prüfung mit 15h Tagen zu exzellenter Note erfüllt für mich jedes Wiwi-Klischee 😜

Ich weiß das ist jetzt schon was her - bin hier etwas inaktiv. Aber habe das wirklich gemacht, hatte aber ein System an der Uni das anders ist als in DE, mit mehreren Prüfungen pro Monat, somit wäre mehr als eine Woche (teilweise 2) lernen auch kaum drin gewesen.

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