Diskretion in offener Beziehung, Vertrauensbruch, sich selbst verzeihen

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Gast eswareinmal

Kann sein, aber ich finde, es kann andere Gründe geben, weshalb man nicht möchte, dass darüber gesprochen wird. SimoneB und Jon29 haben mit bestimmten Sexpraktiken oder dem Inhalt vom Dirty Talk ja schon Beispiele gebracht, in denen man gut nachvollziehen kann, dass jemand das nicht breitgetreten haben will. Aber auch wenn alles stinknormal läuft und keinerlei komische Meinungen zu befürchten sind, muss man doch respektieren, wenn jemand einfach nicht will, dass seine Sexualität und Intimsphäre mit Freunden und Bekannten thematisiert wird. Und dass auch mit anderen gevögelt werden darf inkl. die dazugehörenden Regeln, gehört für ihn offenbar zu diesem inneren Raum seiner Intimsphäre, den er vor anderen schützen will. Vermute ich zumindest. Da muss er keine objektiven schlechten Folgen befürchten und kann auch vollkommen mit der Lage an sich zufrieden sein.

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Ich kann beide Seite verstehen.

Auf der einen Seite möchte dein Freund nicht, dass du darüber sprichst. Punkt. Warum, ist ja erstmal völlig irrelevant. Selbst, wenn es ihm unangenehm ist vor anderen oder er doch Angst hat, dass man über ihn schlecht redet ... bla bla ... das ist seine Kiste. Er hat es an die TE herangetragen und er möchte es nicht. Das ist erstmal zu akzeptieren.

Auf der anderen Seite steht die TE mit IHREN Bedürfnissen. Als sie der Vereinbarung zugestimmt hat, war sie sich dessen vielleicht noch nicht bewusst, aber jetzt schon. Dass es ihr wichtig ist, zeigt sich ja daran, dass sie sich nicht an die Absprache gehalten hat. Ihr Bedürfnis darüber zu reden, ist also sehr groß. Punkt.

Nun treffen zwei gegensätzliche Bedürfnisse aufeinander. Der Partner der nicht reden will und die TE, die reden will. Und wie bei allen gegensätzlichen Bedürfnissen muss in einer Beziehung ein Kompromiss gefunden werden. Das könnt aber nur ihr beide klären. Du musst ihm deutlich machen, dass sich dein Bedürfnis geändert hat und ihr müsst gemeinsam eine Lösung finden, die euch zufrieden stellt.

Dass du die Absprache gebrochen hast, ist natürlich nicht schön, aber du hast es aus deinem Bedürfnis heraus getan und nicht, um ihm zu schaden. Welche Konsequenz er jedoch daraus zieht, ist seine Sache. Mehr als dich entschuldigen, kannst du nicht. Ein "er darf mich auch verletzen" würde ich daraus aber nicht ableiten. Aus zweimal Unrecht wird kein Recht.

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So einfach würde ich das nicht sehen. Man kann keine Probleme lösen wenn man die Ursachen nicht bekämpft. Wenn hier ein Kompromiss getroffen wird ist das einer zu Gunsten der TE. Man sollte beleuchten warum er diese Absprache wollte wie genau die offene Beziehung gelagert ist, dann kann man weitersehen. Wenn er konsequent wird trennt er sich, da die TE seine Gefühle und ihn selbst nicht respektiert - klar jetzt hat sie ganz schlimme Schuldgefühle und alles tut ihr furchtbar leid, aber bestimmt vorher dreimal im eigenen Ermessen für ihren Partner wem sie was sagen darf über seinen Kopf hinweg.

@DramaQueen007 in diesem Sinne sind Gründe nicht unerheblich, da sie oft die Grundlage unseres Handels sind. Mag sein dass ihr Bedürfnis darüber zu reden groß ist, denn sie wird darauf aus sein diese Regel zu ihren Gunsten abzuschaffen - Rosinenpickerei. Es war nicht ihr Bedürfnis es war mangelnder Respekt ihrem Partner gegenüber.

bearbeitet von CrazyFox86
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vor 30 Minuten, CrazyFox86 schrieb:

Wenn hier ein Kompromiss getroffen wird ist das einer zu Gunsten der TE.

Aber weil die Ausgangssituation zugunsten ihres Freundes war, wenn du auf dieser Ebene argumentieren willst.

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vor 1 Stunde, DramaQueen007 schrieb:

Dass du die Absprache gebrochen hast, ist natürlich nicht schön, aber du hast es aus deinem Bedürfnis heraus getan und nicht, um ihm zu schaden. 

Naja, das ist für mich kein Argument. Denn mit eigenem Bedürfnis kann man sich alles zurecht argumentieren. Von heimlichen Fremdgehen bis zu Ladendiebstahl. 

Und dass TE dem Partner schadet, hat sie meinem Verständnis nach billigend in Kauf genommen. Klar kann man die eigenen Bedürfnisse über die des Partners stellen. Aber dann nicht rumheulen, wenn er es auch tut. 

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vor 21 Stunden, Max--Power-- schrieb:

. Man schweigt nicht über etwas, zu dem man steht.

 

Ich finde Pickup gut und habe es ausgelebt. Dennoch würde mir nie in den Sinn kommen, dazu offen zu stehen, weil ich keine Lust habe auf die öffentlichen Reaktionen und es mir extrem unangenehm wäre.

Bei offenen Beziehungen ist doch klar, dass wenn sie es öffentlich macht, dann HInz und Kunz bald Bescheid wissen. Sowas spricht sich dann rum wie ein Lauffeuer bis zum Arbeitgeber. Ne, muss wirkrlich nicht sein. Das Sexualleben ist privat und erst Recht, wenn etwas außerhalb der Norm ist.
Nur weil man etwas privat halten will, heißt das nicht, dass man sich dafür schämt.

 

Das ist wirklich die Facebook-Generation: Alles was man nicht öffentlich machen will, ist verdächtig und einemwird "Verheimlichung" vorgeworfen.

bearbeitet von jon29
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vor 8 Minuten, jon29 schrieb:

Dennoch würde mir nie in den Sinn kommen, dazu offen zu stehen, weil ich keine Lust habe auf die öffentlichen Reaktionen und es mir extrem unangenehm wäre.

Kann ich nicht nachvollziehen. Wenn ich nicht offen zu etwas stehen kann, macht es mir auch keinen Spaß das auszuleben. Im Endeffekt läuft es doch eh darauf hinaus, dass einer der Partner mit dem man geschlafen hat, davon erzählt und es dann die Runde macht. Oder geht man vorher taktisch an die Sache und schaut, dass derjenige dann bloß nichts auch nicht im entferntesten über 10 Ecken mit dem Freundeskreis zu tun hat? Finde ich völlig absurd.

Zitat

Nur weil man etwas privat halten will, heißt das nicht, dass man sich dafür schämt.

Doch genau das heißt es. Wirklich genau das. Du schreibst doch oben selber, dass es dir extrem unangenehm wäre - also schämst du dich in gewisser Weise auch dafür. Sowas tut man aber nicht, wenn man hinter etwas stehen kann. Privat halten kann man einen Seitensprung oder einen Autodiebstahl, da kann ich nachvollziehen wieso es niemand mitbekommen soll. Aber etwas wofür man sich freiwillig über eine lange Zeit entscheidet? Nur wegen der Reaktionen einiger Menschen? Für mich wäre das eher ein gegebener Anlaß dafür, zu sondieren wer wirklich hinter mir als Kumpel / Freund steht und dem egal ist, wie ich meine Beziehungen führe.

Für mich ist ganz klar, dass beide eine Vereinabrung eingegangen sind, mit sie nicht so ganz identifizieren können. Er mit der offenen Beziehung, sie mit dem Schweigegelübde.

Klar, es geht hier immer noch um den Vertrauensbruch - im Endeffekt lässt sich die Ursache aber dafür besser aus dem Weg räumen, wenn sich beide mal zusammensetzen und wirklich Tacheles reden.

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Sorry, @Enatiosis, aber diese Argimentation ist wirklich der Facebook-Generation-Bullshit von dem ich sprach. So hätte niemand vor 10 bis 15 jahren argumentiert.

Natürlich identiefiziere ich mich mit PU, sonst wäre ich auch nicht hier. ich schäme micch auch ganz gewiss nicht. Aber warum soll ich bitte sehr die negativen Vorurteile über Pickup oder  die automatischen Spöttereien ertragen und jetzt mit Feminismushysterie auch noch als Kerl anprangern lassen, der Frauen missbraucht? "Ist egal, was die anderen denken". ist einfach Bullshit,  Ich stehe gerne zu Überzeugungen, wenn es was verädnert: Also gegen Rassismus z.B. (oder andere grundsätzliche Dinge) im Umfeld zu protestieren, auch wenn es negative Konsequenzen für mich hätte hat. Dann ist  es wirklich egal und dann kann man sagen, wem es nicht passt, der gehört eh nicht zu mir.
Aber Gerüchteküche, Geschwätz über Sexualleben, reinreden in die Beziehung, was erst recht bei der ungewöhnlichen Konstellation einer offenen Beziehung passieren würde, ne das muss doch nicht sein.
Und auch harmlose Dinge, wie ob ich meiner Freundin gerne ins Gesicht spritze, geht die breite Öffentlichkeit einfach niemand was an.

Oder anders gesagt: Auch wenn meine Arbeitskollegin gern ein Dickpick von mir hätte, schicke ich ihr keins, weil zu privat. Das bedeutet nicht, dass ich für meinen Penis schäme!

bearbeitet von jon29
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vor 46 Minuten, Sloio schrieb:

Naja, das ist für mich kein Argument. Denn mit eigenem Bedürfnis kann man sich alles zurecht argumentieren. Von heimlichen Fremdgehen bis zu Ladendiebstahl. 

Ich schrieb ja auch direkt danach: Mit den Konsequenzen muss man dann eben leben. Die meisten Menschen tun Dinge aus einem (für sie) "guten" Bedürfnis heraus. Auch Fremdgehen (fühlt sich nicht geliebt) oder Ladendiebstahl (z.B. braucht Geld). Was nicht heißt, dass es eine gute Tat war. Aber daraus ein "jemand anderes darf mir jetzt auch Schaden zufügen" kann man daraus trotzdem nicht ableiten.

Die wenigsten machen etwas aus einem "bösen" Antrieb heraus. Also muss man sich auch nicht bis zur Selbstaufgabe kasteien (darunter fällt für mich "Darf mir auch einen Vertrauensbruch zufügen").

bearbeitet von DramaQueen007

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vor 26 Minuten, Enatiosis schrieb:

Sowas tut man aber nicht, wenn man hinter etwas stehen kann.

Es gibt auch Fetische, die ich mit meinem Partner auslebe und zu denen ich voll und ganz stehe, und trotzdem würde ich das nie in der Öffentlichkeit breit machen. Weil das nur mich was angeht und ich es übergriffig empfände, wenn jemand weiß, worauf ich im Bett stehe. Außer mein Partner vielleicht. Oder sehr enge Freunde. In meinem Sexualleben haben nur Vertraute was zu suchen. Und nicht der ganze Rest der Welt.

Ich erzähle auch nicht allen Kollegen von meinen Hobbys. Wenn mich jetzt jemand drauf ansprechen würde, ok, oder mich dabei antrifft, ok, ... aber ich geh auch nicht zu jedem und sag "Duuu, am Wochenende mach ich übrigens das und das". Ich muss doch nicht mein ganzes Leben ausbreiten. Deswegen schäme ich mich nicht dafür.

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vor 1 Minute, jon29 schrieb:

So hätte niemand vor 10 bis 15 jahren argumentiert

Ja richtig, weil solche Beziehungen außergewöhnlich waren/sind und nichts mit dem Massendenken der Menschen zu tun haben. Außerdem bin ich weitaus älter als die Generation Facebook. Früher galten auch Scheidungen als verpönt, heute sind sie an der Tagesordnung. Wenn in deinem Bekanntenkreis "Generation Facebook" am Start ist, solltest du da vielleicht mal aufräumen. Du tust ja gerade so, als würde man dich dann an den Pranger stellen. Du bist einfach jemand, der lieber den Weg des geringsten Widerstands geht. Kann man machen, mein Weg ist das jedenfalls nicht.

vor 2 Minuten, jon29 schrieb:

Aber warum soll ich bitte sehr die negativen Vorurteile über Pickup, die automatischen Spöttereien und jetzt mit Feminismushysterie auch noch  das anprangern als Kerl der Frauen missbraucht.

Magst du mir erzählen was eine offene Beziehung mit Pickup zu tun hat? Die Leute kommen darüber höchstens auf die Idee eine solche zu führen, Hippies/Aussiedler bspw. führen diese Art von Beziehungen seit Jahrzehnten. Ich hab keine Ahnung, was eine offene Beziehung mit Pickup zu tun hat. Das interpretierst du dort herein.

vor 5 Minuten, jon29 schrieb:

reinreden in die Beziehung

Siehst du, du hast Angst. Angst davor, jemand könnte euch eine Entscheidung abnehmen oder sich negativ bei euch einbringen. Aber ich sage dir, wenn beide Partner zu etwas stehen, wird sie das nicht jucken. Meine Familie / damaliger Freundeskreis hat mich auch scheiße angeguckt als ich die Uni angebrochen und mich selbstständig gemacht habe. Mittelweile bin ich super erfolgreich. Danach haben mich alle schief angeschaut, als ich eine offene Beziehung mit meiner jetzigen Exfreundin hatte. Insgeheim sind dann aber doch alle zu mir angekommen und haben mich gefragt wie wir es schaffen, immer noch so toll und zwanglos miteinander umzugehen. Es gibt immer Mittel und Wege genau der Mensch zu sein der man sein möchte - die einen ziehen es durch und die anderen hat die Hosen voll vor der Generation Facebook.

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vor 1 Minute, DramaQueen007 schrieb:

Es gibt auch Fetische, die ich mit meinem Partner auslebe und zu denen ich voll und ganz stehe, und trotzdem würde ich das nie in der Öffentlichkeit breit machen. Weil das nur mich was angeht und ich es übergriffig empfände, wenn jemand weiß, worauf ich im Bett stehe. Außer mein Partner vielleicht. Oder sehr enge Freunde. In meinem Sexualleben haben nur Vertraute was zu suchen. Und nicht der ganze Rest der Welt.

Ist es nicht so, dass ein Fetisch noch weitaus intimer und privater ist als eine Beziehungsform? Man wird ja wohl eher gefragt wie das mit dem Partner so abläuft als "Hey, magst du anpissen?" Man muss da schon eine Grenze bei der Unterscheidung ziehen, sonst kann man ja per se alles irgendwie relativieren.

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vor 4 Minuten, Enatiosis schrieb:

Ist es nicht so, dass ein Fetisch noch weitaus intimer und privater ist als eine Beziehungsform? Man wird ja wohl eher gefragt wie das mit dem Partner so abläuft als "Hey, magst du anpissen?" Man muss da schon eine Grenze bei der Unterscheidung ziehen, sonst kann man ja per se alles irgendwie relativieren.

Vielleicht empfindet es der Partner aber als sehr intim, dass er mit anderen Frauen schläft als seiner Partnerin? Und dass sie mit anderen Männern schläft als mit ihm?

Jeder hat eine andere Grenze. Man könnte ja auch sagen "Sag doch allen, dass du auf anpissen stehst? Oder schämst du dich dafür? Hm? hm? hm?". Für ihn ist es anscheinend was intimes, für sie nicht. Für mich wäre es auch kein Problem, aber ich schließe da nicht von mir auf andere. Man muss nicht gleich jeden therapieren wollen ("Du hast Angst, bla bla bla"), nur weil derjenige ne andere Grenze hat als man selbst.

Vielleicht empfindet er eine offene Beziehung als Fetisch? Wir können nicht in seine Gefühlswelt hineinschauen, aber er hat sie ja deutlich nach Außen kommuniziert.

bearbeitet von DramaQueen007
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vor 5 Minuten, DramaQueen007 schrieb:

Vielleicht empfindet es der Partner aber als sehr intim, dass er mit anderen Frauen schläft als seiner Partnerin? Und dass sie mit anderen Männern schläft als mit ihm?

Jeder hat eine andere Grenze. Man könnte ja auch sagen "Sag doch allen, dass du auf anpissen stehst? Oder schämst du dich dafür? Hm? hm? hm?". Für ihn ist es anscheinend was intimes, für sie nicht. Für mich wäre es auch kein Problem, aber ich schließe da nicht von mir auf andere. Man muss nicht gleich jeden therapieren wollen ("Du hast Angst, bla bla bla"), nur weil derjenige ne andere Grenze hat als man selbst.

Kann man so sehen. Für mich persönlich ist es unvorstellbar sich freiwillig für eine alternative Beziehungsform zu entscheiden und diese dann aus Intimitätsgründen vor allen zu verheimlichen, weil man sich über das negative Feedback (in Jons Fall) definiert.

 

Edit: Mich würde auch noch brennend interessieren wie sich die TE und ihr Freund bisher verhalten haben, wenn sie darauf angesprochen wurden.

bearbeitet von Enatiosis

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Gerade eben, Enatiosis schrieb:

Kann man so sehen. Für mich persönlich ist es unvorstellbar sich freiwillig für eine alternative Beziehungsform zu entscheiden und diese dann aus Intimitätsgründen vor allen zu verheimlichen, weil man sich über das negative Feedback (in Jons Fall) definiert.

Dito. Aber die Welt ist bunt und andere Menschen empfinden da anders. Und das ist erstmal so zu respektieren.

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vor 11 Minuten, Enatiosis schrieb:

Magst du mir erzählen was eine offene Beziehung mit Pickup zu tun hat?

Es ist ein  anderes Beispiel für etwas, wo einige Leute vorurteile hegen, es zu meiner Intimsphäre gehört und ich keinen Bock haben, dass Leute über mein Liebesleben Bescheid geben und reinreden. Oder eben die falsche Auffassung, wenn man etwas privat hält, "schäme" man sich oder "will es eigentlich" nicht. Da ist das Thema PU und offene Beziehung sehr ähnlich.- 

 

 

Nein, offene Beziehungen sind weder vor 15 Jahren noch jetzt gesellschaftlich in der Breite akzeptiert. Ich habe wie erwähnt ja schon die Erfahrung gemacht, wenn die LTR nicht dichthält bei offener Beziehung. Da wird dann moralisiert, geschwätzt und geredet, das sei ja keine "echte Liebe", wenn.... Natürlich kann man da heroisch drüber stehen. Will ich aber nicht, weil ich den Streß einfach nicht brauche.

Intimes bleibt intim. Das kannst du anders sehen. Aber daraus kann man nicht ableiten, dass der Partner der TE sich dafür "schämt" oder die offene Beziehung eigentlich nicht will.

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vor 4 Minuten, Enatiosis schrieb:

Kann man so sehen. Für mich persönlich ist es unvorstellbar sich freiwillig für eine alternative Beziehungsform zu entscheiden und diese dann aus Intimitätsgründen vor allen zu verheimlichen, weil man sich über das negative Feedback (in Jons Fall) definiert.

 

Edit: Mich würde auch noch brennend interessieren wie sich die TE und ihr Freund bisher verhalten haben, wenn sie darauf angesprochen wurden.

Wenn du es für dich machst wieso ist es so wichtig davon jedem zu erzählen ?

 

 

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Ich habe einen Dr. Titel. Peinlich ist mir der nicht, aber es weiss auch nicht jeder. Wozu auch? Habs doch für mich gemacht. Ich  könnte mit der TE keine Beziehung führen, weil ich die Befürchtung hätte, dass sie generell alles ausplaudert. Auf sowas stehe ich gar nicht! Die Te sollte mal ihr Redebedürfnis hinterfragen!

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Tut mir leid dass ich jetzt nicht auf alles eingehen kann, ich bin mit den Umzugsvorbereitungen grad noch ausgelastet aber ich hab eure Gedanken bis hierher weiter gelesen.

vor 20 Stunden, jon29 schrieb:

Ich finde Pickup gut und habe es ausgelebt. Dennoch würde mir nie in den Sinn kommen, dazu offen zu stehen, weil ich keine Lust habe auf die öffentlichen Reaktionen und es mir extrem unangenehm wäre.

Wir beide, also, Du und ich, handhaben das ganz unterschiedlich. Ich hab auch einigen Leuten von Pick-up erzählt. Mein Freund weiß auch in welchen Foren ich schreibe und in dem hier kennt er meinen Nick. Also er könnte das mitlesen oder kann es nachlesen wenn er möchte. Ich kann mir auch vorstellen eine Freundin herzulinken und zu sagen: "Kannst Du da mal drüber lesen? Mir schwirrt der Kopf."

Mir ist es einfach noch nie passiert dass ich mich über etwas öffne, und mir daraus Schaden entstanden ist. Ich denke einschätzen zu können, wem man das sagen kann. Meine Grunderfahrung im Leben ist, dass auf diese Weise Freundschaften entstehen: Man öffnet sich über etwas, und der andere öffnet sich dann vielleicht auch über etwas, man lernt sich besser kennen und kommt sich näher.

 

 

 

 

bearbeitet von Kninchen
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vor 21 Stunden, Pornobarbie schrieb:

Aber weil die Ausgangssituation zugunsten ihres Freundes war, wenn du auf dieser Ebene argumentieren willst.

Ohne weitere Informationen zur genauen Konstellation und Ausgangssituation würde ich erstmal sagen dass beide unter den jeweils geltenden Bedingungen eine Beziehung eingegangen sind.

 

vor 21 Stunden, jon29 schrieb:

Das ist wirklich die Facebook-Generation: Alles was man nicht öffentlich machen will, ist verdächtig und einemwird "Verheimlichung" vorgeworfen.

Und hier muss ich auch recht geben - das ist typisch Generation Facebook. Ich kann seine Gründe schon verstehen die Sache diskret behandeln zu wollen. Geht maximal die engsten Freunde was an und das wars. Die TE ist die Beziehung unter den von Beginn an geltenden Bedingungen eingegangen die beide Seiten zu respektieren und einzuhalten haben, da kann man im Nachhinein nicht kommen und sagen dass man das unfair findet. Ich kann nach 5 Monaten im Handyvertrag ja auch nicht sagen, dass ich es unfair finde dass ich nicht sofort aus dem Vertrag rauskomme und gleichzeitig mein iPhone behalten kann.

 

vor 1 Stunde, Kninchen schrieb:

Man öffnet sich über etwas, und der andere öffnet sich dann vielleicht auch über etwas, man lernt sich besser kennen und kommt sich näher.

Das sind Psychologie Grundlagen. Gewisse Dinge muss man aber nicht erzählen, da es wirklich privat ist. Es reicht um Freundschaften entstehen zu lassen auch einfach etwas erlebtes privates lustiges zu erzählen - etwas aus deinem Leben. Eine offene Beziehung zu führen ist nichts dass man erzählt damit Freundschaften entstehen.

 

vor 1 Stunde, Kninchen schrieb:

Mir ist es einfach noch nie passiert dass ich mich über etwas öffne, und mir daraus Schaden entstanden ist.

Dann wird das jetzt hoffentlich das erste Mal sein, dass du einen ordentlichen Denkzettel bekommst. Du respektierst deinen Partner und seine Wünsche nicht das sollte Konsequenzen haben. Ich hoffe er ist so Konsequent.

@Kninchen: Wie ist es denn zu der offenen Beziehung gekommen? Wer hatte die Grundideee? Wart ihr vorher "normal" zusammen und habt eure Beziehung danach geöffnet? Von wem ging die Initiative aus?

bearbeitet von CrazyFox86
.

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vor 8 Minuten, CrazyFox86 schrieb:

@Kninchen: Wie ist es denn zu der offenen Beziehung gekommen? Wer hatte die Grundideee? Wart ihr vorher "normal" zusammen und habt eure Beziehung danach geöffnet? Von wem ging die Initiative aus?

Das hat doch alles nichts mit der Ausgangsfrage und der Situation zu tun, um die es @Kninchen geht, sondern mit Deinen Vorannahmen über die Beziehung der beiden, insbesondere mit Deiner Vorannahme, dass sie die Böse ist. Damit bist Du ja in dem Thread hier nicht allein, aber dadurch wird das weder richtiger noch zielführender.

Und weil Du das ja gleich abstreiten wirst:

vor 10 Minuten, CrazyFox86 schrieb:

Ich hoffe er ist so Konsequent.

Warum hoffst Du das denn?

 

vor 1 Stunde, Kninchen schrieb:

Mir ist es einfach noch nie passiert dass ich mich über etwas öffne, und mir daraus Schaden entstanden ist. Ich denke einschätzen zu können, wem man das sagen kann. Meine Grunderfahrung im Leben ist, dass auf diese Weise Freundschaften entstehen: Man öffnet sich über etwas, und der andere öffnet sich dann vielleicht auch über etwas, man lernt sich besser kennen und kommt sich näher.

Ja, und an irgendeinem Punkt geht es dann in der Tat auch mal um persönliche Dinge. Die man oft gar nicht erzählen kann, ohne über jemand anders zu erzählen. Schwups, hat man den Salat einer Situation, die nicht mehr eindeutig schwarz oder weiß ist und in der man nicht so ohne weiteres sagen kann, was richtig ist. Denn man kann natürlich und mit guten Gründen anfangen zu überlegen, wessen Bedürfnis denn nun Vorrang haben soll. Da es dafür keine rationale Begründung gibt, die besser ist als andere, findet man im Argumentieren auch keine Antwort auf das Dilemma - der erste Schritt ist einzusehen, dass es ein Dilemma ist (und damit eben nicht auflösbar).

Ihr werdet miteinander reden müssen, um Euch in diesem Punkt anzunähern. Ich glaube, anders geht es nicht, wenn man eine Beziehung öffnet. Das braucht viel Vertrauen, und ich vermute, in dieser Hinsicht viel Vertrauen seinerseits, weil er darüber reden muss, was ihn emotional daran verletzt, wenn Du über die Öffnung Eurer Beziehung mit anderen spricht. Denn hier ist er derjenige, dessen wunden Punkt Du erwischt hast. Ich schätze aber mal, wenn Ihr gerade zusammenzieht, habt Ihr sowieso in dem Stress Gelegenheit, Euch ein bisschen anzuzicken, und dann wird sich das schon regeln lassen.

Was Dich selbst angeht, denke ich noch an einen weiteren Punkt, aber mit allen Vorbehalten einer Ferndiagnose: Mir sind mehrfach Frauen begegnet, die ein (unbewusstes) Bedürfnis danach hatten, meine Grenzen festzustellen. Ich habe das immer für unnötige Konfliktsuche gehalten und mich darüber geärgert, bis ich mal mit einer Psychotherapeutin darüber ins Gespräch kam. Die sagte, ist doch ganz simpel, Grenzen geben Sicherheit, ein Haus ohne Wände ist kein Haus. Da war das für mich klar. Vielleicht (vielleicht!) ein Punkt auch für Dich?

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vor 4 Minuten, Geschmunzelt schrieb:
vor 26 Minuten, CrazyFox86 schrieb:

@Kninchen: Wie ist es denn zu der offenen Beziehung gekommen? Wer hatte die Grundideee? Wart ihr vorher "normal" zusammen und habt eure Beziehung danach geöffnet? Von wem ging die Initiative aus?

Das hat doch alles nichts mit der Ausgangsfrage und der Situation zu tun, um die es @Kninchen geht, sondern mit Deinen Vorannahmen über die Beziehung der beiden, insbesondere mit Deiner Vorannahme, dass sie die Böse ist. Damit bist Du ja in dem Thread hier nicht allein, aber dadurch wird das weder richtiger noch zielführender.

Indirekt haben die Antworten auf die Fragen etwas damit zu tun. Es geht ja nicht nur darum dass sie ohne Rückkopplung mit Ihrem Freund Dinge ausplaudert die andere nichts angehen. Es wäre ganz einfach - die TE respektiert die Wünsche ihres Freunds und fertig, dann gäbe es den Thread nicht. Es gibt aber Gründe weshalb sie eigenmächtig Entscheidungen ohne Rückkopplung trifft und diese liegen meiner Meinung nach in der Basis begründet. Vielleicht werden die Schlussfolgerungen auf Basis der Antworten auch helfen, dass sie selbst ihr Handeln besser reflektieren kann.

 

vor 10 Minuten, Geschmunzelt schrieb:

Und weil Du das ja gleich abstreiten wirst:

vor 31 Minuten, CrazyFox86 schrieb:

Ich hoffe er ist so Konsequent.

Warum hoffst Du das denn?

Was führt dich zu der Annahme dass ich irgendwas abstreiten sollte? Ich hoffe dies für die TE, damit Sie durch LDS lernt. Sonst wird sie immer wieder diese Grenze überschreiten und es wird immer wieder zu dieser Situation kommen, außer er gibt ihr die Möglichkeit durch seine Konsequente Handlung daraus zu lernen und ihr ihre Grenzen aufzuzeigen. Falls nicht wird er damit nicht Glücklich und er wird sich damit immer weiter Betaisieren - was im Worst-Case irgendwann zum Ende der Beziehung führen kann.

 

vor 16 Minuten, Geschmunzelt schrieb:
vor 2 Stunden, Kninchen schrieb:

Mir ist es einfach noch nie passiert dass ich mich über etwas öffne, und mir daraus Schaden entstanden ist. Ich denke einschätzen zu können, wem man das sagen kann. Meine Grunderfahrung im Leben ist, dass auf diese Weise Freundschaften entstehen: Man öffnet sich über etwas, und der andere öffnet sich dann vielleicht auch über etwas, man lernt sich besser kennen und kommt sich näher.

Ja, und an irgendeinem Punkt geht es dann in der Tat auch mal um persönliche Dinge. Die man oft gar nicht erzählen kann, ohne über jemand anders zu erzählen. Schwups, hat man den Salat einer Situation, die nicht mehr eindeutig schwarz oder weiß ist und in der man nicht so ohne weiteres sagen kann, was richtig ist. Denn man kann natürlich und mit guten Gründen anfangen zu überlegen, wessen Bedürfnis denn nun Vorrang haben soll. Da es dafür keine rationale Begründung gibt, die besser ist als andere, findet man im Argumentieren auch keine Antwort auf das Dilemma - der erste Schritt ist einzusehen, dass es ein Dilemma ist (und damit eben nicht auflösbar).

Zu diesem Dilemma muss es aber gar nicht erst kommen, wenn man beim reden oder bevor man ansetzt schon über die nächsten Gespräche die daraus entstehen könnten nachdenkt und man ahnen kann dass es in die falsche Richtung geht und es daher nicht anspricht.

 

vor 21 Minuten, Geschmunzelt schrieb:

Mir sind mehrfach Frauen begegnet, die ein (unbewusstes) Bedürfnis danach hatten, meine Grenzen festzustellen. Ich habe das immer für unnötige Konfliktsuche gehalten und mich darüber geärgert, bis ich mal mit einer Psychotherapeutin darüber ins Gespräch kam. Die sagte, ist doch ganz simpel, Grenzen geben Sicherheit, ein Haus ohne Wände ist kein Haus. Da war das für mich klar. Vielleicht (vielleicht!) ein Punkt auch für Dich?

Das ist mir auch aufgefallen - hat bisher jede so gemacht - bewusst oder unbewusst. Schöne Erklärung der Psychotherapeutin. Sehe ich an der Stelle auch als unbewussten Punkt für die TE, aber nicht als Rechtfertigung für ihr Verhalten, denn die Wände des Hauses werden nicht nur durch den Mann gehalten.

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vor 28 Minuten, Geschmunzelt schrieb:

Was Dich selbst angeht, denke ich noch an einen weiteren Punkt, aber mit allen Vorbehalten einer Ferndiagnose: Mir sind mehrfach Frauen begegnet, die ein (unbewusstes) Bedürfnis danach hatten, meine Grenzen festzustellen. Ich habe das immer für unnötige Konfliktsuche gehalten und mich darüber geärgert, bis ich mal mit einer Psychotherapeutin darüber ins Gespräch kam. Die sagte, ist doch ganz simpel, Grenzen geben Sicherheit, ein Haus ohne Wände ist kein Haus. Da war das für mich klar. Vielleicht (vielleicht!) ein Punkt auch für Dich?

Auf jeden Fall! Und das ist mir auch sehr bewusst. Und er müsste das auch wissen. Denn wir hatten mal eine Situation wo ich was Verletzendes gesagt habe, dann ging er in die Küche und ich war im Bad. Und ich wusste es in dem Moment des Aussprechens schon und hab mir dann im Bad gedacht: "Das war richtig Scheiße was Du grade gesagt hast, Du gehst Dich jetzt als erstes gleich mal entschuldigen." 

Und ich geh in die Küche und er sagt zu mir sinngemäß: "Das war richtig Scheiße was Du grade gesagt hast und das hat mich verletzt."

Da sind mir die Tränen gekommen wärend ich meine Entschuligung ausgesprochen habe und jetzt kommts: Das waren Freudentränen! Ich habe unglaublich gehofft dass er mal genau sowas sagt! Ünd ich hab ihn dann voll in den Arm genommen und meinte: "Ich bin so glücklich dass Du mir das gesagt hast! Denn so kann die Beziehung gut funktionieren."

 

bearbeitet von Kninchen

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vor 1 Minute, CrazyFox86 schrieb:

Es wäre ganz einfach - die TE respektiert die Wünsche ihres Freunds und fertig, dann gäbe es den Thread nicht. 

Wie oben geschrieben: Es ist eben nicht so einfach. Und damit erledigen sich dann auch Deine weiteren Überlegungen.

vor 2 Minuten, CrazyFox86 schrieb:

liegen meiner Meinung nach in der Basis begründet.

Wie gesagt: Du triffst Vorannahmen über die Beziehung der beiden und leitest aus diesen Vorannahmen eine Einschätzung zum aktuellen Problem ab. So kommt man aber nicht weiter.

vor 3 Minuten, CrazyFox86 schrieb:

Zu diesem Dilemma muss es aber gar nicht erst kommen, wenn man beim reden oder bevor man ansetzt schon über die nächsten Gespräche die daraus entstehen könnten nachdenkt und man ahnen kann dass es in die falsche Richtung geht und es daher nicht anspricht.

Nein, dann bleibt das Dilemma bestehen. Was Du schilderst, ist eine der beiden denkbaren Lösungen des Dilemmas.

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