Gedankenaktivität verringern

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Hallo Freunde,

 

in letzter Zeit sticht mir immer wieder eine Tatsache ins Auge die ich unbedingt aus der Welt schaffen möchte: Ich denke zuviel...

 

Besonders wenn ich viel Zeit mit dem anderen Geschlecht verbringe steigt meine Denkaktivität massiv an. Habe ich den abend mit einem Mädel verbracht denke ich viel über den Abend nach. Wo hätte ich anders agieren können? Waren Aussagen meinerseits angebracht? Wie ist sie wohl im Bett? Hat sie Interesse? Wenn nein, warum? War dieses ein IOI? War jenes ein IOD? Usw. Usw.

 

Auch an dem Abend selbst drifte ich gedanklich oft ab statt einfach die Zeit zu genießen.

 

Die Probleme die daraus resultieren sind mir durchaus bekannt. Wer zuviel denkt, der handelt zu wenig. Jede Handlung birgt gewisse Risiken. Denkt man zuviel erschafft man so viele davon das jegliches Handeln vermieden wird. Und sollte es mal nicht so sein hat man wahrscheinlich den Moment verpasst um handeln zu können, weil man zulange die Pros und Kontras abgewogen hat (sei es nun ein Kuss oder einfach eine schlagfertige Antwort).

 

Dieses ständige Gedenke fickt nicht nur meinen Mind, sondern äußert sich auch in körperlichen Symptomen. Appetitlosigkeit und Schlafprobleme sind dabei am stärksten ausgeprägt. Ich spüre selbst wie ich vor grübeln das Essen vergesse (sogar vor einem vollem Teller) oder wie mein Mind einfach nicht zur Ruhe kommt wenn ich im Bett liege. 

 

In Sachen Arbeit habe ich meinem Mind schon gut im Griff. Sowie ich das Büro verlasse sind die Gedanken abgestellt und die Problemstellungen bei Seite geschoben (meistens zumindestens). Aber geht es um das Thema Frauen bin ich machtlos.

 

Ich bin schon fast an einen Punkt angekommen, wo ich mir sage das es dieses ganzen geistigen und emotionalen Streß einfach nicht mehr Wert ist. Mir ist der innere Frieden einfach wichtiger. Aber nun einfach aufhören mit Frauen in Kontakt zu treten und sie hier und da mal zu gamen ist wohl keine Lösung. Ein solcher Schritt würde auch nur die Symptome bekämpfen. Nicht die eigentlich Ursache. 

 

Es gab Zeiten da hatte ich diese Probleme in fast allen Lebensbereichen. In der Arbeit, der Ausbildung, der Familie, finanziell, in der Liebe usw.

 

In fast allen konnte ich meine Denkaktivität verringern, nur halt in Sachen Liebe nicht.

 

Meine Frage wäre daher:

Habt / hattet ihr ähnliche Probleme? Welche Erkenntnisse waren nötig um dieses Verhaltensmuster aufzubrechen? Könnt ihr Literatur empfehlen? 

 

Und: Warum ist mir gerade das Thema Frauen so wichtig? Ich komm einfach nicht drauf. Ich meine es fehlt mir ja an nichts. Arbeit, Ausbildung, Freunde und Familie. Alles passt.

 

 

 

 

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vor 12 Minuten, Dan_Civic schrieb:

 

Meine Frage wäre daher:

Habt / hattet ihr ähnliche Probleme? Welche Erkenntnisse waren nötig um dieses Verhaltensmuster aufzubrechen? Könnt ihr Literatur empfehlen? 

 

 

 

 

 

 

Zunächst würde ich dich bitten,  nicht nach jedem Satz einen riesigen Absatz zu machen - die Leserlichkeit auf Basis deiner Formatierung ist dadurch leider etwas geschädigt. 

Zu deinem Problem: Im Endeffekt wird man diesen ganzen Mindfuck am ehesten durch Erfolg los - was dir zu deinem jetzigen Stand natürlich nicht besonders viel weiterhilft, aber der Vollständigkeit halber einfach dazugehört. Das Thema Mindfuck ist bei Anfängern völlig normal und omnipräsent , das ist auch die erste wichtige Erkenntnis. Man macht sich immer Gedanken um die Dinge, die einen eventuell bedrohen könnten. Ob in der Zukunft, wie beispielsweise Jobängste, oder in der Gegenwart wie bei dir - der Angst, Frauen anzusprechen und auf die Fresse zu fliegen oder im Nachhinein seitens der Frau geflaked zu werden. Wenn du nun Erfolg in einem solchen Bereich bekommst, versteht dein Unterbewusstsein, dass es davor keine Angst haben muss und macht sich keine Gedanken mehr darüber. Je mehr Frauen du also ansprichst oder gerade "an der Hand hast", desto weniger Mindfuck wirst du irgendwann schieben. 

Generell um die "Gedankenaktivität" zu verringern ist, mal von Frauen unabhängig, Meditation eine gute Sache. Ich habe das mal vor paar Jahren probiert und bis heute beibehalten, weil es mir stetig bei solchen Themen hilft. Ob du vorurteilsfrei das mal für dich ausprobieren möchtest, musst du wissen - wenn ja, einfach mal in unsere Suche Meditation eingeben, da findest du genug Ergebnisse. Literatur habe ich hier lediglich Eckhart Tolle gelesen, welcher zwar auch ein kleiner Schwafler ist, aber das Thema für Anfänger doch vergleichsweise ansprechend verpackt. 

Zitat

Und: Warum ist mir gerade das Thema Frauen so wichtig? Ich komm einfach nicht drauf. Ich meine es fehlt mir ja an nichts. Arbeit, Ausbildung, Freunde und Familie. Alles passt.

Jo genau. Warum sollte dein Unterbewusstsein sich über Bereiche sorgen, bei denen anscheinend alles klar geht? Wenn du eine gute Arbeit hast, hast du keine Ängste, mit denen sich dein Kopf zum Selbstschutz beschäftigen muss. Dein Problemfeld ist nun mal das Thema "Frau", also wird sich darüber eben Gedanken gemacht. Gehe das Feld direkt an und dein Unterbewusstsein wird sich dann irgendwann ein anderes Problemfeld suchen, über welches es sich Sorgen machen kann . 

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Am 28.10.2017 um 20:34 , Dan_Civic schrieb:

Und: Warum ist mir gerade das Thema Frauen so wichtig? Ich komm einfach nicht drauf. Ich meine es fehlt mir ja an nichts. Arbeit, Ausbildung, Freunde und Familie. Alles passt.

Bist halt ein Kopfmensch, so was soll es geben. Davon abgesehen hast du das Thema noch nicht im Griff. Alles andere was du angepackt hast, ist ja auch weniger geworden. Denken ist gut und nötig aber manchmal muss Mann es darauf ankommen lassen. Nur so erweiterst du auch dein Denken. Ansonsten wirst du dich immer nur im Kreise drehen. Ängst können sich nur mit denken nicht besiegen lassen. Hier bedarf es dann und wann auch Handlungen. Diese können noch so durchdacht sein, auf die Fresse fliegen, wie @Virez  es so schön ausgedrückt hat, ist immer drin. Genauso aber kannst du Erfolge einstreichen und dem Denken damit ein wenig an Ungewissheit nehmen. Ungewissheit kann man am besten mit einem bisschen Mut begegnen.

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Am 28.10.2017 um 20:34 , Dan_Civic schrieb:

Meine Frage wäre daher:

Habt / hattet ihr ähnliche Probleme? Welche Erkenntnisse waren nötig um dieses Verhaltensmuster aufzubrechen? Könnt ihr Literatur empfehlen? 

 

Und: Warum ist mir gerade das Thema Frauen so wichtig? Ich komm einfach nicht drauf. Ich meine es fehlt mir ja an nichts. Arbeit, Ausbildung, Freunde und Familie. Alles passt.

 

Guten Abend Dan,

Ich fange mal mit Frage Nummer 2 an. Das ist für dich vermutlich - wie für viele (allgemein, aber auch gerade hier im Forum) - eine Art Glaubenssatz. Du hast durch deine bisherige Entwicklung und durch die Prägung von Verwandten, Bekannten oder deines Freundeskreises dem Thema Frau einfach eine enorme Bedeutung zugemessen. Das führte zu einem besonders schönen und schillernden Gedankenkarussel, was immer dann besonders Fahrt aufnimmt, wenn hier zum Beispiel durch ein neues interessantes weibliches Wesen wieder ein neuer Impuls gegeben wird. Auf diesem Karussel fahren all die Gedanken, Ängste und Selbstzweifel mit, die dich (und viele andere Männern, außer vielleicht Carlos und einige unserer großen Forumsficker) im Umgang mit Frauen beschäftigen und dadurch hemmen.

Du hast natürlich richtig erkannt das dir dieses Gedankenkarussel so gut wie niemals etwas bringt. Denn alles wurde schon ein dutzend Mal gedacht und das hat bei jeder vorhergehenden Wahnsinnsfahrt genau so wenig das Ergebnis in irgendeiner Art verbessert und wird es daher vermutlich auch in Zukunft nicht tun.

Meditation ist ein wirksames Antidot bei Gedankenkarusseln. Aber nicht von heute auf morgen, sondern langsam und gerade an emotional stürmischen Tagen springt man Anfangs immer wieder auf eine Fahrt mit auf. Aber wenn man stetig übt, dann kann man in einem halben Jahr bis Jahr echte Fortschritte erkennen. Und das nicht nur bei der alltäglichen Karusselfahrt.

Das beste Buch was mir bisher bei der Meditation untergekommen ist: The Mind Illuminated: A Complete Meditation Guide Integrating Buddhist Wisdom and Brain Science for Greater Mindfulness. Es wurde an anderer Stelle auch im Forum erwähnt und ist frei von esoterischem Mindset. Es beschreibt ausführlich die Funktionsweise unseres Denkens und erläutert zudem sehr detailliert die Meditation und die dabei auftretenden Hürden. Eckart Tolle ist meiner Meinung nach eine inspirierende Person, aber inhaltlich helfen einem seine Monologe besser weiter, wenn man sich schon einhergehender mit der Meditation auseinandergesetzt hat.

Beste Grüße

Dur

bearbeitet von Dur-Kadenz
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