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vor 46 Minuten, Neice schrieb:

Kannst Du mal 1-2 konkrete Aktien nennen? 
IMO gehen die alle mit nach unten in einem Crash.

Da hast du wohl bei vielen Recht. Das kann ich mir jetzt auch nicht so recht erklären. Die großen Unternehmen wie United Internet AG, Telekom, Nestle und Co korrelieren schon recht stark mit dem Vergleichsindex.

Wenn du dir z.B. die Aktie von Gelsenwasser anschaust, dann wirst du seit 1994 kaum Rückschläge sehen. Selbst der größte zwischen 2007 und 2009 ist mit einem Rückgang von etwas mehr als 20% noch deutlich geringer ausgefallen als der Vergleichsindex CDAX bzw. Dax mit jeweils über 50%. Schaut man sich das Interval vom 01.01.2000 bis 12.04.2003 an, machen die sogar 62% Gewin im Gegensatz zu den Vergleichindizes mit 55% Verlust.

Oder der Wert der  Aktie von HYDROTEC. Diese sank seit etwa Mitte 2006 bis Mitte 2010 kontinuierlich, obwohl der Vergleichsindex bis 2008 stieg, danach bis 2009 stark sank und dann wieder stieg.

bearbeitet von XOR2

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vor 3 Minuten, XOR2 schrieb:

Da hast du wohl bei vielen Recht. Das kann ich mir jetzt auch nicht so recht erklären. Die großen Unternehmen wie United Internet AG, Telekom, Nestle und Co korrelieren schon recht stark mit dem Vergleichsindex.

Du hast ja z.B. ein Unternehmen, das ähnlich Gewinn in einer Krise macht wie in einem Boom. 
Was sich aber ändert, sind die Preise, die Anleger für die Aktie bereit sind zu zahlen. 

Hat man z.B. ein KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) in einer momentanen Marktphase von 20, kann das auch in einem Crash mal auf 10 zurück gehen. Das Unternehmen verdient identisch, aber die Aktie wird nur noch halb so teuer gehandelt. Sprich: Das Unternehmen macht im Book 100 EUR Gewinn im Jahr und eine Aktie ist 1% vom Unternehmen. D.h. aktuell wird sie mit 20 gehandelt bei einem KGV von 20. Und dann zahlen die Leute nur noch 10 EUR und man hat ein KGV von 10. 

Kannst Dir das Video mal anschauen. Lohnt sich echt: https://www.youtube.com/watch?v=dJMiVGlnLSc

Was solche Aktien spannend macht, ist eben ein Crash. Weil dann sind sie billig, verdienen aber immer noch ihr Geld. Da greift man dann psychologisch eher zu, auch wenn in der Bild Zeitung jeden Tag berichtet wird, dass die Zeit von Aktien nie wieder kommt etc.pp., weil die Wahrscheinlichkeit, dass ein Unternehmen Pleite geht, das gut verdient (und dann auch gut andere Unternehmen einkaufen kann), gegen null geht. Weswegen sich solche Unternehmen auch schneller wieder erholen. 

Richtig antizyklisch bräuchtest Du ja ein Unternehmen, das nicht nur den Gewinn hält, sondern richtig profitiert von einem Crash. Und zwar so stark, dass die Stimmung an der Börse dem Kurs nichts anhaben kann. Da kenne ich nichts. Selbst ne Berkshire Hathaway, die jetzt auf richtig Cash hockt und in nem Crash richtig gute Deals abschliesst, die den Gewinn dann in Zukunft steigen lassen, geht da in die Grütze. Zumindest vom Kurs her. 

 

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vor 9 Minuten, Neice schrieb:

Richtig antizyklisch bräuchtest Du ja ein Unternehmen, das nicht nur den Gewinn hält, sondern richtig profitiert von einem Crash.

Ich weiß gar nicht, ob man das möchte. Lösgelöst wäre toll. Wenn ich das richtig verstanden habe, werden nicht zyklische Aktien als antizyklisch bezeichnet. Ich finde den Begriff daher irreführend. Ansonsten kann man ganz einfach Short gehen, wenn man wirklich antizyklisch haben will. Ist nur zum langfristig halten eine blöde Idee, da die Märkte ja tendenziell steigen.

bearbeitet von XOR2

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vor 2 Minuten, XOR2 schrieb:
vor 11 Minuten, Neice schrieb:

Richtig antizyklisch bräuchtest Du ja ein Unternehmen, das nicht nur den Gewinn hält, sondern richtig profitiert von einem Crash.

Ich weiß gar nicht, ob man das möchte. Lösgelöst wäre toll.

Schau Dir das Video mal an. 

Du hast ja irgendwann eine Marktphase, wo alle Geld brauchen. Die Aktie müsste in so einer Phase dennoch mehr Zufluss an Geld als Abfluss bekommen. Schwierig vorzustellen, was das für ein Unternehmen sein sollte. 

Ich finde es aber vollkommen in Ordnung so. Wenn es Qualitätsaktien auf Ramschniveau gibt, ist das für einen langfristigen Investor der regelmäßig kauft ja nicht schlecht. Solange man da noch am Depotaufbau ist, kann einem nichts Besseres passieren. Doof wird das nur, wenn man das Geld dann braucht. Weil man z.B. arbeitslos wird. Dann wird es böse. 

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vor 12 Stunden, SimoneB schrieb:

Zu Rohstoff-ETFs: https://www.youtube.com/watch?v=cbPmKKzzqiI (Stichwort Rollkosten)

@Neice .  Jetzt hab ich so einen schönen langen Text geschrieben, um zu beweisen, dass das Video falsch ist und stelle jetzt fest: Jap, der Kerl hat Recht. Ich finde die Erklärung nicht so schön aber im Endeffekt läuft es darauf hinaus. Die Rollkosten sind nichts anderes als die Kosten für den Zeitwert der Option, mit der die Wertentwicklung gesichert wird.

Wie sich Preise an Rohstoffmärkten entwickeln kann kein Mensch vorhersagen. Ich habe mal Kupfer gehandelt. Also eigentlich nicht ich sondern meine Firma, die physisch über Kupfer verfügte und das an der LME verkauft bzw. damit spekuliert hat. Das ist ein so hochkomplexer Markt, der von riesigen international agierenden Fonds beeinflusst wird, dass Preise dort unmöglich vorhersehbar sind (weil die Fonds reine Spekulation betreiben). Was ich in den 5 Jahren daraus gelernt habe ist: Der Preis hat nichts mit der physisch verfügbaren Ware zu tun. Aber rein gar nix. 

Ich persönlich überlasse diesen Markt den Zockern und bin immer wieder froh, dass ich die ständigen Kursschwankungen genießen kann. 

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vor 10 Stunden, XOR2 schrieb:

Ja, hast du. Und? Wir haben auch beide Wörter geschrieben. Ansonsten haben unsere Beiträge eher wenig Gemeinsamkeiten.

Ich habe eine These, stütze sie mit der Argumenteion über Kaufgewohnheiten der Menschen und belege das mit dem Chart. Außerdem gibt es eine Menge Quellen zu antizyklischen Aktien im Internet, die meine Argumentation stützen. Hier mal die erste aus google:

https://www.boerse.de/wissen/antizyklische-aktien/

Du widersprichst mit der Begründung, dass wenn man Aktie xy zum Zeitpunkt z gekauft hätte, das nicht so toll gewesen wäre. Das kann man am Chart sehen. Bemerkst, dass nachträgliche Analyse ne blöde Idee ist und zukünftig nichts bringt. Dann legst du mir in den Mund, dass es meine These sei, dass Branche X gut ist und ich Einzelaktie empfehle. Und schließlich fällt dir nichts besseres ein darauf zu verweisen, dass du auch Charts verwendet hast?

Ich kann wirklich überhaupt keinen Mehrwert aus deinen 5 Beiträgen ziehen. Das ist keine Übertreibung. Dafür sind diese mit falschen Vorgehensweisen (nachträgliche Bewertung von Aktien), falschen Informationen (XOR2 sagt, Branche X ist gut und Einzelaktien Empfehlungen), das nicht eingehen auf meine Fragen, vermischtes Halb-Wissen (zittrige oder starke Hände gibt es, aber die haben nichts damit zu tun, ob eine Branche zyklisch oder antizyklisch ist, sondern wie die Reaktion der Anleger auf Turbulenzen am Aktienmarkt ist; vorzugsweise bei zyklischen Aktien) und ohne logischen Bezug (du beißt dich generell an Charts fest, dabei geht es um die Benutzung bzw. Interpretation geht) verfasst.

Klingt jetzt vielleicht hart, aber wer mit "Was denn das fürn Quatsch?" + Nonsens eröffnet, der kann begründete Kritik sicherlich wegstecken.

Diskutier nicht mit dem Typen. Der hat wirklich keine Ahnung und spamt zig Threads voll.

Allein ich selbst hab ihm mindestens 5 mal mit seinen nachweislich unsinnigen und auch schlichtweg falschen Aussagen ohne jeden Mehrwert konfrontiert: da kam dann nix mehr. Stattdessen Spam im nächsten Thread.

Ist quasi der männliche Individualchaot.

 

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vor 9 Stunden, XOR2 schrieb:

Da hast du wohl bei vielen Recht. Das kann ich mir jetzt auch nicht so recht erklären. Die großen Unternehmen wie United Internet AG, Telekom, Nestle und Co korrelieren schon recht stark mit dem Vergleichsindex.

Wenn du dir z.B. die Aktie von Gelsenwasser anschaust, dann wirst du seit 1994 kaum Rückschläge sehen

Gelsenwasser, dein Ernst??? Weißt du wie niedrig da der Streubesitz ist? Es gibt auch eine Garantiedividende, die nicht gekürzt werden kann, selbst wenn das Unternehmen Verlust macht (Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag).

So eine Aktie crasht dann eben nicht, weil genau da "starke" Hände drin sind - Anleger die auf einen Squeeze out spekulieren und bis dahin die Garantiedividende mitnehmen. Während bei UI, Telekom, Nestle eben genau die Anleger investiert sind, die "zittrig" sind, sprich im Crash verkaufen - z. B. ETFs.

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vor 22 Stunden, XOR2 schrieb:

Außerdem gibt es eine Menge Quellen zu antizyklischen Aktien im Internet,

Es gibt keine antizyklischen Aktien. Es gibt Zykliker und defensive Aktien, Zykliker hängen mit ihrem Geschäft stark an der Konjunktur. Defensive Aktien weniger stark oder im Idealfall gar nicht (Healthcare z. B.). Das operative Geschäft leidet zwar nicht oder nur wenig unter einer Rezession, aber in einem Börsencrash fallen die auch. Und aktuell haben wir die Situation, dass defensive Werte extrem hoch bewertet sind. Eben weil so viele Angst vor einem wirtschaftlichen Abschwung und einem Crash haben und denken, damit dann auf der sicheren Seite zu stehen. Und weil es halt stabile Dividendenzahler ist, wo man im Abschwung nicht unbedingt Kürzungen befürchten muss (Dividenden sind in der Niedrigzinsphase ja der neue Zins). Gerade die hohen Bewertungen (teilweise KGVs über 20, Dividendenrenditen nur noch 1,nochwas) machen die defensiven Werte aber sehr wohl anfällig, im Crash mit abzustürzen, egal wie stabil das operative Geschäft weiterhin läuft. Dazu kommt, eben weil sie so gut gelaufen sind in der Hausse, sitzen hier viele auf Gewinnen, die sie im Crash dann schnell noch sichern wollen.

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vor 21 Stunden, Neice schrieb:

Richtig antizyklisch bräuchtest Du ja ein Unternehmen, das nicht nur den Gewinn hält, sondern richtig profitiert von einem Crash. Und zwar so stark, dass die Stimmung an der Börse dem Kurs nichts anhaben kann. Da kenne ich nichts.

Fundamental vom Crash profitieren tun Börsenbetreiber, Onlinebroker, Wertpapierhändler... weil die profitieren von Volatilität und hohem Handelsvolumen. Aber wenn es crasht, crashen die Aktien trotzdem mit. Weil im Crash ja alle denken "das war's mit der Hausse, die Aktie als Anlage ist jetzt erstmal tot".

 

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vor 13 Minuten, Nachtzug schrieb:

Fundamental vom Crash profitieren tun Börsenbetreiber, Onlinebroker, Wertpapierhändler... weil die profitieren von Volatilität und hohem Handelsvolumen. Aber wenn es crasht, crashen die Aktien trotzdem mit. Weil im Crash ja alle denken "das war's mit der Hausse, die Aktie als Anlage ist jetzt erstmal tot".

Eben. 
https://www.finanzen.net/aktien/Deutsche_Boerse-Aktie
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/425567/umfrage/orderbuchumsatz-an-der-boerse-frankfurt/
https://www.finanzen.net/index/DAX/Charttool

Was übrigens eine riesige Chance ist, wenn man sich mit Unternehmensbewertung beschäftigt und dann antizyklisch kauft. 

Aber das merkt man ja in allen Anlageklassen, sei es Krypto, Börse oder Immobilien. Wird etwas extrem teuer, dann schaut die Mehrheit auf den Verlauf und denkt sich: "Boah, da ist ja richtig Geld an mir vorbei gegangen. Jetzt muss ich einsteigen". Aber wenn es billig ist, dann interessiert es keinen mehr, weil dann heisst es "gut dass ich damals nicht eingestiegen bin" oder "So ne scheisse, richtig Kohle verloren"

@SimoneB macht das schon richtig. Breit streuen. Regelmäßig kaufen. Rebalancing. Und mit langem Horizont auf das Wirtschaftswachstum pokern. Als ein Teil des Vermögensaufbaus. 

Parallel sich mit Unternehmensbewertung beschäftigen und wenn es sich anbietet, günstig kaufen. 
Denn eine Sache ist ziemlich sicher: Geraten alle in Panik, kann man günstig kaufen. 
War immer so. Wird wahrscheinlich so auch bleiben. 

Ansonsten gibt es immer Dinge, die keiner so mag und wo sich spannende Situationen ergeben. 
Polyus ist z.B. mal einen Blick wert, nachdem Trump gepoltert hat. Nettes KGV, Div.Rendite. 
Und Gold als Geschäftsmodell... kaufen es halt die Chinesen. 

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Als Stabilisatoren gegen die Votalität wurden ja mal Immobilienaktien gesehen. Mittlerweile ist man aber wohl zu der Überzeugung gelangt, dass diese auch stark mit dem übrigen Aktienmarkt korrelieren. Wenn man einen sicheren Hafen in seinem Depot benötigt, legt man einfach etwas Cash aufs Tagesgeldkonto und gut ist. Das meiste blabla im Netz zum Thema Aktien bringt darüber hinaus keinen Renditevorsprung. 1-2 ETF Lösung und dann auf Autopilot bringt wahrscheinlich am meisten Rendite für den Privatanlager.

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Zitat

Comdirect nutzt Börsenturbulenz        

                                       
Die Unruhe an den Börsen zu Jahresbe-  
ginn hat sich als Glücksfall für die   
Onlinebank Comdirect erwiesen. Der Ge- 
winn im 1.Quartal legte merklich zu,   
getrieben von den Gebühren für Wertpa- 
piergeschäfte.                         
                                       
"Die Anzahl an Trades ist auf Rekordni-
veau", erklärte Bankchef Arno Walter.  
"Wir haben zum einen mehr Kunden und   
zum anderen haben die Kunden die Vola- 
tilität an den Börsen genutzt und sehr 
rege gehandelt." Comdirect konnte da-  
durch den Gewinn im 1.Quartal auf 21,7 
Mio.Euro steigern. Das waren 6,5 % mehr
als im Vorjahreszeitraum. 

Und Aktie mit neuem Hoch seit 2007. Aber wenn man sieht, was sie 2007 bis 2009 gemacht hat, würde ich nicht unbedingt von antizyklisch und crashresistent sprechen.

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Am 13.4.2018 um 01:07 , XOR2 schrieb:

Wenn du dir z.B. die Aktie von Gelsenwasser anschaust, dann wirst du seit 1994 kaum Rückschläge sehen. Selbst der größte zwischen 2007 und 2009 ist mit einem Rückgang von etwas mehr als 20% noch deutlich geringer ausgefallen als der Vergleichsindex CDAX bzw. Dax mit jeweils über 50%. Schaut man sich das Interval vom 01.01.2000 bis 12.04.2003 an, machen die sogar 62% Gewin im Gegensatz zu den Vergleichindizes mit 55% Verlust.

Antizyklisch läuft die aber auch nicht. 

Ist halt ein recht sicheres Geschäftsmodell. Regionaler Wasserversorger. Zahlen ne Dividende. Haben in 2013 1,2 Mrd. Umsatz gemacht bei 92 Mio. Gewinn. Und in 2017 1,2 Mrd. Umsatz bei 93,7 Mio. Gewinn. Also quasi kein Wachstum. 

Parallel hat sich der Kurs aber in der Spitze um knapp 80% erhöht. 

Die Frage ist halt, warum der Kurs hoch ist. Ich denke, da sind viele Anleger drin, die basierend auf den niedrigen Zinsen sich >3% Dividende mitnehmen und parallel am Kursanstieg partizipieren. Wasser verbrauchen die Leute immer. Auch in Krisen. Wahrscheinlich langjährige Verträge mit den Gemeinden dahinter. Ändert sich da das Zinsumfeld, müsste der Kurs auch ordentlich korrigieren. 

Ist sicher ein Unternehmen, dass einen Crash überlebt und auch seine Dividende zahlt. Wenn sich politisch nichts verändert. Wie sich ein Aktienkurs entwickelt, wenn Zinsen weiter steigen? Antizyklisch wäre ich mir da nicht so sicher. 

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Seufz, nochmal: Gelsenwasser ist ein beherrschtes Unternehmen.

Zitat

Der Anteilsbesitz ist seitdem wie folgt: 92,9 % Wasser und Gas Westfalen GmbH (50 % Stadtwerke Bochum Holding, 50 % Dortmunder Stadtwerke) und 7,1 % Streubesitz.

Der Großaktionär hat einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Firma abgeschlossen. Damit haben die Minderheitsaktionäre Anspruch auf eine jährliche Garantiedividende. Die hat mit dem operativen Geschäft aber nichts mehr zu tun. Die muss immer gezahlt werden, egal ob es Verluste gibt. Die Aktie von Gelsenwasser ist in den letzten Jahren deshalb gut gelaufen, weil "Dividende ist der neue Zins und dann ist eine garantierte Dividende ja perfekt, weil die kann ja nicht gekürzt werden - das ist ja genauso sicher wie eine Bundesanleihe".

Vgl.:

https://boersengefluester.de/garantiedividenden-die-grose-ubersicht-2017/

P.S.:

Zitat

Das klassische Wassergeschäft macht bei Gelsenwasser nur noch rund ein Drittel des Umsatzes aus.

https://www.waz.de/staedte/gelsenkirchen/bei-gelsenwasser-ist-nicht-nur-die-aktie-auf-rekord-kurs-id210831653.html

 

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Zum Portfolio der TE:

Da es sich hier wahrscheinlich um einen Fünfstelligen oder niedrigen Sechsstelligen Betrag handelt, würde ich die Rohstoffe rausschmeißen. Die Korrelation sind in Krisenzeiten eh eins. Rohstoffe produzieren keinen Mehrwert und ist imho Spekulation. Kann man aber mit reinnehmen, wenn man ein größeres Portfolio hat, ab sieben Stellen. 

Cash als Alternative zu den Anleihen ist korrekt. Man muss da nur drauf achten, dass man da vernünftig mit den Rücklagen trennt. 

Für spekulative Positionen wie zB Bitcoins gilt die Faustregel, dass man maximal ein Prozent des Portfolios pro Position dort reinsteckt. Warum sollte klar sein. 

Die Feuerteufe wird aber wohl noch kommen, die Börse wird nicht immer auf Kuschelkurs wie in den letzten Jahren bleiben. Wichtig ist, wenn die Kurse fallen, einfach die Strategie weiter durchzuziehen, es wird sich wahrscheinlich lohnen. ;)

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vor 5 Stunden, Kubrick schrieb:

Zum Portfolio der TE:

Da es sich hier wahrscheinlich um einen Fünfstelligen oder niedrigen Sechsstelligen Betrag handelt, würde ich die Rohstoffe rausschmeißen. Die Korrelation sind in Krisenzeiten eh eins. Rohstoffe produzieren keinen Mehrwert und ist imho Spekulation. Kann man aber mit reinnehmen, wenn man ein größeres Portfolio hat, ab sieben Stellen. 

Im Moment kaufe ich da nichts dazu und senke dadurch den Anteil. Die Rohstoffpreise steigen gerade und die Kurse erholen sich langsam. Wenn es so weitergeht verkaufe ich evtl Ende des Jahres wenn ich sowieso Rebalancing mache. Derzeit sind mir die Kurse dafür zu niedrig.

Cash als Alternative zu den Anleihen ist korrekt. Man muss da nur drauf achten, dass man da vernünftig mit den Rücklagen trennt. 

Das ist richtig, sollte ich strickter trennen, habe sowieso zwei Depots und zwei Tagesgeldkonten.

Für spekulative Positionen wie zB Bitcoins gilt die Faustregel, dass man maximal ein Prozent des Portfolios pro Position dort reinsteckt. Warum sollte klar sein. 

Bitcoin war zum Zeitpunkt des Kaufs ungefähr 1%.

Die Feuerteufe wird aber wohl noch kommen, die Börse wird nicht immer auf Kuschelkurs wie in den letzten Jahren bleiben. Wichtig ist, wenn die Kurse fallen, einfach die Strategie weiter durchzuziehen, es wird sich wahrscheinlich lohnen. ;)

Das hoffe ich :)

 

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Am 28.4.2018 um 08:15 , SimoneB schrieb:

Im Moment kaufe ich da nichts dazu und senke dadurch den Anteil. Die Rohstoffpreise steigen gerade und die Kurse erholen sich langsam. Wenn es so weitergeht verkaufe ich evtl Ende des Jahres wenn ich sowieso Rebalancing mache. Derzeit sind mir die Kurse dafür zu niedrig.

Ich würde da aufpassen, dass Du nicht Dich selber austrickst. 

Hinter einem diversifizierten Portfolio steckt ja eine Strategie. Genauso wie hinter Rebalancing eine Strategie steckt. 
Rohstoffe laufen zyklisch. Momentan sind sie billig und ziehen an. 

Es würde ziemlich gegen die Strategie laufen, hier jetzt in Richtung Aktien zu optimieren. Sinn einer solchen Strategie ist ja, dass man sich auf statistische Dinge verlässt und sich nicht vom Kopf und den Emotionen austricksen lässt. Also entweder die Strategie als Ganzes überdenken oder daran festhalten. Macht ja keinen Sinn nach einem lange laufenden Bullenmarkt jetzt (teure) Aktien zu ungunsten (billiger) Rohstoffe zu forcieren. 

Da würde ich 100% auf einer Strategie bleiben und ggf. eine zweite Strategie gedanklich getrennt in einem weiteren Depot fahren. 

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Das stimmt. Ich werde jetzt auch nicht spontan handeln. Ich bin nur dabei die Strategie zu hinterfragen. Der Sinn von Rohstoffen war ja nicht die Rendite zu verbessern sondern zu diversifizieren. Die Frage ist inwieweit die Rohstoffe das leisten und was die Alternative wäre. Mittlerweile sind noch Gold und Bitcoin dazugekommen. Eventuell könnte ich einfach mehr auf dem Tagesgeldkonto parken. Das ist durch diverse Haus-Garten-Renovierungsarbeiten ziemlich leergeräumt (ja, ich weiß, trennen...). Ich überlege und beobachte noch bis Ende des Jahres.

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vor 1 Stunde, SimoneB schrieb:

Ich bin nur dabei die Strategie zu hinterfragen. Der Sinn von Rohstoffen war ja nicht die Rendite zu verbessern sondern zu diversifizieren.

Die Frage ist halt nur, basierend auf welchen Fakten Du das hinterfragst. 

Musst halt aufpassen, dass Du jetzt nicht Dein Portfolio beobachtest mit Deinen Erfahrungen in einem Bullenmark. 
Was ist denn das Ziel von Diversifikation? Am Ende versucht man doch immer das Rendite/Risikoverhältnis zu optimieren.

Ray Dalio hat in seinem All Weather Portfolio z.B. 30% Aktien, 55% Staatsanleihen, 7,5% Gold, 7,5% Rohstoffe + Rebalancing. 
Natürlich kann man da jetzt sagen, dass man mit Aktien ab 2015 deutlich besser gefahren ist. 

Ist natürlich langweilig, man muss aber dazu sagen, dass er mit dem Ding seit von 1973-2016 eine jährliche Rendite von 9,17% mit nem max. Drawdown von etwas über 14% hatte, als 2009 alles in die Grüze ging und man froh war, wenn noch 50% vom Depot übrig war. Muss man erstmal mit nem Index schaffen. Klar, ob Zinsen wieder auf solche Niveaus steigen, weiss man nicht. Aber der Trend ist momentan zumindest in den USA, dass Zinsen steigen und viele institutionelle Anleger aus Aktien umschichten. Weil warum Risiko mit Aktien, wenn es Alternativen gibt? 

Ist vllt. nicht der richtige Zeitpunkt, so ne Strategie zu hinterfragen. Ist man schnell dabei, zyklisch zu agieren und sein Geld zu verlieren. 

Ich will Dir Deine Idee übrigens nicht ausreden. Aber sie muss schon begründet sein. 

Ich fahre ca. 50% Aktien und 50% Cash. 
Da sagt jetzt jeder Blödsinn. 

Aber von den 50% habe ich 30% im Lagerbestand. D.h. ich kaufe größere Mengen und erziele darüber eine Rendite. Und wenn ich an das Geld dran muss? Innerhalb von 6 Monaten kann ich das Lager auscashen (kaufe Lagerbestand für 6 Monate). Das Geld kann ich aber noch viel schneller bekommen, indem ich das Aktiendepot beleihe. DEGIRO bietet EONIA (min. 0%) zzgl. 1,25% und da ich nicht glaube, dass die EU den EONIA in der nächsten Zeit über 0% habt, bekomme ich da sehr schnell super günstiges Geld, wenn ich es brauche. 

Und sollte das mal nicht klappen, weil DEGIRO es sich anders überlegt, kann ich günstig von der Hausbank leihen und 20% Cash habe ich ja auch noch. 

Ist meine Strategie. Und ich freue mich auf den nächsten Crash. 

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Ich habe jetzt nicht komplett alles gelesen also lyncht mich bitte nicht gleich, wenn ich etwas doppelt schreibe oder eine Frage wiederhole.

Ich habe leider nichts über deine konkrete Anlagesumme gelesen? Hast du einen Sparplan (bspw. jeden Monat 500€) oder eine feste Summe angelegt? Je nachdem solltest du auch "unterschiedlich" diversifizieren.

Wenn deine Depotsumme < 50.000€, reichen eigentlich 2 ETFs. Bspw. der MSCI World und Barclays Euro Aggregate im Verhältnis z.b 65/35. Damit wirst du keine Rendite von 6-7% schaffen, kannst dafür aber Nachts ruhig schlafen. Das ist für den Anfang mehr Wert also eine "hohe" Rendite.

Ich wurde das ganze auf ein Depot beschränken (Wozu brauchst du zwei Depots?, Depotsumme <50.000€).

Wie sieht eigentlich dein Risikomanagement aus? Wie viel LOSS kannst du verschmerzen? Hast du Ordersutätze in deinen aktiven Positionen? Kaufst du nach? Willst du Cashflows oder thesaurieren?

 

Grüße E.

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OK, vielleicht hättest du doch ein bißchen mehr lesen sollen :D. Ich habe in ein paar Etappen das Geld angelegt (>50.000) und kaufe jedes Jahr als Rebalancing nach, immer jenachdem wie mein Bonus ausfällt und wieviel ich zur Seite gelegt habe. Es kann alles thesaurierend sein, bin nicht auf Ausschüttungen angewiesen. Die Strategie ist längerfristig und ich würde auch ohne das Geld überleben. Es soll aber kein Totalverlust sein 😢. Die zwei Depots sind aus (Un-)sicherheitsgefühl entstanden, siehe Seite1.

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Also ein Invest in Rohstoffe aus RENDITESICHT finde ich eher unsinnig, da diese direkt keinen Mehrwert erwirtschaften ... ist eher sowas wie kaufkaftsicherung (kann man auch anders sehen, will jetzt keinen glaubenskrieg losbrechen)

meine Theorie, warum auch die Aktienkurse solider Unternehmen in Kriesenzeiten anfangen zu schwächeln ist eher eine Finanzproblematik ... wer besitzt denn zurzeit die meisten Aktien ? Soweit ich weiß, sind das hauptsächlich die Banken und genau diese waren es ja auch in der Krise 2008/9, die Liquidität benötigen ... daher werden diese verkaufen müssen.

Dazu kommt, dass mittelfristig die Refinanzierung auch von soliden Unternehmen teurer wird (unabhängig vom Leitzins), da die Banken aufgrund ihrer Eigenkapital-Regeln (zb Basel 2,3, achtung halbwissen) dann weniger Kredite vergeben können. Angebot vs Nachfrage ... ist aber im Detail sicher etwas komplizierter, damit kann man Bücher füllen 😉

bearbeitet von gothar2003

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Ich habe ja schon geschrieben dass ich Rohstoffe nicht primär wegen Rendite sondern zum Diversifizieren reingenommen habe.

Sonst zum Thema Aktienkurse: es hängt stark vom Unternehmen ab wie es mit dem Besitz aussieht. Die Firmen halten ja auch einen unterschiedlich großen Eigenanteil. Bei meiner Firma sind 30% Streubesitz, fast alles Privatanleger aus Deutschland (Großteil durch Mitarbeiter Incentive Programn schätze ich). Und ich denke dass der wichtigste Grund dafür dass in Krisenzeiten alle Aktien runtergehen die Psychologie ist. Menschen haben Angst vor Verlusten und verkaufen schnell und werden gierig bei steigenden Kursen und nehmen Gewinne nicht mit.

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vor 14 Minuten, SimoneB schrieb:

Und ich denke dass der wichtigste Grund dafür dass in Krisenzeiten alle Aktien runtergehen die Psychologie ist. Menschen haben Angst vor Verlusten und verkaufen schnell und werden gierig bei steigenden Kursen und nehmen Gewinne nicht mit.

Ja, grundsätzlich stimmt das natürlich, aber das sind ja eher verstärkende Faktoren. Mir ging es ja eher um die Auslöser für fallende Kurse. 

Meist ist es ja so, dass diese Emotionen erst auftreten, wenn die Kurse bereits gefallen sind, und die Medien das Wort „Krise“ in den Mund nehmen (wobei das Wort mittlerweile inflationär verwendet wird)

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