Wie sehen die Gehaltsaussichten mit einem Master in Wirtschafts(-Informatik) nach ein paar Jahren aus?

30 Beiträge in diesem Thema

Empfohlene Beiträge

Hi Leute, 

da ich in meinem Freundeskreis hauptsächlich Studenten und junge Berufsanfänger habe, wollte ich einfach mal eure Einschätzung hören, was man so ungefähr mittelfristig verdient (natürlich ist das sehr subjektiv und von vielen Variablen abhängig, das ist mir durchaus bewusst), aber ich erhoffe mir durch den Thread trotzdem einen groben Überblick zu bekommen. 

Daher meine Frage: 
Was verdient man ungefähr nach 3-5, gerne auch nach 10 Jahren als Master in Informatik/Wirtschaftsinformatik oder BWL? (Hintergrund: Ich habe einen Master in Wirtschaftsinformatik, deswegen habe ich mal alle 3 Richtungen dazu geschrieben). Einfach mal davon ausgehen, dass man sich nicht allzu doof anstellt, normale soziale Fähigkeiten besitzt, nicht oft krank ist und auch sonst alles "normal" läuft. Was würdet ihr da schätzen?

Also zum Berufseinstieg, würde ich im Moment irgendwo zwischen 50.000 und 60.000€ verdienen, was netto in Deutschland ungefähr 2.500€ pro Monat wären. Wie sieht das also in 3, 5 oder 10 Jahren normalerweise aus? 

Vielen Dank schonmal für die Einblicke

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
vor 11 Minuten, Ambizious schrieb:

Hi Leute, 

da ich in meinem Freundeskreis hauptsächlich Studenten und junge Berufsanfänger habe, wollte ich einfach mal eure Einschätzung hören, was man so ungefähr mittelfristig verdient (natürlich ist das sehr subjektiv und von vielen Variablen abhängig, das ist mir durchaus bewusst), aber ich erhoffe mir durch den Thread trotzdem einen groben Überblick zu bekommen. 

Daher meine Frage: 
Was verdient man ungefähr nach 3-5, gerne auch nach 10 Jahren als Master in Informatik/Wirtschaftsinformatik oder BWL? (Hintergrund: Ich habe einen Master in Wirtschaftsinformatik, deswegen habe ich mal alle 3 Richtungen dazu geschrieben). Einfach mal davon ausgehen, dass man sich nicht allzu doof anstellt, normale soziale Fähigkeiten besitzt, nicht oft krank ist und auch sonst alles "normal" läuft. Was würdet ihr da schätzen?

Also zum Berufseinstieg, würde ich im Moment irgendwo zwischen 50.000 und 60.000€ verdienen, was netto in Deutschland ungefähr 2.500€ pro Monat wären. Wie sieht das also in 3, 5 oder 10 Jahren normalerweise aus? 

Vielen Dank schonmal für die Einblicke

Gibt schöne Vergleichsportale im Netz. Da hab ich auch mal geschaut. Stellenweise mit Unternehmensangabe und Position im Unternehmen, sowie Berufserfahrung. Namen weiß ich gerade nicht aber ich hatte mal gesehen das bei einer AG 75k-120k gezahlt wurden für einen Senior IT Consult.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Wäre nicht schlecht, wenn du spezifizieren könntest in welchem Bereich du unterwegs bist. Als Wietschaftsinformatiker ist ja nahezu alles möglich, von Software Engineer bis IT Security hin zu Cloud Architekt. Dementsprechend auch hohe Gehaltsspanne. 

Ansonsten würde ich dir, wenn ich mir so all deine Threads und Fragen ansehe, mal empfehlen bei wiwi-treff vorbeizuschauen. Dort gibt es vermutlich einen größeren Pool an Leuten, die dir weiterhelfen können. Insbesondere was Themen wie Gehaltsentwicklung angeht.

Zur Frage: ich bin vor ein paar Monaten als IT Consultant im Bereich Big Data, IoT und ML eingestiegen. Gehalt liegt bei 50k fix, 2k Bonus und vermutlich 2 - 4k Überstunden. Hatte auch Angebote für mehr, aber dort waren entweder die Entwicklungsmöglichkeiten schlecht (mein Arbeitgeber plant dieses Jahr 2k Leute einzustellen; über 100% Umsatzwachstum in den letzten 5 Jahren) oder ich hätte mich versklaven müssen (bei uns wird viel Wert auf WLB gelegt, dazu Überstunden bezahlt und viel Homeoffice). Aus Gesprächen mit anderen Consultants kann man mit 8 - 12% Gehaltssteigerung p.a. rechnen, wenn man gut und motiviert ist. In der Industrie sind Einsteigsgehälter vermutlich noch etwas besser, aber kam für mich nicht in Frage, da a) beschissene Lernkurve, b) starre Strukturen, c) wenig Aufstiegsmöglichkeiten sowie d) so meine bisherige Erfahrung unmotivierte und uninspirierte Kollegen. 

Hoffe das hilft dir weiter!

bearbeitet von suchti.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

In welchem Job genau? Stellenbeschreibung? 

Ganz ehrlich? Kann man in der heutigen Zeit nicht mehr sagen. Je nachdem bei welcher Firma du landest und wie gut du dich im Gespräch verkaufst stark schwankend. Die Abhängigkeit von sehr guten Noten, muss man nicht extra erwähnen. Deine Zahlen sind in meinen Augen Wunschdenken. Du wirst bald sehen, was der Markt für dich bereithält. 

Gibt heutzutage nicht wenige, die trotz Master im unteren Bereich des Einkommensschnittes rumkrebsen. Der derzeitige Wandel im Bildungssystem, mit der dahingehend steigenden Zahl an Arbeitslosen sowie über die Zeitarbeit Angestellten Akademikern, ist in meinen Augen besorgniserregend. Ohne ein gutes Studium, Auslandserfahrungen und fließendem/verhandlungssicheren  Englisch ist in vielen Bereichen heute kein Blumentopf mehr zu gewinnen. 

Die Gehaltssteigerung ist meist vom Wert deiner Arbeit und von dem jeweiligen Blickwinkel deiner zukünftigen Vorgesetzten abhängig. Um es kurz zu fassen: Eine Glaskugel besitze ich leider nicht. 

bearbeitet von JaWe

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Wer Wert auf gute Bezahlung legt, sollte sowieso nicht in Deutschland arbeiten.

Der Faktor Verhandlung nach dem Bewerbungsgespräch wird sowieso von vielen brutal
unterschätzt. Da wird einem während des Studiengangs erzählt man wird mit 50K+ anfangen,
landet im Vorstellungsgespräch und wird auf 40K runtergedrückt - witzigerweise schlucken
das viele oder die meisten weil: besser einen Job als gar keinen. Einer der fatalsten Fehler
überhaupt.

Wenn Du im Gehalt auch relativ schnell aufsteigen möchtest, würde ich dir nahe legen deinen
Job bzw. die Stelle regelmässig zu wechseln - da es meist doch sehr unwahrscheinlich ist in
ein und dem selben Unternehmen Sprünge von 20-30K innerhalb ein paar Jahren zu machen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

In meinem Studiengang (B.A. BWL): Einstiegsgehälter sind mir von 40k - 62k bekannt. Alles Industriebetriebe. Lustigerweise befinden sich in der oberen Gehaltsspanne einige aus eher mittelständischen Unternehmen und ziemlich wenig Potenzial, was Intellekt und Ehrgeiz betrifft. Untere Gehaltsspanne wird durch bestimmte Branchen bestimmt - v.A.  Nahrungsmittelbranche. Am besten verdienen die Leute in Branchen des Maschinenbaus, gefolgt von chemischer Industrie. Zur Gehaltsentwicklung bin ich in den Infos etwas beschränkt, bekannt: durchschnittliche Steigerung p.a von ca. 2- 3.000€. Dann kommts stark darauf an, in welchem Bereich sich die Leute aufhalten. Gibt einige mit klassischen Referentenstellen im Bereich Controlling, PM und co. bei denen ist dann Schluss bei einer Steigerung von ca. 20.000€. nach 8 Jahren. Also in Summe 60k - 82k. Ab da gehts dann nur noch weiter, sofern es in Leitungsbereiche geht - das sind dann so ca. 90- 100k für Abteilungsleiter und 150k für Management Positionen.  Ich habe dagegen beispielsweise eine Stelle mit 58k Einstiegsgehalt, Steigerung von 5k im ersten Jahr, 3k in den darauffolgenden 2 Jahren und dann werde ich, nach aller Wahrscheinlichkeit, bereits AT eingestuft mit ca. 80-90k. Maximum, was ich erreichen kann, dürfte so bei 100- 110k auf Lebenszeit liegen. Leitungsstelle ist meinem Bereich mit dem Abschluss nicht möglich.  Eine Besonderheit sind da die Vertriebsstellen. Unsere Außendienstler verdienen je nach Gebietszuständigkeit und Können zwischen 60k und lustigen 250k durch Provision. Die Entwicklungen sind mir derart bekannt, da, bis auf unsere Nahrungsmittelleute, alle Tarifverträge haben und häufig entsprechende betriebliche Regelungen zu Gehaltsentwicklungen vorliegen. Die Gehälter meines Unternehmens kenne ich auch vollständig für alle Stellen, weil ich mal ne Zeit lang im HR war. 

Da ich zahlreiche Freunde mit Winfo habe: Bei denen sind viel mehr Überflieger dabei. Meine Ex hat sich innerhalb von 2 Jahren nach dem Studium bereits zu einer Assistenz  der Leitung IT in einem der größten Konzerne Europas gemausert. Gehalt kenne ich nicht, ihrer Wohnung nach zu urteilen dürfte das bereits Richtung 6-stellig gehen. Neben ihrem gestörten Ehrgeiz soll, dem Hörensagen nach, aber auch ihre ganz ansprechende Optik in Verbindung mit einer gehobenen Fähigkeit zur Ausnutzung ihres weiblichen Charmes eine Rolle gespielt haben. Ein weiterer Kollege ist bei  einer T1 UB gelandet und verdient sich dort auch dumm und dämlich. Bei den restlichen bewegt sich das Gehalt in Richtung unseres Durchschnitts, wobei der untere Rand da weniger vorhanden ist. Mir ist keiner bekannt, der nach den ersten Jahren noch unter 65k (inkl. aller Prämien) liegt. Tendenziell ist mein Eindruck, dass man als Winfo - der was drauf hat - steilere Entwicklungen erreichen kann, als mit reinem BWL. Da äußern sich die Leistungsunterschiede der Absolventen weitaus weniger im Gehalt, als bei den IT'lern. 

Bezieht sich aber alles auf Bachelor, nicht auf Master. Kenne relativ wenige, die einen Master machen/gemacht haben und wenn, ist mir das Gehalt nicht wirklich bekannt.

bearbeitet von Virez
  • LIKE 5

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Man kann keine Pauschalantwort dazu geben. Es hängt stark von der Branche und Unternehmensgröße ab. Sowie eigener Spezialisierung und dem Networking später. Wir hatten dieses Jahr viele Bewerbungen aus dem Consulting, da scheinen die Arbeitsbedingungen nicht so prickelnd zu sein. Sonst gibt es zwei Wege viel Geld zu verdienen - entweder mit Personal und/oder Geldverantwortung (wobei z.B. Controlling mehr geschätzt wird als Produktion) oder als Spezialist/Experte. Dabei sind bei uns Spezialisten dann Naturwissenschaftler z.B. die auch Software entwickeln. Reine Informatiker sind dann entweder outgesourced oder im Tarifbereich eingestellt. Promovierte NW frisch von der Uni steigen dann bei ca 50K fest ein, dazu kommen dann 12-15K Bonus, je nach Jahr. In den ersten Jahren entwickelt sich das gut weiter aber dann pendelt sich das bei ca 100000 gesamt ein denn die Aufstiegsmöglichkeiten sind rar.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Das Thema Gehalt ist immer ein "kommt drauf an". Da gibt es so viele Faktoren, dass man da unmöglich eine pauschale Aussage treffen kann. Natürlich gibt es Statistiken, die ein Anhaltspunkt sind. Aber es kommt halt auch immer auf den Einzelnen und seine Fähigkeit an "sich richtig zu verkaufen". Und dann muss gegenüber natürlich auch einer sitzen, der "ihm das abkauft". Passt das, dann halte ich 100k nach 10-15 Jahren und 1-2 Jobwechseln (ohne wird es tatsächlich sehr schwer) für ein durchaus realistisches Ziel. Wobei man auch hier wieder schauen muss. 100k sind in München weniger als in einer Kleinstadt. Die Mieten fressen einen Großteil des hohen Einkommens, da darf man sich eben auch nicht blenden lassen. Jeder hat anfangs das Ziel viel Geld zu verdienen. Je mehr man dann verdient, desto mehr relativiert es sich und macht anderen Wünschen Platz. Aber das muss jeder für sich selbst erfahren und auch entscheiden, ob er das so will.

  • LIKE 1

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Hallo,

sehe ich ähnlich, wie meine Vorposter. Ich bin selbst Senior IT Consultant (Softwareverteilung, Systemsmanagement, Systemarchitect). Habe seinerzeit mit knapp 40k angefangen. Nach 10 Jahren lag ich damals bei ca. 70k. Ich habe immerhin ein Abitur vorzuweisen :-) Aber ich wage zu behaupten, dass ich zu den Spitzenkräften in meinem Job gehöre. Aber im Moment sind bei uns in der Gegend Gehälter möglich, das ist fern von Gut und Böse. Der Markt ist so derbe leer gefegt. Ich muss im Moment Leute einstellen, die hätte ich mir vor 2 Jahren noch nichtmal angeguckt. Dann bietet man denen sogar weit mehr als man eigentlich bereit ist, und die haben trotzdem noch 2-3 bessere Angebote zur Verfügung. Selbst die Headhunter verzweifeln daran, da sich viele Bewerber von mehreren parallel vermitteln lassen. Hier in NRW kann man gerade auf jeden Fall mächtige Sprünge machen, wenn man sich halbwegs gut verkauft bekommt.

Grüsse

Kenjii

  • LIKE 3

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
vor 14 Stunden, Gotteskind schrieb:

Wer glaubt es sei Abhängig davon ob man nun Informatik oder Wirtschaftsinformatik gemacht hat um in 10 Jahren ein bestimmtes Gehalt zu verdienen, der verdient schon heute nicht einmal ein Einstiegsgehalt von 50k. 

Was ist denn des schon wieder für ne Pöbelantwort😄 Kann man nicht einmal nen Thread aufmachen ohne diese Trollkommentare?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
vor 11 Stunden, Virez schrieb:

In meinem Studiengang (B.A. BWL): Einstiegsgehälter sind mir von 40k - 62k bekannt. Alles Industriebetriebe. Lustigerweise befinden sich in der oberen Gehaltsspanne einige aus eher mittelständischen Unternehmen und ziemlich wenig Potenzial, was Intellekt und Ehrgeiz betrifft. Untere Gehaltsspanne wird durch bestimmte Branchen bestimmt - v.A.  Nahrungsmittelbranche. Am besten verdienen die Leute in Branchen des Maschinenbaus, gefolgt von chemischer Industrie. Zur Gehaltsentwicklung bin ich in den Infos etwas beschränkt, bekannt: durchschnittliche Steigerung p.a von ca. 2- 3.000€. Dann kommts stark darauf an, in welchem Bereich sich die Leute aufhalten. Gibt einige mit klassischen Referentenstellen im Bereich Controlling, PM und co. bei denen ist dann Schluss bei einer Steigerung von ca. 20.000€. nach 8 Jahren. Also in Summe 60k - 82k. Ab da gehts dann nur noch weiter, sofern es in Leitungsbereiche geht - das sind dann so ca. 90- 100k für Abteilungsleiter und 150k für Management Positionen.  Ich habe dagegen beispielsweise eine Stelle mit 58k Einstiegsgehalt, Steigerung von 5k im ersten Jahr, 3k in den darauffolgenden 2 Jahren und dann werde ich, nach aller Wahrscheinlichkeit, bereits AT eingestuft mit ca. 80-90k. Maximum, was ich erreichen kann, dürfte so bei 100- 110k auf Lebenszeit liegen. Leitungsstelle ist meinem Bereich mit dem Abschluss nicht möglich.  Eine Besonderheit sind da die Vertriebsstellen. Unsere Außendienstler verdienen je nach Gebietszuständigkeit und Können zwischen 60k und lustigen 250k durch Provision. Die Entwicklungen sind mir derart bekannt, da, bis auf unsere Nahrungsmittelleute, alle Tarifverträge haben und häufig entsprechende betriebliche Regelungen zu Gehaltsentwicklungen vorliegen. Die Gehälter meines Unternehmens kenne ich auch vollständig für alle Stellen, weil ich mal ne Zeit lang im HR war. 

Da ich zahlreiche Freunde mit Winfo habe: Bei denen sind viel mehr Überflieger dabei. Meine Ex hat sich innerhalb von 2 Jahren nach dem Studium bereits zu einer Assistenz  der Leitung IT in einem der größten Konzerne Europas gemausert. Gehalt kenne ich nicht, ihrer Wohnung nach zu urteilen dürfte das bereits Richtung 6-stellig gehen. Neben ihrem gestörten Ehrgeiz soll, dem Hörensagen nach, aber auch ihre ganz ansprechende Optik in Verbindung mit einer gehobenen Fähigkeit zur Ausnutzung ihres weiblichen Charmes eine Rolle gespielt haben. Ein weiterer Kollege ist bei  einer T1 UB gelandet und verdient sich dort auch dumm und dämlich. Bei den restlichen bewegt sich das Gehalt in Richtung unseres Durchschnitts, wobei der untere Rand da weniger vorhanden ist. Mir ist keiner bekannt, der nach den ersten Jahren noch unter 65k (inkl. aller Prämien) liegt. Tendenziell ist mein Eindruck, dass man als Winfo - der was drauf hat - steilere Entwicklungen erreichen kann, als mit reinem BWL. Da äußern sich die Leistungsunterschiede der Absolventen weitaus weniger im Gehalt, als bei den IT'lern. 

Bezieht sich aber alles auf Bachelor, nicht auf Master. Kenne relativ wenige, die einen Master machen/gemacht haben und wenn, ist mir das Gehalt nicht wirklich bekannt.

Danke dir für den Einblick! Genau wegen solcher Beiträge habe ich den Thread eröffnet!

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
vor 10 Minuten, Ambizious schrieb:

Was ist denn des schon wieder für ne Pöbelantwort😄 Kann man nicht einmal nen Thread aufmachen ohne diese Trollkommentare?

Naja das ist etwas gepöbelt, ja, aber im Endeffekt gibt es unendlich viele Faktoren die das Gehalt in 10 Jahren beeinflussen und ich bin absolut überzeugt davon, dass dein Studienabschluss davon nur ein ganz ganz kleiner Teil ist. Und dann es in 10 Jahren absolut irrelevant ist, ob du IT oder WI gemacht hast.
Die detaillierten Ausführungen wurden ja oben schon genannt unter anderem Virez (der sich aber auch nicht direkt auf die großen Unterschiede im Studien bezieht).

Dinge die das Gehalt in 10 Jahren mehr beeinflussen als dein Abschlussfach:
- Branche
- Berufserfahrungen/Erfolge (über die 10 Jahre)
- Genaue Jobdescription
- Performance
- Zufall
- Sympatie
- Networking
- Geografische Region
- Weiterbildungen / Zusatzzertifikate

Ein Projektmanager für SAP mit langjähriger Erfahrung und einer endlosen Liste an Erfolgsstories und Abschluss in WI - wird genauso viel verdienen, wie der gleiche PM mit IT Abschluss oder ein Quereinsteiger mit BWL. 
Bertie hat hier zwei Threads weiter geschrieben, dass er innerhalb von 2 Jahren zum Abteilungsleiter aufgestiegen ist, dann GF wurde und dann die Firma verkauft wurde: PROFIT
Das ist cool, aber im Endeffekt einfach nur Zufall (ohne die Leistung schmälern zu wollen. So etwas ist quasi nicht planbar!) Kannst du daraus etwas ableiten für die Zukunft? Eigentlich kaum. Erfolg ist nur bedingt planbar und daher auch nur schwer kalkulierbar.

 

bearbeitet von Gotteskind
  • LIKE 3

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
vor 43 Minuten, Kenjii schrieb:

Hallo,

sehe ich ähnlich, wie meine Vorposter. Ich bin selbst Senior IT Consultant (Softwareverteilung, Systemsmanagement, Systemarchitect). Habe seinerzeit mit knapp 40k angefangen. Nach 10 Jahren lag ich damals bei ca. 70k. Ich habe immerhin ein Abitur vorzuweisen :-) Aber ich wage zu behaupten, dass ich zu den Spitzenkräften in meinem Job gehöre. Aber im Moment sind bei uns in der Gegend Gehälter möglich, das ist fern von Gut und Böse. Der Markt ist so derbe leer gefegt. Ich muss im Moment Leute einstellen, die hätte ich mir vor 2 Jahren noch nichtmal angeguckt. Dann bietet man denen sogar weit mehr als man eigentlich bereit ist, und die haben trotzdem noch 2-3 bessere Angebote zur Verfügung. Selbst die Headhunter verzweifeln daran, da sich viele Bewerber von mehreren parallel vermitteln lassen. Hier in NRW kann man gerade auf jeden Fall mächtige Sprünge machen, wenn man sich halbwegs gut verkauft bekommt.

Grüsse

Kenjii

Interessand zu hören! Glaubst du, dass ist in ganz Deutschland/Europa so? Oder nur in NRW?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
vor 56 Minuten, Gotteskind schrieb:

Naja das ist etwas gepöbelt, ja, aber im Endeffekt gibt es unendlich viele Faktoren die das Gehalt in 10 Jahren beeinflussen und ich bin absolut überzeugt davon, dass dein Studienabschluss davon nur ein ganz ganz kleiner Teil ist. Und dann es in 10 Jahren absolut irrelevant ist, ob du IT oder WI gemacht hast.
Die detaillierten Ausführungen wurden ja oben schon genannt unter anderem Virez (der sich aber auch nicht direkt auf die großen Unterschiede im Studien bezieht).

 

Ich stimme dir komplett in allen Faktoren zu, insbesondere in Bezug auf Zufall. Da kenne ich auch so einige Storys, bei denen man blass vor Neid wird. Ergänzen möchte ich allerdings: Das Studium kann durchaus einen ordentlichen Einfluss auf die Steigung der Entwicklung haben. In der IT gibt es zahlreiche Skills, die händeringend gesucht und entsprechend vergütet werden. In BWL ist das weniger der Fall, da sich das Gebiet schon seit 100 Jahren ausgiebig entwickelt hat. Diese gesuchten Fähigkeiten erlernt man zumeist nicht im Studium - aber: Als Wirtschaftsinformatiker kommt man leichter an die Projekte und Personen, durch welche man diese erlernen kann. Als reiner BWL'er würde ich im Unternehmen diese Projekte einfach nicht bekommen, ohne entsprechende Weiterbildungen zu machen. Somit kann man sich zu Beginn durchaus schneller gefragt machen am Arbeitsmarkt, als ein vergleichbarer BWLer. Gleiches gilt auch für eine mögliche Selbstständigkeit, da kommt man als IT'ler kurzfristiger an wertvolle Kenntnisse, die man verkaufen kann, als ein BWL'er, der mit unzähligen UB's konkurriert. 

bearbeitet von Virez
  • LIKE 1

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Am 6.7.2018 um 12:42 , Kenjii schrieb:

Hallo,

sehe ich ähnlich, wie meine Vorposter. Ich bin selbst Senior IT Consultant (Softwareverteilung, Systemsmanagement, Systemarchitect). Habe seinerzeit mit knapp 40k angefangen. Nach 10 Jahren lag ich damals bei ca. 70k. Ich habe immerhin ein Abitur vorzuweisen :-) Aber ich wage zu behaupten, dass ich zu den Spitzenkräften in meinem Job gehöre. Aber im Moment sind bei uns in der Gegend Gehälter möglich, das ist fern von Gut und Böse. Der Markt ist so derbe leer gefegt. Ich muss im Moment Leute einstellen, die hätte ich mir vor 2 Jahren noch nichtmal angeguckt. Dann bietet man denen sogar weit mehr als man eigentlich bereit ist, und die haben trotzdem noch 2-3 bessere Angebote zur Verfügung. Selbst die Headhunter verzweifeln daran, da sich viele Bewerber von mehreren parallel vermitteln lassen. Hier in NRW kann man gerade auf jeden Fall mächtige Sprünge machen, wenn man sich halbwegs gut verkauft bekommt.

 Grüsse

 Kenjii

Hi Kenjii,

etwas offtopic, möchte dich jedoch um genauere Details bitten. Ich hab Wirtschaftsinformatik studiert(Bachelor) und habe dann in einer "renommierten"Unternehmensberatung als SAP Beraterin im SCM Bereich angefangen. Jedoch habe ich während meiner Arbeit nie Projektluft schnuppern können. Jetzt bin ich arbeitslos und ich komme einfach nicht vorwärts, ich werde sehr oft eingeladen, (ich geh mal davon aus, weil ich auch den Namen im Lebenslauf stehen hab). Wenn ich jedoch im Vorstellungsgespräch bin, sagen manche schon fehlende Projektarbeit können wir nicht gebrauchen. und andere melden sich gar nicht. 

Wenn ich dann jetzt von Leuten wie dir höre, dass der Markt leergefegt ist, kann ich es echt schwer glauben, weil bei mir immernoch auf der erfahrung rumgehackt wird.

 

Hast du da ne Idee oder kannst mir helfen?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Hallo,

Erfahrung ist nach wie vor durch nichts zu ersetzen ;-) Und da hat der Bachelor sich nicht gerade positiv ausgewirkt. Die Absolventen sind der Meinung gut ausgebildet zu sein, den Unternehmen fehlt aber die Erfahrung. Da tut sich ein Abgrund auf. Insofern hängt es manchmal von Gelegenheiten ab erfolgreich zu sein, manchmal vom Glück. Ich habe damals einige Chancen bekommen, heute wäre das sicherlich kaum noch so möglich, dennoch bieten sich immer wieder Möglichkeiten, aber man muss auch den Realitäten ins Auge schauen, dass man „nur“ mit einem Bachelorstudium ausgelernt und bereit für den Beruf wäre. Theorie und Praxis gehen ja immer noch weit auseinander. 

Eine Patentlösung gibt es nicht. Setz bei Dir und Deinen Möglichkeiten an. Selbstoptimierung. Da kannst Du etwas verändern. Die Dynamik des Arbeitsmarktes hat man nicht in der Hand. 

Grüsse

Kenjii

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
vor einer Stunde, Morgain schrieb:

Ja, viel Kohle ist viel nice. Aber die gibt man euch nicht umsonst. Da hängt ein Preisschild dran und zwar kein kleines.

 

Kann ich so bestätigen.

 

Anfangs: es gibt (viele) beschissene Jobs, die schlecht bezahlt sind und (viele) gute Jobs, die (viel) besser bezahlt sind.

Neben dem Geld nimmt man auch Erfahrung und Verbindungen mit.

Screenen, ausprobieren, machen, weitergehen.

 

Wenn man aufsteigt, polarisiert das mehr, d.h. das Gehalt steigt (teilweise extrem), aber genauso wird in irgendeiner Form etwas Extremes von dir erwartet.

Das ist auch irgendwie nice, denn dadurch entwickelt man sich weiter.

Das Preisschild ist allerdings immer: Zeit + Nerven.

Und wenn du älter wirst, im Grunde genug Geld hast, werden Zeit (für andere Dinge) und Gesundheit eben wichtiger.

Und da ist dann immer die Frage: was will ich? wie lange mache ich das noch? wozu? ...?

Man muss also dann irgendwann immer ganz genau gucken, worauf man sich einlässt.

Mit manchem Stress lernt man umzugehen, effizienter / effektiver zu werden etc.

Aber die Zeit ist weg, d.h. massiv Überstunden vs. Bezahlung --> ist sone Sache.

 

~85-130k sind aktuell aber leicht drin, nach 5-10j und das ist je nach Ort auch normal.

Schwieriger wird die Kombi Geld + was zu einem passt und nicht stresst.

~30k mehr brutto = 1k mehr netto im Monat, brauch ich kaum noch, bringt mir nur noch mehr Ärger ala "wie investiere ich das?"

Bei 50-100k Aufschlag (passiert nicht) oder "interessanterer Job" --> macht mich wechselwillig.

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Joa, hier wird jetzt natürlich auch keiner posten, der 1995 oder so sein BWL-Diplom in Duisburg-Essen oder Bochum bestanden, ordentlich 'ne Mark verdient hat und nun auf der Straße sitzt bzw. von diesen 80-90k nur träumen kann, die Virez hier in den Raum geworfen hat als mögliches Gehalt in absehbarer Zukunft mit BWL Bachelor bei ihm.

Ebenso gibt es Leute, die Mitte der 90er promoviert haben oder sogar habilitiert und jetzt froh sind mit ihrem Job an der Fachhochschule für deutlich weniger. Ich weiß jetzt nicht, aber die können gewiss mehr als jemand, der neulich erst seine Bachelor-Arbeit abgegeben hat und das, was so'n Controller oder so da macht auch im Kopf und weniger umständlich.

Ebenso wird ein Bekannter meines Vaters hier nicht posten, der bei einer Landesbank gearbeitet hat, die abgewickelt wurde, und der Scheiß vergoldet ihn den Ruhestand mit 62. 

Da gehört schon eine gewisse Portion Selbstüberschätzung zu, wenn man tatsächlich meint, man wäre seine 100.000 mit einem BWL-Bachelor "wert". Meine Meinung. Ich weiß, was man da studiert und das erfordert jetzt nicht mehr Matheverständnis als Jahrgangsstufe 12 oder so, um da mit um die 2,0 zu bestehen. 

 

Mal davon abgesehen, kommt gewiss irgendeine Umstrukturierungs-Blabla-Welle überall mal knallhart. Dafür sorgen dann schon XYZ, aber hallo.   

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Ist ein wenig falsch was du so sagst und welche Schlüsse du ziehst.

1. "aber die können gewiss mehr"

I. Kann man so nicht formulieren, da auch in den letzten 30 Jahren sehr viel getan hat. Branchen ändern sich oder verschwinden. Damit wird Expertenwissen an einigen Stellen obsolet. Heißt: die Fähigkeiten lassen sich nicht 1:1 vergleichen.

II. Wird ein Job von der Person besetzt die ihn am besten erfüllt und nicht übererfüllt. Dass ein Bachelorabsolvent für seinen Job so gut oder besser sein muss, wir ein Doktorand mit 25 Jahren Berufserfahrung, ist schlicht nicht nötig, bzw. gewollt. Sonst hast du einen extrem überqualifizierten Mitarbeiter mit raschem Motivationstief.

2. Da gehört schon eine gewisse Portion Selbstüberschätzung zu, wenn man tatsächlich meint, man wäre seine 100.000 mit einem BWL-Bachelor "wert".

I. Etwas hat immer den Wert, der dafür bezahlt wird. Nämlich für die Person die es zahlt.

II. Kann man in vielen Branchen sehr leicht berechnen (Mathe Klasse 12 reicht dafür völlig), wie rentabel eine Arbeitskraft ist: In den Beratung ist es nicht unüblich 1.500€ oder mehr (netto) als Tagessatz zu verrechnen. Wenn der Mitarbeiter 200 Tage im Jahr verrechenbar arbeitet, setzt der Mitarbeiter 300.000€ um, wenn er davon 100k einstreicht, bleibt dem Arbeitgeber noch 200k für die weiteren Kosten und der Rest ist Profit. Wenn du dir überlegst, wie hoch die Profitabilität von einigen Unternehmen ist, kannst du recht leicht errechnen, was man so verdienen kann.

3. Ich weiß, was man da studiert und das erfordert jetzt nicht mehr Matheverständnis als Jahrgangsstufe 12 oder so, um da mit um die 2,0 zu bestehen. 

Von dem was du weißt, zeigst du Recht wenig. ;-)

Die Note allein macht dich nicht zu einer guten Arbeitskraft und auch nicht zu einer gut verdienenden Person. Dieses "Blabla"-Wort der Softskills spielt nicht eine unwesentliche Rolle. Die kann man natürlich nicht im Noten pressen, aber genauso verdient eben jeder mit BWL-Bacc 100k. Dass es möglich ist und jede die Chance hat es zu verwirklichen, heißt nicht, dass es jeder erreicht. Es kann ja auch jeder Fußballprofi werden. Nach deiner Argumentation ist das total trivial, weil jeder vor einen Ball treten kann und dass was Spieler mit Gehältern von 30m€pa machen auch schon der Nachbars Knirps in der Pampersliga tut. Aber ganz offensichtlich benötigt es dann an einigen Punkten eben doch mehr als die biologische Fähigkeit eines seiner Extremitäten vor einen Ball zu schleudern.

  • LIKE 2

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Joa, danke für den Beitrag. Das stimmt schon, ich habe jetzt nicht gerade sauber argumentiert und meinen Punkt ausgearbeitet - war jetzt aber auch nicht meine Intention hier von Angebot und Nachfrage und "ist schon ok, sofern es jemand zahlt" anzufangen als tolle Konzepte.

Das ist teiweilse schon so, dass da Leute um die 50 oder 60 halt "die" Zeichnungsberechtigungen besitzen, aber sich einfach nur noch darauf verlassen müssen, was so 10 Leute "unter ihnen" denen auf den Tisch legen. Die können sich einfach nur noch darauf verlassen und müssen dann jährlich antanzen, wenn das halt nicht gepasst hat. Das ist einfach nicht zu machen irgendwann wie ein Blöder alles selbst nachzuschauen.

Wer da beispielsweise verantwortlich ist für ein riesiges Immobilien Portfolio in Schwellenländern, der wird Stress haben, wenn der noch so tickt wie anno 1995. Das könnte ich jetzt ausführen. Man kann dann aber auch in der Landesbank(!) einfach mal loslassen und da quasi nur noch repräsentativ in den höchsten Etagen sitzen und darauf warten, dass man das Spielchen zu bunt gespielt hat, oder man tritt einfach aus freien Stücken ab.

Man kann auch anfangen und analysieren, dass es in vielen Firmen nicht sein soll, dass da reihenweise die Leute gekickt werden - Stichwort: soziale Verantwortung. Die ist in Asien beispielsweise noch stärker ausgeprägt als in Europa. Von den USA kann man auch anfangen. Wie viele Läden werden denn total verschleppt über Jahre? Manchmal ist das schon kriminell. Und dann diese ganzen Staatsunternehmen auf der Welt... 

Oder dieses Phänomen Outsourcing ist auch sehr komplex. Oder so Spielchen, die auf der Ebene der Verrechnungspreise und Steueroptimierung gespielt werden, von denen jetzt auch nicht jeder im Bilde ist. 

Überhaupt gibt es so viele Entscheidungen und Absichten, die im ganz kleinen Kreis getroffen und besprochen werden...

Dann funktioniert das natürlich auch nicht, wenn man den Laden überaltern lässt und zig andere Ansätze gingen auch schon in die Hose und vielleicht ist ein Laden oder eine Marke oder ein Produkt oder XYZ auch einfach "scheiße".

 

Wovon die alten Diplom-Leute in der BWL und VWL aber definitiv ein Lied singen können ist, dass Taschenrechner damals nicht erlaubt waren und heute jeder erbärmliche Schrott in den Taschenrechner getippt wird.

 

Ich will ja hier keinem die Kröten madig machen und weiß schon, warum ich mich für einen s.g. "freien Beruf" entschieden habe.

 

 

 

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Am 25.7.2018 um 10:46 , OrangUtan schrieb:

Joa, hier wird jetzt natürlich auch keiner posten, der 1995 oder so sein BWL-Diplom in Duisburg-Essen oder Bochum bestanden, ordentlich 'ne Mark verdient hat und nun auf der Straße sitzt bzw. von diesen 80-90k nur träumen kann, die Virez hier in den Raum geworfen hat als mögliches Gehalt in absehbarer Zukunft mit BWL Bachelor bei ihm.

Ebenso gibt es Leute, die Mitte der 90er promoviert haben oder sogar habilitiert und jetzt froh sind mit ihrem Job an der Fachhochschule für deutlich weniger. Ich weiß jetzt nicht, aber die können gewiss mehr als jemand, der neulich erst seine Bachelor-Arbeit abgegeben hat und das, was so'n Controller oder so da macht auch im Kopf und weniger umständlich.

Ebenso wird ein Bekannter meines Vaters hier nicht posten, der bei einer Landesbank gearbeitet hat, die abgewickelt wurde, und der Scheiß vergoldet ihn den Ruhestand mit 62. 

Da gehört schon eine gewisse Portion Selbstüberschätzung zu, wenn man tatsächlich meint, man wäre seine 100.000 mit einem BWL-Bachelor "wert". Meine Meinung. Ich weiß, was man da studiert und das erfordert jetzt nicht mehr Matheverständnis als Jahrgangsstufe 12 oder so, um da mit um die 2,0 zu bestehen. 

 

Mal davon abgesehen, kommt gewiss irgendeine Umstrukturierungs-Blabla-Welle überall mal knallhart. Dafür sorgen dann schon XYZ, aber hallo.   

 

1. Es geht darum, was realistisch möglich ist und nicht darum, was alles schief gehen kann. Und wer heute in einem  'etwas' größeren Industrie/Technologie Unternehmen als Absolvent sitzt, wird bei der Möglichkeit von 80- 90k nicht schockiert sein. SAP bietet WInfos bspw. teilweise direkt nach dem Einstieg schon knapp 70k, wenn man sich gut anstellt. 

2. Ich weiß jetzt nicht, was die Leute an der FH verdienen, aber sehr wohl, was die Dozenten an meiner ehemlaligen Hochschule  (DHBW) verdienen. Und durch steuerliche Entlastungen liegen die gehaltlich, bei einem verhältnismäßig entspanntem Job, nach allen Abzügen sicher nicht unter dem, was ein normaler Arbeitnehmer bei oben genannten Gehälter bekommt. 

3. Welche Selbstüberschätzung? Bei uns im Unternehmen gibt es bspw. eine Betriebsvereinbarung, die die Zielgehälter für alle Jobs festlegt. Da steht dann bspw. drin: "Personalsachbearbeitung E8- 10 je nach Aufgaben" ; "Personalreferent Einstieg E10- E11, Zielgehalt E12"; In meinem Job steht da "Zielgehalt AT". Dann schlägt man die Tarifliche Entgelttabelle auf und kann nachvollziehen, wie sich das Gehalt in den nächsten 10 Jahren entwickeln wird. Dass da immer etwas passieren kann, wie deine Umstrukturierung, ist offensichtlich. Aber es kann ja auch besser laufen, vielleicht geht der Vorgesetzte nach 2 Jahren in Rente und möchte jemand Junges als Nachfolger. Die realistischen/möglichen Entwicklungen spiegelt das insgesamt dennoch wieder.

vor 4 Minuten, OrangUtan schrieb:

Joa, danke für den Beitrag. Das stimmt schon, ich habe jetzt nicht gerade sauber argumentiert und meinen Punkt ausgearbeitet - war jetzt aber auch nicht meine Intention hier von Angebot und Nachfrage und "ist schon ok, sofern es jemand zahlt" anzufangen als tolle Konzepte.

Das ist teiweilse schon so, dass da Leute um die 50 oder 60 halt "die" Zeichnungsberechtigungen besitzen, aber sich einfach nur noch darauf verlassen müssen, was so 10 Leute "unter ihnen" denen auf den Tisch legen. Die können sich einfach nur noch darauf verlassen und müssen dann jährlich antanzen, wenn das halt nicht gepasst hat. Das ist einfach nicht zu machen irgendwann wie ein Blöder alles selbst nachzuschauen.

Wer da beispielsweise verantwortlich ist für ein riesiges Immobilien Portfolio in Schwellenländern, der wird Stress haben, wenn der noch so tickt wie anno 1995. Das könnte ich jetzt ausführen. Man kann dann aber auch in der Landesbank(!) einfach mal loslassen und da quasi nur noch repräsentativ in den höchsten Etagen sitzen und darauf warten, dass man das Spielchen zu bunt gespielt hat, oder man tritt einfach aus freien Stücken ab.

Man kann auch anfangen und analysieren, dass es in vielen Firmen nicht sein soll, dass da reihenweise die Leute gekickt werden - Stichwort: soziale Verantwortung. Die ist in Asien beispielsweise noch stärker ausgeprägt als in Europa. Von den USA kann man auch anfangen. Wie viele Läden werden denn total verschleppt über Jahre? Manchmal ist das schon kriminell. Und dann diese ganzen Staatsunternehmen auf der Welt... 

Oder dieses Phänomen Outsourcing ist auch sehr komplex. Oder so Spielchen, die auf der Ebene der Verrechnungspreise und Steueroptimierung gespielt werden, von denen jetzt auch nicht jeder im Bilde ist. 

Überhaupt gibt es so viele Entscheidungen und Absichten, die im ganz kleinen Kreis getroffen und besprochen werden...

Dann funktioniert das natürlich auch nicht, wenn man den Laden überaltern lässt und zig andere Ansätze gingen auch schon in die Hose und vielleicht ist ein Laden oder eine Marke oder ein Produkt oder XYZ auch einfach "scheiße".

 

Wovon die alten Diplom-Leute in der BWL und VWL aber definitiv ein Lied singen können ist, dass Taschenrechner damals nicht erlaubt waren und heute jeder erbärmliche Schrott in den Taschenrechner getippt wird.

 

Ich will ja hier keinem die Kröten madig machen und weiß schon, warum ich mich für einen s.g. "freien Beruf" entschieden habe.

 

 

 

 

Zum Einen verstehe ich nicht, was du uns mit dem "Alles ist scheiße" Beitrag sagen willst, zum anderen hat das nichts mit dem Thema zu tun.

bearbeitet von Virez

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Warte einfach mal ab, wie sich das entwickelt und wie Du dann in vielleicht 20 Jahren gucken musst... Ich habe eine gewisse Panik und meine Befürchtungen mit Jura-Studium im Ausland und Steuerbachelor in Deutschland.

Als Arzt beispielsweise wirste sehr wahrscheinlich niemals unter einen gewissen Verdienst rutschen, dafür gibt es eine starke Lobby und das will ja auch keiner, dass der Arzt nichts verdient, aber als Betriebswissenschaflter mit Bachelor zum Beispiel kannste nicht so planen und denken. Sehe ich das jetzt falsch?

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Erstelle ein Mitgliedskonto, oder melde Dich an, um zu kommentieren

Du musst ein Mitgliedskonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Mitgliedskonto erstellen

Registriere Dich ganz einfach in unserer Community.

Mitgliedskonto registrieren

Anmelden

Du hast bereits ein Mitgliedskonto? Melde Dich hier an.

Jetzt anmelden

  • Wer ist Online   0 Mitglieder

    Aktuell keine registrierten Mitglieder auf dieser Seite.