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Okay, ich hatte das mit Freiheit viel allgemeiner aufgefasst. Deine Definition von Freiheit war für mich nicht nur beruflich bezogen.

vor 6 Minuten, SouuL schrieb:

Die Aussage die ich meinte in diesem Kontext ist die, dass ich im Berufsleben mein Herr sein möchte. Das ich selber bestimmen kann, wann ich was mache und wer was machen muss.

Ich glaub eben das hier ein Trugschluß vorliegt. Oder eher ein Wahrnehmungsfehler der weit verbreitet ist.

Du bist nämlich jetzt bereits der welcher bestimmt WANN du was machst, und OB du es machst. Mehr Freiheit geht gar nicht.

Worauf ich hinauswill, damit's nicht so nebulös klingt. Ich hab persönlich den Eindruck dass heute viele Menschen hinter dieser Idee von "Freiheit" herlaufen. Raus aus dem System, sein eigenes Ding machen, nicht im Hamsterrad stecken etc. tralala. Is ja absolut gängiges, möchte fast sagen "Klischee".

Nur: Real gibt's das nie - oder immer, je nach Betrachtungsweise. Weil auch ein Mark Zuckerberg wurde vor die EU zitiert. Nichtmal so jemand ist frei von beruflichen Verpflichtungen. Und gleichzeitig bist du freier von beruflichen Verpflichtungen als er. Weil du entscheidest ob du studierst. Was du studierst. In welchem Tempo du studierst.

Ich entscheide mich jeden Tag hier an den Schreibtisch zu setzen, auch wenn es manchmal sehr nervt. Aber is immer meine Freiheit nicht hier an dem Schreibtisch zu sitzen. Dann hab ich weniger Geld. Aber mehr Freiheit.

Meiner Meinung nach ist die konsequente Umsetzung dieses Gedankens ein sehr guter Weg zu intrinsicher Motivation. Weil, ganz bös auf Wienerisch gsagt: "Hamdrahn kann I mi ima no". Da ich das aber nicht tue, gibt's offenbar Entscheidungen die ich treffe für das Leben das ich gerade führe. Und die sind meine Freiheit.

bearbeitet von Helmut
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Hmm, hab' ich Dich wohl falsch eingeschätzt (habe auch keine Ahnung, was Du sonst noch so alles hier geschrieben hast, brauche ich mir ja jetzt auch nicht anschauen). 

Ich würde Dir gerne eine längere Frage stellen.

Sag' mal, Du scheinst Dich ja mit Psychologie, irgendwelchen Definitionen, Konzepten und so da auszukennen. Ich kann vielleicht einem Zehnjährigen zwei einfache Sätze zu Freud, Jung (den kenne ich) oder so sagen, aber mir fallen spontan, ehrlich gesagt, keine drei weiteren ein aus dem Metier. Da weiß ich irgendwie gar nichts.

Im weitesten Sinne wie der Mensch tickt, habe ich mir noch nicht großartig angeschaut. Von einigen Ausflügen auf Wikipedia zum Ödipus-Komplex und so klassische Allgemeinbildungsbegrifflichkeiten mal abgesehen. 

Ich habe mich immer mit Philosophen, Schriftstellern, Marx und Sympathisanten oder Russland beschäftigt, dann vielleicht mal von Wehler, Winkler, Foucault oder irgendwelchen anderen berühmten Leuten quasi wahllos halt so zwischendurch ein bis drei Kapitel gelesen, och, ziemlich viel auch einfach aktuelle Politik ergründet in Programmen, Zeitungen, Zeitschriften etc., aber Slavoj ^Zi^zek (weiß die Tastenkombi nicht^^) habe ich mir z.B. noch nicht angetan. Ob jetzt Umstände den Menschen formen oder der Mensch die Umstände, die ganzen Wechselwirkungen, die es vielleicht gibt, ich bin da total überfragt. Das ist ja eine sehr gewaltige Frage. 

Zu welchen Schlüssen würden wir kommen? Würdest mir empfehlen, mich mit Psychologen zu beschäftigen und deren Werken oder meinste, das lohnt sich nicht, wenn man schon so komisch fragt, weil es hat mich ja bisher auch nicht gejuckt großartig, meine ich.

 

Das, was Du da vorhast, irgendwie sehe ich da überhaupt nicht die Möglichkeiten zu - ohne dicken und fetten Kompromiss jedenfalls. Redet man sich nicht auch ziemlich leicht lauter Dinge ein, wenn man sich lange mit Psychothemen beschäftigt? Ich glaube, dass lenkt den Fokus auf zahlreiche Aspekte, ja, weiß ich nicht was für alle über die Jahre. Was meinst Du dazu? 

Ich habe schon einige Ansätze übern Sozialismus durchgeackert  (pragmatisches, realistisches, illusionäres, so Revoluzzergelaber, kunterbunt), was wir jetzt nicht besprechen müssen, aber irgendwie ist das, was Du für Dich anstrebst, ja auch wieder sowas, worin man sich (selbst) eh nicht treffen kann.

Vielleicht auch so in Richtung unlösbares Problem und Dauermenschheitsthema, geht doch Dein Ansatz hier im Thread?

 

Klar, nette Leute im Leben, mit denen auch mal ein paar Tage am Stück etwas unternehmen oder bereisen, kann man schon irgendwie realisieren, jedenfalls wenn es einen nicht ständig den Acker durchpflügt sozial und man sich total verliert im Laufe der Zeit oder irgendwann nicht mehr meldet und so, keine neuten Leute nachkommen. 

 

Meinst Du das wirlich ernst, dass Du nicht einfach wie Milliarden andere Menschen eines Tages da mit einer kleinen Familie sitzen möchtest, Dein Einkommen durch mehr oder weniger komplexe Lohnarbeit nach Hause bringst, Kinder versorgst und ein echt total unspektakuläres Leben führst? Was hast Du denn jetzt konkret vor? 

   

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Am 30.7.2018 um 17:36 , Helmut schrieb:

Okay, ich hatte das mit Freiheit viel allgemeiner aufgefasst. Deine Definition von Freiheit war für mich nicht nur beruflich bezogen.

Ich glaub eben das hier ein Trugschluß vorliegt. Oder eher ein Wahrnehmungsfehler der weit verbreitet ist.

Du bist nämlich jetzt bereits der welcher bestimmt WANN du was machst, und OB du es machst. Mehr Freiheit geht gar nicht.

Worauf ich hinauswill, damit's nicht so nebulös klingt. Ich hab persönlich den Eindruck dass heute viele Menschen hinter dieser Idee von "Freiheit" herlaufen. Raus aus dem System, sein eigenes Ding machen, nicht im Hamsterrad stecken etc. tralala. Is ja absolut gängiges, möchte fast sagen "Klischee".

Nur: Real gibt's das nie - oder immer, je nach Betrachtungsweise. Weil auch ein Mark Zuckerberg wurde vor die EU zitiert. Nichtmal so jemand ist frei von beruflichen Verpflichtungen. Und gleichzeitig bist du freier von beruflichen Verpflichtungen als er. Weil du entscheidest ob du studierst. Was du studierst. In welchem Tempo du studierst.

Ich entscheide mich jeden Tag hier an den Schreibtisch zu setzen, auch wenn es manchmal sehr nervt. Aber is immer meine Freiheit nicht hier an dem Schreibtisch zu sitzen. Dann hab ich weniger Geld. Aber mehr Freiheit.

Meiner Meinung nach ist die konsequente Umsetzung dieses Gedankens ein sehr guter Weg zu intrinsicher Motivation. Weil, ganz bös auf Wienerisch gsagt: "Hamdrahn kann I mi ima no". Da ich das aber nicht tue, gibt's offenbar Entscheidungen die ich treffe für das Leben das ich gerade führe. Und die sind meine Freiheit.

@Helmut

Nun, ich finde das eine bedingt auch hier wiederrum das eine. Wenn du finanziell frei bist, ist deine Freiheit auch in allen anderen Bereichen frei. Geld und Reichweite sind die Währungen der Gegenwart und der Zukunft. Wenn ich finanziell frei bin, kann ich auch mein Leben frei gestalten. Das eine bedingt das andere, Ursache-Wirkung. 

 

Du hast Recht. Ich kann zu jedem Moment entscheiden, wer ich bin, wann ich was mache und ob ich es mache. Da stimme ich dir zu 100% zu. Aber wenn ich morgen eine Yacht miete, und alle meine Kumpels einlade, bin ich morgen pleite. Versteht du was ich meine? Mir geht es hierbei aber nicht um ne geile Karre, oder den Designer-Anzug. Es geht um die Möglichkeit. Du bist frei, wenn du dich jederzeit dagegen entscheiden könntest. Das mag man sich schönreden. Bist du aber wirklich aus freiem Wille am Schreibtisch? Frag dich mal eine Sache: Was würdest du tun, wenn Geld in deinem Leben keine Rolle spielen würde. Würdest du dann das selbe machen, wie gestern und heute? Falls du diese Frage mit JA beantworten kannst, dann bist du frei. Wenn dein Motiv durch Geld fremdgesteuert wird, bist du nur pseudo-frei. 

Ich halte es für erstrebenswert meinen Tag so zu gestalten, als wenn Geld gar nicht erst in meinen Überlegungen eine Rolle spielt. Das ist ein Idealzustand. Wenn du das auch tun würdest, selbst wenn du stinkreich wärest. 

Beispiel: Wenn ich morgen eine Milliarde Euro von Musk und Zuckerberg bekäme, sprich für immer finanziell frei wäre, dann würde ich morgens trotzdem  meinen Milchkaffee trinken , ins Gym fahren und dort alles geben, nachhause kommen, meine Lieblingsjogginghose anziehen, paar Bücher lesen das Gelernte umsetzen, mich abends mit den Jungs treffen zum Abendessen und danach ne Dame mitnehmen. Daran würde sich überhaupts nichts ändern. Ich kämen nicht auf die Idee jetzt plötzlich nen Maserati zu fahren, in Gin zu baden und mir 20 Luxusuhren zu kaufen. Ich würde höchstens mal mir ein paar neue T-Shirts kaufen und meine Urlaube wären statt 4 Sterne nunmal 5 Sterne und ich würde alle Freunde einladen. Das sind marginale Änderungen. Es ist kein kompletter Lebenswandel. Die Grundtätigkeiten bleiben die gleichen. Alle Tätigkeiten laufen auf ein Ziel hinaus: mehr "me-Time", heute etwas besser zu sein als gestern und Zeit mit den besten Menschen um einen herum. Thats it. Ich bin minimalistisch geprägt, ich weiß nicht ob das so übertragbar ist. Ich finde aber eine kapitalistische Lebensweise sehr belastend und sehr anstrengend. Ich hasse übertrieben Konsum. Ich mag sogar keine Geschenke, die mir keinen Nutzen versprechen. Weil Mehrkonsum von Dingen, die ich nicht benötige Zeit für Wartung und Kosten für Aufbewahrung erzeugen. Ich habe lieber 5 absolute Lieblingshosen, als 50 paar Designerhosen. Ich habe lieber eine 1-2 Lieblingsuhren, also 5 APs, 5 Rolex und 5 Breitlings. Ich habe lieber MEIN Lieblingsauto, als 3 Wagen im Fuhrpark. Ich habe lieber ein Basic-T-Shirt als 5 Werbebanner-Shirts von Gucci. 

 

 Es geht darum, dass Handlungen frei sind von übergeordneten Motiven wie Geld. Dann bist du frei. Geld öffnet die Tür dazu. Morgens aufzustehen, mein zerrissenes Vintage-T-Shirt anzuziehen und ins Lieblingscafe zu gehen ist für mich Freiheit. Abends spontan ein Flug zum Kumpel nach Barcelona und am nächsten Abend wieder zurück zu fliegen. Das ist Freiheit. In den Supermarkt zu gehen und das zu kaufen was du willst -  das ist Freiheit. Wenn dein Kumpel sagt, "lass morgen Fallschirmspringen" - Tasche packen und losfahren - das ist Freiheit. Jeden Morgen meinem eigenen Biorhytmus zu folgen - aufstehen und Schlafengehen wann man will. Das ist Freiheit. Anderen Menschen etwas zurückzugeben, weil man durch Geld Einfluss ausüben kann. Das ist für mich Freiheit.  Nicht vorher dem Chef bescheid sagen und um einen freien Tag zu betteln. Nicht um 8 Uhr morgens im Stau zu stehen in einem Range Rover, den mach sich mit nem Kredit finanziert in einem unbequemen Designer-Anzug. Das ist für mich keine Freiheit. Irgendwas zu machen, weil ich es "muss", sondern weil ich es WILL. 

 

@Orangutan

 

Zu deiner Frage: Es ist nicht verkehrt sich irgendwo einzulesen, wo man eher wenig Ahnung von hat. Aber das muss man differenziert machen. Ich befolge zwei Prämissen, wenn ich etwas mache. A) Bringt es mich irgendwie weiter in meinem Leben? Falls ja, dann lese ich es. B) Löst es irgendein Problem? Dann lies es nach. Wenn du diese Fragen mit nein beantwortest und es eigentlich gar nichts bringt, würde ich es lassen. Viele Theorien sind völlig veraltet und nutzslos für unsere Gesellschaft. Wenn es dich nicht juckt, würde ich es auch sein lassen und mir nur so komprimierte Werke kaufen wo die Grundideen zusammengefasst werden - das reicht. Da gibts so ein Buch für 30 Euro, das heißt glaub ich "Das Philosophie Buch". Ich picke mir nur die Theorien raus, die mich im Umgang mit mir und mit meinen MItmenschen verbessern, weil mir das Freude bereitet, nicht weil ich irgendeinen Plan schmiede. Genauso wie mit Nachrichten. Nachrichten anzugucken bringt in den meisten Fällen überhaupt nichts. Sie sind meistens weder richtig, noch wahr und erzeugen negative Emotionen. Das eigentliche Problem an Nachrichten ist aber, dass sie kaum einen Einfluss auf dich ausüben. Die erfolgreichsten Menschen die ich kenne, die haben weder ne Röhre stehen, lesen kaum Zeitung/Nachrichten und sind sowieso nur auf ihre Ziele fokussiert. Ausnahme ist nur, wenn Großereignisse Einfluss auf ihre Tätigkeiten haben.

Das man sich irgendwas zurecht reimt kann natürlich schon irgendwann der Fall sein. Allerdings lebe ich nicht in einer Blase, gehe sehr kritisch mit neuen Informationen um und hinterfrage mich auch selber, ob das was ich tu richtig ist für mich. Ich fahre auch total auf Kritik ab und mir macht das persönlich nichts. Ich habe auch kein Problem damit wenn mich jemand kritisiert. Deshalb sehe ich die Gefahr so nicht. 

Zitat

Meinst Du das wirlich ernst, dass Du nicht einfach wie Milliarden andere Menschen eines Tages da mit einer kleinen Familie sitzen möchtest, Dein Einkommen durch mehr oder weniger komplexe Lohnarbeit nach Hause bringst, Kinder versorgst und ein echt total unspektakuläres Leben führst? Was hast Du denn jetzt konkret vor?

Naja das eine schließt das andere nicht aus. Es gibt da so ein Konzept, das nennt sich das Gegenteilkonzept. Wenn du das tust, was alle anderen machen, ist es meistens das Falsche. Je mehr gegenteiliges du machst, desto stärker weichen die Ergebnisse von der Gesellschaft ab. In meinem jetzigen Alter kann ich mir das nicht so recht vorstellen so ne dumpfe Lohnarbeit nachzugehen und dann 2 x im Jahr Urlaub zu machen. Vielleicht läuft es später darauf hinaus, und ich find die Idee plötzlich total geil. Alles kann sein. Vielleicht lerne ihc morgen meine Traumfrau und krieg Bock auf Kinder und Haus und dann die sichere Schiene. Wer soll das wissen? Ich weiß nur, was ich jetzt will und was ich genau dafür tun muss um XYZ zu erreichen. Mehr kann ich zum jetzigen Zeitpunkt auch nicht sagen, woher auch? Ich wollte vor 3 Monaten noch meine Ferien mit Praktika und Ferienjobs vollballern, jetzt sehen wir ja wie sich das verändert hat.

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Um hier nochmal auf das Thema zurückzukommen:

 

Ich habe mich physich ganz gut erholt und war bei allen Docs, alle Werte waren top. Gestern war ich dann beim Dermatologen und die hat keine 10 Sek auf meine Haare geschaut, meinte dann ich habe an einer bestimmten Stelle weniger Haare und hat mir dann Minoxidil Schaum aufgeschrieben. Alle Fragen die ich ihr gestellt habe diesbezüglich hat sie komplett falsch beantwortet (hatte das mal in der Uni). Hab jetzt nen anderen Termin vereinbart bei nem anderen Doc in 2 Wochen. Gespräch hat keine 2min gedauert und sie meinte das wäre genetisch und Stress kann keine Ursache sein. Was sind das für Ärzte

 

bearbeitet von SouuL
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Am 31.7.2018 um 22:55 , SouuL schrieb:

@Helmut

Du hast Recht. Ich kann zu jedem Moment entscheiden, wer ich bin, wann ich was mache und ob ich es mache. Da stimme ich dir zu 100% zu. Aber wenn ich morgen eine Yacht miete, und alle meine Kumpels einlade, bin ich morgen pleite. Versteht du was ich meine? Mir geht es hierbei aber nicht um ne geile Karre, oder den Designer-Anzug. Es geht um die Möglichkeit. Du bist frei, wenn du dich jederzeit dagegen entscheiden könntest. Das mag man sich schönreden. Bist du aber wirklich aus freiem Wille am Schreibtisch? Frag dich mal eine Sache: Was würdest du tun, wenn Geld in deinem Leben keine Rolle spielen würde. Würdest du dann das selbe machen, wie gestern und heute? Falls du diese Frage mit JA beantworten kannst, dann bist du frei. Wenn dein Motiv durch Geld fremdgesteuert wird, bist du nur pseudo-frei. 

Ich halte es für erstrebenswert meinen Tag so zu gestalten, als wenn Geld gar nicht erst in meinen Überlegungen eine Rolle spielt. Das ist ein Idealzustand. Wenn du das auch tun würdest, selbst wenn du stinkreich wärest. 

Beispiel: Wenn ich morgen eine Milliarde Euro von Musk und Zuckerberg bekäme, sprich für immer finanziell frei wäre, dann würde ich morgens trotzdem  meinen Milchkaffee trinken , ins Gym fahren und dort alles geben, nachhause kommen, meine Lieblingsjogginghose anziehen, paar Bücher lesen das Gelernte umsetzen, mich abends mit den Jungs treffen zum Abendessen und danach ne Dame mitnehmen. Daran würde sich überhaupts nichts ändern. Ich kämen nicht auf die Idee jetzt plötzlich nen Maserati zu fahren, in Gin zu baden und mir 20 Luxusuhren zu kaufen. Ich würde höchstens mal mir ein paar neue T-Shirts kaufen und meine Urlaube wären statt 4 Sterne nunmal 5 Sterne und ich würde alle Freunde einladen. Das sind marginale Änderungen. Es ist kein kompletter Lebenswandel. Die Grundtätigkeiten bleiben die gleichen. Alle Tätigkeiten laufen auf ein Ziel hinaus: mehr "me-Time", heute etwas besser zu sein als gestern und Zeit mit den besten Menschen um einen herum. Thats it. Ich bin minimalistisch geprägt, ich weiß nicht ob das so übertragbar ist. Ich finde aber eine kapitalistische Lebensweise sehr belastend und sehr anstrengend. Ich hasse übertrieben Konsum. Ich mag sogar keine Geschenke, die mir keinen Nutzen versprechen. Weil Mehrkonsum von Dingen, die ich nicht benötige Zeit für Wartung und Kosten für Aufbewahrung erzeugen. Ich habe lieber 5 absolute Lieblingshosen, als 50 paar Designerhosen. Ich habe lieber eine 1-2 Lieblingsuhren, also 5 APs, 5 Rolex und 5 Breitlings. Ich habe lieber MEIN Lieblingsauto, als 3 Wagen im Fuhrpark. Ich habe lieber ein Basic-T-Shirt als 5 Werbebanner-Shirts von Gucci. 

 

 Es geht darum, dass Handlungen frei sind von übergeordneten Motiven wie Geld. Dann bist du frei. Geld öffnet die Tür dazu. Morgens aufzustehen, mein zerrissenes Vintage-T-Shirt anzuziehen und ins Lieblingscafe zu gehen ist für mich Freiheit. Abends spontan ein Flug zum Kumpel nach Barcelona und am nächsten Abend wieder zurück zu fliegen. Das ist Freiheit. In den Supermarkt zu gehen und das zu kaufen was du willst -  das ist Freiheit. Wenn dein Kumpel sagt, "lass morgen Fallschirmspringen" - Tasche packen und losfahren - das ist Freiheit. Jeden Morgen meinem eigenen Biorhytmus zu folgen - aufstehen und Schlafengehen wann man will. Das ist Freiheit. Anderen Menschen etwas zurückzugeben, weil man durch Geld Einfluss ausüben kann. Das ist für mich Freiheit.  Nicht vorher dem Chef bescheid sagen und um einen freien Tag zu betteln. Nicht um 8 Uhr morgens im Stau zu stehen in einem Range Rover, den mach sich mit nem Kredit finanziert in einem unbequemen Designer-Anzug. Das ist für mich keine Freiheit. Irgendwas zu machen, weil ich es "muss", sondern weil ich es WILL. 

 

Wow, schöner Text. So versuche ich auch zu Leben, trotz dass ich mich aktuell ziehmlich ausgebrannt fühle - siehe mein Tagebuchthread. Das Problem ist, dass die meisten ja dann doch irgendwie einen 9to5 Job haben müssen, welcher die Rechnungen bezahlt. Wie damit umgehen ? Meine größte Baustelle. 9to5 kostet Nerven und Energie und vor allem Zeit. Das notwendige Übel? Oder sehe ich das falsch ?

 

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Am 28.7.2018 um 11:34 , SouuL schrieb:

Ich bin völlig aus dem Gleichgewicht, mein Körper und Geist findet überhaupt nicht mehr zu Ruhe und ich wache manchmal mit Herzklopfen auf und träume davon die Klausur doch nicht bestanden zu haben, obwohl ich schon überall durch bin.

Ich kann dir nur raten nicht auf Medis zurückzugreifen, setz dich mit dir selber auseinander das ist der Schlüssel um sowelche zu besiegen.

Angst ist gut, aber dagegen anzukämpfen ist immer zwecklos, ist ein normaler Körper Mechanismus. Lass dich von der Angst umarmen und werde eins mit ihr, kämpf nicht dagegen an oder wehr dich nicht dagegen.

Du musst verstehen das es keine Verzweiflung im Leben gibt und sogar wenn du nicht bestehst gibt es Alternativen im Leben und alles wendet sich schon zu dem wie es kommen soll, Butterfly Effect u know.

Wenn du mal ausgiebig über das Thema reden willst schreib mir eine PM. Ich kenne das gut mit den Ängsten, wenn du nichts dagegen in deinem Kopf machst können sich am ende Psychosomatische Beschwerden entwickeln und die sind alles andere als lustig

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vor 1 Stunde, Sodapop50 schrieb:

Ich kann dir nur raten nicht auf Medis zurückzugreifen, setz dich mit dir selber auseinander das ist der Schlüssel um sowelche zu besiegen.

Angst ist gut, aber dagegen anzukämpfen ist immer zwecklos, ist ein normaler Körper Mechanismus. Lass dich von der Angst umarmen und werde eins mit ihr, kämpf nicht dagegen an oder wehr dich nicht dagegen.

Du musst verstehen das es keine Verzweiflung im Leben gibt und sogar wenn du nicht bestehst gibt es Alternativen im Leben und alles wendet sich schon zu dem wie es kommen soll, Butterfly Effect u know.

Wenn du mal ausgiebig über das Thema reden willst schreib mir eine PM. Ich kenne das gut mit den Ängsten, wenn du nichts dagegen in deinem Kopf machst können sich am ende Psychosomatische Beschwerden entwickeln und die sind alles andere als lustig

Danke für deinen Beitrag, ich finde das genauso wie du. Der Körper gibt uns bereits alles mit, um uns zu heilen. Meine Ängste waren auch keine "klassichen" Ängste, es war eher eine Furcht davor, nicht für die Arbeit entlohnt zu werden. Allerdings sind diese nach 2 Wochen zurückgegangen, und ich fühle mich wieder wie vorher. 

Im Nachhinein betrachtet waren diese 2 Monate echt besser als ich gedacht habe. Vor allem aufgrund der Tatsache dass ich dadurch mehrere Fähigkeiten erlernt habe, mit denen ich vorher massiv zu kämpfen hatte:

1. Effizienz: Ich war was uni kram angeht immer sehr ineffizient, jetzt weiß ich es wie ich mein Ziel erreiche ,auch wenn wenig Zeit ist

2. Belastbarkeit: Wie fühlt es sich an, wenn man WIRKLICH alles gibt.

3. Disziplin nicht bei "schönen Dingen", sondern Dingen auf die man einfach kein Bock hat und sich einfach durchbeißen muss und die oben drauf noch schwer sind.

Das einzige was mich zurzeit beschäftigt sind diese dummen Aussagen von meinem Dermatlogen. Sonst habe ich auch keine Komplexe noch irgendwelche psychologischen Probleme. Aber wenn man etwas nicht beeinflussen kann macht mich das schon manchmal rasend.

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ich habe das Gefühl, dass mich das Leben gerade testet und ordentlich durchrüttelt.

 

Ich hatte eine klare Vision was ich will und die habe ich immer noch. Aber in den letzten 3 Monaten bekomme ich einen Schlag in die Magengrube nach der anderen: meistens waren das auch nur kleinigkeiten im Alltag, X funktioniert nicht, Problem mit Y, oder auch größere angelegenheiten, aber ich habe das gefühl dass ich die ganze test von einer höheren macht getestet werde ob ich das, was ich anstrebe wirklich will oder ob ich bei herausforderungen schlapp mache. Die Schläge in die Magengrube kamen allerdings noch nie in einer so hohen frequenz auf. Immer wenn ich eine sache überwunden habe, kam die nächste. Ich weiß nicht ob ich so gebrainwashed bin von diesem ganzen quark den man so liest, oder ob das wirklich so ist. Natürlich sind herausforderungen gut, aber ist das wirklich der weg?

bearbeitet von SouuL

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vor einer Stunde, SouuL schrieb:

ich habe das Gefühl, dass mich das Leben gerade testet und ordentlich durchrüttelt.

 

Ich hatte eine klare Vision was ich will und die habe ich immer noch. Aber in den letzten 3 Monaten bekomme ich einen Schlag in die Magengrube nach der anderen: meistens waren das auch nur kleinigkeiten im Alltag, X funktioniert nicht, Problem mit Y, oder auch größere angelegenheiten, aber ich habe das gefühl dass ich die ganze test von einer höheren macht getestet werde ob ich das, was ich anstrebe wirklich will oder ob ich bei herausforderungen schlapp mache. Die Schläge in die Magengrube kamen allerdings noch nie in einer so hohen frequenz auf. Immer wenn ich eine sache überwunden habe, kam die nächste. Ich weiß nicht ob ich so gebrainwashed bin von diesem ganzen quark den man so liest, oder ob das wirklich so ist. Natürlich sind herausforderungen gut, aber ist das wirklich der weg?

Freut mich das es dir besser geht. Ich kann dir eins sagen, sobald ein Problem gelöst ist kommt das nächste, erst das lässt uns lebendig werden und in einer gewissen Dankbarkeit wandeln. Alles hat seinen Sinn, erfährt man aber erst Jahre später

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vor 4 Minuten, Sodapop50 schrieb:

Freut mich das es dir besser geht. Ich kann dir eins sagen, sobald ein Problem gelöst ist kommt das nächste, erst das lässt uns lebendig werden und in einer gewissen Dankbarkeit wandeln. Alles hat seinen Sinn, erfährt man aber erst Jahre später

warum ist das so? ziehen wir die probleme nicht auch an?

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