In der Sackgasse (mal wieder)

27 Beiträge in diesem Thema

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Tag zusammen!

Ich bin seit längerer Zeit eher der stille Mitleser in einigen Threads, muss aber aktuell mal meinen Frust niederschreiben. Es geht vor allem um meinen Job und Zukunftsängste die sich aus meinem Lebenslauf und meiner jetzigen Situation ergeben.

Deja Vu!

Kurz zu mir am Rande: Ich bin Anfang 30 und weiß nicht, wo mein Platz auf dieser Erde ist. Ich litt als Jugendlicher unter Panikattacken (bischen hypochondrisch veranlagt), welche durch Cannabis-Konsum ausgelöst wurden. Das alles hat sich bis heute tief in mir verankert. Ich habe bereits 2 Therapien hinter mir (eine wegen des Kiffens und der Attacken und eine wegen dem Tod meines Vaters und der Belastung, die sich aus Vollzeitjob, Studium & Tod ergeben hat). Zudem mache ich gerade meine 3. Therapie, weil ich unter Depressionen leide und wieder vermehrt hypochondrisches Verhalten zeige (Atemnot, schneller Herzschlag, Unwohlsein etc.). Mir sind meine Probleme bewusst und ich will diese angehen, ich neige jedoch dazu, mich selbst zu überlasten und dadurch entstehen Ängst, Lähmung und Hoffnungslosigkeit in mir.

Seit Jahren habe ich das Gefühl, wie ein Zombie durch die Welt zu gehen und alles nur ertragen zu müssen, statt mein Leben zu leben. Vieles macht mir Angst (vor allem die Zukunft), einiges stört mich (die Ungerechtigkeiten dieser Welt) und vieles Hasse ich (Dinge zu tun, die ich nicht tun möchte).
 

Beziehungs- & Wohnsituation: Ich bin seit 4 Jahren in einer LTR und wir werden uns demnächst "räumlich" trennen, d.h. wir ziehen aus unserer bisherigen Wohnung aus, in der wir seit knapp 3 Jahren leben. Das kam nicht überraschend, aber ich habe nicht jetzt damit gerechnet. Ich denke, bis spätestens Ende des Jahres sind wir aus der Wohnung raus. Ob und wie es danach weitergeht, steht in den Sternen. Ich werde voraussichtlich erstmal zu meinen Eltern zurückziehen, die ein nicht benutztes 22 qm Zimmer haben. Dort habe ich  bereits mit Anfang 20 für 2 Jahre gelebt und nochmal Ende  20 für knapp 2 Monate, als ich mich damals von meiner Freundin getrennt habe. Von dort aus ging es dann für 2 Jahre in meine Single-Wohnung und anschließend in meine jetzige LTR.

Meine Eltern nehmen mich mit Freude auf und freuen sich auch. Ich habe eine sehr herzliche Familie. Natürlich habe ich  die Angst, eine Belastung für meine Eltern zu sein (was ich nun eimal aktuell bin).

Jobsituation: Ich war über 10 Jahre als Sachbearbeiter im Vertriebsinnendienst einer Firma tätig, wo ich auch meine Ausbildung zum Kfm. Groß/Außenhandel absolviert habe. In den letzten Jahren davon habe ich nebenberuflich ein Abendstudium begonnen zum staatlich geprüften Betriebswirt, Fachrichtung Betriebswirtschaft / Schwerpunkt Marketing/Kommunikation, welches ich mit einem Schnitt von 2,8 abgeschlossen habe. (Während der letzten Monate des Studiums ist mein Vater an Krebs erkrankt und gestorben). Nach dem Abschluss habe ich einen Aufhebnugsvertrag bei meinem damaligen AG ausgehandelt und eine kleine Abfindung erhalten. Im Anschluss habe ich zum Glück direkt einen Job als Online Marketing Manager bekommen, wo ich ein wenig Erfahrung im Projektmanagement, Webdesign, SEA etc. sammeln konnte. Leider fesselte mich der Job auch gerade einmal 15 Monate und ich habe im Anschluss bei einem StartUp eines Freundes angefangen, wo ich jetzt seit knapp 7 Monaten arbeite (und mega unzufrieden bin).

Ich komme mit der Art zu arbeiten nicht klar. Wir sind 20 Kollegen und einige Azubis, die wild umherwuseln und keiner weiß, was der andere tut. Mir qualmt meist gegen 10 Uhr schon dir Birne und ich fühle mich extremst überlastet. Die Arbeit macht mir einfach keinen Spaß...und belastet mich sehr. Ich habe oftmals das Gefühl, wie gelähmt zu sein...und später kommen dann meine Gedanken "Du kannst nichts", "du bist nutzlos", "du bist schwach", "du findest nie einen passenden Job"...genau in solch einer Situation befinde ich mich gerade.

Ich habe das Gefühl, dass ich bestraft werden, nichts kann und einfach fehl am Platz bin.

Update: Meine Chefs sind eigentlich zufrieden mit mir. Es war geplant, dass ich auf lange Sicht eine leitende Position in dem Unternehmen bekleide, die ich mir aber (Stand jetzt, nach 7 Monaten) selbst nicht zutraue und auch nicht ausschmücken möchte. Das bin ich einfach nicht...

Es fällt mir sehr schwer, mich gedanklich zu befreien, Ängste abzubauen, mich auf etwas zu fokussieren und einen kühlen Kopf zu bewahren. Das schwerste ist es jedoch, die Situation ertragen und aushalten zu müssen. Wenn ich mein Leben betrachte, habe ich sehr viel aushalten müssen und das über einen langen Zeitraum. Ich habe immer irgendwie funktioniert und alles gemeistert, gerade fehlt mir jedoch der Mut, die Zuversicht und die Stärke. Ich habe das Gefühl, ich gehe zu Grunde. Ich kann einfach nicht mehr stark sein....

Derzeit bewerbe ich mich bei einigen Unternehmen mit der Hoffnung, eine bessere Stelle zu finden. Besser bedeutet in diesem Fall: angemessenes Geld, genügend Freizeit (keine 40+ Stunden), kurze Arbeitswege etc. Also ein 08/15 Job. Ich weiß, dass das nicht geil ist, aber mehr mute ich mir aktuell auch einfach nicht zu.

Ich möchte mich resetten, die Zeit bei meinen Eltern nutzen um Geld zu sparen, an meiner Persönlichkeit zu arbeiten und wieder mehr Freude am/im Leben zu finden. Sozusagen eine kleine "Auszeit".
Andere Optionen wären Teilzeit-Jobs oder sogar kurzzeitig ALG1 zu beantragen (was ich ungern machen möchte).

Mein Kopf explodiert gerade während des Schreibens, weil die Gedanken nur so rasen...ich kann nicht ansatzweise schreiben, was mir durch den Kopf geht.

Wenn jemand eine ähnliche Situation kennt oder mal hatte, wäre ich für Ratschläge dankbar!

bearbeitet von LastActionHero

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Es gibt eigentlich nicht viel zu sagen: du hast die Zeichen der Zeit erkannt und gehst diese mit einer Therapie und einem Jobwechsel an. Wenn du jemand bist, der sich durch Verantwortung, hohe Arbeitszeiten und Chaos in einem Start-Up gestresst fühlt, dann macht es Sinn, sich eine Stelle zu suchen, die entspannter ist. Ohne deinem Chef gleich zu erzählen, dass du bald das Weite suchst, kannst du ihm verdeutlichen, dass bspw der Tod deines Vaters und die Trennung durch deine Freundin dir psychisch so zusetzen, dass du um eine kurzfristige Reduzierung deiner Stunden bittest. Ein guter Chef erkennt den Ernst der Lage und spielt nicht Terror-Boss. Währenddessen suchst du dir eine entspanntere Stelle. 

Eine weitere Tipp noch: Meditation. Ich arbeite bspw in der Beratung und am Ende des Tages brummt mir ebenfalls der Schädel - 10 bis 15 Minuten Guided Meditation auf YouTube hilft da meistens schon, um Spannungen und Stresssymptome zu reduzieren. 

Viel Erfolg!

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Kurz zum Verständnis: Dein Vater ist gestorben, aber du ziehst jetzt zu deinen Eltern? Klingt widersprüchlich.

bearbeitet von Yolo

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vor 5 Stunden, Yolo schrieb:

Kurz zum Verständnis: Dein Vater ist gestorben, aber du ziehst jetzt zu deinen Eltern? Klingt widersprüchlich.

In solchen Situationen sollte man nicht alles wortwörtlich nehmen. 

Vermute das Elternhaus ist gemeint....

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Ohne diesbezüglich genaueres zu wissen, weil ich auch lange inaktiv war. Ich kann mich noch an deine Bilder erinnern und tippe mal du warst zumindest eine längere Zeit auf Stoff? Sofern das der Fall ist weißt du sicherlich, dass auch hierdurch Nebenwirkungen wie Depressionen entstehen können, ansonsten hier nochmal ein kleiner Reminder. 

Ansonsten hast du dein Problem doch schon erkannt - du bist im Job unzufrieden und das schon sehr lange. Hier musst du ansetzen und damit meine ich nicht, dass du dich jetzt in den nächsten Bürojob wirfst der genauso ist wie deine jetzigen. Nimm dir mal die Zeit und überlege dir genau was du dir vorstellen kannst. Vielleicht bist du einfach nicht für das Büro Leben gemacht und wirst dort nicht glücklich. Das sollte m.E. deine Hauptprio sein, wir verbringen 7-12 Stunden am Tag auf der Arbeit, wenn die einen runterzieht wird es schon schwierig am Ende des Tages glücklich zu sein. 

Der Meditations Nummer solltest du vielleicht wirklich mal ne Chance geben. Ich kann mir sowas zwar null vorstellen, aber du musst wirklich mal mit dir ins Reine kommen und generell ein paar Gänge zurückschalten. 

Und egal was du wie machst, denk immer dran du bist nicht der einzige der mal ne scheiß Phase im Leben durchmacht, das geht uns allen so - das gute daran, es ist temporär. 

 

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vor 18 Stunden, LastActionHero schrieb:

Derzeit bewerbe ich mich bei einigen Unternehmen mit der Hoffnung, eine bessere Stelle zu finden. Besser bedeutet in diesem Fall: angemessenes Geld, genügend Freizeit (keine 40+ Stunden), kurze Arbeitswege etc. Also ein 08/15 Job. Ich weiß, dass das nicht geil ist, aber mehr mute ich mir aktuell auch einfach nicht zu.

Hier mal kurz: warum ist das nicht ‚geil‘? Das wäre in Deiner derzeitigen Situation total geil, weil genau passend für Dich. Denk mal in Richtung öffentlicher Dienst.

Möglicherweise überspannte (externe?) Erwartungen daran, ein ‚geiles, ausgefülltes Leben‘ haben zu müssen, wie so viele hier im Forum? 

Du hast ne ernsthafte Daseinskrise, wie es scheint, da ist es in keiner Weise verkehrt, mal kürzer zu treten und ein paar Sachen neu zu denken.

Meine Erfahrung ist auch, dass man erst dann ins Schlingern kommt, wenn es an mehreren oder allen Fronten kracht im Leben. Wie sieht‘s bei Dir gesundheitlich aus, privat? Kannst Du mit jemandem ausserhalb des Forums (und eines Psychologen) offen sprechen über diese Dinge?

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Am 9.10.2018 um 15:34 , Yolo schrieb:

Kurz zum Verständnis: Dein Vater ist gestorben, aber du ziehst jetzt zu deinen Eltern? Klingt widersprüchlich.

Meine Mutter hat neu geheiratet 😉

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Am 9.10.2018 um 22:18 , Arthur_Spooner schrieb:

Ohne diesbezüglich genaueres zu wissen, weil ich auch lange inaktiv war. Ich kann mich noch an deine Bilder erinnern und tippe mal du warst zumindest eine längere Zeit auf Stoff? Sofern das der Fall ist weißt du sicherlich, dass auch hierdurch Nebenwirkungen wie Depressionen entstehen können, ansonsten hier nochmal ein kleiner Reminder. 

Ansonsten hast du dein Problem doch schon erkannt - du bist im Job unzufrieden und das schon sehr lange. Hier musst du ansetzen und damit meine ich nicht, dass du dich jetzt in den nächsten Bürojob wirfst der genauso ist wie deine jetzigen. Nimm dir mal die Zeit und überlege dir genau was du dir vorstellen kannst. Vielleicht bist du einfach nicht für das Büro Leben gemacht und wirst dort nicht glücklich. Das sollte m.E. deine Hauptprio sein, wir verbringen 7-12 Stunden am Tag auf der Arbeit, wenn die einen runterzieht wird es schon schwierig am Ende des Tages glücklich zu sein. 

Der Meditations Nummer solltest du vielleicht wirklich mal ne Chance geben. Ich kann mir sowas zwar null vorstellen, aber du musst wirklich mal mit dir ins Reine kommen und generell ein paar Gänge zurückschalten. 

Und egal was du wie machst, denk immer dran du bist nicht der einzige der mal ne scheiß Phase im Leben durchmacht, das geht uns allen so - das gute daran, es ist temporär. 

 

Ich trainiere ja schon seit 15 Jahren und ich glaube,das vergessen einige hier immer wieder. Und auch wenn es vielleicht schwer fällt zu glauben, bin ich bis heute komplett Natural geblieben.

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vor 23 Stunden, botte schrieb:

Hier mal kurz: warum ist das nicht ‚geil‘? Das wäre in Deiner derzeitigen Situation total geil, weil genau passend für Dich. Denk mal in Richtung öffentlicher Dienst.

Möglicherweise überspannte (externe?) Erwartungen daran, ein ‚geiles, ausgefülltes Leben‘ haben zu müssen, wie so viele hier im Forum? 

Du hast ne ernsthafte Daseinskrise, wie es scheint, da ist es in keiner Weise verkehrt, mal kürzer zu treten und ein paar Sachen neu zu denken.

Meine Erfahrung ist auch, dass man erst dann ins Schlingern kommt, wenn es an mehreren oder allen Fronten kracht im Leben. Wie sieht‘s bei Dir gesundheitlich aus, privat? Kannst Du mit jemandem ausserhalb des Forums (und eines Psychologen) offen sprechen über diese Dinge?

Ich hab mir schon ein paar Stellen im Öffentlichen angesehen, nur leider war da bisher nichts passendes dabei, was meinen Qualifikationen entspricht.

Das mit den Erwartungen trifft auf jeden Fall zu... Ich kann sehr schnell neidisch werden und habe dann Prinzipiell immer das Gefühl, bestraft zu sein.

Gesundheitlich geht's mir den Umständen entsprechend... Aktuell einige Symptome, die ich nun schon länger mit mir rumschleppe und nicht sicher bin, ob die real oder psychosomatisch sind. Herzrasen,Atemnot etc. Da ich mich depressiv fühle und auch noch eine (aktuell schwach ausgeprägte) Angststörung habe, würden diese Symptome jedenfalls passen.

Alles nicht so einfach gerade...

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Hör mal auf, auf dir selber rum zu hacken. Immerhin....

Am 9.10.2018 um 13:05 , LastActionHero schrieb:

Ich war über 10 Jahre als Sachbearbeiter im Vertriebsinnendienst einer Firma tätig, wo ich auch meine Ausbildung zum Kfm. Groß/Außenhandel absolviert habe. In den letzten Jahren davon habe ich nebenberuflich ein Abendstudium begonnen zum staatlich geprüften Betriebswirt, Fachrichtung Betriebswirtschaft / Schwerpunkt Marketing/Kommunikation, welches ich mit einem Schnitt von 2,8 abgeschlossen habe.

du hast doch einiges auf die Beine gestellt. Niemand hat dich dazu gezwungen, denke ich mal. Bedeutet: du hast es von dir aus in Angriff genommen. 

Du selbst hast deinem Leben eine Richtung gegeben. Warum solltest du das nicht auch weiterhin schaffen? Hör auf dir Dinge einzureden, die nur graue Theorie darstellen oder dich schlecht darstellen. Du hast es dir doch schon selber bewiesen. Kommt oft genug im Leben vor, dass der eine oder andere ne Pause braucht. Ob nun, weil er nicht weiß wie`s weitergehen soll, oder im Augenblick alles einfach zu viel ist (was auch immer) so what? Wenn du dir eine Auszeit nehmen kannst, ist das super. Können die wenigsten. 

Deinen Platz im Leben hast du schon, nun kannst du ihn ausbauen. OK, mag sein, dass du zur Zeit nicht weißt wie, wo, wohin, wie weiter. Das heißt doch nur, du stehst an einer Weggabelung und musst dich neu orientieren. Das kann schon mal ein wenig dauern. Dich hierbei unter Druck zu setzen, nützt dir recht wenig. Hast du die Zeit und die Möglichkeit dazu, weil ohne große Verpflichtungen, dann nimm sie dir und setz auf Entspannung. Weder der Geist noch die Seele mögen es unter Druck, Zwang oder Belastung zu stehen. 

Flow setzt immer nur dann ein, wenn man sich im glückseligen Zustand des Bei-sich-Seins befindet.

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Gast spartakus666

Du könntest mal überlegen, ob Du Deinen Leistungsgedanken mal über Bord wirfst.
Einfach mal als Versuch.

Mal alles in Frage stellst. Mal radikal ein anderes Leben probierst.

Was spricht denn dagegen, dass Du einfach mal Dich in das Zimmer bei Deinen Eltern hockst und 12 Monate ALG 1 beziehst und zu Dir selbst findet. Erstmal Dich nur auf Dich fokussierst und schaust, wo hin es gehen könnte. Ohne mal "Bürojob" mit Richtung "Marketing" als fixen Weg zu sehen.

Geh doch Trainieren. Und dann hock Dich in den Park und denke über Dein Leben nach.

Würde mich wundern, wenn Du 12 Monate brauchst um zu wissen, wohin es gehen könnte. Aber wirklich mal kreativ denken und nicht im alten Muster. Parallel auf die Therapie konzentrieren.

 

 

bearbeitet von spartakus666

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Denke auch das du das Leben eines anderen führst. Prüfe doch mal was DIR wirklich wichtig ist. Das geht nicht so schnell wird aber mit der Zeit kommen wenn du dich auf dich zurück besinnst.

Die Sache mit deinem Vater hat dich sehr mitgenommen - daran kann ich mich noch erinnern. Ist vielleicht noch nicht alles gesagt zwischen dir und ihm...

Wird dir auf lange Sicht gut tun dich mal wirklich mit dir auseinander zu setzen. In unserer Leistungensgesellschaft ist so eine Phase wo man nur rumpimmelt nicht gut angesehen - davon sollte man sich lösen. Ist dein Leben und dein Unterbewusstsein weiß am besten was du gerade brauchst.

Kriegst hin Bro 👍

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Am 11.10.2018 um 07:44 , LastActionHero schrieb:

Ich hab mir schon ein paar Stellen im Öffentlichen angesehen, nur leider war da bisher nichts passendes dabei, was meinen Qualifikationen entspricht.

Das mit den Erwartungen trifft auf jeden Fall zu... Ich kann sehr schnell neidisch werden und habe dann Prinzipiell immer das Gefühl, bestraft zu sein.

Gesundheitlich geht's mir den Umständen entsprechend... Aktuell einige Symptome, die ich nun schon länger mit mir rumschleppe und nicht sicher bin, ob die real oder psychosomatisch sind. Herzrasen,Atemnot etc. Da ich mich depressiv fühle und auch noch eine (aktuell schwach ausgeprägte) Angststörung habe, würden diese Symptome jedenfalls passen.

Alles nicht so einfach gerade...

Nur der Vollständigkeit halber: Du warst wegen der körperlichen Symptome schon beim Arzt? Herzrasen/Atemnot können auch ernste Herz/Kreislauf-Erkrankungen zugrunde liegen. Bei denen Anfälle wiederum psychosomatisch getriggert werden. Hast Du vllt schon gemacht, dann bitte ignorieren.

Was den Leistungsgedanken/Neid betrifft: geh da mal dran. Das kann Dir sonst sehr, sehr lange nachhängen und das leben sauer machen. Musst Dir aber mal Ruhe und Zeit geben, Dich damit zu beschäftigen. Zeit ausserhalb von Job, Fitti und PU. Kann berufliches Kürzertreten bedeuten, drei Wochen Urlaub allein oder auch ne längere Auszeit. Mit oder ohne fachliche Betreuung. Aber auf jeden Fall mit frischem Input für neue Perspektive. Reisen, Lesen - was immer bei Dir funktioniert.

Kannst Du. Wer 15 Jahre mit Deiner Disziplin trainiert und sich beruflich fortbildet, der kann auch das angehen.

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Am 27.10.2018 um 06:56 , spartakus666 schrieb:

 

Was spricht denn dagegen, dass Du einfach mal Dich in das Zimmer bei Deinen Eltern hockst und 12 Monate ALG 1 beziehst und zu Dir selbst findet.

 


Bist du irgendwie dumm oder so?

Ich kann ja mit vielem Leben aber öffentlich in einem Forum zu empfehlen, dass jemand 12 Monate ALG 1 beziehen soll? Sowas dummes habe ich selten gehört. 
Wenn du magst, kannst du LAH ja gerne den ALG 1 Satz monatlich überweisen, auch gerne 12 Monate. Ich schätze, dass du das nicht machen willst, also erwarte nicht von der Gesellschaft dass sie dies tut. 

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Gast spartakus666
vor 3 Minuten, Arthur_Spooner schrieb:

Bist du irgendwie dumm oder so?

Ich kann ja mit vielem Leben aber öffentlich in einem Forum zu empfehlen, dass jemand 12 Monate ALG 1 beziehen soll? Sowas dummes habe ich selten gehört. 
Wenn du magst, kannst du LAH ja gerne den ALG 1 Satz monatlich überweisen, auch gerne 12 Monate. Ich schätze, dass du das nicht machen willst, also erwarte nicht von der Gesellschaft dass sie dies tut. 

Ist günster als dauerhaft arbeitsunfähig.
Zahl ich sehr sehr gerne.

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Gast
vor 17 Stunden, Arthur_Spooner schrieb:


Bist du irgendwie dumm oder so?

Ich kann ja mit vielem Leben aber öffentlich in einem Forum zu empfehlen, dass jemand 12 Monate ALG 1 beziehen soll? Sowas dummes habe ich selten gehört. 
Wenn du magst, kannst du LAH ja gerne den ALG 1 Satz monatlich überweisen, auch gerne 12 Monate. Ich schätze, dass du das nicht machen willst, also erwarte nicht von der Gesellschaft dass sie dies tut. 

Halb so wild, er hat Versicherungsbeiträge gezahlt. Iss mal lieber weiter dein Schnitzel.

Ansonsten sehr cool, die letzten Beiträge.

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vor 16 Stunden, brianwolfgang schrieb:

Halb so wild, er hat Versicherungsbeiträge gezahlt. Iss mal lieber weiter dein Schnitzel.

Ansonsten sehr cool, die letzten Beiträge.

Es ist doch immer wieder beachtlich, wie Leute die offensichtlich völlig am Leben vorbeilaufen anderen Menschen "Tipps" geben. 
Vermutlich haben 95% dieses Forums schon Versicherungsbeiträge gezahlt, lass uns doch alle Arbeitslosengeld beziehen gehen?

Tue mir bitte wenigstens den Gefallen und schlag mal nach was eine Versicherung ist und wie sie funktioniert, vielleicht nimmst du dann wenigstens was aus dem Thread mit. 
 

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Gast
vor 28 Minuten, Arthur_Spooner schrieb:

Vermutlich haben 95% dieses Forums schon Versicherungsbeiträge gezahlt, lass uns doch alle Arbeitslosengeld beziehen gehen? 

Ach, weißt du, da kann ich auch den Leuten, die in der Schule nicht aufgepasst haben und deren Job automatisiert wurde, den moralischen Stinkefinger geben. Oder denen, die bei der Arbeitssuche zu wählerisch sind.

Der TE kann ruhig mal an sich und seine mentale Gesundheit denken, der Solidargemeinschaft tut er dabei im Übrigen sicher auch einen Gefallen.

 

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vor 1 Stunde, brianwolfgang schrieb:

Ach, weißt du, da kann ich auch den Leuten, die in der Schule nicht aufgepasst haben und deren Job automatisiert wurde, den moralischen Stinkefinger geben. Oder denen, die bei der Arbeitssuche zu wählerisch sind.

Der TE kann ruhig mal an sich und seine mentale Gesundheit denken, der Solidargemeinschaft tut er dabei im Übrigen sicher auch einen Gefallen.

 

Der Vergleich hinkt so dermaßen, dass es schon fast weh tut. 
Vielleicht hast du nämlich gerade gemerkt, wofür eine Versicherung gut ist - sie zahlt im Notfall, wenn man keine Arbeit hat. Der TE hat aber Arbeit, der Unterschied sollte nicht so schwer zu erkennen sein. 

Wenn du ihm aus Krankheitsgründen dazu rätst Arbeitslosengeld zu beziehen, kennst du vielleicht die sogenannten "Krankenversicherung" noch nicht. Die springt nämlich ein, wenn man krank ist. Gar nicht so schwer, oder?
 

Aber ja: Die Leute, die bei der Arbeitssuche zu wählerisch darf man auch mit Recht den moralischen Stinkefinger zeigen. Das ist aber ein ganz gehöriger Unterschied zu den Leuten, die in der Schule "nicht aufgepasst" haben. 

 

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wenn ein Typ wie Hoeness mal ein bisschen im Knast war und da Freigang hatte und danach alle seine Funktionen wiederbekommt, als wäre nichts gewesen, hätte ich null Gewissensbisse, mal ein bisschen "mit Vorsatz" ALG abzuziehen

  • IM ERNST? 1

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Ich wollte nicht, dass das hier so ausartet...beruhigt euch alle mal wieder 🙂

Danke für das Input...ich bin immernoch hin und hergerissen wegen meinem Job und ich warte noch auf eine Rückmeldung auf eine meiner Bewerbungen.
Lange kann ich den jetzigen Job nicht mehr machen, da wird man wirklich bekloppt.

Meine 4+ jährige LTR hat heute Schluss gemacht, sie hält diese Spannung derzeit nicht aus und die räumliche Trennung wird wohl nicht so funktionieren, wie wir uns das vorstellen. Finde ich zwar komisch...so aus heiterem Himmel, wo wir noch nicht mal räumlich getrennt sind...aber gut. Vielleicht hat sie auch schon nen neuen, kein Plan.

Evtl. ziehe ich bereits nächstes WE zu meinen Eltern, kommt jetzt drauf an ob ich diese Woche noch meinen Urlaub bekomme. Ansonsten wird's übernächstes WE.
Ich freue mich schon abnormal, da ich mir dann ca. 1.000€ im Monat zurücklegen kann (sofern sich mein Einkommen jetzt nicht änder).

Aktuell wieder vermehrt Depris und Zukunftsängste...das nervt. Dabei kann mir im worst case nicht viel passieren.

Wie schaffe ich es, mal auf alles gepflegt zu scheißen? Jetzt mal grob gesagt. Mir fehlt die Gelassenheit, ich denke und grübel soviel nach :-S

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Am 31.10.2018 um 09:15 , Nachtzug schrieb:

wenn ein Typ wie Hoeness mal ein bisschen im Knast war und da Freigang hatte und danach alle seine Funktionen wiederbekommt, als wäre nichts gewesen, hätte ich null Gewissensbisse, mal ein bisschen "mit Vorsatz" ALG abzuziehen

Du bist aber auch Mendoza - der Mann bei dem jeder der schon ein paar Tage hier im Forum weiß, dass er eine ziemlich verdrehte Weltansicht hat.
Das beweist du im übrigen mit der Aussage, dass Hoeneß alle seine Funktionen wiederbekommen hat. Magst du mir kurz erklären, wo die Allgemeinheit darunter leidet? Und woher du dir überhaupt anmasst dich darüber zu äußern wen ein Fussballclub in welche Ämter steckt?
 

Geiler Vergleich mal wieder....liest du dir scheiße eigentlich manchmal durch die du da schreibst? 

 

Ach und nochmal Ontopic:

Das was du da beschreibst bekomme ich so oder ähnlich von einigen meiner Freunde im Moment mit. Altersklasse ungefähr ähnlich 25-35. Ich will sowas nicht midlife crisis nennen, aber ich glaube zum Teil ist da auch schon was dran. 
Man ist halt gerade in so einer Phase wo man nicht mehr jugendlich machen kann was man will ohne Konsequenzen zu fürchten, aber auch noch nicht so gefestigt, dass das Leben seinen geregelten Gang läuft. Daran knabbern bei mir echt viele Bekannte, du bist also nicht der Einzige. 

Habe tatsächlich schon in meinem engeren Kontaktkreis einige die dann mal den Jakobsweg gelaufen sind, zum Teil mit Freunden, zum Teil ganz alleine. Die haben alle davon geschwärmt und es jedem wärmstens empfohlen. Ich glaube genau die Lockerheit die dir fehlt, kann man dort nachhaltig finden. Ob das für jeden klappt? Keine Ahnung, aber solltest du wirklich mal ein bisschen Zeit über haben könnte das eine Option für dich sein.

bearbeitet von Arthur_Spooner

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vor 18 Stunden, LastActionHero schrieb:

Meine 4+ jährige LTR hat heute Schluss gemacht, sie hält diese Spannung derzeit nicht aus und die räumliche Trennung wird wohl nicht so funktionieren, wie wir uns das vorstellen. Finde ich zwar komisch...so aus heiterem Himmel, wo wir noch nicht mal räumlich getrennt sind...aber gut. Vielleicht hat sie auch schon nen neuen, kein Plan.

Würdest du mit einer Person zusammen sein wollen, die momentan deinen Zustand hat?

 

vor 18 Stunden, LastActionHero schrieb:

Wie schaffe ich es, mal auf alles gepflegt zu scheißen? Jetzt mal grob gesagt. Mir fehlt die Gelassenheit, ich denke und grübel soviel nach :-S

Meiner Meinung nach entwickelt sich Gelassenheit daraus, dass man Selbst-bewusst-sein und Selbstvertrauen in sich als Mensch erlebt.

Heißt: (kleine) Herausforderungen annehmen, durchziehen, immer wieder (physisch) bewusst machen.
Ich schreibe Tagebuch seit Jahren.
Abends in 30 Sekunden, was ich heute geschafft habe und deshalb stolz bin.
Dabei Dinge aufschreiben, die PERSÖNLICH ein Fortschritt sind. (Momentan schüchterne Person: "Heute zu einer fremden Person Hallo gesagt.")

 

Generell würde ich in deiner Situation so vorgehen (mit meinen begrenzten Informationen):
1. geilen Job finden: geil wie "sehe einen Sinn in der Arbeit, gehe ich sehr gerne hin". #1 weil 10h täglich da rein fließen. Kenne keine geile Person, die einen beschissenen Job hat.
...
999. Beziehung: ganz am Ende. Eine Beziehung führt nahezu nur zu Problemen, wenn man in sich nicht gefestigt ist. Wenn man das nicht ist, bekommt man auch nur Partner, die es selbst nicht sind. Und das führt zu zwei Bettlern, die sich gegenseitig in die Hosentaschen greifen. "Ich führe mal geschwind eine Beziehung, bei der 50% nahezu unkontrolliebar für mich sind und nebenbei bastle ich auch an meiner Baustelle." ist eher ein Schuss in den Ofen.

 

 

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