Gedanken zum Thema Mehrwert geben (bezogen auf eine Konversation mit einer Frau)

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Servus Leute,

will hier mal was zum Thema Mehrwert und indirekt zum Thema Selbstwertgefühl schreiben, da wie ich aus Gesprächen mit Freunden und Bekannten immer wieder feststelle, dass hier einige Mißverständnisse vorliegen.

Mehrwert geben (Value):

Ich höre z.B. oft:

"Ich hab doch nichts anzubieten, bin nicht Erfolgreich im Leben,
hab nicht viel Geld, keine besonderen Fähigkeiten,
sehe nur durchschnittlich aus, hab schiefe Zähne,
bin in der Welt noch nicht rumgekommen, war nur in meinem Dorf,
sie verdient viel mehr als ich,  etc.

Diese Aussagen/Mindsets haben in Bezug auf eine Konversation mit einer Frau absolut nichts mit 'Mehrwert geben' zu tun.

Es ist so: Jemand der am meisten Mehrwert in eine Konversation einbringt gewinnt.
Dagegen hat der allgemeine Glaube darüber, wie gut man aussieht oder wieviel Geld man verdient, nichts mit
Mehrwert geben zu tun.

Bezogen auf eine Konversation mit einer Frau entsteht der Mehrwert dadurch, was du in "dem Moment" in die Konversation einbringst, 
den eine Frau erlebt.

Alles was früher geschehen ist und was zukünftig passieren wird, ist dem Augenblick der Konversation total irrelevant. Wenn du arbeitslos bist oder
noch bei deinen Eltern wohnst, ist dass total irrelevant, denn Mehrwert kann nur im "Hier und Jetzt" erlebt werden.

Den Mehrwert, den du anzubieten hast, hat alles damit zu tun, wie du mit einer Frau interagierst. Das sind im wesentlichen drei Dinge:

- Spass: Du hast gute Laune und bietest eine Umgebung von Lebensfreude an
- Emotion: Du bietest eine emotionale Verbindung und emotionale Erfahrung an
- Gewinn: Du gibst ihr dass Gefühl, dass sie dich erobert

Um dass zu erläutern ein kurzes Beispiel:

Ein reicher, gut aussehender Investment Banker, der in einer Konversation mit einer Frau nicht aus dem Interview-Modus herauskommt, kreiert dabei keine
emotionale Erfahrung und damit keine Anziehung. Er verliert. Hingegen ein armer Hilfsarbeiter, der in einer Konversation ihre lustige Seite zum
Vorschein bringt und ihr hilft einen intensiven emotionalen Moment zu erleben, wird eher Erfolg haben.

Wenn du ihr dass bietest, kann sie folgendes annehmen:

- Er ist ein Typ der mit Frauen gut kann
- Er muss sehr beliebt sein
- Er hat bestimmt viele Freunde, wenn er so gut gelaunt ist und so kommunikativ ist
etc.

Das ist also der Mehrwert den sie in dir sehen kann, wenn du so agierst.

Verkürzt kann man sagen: Bei Männern entsteht der Mehrwert (bezogen auf eine Konversation) durch das Verhalten und nicht durch bisher erreichte Ziele, Besitz oder gutes Aussehen.

Im Detail:

Spass:

Wir alle Leben in einem Zustand von "Täglich grüsst das Murmeltier". Jeden Tag die gleiche Arbeit, gleichen Leute, gleichen Gespräche. Daher dürsten wir nach Spass,
um diesem Zustand zu entfliehen. Darum ist die Ablenkungs-Industrie (Urlaub, Tabak, Filme, etc), die größte und erfolgreichste Industrie überhaupt, weil diese genau dass verspricht. Von daher bedeuten uns Gespräche mit Leuten mit denen wir Spass erleben, sehr viel. Diese Leute geben uns einen Mehrwert.

Emotionen:

Wir sind emotionale Wesen. Emotionen machen uns süchtig. Hierbei meine ich nicht nur positive. Warum schauen sich viele Menschen beispielsweise Action- oder Horror Filme an? Weil sie eben dadurch Emotionen erleben und sich dadurch ein Stück weit lebendiger fühlen können. Wenn ihr z.B. einen Film anschaut und ihr euch nicht mit dem Protagonisten emotional verbinden könnt, werdet ihr irgendwann ausschalten.

Bezüglich einer emotionalen Konversation mit einer Frau bestehen dabei große Mißverständisse:

Du musst nicht über Emotionen reden, du musst diese kreieren. Stundenlang einer Frau zuzuhören, wie sie über Ihre Gefühle redet ist Therapie. Therapie hat mit einem 
gelungenen Flirt überhaupt nichts zu tun. Ein Gespräch mit einer Frau, wie sie doch in Ihren letzten Freund verliebt war oder wie gut sie sich bei Ihrem letzten Urlaub gefühlt hat, ist keine emotionale Erfahrung.

Eine emotionale Erfahrung kann z.B. durch ein ehrlich gemeintes Kommentar ausgelöst werden, dass sie einerseits aufregend und andererseits beängstigend findet. Das bedeutet Erschaffung von Emotionen und führt zu Mehrwert.

Gewinn:

Wir beurteilen eine Konversation nicht unbedingt dadurch, wie interessant der Gesprächspartner ist. Vielmehr beurteilen wir, wie der andere es schafft, dass ich mich selber interessant und humorvoll empfinde. Daher umgeben wir uns gerne mit Leuten, die das Beste in uns hervorbringen.

Weiterhin möchten wir dass Gefühl haben, dass wir selber verantwortlich für den Erfolg sind. Wir schätzen Dinge mehr, für die wir gearbeitet haben.

Viele haben dass schon mal erlebt, wenn sich eine Frau zu schnell an einen Mann ranschmeißt. Da fehlt irgendwas. Man hat dafür nicht arbeiten müssen.

Wert entsteht durch Mangel. Und für was man nicht arbeiten muss, ist auch nichts wert.

Deshalb sollte man in einer Konversation, der Frau das Gefühl geben, dass sie dich erobert. Und so entsteht ein Mehrwert für sie.

Okay, wie kann ich ihr also das Gefühl geben, dass sie mich erobert?  Beispielsweise durch Herausforderung (Challenging), eine liebevolle Provokation, kleine Unverschämtheiten, politisch unkorrekt sein oder necken. Alles natürlich mit einem Augenzwinkern. Sollte also nie verletzend rüberkommen. Ist natürlich ein schmaler Grat.

Hier geht es im wesentlichen darum, dass du ihr die Möglichkeit gibst, ihr bestes ich zu präsentieren. Dies geschieht jedoch nicht durch Bücken und permanente Zustimmung und zu allem Ja und Amen sagen.

Folgendes Mindset ist in diesem Zusammenhang sehr wichtig: Hört auf damit ihr ständig gefallen zu wollen und nur auf Sicherheit zu gehen. Steht zu euch selber und zu eurer Meinung. 

Das waren meine Gedanken zu dem Thema "Mehrwert geben".

VG
321xyz

 


 

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Schöner Text, würde all deinen Aussagen erstmal zustimmen. Die Frage, die ich mir stelle, ist nur: wie komme ich da hin? Kann ich das kontrollieren und gezielt einsetzen?

Ich merk bei mir selber oft, dass ich, wenn ich gut gelaunt und motiviert bin, Leute in lustige Gespräche verwickeln kann ohne nachzudenken und auch auf Frauen eine gewisse Wirkung entfalte.

Bin ich allerdings schlecht gelaunt/deprimiert (wie im Augenblick), wird mein Weltbild pessimistisch und ich habe an nichts Spaß. Dann habe ich den Gedanken "Ich habe nichts anzubieten." und mir fällt auch in Gesprächen nichts ein. Positive Ausstrahlung Fehlanzeige.

Wie komm ich also (wieder) in den Zustand etwas anzubieten zu haben?

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Hi Späti,

danke für deine Antwort und dass du den Text gelesen hast. Also zu deiner Frage: "Wie komme ich dahin?" Damit denke ich meinst du eine positive Energie und gute Laune. Also geht es meines Erachtens um die Frage, wie komme ich in einen positiven Zustand und wie bekomme ich positive Energie, die ich dann anderen Menschen anbieten kann?

Dass ist natürlich ein riesen Thema, dass die Bereiche wie Inner Game, Mindsets, Persönlichkeitsentwicklung betrifft. Diese sind lebenslage Themen die ständiger Übung bedürfen. Da dass so große Bereiche sind, kann ich an dieser Stelle auch nur klitzekleine Vorschläge geben.
1.
Zum einen hilft es ungemein sich mit positiven Menschen zu umgeben. Menschen, die dich unterstützen, die dir helfen dich auszudrücken und entfalten zu lassen, die dir Spass bringen, die dich frei fühlen lassen. Leute die dich runterziehen und ständig nur rumjammern sollte man eher meiden (sogenannte Energievampiere).

2.
Einer Tätigkeit nachgehen, dir Spass macht und die dir hilft in deiner Struktur zu wachsen. Das ist natürlich leichter gesagt als getan. Aber das Leben ist kurz und sein Leben nur von Angst bestimmen zu lassen, führt irgendwann unweigerlich in die Depression. Ich selber habe vor einem Jahr meinen Job gekündigt, da der mich runtergezogen hat und mir meine positive Energie geklaut hat. Jetzt verdiene ich zwar weniger und finanziell ist alles etwas schwieriger geworden, aber dafür habe ich meine positive Energie zurückgewonnen.
3.
Sich auf die guten Dinge konzentrieren, da Gutes nur auf Gutem wachsen kann. Steht schon in der Bibel: "...von einem Dornenstrauch erntet man keine Trauben". Anstatt dich zu kritisieren kannst du dich fragen: "Was war gut?". Es kommt natürlich immer wieder vor, dass man einige Sets grandios verkackt. Hab mich da Anfangs auch immer fertig gemacht. Jetzt frag ich mich: Okay, was war gut? Du hast sie angesprochen. Das ist 99% mehr, als dass was andere Männer sich zutrauen würden. Du hast dich getraut. Du hast dich deiner Angst gestellt. Und das alles ist Mega positiv. Darauf kann ich aufbauen. Beim nächsten mal versuche ich mich auf einen Aspekt zu konzentrieren, den ich verbessern will.

Weiterhin finde ich es auch gut Dankbar zu sein, für dass was ist. Ich kenn Leute, die sind um die 20 und sitzen im Rollstuhl und können nur noch die Finger bewegen. Die haben ganz andere Probleme als sich mit Pickup zu beschäftigen. Ohne Gesundheit ist alles nichts. Du hast Zugang zu fließendem Trinkwasser und musst nicht 20 km zu einem Brunnen laufen.
4.
Ein weitere Punkt ist State Shifting. Wenn du z.B. den ganzen Tag im Büro verbracht hast und einer eher introvertierten Arbeit nachgegangen bist, ist es klar, dass du dann dich nicht in einem super kommunikativen Modus befindest. Da hilft es z.B. erst mal sich aufzuwärmen und in einen kommunikativen Modus zu gelangen. Du fängst einfach an erstmal mit Leuten im Allgemeinen zu sprechen, allenmöglichen Leuten. Kannst beispielsweise nach dem Weg fragen, im Supermarkt die Kassierin in ein Gespräch verwickeln, mit einem Obdachlosen fragen wie so geht oder einen Freund anrufen. Dann merkst du wie sich dein State verändert und dann fängst du erst an Frauen anzusprechen.

Mir geht es da auch so. Der Gedanke allein rauszugehen und Frauen anzusprechen löst bei mir auch stets ein mulmiges Gefühl aus. Das wird auch nie weggehen. Ich weis aber aus meiner Erfahrung, wenn ich erstmal meine Wohnung verlassen habe und ins tun komme, löst sich dieses mulmige Gefühl schnell auf und ich bin froh, dass ich rausgegangen bin. Dieser Gedanke hilft mir immer sehr. Ich will mir von meiner Angst nicht mein Leben bestimmen lassen. Dass geht im übrigen jedem Daygamer so. Anstatt die Angst zu bekämpfen hilft mir auch die Angst einfach zu akzeptieren und loszulassen. Wie schlechtes Wetter. Ist halt so.

5.
Was mir im Allgemeinen hinsichtlich meines "Inner Games" sehr hilft sind geführte Mediationen beispielsweise zu den Themen: Zufriedenheit, Dankbarkeit, Self-Esteem, Calming Anxiety, Relationsships, etc.

Kann da die Apps wie Calm, Headspace oder Insight Timer empfehlen. Da gibt es sehr viel Content der kostenlos ist (vorallem bei Insight Timer).

Wie ich finde reicht es nicht einmal ein Buch gelesen zu haben. Man muss sich regelmäßig erinnern und an seinen Mindsets arbeiten und diese festigen.

VG
321xyz

 


 

 

 

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Wirklich starker Text.Gefühle kreieren - genau das trifft's. Schatztruhe de luxe.

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Am 13.11.2018 um 12:51 , 321xyz schrieb:

Mehrwert geben (Value):

Ich höre z.B. oft:

"Ich hab doch nichts anzubieten, bin nicht Erfolgreich im Leben,
hab nicht viel Geld, keine besonderen Fähigkeiten,
sehe nur durchschnittlich aus, hab schiefe Zähne,
bin in der Welt noch nicht rumgekommen, war nur in meinem Dorf,
sie verdient viel mehr als ich,  etc.

Diese Aussagen/Mindsets haben in Bezug auf eine Konversation mit einer Frau absolut nichts mit 'Mehrwert geben' zu tun.

Es ist so: Jemand der am meisten Mehrwert in eine Konversation einbringt gewinnt.
Dagegen hat der allgemeine Glaube darüber, wie gut man aussieht oder wieviel Geld man verdient, nichts mit
Mehrwert geben zu tun.

Schön das du dir die Mühe gemacht hast aber Ich finde es ist nicht viel neues Dabei. Trotzdem Daumen hoch.

Zu dem zitierten Textteil: Hier würde Ich noch mehr auf das Geschichten erzählen eingehen, da dies mMn der tatsächliche Mehrwert einer Konversation ist. Klar kann man sagen:"Hab nichts erlebt, bin aufm Dorf groß geworden." Man kann es aber auch so erzählen:"Ich bin zwar auf Dorf aufgewachsen aber du glaubst nicht was man da alles erleben kann. (und jetzt kommen die lustigen Storys vom Dorffest oder wie man besoffen mit dem Träker in Graben gefahren ist als man zwölf Jahre alt war)."

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