Hartz4 oder arbeiten?

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vor 2 Stunden, jon29 schrieb:

Ein Euro Jobs sind für schwer vermittelbare, die durch Tätigkeiten im öffenwtlichen Interesse wieder an Arbeit rangeführt werden.

Sechs millionen davon. Is klar. Niemand hat die absicht, eine statistik zu beschönigen.

vor 2 Stunden, jon29 schrieb:

Ne, es ist und bleibt widerlich mit Billigkonsum auszubeuten

Gut. Komm bei mir in neukölln rum, und bring den spruch bei meinen nachbarn, die am Monatsende trotz verzichts s f jeglichen luxus bei vollzeitarbeit ihren kindern kein essen hinstellen können. Wenn du die eier hast.

vor 1 Stunde, Kaiserludi schrieb:

Ich bewundere deine Geduld, Jon!

Was ist eigentlich so schlimm daran, wenn jemand kritik vorbringt, dass man sofort drauflosschreien muss, wie toll alles ist, und dass derjenige die fresse halten und nicht “nörgeln“ soll?

Und warum höre ich das nur von gutsituierten mittvierzigern, während viele freunde und Kommilitonen in meinem alter die dinge ähnlich sehen wie ich? Obwohl wir alle selbst ziemlich gut dastehen.

Ach, und was in frankreich grad abgeht, ost natürlich auch nur ein produkt der Nationalsozialistischen weltverschwörung....

@jon29 PS: habe mir den von dir erwähnten thread angeschaut. Obwohl ich mit diesem albernen hypermoralismus, laut dem ich irgendwie schuld an allem möglichen bin, nichts anfangen kann, zahle ich gern gutes geld für gute ware aus einem anständig geführten betrieb. Ändern wird das freilich nichts, der fisch stinkt wie gesagt vom kopf her, wie schon immer. 

bearbeitet von Lazy Larry
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Am 3.12.2018 um 12:48 , Magicmac schrieb:

Was denkt ihr? Macht es Sinn zu arbeiten wenn man +- das selbe raus hat wenn man Hartz4 beziehen würde ?

Ich denke man sollte auf jeden Fall mit 24 kapitulieren, auf ein schönes Leben verzichten und sich dauerhaft vom Sozialstaat abhängig machen.

Das wird man auf keinen Fall bereuen.

Kritische Gedanken wie "was mache ich eigentlich wenn die sozialistischen Elemente auf die ich die nächsten 50-70 Jahre angewiesen bin irgendwann an ihrer Finanzierung scheitern" kifft man sich am besten einfach weg.

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Am 7.12.2018 um 09:05 , Sprachlos schrieb:

Es gibt da so einen schönen neuen Begriff:
Whataboutism.
= Zerlege ein Argument, indem Du ablenkst auf andere Misstände.
 

Wer Whataboutismen beklagt, sollte nicht mit Strohmännern werfen.

 

Am 7.12.2018 um 09:05 , Sprachlos schrieb:

Und darauf gibts nur eine vernünftige Antwort für einen gesunden Menschen:

Das ist Dein Leben.
Mach was draus.
Sei eigenverantwortlich.

Auch da steht wieder nichts von "ordne Dich einem System unter", "lass Dich ausbeuten" und und und.
Es schreibt Dir doch keiner vor, wie Du für Dein eigenes Leben aufkommen sollst.

Der Staat schreibt einem hier sehr ausführlich vor, wie man für sein eigenes Leben aufzukommen hat. Beispielsweise die Entscheidung, abhängig oder selbständig zu arbeiten. Bei letzterem wird man sofort in die Arme der privaten Krankenversicherung getrieben, aus der man (immer noch) nie wieder zurückkommt. Oder man bleibt in der gesetzlichen und zahlt halt bei Nullverdienst oder sogar Verlusten in den Aufbaujahren irrsinnige Beiträge,  weil der Staat einfach ein fiktives fettes Einkommen unterstellt.

Oder man sorgt mit Aktien für das Alter vor, oder versucht sogar, davon leben zu können. Dann kommt der Staat daher und raubt einem einfach 30% der Gewinne. Die Verluste darf man behalten und kann sie bei langfristigen Positionen über Jahre nichtmal gegenrechnen. Für institutionelle Anleger wird dagegen eine 0,1%ige Transaktionssteuer jedes Jahr aufs neue von den Lobbyhuren verhindert.

Immobilien gibts ja auch noch, nur daß man da ebenfalls nicht eigenverantwortlich entscheiden kann, was man damit macht, sondern der Staat ordnet einen sehr schnell als gewerblich ein. Und dann hat man ein Gewerbe, um das man sich entsprechend der staatlichen Vorgaben kümmern muß.

Und der Klassiker, die abhängige Erwerbsarbeit ist heute nun wirklich das Musterbeispiel für Unterordnung unter ein System und sich ausbeuten lassen, und vor allem jederzeit den Arschtritt bekommen können. Vor dem Mauerfall sah das noch anders aus, dann kam die "Globalisierung."

 

Die Frage bei "Mach was aus deinem Leben" ist also eher nicht, wie man das finanziert. Sondern halt was man macht. Aber da ist man bei der philosophischen Frage nach dem Sinn des Lebens.

Wann hat man aus seinem Leben etwas gemacht? Wenn man eine Frau, ein Haus und Kinder hat? Was ist dann, wenn mit Mitte 40 die Frau abhaut und das Haus und die Kinder mitnimmt? Wenn man Urlaube macht und die Welt sieht? Wenn man sich mit seinen Mitsklaven abends beim Gospelsingen^W bei der After-Work-Party trifft und sich gegenseitig bestätigt, wie toll man doch ist?

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vor 4 Stunden, HerrRossi schrieb:

Beispielsweise die Entscheidung, abhängig oder selbständig zu arbeiten. Bei letzterem wird man sofort in die Arme der privaten Krankenversicherung getrieben, aus der man (immer noch) nie wieder zurückkommt. Oder man bleibt in der gesetzlichen und zahlt halt bei Nullverdienst oder sogar Verlusten in den Aufbaujahren irrsinnige Beiträge,  weil der Staat einfach ein fiktives fettes Einkommen unterstellt.

das wurde dieses Jahr (endlich mal) geändert, Mindestbeitrag ist jetzt nur noch 145,- nach 422,- nach der alten Regelung

 

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