Trennungen als generelles Thema bei mir

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Hi zusammen,

ich befinde mich gerade im Surfurlaub und nehme mir die Zeit meine Ziele für das Jahr 2018 und mich selbst zu hinterfragen.
Dieses Thema passt auch zur Persönlichkeitsentwicklung, ich stelle es mal hier rein.

Die Grundfrage: Warum fallen mir Trennungen so schwer?

Wie ihr ja aus dem letzten Thema wisst hab ich ein relativ krasses Jahr hinter mir (schwere Knieverletzung mit Ende meiner Sportkarriere im Februar, Tod meiner Mutter im April, Trennung von meiner Freundin im November).
Darum habe ich mir jetzt vor Weihnachten einfach 2 Wochen genommen um Zeit für mich zu haben.
Und ich bin auf ein Muster gestoßen:

Mir fallen Trennungen so verdammt schwer. Sie beschäftigen mich lange, ich habe negative Gedanken, ich vermisse meine Ex extrem, ich interpretiere rückwirkend extrem viele Dinge in diese Beziehung die so garnicht gewesen sind und ich fühle mich extrem alleine und einsam.

Meine Situation ist eigentlich gut, nur glücklich bin ich nicht. Knapp über 30, 1,84 bei 93kg, sportlich, kommunikativ, ich finde schnell Freunde. Bin selbstständig und berate unternehmen in der Digitalisierung, habe 2 Airbnbs bin viel gereist. Ich habe in meiner Heimat ein paar sehr gute Freunde, auch wenn da durch meine Abwesenheit und die andere Lebenssituation einige Beziehungen abgekühlt sind. Meine Ziele für 2018 habe ich ob der Umstände nicht erreicht, statt Millionär bin ich irgendwo bei 1/3 oder der Hälfte des Ziels, mein spanisch & italienisch ist auch eher weniger gut geworden etc. Mit meiner Persönlichkeit bin ich glücklich aber nicht zufrieden. Ich habe sicherlich Potentzial an mit zu arbeiten. Doch ich habe Assets: Einen guten Kopf, ein jüngers aussehen (meist auf mitte ende 20) kaum Laster. Es gibt ein paar girls (meist ehemalige Affären) mit denen ich total cool bin. Eigentlich könnte/müsste ich total happy sein, weil ich in einer objektiv sehr guten Situation bin, und das ist mir bewusst. Ich bin es aber nicht.

So z.B. Trennungen.
An meine aktuelle Ex L (die 20 jährige Medizinstudentin die nebenbei modelt aus Italien mit kroatischen Wurzeln) denke ich extrem viel, und mir fehlt der Kontakt zu ihr. Der Witz an der Sache ist das ich während der Beziehung das nicht so empfinde, da sind mir die negativen Dinge viel bewusster. In dem Falle z.b. die Distanz, die unterschiedlichen Persönlickeiten (L. ist sehr introvertiert), ihre Art mit mir zu kommunizieren (oft recht mager) , die schiere Wahrscheinlichkeit das ihre erste Beziehung über Fernbeziehung, Altersunterschied, usw. gut gehen kann, etc.
Aktuell fehlen mir die Gespräche mit ihr, die immer auf einem hohen intellektuellen Niveau waren, ihr Style, der Sex mit ihr (obwohl ich den nicht besonders gut fand als wir zusammen waren) , ihre Art Dinge in anderem Licht erscheinen zu lassen, etc. - ich habe die Gedanken das ich so ein cooles girl nicht mehr treffen werde (was bullshit ist).

Selbes ist mir nach der Trennung von meiner langjährigen Studienfreundin H. wiederfahren - das gab es eine Trennung zwischendrin, die mir extrem schwer gefallen ist und die abschließende kurz vor Beginn unserer Weltreise war eine Katastrophe, emotional gesehen.

Gleiches Schema hatte ich als ich hierher gefunden habe- die Trennung von meiner Schulfreundin war für mich emotional ein kompletter Abfuck, eine Oneitis vom feinsten, brutaler Liebeskummer.

Das ganze ist ein Muster, und es verläuft jedesmal ähnlich. Eine Interpretation der Beziehung von mir hinterher, ein Gefühlschaos, sehr irrational wenn man die Trennung betrachtet die ich eine Weile sehr objektiv betrachten kann.
Auf den Rat (und das Buch) eines befreundeten Paarpsychologen habe ich mich einmal mit der Beziehung zu meinen Eltern auseinander gesetzt, da ist aufgrund Trennung, Scheidung und ein paar Problemen (Rosenkrieg, Gewalt) tatsächlich einiges an Narben da.
Trotzdem erschließt sich mir nicht was da los ist, warum mich sowas so mitnimmt v.a. wenn man meine letzte Beziehung betrachtet ( alle 2 Wochen gesehen, von vorne herein wahrscheinlich das es nicht die "Eine" ist- falls ich daran überhaupt glaube) und diese Uminterpretation, d.h. während der Beziehung nehme ich das ganz anders war uns sehe Dinge die nicht passen, danach herorisiere ich die Beziehung (und die Ex).

So, was mache ich jetzt damit?
Ich bin echt dankbar über jeden Tip, irgendwas stimmt da nämlich ganz gewaltig nicht.
Das ich meine aktuelle Ex L. vermisse schön und gut, nur das dieses Muster wieder auftritt. Zumal ich mich auch reichlich anderen girls widme, klar sind da jetzt keine 20 jährigen Models dabei, die Hälfte von FTOW hab ich durch, Silvester verbringe ich mit einer auch echt süßen ab und zu Affäre, es ist also nicht so das ich gerade zu den Eunuchen gehöre (auch wenn ich meine Standarts gerade missachtet hab).
Ich bin ratlos wie ich da weiter mache,
und freue mich über Input.
Wenigstens ein Ansatzpunkt oder eine Idee was da los ist, woher diese Diskrepanz zw. Wahrnehmung / Gefühl in der Beziehung und nach der Trennung her kommt.

Danke!

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Trennungen tun weh - is nu mal so. Warum sollte das bei dir anders sei?

Jede Beziehung - egal wie schön hat IMMER auch ein Ende. Mach dir das mal wirklich klar - das hat mir geholfen mich nicht mehr so komplett fallen zu lassen und mehr bei mir zu bleiben. Das interessante ist das ich mich trotzdem sehr einlassen kann, weil ich mittlerweile mich und mein Leben als "Rettungsanker" habe.

Was mir an der Zusammenfassung deines Lebens auffällt ist das es sehr von Äußerlichkeiten geprägt ist. Das mag der Grund sein warum dir die Beziehung erst nach dem Ende so wertvoll erscheint. Ich habe derzeit eine Partnerin die mich vom Aussehen her nicht so triggert. Sie ist schön aber nicht mein Typ. Was sie/wir aber schaffen ist das wir uns ein sehr gutes Gefühl geben. Deswegen erlebe ich jede Sekunde mit ihr sehr intensiv. Die Frau gibt mir einfach eine supergute Zeit. Vielleicht nimmst du das in dein screening mit auf und suchst dir da mal eine passende Partnerin. 

bearbeitet von Sam Stage
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vor 9 Stunden, jasonbourne schrieb:

Auf den Rat (und das Buch) eines befreundeten Paarpsychologen habe ich mich einmal mit der Beziehung zu meinen Eltern auseinander gesetzt, da ist aufgrund Trennung, Scheidung und ein paar Problemen (Rosenkrieg, Gewalt) tatsächlich einiges an Narben da.

Wäre auch mein Ansatz gewesen, dich mal auf Stefanie Stahl und die Arbeit mit dem inneren Kind zu verweisen.

Darüber hinaus bin ich bei Sam, Trennungen tun eben weh. Und es ist völlig normal, dass man sich Dinge zurückwünscht und idealisiert. Schau dir mal die Trennungsphasen an, da ist das aufgeschlüsselt.

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vor 2 Stunden, Herzdame schrieb:

Wäre auch mein Ansatz gewesen, dich mal auf Stefanie Stahl und die Arbeit mit dem inneren Kind zu verweisen.

Darüber hinaus bin ich bei Sam, Trennungen tun eben weh. Und es ist völlig normal, dass man sich Dinge zurückwünscht und idealisiert. Schau dir mal die Trennungsphasen an, da ist das aufgeschlüsselt.

Danke, ist mir bewusst.

Mir ist die Trennung bewusst, mir ist auch klar das es in gewisser Weise so sein muss.

Nur sehe ich bei mir eben das o.g. Muster das es mir wesentlich schwerer fällt als ich das so bei anderen sehe, v.a. auch als ich es selbst in der Beziehung bewerte.
Und das ist natürlich ein Drama.

Ist übrigens auch bei meiner Mutter so gewesen, die hin ewig der Scheidung hinterher und hatte eben so eine Art von " Bedauern was vergangen ist"

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Mal n anderen Aspekt aufgegriffen:

Du bist n sehr zielstrebiger Mensch. Das beschreibste hier, so kennt man dich seit Ewigkeiten aus dem Forum.

Das ist gut, dass Du so bist.

Stellt sich halt für mich aber auch die Frage: Geht's bei Dir auch ohne? Also einfach Mal ne Zeit Laissez-Faire? Kannste das, also so richtig abschalten? Mal n Wochenende Zuhause sitzen, dich von Pizza ernähren, während deine besten Freunde die Playstation und dein Netflix-Abo sind?

Mir kommts halt so vor, als ob "Progress" nicht dein ständiger Begleiter, sondern auch Deine Droge ist.

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Was mir direkt auffiel: Du bist an Weihnachten (allein?) im Surfurlaub, Silvester verbringst du mit einer random FB.

Kanns sein, dass du in deine Beziehungen (zu) viele Träume projizierst, Halt suchst, den du in deinem durchgetakteten Leben sonst nicht hast? Quasi die Freundin als einzige Konstante in einem eher unsteten Leben? 

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Du setzt dich selbst ziemlich unter Druck in allen Bereichen. Du vergleichst ständig deinen IST-Zustand mit deinem gewollten SOLL-Zustand. 

Was du über das Ende deiner Beziehung schreibst und die dazugehörigen Emotionen beschreibst, empfinde ich übrigens als normal. Bei mir gehört das einfach zum Leben dazu und ich kämpfe auch nicht dagegen an, sondern denke mir Augen zu und durch. Auch aus diesen Phasen kann man viel für sich gewinnen. Es klingt, als ob du deine negativen Gefühle, deine Traurigkeit kontrollieren möchtest. Lass sie doch einfach zu. Es besteht die Gefahr, dass du sie sonst verdrängst und sie sehr viel später wieder hochkommen.

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Am 24.12.2018 um 14:16 , Elisa_Day schrieb:

Du bist an Weihnachten (allein?) im Surfurlaub, Silvester verbringst du mit einer random FB.

Sicht mir auch ins Auge. Gibt es keinen Rückzugspunkt? Keine Freunde/Familie? Nur ramdom Bekannte?

 

Am 24.12.2018 um 13:40 , Dustwalker schrieb:

Geht's bei Dir auch ohne? Also einfach Mal ne Zeit Laissez-Faire? Kannste das, also so richtig abschalten? Mal n Wochenende Zuhause sitzen, dich von Pizza ernähren, während deine besten Freunde die Playstation und dein Netflix-Abo sind?

Und hier auch...

Ich interpretiere die sehr begrenzten Infos die ich habe... 

Und mit denen zeichnet sich für mich das Bild eines erfolgreichen Mannes, der immer viel gibt, sich aber daher nicht zurück nehmen kann. Kannst du auch mal ein We nichts tun? Vor allem: Kannst du mit dir alleine sein? Dich selbst ertragen?

Der Urlaub könnte dir hier wirklich etwas bringen... oder du nutzt ihn wieder nur zur Ablenkung. Denn so sehr einige auf FTOW schwören, so kontraproduktiv kann es sein. Wenn man sich damit vor der Aufarbeitung versteckt und ständig random Frauen mit der Ex vergleicht, die idR besser sein sollte... und was dann erst recht zu Sehnsucht und Idealisierung führt.

Ich würde raten einfach mal etwas mehr Zeit für dich allein zu reservieren. Nix Frauen, nix Job, nix Hobbies. Sondern wirkliche Ruhe und dann über dich selbst zu grübeln, so wie du es hier tust.

Lass dir Silvester gerne das Hirn vögeln, absagen wäre eh unhöflich - aber erwarte nicht, dass das deinem Leben einen Sinn gibt.

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