Wie mit Fremdgänger ummgehen im sozialen Umkreis?

179 Beiträge in diesem Thema

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vor 8 Stunden, pMaximus schrieb:

"Omg omg, mein Bro hat den Cheat Day nicht eingehalten und unter der Woche 100g zuviel Carbs gegessen. Er ist nicht loyal seinen eigenen Prinzipien gegenüber und kann mir auch nicht loyal sein!!!111...."

Wenns mit einer Lebensform so weit gekommen ist, dass sie ernsthaft weiss was ein Cheat Day sein soll, bleibt eh nur ein Hardreset. Danach über Nacht die Batterie rausnehmen, um den Speicher sicher zu löschen. Und dann die originale Firmware wieder aufspielen. Meist wirds damit wieder gut.

 

vor 8 Stunden, Metronom schrieb:

Ich werde ab sofort unter meinen Freunden den falsch Parker, Steuerbetrüger (auch wenn es nur um 20 Eur geht) und zuwenig Trinkgeld geber aussortieren.

Wie gesagt, wer das konsequent macht, der stirbt ziemlich einsam. Gibt immer wieder mal Leute, die das so duchziehen. Und muss auch nicht unbedingt verkehrt sein. Also nicht unbedingt.

Alternativ kannste unterscheiden zwischen einer Person und dem Verhalten der Person.

@pMaximusfragt schon ganz richtig, was seine Freundschaft zu seinem Kumpel mit der Treue seines Kumpels gegenüber dessen LTR zu tun hat. Die Antwort ist klar. Ein und derselbe Typ kann sich einerseits als Kumpel loyal verhalten - und gleichzeitig illoyal seine LTR hintergehen. Und der gleiche Typ kann sich in der nächsten Situation wieder loyal vor seine LTR stellen, wenn sie Nachts im U-Bahnhof schräg angemacht wird. Und er kann dafür heldenhaft Prügel kassieren, um sie zu retten. Und sie kann ihm danach alles verzeihen. Und möglicherweise ist es in der nächsten Situation er, der sie verprügelt.

Kennt man. Und ist auch nicht ungewöhnlich, sondern das was jeden Tag überall passiert. Darum unterscheidet man in unserer Gesellschaft auch nicht mehr zwischen Kategorien wie guten Menschen und schlechten Menschen. Sondern zwischen gutem und schlechtem Verhalten. Und dabei hat sich bewährt, dass Personen die Konsequemzen ihres Verhaltens spüren. Beispielsweise, indem schlechtes Verhalten sanktioniert wird. Wenn ich klaue werd ich bestraft. Wenn ich arbeite bekomm ich Gehalt.

Warum das so läuft ist klar. Würde zu viel geklaut und zu wenig gearbeitet, würde das Miteinander nicht funzen. Darum isses gut, wenn möglichst wenig geklaut wird und möglichst viel gearbeitet.

Genauso isses, wenn ich fremdvögel während meine LTR davon ausgeht, dass ich treu bin. Dann ist das zwar einerseits unsere Privatsache. Und das muss es auch bleiben. Andererseits betrifft es aber auch nicht nur isoiert uns beide. Wenns meiner LTR wegen meinem Fremdvögeln schlecht geht, dann macht sie ihren Job schlechter, wird eher erkranken, ihr Freundeskreis wird belastet, usw. Darum wird Fremdvögeln gesellschaftlich nicht gern gesehen. Und davon ab - wenns meiner LTR schlecht geht, dann kanns mir damit auch nicht gut gehen. Ausser ich hab nen ziemlichen Vogel. Aber dann wirds mir schon deswegen nicht gut gehen.

Darum funzt das Konzept nicht, dass mein Kumpel einerseits ein cooler Typ ist -weil er mein Kumpel ist- während er seine LTR bescheisst. Sondern es ist scheisse, wenn er seine LTR bescheisst. Weils scheisse ist, für alle Beteiligten. Und darum stehe auch ich in der Verantwortung, ihm dafür in den Arsch zu treten. Und nach dem Arschtritt zeig ich ihm, wie er zufrieden sein kann, ohne zu bescheissen.

Insbesondere aber, zeig ich ihm schon vorher, wie man zufrieden sein kann. Indem ich dafür sorge, dass ich selbst zufrieden bin. Und mich selbst nicht in Situationen manövriere, in denen ich mich illoyal verhalte, weil ich glaube es nötig zu haben. Stichwort ist dabei Führung.

Das ich mir damit ein Umfeld aufbaue, dass genauso tickt wie ich, fördert das Ganze zusätzlich. Wenn ich gut klarkomme, werd ich Leute anziehen, die gut klarkommen. Und auf die Ressorcen des Umfelds kann sich ein Einelner stützen, wenn er nen Durchhänger hat. Und damit komm beispielsweise ich weniger in die Situation zu glauben, andere hintergehen zu müssen. Und ich werd mich selbst auch mehr zusammenreissen. Weil ich weiss, dass mein Umfeld nix davon hält, wenn ich jemanden bescheisse.

Lauf ich dagegen mit Glaubenssätzen rum, bei denen es dazu gehört zu bescheissen. Dann werd ich tendenziell auch ein entsprechendes Umfeld anziehen - das sich entsrechend verhält.

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vor 2 Stunden, Aldous schrieb:

Wie gesagt, wer das konsequent macht, der stirbt ziemlich einsam. Gibt immer wieder mal Leute, die das so duchziehen. Und muss auch nicht unbedingt verkehrt sein. Also nicht unbedingt.

Du hast schon verstanden dass das ironisch gemeint war? Wie gesagt, ich hab dich komplett anders geschätzt. Ein Kumpel Typ mit Kodex wie Loyalität, treue, Rückendeckung. Aber gut. Man täuscht sich immer wieder in Menschen. 😂

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Aldous, ich glaube du interpretierst da zuviel hinein. Hier war nie die tiefenpsychologische Frage im Vordergrund und der Fragestellung um die Intention und Begründung des Fremdgehens oder gar Scheitern einer monogamen Beziehung, sondern wie man sich da als FREUND, als BRO verhalten sollte. Und da bin ich altmodisch, nennt mich konservativ aber da gehen ganz klar Bros before Hoes Regeln und mir würde es nie in den Sinn kommen meinem Bro da etwas vorzuschreiben. Ich mein, wtf wer bin ich denn dass ich jemanden was vorschreiben kann und die Moralapostel spiel, who the fuck am I to judge hier?! 

Ihn auf freundschaftlicher Basis fragen ob alles in Ordnung ist und ob er glücklich mit seiner Beziehung ist, ist völlig legitim. Aber jemanden deswegen gleich die Loyalität abschreiben, holy Shit das klingt echt anstrengend und so jemanden will ich auch nicht als meinen Bro haben. 

Manchmal kommt’s mir so vor hier verkehren Leute aus teils einer andere Dimension, nicht mal annähernd das was ich im echten Leben beobachten kann. Echt schräg hier. No offense.

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Kannst du dich nicht für eine Sprache entscheiden? Oder soll es cool wirken immer mal wieder englische Phrasen einzustreuen?

 

hier schreibt auch niemand seinem „bro“ vor was er zu tun hat sondern es geht darum ihm klar zu machen dass sein Verhalten Konsequenzen nach sich zieht.

ich kann auch andersherum fragen: warum soll ich mir von meinem Kumpel vorschreiben lassen wie ich mit meinen anderen Freunden umzugehen habe nur Weil es für ihn dann praktischer ist wenn ich die Klappe halte? Wenn ein Freund für dich nur ein Freund ist wenn du ihn deine Werte und Moral aufzwingst ist das so ich. Bezeichne sowas nicht als Freunde. Ein echter Freund wird verstehen dass ich auch meine eigenen Interessen habe die ich durchsetze dazu zählen ehrliche Freundschaften mit anderen Menschen die ich wegen ihn nicht vergiften werde indem ich sie belüge und der Freund das dann „Loyalität“ nennt.

Aber zugegeben wenn du nur einen Freund im Leben hast stehst eh nicht vor dem Problem. Es gibt aber bei den meisten auch noch weitere Personen. Bin ich der guten Freundin ggü. jetzt „loyal“ weil ich ihr verschweige dass ihr Freund sie Bescheißt?

Seh es mal so dein guter Freund will dass du dich unloyal ggü. deinen restlichen Freunden verhältst weil er selbst seinen Kram nicht geregelt bekommt.

ist für ihn einfach besonders wenn er deine restlichen Freunde nicht kennt. Idr ist solchen Menschen dann sowieso egal was zwischen dir und anderen Menschen ist weil es Egoisten sind.

muss aber jeder für sich entscheiden ob er wegen das schlechte Verhalten eines Freundes da seinen Freundeskreis belügt sprich dieses Risiko eingeht diese Menschen zu verlieren 

bearbeitet von Danisol

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Cool Story, Bro. 

Hat halt jeder seine eigene values and what’s most important. 

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Schritt 1: Ansage, dass man das a) nicht gut heißt und insbesondere b) nicht damit behelligt werden will. Kein Bock, permanent aufpassen zu müssen, was man wann, wo, wie vor wem sagt, weil er/sie irgendne Scheiße abzieht.

Erfahrungsgemäß wird sich daran selten gehalten. Dann folgt Schritt 2: Kontakt auslaufen lassen.

 

Rumplappern scheidet aus. Entspricht nicht meiner Ethik.

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Schon gut hatte mich verlesen dachte du meintes Ethnie da hätte mich interessiert welches Volk dafür bekannt ist 🙂

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Am 9.1.2019 um 02:34 , Metronom schrieb:

Das ist hier die Frage, warum der Kumpel nicht seinen eigenen Erfahrungen machen darf. Warum müsst Ihr euch überall einmischen. Wenn er ein Schlendrian ist und heiratet, kann sein dass Ihm seine neue Rolle als Familienvater/ Ehemann gut gefällt und er alles andere sein lässt. Oder schließt du das komplett aus? Wenn ja, hast du hellseherische Fähigkeiten.

Bitte lesen was ich schrieb. Wenn er ein Schlendrian ist, ein schwere Nöter - jedem Rock hinterher macht.

Und nem Kumpel ins Gewissen reden hat nichts mit Einmischen oder sonst was zu tun.

Jeder meiner Kumpels die geheiratet haben habe ich vorher nur eine Frage gestellt: "Bist du dir sicher?"

Ich hab Ihnen dann nur gesagt, noch kannst es abblasen und die Summe die es dich kostet ist überschaubar.

Wisst ihr eigentlich wieviel Rechte ihr als Männer mit der Ehe freiwillig und unwiderruflich abgeht?

4 Fälle wo du als Mann zahlst wenn du (wie in 95% der Fälle) mehr verdienst als die Frau:

- du gehst fremd, sie hat kein bock mehr auf dich

- sie geht fremd, sie hat keinen bock mehr auf dich

- sie geht fremd, du hast keinen bock mehr auf sie

- du gehst fremd, du hast keinen bock mehr auf sie

Im Idealfall geht ihr beide Fremd und ihr Scheidungsanwalt zieht dir nicht die Hosen aus, aber die Rentenpunkte bist du los.

Kindsunterhalt ist natürlich Ehresache, zahlt man gerne. Verdienstausfall für die Erziehung? 

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vor 8 Stunden, TC84 schrieb:

die Rentenpunkte bist du los.

Kommt drauf an. Hat die Ehe weniger als 3 Jahre gehalten, hat man noch gar keinen Anspruch auf diesen sog. Versorgungsausgleich. Und generell kann man mit einem Ehevertrag (die auch deutlich häufiger gültig sind als es hier im Forum oft dargestellt wird) den Versorgungsausgleich sogar ausschließen. Das geht wenn beide voll berufstätig sind im Falle der Scheidung auch ganz problemlos durch. Oder wenn beide gute private Vorsorgeverträge haben. Oder wenn zwar ein Partner während der Ehe weniger gearbeitet hat, aber durch Erbe o.ä. Vermögen besitzt.
In dem (heutzutage doch recht häufigen) Fall, dass beide Partner voll berufstätig sind, ist es sogar zulässig, einen "Globalverzicht" zu erklären, heißt, nicht nur auf Rente, sondern auch auf Unterhalt wird verzichtet.
Diese diversen Verzichtserklärungen sind dann schwieriger, wenn dadurch einer der Partner bei Renteneintritt unzumutbar benachteiligt ("einseitige Benachteiligung") würde und im Falle einer Scheidung dann zB von Altersarmut bedroht wäre, wohingegen es dem anderen Partner richtig gut ginge. Was zum Beispiel der Fall wäre, wenn ihr euch gemeinsam entschließt, dass du der Kindererziehung wegen 10 Jahre im Beruf aussetzt bzw. kürzer trittst, während dein Partner diese 10 Jahre über voll in die Rentenkasse einzahlt. Und das wird ja schon oft so vereinbart. Im Falle einer Scheidung hättest du als der Daheimgebliebene dann aber halt deutlich weniger Rente, weil du zum Wohle deiner Familie gehandelt hast. Wäre ja irgendwie doof. Für dich. Und die Allgemeinheit. Die müsste nämlich für dich aufkommen, wenn es den Versorgungsausgleich nicht gäbe. Und wieso sollte ich deine Rente aufstocken? Dann doch lieber dein Ex-Ehepartner, der mit dir gemeinsam der Meinung war, dass es gut ist, wenn du dich um die Kinder kümmerst. Oder?

Ist aber leicht OT und @Geschmunzelt könnte das bei Bedarf noch besser aufschlüsseln.

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vor 14 Minuten, Elisa_Day schrieb:

und @Geschmunzelt könnte das bei Bedarf noch besser aufschlüsseln.

Der macht aber keine Rechtsberatung per Ferndiagnose ;).

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Am 10.1.2019 um 16:28 , pMaximus schrieb:

da bin ich altmodisch, nennt mich konservativ aber da gehen ganz klar Bros before Hoes Regeln und mir würde es nie in den Sinn kommen meinem Bro da etwas vorzuschreiben.

Schon klar. Nur war die Frage hier ja, ob das wirklich so ne gute Idee ist.

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vor 7 Stunden, Elisa_Day schrieb:

Kommt drauf an. Hat die Ehe weniger als 3 Jahre gehalten, hat man noch gar keinen Anspruch auf diesen sog. Versorgungsausgleich. Und generell kann man mit einem Ehevertrag (die auch deutlich häufiger gültig sind als es hier im Forum oft dargestellt wird) den Versorgungsausgleich sogar ausschließen. Das geht wenn beide voll berufstätig sind im Falle der Scheidung auch ganz problemlos durch. Oder wenn beide gute private Vorsorgeverträge haben. Oder wenn zwar ein Partner während der Ehe weniger gearbeitet hat, aber durch Erbe o.ä. Vermögen besitzt.
In dem (heutzutage doch recht häufigen) Fall, dass beide Partner voll berufstätig sind, ist es sogar zulässig, einen "Globalverzicht" zu erklären, heißt, nicht nur auf Rente, sondern auch auf Unterhalt wird verzichtet.

Also prinzipiell kannst du in den Vertrag erstmal reinschreiben was du willst, wenn das Ding dann aber sittenwidrig erklärt wird - weil die gute Partie plötzlich doch keine reichen Verwandten mehr hat z.b. hat sich die Sache.

Man ich eigentlich eher damit sagen möchte, man muss sich mit dem Thema auseinander setzen. Wie es nach 10 Jahren Ehe wird oder nicht wird, weiß niemand. 

Ich gehe mal nicht davon aus das wir von einer Ehe wie bei SAT.1 reden wo nach 6 Wochen alles gegessen ist. Der Klassiker bei den Beta Blockern ist ja in der Tat nach 10-15 Jahren geht es den Bach runter.. Und da kenn ich nur Männer die hinterher schon ganz schön blöd aus der Wäsche geguckt haben nachdem die Anwältin und Freundinnen der Auserwählten erklärt haben was ihr denn plötzlich alles zu steht.

Selbstverständlich soll dies auf keinen Fall eine richtige Rechtsberatung "ersetzen" - eher dazu anregen mit einem Profi abseits von irgendwelchen Internetwissen darüber reden -> vor der Ehe! 

 

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Am 14.1.2019 um 23:53 , TC84 schrieb:

Bitte lesen was ich schrieb. Wenn er ein Schlendrian ist, ein schwere Nöter - jedem Rock hinterher macht.

Und nem Kumpel ins Gewissen reden hat nichts mit Einmischen oder sonst was zu tun.

Jeder meiner Kumpels die geheiratet haben habe ich vorher nur eine Frage gestellt: "Bist du dir sicher?"

Ich hab Ihnen dann nur gesagt, noch kannst es abblasen und die Summe die es dich kostet ist überschaubar.

Wisst ihr eigentlich wieviel Rechte ihr als Männer mit der Ehe freiwillig und unwiderruflich abgeht?

4 Fälle wo du als Mann zahlst wenn du (wie in 95% der Fälle) mehr verdienst als die Frau:

- du gehst fremd, sie hat kein bock mehr auf dich

- sie geht fremd, sie hat keinen bock mehr auf dich

- sie geht fremd, du hast keinen bock mehr auf sie

- du gehst fremd, du hast keinen bock mehr auf sie

Im Idealfall geht ihr beide Fremd und ihr Scheidungsanwalt zieht dir nicht die Hosen aus, aber die Rentenpunkte bist du los.

Kindsunterhalt ist natürlich Ehresache, zahlt man gerne. Verdienstausfall für die Erziehung? 

"Frau L., das ist eine Ehe. Da verlieren beide. Aber einer immer etwas mehr als der andere." Das sagte mir der Vorsitzende des OLG Nürnberg bei der mündlichen Verhandlung über Zugewinnausgleich. Gerechtigkeit gibt es in den Ehesachen nicht und das Gericht ist hier machtlos. Die Richter geben das öffentlich zu, unmittelbar im Gerichtssaal. Denn das BGB definiert eine Ehe als ein aufs Lebenszeit (!!!) geschlossener Vertrag. D.h. bereits beim Eingehen dieses Vertrags weißt du, dass du ihn aller Wahrscheinlichkeit brichst und eine Vertragsstrafe zahlen musst.

Dein Kumpel weiss auch ganz genau, dass er aller Wahrscheinlichkeit nach beschissen wird. Warum soll es bei ihm anders sein? Und das besagt noch einmal, das "ins Gewissen reden" sinnlos ist. Denn es geht hier nicht ums Gewissen, sondern um seine Gefühle und Ängste. Da bist du für ihn kein Ratgeber.

Men's English:

"Do you want to marry me?" => "I want to make illegal for you to have sex with other guys".

Und das ist das einzige, worum es deinem Kumpel geht. Es ist ihm in diesem Moment wichtiger, als Trennungsunterhalt oder Versteigerung seiner Bude in 10 Jahren.

PS: Die Rechtsberatung wird dich nur allgemein über die Gesetze und Folgen aufklären, aber wie der Richter dein Fall im Scheidungsverfahren in 10 Jahren subsumiert, kann kein Berater wissen. Er kann alles z. B. unter "Bruchteilgemeinschaft" subsumieren und das ist schon ein ganz anders Kapitel des BGBs.

Ob einer fremdgeht, beide, oder gar keiner: werden im Falle einer Scheidung werden beide bluten. Aber einer, wie gesagt, verliert etwas mehr Blut als der andere.

bearbeitet von Yaёl

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Am 26.12.2018 um 00:23 , PUA_Franky schrieb:

Hallo, wie geht ihr mit Fremdgängern um in eurem Freundeskreis? Sprecht ihr es an oder lasst ihr es bleiben?

Ich habe einen recht guten Kumpel, würde ich es mal nennen, es gibt vieles was passt bei uns Sport, Finanzen (sparsam, spenden kein Zeug für schwachsinnige Dinge), Trinken beide nicht usw.

Allerdings geht es fremd, und ich finde sowas daneben, weil es bei ihm auch eine Beziehung ist mit einer Frau, wo er die Beziehung nicht ernst nimmt, sprich er hat sie schon seit Beginn betrogen, kein ausrutscher, Beziehung eher eingegangen weil er nicht nein sagen konnte eben wegen dem regelmäßigen Sex.

Da ich sie aber nicht kenne, und auch nicht ihre Freunde bin ich also direkt nicht betroffen. Ich lüge nicht für Leute wo ich am Ende selber dann der Schuldige bin, wie zB wenn man die Freundin seiner Freundin kennenlernen würde und irgendwann fliegt das fremdgehen auf und ich muss mir die Frage stellen alssen wieso ich wusste und nichts gesagt habe.

Also ums auf den Punkt zu bringen, direkt betreffen tut es mich nicht, da Fernbedienung, "kenn" sie sowieso nur von einem Foto, okay finde ich es dennoch nicht. Bin aber auch der Meinung dass man nicht jedes Fehlverhalten ansprechen muss einer Person solange es einen selber nicht betrifft. Wenn er mich fragen würde was ich davon halte würde ich natürlich sagen was ich denke. Geht hier also eher drum was mach ich, spreche ich es an oder eher doch nicht?

Ich würde das subjektiv aus dem Bauch heraus entscheiden. Also nicht, wen ich wann und wo denunziere, sondern ob mir jmd insgesamt gefällt.

Manchen Leuten kann ich irgendwie nicht böse sein bzw denke dann 'ja, jeder hat halt mal Scheisse gebaut'. Letztendlich muss ich unterm Strich einen guten Eindruck von jmd haben um überhaupt Bock etwa auf einen Kumpel zu haben.

Denke ich auf der anderen Seite jmd geht nicht nur (mal) fremd sondern ist quasi auf allen Ebenen ein Butthole, dann wäre ich zu faul um überhaupt irgendwelche Grundsatzdiskussionen anzufangen und jmd auf den ich eh keinen Bock habe irgendwie ins Gewissen zu reden.

Ist auch Screening.

Ist dein Recht da absolut streng zu sein. Wenn du so ein Verhalten nicht in deinem Umfeld haben willst, dann häng mit Typen und Leuten ab, die halt nicht so sind.

Aber schaff dir nie einen Ruf an der sagt:

'Er oder sie hat da und da übern den und den das und das gesagt'.

Nobody likes a snitch.

Angenommen ich kenne beide und bin auch mit der betrogenen Frau befreundet, hinge das davon ab, wie gut ich sie kenne und was sie mir bedeutet.

Sehe ich jmd leiden oder krass respektlos behandelt oder auch betrogen, den ich echt mag, dann würde ich den Sünder/die Sünderin ansprechen und sagen dass das scheisse ist.

Würde mich da aber meist einfach raushalten. Müsste eine sehr gute Freundin sein, dass ich mich so verbunden fühle, dass ich dann tatsächlich sauer werde, wenn ich mitkriege wie ein Kumpel sie nonstop betrügt.

If I dont know the woman i dont really care.

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Was verliert die Frau? Den treuen Zahlclown? Ich bezweifel das beide wirklich was verlieren ausser vielleicht die Illusion das das Projekt Ehe gescheitert ist.

Für mich steht jedenfalls fest das ne Beziehung aus mehr als wer mit wem vögelt sich definiert, bei vielen scheint dies aber der einzige Punkt zu sein irgendwie.

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Am 16.1.2019 um 15:23 , lowSubmarino schrieb:

Ich würde das subjektiv aus dem Bauch heraus entscheiden. Also nicht, wen ich wann und wo denunziere, sondern ob mir jmd insgesamt gefällt.

Manchen Leuten kann ich irgendwie nicht böse sein bzw denke dann 'ja, jeder hat halt mal Scheisse gebaut'. Letztendlich muss ich unterm Strich einen guten Eindruck von jmd haben um überhaupt Bock etwa auf einen Kumpel zu haben.

Denke ich auf der anderen Seite jmd geht nicht nur (mal) fremd sondern ist quasi auf allen Ebenen ein Butthole, dann wäre ich zu faul um überhaupt irgendwelche Grundsatzdiskussionen anzufangen und jmd auf den ich eh keinen Bock habe irgendwie ins Gewissen zu reden.

Ist auch Screening.

Ist dein Recht da absolut streng zu sein. Wenn du so ein Verhalten nicht in deinem Umfeld haben willst, dann häng mit Typen und Leuten ab, die halt nicht so sind.

Aber schaff dir nie einen Ruf an der sagt:

'Er oder sie hat da und da übern den und den das und das gesagt'.

Nobody likes a snitch.

Angenommen ich kenne beide und bin auch mit der betrogenen Frau befreundet, hinge das davon ab, wie gut ich sie kenne und was sie mir bedeutet.

Sehe ich jmd leiden oder krass respektlos behandelt oder auch betrogen, den ich echt mag, dann würde ich den Sünder/die Sünderin ansprechen und sagen dass das scheisse ist.

Würde mich da aber meist einfach raushalten. Müsste eine sehr gute Freundin sein, dass ich mich so verbunden fühle, dass ich dann tatsächlich sauer werde, wenn ich mitkriege wie ein Kumpel sie nonstop betrügt.

If I dont know the woman i dont really care.

Ich glaube, dies ist die beste Antwort im ganzen Thread.

Mehr kann man zum Thema wirklich nicht sagen.

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Am 17.1.2019 um 01:07 , TC84 schrieb:

Was verliert die Frau? Den treuen Zahlclown? Ich bezweifel das beide wirklich was verlieren ausser vielleicht die Illusion das das Projekt Ehe gescheitert ist.

Für mich steht jedenfalls fest das ne Beziehung aus mehr als wer mit wem vögelt sich definiert, bei vielen scheint dies aber der einzige Punkt zu sein irgendwie.

Im Laufe einer Ehe entsteht gemeinsames Eigentum, das bei der Scheidung geteilt werden muss. Und diese Teilung ist i d.R. immer mit Verlust verbunden. Ein Haus kannst du nicht einfach entzwei zersägen. Es muss versteigert oder bestenfalls freihändig verkauft werden. Schön, wenn das Kredit schon abbezahlt ist, aber oft hat das Ehepaar immer noch Schulden, Zinsbinding und laufende Kredite bei der Bank und muss noch die Vorfälligkeitsentschädigung zahlen - das sind fünfstellige Beträge.

Dazu kommt noch Zugewinnausgleich, Auflösungen der gemeinsamen Konten usw, usf. Wenn sich die Noch-Frau anständig benimmt und z.B. ein gemeinsames Konto nicht ausplündert, wird sie verlieren: der Mann nimmt das ganze Geld, macht dazu noch Schulden, überzieht das Konto und am Ende muss die Frau seine Schulden mitbezahlen - weil solche Konten nämlich als Bruchteilgemeinschaft zählen, selbst bei einer Gütertrennung. Der Mann ist nicht immer der Zahlclown, das wird dir jeder Richter oder Anwalt bestätigen.

Gewinnen tut idR derjeniger, der sich als erster für eine Trennung entscheidet (= sich entsprechend dazu vorbereitet und seine Schäfchen ins Trockene bringt) und der andere weiß noch nicht davon. Und das ist nicht immer die Frau.

Jeder definiert den Begriff Beziehung anders. Sie kann natürlich aus "etwas mehr" als Monogamie bestehen. Wenn aber dieser eine Punkt fehlt, heißt sie in Deutschland "offene Beziehung" - egal was alles "mehr" zu dieser LTR gehört.  So wie bei Violet und Johnny Soporno.

bearbeitet von Yaёl

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Ich würde der Frau grundsätzlich auch nichts sagen. Ich bin allerdings  schonmal gefragt worden wieso ich nichts gesagt habe.

Die Antwort ist einfach  - "Was wäre ich für ein Freund, wenn ich vertrauliches meiner Freunde weitererzähle." Das wollen die Frauen bei ihren Freunden auch nicht und leuchtet vielen auch ein. Auf den Rest kann ich getrost verzichten.

Das bedeutet aber nicht, daß ich meinem Kumpel nicht sage wenn ich finde, daß er seine Freundin schlecht behandelt. Genausowenig wie ich Lust habe für ihn zu lügen.

Es kommt auch auf die Situation an. Es gibt sicher auch Situationen in denen eine andere Reaktion geht, aber das sind meist Sachen die selten vorkommen.

Jeder Mensch hat Fehler und es ist nicht die Aufgabe des Kumpels das Urteil zu vollstrecken, sondern die ehrliche Meinung sagen ist wichtig auch wenn sie mal unbequem ist.

bearbeitet von Nikem

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vor 4 Stunden, Nikem schrieb:

Jeder Mensch hat Fehler und es ist nicht die Aufgabe des Kumpels das Urteil zu vollstrecken, sondern die ehrliche Meinung sagen ist wichtig auch wenn sie mal unbequem ist.

Naja der Punkt ist ja der es ist weniger das "Urteil" sondern wenn man ein einer Clique ist wo positioniert man sich da selber als Mitwisser. Stelle ich mich hinter den der betrügt und genau das tue ich wenn ich nichts sage, weil sich heraushalten hier in meinen Augen einfach keine Neutrale Haltung ist. Ehrlich gesagt gibt es keine Neutrale Haltung sobald du Mitwisser bist. Ist mir mein Freundeskreis aber wichtiger als der Fremdgeher so riskiere ich hier lieber eine Freundschaft als dass ich das Risiko eingehe dass die anderen am Ende von mir nichts mehr wissen wollen. Was habe ich denn dann erreicht? Leute verloren die so denken wie ich nur weil ich das gemacht habe was mein Kumpel von mir erwartet hat und den Spaß am Vögeln hatte auch nur er.

Letztendlich, und der Punkt wurde ja schon genannt, sollte man keineswegs davon ausgehen dass nur weil jemand Frauen bescheißt er auf einmal aber ein vollkommen loyaler männlicher Freund ist. Würde mich nicht wundern wenn genau so ein Typ auf einmal dann im Bett mit deiner Lady liegt und am Ende dir nur sagt "ganz im ernst, die wollte sich sowieso von dir trennen, was tut es zur Sache ob wir was hatten?"

Im Grunde kommt Fremdgehen nämlich auch immer mit ner gehörigen Portion Doppelmoral, die Leute drehen sich die Dinge so wie sie sie grad brauchen. Und die Frage ist ob man darauf dann Bock hat, in den meisten Fällen lautet die Antwort Nein.

Und was auch schon genannt wurde und was ich absolut bestätigen kann ist dass wenn ein "Kumpel" von dir wirklich verlangt dass du die Klappe hälst und wo es klar ist dass es für dich nicht Folgenlos bleiben wird, er sehr oft auch kein Respekt vor dir groß hat. Weil von guten Freunden erwartet man idr nicht dass sie scheiße ausbaden die man selber angerichtet hat und noch ihren Arsch dafür herhalten und am Ende selber dafür noch bezahlen.

Am 17.1.2019 um 01:07 , TC84 schrieb:

Was verliert die Frau? Den treuen Zahlclown? Ich bezweifel das beide wirklich was verlieren ausser vielleicht die Illusion das das Projekt Ehe gescheitert ist.

Für mich steht jedenfalls fest das ne Beziehung aus mehr als wer mit wem vögelt sich definiert, bei vielen scheint dies aber der einzige Punkt zu sein irgendwie.

Heiraten ist im Grunde ein Vertrag mit dem Staat den du da abschließt. Ich würde als Mann nur heiraten wenn es für mich finanziell Sinn macht. Heißt die Frau mindestens den selben Status schon hat wie ich oder höher. Witzerweise haben genauso solche Frauen dann auf einmal ganz und gar kein Interesse mehr daran einen Mann zu heiraten für den sie am Ende dann vielleicht zahlen müssten.

vor 7 Stunden, Yaёl schrieb:

Im Laufe einer Ehe entsteht gemeinsames Eigentum, das bei der Scheidung geteilt werden muss.

Was entsteht denn für ein gemeinsammes Eigentum an dem die Frau oder allgemein der Partner auch mitgewirkt hat? Wenn ich ne Firma aufgebaut habe welchen Anteil hat die Frau daran denn gehabt? Also mal angenommen ich habe vor meiner Ehe ne Firma die etwa 500k Wert ist. Dann heirate ich ne Krankenschwester und nach 15Jahren steht meine Firma bei 5 Mio an Wert. In wiefern ist das nun das Werk der Frau gewesen von wegen "gemeinsammes Eigentum" ?

 

 

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vor 9 Stunden, Yaёl schrieb:

Im Laufe einer Ehe entsteht gemeinsames Eigentum, das bei der Scheidung geteilt werden muss. Und diese Teilung ist i d.R. immer mit Verlust verbunden. Ein Haus kannst du nicht einfach entzwei zersägen. Es muss versteigert oder bestenfalls freihändig verkauft werden. Schön, wenn das Kredit schon abbezahlt ist, aber oft hat das Ehepaar immer noch Schulden, Zinsbinding und laufende Kredite bei der Bank und muss noch die Vorfälligkeitsentschädigung zahlen - das sind fünfstellige Beträge.

Dazu kommt noch Zugewinnausgleich, Auflösungen der gemeinsamen Konten usw, usf. Wenn sich die Noch-Frau anständig benimmt und z.B. ein gemeinsames Konto nicht ausplündert, wird sie verlieren: der Mann nimmt das ganze Geld, macht dazu noch Schulden, überzieht das Konto und am Ende muss die Frau seine Schulden mitbezahlen - weil solche Konten nämlich als Bruchteilgemeinschaft zählen, selbst bei einer Gütertrennung. Der Mann ist nicht immer der Zahlclown, das wird dir jeder Richter oder Anwalt bestätigen.

Das kenn ich alles etwas anders...

Der Typ ist ja oft der Blödian und steht bei der Scheidung "alleine" da - sie hat oftmals die Unterstützung von allen und damit er ausgezahlt werden kann wird gerne mal ausgeholfen.

Oder sie zieht direkt zum neuen Macker und der Kerl steht mit dem Kredit und Unterhalt da was dann oft zu Turbulenzen führt.

Zugewinn ist immer so ne Sache, man zieht ja nicht mit leeren Koffern irgendwo ein. Jeder bringt irgendnen Müll mit der dann durch Ersatzbeschaffung etc. pp.

Verdienstausfall der Frau - gemeinsames Konto (wo ich ihre Ausgabe bisher hab noch nicht gegen gerechnet gesehen - wenn paar Wochen vorher nochmal geshoppt wird um für den nächsten auf dem Stand zu sein) .

Das Problem ist hierbei ja das die Frau in der Beziehung leidet, der Mann danach. Sie beendet es ja erst wenn es wirklich keinen Weg zurück gibt für sie.

Sie wacht nicht Sonntags auf und sagt ich will mich trennen, das wird schon taktisch gut durchdacht vorbereitet.

Das der Mann schulden macht wird wohl eher die Seltenheit sein, die meisten werden ja vom Ende überrascht - siehe die ganzen Ex-Back Geschichten... die wollen die Alte zurück und nicht ihr noch einen mitgeben.

 

Heiraten kommuniziere ich ganz klar als etwas was man mit 50/60 mal nebenbei in Vegas macht z.b.

Ich sehe darin halt einfach zuviele Rechte die ich als Mann abgebe und zuviele Nachteile.

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vor einer Stunde, Danisol schrieb:

Was entsteht denn für ein gemeinsammes Eigentum an dem die Frau oder allgemein der Partner auch mitgewirkt hat? Wenn ich ne Firma aufgebaut habe welchen Anteil hat die Frau daran denn gehabt? Also mal angenommen ich habe vor meiner Ehe ne Firma die etwa 500k Wert ist. Dann heirate ich ne Krankenschwester und nach 15Jahren steht meine Firma bei 5 Mio an Wert. In wiefern ist das nun das Werk der Frau gewesen von wegen "gemeinsammes Eigentum" ?

Tja frag das mal den Amazon Kerl 😄

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vor 8 Stunden, Danisol schrieb:

Was entsteht denn für ein gemeinsammes Eigentum an dem die Frau oder allgemein der Partner auch mitgewirkt hat? Wenn ich ne Firma aufgebaut habe welchen Anteil hat die Frau daran denn gehabt? Also mal angenommen ich habe vor meiner Ehe ne Firma die etwa 500k Wert ist. Dann heirate ich ne Krankenschwester und nach 15Jahren steht meine Firma bei 5 Mio an Wert. In wiefern ist das nun das Werk der Frau gewesen von wegen "gemeinsammes Eigentum" ?

In diesem Fall ist es kein gemeinsames Eigentum, die Firma gehört dir alleine. Es kommt jedoch zu einem Zugewinnausgleich. Du hast im Laufe der Ehe 4,5 Mio Zugewinn und das wird geteilt zwischen dir und der Frau. Sie kriegt von dir also 2.25 Mio. Aber das ist nur rein theoretisch. Die Gerichte berechnen den Firmenwert auf ihre eigene Art und Weise, da gelten etwas andere Bestimmungen als in der freien Wirtschaft. Insgesamt wird dieses Verfahren schon ein paar Jahre dauern, und du kannst es dir vorstellen, welche Anwalts- und Gerichtskosten dabei auflaufen.

"In wiefern ist es das Werk der Frau" - das ist keine juristische Frage. Der Gesetzgeber geht quasi davon aus, dass du ohne deine Frau gar nicht so erfolgreich wärst. In vielen Fällen stimmt es auch: den meisten Männern fehlt ohne Weiber (oder ohne Kinder) an der Motivation und Disziplin - als Singles gammeln viele rum, tun nichts und versuchen gar nicht erfolgreich zu sein. Und plötzlich ändern sich um 180° sobald ein Kind da ist. Beispiele gibt es genug.

Das Werk der Frau besteht einfach darin, dass sie mit dir exklusiv (!!!) zusammen war und mit keinem anderen vögeln konnte, obwohl sie es ab und zu sehr wollte; deine Kinder erzogen, sich um den Haushalt gekümmet und dich entlastet hat. Ob du auch ohne sie 4.5 Zugewinn hättest, ist die Frage. Nachweisen kannst du das jedenfalls nicht.

Sex kostet nicht viel (obwohl in 15 Jahren schon eine gewältige Summe auflaufen kann). Viel teuerer ist dagegen Verzicht auf Sex mit allen anderen.

PS: Sei froh, dass du in Deutschland lebst - zumindest bleibt hier dein Haus immer noch deins, egal nach wie viele Jahren Heirat.  In England muss die Bude versteigert werden, auch wenn sie dir alleine gehörte - allein aus dem Grund, weil ihr dort zu lange zusammen gewohnt habt.

bearbeitet von Yaёl

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vor 7 Stunden, TC84 schrieb:

Das kenn ich alles etwas anders...

Der Typ ist ja oft der Blödian und steht bei der Scheidung "alleine" da - sie hat oftmals die Unterstützung von allen und damit er ausgezahlt werden kann wird gerne mal ausgeholfen.

Das habe ich nicht ganz verstanden: wenn er alleine da steht (=keine Freunde hat, die ihm helfen) und sie, hingegen, die Unterstützung von allen hat (=hat viele, die ihr helfen wollen), dann liegt es einfach an Charakter und Energie. Sie ist begehrt und er nicht. Dann ist es klar, warum sie sich scheiden ließ.

//Heiraten kommuniziere ich ganz klar als etwas was man mit 50/60 mal nebenbei in Vegas macht z.b.  Ich sehe darin halt einfach zuviele Rechte die ich als Mann abgebe und zuviele Nachteile.//

Naja, dann ist es auch besser keine Kinder zu bekommen. Da hast du noch größere Nachteile und Einschränkungen. Aber Männer tun das trotzdem.

bearbeitet von Yaёl

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