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vor 12 Stunden, r4mp4g3 schrieb:

Mit medikamenten habe ich schlechte Erfahrungen, aber muss wohl alles versuchen da raus zu kommen.

Ja bitte mach das unbedingt!

Schlechte Erfahrungen kann es immer geben - aber deswegen Probleme nicht anzugehen ist auch keine Lösung. 

Eine medikamentöse Therapie hat zig Stellschrauben: Welches Mittel, Darreichungsform, Dosierung, und und und... Viel hängt am Arzt. Noch viel mehr ob es bei einem anschlägt und ob man es selbst verträgt. Das kann man vorab oft nicht einschätzen - bei neurologischen/psychiatrischen Sachen oft noch schlechter. Aber ist man einmal gut eingestellt, ist es wie der Beginn eines neuen Lebens. 

Daher bitte versuch es nochmal und bleib am Ball!

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Wenn du merkst, dass du mehr Betreuung brauchst, ist vielleicht eine stationäre Therapie eher das richtige.

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Ich hab da mal eine Geschichte für Dich. Ich hab mal zwei Varianten geschrieben. Such Dir eine aus ;-) 

 

Variante 1

Nachdem sie ihm monatelang gesagt hat, was er alles falsch macht und das er kein richtiger "Mann" ist, glaubt er das inzwischen selber.

Mit jedem Vorwurf fragt er sich, ob da nicht doch etwas Wahres dran ist. Vielleicht hat sie ja doch Recht. Er weiß ja selber, dass er Probleme hat, denkt er sich. Er sieht seine Freundin an und findet sie hübsch. Vielleicht wird ja irgendwann alles gut. Vielleicht hört sie ja irgendwann damit auf. Das ist bestimmt nur eine Phase bei ihr. Sex gibt es auch noch ab und zu. Der macht meistens Spaß, wird aber irgendwie immer weniger. So eine wie Sie wird er aber nie wieder finden. Wenn sie weg ist. ist er ganz alleine.  Er hat Angst. Angst vor dem alleine sein. Angst, sich seinen Sorgen stellen zu müssen. Angst mit ihr Schluss zu machen und wie sie darauf reagiert. So bleibt er weiter mit ihr zusammen.

Nichts kann er ihr recht machen. Mit jedem Vorwurf und jeder Anschuldigung wird sein Selbstbewusstsein immer kleiner. Früher durfte er nicht auf Partys, heute macht sie ihn rund, wenn er eine Frau auf der Straße nur ansieht. Hast Du mit der Bäckersfrau geflirtet? Ich hab genau gesehen, wie Du sie angeschaut hast!

Sein Leben wird immer mehr fremdbestimmt. Früher hat er gerne am PC gespielt, heute macht er das nicht mehr (sie sagt, das sei kinderkram). Er hat damit aufgehört, damit Ruhe ist. Oft vermisst er es, er konnte sich da immer so gut ablenken. Inzwischen haben sie ein gemeinsames Konto. Jede Ausgabe von ihm wird hinterfragt (war das nötig?). Er hebt jetzt immer etwas Geld beim Supermarkteinkauf ab, damit er sich heimlich was kaufen kann. Eine eigene Meinung hat er nicht mehr. Eigene Wünsche hat er auch nicht mehr. Er traut sich auch gar nicht mehr ihr zu widersprechen, weil er weiß, dass danach schlechte Stimmung ist. Vor schlechter Stimmung hat er Angst. Das will er nicht. Da sagt er lieber nichts und macht, was sie will. Er kommt sich vor, als würde er als Person langsam verschwinden.

 

Variante 2

Nachdem sie ihm monatelang gesagt hat, was er alles falsch macht und das er kein richtiger "Mann" ist, sagt er ihr, dass sie sich dann halt einen richtigen Mann suchen soll.

Er knallt mit der Tür und verschwindet. Er ist sauer. Viel zu lange hat er das ertragen und jetzt kann er nicht mehr. Soll sie doch mit ihrer scheiss Laune und ihren dämlichen Forderungen und Anschuldigungen bleiben wo der Pfeffer wächst. Er fährt nach Hause und stellt etwas fest. Stille. Kein Geschrei, keine Anschuldigungen. Nichts. Früher hatte er Angst alleine zu sein, jetzt genießt er es, dass ihm niemand Vorwürfe macht. Es ist Ruhe. Er überlegt sich, dass er jetzt ja eigentlich machen kann was er will. Nicht was sie will. Was will er denn eigentlich? Im Forum sagen sie immer, eine bessere Version von sich selbst werden. Das hört sich gut an. Er geht jetzt schon seit mehreren Wochen zur Therapie. Jetzt will er noch was für seinen Körper tun und sich auf sein Studium konzentrieren. Er schaut auf sein lautlos gestelltes Handy und hat 5 Anrufe und 12 Whats-App Nachrichten von ihr. Die ist doch Irre, denkt er sich. Die ersten Tage und Wochen ist er noch oft traurig. Aber vermisst er wirklich sie? Sie als Person? Oder nur die Tatsache eine Freundin zu haben und ab und zu Sex. Er stellt fest, dass er auf sie durchaus verzichten. kann. Neben Fitness, und Studium macht er nun oft Party und ein paar der Jungs nehmen ihn auch am Wochenende mal mit auf die Piste. Seine nervige Freundin hat sich anfangs fast jeden Tag gemeldet. Sie hat ihn mit langen Nachrichten und Anrufen bombardiert, bis er sie blockiert hat. Dann stand sie zwei Mal vor seiner Tür, aber er blieb standhaft. Er hatte schon während der Beziehung angefangen eine Art Tagebuch zu führen und den ganzen Müll reinzuschreiben, die ganzen Vorwürfe. Wenn er einen nostalgischen Moment hat, schaut er da rein, da er weiß, dass negative Erinnerungen manchmal verblassen. Dann weiß er auch wieder, warum er sich getrennt hat und genießt sein neues Leben.

Viel gelesen hat er auch. No more Mr. Nice Guy jetzt schon drei Mal. Der Weg des wahren Mannes, sogar Lob des Sexismus, wobei ihm da nicht alles gefallen hat. Er versteht jetzt aber das Menschen sich nicht grundlegend ändern und das die Beziehung mit seiner Ex immer so weitergegangen wäre. Er hat mitbekommen, dass sie einen Monat nach ihm schon einen neuen hatte. Die arme Wurst tut ihm leid.

Er lächelt. Frauen...die werden schon noch kommen. Er kann aber auch ohne glücklich sein und beim nächsten Mal weiß er ganz genau, auf was er so gar keine Lust hat.

Er ist jung, sein Studium ist nun fertig, ein paar Muskeln hat er jetzt auch und sich neu eingekleidet. Sein Leben wartet auf ihn. Er freut sich darauf.

bearbeitet von Roderich
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Ich hab noch einen ;-)

Irgendwie macht mir das gerade Spaß mir Geschichten auszudenken. Vielleicht hilfts ja was.

Stell Dir vor Du bist ein Wanderer und musst Dich entscheiden, ob Du an der Weggabelung nach links oder rechts gehst.

Links ist der Weg gerade, keine Hindernisse, keine Steigungen. Er führt Dich nur leider in eine brennende Wüste. Du kannst da weitergehen, aber alle raten Dir davon ab, da Du jämmerlich verdursten wirst. Du überlegst trotzdem, ob Du weitergehen sollst, schließlich könnte sich in der Wüste ja noch eine Oase befinden. Außerdem ist der Weg doch so bequem.

Rechts ist es schwieriger. Du müsstest erst diese Grube da runterspringen und anschließend eine schlammige schräge Wand hochklettern. Vermutlich wirst Du auch ein paar Mal die Wand wieder runterrutschen. Aber wenn Du es geschafft hast, warten blühende Wälder und saftige Wiesen auf Dich. Die Sonne scheint und alles ist toll.

Wenn Du den Weg mit der Grube nimmst, bist du aber nicht nur in Sicherheit. Du wirst auch feststellen, dass dieser Weg etwas mit dir gemacht hat. Im Leben kann man sich immer wieder in Gruben wiederfinden und Du weißt nun, dass Du nur die Arschbacken zusammenkneifen und die rutschige Wand hochkriechen musst.

Ein Schmetterling landet auf deiner Schulter. Die Sonne scheint. Das Leben ist schön. Wie konntest Du nur darüber nachdenken in die Wüste zu gehen? Du lachst über Dich selbst.

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