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vor 2 Stunden, Marquardt schrieb:

Würde ganz ehrlich beide mal seperat nach nem Dreier fragen. Ob sie sich das vorstellen könnten oder neugierig sind. Zumindest auf #1 würde das wohl gut wirken, haha.

Rate ich von ab. Glaube nicht, dass der TE die nötige Coolness und Lässigkeit hat, das mit den beiden durchzuziehen. 

Außerdem finde ich Konstellationen für Dreier entspannter, wenn 2 sich Nr. 3 suchen oder alle 3 ohne gemeinsame Vorgeschichte aufeinander treffen und nicht schon A was mit B hatte und B auch was mit C am laufen hat. Aber das basiert nur auf meiner subjektiven Erfahrung. 

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Werte Verführungskünstler,

vieles ist geschehen seit meinem letzten Beitrag vor einem halben Jahr in diesem Thread. Damals bekam ich so gute Anregungen und fand es außerdem hilfreich, meine Gedanken niederzuschreiben, weshalb ich das jetzt nochmal tue.

Ganz grob erst mal: Mit der schönen, aber charakterlich schwierigen K1 hatte ich keinen Sex mehr, nur noch eine einzelne Nacht, in der wir bei einer gemeinsamen Freundin auf einem Sofa schliefen, sie meine Annäherungsversuche aber ablehnte (meine Latte an ihrem Arsch ließ sie sich aber gefallen). Mit K2 traf ich mich von März an und hatte mit ihr eine monogame Beziehung von August bis Dezember – genau genommen bis vor drei Tagen.

Mit K2 hatte ich eine gute, gewinnbringende Zeit: Sie lernte meine Familie kennen und ich ihre, wir waren ein langes Wochenende zusammen im Urlaub, unternahmen interessante, spannende und wilde Sachen, hatten guten bis sehr guten Sex mit auch für mich neuen Elementen (z. B. Fesseln). Bei alledem habe ich viel gelernt, unter anderem dass ich ihre Mutter genau so leicht zum Kichern bringen konnte wie sie selbst. Es war auch ganz allgemein lehrreich, was den Umgang mit einer Frau betrifft: Was funktioniert, was läuft ins Leere? Was bedeutet es, vor anderen als Paar aufzutreten? Wie reagiert meine Familie darauf, dass ich meine Freundin vorstelle und wie spezifisch auf sie? Das entlockt auch Familienmitgliedern, die man vollständig zu kennen meint, neue Wesenszüge und jeder lernt daraus. Alles in allem war die Beziehung mit K2, wenn auch kurz, eine Bereicherung. Manchmal gierte es mich nach anderen Frauen und es gab immer wieder Flirts und Schäkereien, aber ich war sexuell zufriedengestellt und hielt mich folglich an die Monogamievereinbarung.

Vor ein paar Tagen kehrte sie aus ihrer Heimat zurück, wo sie die Weihnachtsfeiertage verbracht hatte, und schrieb, es gehe ihr nicht gut und sie müsse am nächsten Tag mit mir sprechen, das sei unaufschiebbar. Diese Dringlichkeit kannte ich bis dahin nicht von ihr und sofort drehte sich mir der Kopf: Ist sie schwanger? Hat sie eine Krankheit? Ist sie fremdgegangen? Sie kam dann am nächsten Tag, nachdem ich hier ein Frühstück für zwei aufgebaut hatte, völlig verheult zu mir und bekam es kaum hin, ihre Jacke an die Garderobe zu hängen, so sehr war sie durch den Wind. Wir setzten uns auf das Sofa und mit gepresster, schluchzender Stimme meinte sie: „Mir ist da was Unerwartetes passiert.“ – ich war überzeugt, dass ich Vater werde, das könnt Ihr mir glauben. Stattdessen sagte sie etwas, das ich nicht mal in Erwägung gezogen hatte, sie sagte: „Ich habe mich in jemand anderen verliebt.“ und konnte kaum an sich halten, nachdem sie es ausgesprochen hatte. Das war ein Hammer, ich hatte das nicht erwartet. Er ist ein Student aus einem anderen Fach, sagte sie auf meine Nachfrage. Alle Luft war aus mir gewichen. Wütend konnte ich nicht sein, worauf auch? Dass er besser für sie riecht als ich? Dass sie ihn attraktiver, interessanter, für sich passender findet? Oder soll ich etwa wütend auf ihn sein, der ja offensichtlich den gleichen Frauengeschmack hat und somit schon mal eine Gemeinsamkeit? Sie schluchzte, sie sei solch ein schlechter Mensch und wenn ich wolle, könne ich sie auch anschreien, sie halte das aus. Ich erwiderte ruhig, dass sie sich aus meiner Sicht völlig korrekt verhalten habe, es sei zwar nicht schön, was sie sagt, aber gut, dass sie es sagt. Sie beendete die Beziehung, bevor sie mit dem anderen Kerl etwas anfing, bevor sie frustriert und pampig wurde, bevor ich anfing mich zu fragen, ob ich etwas falsch mache oder warum sonst der Wurm drin ist. Das ist anständig und ich kann das nur respektieren. Die Welt ist nicht dafür da, dass es mir gut geht und mit jedem Glück geht nun mal ein Risiko einher – mit ihr war es mir das wert.

Natürlich möchte ich möglichst umfassend verstehen, was passiert ist und warum, um daraus zu lernen und künftig bessere Entscheidungen zu treffen. Eine besonders interessante Sache dazu war ihr Geständnis (nachdem sie einmal tief durchgeatmet und gesagt hatte: „Ich will ehrlich sein.“), dass sie von Anfang an nicht herzklopfverliebt in mich gewesen sei. Davor hatte ich noch resigniert und mit Galgenhumor gesagt, wie schön es wäre, wenn jetzt einfach eine Fee käme, mir auftrüge, drei Drachen zu töten und dann hätte ich ihr Herz wieder für mich gewonnen. Das entrang ihr ein schluchz-stöhn-lachendes Geräusch, denn uns beiden war in dem Moment klar, dass so etwas nur im Märchen passiert. Nachdem sie mir dann gestanden hatte, dass sie gar nicht verliebt in mich sei, meinte ich ruhig: „Na, dann ist ja auch nicht mehr wirklich was zu retten.“ (, woraufhin sie zwar nochmal kurz zurückruderte mit einem bedächtigen: „Naja...“, aber das war alles an Widerstand.) In dem Moment wurde mir schlagartig klar, dass sie nicht gekommen war, um mit mir darüber zu reden, dass sie sich in jemand anderen verliebt habe, sondern um mir das mitzuteilen. Langsam suchte ich ihre Sachen heraus, die sie bei mir deponiert hatte, packte sie ein und nach einer filmreifen Umarmung, in der auch ich nicht mehr ganz an mich halten konnte, verließ sie die Wohnung und mit einer traurig-lächelnden Grimasse verabschiedeten wir uns. Ich werde sie ja in den nächsten Jahren so gut wie jeden Tag sehen und daher war es wichtig und in unser beider Interesse, dass wir das anständig und erwachsen regeln.

Warum war sie überhaupt mit mir zusammen, wenn sie nicht in mich verliebt war? Meine Annahme ist, dass dieses stille Mäuschen aus dem Dorf einfach völlig überwältigt war von diesem extrovertierten, überaus charmanten Urberliner, der viele soziale Kreise hat, Türsteher kennt, in Clubs und auf der Straße Leuten über den Weg läuft und mit ihr im Bett macht, worauf er Lust hat. Wir haben sehr viel unternommen, unterschiedlichste Sachen und saßen auch mal stundenlang bei einem Getränk zusammen und unterhielten uns. Mit ihr habe ich schon echt gute, umfassende romantische Erfahrungen machen können. Letztlich ist dann aber vielleicht doch die Kluft zwischen Extro- und Introvertiertheit zu groß gewesen. Möglicherweise hätte dies sogar noch funktioniert, wenn wir irgendwelche Reibungspunkte gehabt hätten. Es war schon eine sehr harmonische, um nicht zu sagen ereignisarme Beziehung, wenn ich nicht das Zepter in die Hand genommen habe. Mehrere meiner Freunde sagten mir nun, wo es vorbei ist, dass sie sich schon gefragt hätten, wann K2 mich langweilen würde und dass es sie dann wohl doch eher zu jemandem zöge, mit dem sie sich auch mal spaßhaft anpöbeln („dissen“) oder auch richtig streiten könne. Das scheint mir plausibel und wenn ich darüber nachdenke, wird mir klar, dass ich verflossene Liebschaften und auch gegenwärtige Freundinnen habe, mit denen ich mich regelmäßig gegenseitig verarsche, herumalbere und alle Fünfe gerade sein lasse. Im gestrigen Gespräch mit einem männlichen engen Freund stellten wir fest, dass selbst wir uns gegenseitig verarschen und sogar in meiner Familie passiert das. Vielleicht bin ich einfach ein Typ, der das braucht. Mit K2 hatte ich das so gut wie gar nicht und meine dahingehenden Versuche liefen immer ins Leere. Gestört hat mich das eigentlich nicht, denn ich hatte ein schönes, loyales, interessantes, versautes Mädchen an meiner Seite – sie hatte damit möglicherweise mehr zu kämpfen. Sie ist auch ein ziemlich rastloses Huhn, will noch dies und das in ihrem Leben machen, lieber heute als morgen, und findet dabei keine Ruhe im Hier und Jetzt – da bin ich ganz anders, was zwar manchmal zu aufgeschobenen Erledigungen und überschrittenen Fristen führt, aber immerhin finde ich Momente, um einfach mal auf alles zu husten und mich mit meinem Mist zu beschäftigen. Ihren neuen Stecher kenne ich nicht, stelle ihn mir vor als sensiblere, weichere, ruhigere Person. Vielleicht irre ich mich und der Kerl ist einen Kopf größer, muskelbepackt und spielt besser Gitarre als ich. Das müsste ich dann auch anerkennen und solange er mich vernünftig behandelt, werde ich ihn auch vernünftig behandeln, aber wenn er auch nur komisch guckt oder was Schlechtes sagt, zerklopp ich ihm das Gesicht, schnapp mir meine Ex, bumms die zehnmal durch und reite danach in den Sonnenuntergang. Letztlich ist alles hier Spekulation, ich versuche Muster zu erkennen. Wer weiß schon, was richtig und falsch ist. (Ich merke, dass ich diesen Beitrag nun langsam beenden sollte, denn ich werde stinkig.)

Das Schreiben dieses langen Beitrags hat mir jetzt schon geholfen, das merke ich. Dieses Forum ist mir ein fortwährender gedanklicher Ankerpunkt. Allein die Option, Fragen hier zur Debatte zu stellen, ist hilfreich. Schön, dass es einen solchen Ort gibt!
 

Die jubelnd nie den überschäumten Becher
gehoben in der heiligen Mitternacht,
und denen nie ein dunkles Mädchenauge,
zur Sünde lockend, sprühend zugelacht –

die nie den ernsten Tand der Welt vergaßen
und freudig nie dem Strudel sich vertraut –
o sie sind klug, sie bringen’s weit im Leben ...
Ich kann nicht sagen, wie mir davor graut!

(Otto Erich Hartleben)

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vor 5 Stunden, botte schrieb:

@Hugelkantel - reife Leistung. +1

Von mir auch großen Respekt, wie du damit umgegangen bist!

 

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vor 6 Stunden, botte schrieb:

@Hugelkantel - reife Leistung. +1

 

vor 1 Stunde, Yolo schrieb:

Von mir auch großen Respekt, wie du damit umgegangen bist!

 

@Hugelkantel + 1 Danke für deinen abgeklärten und coolen Beitrag!

Sauber und sehr hilfreich für mein eigenes Mindset grad...

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Das tut erstmal weh. Aber Reisende soll man nicht aufhalten ... du hast einen sehr guten und reflektierten Umgang. 

 

Wenn du auf die Beziehung zurückblickst, gab es irgendwo Momente, in denen du die Führung aufgegeben hattest und deine Attraction darunter gelitten hatte?

Gab es Momente, wo sie sich zuletzt anders verhalten hatte? Sie mehr an dir "rumgenörgelt" hatte als vorher? 
Wäre noch interessant zu wissen, wo sich deine Ex-LTR und ihr neuer Stecher kennengelernt haben (online, Tinder, etc.), aber so hilfreich wird das nicht sein. 

 

Ich glaube, dass tatsächlich diese ausgeglichene Beziehung ein möglicher Grund gewesen sein könnte, ihr nach innen wie auch nach außen wie Schlaftabletten gewirkt habt. 

 

Nun ja, ich wünsche dir viel Kraft und mach genau dort weiter, wo du aufgehört hattest ... du bist auf einem sehr guten Weg. 

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2 Mädels parallel handlen (Ursprung des Threads) - nicht geklappt.

Sich von nem Durchschnittsmädel binden lassen, irgendwie nicht als Versorger überzeugen, Abschied (für Chad).

Wo ist hier die hochgelobte Leistung?

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Ich nehme ihr die Story mit dem Fremdverlieben nicht ab. Klingt nach einer üblichen Excuse, weil es für sie nicht passt.

Daher auch ihr Geheule- schlechtes Gewissen. Anyway, well played und gut, dass du es so locker aufgenommen hast!

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Hast du einen Dreier mit den beiden in Betracht gezogen? Damit könntest du mit der Vergangenheit abschließen und deine Dominanz gegenüber ihren neuen Partner zeigen.

Leck mich im Arsch g’schwindi, g’schwindi, g’schwindi!
G’schwindi, g’schwindi, g’schwindi, g’schwindi, g’schwindi!
Leck mich im Arsch g’schwindi, g’schwindi! Leck im A[rsch] mich.
Leck mich im Arsch g’schwindi!
Leck mich.

~Mozart

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vor 7 Stunden, Mua schrieb:

Dass er nicht in Selbstmitleid verfließt und stattdessen versucht daraus zu lernen

Wie er den Abschied erwachsen handhabt, gefällt mir auch. Und wie er checkt, daß es nicht um den andern sondern ihn selber geht.

vor 22 Stunden, Hugelkantel schrieb:

Warum war sie überhaupt mit mir zusammen, wenn sie nicht in mich verliebt war? Meine Annahme ist, dass dieses stille Mäuschen aus dem Dorf einfach völlig überwältigt war von diesem extrovertierten, überaus charmanten Urberliner, der viele soziale Kreise hat, Türsteher kennt, in Clubs und auf der Straße Leuten über den Weg läuft und mit ihr im Bett macht, worauf er Lust hat. Wir haben sehr viel unternommen, unterschiedlichste Sachen und saßen auch mal stundenlang bei einem Getränk zusammen und unterhielten uns. Mit ihr habe ich schon echt gute, umfassende romantische Erfahrungen machen können. Letztlich ist dann aber vielleicht doch die Kluft zwischen Extro- und Introvertiertheit zu groß gewesen. Möglicherweise hätte dies sogar noch funktioniert, wenn wir irgendwelche Reibungspunkte gehabt hätten. Es war schon eine sehr harmonische, um nicht zu sagen ereignisarme Beziehung, wenn ich nicht das Zepter in die Hand genommen habe. Mehrere meiner Freunde sagten mir nun, wo es vorbei ist, dass sie sich schon gefragt hätten, wann K2 mich langweilen würde und dass es sie dann wohl doch eher zu jemandem zöge, mit dem sie sich auch mal spaßhaft anpöbeln („dissen“) oder auch richtig streiten könne. Das scheint mir plausibel und wenn ich darüber nachdenke, wird mir klar, dass ich verflossene Liebschaften und auch gegenwärtige Freundinnen habe, mit denen ich mich regelmäßig gegenseitig verarsche, herumalbere und alle Fünfe gerade sein lasse. Im gestrigen Gespräch mit einem männlichen engen Freund stellten wir fest, dass selbst wir uns gegenseitig verarschen und sogar in meiner Familie passiert das. Vielleicht bin ich einfach ein Typ, der das braucht. Mit K2 hatte ich das so gut wie gar nicht und meine dahingehenden Versuche liefen immer ins Leere. Gestört hat mich das eigentlich nicht, denn ich hatte ein schönes, loyales, interessantes, versautes Mädchen an meiner Seite – sie hatte damit möglicherweise mehr zu kämpfen. Sie ist auch ein ziemlich rastloses Huhn, will noch dies und das in ihrem Leben machen, lieber heute als morgen, und findet dabei keine Ruhe im Hier und Jetzt – da bin ich ganz anders, was zwar manchmal zu aufgeschobenen Erledigungen und überschrittenen Fristen führt, aber immerhin finde ich Momente, um einfach mal auf alles zu husten und mich mit meinem Mist zu beschäftigen.

Hier machst du dir glaub was vor, TE. Ich tippe auf simples "she was just not that into you". Kann Quatsch sein, ist nur so ein Bauchgefühl zwischen den Zeilen, dafür wissen wir hier viel zu wenig. Und ist vielleicht als Selbstschutz erstmal genau der richtige Umgang. Aber guck vielleicht in paar Wochen/Monaten nochmal drauf u re-reflektier das. Könnte ein Screening-Kriterium werden. Oder so.

Und jetzt viel Spaß mit den andern 3 Milliarden!

bearbeitet von Jingang
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Spannend wie alle gleich in den PDM verfallen. 

Der emotional involvierte TE akzeptiert es wie ein Mann, reflektiert kurz und Blickt nach vorne.

Nehmt euch ein Vorbild.

 

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Vielen Dank für den Zuspruch und die Meinungen.

Am 2.1.2020 um 19:41 , luffy123 schrieb:

Das tut erstmal weh. Aber Reisende soll man nicht aufhalten ... du hast einen sehr guten und reflektierten Umgang. 

 

Wenn du auf die Beziehung zurückblickst, gab es irgendwo Momente, in denen du die Führung aufgegeben hattest und deine Attraction darunter gelitten hatte?

Gab es Momente, wo sie sich zuletzt anders verhalten hatte? Sie mehr an dir "rumgenörgelt" hatte als vorher? 
Wäre noch interessant zu wissen, wo sich deine Ex-LTR und ihr neuer Stecher kennengelernt haben (online, Tinder, etc.), aber so hilfreich wird das nicht sein. 

 

Ich glaube, dass tatsächlich diese ausgeglichene Beziehung ein möglicher Grund gewesen sein könnte, ihr nach innen wie auch nach außen wie Schlaftabletten gewirkt habt. 

 

Nun ja, ich wünsche dir viel Kraft und mach genau dort weiter, wo du aufgehört hattest ... du bist auf einem sehr guten Weg. 

Ob es Momente gab, in denen sie sich zuletzt anders verhalten hat – äußerst interessante Frage! Darüber habe ich nachgedacht und bin auf zwei markante Situationen im Dezember gekommen, in denen sie sich tatsächlich unvorhersehbar seltsam verhielt:

In der ersten Situation verbrachten wir einen Abend in einer großen Runde und ich hatte sie vorher in einer SMS-Korrespondenz eingeladen, danach zu mir zu kommen. Sie ließ das untypischerweise unbeantwortet und ging auch an dem Abend nicht darauf ein. Aufgrund von Geilheit und dem Wunsch, die Nacht mit ihr zu verbringen, kam ich auf dem Weg zum Bahnhof von mir aus darauf zu sprechen. Aufgrund ihrer eigenartig unwilligen Art ließ ich mich darauf ein, zu ihr zu fahren – das führte dazu, dass ich stundenlang wach lag und mich darüber ärgerte, wie leichtfertig ich meine Dominanz aufgegeben hatte. Das war auf jeden Fall ein Shittest, den ich völlig gegen die Wand fuhr.

In der zweiten Situation spazierten wir Hand in Hand durch eine weihnachtliche Kulisse und es entstanden längere Gesprächspausen. Persönlich finde ich das nicht schlimm oder unangenehm – wenn man nichts zu sagen hat, hält man eben den Mund, denkt irgendwann wieder an etwas Interessantes und spricht es dann aus. Sie bemerkte jedoch so etwas wie: „Jetzt sind wir schon in der Phase, in der wir uns nicht mehr die ganze Zeit etwas zu sagen haben.“ Auch hier reagierte ich nicht souverän und verfiel in ein defensives Muster, meinte, das sei doch nicht schlim, es entstünden eben mal solche Pausen, woraufhin sie zurückruderte und meinte, dass sie das auch nicht als etwas Negatives bemerkt habe, sondern eben bloß als eine neue Phase. Kurz darauf unterhielten wir uns zwar tatsächlich wieder über interessante Sachen, aber ein mulmiges Gefühl blieb bestehen. Ich hätte darauf mit einem der Verführungswerkzeuge reagieren sollen, C&F wohl am besten. Das will ich daraus mitnehmen, denn ändern kann ich es jetzt ja ohnehin nicht mehr, außerdem war zu dem Zeitpunkt schon längst der Wurm drin, denn vier Tage später machte sie Schluss.

Danke für die ermutigenden Worte, luffy123.

Am 2.1.2020 um 23:59 , Jingang schrieb:

2 Mädels parallel handlen (Ursprung des Threads) - nicht geklappt.

Sich von nem Durchschnittsmädel binden lassen, irgendwie nicht als Versorger überzeugen, Abschied (für Chad).

Wo ist hier die hochgelobte Leistung?

Danke für die Meinung, Jingang. Piekt erst mal, was Du schreibst, aber es ist richtig: Die ursprüngliche Zielsetzung war es, mehrere Mädels auf einmal zu halten und diese habe ich nicht erfüllt. Jetzt könnte ich mir auf der Brust trommeln und erzählen, dass ich noch im August, kurz vor der Monogamievereinbarung mit K2, mit einem dritten Mädel Sex hatte und es ganz kurz davor war mit einem vierten, aber dass wir hier alle echte Kerle sind, ist hinlänglich bekannt. Zielsetzungen verändern sich im Laufe der Zeit durch unvorhergesehene Entwicklungen. Die emotionale Bindung und auch ruhige Abwägung ließen es als die für mich persönlich profitabelste Option erscheinen, mit K2 eine Beziehung einzugehen. Das ergab sich so mit der Zeit, ich hatte es nicht von Anfang an darauf angelegt. Ich will jetzt an meiner Mentalität dahingehend arbeiten, dass ich Monogamie nicht als Endziel des Treffens mit einer Frau sehe – dann kann ich vielleicht alle (oder so gut wie alle) Vorteile einer monogamen Beziehung erleben und dennoch meine sexuelle Freiheit bewahren (was auch immer sexuelle Freiheit genau ist, aber das finde ich dann raus).

Wie Du darauf kommst, dass sie mich für einen Chad verlassen hat, weiß ich nicht, denn ich kenne den neuen Kerl nicht (vielleicht hast Du meinen Beitrag überflogen und gedacht, dass der muskelbepackte Supergitarrist der Neue ist, aber das war nur eine Vorstellung von mir). Auf jeden Fall schließe ich aus ihrem Schlussmachen nicht, dass ich ein schlechter Versorger bin. Außerdem ist sie doch eh bloß ein „Durchschnittsmädel“, also warum sollte ich mein Selbstwertgefühl von ihr abhängig machen? Klar will ich aus all dem lernen und erkenne meine Defizite an, siehe auch oben. Genau so sehe ich aber auch meine Stärken und derer gibt es einige. Ich hab richtig Bock, weiterzumachen und Lust und Gewinn in mein und das Leben künftiger Flammen zu bringen. Es erfüllt mich aber auch mit immensem Stolz, dass dieses tolle Mädchen sich für eine lange Zeit (potentiell bis an das Ende ihres Lebens) an mich erinnern wird, Einflüsse und Eindrücke mitgenommen hat. Das ist nicht in Abrede zu stellen, auch bei aller Kritik nicht, die man an meinem Verhalten oder meiner Geisteshaltung üben kann. Sie hat bleibende Erinnerungen und ein paar materielle Gegenstände, die untrennbar mit mir verknüpft sind. Auch ich habe sehr viel aus dieser kurzen Beziehung gelernt und nehme wilde, leidenschaftliche, poetische Erinnerungen mit. Alles das wird mich beim Game in freier Wildbahn unterstützen und mir eine Lektion für kommende Beziehungen sein. Zielsetzungen verändern sich, so ist das eben und ich muss nicht nach immer mehr streben, nach größeren Titten, mehr Geld, höherem Rausch, versauteren Mädels – es gibt so scheiß verzweifelte Jungs da draußen, die 1,50m groß sind, einen 5-cm-Penis und eine schrille Stimme haben. Bei denen ist nichts mehr zu retten, die legen sich hin und verrotten, so ein populärer Ratschlag in diesen Kreisen (LDAR = lie down and rot). Ich hatte eine Freundin, mit der ich mal leidenschaftlichen, mal versauten Sex hatte, die mich übelst angemacht hat, mit der ich körperliche Unternehmungen machen konnte oder einfach quatschen, mit der ich glückselige Momente hatte und gleichzeitig Situationen, aus denen ich für die Zukunft lernen kann. Manchen wird so etwas für immer verwehrt bleiben und sie sind nur glücklich, wenn sie sich jeden Abend zwei Stunden lang eine fiktive Freundin fantasieren, bevor sie erschöpft und einsam einschlafen. Sicherlich habe ich Deinen Standpunkt jetzt etwas überhöht, Jingang, und mich daran aufgerieben, aber das ist nicht böse gemeint. Du hast ja im zweiten Post nochmal Bezug darauf genommen. Als Fazit dieser ganzen Situation bleiben für mich jedenfalls nur Glück und Gewinn und der Aufruf an mich selbst, darauf hinzuarbeiten, dass ich so etwas immer wieder erlebe. Vor den Weibern bin ich ein dominanter Alpha, aber dem Leben und dem Lauf der Dinge, der mich nicht zu einem 1,50m großen Mikropenisinhaber gemacht hat, bin ich in tiefster Demut dankbar.

Am 3.1.2020 um 10:19 , Jingang schrieb:

Wie er den Abschied erwachsen handhabt, gefällt mir auch. Und wie er checkt, daß es nicht um den andern sondern ihn selber geht.

Hier machst du dir glaub was vor, TE. Ich tippe auf simples "she was just not that into you". Kann Quatsch sein, ist nur so ein Bauchgefühl zwischen den Zeilen, dafür wissen wir hier viel zu wenig. Und ist vielleicht als Selbstschutz erstmal genau der richtige Umgang. Aber guck vielleicht in paar Wochen/Monaten nochmal drauf u re-reflektier das. Könnte ein Screening-Kriterium werden. Oder so.

Und jetzt viel Spaß mit den andern 3 Milliarden!

Was bedeutet: „Könnte ein Screening-Kriterium werden.“? Für den letzten Satz danke ich Dir, der hat mich erheitert!

Am 3.1.2020 um 09:30 , Female_M schrieb:

Ich nehme ihr die Story mit dem Fremdverlieben nicht ab. Klingt nach einer üblichen Excuse, weil es für sie nicht passt.

Daher auch ihr Geheule- schlechtes Gewissen. Anyway, well played und gut, dass du es so locker aufgenommen hast!

Auch ein sehr interessanter Gedankenanstoß, danke, Female_M! Das ergibt schon Sinn, was Du sagst, ich denke darüber noch etwas nach. Letztlich ist es ja eigentlich gar nicht so wichtig, warum sie Schluss gemacht hat. Andererseits wird sich meine Verführungskunst verbessern, je tiefer ich die weibliche Psychologie verstehe. Also denke ich noch darüber nach.

Am 3.1.2020 um 09:59 , BiggusDickus schrieb:

Hast du einen Dreier mit den beiden in Betracht gezogen? Damit könntest du mit der Vergangenheit abschließen und deine Dominanz gegenüber ihren neuen Partner zeigen.

Leck mich im Arsch g’schwindi, g’schwindi, g’schwindi!
G’schwindi, g’schwindi, g’schwindi, g’schwindi, g’schwindi!
Leck mich im Arsch g’schwindi, g’schwindi! Leck im A[rsch] mich.
Leck mich im Arsch g’schwindi!
Leck mich.

~Mozart

Ich glaub mein Schwein pfeift – das ist ja authentisch von Mozart! Hammerhart.

Am 3.1.2020 um 12:22 , Yolo schrieb:

Spannend wie alle gleich in den PDM verfallen. 

Der emotional involvierte TE akzeptiert es wie ein Mann, reflektiert kurz und Blickt nach vorne.

Nehmt euch ein Vorbild.

 

Danke, Yolo. Emotional involviert war ich und entsprechend groß ist natürlich die Enttäuschung, schmerzende Enttäuschung. Schmerz ist ein sehr lebendiges Gefühl. Das lernt man nicht zuletzt, nachdem man eins in die Schnauze bekommen hat.

bearbeitet von Hugelkantel

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Am 3.1.2020 um 10:19 , Jingang schrieb:

Hier machst du dir glaub was vor, TE. Ich tippe auf simples "she was just not that into you". Kann Quatsch sein, ist nur so ein Bauchgefühl zwischen den Zeilen, dafür wissen wir hier viel zu wenig. Und ist vielleicht als Selbstschutz erstmal genau der richtige Umgang. Aber guck vielleicht in paar Wochen/Monaten nochmal drauf u re-reflektier das. Könnte ein Screening-Kriterium werden. Oder so.

Wie ist das gemeint? Ich meine welcher vernünftige erwachsene Mensch geht Hals über Kopf in eine neue Beziehung und entwickelt so starke Gefühle zu einem wie zu Teenagern -Zeiten (gepaart mit starker Oneitis)? Für mich wäre das definitiv eine Red-Flag und ich würde mich nicht auf eine solche Frau für eine LTR einlassen, denn das würde mir zeigen dass sie sich selbst nicht im Griff hat im Sinne von Stimmungsschwankungen,  Selbstwert, der Suche nach dem Kick  ...

Eine solche Frau sucht sehr wahrscheinlich nach einem Neuen,  sobald man in der Beziehung weiter ist und dann von der Attraction- in die Vertrauensphase übergeht, da es dann an "Dopamin" mangelt und sich lieber neues Dopamin holt statt den Mangel in ihrer eigenen Person zu beheben.

Auch wenn viele hier suggerieren, dass eine LTR ist nicht für die Ewigkeit gedacht ist und es an sich richtig ist, immer damit zu rechnen, dass es einmal enden kann (Monkey-Branching bzw. neuer Stecher, AttractionVerlust mit Unsicherheit über Gefühle) bin ich der Meinung dass es schlussendlich eine bewusste Entscheidung ist bei einem Partner zu bleiben, wenn es passt und das Vertrauen da ist. Wir leben leider heutzutage in einer Wegwerfgesellschaft, in der alles und jeder ersetzt wird, sobald auch nur die kleinsten Hindernisse im Leben auftreten, weil es einfacher ist wegzulaufen,  anstatt sich den Problemen zu stellen und zu wachsen.

Das heißt aber im Umkehrschluss dass man nicht alles tolerieren darf, seine Grenzen klar kommuniziert.  Bei mehrfacher Grenzüberschreitung und Respektlosigkeit muss man auch mal die Reisleine ziehen.

bearbeitet von luffy123
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vor 10 Stunden, Hugelkantel schrieb:

Auch ein sehr interessanter Gedankenanstoß, danke, Female_M! Das ergibt schon Sinn, was Du sagst, ich denke darüber noch etwas nach.

 

Schau, ich hatte vor einem halben Jahr eine ähnliche Situation. Da war die Excuse "bin noch nicht über meine Ex hinweg". Jut, in deinem Fall

gibt es auch "einen anderen". Der Vorteil dieser Excuse ist- es gibt kein zurück, keine Hoffnung, klarer Cut und der Verlasser steht sogar noch

moralisch gesehen als der ehrliche, ach so moralische Part da... tja... in meinem Fall stand der Typ wenige Wochen später mit der Nächsten

knutschend vor mir im Club, von daher gebe ich auf derartige Ausreden einfach nichts mehr.

Taten > Worte. Diese Lektion habe ich bitter gelernt.

Ich bin übrigens mittlerweile in einer gut laufenden LTR.

Fun fact- mein Freund ist kein Mann der großen Worte. Der textet mich nicht täglich voll wie der Herr weiter oben.

Aber der macht. Plant die Zukunft mit mir, stellt mich seinen Freunden vor, überlegt sich tolle Unternehmungen. Bastelt

mir einen Adventskalender. Und das ist es, was am Ende des Tages zählt.

 

Glaub mir, in einem halben Jahr wirst du über die Frau lachen. Sie hat einfach keinen Arsch in der Hose, die wirkliche Wahrheit

auf den Tisch zu legen.

 

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vor 10 Stunden, Hugelkantel schrieb:

"she was just not that into you"  ...   Könnte ein Screening-Kriterium werden ...

..Ob Beziehung Eingehen Oder nicht. Jetzt klar?

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Am 5.1.2020 um 13:47 , luffy123 schrieb:

Wir leben leider heutzutage in einer Wegwerfgesellschaft, in der alles und jeder ersetzt wird, sobald auch nur die kleinsten Hindernisse im Leben auftreten, weil es einfacher ist wegzulaufen,  anstatt sich den Problemen zu stellen und zu wachsen.

Dem stimme ich zu. Wer weiß, ob das jemals wirklich anders war. Es ist eine Lebensaufgabe, den Eiertanz zwischen Bewahrung und Fortschritt hinzubekommen (und das nicht nur in der Verführungskunst).

vor 22 Stunden, Female_M schrieb:

Schau, ich hatte vor einem halben Jahr eine ähnliche Situation. Da war die Excuse "bin noch nicht über meine Ex hinweg". Jut, in deinem Fall

gibt es auch "einen anderen". Der Vorteil dieser Excuse ist- es gibt kein zurück, keine Hoffnung, klarer Cut und der Verlasser steht sogar noch

moralisch gesehen als der ehrliche, ach so moralische Part da...

(...)

Glaub mir, in einem halben Jahr wirst du über die Frau lachen. Sie hat einfach keinen Arsch in der Hose, die wirkliche Wahrheit

auf den Tisch zu legen.

Danke für die Worte, sie geben mir eine neue Perspektive. Vor allem den sauberen Schnitt, die Endgültigkeit, die darin liegt, fand ich spannend. Immerhin hat sie ja gestanden, dass sie nie in mich verliebt war.

vor 22 Stunden, Jingang schrieb:

..Ob Beziehung Eingehen Oder nicht. Jetzt klar?

Ja, danke für die Erklärung.

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Inzwischen fallen mir die kleinen, subtilen Zeichen auf, als hätte ich einen neuen Sinn dazubekommen.

Ein Beispiel für ein subtiles Zeichen:

Vor ein paar Tagen war ich mit einer hübschen, aber, wie sich herausstellte, stinklangweiligen Osteuropäerin etwas trinken, die mir zwar zugeneigt war, aber dann doch nach Hause fuhr. Tage später halten wir uns im Hörsaal auf, die Vorlesung hat noch nicht begonnen, sie sitzt weit hinten, während ich in der ersten Reihe seitlich auf dem Tisch sitzend mit einer Kommilitonin flirte. Plötzlich sehe ich die Osteuropäerin, die normalerweise völlig isoliert ist und permanent in ihr Handy guckt, direkt neben mir etwas in den Mülleimer werfen. Sie ist den ganzen Weg von hinten in die erste Reihe gelaufen, damit ich sie sehe. Sie wirkt scheu und nervös, als ich den Kopf zu ihr drehe und sich unsere Blicke treffen, dann geht sie schon wieder nach hinten.
 

Seitdem meine Beziehung zu Ende gegangen ist, bin ich auf vier Frauen zugegangen. Zwar lief mit keiner etwas, aber viel wichtiger ist die ungekannte Leichtigkeit, mit der ich sie ansprach.

Ein Beispiel der ungekannten Leichtigkeit:

Eine bisher unbekannte Kommilitonin hält einen Vortrag und fällt mir direkt auf. Süßes Mädchen, schönes Gesicht, feste Stimme, hält Blickkontakt. Direkt nach dem Vortrag konnte ich sie nicht ansprechen, denn sie unterhielt sich mit dem Dozenten und ich wollte nicht auf sie warten wie ein Hund vor dem Supermarkt. In der darauffolgenden Woche passe ich sie elegant ab und gehe die langen Gänge und Treppen mit ihr hinab, die Worte kommen wie von selbst, sie lacht, ihr Gesicht öffnet sich, sie strahlt. Ich sage: „X, du gefällst mir. Ich möchte mit dir etwas trinken gehen.“ Meine Stimme ist fest, ich ruhe in mir und spüre den Geist der Bestimmung, die Folgerichtigkeit der Handlung, als Mann eine schöne Frau anzusprechen. Über ihr kleines, schönes Gesicht läuft ein wundervoller Rotton und höchst geschmeichelt sagt sie mit leiser, feiner Stimme, dass sie einen Freund hat. Wir legen den Weg zum Bahnhof zusammen zurück, sind beide wach und heiter, verabschieden uns schließlich grinsend.
 

Das alles macht mir immer mehr Spaß, es wird immer besser. Je mehr ich zu mir als Mann finde, desto mehr spüre ich die Frauen in ihrer ureigenen Schönheit. Heute trug eine (vergebene) Kommilitonin bereitwillig meine Sachen hinter mir her, wandte sich mir zu, erzählte von sich, reagierte ausgleichend auf meine Erzählungen. Je mehr ich Mann bin, desto mehr sind die Frauen Frauen.

Natürlich werden einem nicht nur die schönen Seiten der Frauen klar, sondern auch die knallharten, evolutionär einprogrammierten. Es ist kein Pappenstiel, sich damit zu arrangieren. Vor drei Wochen war ich noch mit K2 zusammen, jetzt spritzt ein anderer in sie ab und danach liegt sie schwer atmend auf seiner Brust. Während ich Kummer habe, ist sie schon bei einem anderen, aber wie sagt Lodovico Satana im 66. Baustein seines Buches Tägliche, freundliche Erinnerung: „Für uns Männer hingegen ist erfüllte Liebe eine Ekstase des Glücks, die Frauen in dieser Qualität niemals erleben können. (...) Dafür leiden wir auch mehr in Liebesdingen. Müssen wir copen!“

Die stoische Akzeptanz dessen, was geschieht („Müssen wir copen!“), funktioniert am besten, wenn man versteht, was geschieht. Darin hilft die Verführungslehre ungemein.

bearbeitet von Hugelkantel

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Am 2.1.2020 um 11:25 , Hugelkantel schrieb:

aber wenn er auch nur komisch guckt oder was Schlechtes sagt, zerklopp ich ihm das Gesicht, schnapp mir meine Ex, bumms die zehnmal durch und reite danach in den Sonnenuntergang.

Fremdbild-Selbstbild.jpg

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Am 11.4.2019 um 21:41 , Hugelkantel schrieb:

Im Dezember 2018 übergab ich ihr ein langes Liebesgedicht und infolgedessen gingen wir offiziell aus

 

Am 11.4.2019 um 21:41 , Hugelkantel schrieb:

K1 ist ziemlich empfänglich für heftiges Alphaverhalten,

Wer findet den Fehler 🤔

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Am 24.1.2020 um 23:08 , volume1 schrieb:

 

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