Nach "Trennung" Wut abstellen

21 Beiträge in diesem Thema

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Tach,

es war keine Beziehung, sondern eine Affäre. Eventuell habt ihr aber dennoch den einen oder anderen Tipp.

1. Dein Alter 33
2. Ihr Alter 35
3. Art der Beziehung Affäre (aber geeinigt auf Exklusivität ^^)
4. Dauer der Affäre 3 Monate
5. Dauer der Kennenlernphase vor Affäre 1 Monat
6. Qualität/Häufigkeit Sex: Hat gepasst, häufig
7. Gemeinsame Wohnung? Nein
8. Probleme, um die es sich handelt: Kontaktabbruch durch mich, da häufig Mixed Signals, Eifersucht, Drama, Überheblichkeit, beleidigende Aussagen, wiederholte Vorwürfe zu Nichtigkeiten oder bereits geklärten Themen etc. (Ja, dem PUA oder der PUC läuft da gerade ein Film darüber an, was ich da wohl alles versemmelt habe. Darum geht's nicht. ;-))
9. Frage an die Community: Ich bin stinksauer auf sie. Wie krieg ich das weg?

Ich habe nach einer stressigen Arbeitsphase eineinhalb Monate Urlaub. Ich widme mich meinen Hobbys, renoviere die Bude, gehe ins Gym, habe Kontakt zu einer anderen Frau (langjährige Freundin), kann reden und bekomme auch körperliche Zuwendung (you know?)  ... 

Und trotzdem geht mir die Dame, von der ich mich "getrennt" habe, noch auf den Sack. Trotz randvollem Tag sind es die vielen kurzen stillen Momente, wo ich an sie denken muss und ich mich darüber aufrege, wie arschig sie am Ende zu mir war und wie sehr sie mich gekränkt hat (kleiner armer Katzenboy, ich weiß).

Auf FTOW habe ich ehrlich gesagt keine Lust. Kommt mir vor als würde ich zu schnell von Bett zu Bett hüpfen und das strengt mich emotional an, also will ich mir mal keine neuen Bekanntschaften organisieren.

Das Ding ist, wir hatten ein gemeinsames Hobby und damit auch Thema, das ich noch nie zuvor mit einer Frau geteilt habe und das ich zukünftig nicht mehr missen will, weil es einfach brutal inspirierend war und mich auch in meinem Können nach vorne gebracht hat. Das war's dann aber auch. Was kann ich versuchen, um die über den Tag immer mal wieder aufflackernde Gepisstheit wegzukriegen? Natürlich könnte ich diese Wut einfach passieren lassen, nur gefall ich mir dabei selbst nicht und es ist ein "zu viel" an Aufmerksamkeit, das ich ihr damit widme. Nervt mich. Den Stress, den ich mir damit mach, verdient sie nicht.

Was ich bisher getan habe:

  • In Hobbys vertiefen
  • Bude renovieren (work in progress)
  • Gym
  • Freundschaftspflege
  • Eine Liste darüber, was an der Beziehung mies war und was sie versäumt
  • Das Thema im Hobby verarbeitet
  • Nebenjob
  • Mich bremsen, gleich die nächsten Neuen zu angeln

Any ideas wie sich der beleidigte kleine Katzenjunge den Hitzkopf kühlen kann? Danke!

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Danke für dein Feedback, Patrick.

Mir ist noch aufgefallen, dass diese Wut auch einsetzt, wenn ich meinem (unserem) Hobby nachgehe. Da reicht es, das Stromkabel in die Hand zu nehmen und ich spreche leise ein "Oh Gott, f*ck dich doch" in ihre Richtung aus. Dass ich da so deutlich (und in laut ausgesprochenen Worten) aggressiv reagiere, beunruhigt mich irgendwie. Ich bin total dramatisch und sensibel - die Baustellen sind mir bekannt. ^^

Warum ich überhaupt so schnell diese Wut wegbekommen will ist, weil sie nach dem von mir gesetztem Ende respektlos gegenüber mir war und damit die schöne Zeit zwischen uns auch in den Dreck gezogen hat (das letzte mal hab ich sowas mit 14 erlebt). Sie hat mich praktisch einem Rückblick auf die schöne Zeit, die wir hatten, beraubt. Ich will ihr deswegen einfach so wenig Raum wie möglich in meinem Kopf geben. Ich fühle mich um drei Monate beraubt, obwohl ich mich durch sie sehr gut weiterentwickeln konnte. Es ist kindisch von mir.

Ich werde mal versuchen, diese Wut nicht zu bewerten. Nur wie ich mich beim/nach Aufkommen der Wut mental anderen Dingen widmen soll, ohne gleichzeitig die Wut zu unterdrücken (so verstehe ich dich), weiß ich nicht. Ich verstehe ein Ablenken als Unterdrückung. Oder beuge ich der Unterdrückung vor indem ich erstmal "cool ohne Negativität abhake"? Probier ich aus.

Vielleicht sollte ich mich einfach mal zusammenreißen und dieses Gefühl annehmen. Ich nehme meine Gitarre in die Hand, werde wieder sauer und spiele aber trotzdem.

Wieso ich wütend und nicht bspw. traurig bin ... Sie hat's mir durch ihr Verhalten echt leicht gemacht, nicht traurig zu sein. Ich habe fast alle meine Beziehungen/Affären selbst beenden müssen und hab danach bei fast allen Rotz und Wasser geheult. Und wütend war ich auch, womit das wohl tatsächlich ein Teil der Trauerphase bei mir sein kann (neben nix Essen, ein paar Tage nicht funktionieren etc.). Musste mich aber nie lang damit beschäftigen, weil ich mir nahtlos eine Neue angelacht hatte oder ich mir irgendeine parallel warm hielt. Selbst jetzt bin ich ja wieder in den Armen einer Freundin. Aber die Wut ist halt da, nur ohne die Trauer, die ich bei den anderen hatte.

Weil du, Patrick, es zum Schluss noch erwähnst: Wie muss ich da Denken, um das umzuframen?

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Ich kann Patrick nur zustimmen;)

Dadurch, dass euer gemeinsames Hobby, euch irgendwie verbindet bzw. Ihr eine schöne gemeinsame Zeit hattet. 

Und es dich an Sie erinnert, wirst du wütend über dich selbst sein.

Das du ihr die Aufmerksamkeit in deinen Gedanken überhaupt noch gibst.

Um so mehr versuchst du, dass zu unterdrücken.

Umso schlimmer, werden die Gedanken an Sie umherkreisen.

Annehmen & akzeptieren.

Lass Dir nichts schlecht reden.

Joggen macht den Kopf frei.

Hilft mir immer ganz gut. 

Liebe grüße & gute Nacht die Tiniii

😉

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vor 15 Stunden, Katzenjunge schrieb:

Trotz randvollem Tag sind es die vielen kurzen stillen Momente, wo ich an sie denken muss und ich mich darüber aufrege, wie arschig sie am Ende zu mir war und wie sehr sie mich gekränkt hat (kleiner armer Katzenboy, ich weiß).

Vielleicht liegt das Problem auch tiefer. Mit was hat sie dich so stark verletzt, das du so getriggert bist. Eventuell steckt darin eine Wahrheit, die du angehen solltest. Weil eigentlich ist sie es nicht wert, das du dich so über sie ärgern mußt. Es war nur eine Affäre.

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Ich habe gerade dasselbe Problem. Bin von vorne bis hinten vera** worden.

Von wegen "Ich bin noch nicht bereit", "muss meine Ex verarbeiten". Letzten Monat schrieb er mir noch,

wie sehr die Trennung von seiner langjährigen LTR ihm noch zusetzen würde und dass er gerade mitten in der Aufarbeitung steckt.

Letztes Wochenende kommt er mit einer neuen Perle in meinen Stammclub. Guckt mich mit dem Arsch nicht an,

nicht mal ein Gruß ist drin. Für die Person, die monatelang für ihn da war. Ihn aufgebaut und ihm zugehört war (jaja, ich weiß, war dumm). Arschtritt.

Das war wirklich die Demütigung meines Lebens, ein mega Schock für mich und ich muss täglich dran denken.

 

Im Endeffekt bin ich sauer auf mich selbst. Ich habe die Person ganz falsch eingeschätzt, projeziert,

mich selbst betrogen. Wollte Dinge nicht sehen... mein Bauchgefühl hatte die ganze Zeit Recht.

Zunett ebenfalls, es hat mich wieder sehr getriggert. Nicht gut genug zu sein, irgendwas "falsch" zu machen,

andere sind schöner und toller als ich... Verlustangst. Eine alte Kindheitsverletzung, die immer wieder aufploppt.

Ich rede derzeit viel mit Freunden darüber aber im Endeffekt hilft da glaube ich nur Verarbeitung.

Und Reframing, dass es doch gut ist, dass es jetzt herauskommt, dass er ein feiger Lügner ist, als in einer LTR.

Verdrängen möchte ich es nicht, das ploppt dann immer wieder hoch.

Ich habe einige Dates, die ausstehen, aber so richtig Lust habe ich gerade nicht.

Ich lenke mich derzeit mit Sport, Arbeit und Hobbies ab.

Und hoffe, dass es bald besser wird.

Ich wünsche dir alles Gute!

bearbeitet von Female_M
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Nimm deine Wut mal als was Gutes. Schau dir ganz genau an warum du so empfindest - du kannst so viel über dich lernen. Dinge die einem wiederfahren und dann so triggern, sind es Wert mal genau beobachtet zu werden. Hier spielt dein Unterbewusstsein mit rein und wenn du dich damit mal auseinandersetzt, bekommst du einen spannenden Einblick in deine eigene Psyche. 

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Katzenjunge, schau mal, ob es da was in deiner Kindheit gibt, was da wieder hochkommt. Gab es vlt. eine ähnliche Situation

mit deinen Eltern? In welchen Situationen empfindest du Wut und warum?

Hast du vlt. auch, ähnlich wie ich, das Gefühl, "zu kurz" zu kommen? Wenig Glück zu haben, benachteiligt zu sein?

 

Wichtig ist es auch, aus der Opferrolle heraus zu gehen. Wir sind nicht hilflos. Wir können aktiv über uns und unser Leben bestimmen.

Wir entscheiden, wer Teil unseres Lebens sein darf und wer nicht. Du bist wertvoll und solltest dich nur mit wertvollen Menschen umgeben!

Das ist also auch ein Selbstwert-Thema.

Eine Person mit hohem Selbstwert hätte sich beispielsweise an dem Abend im Club kaputt gelacht, dass er mit Rebound 2.0 dort auftaucht und nicht den Arsch in der Hose hat, zu grüßen. Dieser ging ihm mächtig auf Grundeis... 😉

Ich war geschockt und sehr traurig und das hat mir aufgezeigt, dass ich noch lange nicht die Frau bin, die ich sein will!

Mit bombenfestem IG, die sich respektlose Aktionen nicht bieten lässt!

 

Da gilt es, noch weiter an sich zu arbeiten. Schmerz lehrt und immer noch die besten Lektionen! Du wirst davon profitieren

und noch genauer screenen beim nächsten Mal. Führt zu einer besseren HB, zu einer entspannten LTR und zu einem schönen Leben.

bearbeitet von Female_M
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vor 15 Stunden, xXTiniiixX schrieb:

Ich kann Patrick nur zustimmen;)

Dadurch, dass euer gemeinsames Hobby, euch irgendwie verbindet bzw. Ihr eine schöne gemeinsame Zeit hattet. 

Und es dich an Sie erinnert, wirst du wütend über dich selbst sein.

Das du ihr die Aufmerksamkeit in deinen Gedanken überhaupt noch gibst.

Um so mehr versuchst du, dass zu unterdrücken.

Umso schlimmer, werden die Gedanken an Sie umherkreisen.

Annehmen & akzeptieren.

Lass Dir nichts schlecht reden.

Joggen macht den Kopf frei.

Hilft mir immer ganz gut. 

Liebe grüße & gute Nacht die Tiniii

😉

Ja, genau so wie du schreibst (kann deinen Beitrag warum auch immer nicht liken). Gym macht mir auch den Kopf frei bzw. wenn ich da bewusst an sie denke, kann ich das Gewicht in den meisten Übungen erhöhen. Insofern auch nicht schlecht. ^^
Meine kompletten Tage sind momentan überfüllt und ich bin etwas gestresst. Meine Erwartung ist, dass ich eigentlich keine Zeit haben sollte, mir über sie den Kopf zu zerbrechen, aber vielleicht überhebe ich mich einfach am Tagespensum und wenn ich dann im Bett liege oder im Bad bin, projiziere ich meinen Stress auf sie, die mich durch das Ende ja perfiderweise auch nochmal empfänglicher für Stress gemacht hat.

vor 9 Stunden, ZuNett schrieb:

Vielleicht liegt das Problem auch tiefer. Mit was hat sie dich so stark verletzt, das du so getriggert bist. Eventuell steckt darin eine Wahrheit, die du angehen solltest. Weil eigentlich ist sie es nicht wert, das du dich so über sie ärgern mußt. Es war nur eine Affäre.

Durch sie hatte ich eine Statuserhöhung, weil sie in unserem gemeinsamen Hobby eine gewisse "Größe" hat (sagen wir mal C-Promi-Status, für sie ist es ein Beruf). Das habe ich auch ein Stück weit genossen, weil sie sehr offen über Interna war. Ich hatte auch plötzlich Möglichkeiten gesehen, mich mit meinen Talenten gewinnbringend für sie und mich irgendwo einbringen zu können. Extrem verführerisch für mich. Ich hatte dieses Hobby auch mal eine Zeit lang als Beruf, aber auf einer viel uncooleren Ebene. Gutes Geld verdient sie auch. Also eigentlich ziemlich selbstsüchtige Motive, wenn ich mir das mal so vorhalte. Aber dazu halt noch die rosa Brille. Ist wirklich nicht so, dass ich sie als Person nicht gemocht hätte.

vor 7 Stunden, Female_M schrieb:

Ich habe gerade dasselbe Problem. Bin von vorne bis hinten vera** worden.

Von wegen "Ich bin noch nicht bereit", "muss meine Ex verarbeiten". Letzten Monat schrieb er mir noch,

wie sehr die Trennung von seiner langjährigen LTR ihm noch zusetzen würde und dass er gerade mitten in der Aufarbeitung steckt.

Letztes Wochenende kommt er mit einer neuen Perle in meinen Stammclub. Guckt mich mit dem Arsch nicht an,

nicht mal ein Gruß ist drin. Für die Person, die monatelang für ihn da war. Ihn aufgebaut und ihm zugehört war (jaja, ich weiß, war dumm). Arschtritt.

Das war wirklich die Demütigung meines Lebens, ein mega Schock für mich und ich muss täglich dran denken.

 

Im Endeffekt bin ich sauer auf mich selbst. Ich habe die Person ganz falsch eingeschätzt, projeziert,

mich selbst betrogen. Wollte Dinge nicht sehen... mein Bauchgefühl hatte die ganze Zeit Recht.

Zunett ebenfalls, es hat mich wieder sehr getriggert. Nicht gut genug zu sein, irgendwas "falsch" zu machen,

andere sind schöner und toller als ich... Verlustangst. Eine alte Kindheitsverletzung, die immer wieder aufploppt.

Ich rede derzeit viel mit Freunden darüber aber im Endeffekt hilft da glaube ich nur Verarbeitung.

Und Reframing, dass es doch gut ist, dass es jetzt herauskommt, dass er ein feiger Lügner ist, als in einer LTR.

Verdrängen möchte ich es nicht, das ploppt dann immer wieder hoch.

Ich habe einige Dates, die ausstehen, aber so richtig Lust habe ich gerade nicht.

Ich lenke mich derzeit mit Sport, Arbeit und Hobbies ab.

Und hoffe, dass es bald besser wird.

Ich wünsche dir alles Gute!

Erkenne mich in deinen Zeilen etwas wieder. Verlustangst hatte ich keine, eifersüchtig bin ich nicht. Mich hat u.a. auch verletzt, dass sie mir verhältnismäßig wenig Aufmerksamkeit schenken musste und damit auch noch durchkam. Ich war ziemlich betriebsblind. Wünsche dir auch alles Gute!

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vor 7 Stunden, Sam Stage schrieb:

Nimm deine Wut mal als was Gutes. Schau dir ganz genau an warum du so empfindest - du kannst so viel über dich lernen. Dinge die einem wiederfahren und dann so triggern, sind es Wert mal genau beobachtet zu werden. Hier spielt dein Unterbewusstsein mit rein und wenn du dich damit mal auseinandersetzt, bekommst du einen spannenden Einblick in deine eigene Psyche. 

Hast recht, merk ich auch gerade. Danke

vor 7 Stunden, Female_M schrieb:

Katzenjunge, schau mal, ob es da was in deiner Kindheit gibt, was da wieder hochkommt. Gab es vlt. eine ähnliche Situation

mit deinen Eltern? In welchen Situationen empfindest du Wut und warum?

Hast du vlt. auch, ähnlich wie ich, das Gefühl, "zu kurz" zu kommen? Wenig Glück zu haben, benachteiligt zu sein?

 

Wichtig ist es auch, aus der Opferrolle heraus zu gehen. Wir sind nicht hilflos. Wir können aktiv über uns und unser Leben bestimmen.

Wir entscheiden, wer Teil unseres Lebens sein darf und wer nicht. Du bist wertvoll und solltest dich nur mit wertvollen Menschen umgeben!

Das ist also auch ein Selbstwert-Thema.

Eine Person mit hohem Selbstwert hätte sich beispielsweise an dem Abend im Club kaputt gelacht, dass er mit Rebound 2.0 dort auftaucht und nicht den Arsch in der Hose hat, zu grüßen. Dieser ging ihm mächtig auf Grundeis... 😉

Ich war geschockt und sehr traurig und das hat mir aufgezeigt, dass ich noch lange nicht die Frau bin, die ich sein will!

Mit bombenfestem IG, die sich respektlose Aktionen nicht bieten lässt!

 

Da gilt es, noch weiter an sich zu arbeiten. Schmerz lehrt und immer noch die besten Lektionen! Du wirst davon profitieren

und noch genauer screenen beim nächsten Mal. Führt zu einer besseren HB, zu einer entspannten LTR und zu einem schönen Leben.

Indeed, indeed. Opferrolle ist ein Thema bei mir.

Eventuell trägt zu meiner Unzufriedenheit bei, weil ich mein Screening immer für recht gut hielt. Hat mich jetzt nie zu ner festen LTR geführt, aber zumindest hat es mich auch nicht in toxischen Beziehungen gehalten. Ein Problem könnte auch durchaus sein, dass ich mich aktuell zu sehr aufs Online Dating verlass. Ganz viele krasse Erfahrungen, aber halt doch ein gewisses Klientel, das langfristig keinen Spaß macht. ^^

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vor 8 Stunden, Female_M schrieb:

Ich habe gerade dasselbe Problem. Bin von vorne bis hinten vera** worden.

Von wegen "Ich bin noch nicht bereit", "muss meine Ex verarbeiten". Letzten Monat schrieb er mir noch,

wie sehr die Trennung von seiner langjährigen LTR ihm noch zusetzen würde und dass er gerade mitten in der Aufarbeitung steckt.

Letztes Wochenende kommt er mit einer neuen Perle in meinen Stammclub. Guckt mich mit dem Arsch nicht an,

nicht mal ein Gruß ist drin. Für die Person, die monatelang für ihn da war. Ihn aufgebaut und ihm zugehört war (jaja, ich weiß, war dumm). Arschtritt.

Das war wirklich die Demütigung meines Lebens, ein mega Schock für mich und ich muss täglich dran denken.

 

Im Endeffekt bin ich sauer auf mich selbst. Ich habe die Person ganz falsch eingeschätzt, projeziert,

mich selbst betrogen. Wollte Dinge nicht sehen... mein Bauchgefühl hatte die ganze Zeit Recht.

Zunett ebenfalls, es hat mich wieder sehr getriggert. Nicht gut genug zu sein, irgendwas "falsch" zu machen,

andere sind schöner und toller als ich... Verlustangst. Eine alte Kindheitsverletzung, die immer wieder aufploppt.

Ich rede derzeit viel mit Freunden darüber aber im Endeffekt hilft da glaube ich nur Verarbeitung.

Und Reframing, dass es doch gut ist, dass es jetzt herauskommt, dass er ein feiger Lügner ist, als in einer LTR.

Verdrängen möchte ich es nicht, das ploppt dann immer wieder hoch.

Ich habe einige Dates, die ausstehen, aber so richtig Lust habe ich gerade nicht.

Ich lenke mich derzeit mit Sport, Arbeit und Hobbies ab.

Und hoffe, dass es bald besser wird.

Ich wünsche dir alles Gute!


Naja hier machst du aber selbst vieles Falsch, halt das was unendlich viele Typen ebenfalls falsch machen und auch auf dich nicht attraktiv wirken würden.

Sie finden jemanden toll und tun alles um Ihm zu gefallen, trauen sich nicht auf sexueller Ebene zu eskalieren und investieren unnormal viel um im Gegenzug zu erwarten, dass die Person sie bald sehr mögen und attraktiv finden wird.

Du hast die Person auf einen Podest gestellt und dir ein Bild von Ihm gemacht wie du es haben wolltest und nun bist du sauer, dass er nicht deinen Vorstellungen entspricht.
Ich nehme an du hast ohne ,dass er dich darum gebeten hat um Ihn gekümmert und dies nicht ohne Hintergedanken somit doch etwas weiter weg von selbstlos, sprich man provoziert sowas schon gröber selbst.

Im Endeffekt sind solche Sprüche entweder Tatsache und dann ist da momentan auch nicht viel zu holen oder er meint damit, dass er einfach nicht auf dich steht, sowas aber nicht so direkt sagen will.
Sprich du rennst lachend in die Kreissäge und beschwerst dich danach.

Versteh mich nicht falsch viele Personen haben schon solch ungesunde Dinge gemacht inkl. mir selbst, aber man ist im Endeffekt selber Schuld, da solche Aktionen höchst selten funktionieren.
Es ist viel gesünder in einem Mass zu investieren wie man das für angebracht hält ohne eine Gegenleistung zu erwarten.
Man merkt dann relativ schnell, ob diese Person das schätzt und auch gerne mal was zurück gibt oder nicht. Falls nein kann man seinen Invest in Zukunft anpassen.

Hab da auch vereinzelte Kollegen die zwar das Herz am rechten Fleck haben / Unterhaltsam sind / oder anderes... trotzdem hat man gemerkt, dass man sich nicht auf Sie verlassen kann oder wenig Invest zurück kommt und auf Grund von dem kann Ich mir dann auch überlegen, ob ich da noch Bock drauf habe oder ob ich halt den Invest auf ein Minimum beschränke. 

Ich habe es also selber in der Hand wie stark ich investieren will.
Ich gebe gerne was und generiere gerne einen Mehrwert aber halt nur so viel ich will ohne davon auszugehen das ich xy zurückerhalte. Für mich und viele andere ist sowas selbstverständlich aber bei weitem nicht für alle.
Somit würde mich an deiner Stelle fragen wieso ich soviel investierst, obwohl nix zurück kommt.




@ TE

Du hast halt in einer angehenden Beziehung Schluss gemacht, dass wird Sie stark gekränkt haben oder zumind. Ihr Ego und im Affekt gab es wohl die respektlosen Aussagen.
Sowas kommt gerade bei emotionalen Personen häufig vor, da Sie mit der Ablehnung nicht umgehen können. Klar ist sowas nicht ok, aber wieso gibst du solch einer Reaktion eine solche Macht ?

Sie war sauer hat das möglicherweise im Affekt gesagt oder aber musste die Situation so zurecht rationalisieren, damit du der böse bist und Sie die Gute , damit Sie nicht Ihr eigenes Verhalten hinterfragen muss. Sowas ist oft auch Selbstschutz.

Du machst aktuell nämlich ähnliches (Den Stress, den ich mir damit mach, verdient sie nicht.), sprich du machst sie schlecht aufgrund Ihrer respektlosen Aussagen und Sie dich weil du sie verlassen hast.

Wieso also nicht die schöne Zeit die Ihr hattet in guter Erinnerung behalten ?
Das kannst du auch alleine, da brauchst du nicht Ihre Erlaubnis, also wieso das Ganze von Ihr madig machen lassen ?

Ich weiss in solchen Phasen ist es äusser schwierig Sachlich zu bleiben, aber versuche es doch trotzdem im Endeffekt wollte wohl keiner etwas böses.
Du konntest mit den Angewohnheiten von Ihr nicht Leben somit hast du Sie verlassen.
Sie hat respektlos reagiert weil einem die Ablehnung eines Menschen den man schätzt sehr schmerzt.
Was dich nun wütend macht, weil es eurer schönen Zeit nicht gerecht wird. Da denkt Sie wohl gar nicht so verschieden versteht deswegen wohl den Schlussstrich nicht.

Im Endeffekt war es wohl für euch beide keine wirkliche Affäre sondern bereits mehr, sonst wären da weniger Emotionen und auch keine Monogamie im Spiel.

Also Frag dich doch mal wieso du überhaupt genau wütend bist ?
Im Endeffekt hast du eure Beziehung beendet, dass Sie danach nicht so gut auf dich zu sprechen ist doch die logische Konsequenz, da wird auch das Ego einer Selbstbewusstenperson getriggert man stelle sich vor was da passiert, wenn da kaum Selbstbewusstsein vorhanden ist.

Hoffe du kannst damit was anfangen 😉

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vor 18 Stunden, Katzenjunge schrieb:

Warum ich überhaupt so schnell diese Wut wegbekommen will ist, weil sie nach dem von mir gesetztem Ende respektlos gegenüber mir war und damit die schöne Zeit zwischen uns auch in den Dreck gezogen hat (das letzte mal hab ich sowas mit 14 erlebt). Sie hat mich praktisch einem Rückblick auf die schöne Zeit, die wir hatten, beraubt. Ich will ihr deswegen einfach so wenig Raum wie möglich in meinem Kopf geben. Ich fühle mich um drei Monate beraubt, obwohl ich mich durch sie sehr gut weiterentwickeln konnte. Es ist kindisch von mir.

[...]

Wieso ich wütend und nicht bspw. traurig bin ... Sie hat's mir durch ihr Verhalten echt leicht gemacht, nicht traurig zu sein.

Sei froh und dankbar, dass du wütend bist. Die Frau hat dich respektlos behandelt - da ist Wut erstmal die ganz gesunde Konsequenz. Das zeigt dir, dass du noch Standards hast und nicht alles mit dir machen lässt. Viel schlimmer dran sind die Leute , die nach so einer Trennung heulend in der Ecke liegen, dem anderen trotz allem noch in den Hintern kriechen und noch fünf Mal von ihm nachtreten lassen. Die vergessen sich und ihre Standards total, müssen sich erst wieder komplett aufbauen und aufpeppeln. Trauer zieht runter, das sieht man ja allein an der Körperhaltung. Wut hingegen ist eine starke Emotion und richtet auf. Versuche, die Energie, die sie dir gibt, in produktive Dinge umzuwandeln, in die Arbeit, den Sport... Schultern hoch, Blick nach vorn. Irgendwann wird die Wut abflauen, keine Sorge. Was bleibt, ist Gleichgültigkeit.

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Am 12.8.2019 um 15:25 , Katzenjunge schrieb:

Any ideas wie sich der beleidigte kleine Katzenjunge den Hitzkopf kühlen kann? Danke!

Mit allem positivem weitermachen.  Dinge, die von der Wut profitieren tun. Also Zeug, das Du eh tust. Sport, Hobbies, Kreatives Zeug.

Nebenbei Mal Hingucken, welchen Wunden Punkt das bei Dir getroffen hat. Und Mal hinschauen, wie Du mit der Wunden Stelle künftig umgehst.

Kleiner Spoiler: Wenn's verheilt ist, wirste auch die Zeit jetzt positiver in der Erinnerung haben.

Wenns in 3 Monaten nicht merklich besser ist: Psychologe. Weil von auszugehen ist, dass da ne Baustelle ist, die Du allein nicht gehänselt kriegst.

 

 

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vor 1 Stunde, Nemesis88 schrieb:

Im Endeffekt sind solche Sprüche entweder Tatsache und dann ist da momentan auch nicht viel zu holen oder er meint damit, dass er einfach nicht auf dich steht, sowas aber nicht so direkt sagen will.
Sprich du rennst lachend in die Kreissäge und beschwerst dich danach.
 

 

Absolut. Genau zu der Erkenntnis bin ich auch gekommen... denke ich war eher der Kummerkasten für ihn, drei Dates ohne Kuss sprechen für sich.

Er wollte einfach nur reden, ins Kino, essen gehen- die Dinge, die er früher mit seiner Freundin gemacht hat... Beziehung spielen.

Aber als es Ernst wurde kam die Angst zurück. Und by the way bin ich ihm charakterlich/vom Lifestyle her auch zu krass, er brauche eine

häuslichere Frau, wie ich einigen Äußerungen entnehmen konnte ("Du bist ja ständig unterwegs, kennst Hinz und Kunz.")

Wie meinte ein PU-Bro zu mir? "Du hattest die Rolle des Mannes, hast geführt, warst die starke Schulter. Er war die Frau. Kann nicht gut gehen."

Das kostet natürlich massig attraction.

 

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vor 18 Stunden, Katzenjunge schrieb:

Danke für dein Feedback, Patrick.

Mir ist noch aufgefallen, dass diese Wut auch einsetzt, wenn ich meinem (unserem) Hobby nachgehe. Da reicht es, das Stromkabel in die Hand zu nehmen und ich spreche leise ein "Oh Gott, f*ck dich doch" in ihre Richtung aus. Dass ich da so deutlich (und in laut ausgesprochenen Worten) aggressiv reagiere, beunruhigt mich irgendwie. Ich bin total dramatisch und sensibel - die Baustellen sind mir bekannt. ^^

Warum ich überhaupt so schnell diese Wut wegbekommen will ist, weil sie nach dem von mir gesetztem Ende respektlos gegenüber mir war und damit die schöne Zeit zwischen uns auch in den Dreck gezogen hat (das letzte mal hab ich sowas mit 14 erlebt). Sie hat mich praktisch einem Rückblick auf die schöne Zeit, die wir hatten, beraubt. Ich will ihr deswegen einfach so wenig Raum wie möglich in meinem Kopf geben. Ich fühle mich um drei Monate beraubt, obwohl ich mich durch sie sehr gut weiterentwickeln konnte. Es ist kindisch von mir.

Ich werde mal versuchen, diese Wut nicht zu bewerten. Nur wie ich mich beim/nach Aufkommen der Wut mental anderen Dingen widmen soll, ohne gleichzeitig die Wut zu unterdrücken (so verstehe ich dich), weiß ich nicht. Ich verstehe ein Ablenken als Unterdrückung. Oder beuge ich der Unterdrückung vor indem ich erstmal "cool ohne Negativität abhake"? Probier ich aus.

Vielleicht sollte ich mich einfach mal zusammenreißen und dieses Gefühl annehmen. Ich nehme meine Gitarre in die Hand, werde wieder sauer und spiele aber trotzdem.

Wieso ich wütend und nicht bspw. traurig bin ... Sie hat's mir durch ihr Verhalten echt leicht gemacht, nicht traurig zu sein. Ich habe fast alle meine Beziehungen/Affären selbst beenden müssen und hab danach bei fast allen Rotz und Wasser geheult. Und wütend war ich auch, womit das wohl tatsächlich ein Teil der Trauerphase bei mir sein kann (neben nix Essen, ein paar Tage nicht funktionieren etc.). Musste mich aber nie lang damit beschäftigen, weil ich mir nahtlos eine Neue angelacht hatte oder ich mir irgendeine parallel warm hielt. Selbst jetzt bin ich ja wieder in den Armen einer Freundin. Aber die Wut ist halt da, nur ohne die Trauer, die ich bei den anderen hatte.

Weil du, Patrick, es zum Schluss noch erwähnst: Wie muss ich da Denken, um das umzuframen?

Guter Erinnerungen berauben kann dich niemand. Denn ob du etwas gut oder schlecht bewertest rückblickend, liegt bei dir. Ist natürlich leichter gesagt als getan - is klar. Aber auch wenn etwas böse endet, kann die Zeit davor gut gewesen sein. Kommt natürlich drauf an, was genau passiert ist. 

Und auf der anderen Seite ist es auch vollkommen ok, dass du über das bittere Ende wütend bist. Versuch das als normalen Teil des Lebens anzunehmen. Da gehört auch Wut dazu. Genauso wie Trauer. Und keines der Gefühle ist eine bessere oder schlechtere Reaktion. Und da beginnt bereits ein Teil des Reframings: diese Elemente des Lebens zu spüren kann auch etwas Schönes und Lebendiges sein. 

Bei mir ist es im Moment bspw. eher Traurigkeit wegen einer Frau. Und die kommt immer mal wieder hoch. Ist ok. Und gehört zum Leben. So eine Sichtweise schafft eine gewisse (gesunde) Distanz zu den Emotionen. Und dadurch wird es einfacher mit ihnen zu leben. Ich lächle dann darüber und freue mich trotz der ganzen Fickerei noch nicht ganz abgestumpft zu sein. Und dann ist auch wieder gut. 

Und mit dem Reframing meinte ich vor Allem eines: du kannst dabei viel über dich lernen. Also bspw. warum du immer gleich wieder eine neue am Start hast? Oder ob du dieses mal vielleicht einfach auf der Seiten stehst und dich selber schon mal so verhalten hast, wie es das Mädel jetzt tut? Usw. Ist also auch eine Gelegenheit für dich.

Und damit meine ich nicht, dass du am Ende für diese Erfahrung dankbar sein musst. Gibt auch einfach Erfahrungen, auf die man verzichten könnte. Aber etwas daraus mitnehmen kann man immer. 

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Am 12.8.2019 um 15:25 , Katzenjunge schrieb:

Und trotzdem geht mir die Dame, von der ich mich "getrennt" habe, noch auf den Sack. Trotz randvollem Tag sind es die vielen kurzen stillen Momente, wo ich an sie denken muss und ich mich darüber aufrege, wie arschig sie am Ende zu mir war und wie sehr sie mich gekränkt hat (kleiner armer Katzenboy, ich weiß).

Kenn ich buddy. 

Wenn ich wieder Wut oder diese Momente habe dann lass ich es einfach zu. Mache mir Seed an und geh ab.

Ich persönlich kompensiere das im Kampfsport. Kleb dir nen Bild von deiner Ex aufn Boxdummy und holzt du mal 20- 30 min voll drauf an. Ist sehr befreiend. Alternativ einfach vorstellen das die Pratze gerade das Gesicht deiner Ex ist 😁

 

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Ihr hattet eine gute Zeit. Du hast Dich dank ihr weiterentwickelt. Und Du hast Schluss gemacht. (Warum eigentlich?)

Ich bin dankbar für die Zeit mit meiner Ex, für alles, was wir gemeinsam erlebt haben, für ihren Beitrag zu meiner Entwicklung. 

Das Ende war nicht schön und sehr schmerzhaft, aber warum soll ich durch Wut einen dunklen Schleier über die schöne gemeinsame Zeit legen? Ich habe mir das nach meiner Trennung verwehrt. 

Dadurch kann ich die gemeinsame Zeit und auch sie selbst nach wie vor wertschätzen.

Du schreibst:

"Das Ding ist, wir hatten ein gemeinsames Hobby und damit auch Thema, das ich noch nie zuvor mit einer Frau geteilt habe und das ich zukünftig nicht mehr missen will, weil es einfach brutal inspirierend war und mich auch in meinem Können nach vorne gebracht hat."

Und:

"Das habe ich auch ein Stück weit genossen, weil sie sehr offen über Interna war. Ich hatte auch plötzlich Möglichkeiten gesehen, mich mit meinen Talenten gewinnbringend für sie und mich irgendwo einbringen zu können."

Das würde mich mit tiefer Dankbarkeit erfüllen.

Ihr seid ein (mit drei Monaten wirklich sehr kurzes Stück) Eures Lebensweges gemeinsam gegangen, auf dem Du Dich exponentiell entwickelt hast. Das ist doch großartig.

Wie kann Sie Dich durch ihr Verhalten Deiner Freude darüber nachträglich berauben?

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Weitere Tips:

1. Meditation: z.B. das hier https://www.youtube.com/watch?v=EWS2dNheZ4w

2. Schreiben. Wirklich. Schreib es auf. Mir half in der Vergangenheit auch ein Bierchen dabei.

3. Zeit. Du musst jetzt erstmal damit leben. Das kann dauern. Das wird dauern. Allerdings ist es eine Chance, deine Zeit für andere Sachen zu verwenden und dich selber zu kümmern.

Gruß & viel Stärke!

 

 

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Am 13.8.2019 um 16:15 , Katzenjunge schrieb:

Mich hat u.a. auch verletzt, dass sie mir verhältnismäßig wenig Aufmerksamkeit schenken musste und damit auch noch durchkam. Ich war ziemlich betriebsblind.

Das erinnert mich an eine Ex-Affäre. Ich war ebenso unfassbar sauer und wütend danach. Wieso? Weil ich mich selbst "verachtet" habe, dass es so einfach war für ihn und ich wie ein bescheuerter Köter hinterhergelaufen bin. Die Wut galt eigentlich mir selbst. Ich wollte die Wut aber nicht annehmen und hab sie auf ihn draufgelegt und mir gedacht "Lieber hass' ich dich als mich." Das ist dann so eine Sache von übertriebenem Stolz. Und davon hatte ich eine Menge.

Irgendwann war ich so wütend, dass ich in die Bahn steigen wollte um zu ihm zu fahren und "Fick dich, du Sackarschkrampfpissfotzendreck!" ins Gesicht zu brüllen und wieder abzudampfen. Da dacht ich mir "Wat machst du da?" und dann kam irgendwie eine Traurigkeit über mich. Traurig, dass ich so blöde war und mich auch noch selbst für den wenigsten Invest verschachert hab. Erbärmlich, selbstdemütigend. Die Wut war mehr Mittel zum Zweck um diese Gefühle nicht an mich heranzulassen. Ich hab daraufhin losgeheult bis ich Kopfschmerzen hatte. Danach ging's mir aber irgendwie besser.

Ich hab halt verstehen müssen, dass ich mir auch was vorgelogen hab. So z.B. dass ich mehr die Idee von ihm mochte, als die Realität von ihm. Die Realität hatte mich nämlich durchweg immer angekotzt. Ich hab mir dann lieber ein Fantasiebild ausgemalt und sein Verhalten zurechtrationalisiert, so dass es dem entsprach. Bis ich dann natürlich irgendwann auf den Boden der Tatsachen kam. Meine eigene Dummheit mich selbst so verarscht zu haben hat mich unfassbar wütend gemacht, was eigentlich nur Traurigkeit war. Ich war erbärmlich.

Naja. Als ich die Wut dann akzeptiert hatte, die Traurigkeit kam, die auch einige Zeit anhielt, hab ich dann aber auch irgendwann verstanden, dass es das absolut beste war das passieren konnte. Ich bin ihm heute wirklich dankbar für die Lektion. Ich hätte sie gerne nicht so gemacht, aber es hat mich danach vor so einigen neuen Dummheiten bewahrt da ich jetzt weiß "Warte, Idee oder Realität?" und da mit anderen Augen drauf schauen kann. Ich ziehe Grenzen, die ich davor nicht hatte.

Da muss man aber halt durch. Es ist scheiße und nichts macht es weniger beschissen. Ein gebrochenes Bein muss trotzdem heilen, auch wenn es wehtut. Klar fragt man sich ob es die 4 Monate Heilungszeit für die 3 Sekunden Unachtsamkeit wert ist. Du hast einmal kurz nicht aufgepasst, zack, Bein gebrochen und du denkst "Alter, nicht im Ernst..."

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Hallo,

wenn mich etwas belastet oder wütend macht, unterscheide ich zwei Arten des Herangehens:

- akutes Herangehen: setzt bei der Wut in dem Moment an. Mit hilft es dann vor allem, mich zu bewegen und an meine Grenzen zu bringen. Zum Beispiel aufs Laufband und sprinten, oder auf den Stairmaster und 100 Stockwerke hochlaufen, ganz viele Liegestützen oder Kniebeugen zu machen. Das alles aber unter dem Aspekt, die Wut herauszulaufen, mich auszupowern. Das heißt, dass ich in dem Fall keine ablenkende Musik höre, sondern mich während des Auspowerns ganz auf meine Wut konzentriere. Mit jedem Schritt habe ich dann oft das Gefühl, befreiter zu werden und einen klareren Kopf zu bekommen. 

Außerdem hilft es mir, eine Neubewertung der Situation vorzunehmen, mit der ich dann auf eine emotionale Reaktion meines Kopfes reagieren kann. Wenn du zum Beispiel weißt, dass dich das Vorbereiten des Stromkabels emotional triggert, könntest du dir vornehmen beim nächsten Mal, statt dich der Wut hinzugeben, schon eine Antwort parat zu haben, zum Beispiel: "Ja, es war ein schlechtes Ende. Ich möchte mich trotzdem auf die Dankbarkeit dafür konzentrieren, was ich aus der Beziehung mitgenommen habe. Und jetzt widme ich mich meinem Hobby und freue mich, dafür Zeit zu haben". Das mag jetzt banal klingen und funktioniert vielleicht auch nicht beim ersten Mal, vielleicht jedoch emotionsdämpfend beim zweiten oder dritten Mal. 

- langfristiges Herangehen: setzt bei der Ursache an und erfordert eine mentale Anstrengung, und das geht nicht von heute auf morgen. In PU-Slang auch unter dem Namen Inner Game und Persönlichkeitsentwicklung bekannt :-) . Dabei geht es einerseits um grundlegende Fragen um mich selbst (Was macht mich aus? Was sind meine Werte?) und andererseits um das Verhalten in Beziehungen (vor allem um Nähe und Distanz, dem damit einhergehenden Harmoniestreben und so weiter).

Fragen, die du dir hierbei stellen könntest:

- Möchtest du so sensibel sein, wie du dich beschreibst? Was für Vorteile bringt dir dieses Verhalten? Was für Nachteile? Wie könntest du solch hohen emotionalen Reaktionen vorbeugen?

- Wie kam es dazu, dass du so viele Beziehungen/ Affairen emotional beendet hast? Wie könnte das in Zukunft vermieden werden? 

-...

Ich fand hierzu das Buch "jeder ist beziehungsfähig" sehr cool. Wurde irgendwo hier im Forum mal empfohlen und ich hab es langsam gelesen und viel daraus mitgenommen. Auch das Buch "Gefühle sind keine Krankheit" fand ich zu dem Thema sehr bildend.

Liebe Grüße! :-) 

bearbeitet von Ištar

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Hi Leute,

herzlichsten Dank an alle, die hier schreiben. So viel Weisheit und bedenkenswertes, wundervoll. :-)

Ich war drei Tage mit meiner Band weg, 200 km räumlichen Abstand herstellen und (mehr oder weniger) konzentriert an Songs arbeiten.

Werde euch noch antworten, bin nur gerade so gut von dem Thema weg, dass ich mich wieder zuhause kurz nicht damit beschäftigen will.

bearbeitet von Katzenjunge

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