Freiberuflicher Berater - Gewerbe anmelden? Finanzamt?

11 Beiträge in diesem Thema

Empfohlene Beiträge

Angenommen ich möchte eine Tätigkeit als freiberuflicher Unternehmensberater nachgehen. Wie sieht das ganze in der Praxis aus?

Als Berater in einem wirtschaftlichen Bereich zähle ich als Freiberufler, d.h. ich muss also kein Gewerbe anmelden.

Aber ich muss mich dennoch beim Finanzamt melden und ihnen mitteilen, dass ich nun als freiberulflicher U-Berater starten will?

Ich habe vor, das ganze neben meinem Studium zu betreiben um noch ein wenig mehr Geld zu verdienen nebenbei. Ich werde ziemlich sicher keine 10k im Jahr überschreiten.

Wer kann mir helfen? Wie ist das mit der Gewerbeanmeldung, der Meldung für Steuern etc

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Gast

Nur, weil ich dir mal zeigen will, wie schnell man was dazu findet.

google 25 Sekunden, mit lesen

https://www.fuer-gruender.de/wissen/existenzgruendung-planen/branchentipps/freiberufler/steuern/

 

Wenn du irgendwie selbstständig werden willst, musst du SELBSTSTÄNDIG arbeiten. Sowas rauszufinden, gehört dazu.

Du lebst in einer Generation, wo du sowas von einfach im Internet was finden kannst(natürlich ist nicht alles richtig, was da steht und hinterfragen ist immer gut). Den Luxus gab es vor 20 Jahren noch nicht. Und trotzdem gab es da schon erfolgreiche, selbstständige. Die müssten viel mehr für ihr Wissen tun. 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Pinguin, danke das ist mir schon bewusst. Ich habe auch gegoogled, ich bin mir einfach nicht sicher ob ich das richtig verstanden habe. Ich sollte vielleicht meine Frage konkretisieren und das tu ich jetzt:

Muss ich mich beim Finanzamt melden, wenn ich eine freiberufliche Tätigkeit ausüben will, bei der mein Umsatz bei vllt 8.000€ maximal im Jahr betragen wird?

Soviel ich weiß muss ich kein Gewerbe anmelden. Heißt das aber, dass ich einfach loslegen kann oder muss ich das Finanzamt BEVOR ich anfange schon über meine Tätigkeit in Kenntnis setzen, auch wenn kein Gewerbe notwendig ist? Sollte ich mich erst melden, wenn ich merke, dass das ganze funktioniert und ich eine gewisse Umsatzgrenze erreiche?

Ich weiß nämlcih nicht mal, ob ich Erfolg haben werde, leicht wird es definitiv nicht ;-) 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
vor 8 Stunden, TonyD schrieb:

Ich weiß nämlcih nicht mal, ob ich Erfolg haben werde, leicht wird es definitiv nicht ;-)

Verstehe auch nicht genau wie du als Student dazu kommst, als Unternehmensberater fungieren zu wollen. Und dann einfachste Fragen nicht googlen können.

Mach lieber Rezeption im Studio auf 10€ Basis. Kannst wenigstens nebenbei lernen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Gast

Es gibt an der Uni studentische Unternehmensberatungen. Also Vereine, die von Studenten geführt werden und bei denen du an solche Aufgaben rangeführt wirst und nicht bei 0 anfangen musst. Als Consultant wirst du oft an deinem Ruf gemessen und solche Vereine gelten meistens als gute Basis, um an Aufträge zu kommen für die ersten Schritte. Vielleicht erstmal in die Richtung gehen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
vor 12 Stunden, TonyD schrieb:

Muss ich mich beim Finanzamt melden, wenn ich eine freiberufliche Tätigkeit ausüben will, bei der mein Umsatz bei vllt 8.000€ maximal im Jahr betragen wird?

das finanzamt hat eine telefonnummer wo man anrufen und sich informieren kann. notfalls geht man halt persönlich dorthin. 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Am 11.9.2019 um 01:11 , TonyD schrieb:

Muss ich mich beim Finanzamt melden, wenn ich eine freiberufliche Tätigkeit ausüben will, bei der mein Umsatz bei vllt 8.000€ maximal im Jahr betragen wird? Ja

Soviel ich weiß muss ich kein Gewerbe anmelden. Nein, musst Du nicht, wenn Du freiberuflich tätig bist, d.h. kein Gewerbe ausübst. Das Stichwort hier heißt: "Katalogberuf".

Heißt das aber, dass ich einfach loslegen kann oder muss ich das Finanzamt BEVOR ich anfange schon über meine Tätigkeit in Kenntnis setzen, auch wenn kein Gewerbe notwendig ist? Ja 

Sollte ich mich erst melden, wenn ich merke, dass das ganze funktioniert und ich eine gewisse Umsatzgrenze erreiche? Nein, direkt zu Beginn, wie es ein ordentlicher Steuerpflichtiger auch tut.

Du solltest Dich mal ein wenig mit der Thematik auseinandersetzen und schauen, was und in welcher (Rechts-)Form Du das tun willst. Du brauchst eventuell eine Berufshaftpflichtversicherung. Außerdem bist Du mit Deinen Einkünften (und seien sie noch so gering) grundsätzlich mal sozialversicherungspflichtig (Krankenversicherung, Pflegeversicherung), eventuell Scheinselbständig (nur 1 Arbeitgeber, d.h. Rentenversicherung, Arbeitslosenversicherung). Das kann recht schnell teuer werden und kommt oft im Nachhinein, wenn Du schon lange nicht mehr daran denkst.

Dazu kommt die steuerliche Thematik, die ich jetzt mal bewusst außen vor lasse, denn das liebe Finanzamt wird das genauestens in einem Fragebogen erheben. Außerdem nimmst Du Dir jedwede Chance auf einen Gründerzuschuss von der Arbeitsagentur. Einem Katalogberuf kannst Du nicht angehören, weil Dir der Abschluss fehlt.
Und somit bleibt Dir nur noch eines übrig:

Sicheres Auftreten, trotz völliger Ahnungslosigkeit.

Was zwar manch einer in Perfektion beherrscht, aber meistens fällt es dann doch relativ schnell auf.

Ich sage nicht, dass es nicht geht, aber leicht wird es auch nicht werden, darüber solltest Du Dir mal im Klaren sein. Vielleicht ist ein studentischer Aushilfsjob eine geeignetere Variante, um sicher Geld zu verdienen. Das kannst Du später nicht mehr wirklich in Deinen Lebenslauf integrieren, deshalb mein Rat: nimm' den Spaß und das Geld jetzt mit und benutze es, um Dich später selbständig zu machen. 

 

 

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Gast
Am 11.9.2019 um 10:46 , Gast schrieb:

Es gibt an der Uni studentische Unternehmensberatungen. Also Vereine, die von Studenten geführt werden und bei denen du an solche Aufgaben rangeführt wirst und nicht bei 0 anfangen musst. Als Consultant wirst du oft an deinem Ruf gemessen und solche Vereine gelten meistens als gute Basis, um an Aufträge zu kommen für die ersten Schritte. Vielleicht erstmal in die Richtung gehen.

Ja und in solchen Vereinen wird dir das Schritt für Schritt erklärt. Wir haben dafür in der Regel immer eine GbR gegründet. Die Projekte führt man ja in solchen Verein nicht alleine durch, sondern mindestens zu zweit - je nach Projektgrösse. 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Am 11.9.2019 um 01:11 , TonyD schrieb:

Pinguin, danke das ist mir schon bewusst. Ich habe auch gegoogled, ich bin mir einfach nicht sicher ob ich das richtig verstanden habe. Ich sollte vielleicht meine Frage konkretisieren und das tu ich jetzt:

Muss ich mich beim Finanzamt melden, wenn ich eine freiberufliche Tätigkeit ausüben will, bei der mein Umsatz bei vllt 8.000€ maximal im Jahr betragen wird?

Soviel ich weiß muss ich kein Gewerbe anmelden. Heißt das aber, dass ich einfach loslegen kann oder muss ich das Finanzamt BEVOR ich anfange schon über meine Tätigkeit in Kenntnis setzen, auch wenn kein Gewerbe notwendig ist? Sollte ich mich erst melden, wenn ich merke, dass das ganze funktioniert und ich eine gewisse Umsatzgrenze erreiche?

Ich weiß nämlcih nicht mal, ob ich Erfolg haben werde, leicht wird es definitiv nicht ;-)

1. Als Freiberufler musst du kein Gewerbe anmelden beim Gewerbeamt

2. Sobald du regelmäßig Geld verdienst, solltest du baldigst beim Finanzamt vorstellig werden. Du musst ja schließlich auch Rechnungen für deine Kunden schreiben und da gehört auch deine USt.-ID drauf

3. Jedes Einkommen, dass du mit Gewinnabsicht erzielst ist steuerpflichtig, das hat erst einmal nichts mit deinem Steuerfreibetrag zu tun. Also ja du musst dich u.a. beim Finanzamt anmelden und jährlich eine Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR) zu deiner Einkommensteuerabrechnung abgeben

 

Am 25.9.2019 um 19:21 , charons schrieb:

Du solltest Dich mal ein wenig mit der Thematik auseinandersetzen und schauen, was und in welcher (Rechts-)Form Du das tun willst. Du brauchst eventuell eine Berufshaftpflichtversicherung. Außerdem bist Du mit Deinen Einkünften (und seien sie noch so gering) grundsätzlich mal sozialversicherungspflichtig (Krankenversicherung, Pflegeversicherung), eventuell Scheinselbständig (nur 1 Arbeitgeber, d.h. Rentenversicherung, Arbeitslosenversicherung). Das kann recht schnell teuer werden und kommt oft im Nachhinein, wenn Du schon lange nicht mehr daran denkst.

Dazu kommt die steuerliche Thematik, die ich jetzt mal bewusst außen vor lasse, denn das liebe Finanzamt wird das genauestens in einem Fragebogen erheben. Außerdem nimmst Du Dir jedwede Chance auf einen Gründerzuschuss von der Arbeitsagentur. Einem Katalogberuf kannst Du nicht angehören, weil Dir der Abschluss fehlt.
Und somit bleibt Dir nur noch eines übrig:

Sicheres Auftreten, trotz völliger Ahnungslosigkeit.

Was zwar manch einer in Perfektion beherrscht, aber meistens fällt es dann doch relativ schnell auf.

Ich sage nicht, dass es nicht geht, aber leicht wird es auch nicht werden, darüber solltest Du Dir mal im Klaren sein. Vielleicht ist ein studentischer Aushilfsjob eine geeignetere Variante, um sicher Geld zu verdienen. Das kannst Du später nicht mehr wirklich in Deinen Lebenslauf integrieren, deshalb mein Rat: nimm' den Spaß und das Geld jetzt mit und benutze es, um Dich später selbständig zu machen. 

 

 

 

1. Vermögensschadenhaftplicht!

2. " Bist Du familienversichert, darfst Du in einer gesetzlichen Krankenversicherung nicht mehr als 415 Euro pro Monat verdienen. ... Beziehst Du BAföG, darfst du als Student bei Ausübung einer Tätigkeit als Freiberufler im Durchschnitt 290 Euro pro Monat verdienen, ohne mit Rückzahlungen rechnen zu müssen" Quelle: https://www.studentensteuererklaerung.de/ratgeber-steuern/freelancer-in-4-schritten-zum-besten-nebenjob-der-welt

P.S.: du solltest dir ernsthaft überlegen ob du das angehen willst, wenn du es nicht selber schaffst dir solche Infos zu besorgen. Unternehmensberater sollten ja sowieso immer up-to-date sein und sich in vielen Bereichen auskennen. Ansonsten würde ich erst einmal das angehen und dir raten so ein Mindset anzutrainieren.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Erstelle ein Mitgliedskonto, oder melde Dich an, um zu kommentieren

Du musst ein Mitgliedskonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Mitgliedskonto erstellen

Registriere Dich ganz einfach in unserer Community.

Mitgliedskonto registrieren

Anmelden

Du hast bereits ein Mitgliedskonto? Melde Dich hier an.

Jetzt anmelden

  • Wer ist Online   0 Mitglieder

    Aktuell keine registrierten Mitglieder auf dieser Seite.