LTR Stress, Alltag, Probleme - Hilfe

9 Beiträge in diesem Thema

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3. LTR
4. 2 Jahre
5. 6 Monate
6. Anfänglich: 9/10 - häufig mehrmals täglich
nach einem Jahr: 6/10 - mehrmals wöchentlich - (4-5 mal)
aktuell: 4/10 - wenige Male im Monat

7. Gemeinsam Wohnung? Ja
8. Probleme, um die es sich handelt

Hier muss ich etwas ausholen. Ich bin schon lange stiller Mitleser und habe mir viele Beiträge angeschaut und probiert umzusetzen. Beta Blocker etc. haben nicht funktioniert, auch wenn die Symptome zu passen schienen. Die Qualität und Bereitschaft der Community und Beiträge lässt mich aber auf Hilfe hoffen  

Ich habe meine Freundin online kennengelernt, während wir beide noch in einer Beziehung waren. Wir waren 6 Monate sehr gut befreundet und haben uns regelmäßig getroffen, bis daraus mehr wurde.

Anfänglich war unsere Freundschaft und Beziehung super. Musik hat uns verbunden. Wir haben viel unternommen und so weiter. Auch sonst hat alles gestimmt. Körperlich. Sexuell. Psychologisch. 

 Doch dann ist es irgendwann abgedriftet. Nach etwa 9 Monaten LTR sind wir zusammen gezogen. Vorher meinte sie schon, dass das sicher nicht gut geht, weil sie sich verändert. Das wollte ich nicht wahr haben. Aber leider hatte sie recht.

 Sie ist sehr introvertiert und braucht viel Zeit für sich. Das ist auch kein Problem für mich. Mit der Zeit hat Sie aber immer häufiger Stimmungsschwankungen bekommen. Schlechte Laune, meckern und was es sonst noch so gibt. Sie sagt, es liegt daran, dass sie sich selbst Vorwürfe macht und nicht mit sich zufrieden ist. Wahrscheinlich liegt das auch an ihrem perfektionistischen Wesen. Ihre Unzufriedenheit lässt sie, laut ihr, an mir aus. Was sie wieder unzufriedener macht. 

 Der sex und die Zärtlichkeiten haben immer weiter abgenommen. Die negativen Züge, fast schon depressiv, sind immer mehr geworden  

Meinen Social Circle würde ich als normal bis gut beschrieben. Ihrer hat immer weiter abgenommen. Außer mir hat sie also fast niemanden mehr. 

Neben häufigeren Streits muss ich sie häufig bei depressiven Phasen trösten, weil ich quasi ihre einzige Bezugsperson bin. Auch darüber macht sie sich Gedanken und Vorwürfe. Also wieder das gleiche Spiel. Ich habe schon so viel probiert und in vorherigen Beziehungen hätte ich das ganze schon längst beendet. Doch jetzt wohnen wir zusammen, und gehört viel gemeinsam und eine Trennung ist damit nicht mehr so „leicht“ gemacht.

Dazu kommt, dass sie sich schon häufiger nach einem Streit selbst etwas antun möchte. Ich bezweifle zwar, dass es soweit kommt. Aber ganz sicher bin ich mir auch nicht. Ich habe das Gefühl, das bei ihr viele Dinge in der Vergangenheit schief gegangen sind. Und klar, jeder hat seine Vergangenheit. Aber ich habe das Gefühl, es kommt so viel zusammen, dass ich das nicht alles mit tragen kann und möchte. Ich frage mich immer wieder ob ich mich von ihr Trennen sollte. Gerade in Streit Phasen. Dann wird es etwas besser und ich verschiebe es. Dann kommen Depri Phasen und ich frage mich, wie ich ihr helfen kann oder sie zu einer Therapie bekomme. Aber auch hier komme ich nicht weiter. Ich denke an unsere schöne anfängliche Zeit zurück und frage mich ob ich probieren sollte, wieder dorthin zu kommen oder es das alles nicht wert ist. 

9. Fragen an die Community

 Hat schon jemand Erfahrung mit einer ähnlich Situation gemacht? Wofür habt ihr euch entschieden und wie ist es ausgegangen? 

Und vielleicht gibt es auch sonst ein paar Tipps und hilfreiche Meinung von einem neutralen Betrachter. 

 Ich führe gerne noch mehr aus, wollte den Post aber nicht unnötig in die Länge ziehen. 

bearbeitet von stbm

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Sie hat kaum noch Freunde und setzt Dich damit, mit ihren Selbstvorwürfen und mit der Drohung sich etwas antun zu wollen unter Druck. Ich seh hier nicht, wie Du das ändern könntest! Eine Trennung ist immer kompliziert wenn man schon zusammengezogen ist. Aber das ist das kleinere Übel. Denn es wird sich keine plötzliche Verbesserung einstellen. Stattdessen wird es immer schlimmer werden.

 

vor 9 Stunden, stbm schrieb:

und ich frage mich, wie ich ihr helfen kann oder sie zu einer Therapie bekomme.

ist schon ein guter Gedanke, aber Du bekommst sie dort nicht hin. Sie muss das wirklich wollen. Du musst vor allem akzeptieren, dass Du nichts für ihre Probleme kannst (auch wenn sie Dir das bestimmt vorwerfen wird!). Du hast auch nicht versagt, wenn Du das hier beendest!

Sorry für die düstere Prognose, aber bring Dich in Sicherheit! Je schneller desto besser!

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Ich stimme dem Hexer zu, lauf!

Ich habe mich damals entschieden zu helfen bzw. es zu ertragen bzw. den Therapieerfolg abzuwarten.
Nie wieder werde ich mich für/durch einen anderen Menschen so erniedrigen bzw. behandeln lassen.
Hier ist ein schlechtes Gewissen und Liebe fehl am Platz.

Das ist keine Krise oder ne schwierige Zeit, es ist schlicht und ergreifend die absolute Hölle.

Lauf!

MfG

bearbeitet von Hamsterbacke
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vor 11 Stunden, stbm schrieb:

ich frage mich, wie ich ihr helfen kann oder sie zu einer Therapie bekomme

Gar nicht. Kennst du den Typen aus deinem Freundeskreis, der sich seit Monaten im Fitti anmelden will, aber es letztendlich nie tut? Wie bekommst du einen Alkoholiker zum Therapeuten? Wie hört ein Raucher auf zu rauchen?

Das muss alles aus eigenem Antrieb und Willen geschehen, auf die Personen einzureden hat noch nie funktioniert.

Sie hat dich gewarnt und du hast dich dennoch drauf eingelassen, lass dir das eine Lehre für die Zukunft sein. So leid es mir tut, die einzige Lösung ist Trennung.

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ich bin auch mal in eine depression gerutscht. mein damaliger freund hat sich viel von meiner negativität angehört, unternehmungen gingen bei mir auch weniger, weil mir immer schwindelig war. ich hab mir damals selbst eine therapie gesucht und bin mittlerweile wieder sehr positiv und meistens sehr zufrieden. von dem freund habe ich mich allerdings getrennt, und er hat es am ende bereut, "so viel drama" mitgemacht zu haben. ich glaube aber, dass die beziehung auch mit ein nährboden für die damalige depression war, da auch er -selbst wenn er das von sich nicht so behaupten würde- tendenzen zu sehr negativem denken hatte. zusammen waren wir einfach keine gute kombination. das soll dir jetzt keine schuld zuweisen, aber irgendwie scheint die soziale isolation ihrerseits ja auch mit dem zu starken fokus auf dich zusammen zu hängen - den du bisher zugelassen hast. ich könnte mir vorstellen, dass du da ansetzen kannst. zeig ihr klare grenzen: "ich rede gerne 1× die woche mit dir über deine depressionen, aber für mehr fehlt mir die kraft. wie wärs mit professioneller hilfe?". du bist nicht ihr therapeut - und das versteht man in der egoistischen und selbst bemitleidenden rolle des depressiven oft schlecht. 

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Der Fehler war das Zusammenziehen und die damit für sie einhergehende Fokussierung auf dich und die Abschottung von der Außenwelt. Sie bzw. ihr wart und seid in einem Alter in dem es wichtig ist zu lernen wie man selbständig in dieser Welt zurecht kommt. Mit der frühen gemeinsamen Wohnung habt ihr euch euren eigenen Mikrokosmos erschaffen aus dem es ihr nie gelungen ist auszubrechen. Das fällt euch jetzt auf die Füße. 

Mein Rat wäre erstmal die gemeinsame Wohnung aufzulösen und Distanz zwischen euch zu bringen. Auch steht ihr dann deutlich besser da wenn es zur tatsächlichen Trennung kommen sollte. Sie muss ein wenig ins kalte Wasser fallen um in Bewegung zu kommen und Verantwortung über sich selbst zu übernehmen. Dazu gehört eben auch professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen wenn man sie braucht. Und dir wird es gut tun etwas Abstand zu der Situation zu bekommen.

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Vielen Dank für die ganzen Antworten. Das hilft mir sehr eine andere Perspektive einzunehmen.
Vor allem der erwähnte eigene Mikrokosmos trifft es sehr gut.

Ich werde probieren klare Grenzen zu setzen und Abstand zu gewinnen. Ich habe auch schon überlegt die Wohnung aufzugeben. Aber so einfach ist das nicht, weil es meine Wohnung ist und ich sie ja nicht einfach vor die Tür setzen... Ja, das zusammenziehen war der Fehler! 

 Falls klare Grenzen und ein offenes Gespräch nichts bringen, dann wird es wohl kein anderen Weg geben, als das ganze zu beenden. 

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Liest sich so, als ob alles ein wenig zu schnell ging mit dem Zusammenziehen. Mit 24 wissen auch noch die wenigsten Frauen, was sie überhaupt wollen ( so meine Erfahrung). Was in ihrer Vergangenheit alles war, dürfte eigentlich für die aktuelle Beziehung keine Rolle spielen. Ich stufe ihr Verhalten, so wie du es beschreibst schon als emotionale Erpressung ein. Besonders dieses "ich tu mir was an, wenn ....". Damit manipuliert sie dich recht unterschwellig dazu, ja immer bei ihr zu bleiben und ihren Psychodoc zu spielen. Du selbst wirst daran zu Grunde gehen irgendwann weil das mit Liebe in dem Sinne nichts zu tun hat. Seh dich auf keinen Fall in der Verantwortung für ihre Launen, ihre Unzufriedenheit oder gar ihrer Vergangenheit. Ich würde ihr an deiner Stelle nahelegen, dass du sie unterstützt und begleitest, WENN sie sich von Fachpersonal helfen lässt und ihre Probleme aufarbeitet. Du bist ihr Partner, nicht ihr Boxsack. Eine gemeinsame Wohnung ist kein Hindernis. Es ist deine Bude und du verpflichtest dich doch nicht um jeden Preis dazu, dort eine Person unterbringen zu müssen, die dich emotional auslaugt. Bevor das passiert, solltest du aus Eigenschutz einen Strich ziehen. Du schreibtest auch, dass ihr euch kennen gelernt habt, als sie vergeben war. Weshalb hat sie sich dann letztendlich getrennt und für dich entschieden? War da mit ihrem vorigen evtl. ein ähnliches Drama?

Grüße

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Gast
vor 13 Stunden, stbm schrieb:

 Falls klare Grenzen und ein offenes Gespräch nichts bringen, dann wird es wohl kein anderen Weg geben, als das ganze zu beenden. 

Wird nix bringen. Offene Gespräche sind unnütz bei emotional labilen Menschen wie deiner Perle. 

Mach Schluss und verbuche die Konsequenzen unter "eigene Dummheit".

 

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