Alkohol und Psyche - Langzeitschäden? Reversibilität?

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Hi,

ich wollte mal euch zu eurem Wissen, euren Erfahrungen, euren Meinungen zum Thema Einfluss von Alkohol (nicht nur während des Konsums oder Rausches) auf Psyche und Reversibilität von (Langzeit-)Schäden fragen.

Was denkt/wisst ihr über folgende Fragen:

- Wie sehr beeinflusst Alkohol die psychische Gesundheit auf lange Sicht?
- Erlangt der Mensch nach längerer Abstinenz mehr Freude, Wachsamkeit, Vitalität, Fitness, Lebensenergie etc.?
- Glaubt ihr an einen unbedenklichen, gar gesunden Konsum von Alkohol? Beispielsweise in geringen Mengen, wie behauptet wird "bis 0,5 l Bier am Tag kann gesundheitsfördernd sein."
- Welche Schäden können im Gehirn entstehen, die sich wiederum auf kognitive und psychische Prozesse auswirken?
- Sind solche Schäden durch Abstinenz reversibel?

Vielen Dank schon mal für eure Antworten!

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Darf ich fragen warum du das wissen möchtest?

 

vor 2 Stunden, Selfman schrieb:

Glaubt ihr an einen unbedenklichen, gar gesunden Konsum von Alkohol? Beispielsweise in geringen Mengen, wie behauptet wird "bis 0,5 l Bier am Tag kann gesundheitsfördernd sein."

Unbedenklichen Konsum gibt es nicht. Alkohol ist ein Nervengift. Warum mäßige Alkoholtrinker in Studien häufig besser abschneiden als Abstinenzler hat mit intervenierenden Variablen im Studiendesign zu tun. Weniger kompliziert Ausgedrückt: Bei den Nichttrinkern sind häufig ehemalige Alkoholiker dabei und auch die Grundeinstellung spielt eine Rolle. Beispielsweise verlängert Zähneputzen nachweißlich das Leben einfach weil Menschen die täglich Zähneputzen auch sonst mehr auf ihre Gesundheit achten. 

 

vor 2 Stunden, Selfman schrieb:

- Erlangt der Mensch nach längerer Abstinenz mehr Freude, Wachsamkeit, Vitalität, Fitness, Lebensenergie etc.?

Kommt darauf an wie viel man davor getrunken hat und vor allem wie Regelmäßig. Alkohol beeinflusst die Schlafqualität negativ, die Folgen können also weitreichend sein. 

Grundsätzlich würde ich dazu raten ein Monat im Jahr völlig enthaltsam zu leben und auch sonst mindestens zwei Tage pro Woche auf Alkohol zu verzichten. Wer das nicht kann hat ein ernstes Problem! 

 

vor 2 Stunden, Selfman schrieb:

- Sind solche Schäden durch Abstinenz reversibel?

Was bedeutet reversibel? Egal auf welches Gift man verzichtet, sei es Nikotin, Alkohol oder sonstige Substanzen, man wird seine Gesundheit positiv beeinflussen. Der Körper erneuert sich auch stetig und findet "workarounds" um mit irreversiblen Schäden umzugehen. Aber man wird halt niemals das Level erreichen wie wenn man nie mit so einem Scheiß angefangen hätte. 

Auf der anderen Seite sind wir dann auch wieder Menschen die ein Bedürfnis nach Geselligkeit und Spaß haben. (Man kann auch ohne Spaß Alkohol haben...ich weiß). Das Leben ist voller Risiken. Wenn man also hin und wieder ein Glas Bier genießt, fällt man nicht gleich tot um. Schönreden braucht man sich den Konsum aber nicht. 

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vor 2 Stunden, Selfman schrieb:

Erlangt der Mensch nach längerer Abstinenz mehr Freude, Wachsamkeit, Vitalität, Fitness, Lebensenergie etc.?

Mehr Freude bestimmt nicht.

Das andere bekommt man, wenn man sich in Form hält.

Also wenn man sich ein paarmal im Monat die Hucke zusäuft, muss man sich an den anderen Tagen in Form halten.

vor 2 Stunden, Selfman schrieb:

Glaubt ihr an einen unbedenklichen, gar gesunden Konsum von Alkohol? Beispielsweise in geringen Mengen, wie behauptet wird "bis 0,5 l Bier am Tag kann gesundheitsfördernd sein."

Rotwein soll ganz gesund sein.

Und Frauen sind auf Alkohol auch ganz locker und zutraulich.

Wenn man mit Alkohol umgehen kann, ist es eine sehr gute Sache.

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Am 6.11.2019 um 11:18 , Selfman schrieb:

Was denkt/wisst ihr über folgende Fragen

Ich denke, man sollte umgehend die Finger von sämtlichen Suchtmitteln lassen, sobald man sich solche Fragen stellt. Und dann gucken, was passiert.

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vor 21 Stunden, Jack Daniel´s schrieb:

Unbedenklichen Konsum gibt es nicht. Alkohol ist ein Nervengift. Warum mäßige Alkoholtrinker in Studien häufig besser abschneiden als Abstinenzler hat mit intervenierenden Variablen im Studiendesign zu tun.

Dennoch gibt es alkoholische Getränke die gewisse gesundheitliche Benefits haben. Beispielsweise Rotwein. Ich meine irgendwo gelesen zu haben dass es gewisse Mengen gibt in denen die positive Wirkung die negative überwiegt. 

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vor 9 Minuten, The bearded and famous schrieb:

Dennoch gibt es alkoholische Getränke die gewisse gesundheitliche Benefits haben. Beispielsweise Rotwein. Ich meine irgendwo gelesen zu haben dass es gewisse Mengen gibt in denen die positive Wirkung die negative überwiegt. 

Resveratrol als Antioxidans - Millionen Franzosen schwören drauf:

https://www.pharmazeutische-zeitung.de/ausgabe-292007/schluessel-fuer-ein-langes-leben/

Ist aber wohl auch hier ein Fall von 'Correlation is not Causation'. Gibt auch Theorien, dass moderater Alkoholgenuss zum Beispiel zum Essen eine entspanntere und stressärmere Lebenseinstellung reflektiert. In dem Bild wäre der Rotweinkonsum eher ein Symptom als die Ursahce für den gedunheitlichen Effekt.

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vor 36 Minuten, botte schrieb:

Resveratrol als Antioxidans - Millionen Franzosen schwören drauf:

https://www.pharmazeutische-zeitung.de/ausgabe-292007/schluessel-fuer-ein-langes-leben/

Ist aber wohl auch hier ein Fall von 'Correlation is not Causation'. Gibt auch Theorien, dass moderater Alkoholgenuss zum Beispiel zum Essen eine entspanntere und stressärmere Lebenseinstellung reflektiert. In dem Bild wäre der Rotweinkonsum eher ein Symptom als die Ursahce für den gedunheitlichen Effekt.

Es gibt meines Wissens nach Gegenden auf der Welt (auch vornehmlich in Frankreich) in denen neben Alkohol auch viel tierische Fette konsumiert werden, in denen die Menschen trotzdem im Schnitt länger und gesünder leben als in anderen Gegenden (heißt französisches Paradoxon).

 

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vor 10 Minuten, The bearded and famous schrieb:

Es gibt meines Wissens nach Gegenden auf der Welt (auch vornehmlich in Frankreich) in denen neben Alkohol auch viel tierische Fette konsumiert werden, in denen die Menschen trotzdem im Schnitt länger und gesünder leben als in anderen Gegenden (heißt französisches Paradoxon).

 

War´s nicht so, dass die Studien zur Schädlichkeit tierischer Fette in 60ern gezinkt waren, um Margarine als den neuen Brotmessias zu verkloppen?
Dann wäre das Paradoxon ja keins mehr.

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Alkohol ist schädlich und zerstört Nervenzellen. Nachhaltig und unwiderrufbar. Die Lobby hat es geschafft, Alkohol in einen gesunden Kontext zu rücken. Es war letztlich sogar die Sprache davon, dass eine geringe Menge/Tag sogar gesundsförderlich sei, Rotwein gesund usw. Sehr clever gemacht, weil sehr oft unbedarft nachgesprochen. [Gerade Akademiker sind dem Rotwein sehr zugewendet.]

Die Studien verdienen ihren Namen nicht. Es gibt keinen Zusammenhang!

Wer vom Sport kommt, das ernsthaft betreibt und auf sehr hohem Niveau ist, wird selbst die kleinsten Mengen an Alkohol mehrere Tage danach in einer schlechteren Fitness vernehmen. Das ist mit Aufzeichnungen auch nachweisbar.

Wenn ich mir im dörflichen Umfeld/Schul-/Sportkameraden, andere Familien mit Alkoholproblemen den Verlauf nach Jahrzehnten anschaue, besteht der sich erhärtende Verdacht, dass der Konsum die Psyche auffallend oft negativ beeinflusst, die Kogination massiv nachlässt und viele weitere Probleme mit sich zieht.

Sich selbst kann man "testen", indem man das Teufelszeug ohne Probleme zwei, drei Wochen und länger weglässt.

 

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Wie alles im Leben ist auch Alkohol ein Trade-Off.

Szenario: Eine Person hat soziale Ängste und kann ihr Haus nicht verlassen.
Geschweige denn zum Psychotherapeuten gehen.
Durch einen Schnaps kann die Person das Haus verlassen.
Vielleicht sogar zum Psychotherapeuten.

Ist Alkohol in diesem Kontext nun sinnvoll oder nicht?
Ist der Schaden durch x Schnäpse pro Woche nun schlimmer als ein Leben in sozialer Isolation?

Welchen Nutzen haben Studien, die isoliert untersuchen, für das Leben, das höchst komplex ist?

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Am 6.11.2019 um 11:18 , Selfman schrieb:

gar gesunden Konsum von Alkohol? Beispielsweise in geringen Mengen, wie behauptet wird "bis 0,5 l Bier am Tag kann gesundheitsfördernd sein."

Das behauptet niemand ernsthaft außer aufmerksamkeitsgeile Journalisten.

Am 6.11.2019 um 11:18 , Selfman schrieb:

Erlangt der Mensch nach längerer Abstinenz mehr Freude, Wachsamkeit, Vitalität, Fitness, Lebensenergie etc.?

Erinnert mich an diese Anti-Masturbationsthreads

 

Am 6.11.2019 um 13:40 , Jack Daniel´s schrieb:

mindestens zwei Tage pro Woche auf Alkohol zu verzichten. Wer das nicht kann hat ein ernstes Problem! 

Finde den Gedanken krass, dass es vermutlich nicht wenige Menschen gibt, für die Alkohol an fünf (oder mehr) Tagen pro Woche normal ist.

bearbeitet von zaotar

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vor 39 Minuten, zaotar schrieb:

Finde den Gedanken krass, dass es vermutlich nicht wenige Menschen gibt, für die Alkohol an fünf (oder mehr) Tagen pro Woche normal ist.

Wie alt bist du? 

In meiner Jugend waren 3-5 Bier pro Tag absolut toleriert. Ich spreche jetzt nicht von Bauarbeitern die das früher und zum teil heute noch schon vor der Mittagspause schaffen. Aber ein Krügal zum Mittagessen, eins zum Abendessen und dann noch ein bis zwei vor dem Fernseher dürfte die normale Trinkgewohnheit der working men sein. Eher mindestens. 

Die Frage nach dem Alter hat damit zu tun, dass sich diese Einstellung langsam ändert. Mit meinen 31 Jahren gehöre ich wohl zu der letzen Generation die Alkohol während der Arbeitszeit noch als den Normalzustand kennt. Genauso war es in meiner Jugend normal, dass fast überall geraucht werden durfte. 

Zum Glück ändert sich das langsam. Aber ich gebe zu, dass mir in meiner Studienzeit nicht bewusst war, wie viel eigentlich drei Bier am Tag sind. 

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vor 3 Stunden, saian schrieb:

Welchen Nutzen haben Studien, die isoliert untersuchen, für das Leben, das höchst komplex ist?

Auch höchst Komplexes besteht aus einzelnen Faktoren. Und je mehr Einzelwirkungen bekannt sind, um so nachvollziehbar wird die Komplexität. Ganz einfaches Beispiel ist der Thread hier. Wenn die Schädlichkeit von Alkohol als einzelner Faktor bekannt ist - dann kann diese Schädlichkeit umgangen werden. Und zwar ohne größere Nachteile. Weil gerad in hochkomplexen Situationen ist es meist möglich, einzelne Faktoren zu ersetzen - ohne das gesamte System zu verändern.

Bedeutet für das Leben insgesamt, dass man ohne Alkohol ein genauso lustiges und zufriedenes Leben führen kann, wie mit Alkohol. Gerade weil das Leben höchst komplex ist.

Und bedeutet für dein Beispiel mit den sozialen Ängsten, dass paar freudliche Worte, ne Tasse Tee, usw. gleiche oder auch größere Wirkung entfalten können, wie der Schnaps - und gleichzeitig die Schädlichkeit wergfällt.

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vor 23 Minuten, Aldous schrieb:

Und bedeutet für dein Beispiel mit den sozialen Ängsten, dass paar freudliche Worte, ne Tasse Tee, usw. gleiche oder auch größere Wirkung entfalten können, wie der Schnaps - und gleichzeitig die Schädlichkeit wergfällt.

Von welchem Tee sprichst du?
Teetrinken ist komplexer als Schnapstrinken.
Das ist wieder etwas, das isoliert betrachtet eventuell Wirkung zeigt (man bekommt einen Tee oder einen Schnaps vorgesetzt),
so aber in der Realität nicht stattfindet.

Tee trinken: Wasser aufsetzen, Tee aus der Packung, eingießen, Tee ziehen lassen, warten - 5 User-Aktionen
Schnaps trinken: Flasche auf, eingießen - 2 User-Aktionen

Das mag lächerlich erscheinen, ich sehe es aber jeden Tag in meiner Arbeit.
Mehr User-Aktionen => höhere Komplexität => mehr Möglichkeiten zum Absprung

Unter anderem ein Grund, weshalb wir zu Alkohol, Zigarette und Netflix greifen,
anstatt zu Joggen, Kraftsport und Spaziergang.

 

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vor 3 Stunden, Jack Daniel´s schrieb:

Wie alt bist du? 

In meiner Jugend waren 3-5 Bier pro Tag absolut toleriert. Ich spreche jetzt nicht von Bauarbeitern die das früher und zum teil heute noch schon vor der Mittagspause schaffen. Aber ein Krügal zum Mittagessen, eins zum Abendessen und dann noch ein bis zwei vor dem Fernseher dürfte die normale Trinkgewohnheit der working men sein. Eher mindestens. 

Die Frage nach dem Alter hat damit zu tun, dass sich diese Einstellung langsam ändert. Mit meinen 31 Jahren gehöre ich wohl zu der letzen Generation die Alkohol während der Arbeitszeit noch als den Normalzustand kennt. Genauso war es in meiner Jugend normal, dass fast überall geraucht werden durfte. 

Zum Glück ändert sich das langsam. Aber ich gebe zu, dass mir in meiner Studienzeit nicht bewusst war, wie viel eigentlich drei Bier am Tag sind. 

dafür kiffen heute alle jungen Menschen

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vor 1 Minute, spirou schrieb:

Die Menge macht das Gift.

Mag zwar meist stimmen, aber ist ein Irrglaube (gerade beim Alkohol). Die Menge >0 ist bereits Gift, da sie bereits abtötet. Unwiderruflich! Aber ja, man kann mit Sport pro Einheit um 700 Nervenzellen neu aufbauen (die Zahl habe ich noch im Kopf - ich konsumiere ja keinen Alk 😉 ), aber wie ich aus der Studie gelesen habe, reicht das nicht für einen Ausgleich des Alkoholkonsums.

Ich sehe es auch nicht so eng, sollte zudem jeder selbst wissen, wie er mit seinem Körper umgeht (warum rauchen und trinken die Leute nur?), doch wenn ich die direkten Folgen an mir bemerke, habe ich darauf keine Lust. Im Club kann ich bei meiner Tanzerei zwar auch duchhalten, fühle mich aber am nächsten Tag mit nur einem Bier fertig (meine Sportuhr sagt mir, welche Cardioleistung die 4-5 h Abzappeln war - nicht ohne)!

Und nun zum Tee: Psychotherapie etc. sind Ausnahmen. Wenn ein Mittel hilft, so soll es benutzt werden.

Tee, die zweite: 1. Gedanke reift, sich einen Tee machen zu können. 2. Welche Sorte könnte man (sich) kredenzen? 3. Was schlägt die Uhr, zu spät sollte man nicht mehr mit Schwarzem oder Grünem Tee kommen. 4. Oder wäre nicht ein leckerer Kaffee besser? 5. Es soll Schwarztee werden. 6. Aromatisiert oder doch ein Edeltee? 7. Wasser zur Sicherheit etwas laufen lassen. 8. Entkalker befüllen? 9. Wasser aufsetzten, aber wie viele Tassen? 10. RichtigenTeelöffel suchen, wo hat er sich versteckt? 11. Welcher denn bitte? Ah, wir nehmen diesen Schwarztee mit Tabakgeschmack. 12. Ah, das Wasser sollte auf 90° herabkühlen. 13. Auf die Uhr schauen. 14. Teewasser eingießen und ziehen lassen. 15. Nun nicht die Ziehzeit aus den Augen verlieren, wo war die Teeuhr? 16. 3,5 min langes Abwarten 17. Teesieb herausnehmen und den Teesatz entsorgen. 18. Schwarztee mit Milch schmeckt besser: Hoffentlich ist noch genügend Milch da. 19. Schwarztee braucht bisschen Zucker, Rohrzucker oder Rohrohrzucker? 20. Umrühren und Milch eingießen, wieder umrühren. 21. Tee ist noch zu heiß, Zunge verbrannt. 22. Zunge kühlen, aufs Abkühlen des Tees warten. 23. Trinken und Genießen. 24. Sich zum Tee schöne Gedanken machen 25. Zum Tee könnte die gute Bitterschokolade passen. 26. Nervenzusammenbruch, dann doch lieber 'nen Kurzen!

Kiffen tun sie alle, konnte ich auch nicht verstehen. Hat schon im Jugendalter Schäden hinterlassen. Haben sie schon damals getan!

Geraucht wurde überall! Wer kennt nicht die komplett vernebelten Flugzeugkabinen? Unglaublich, dass es das überhaupt gab. In Zügen ebenso. Auf Bahnhöfen, überall wurde geraucht und den Kindern direkt ausgesetzt!

Alk während des Studium, außer abends, eher am Wochenende, aber ja, sonst war Alkohol überall massiv vertreten.

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vor 3 Stunden, saian schrieb:

Von welchem Tee sprichst du?

Tee war nen Beispiel. Kann auch alles mögliche andere sein. Ich mein, du willst ja sicherlich auch nicht erzählen, dass Alkohol tatsächlich ursächlich über Ängste hinweg helfen würde? Sondern was hilft, ist die Annahme, dass es so wäre. Und die Annahme kann man auch mit ner Tasse Tee verknüpfen. Oder mit ner Portion Spinat. Wie Poppeye. Oder mit Zuckerkügelchen. Wie die Homöopathen. Usw.

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vor 9 Stunden, Aldous schrieb:

Ich mein, du willst ja sicherlich auch nicht erzählen, dass Alkohol tatsächlich ursächlich über Ängste hinweg helfen würde? Sondern was hilft, ist die Annahme, dass es so wäre. Und die Annahme kann man auch mit ner Tasse Tee verknüpfen. Oder mit ner Portion Spinat. Wie Poppeye. Oder mit Zuckerkügelchen. Wie die Homöopathen. Usw.

Es ist vollkommen egal, ob etwas "ursächlich" für etwas sorgt, weil wir Menschen so nicht handeln/uns verhalten.
Weil man dann bis ins Endlose in die Mikro-Ebene gehen kann, nur um eine nutzlose Diskussion zu führen.

Wenn Alkohol als Katalysator für Aktionen funktioniert, durch die man sich bspw. desensibilisiert, kann es sicherlich dazu führen, dass man Ängste abbaut.
Ja, die kausale Kette ist nun A -> B -> C.
Das ist der Real-Life-Nutzen.
Ja, ich kann 6 Monate trainieren, dass das vielleicht auch irgendwie mit Tee funktioniert.
Dann sitze ich mit meinen Freunden in der Runde und hab mein Teegeschirr dabei.
Ist halt die Frage, ob das praktikabel ist und was ich eher mache.

Also landen wir wieder beim Trade-Off.
 

 

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vor 8 Minuten, saian schrieb:

Trade-Off

Find ich auch in der Gesundheitsdiskussion hier´n wichtiges Stichwort.

Die Generation, die noch in Flugzeugen sowie Zügen rauchte und fleißig Frühschoppen ging, zerbombt uns gerade den Generationenvertrag, weil die alle nich mehr artig mit 65 abtreten wie früher, sondern 80, 85 und 94 werden.
Frag ich mal die Totalabstinenzler. Wie alt wollt ihr denn werden? ^^
Totale Abstinenz, um evtl 105 statt 98 zu werden? Erscheint mir nicht der beste Deal von Welt. Die letzten Jahre sind ab nem gewissen Alter ziemlicher Murks.


Das Argument, dass man sich am nächsten Tag eher mau fühlt und es deswegen lässt, find ich durchaus valide. Halt ich auch oft so.
Aber die Gesundheitsdebatte ist für den durchschnittlichen Gesellschaftstrinker doch eher am Leben vorbei?
Zumal die 3 - 5 Feierabendbier heute nicht mehr so en vogue sind wie noch vor 30 Jahren.

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vor 35 Minuten, Easy Peasy schrieb:

Das Argument, dass man sich am nächsten Tag eher mau fühlt und es deswegen lässt, find ich durchaus valide.

Der Trick ist, nicht mit dem Trinken auf zu hören.

  • HAHA 2
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Vielen Dank schon mal für den regen Austausch hier, freut mich.

Bewusst möchte ich etwas kritisch an ein paar Stimmen hier gehen, die eine große Gefahr hinter Alkohol erkennen wollen.
Ein paar haben hier bereits auch angesprochen, wie weitaus weniger Sorgen sich die Menschen über Alkohol in der Vergangenheit gemacht haben. Stellen wir nicht heutzutage eine übersteigerte Angst von Menschen bzgl. dem Thema Gesundheit fest? Was darf ich essen, was darf ich trinken, wie viel Bewegung ist gesund, welche Luft soll ich atmen?

Ist es denn nicht genau so wichtig das Leben stressfrei genießen zu können? Ich persönlich glaube an einen gesundheitlichen Effekt von einem guten Essen und einem (oder vielleicht auch zwei?!) guten Glas Wein oder Bier, wenn man so richtig Freude und Genuss dabei empfindet. Ich glaube, dass ein Mensch, der verkrampft versucht perfekt gesund zu leben, schließlich weniger gesund lebt als jemand, der nach seinem gesunden Bauchgefühl lebt.

Was meint ihr?

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vor 21 Minuten, Selfman schrieb:

Bewusst möchte ich etwas kritisch an ein paar Stimmen hier gehen, die eine große Gefahr hinter Alkohol erkennen wollen.

Die Gefahr ist definitiv da aber aufgrund unserer Geschichte und Kultur unterrepräsentiert. Kein Elternteil kommt auf die Idee einem 8 Jährigen eine Zigarette anzubieten. Aber die Früchte aus der Bowle sind schon in Ordnung. 

 

vor 24 Minuten, Selfman schrieb:

Stellen wir nicht heutzutage eine übersteigerte Angst von Menschen bzgl. dem Thema Gesundheit fest?

Seh ich eher nicht so. Was mir auffällt ist, dass viele momentan die Wunderpille suchen. Fasten, Laufen, Spermidin, Omega 3, Grüner Tee... you name it. Wirksame Methoden die eine gewisse Eigeninitiative fordern werden nach wie vor nicht umgesetzt und klein geredet. 

Viele nehmen lieber Blutdrucksenker als endlich ihren BMI in den Griff zu bekommen. 
oder wie wäre es mit einem echten Krafttraining um Osteoporose in den Griff zu bekommen. 

Das Bauchgefühl kämpft halt immer mit dem Schweinehund und am Ende geht es nur darum, das Gewissen zu beruhigen. 

 

vor 30 Minuten, Selfman schrieb:

Ist es denn nicht genau so wichtig das Leben stressfrei genießen zu können?

Was hat der Verzicht auf Alkohol mit Stress zu tun? Trinkt man halt nichts, so einfach ist das. Du versuchst dir hier den Konsum von einem Gift schönzureden und die Werbung insbesondere durch Filme und Serien hilft dir dabei. Ich mache mir mittlerweile am Wochenende eine Packung Jackfruit Chips auf. Damit weiß ich dann, so es ist Wochenende und kann entspannen. 

Ich habe im letzten Jahr Alkohol deutlich reduziert ohne das verkrampft anzugehen. Ich habe auch drei Monate durchgehend nichts getrunken. Was hat sich verändert: 

Wenn ich doch etwas trinke merke ich es am nächsten Tag. 
Obwohl das Einschlafen etwas schwieriger geworden ist, wache ich munterer auf und kann früher in den Tag starten. 
Gewichtsreduktion. 
Psoriasis ist zurückgegangen. 
Ich fühle mich klarer im Kopf. 
Ich habe generell mehr Antrieb. 
Anfänglich hatte ich Probleme mit kreisenden Gedanken und Unwohlsein die ich normalerweise mit Bier "behandelt" habe. Nach einem Monat war auch das weg. 

Negativ ist mir nur aufgefallen, dass ich mehr Geld für essen aufgebe weil ich die Kalorien durchs Bier anders auffülle. 

Ich bin ein Gewohnheitsmensch und mag meine Rituale. So war dann auch meine Trinkgewohnheit. Ich habe mich nie abgeschossen aber eben täglich immer am Abend vor dem Einschlafen getrunken. Mit ein Grund war, dass ich dachte ohne Bier kann ich nicht einschlafen. Meistens waren das dann 2-3 Bier am Abend. Dadurch war ich weder angeheitert noch benebelt, einfach etwas dümmer was mir half mit Problemen umzugehen. Es hat dann eben eine Zeit gebraucht bis ich erkannt habe, dass Alkohol ein Teil des Problems ist und nicht die Lösung. Trotz der Regelmäßigkeit war es übrigens erstaunlich leicht nichts mehr zu trinken. 

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vor 38 Minuten, Selfman schrieb:

Bewusst möchte ich etwas kritisch an ein paar Stimmen hier gehen, die eine große Gefahr hinter Alkohol erkennen wollen.

Musste aufpassen. Dem Gegenüber ne gewisse Argumentation unterstellen, die dann widerlegen - und so über die Hintertür die eigentliche Argumentation umgehen. Das ist nix neues. 

Ich mein, wenn du hier liest. Dann wird argumentiert, dass auch geringe Mengen schädlich sind. Ist aktuelle Studienlage. Und ne Antwort auf deine Fragen. Und -wie schon gesagt- wenn man sich in der Situation findet, für ein Suchtmittel zu argumentieren. Dann wirds Zeit mal zu überlegen warum das so ist.

Ist wie mit ner Oneitis. Wenn sie keine ist, dann macht man sich keinen Kopp drum. Je aufwändiger man allerdings argumentiert, dass sie keine ist - um so naheliegender wird, dass sie eine ist.

 

 

vor 3 Stunden, saian schrieb:

Es ist vollkommen egal, ob etwas "ursächlich" für etwas sorgt, weil wir Menschen so nicht handeln/uns verhalten.

Ursächlich meint beispielsweise, wenn du eine Asbestfaser einatmest und darum Lungenkrebs bekommst. Ist ne ganz klare Ursache mit ner ganz klaren Wirkung. Darüber, dass das dann nicht egal ist, werden wir uns einig sein. Genauso ist Alkohol als Nervengift ursächlich dafür, dass sich paar Hirnzellen verabschieden.

Das sind Ursachen, die so sind. Und unser Handeln wesentlich beeinflussen können. Nun kann man natürlich argumentieren, dass ein positiver Nutzen den Schaden überwiegen kann. So wie du das tust. Von wegen tradeoff.

Dabei musste aber unterscheiden zwischen nem ursächlich Nutzen - und nem geglaubten Nutzen. Ne Chemotherapie schadet beispielsweise massiv - und bringt gleichzeitig ursächlich einen Nutzen, der den Schaden überwiegt. Ne Tasse Tee -oder Zückerkügelchen- haben dagegen diesen Nutzen nicht. Also den einer Chemotherapie.

Bei nem Schnaps und sozialen Ängsten gibts diese Ursächlichkeit nicht. Da hilft mir der Schnaps nicht ursächlich - sondern die Ursache ist, dass ich glaube, dass der Schnaps mir hilft. Diesen Glauben, kann ich genauso mit anderen Ritualen verbinden. Beispielsweise mit ner Tasse Tee. Oder damit, mir in der Nase zu bohren. Von wegen Ankern und so.

 

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