Warum müssen Träume realistisch sein?

13 Beiträge in diesem Thema

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Mir wurde in diesem Forum erzählt, ich lebe in einer Traum- / Hoffnungsschimmer-Welt. Was für Gedanken gingen mir danach durch den Kopf?

  1. Ich bin naiv.
  2. Ich schaffe das sowieso nicht.
  3. Ich sollte mir das aus dem Kopf schlagen.
  4. Ich muss realistische Träume / Ziele haben.
  5. Ich brauche einen konkreten, realistischen Plan.
  6. Ich muss das schaffen.
  7. Ich muss mich ändern.
  8. Ich darf die Forenmitglieder nicht mit meinen verrückten Ideen nerven.
  9. Ich darf nicht aufgeben. Ich muss an mich glauben.
  10. Ich brauche Leute, die an mich glauben

Zu 2) Ich muss gar nichts schaffen, versuchen kann ich es aber.

Zu 3) Ich muss oder "soll" gar nichts tun. Ich entscheide, was ich mache oder nicht.

Zu 4) Warum?

Zu 5) Warum?

Zu 6) Siehe (2).

Zu 7) Ich muss mich nicht ändern, aber ich kann mir überlegen, ob ich mein Verhalten ändere.

Zu 8 ) Wäre vielleicht besser. 😉

Zu 9) Ich darf aufgeben, wäre aber nachteilig für mich. Ich muss nicht unbedingt an mich oder meine Fähigkeiten glauben. Ich kann herausfinden, wie die Realität ist und versuchen, meine Fähigkeiten zu verbessern.

Zu 10) Das ist nicht wahr.

Erstmal, was ich zu unrealistischen Träumen und Zielen denke:

Ich muss meine Ziele nicht erreichen. Ich muss meine Träume nicht realisieren. Trotzdem denke ich, dass es von Vorteil ist, diese Träume / Ziele zu haben, einfach meiner Phantasie freien Lauf zu lassen. Zu sehen, was ich denn möchte, wenn wirklich alles möglich wäre.

Hattet ihr schonmal so ein Erlebnis? Ihr steht vor etwas, worauf ihr überhaupt keine Lust habt. Dieses etwas wäre für euch von Vorteil, aber es scheint einfach unmöglich, es zu schaffen, es zu Ende zu bringen. Dann fangt ihr aber damit an und denkt "Oh, es war ja gar nicht so schlimm". Dann nach einiger Zeit seht ihr euren Fortschritt, was ihr alles schon geschafft habt von dem, was sich so unmöglich angefühlt habt. Aber es besteht hier die Gefahr zu denken (1) "Das ist doch gar nichts im Vergleich zu dem, was ich noch tun muss" oder (2) "Ich schaffe das doch eh nicht, das zu Ende zu bringen" oder (3) "Ich lebe in einer Traum- / Hoffnungsschimmer-Welt". Zu (1) sagt ihr "Ich muss nicht unbedingt großen Fortschritt machen. Es darf seeeehr lange dauern und ich mache einfach weiter.", zu (2) "Ich muss das auch nicht unbedingt schaffen. Als erstes mache ich mal etwas Pause!" (dann aber nicht zu lange Pause machen, sondern nach einer kurzen Pause weiter), zu (3) "Warum ist das schlecht?" Insbesondere sollte man auf Leute aufpassen, die sowas oder Ähnliches sagen. Mir ist das vor Kurzem passiert. Der, der das gesagt hat, hat seinen Teil gesagt und ist abgezogen. 😄

Hört sich das nach endloses Arbeiten an, ohne das gelegentliche Glücksgefühl, das man bei Erreichen von Zwischenzielen hat? Das stimmt nicht. Man kann jeden winzigen Schritt als Zwischenziel ansehen. Beim Sprachen lernen z.B. Habe ich mir "eine" Vokabel und ihre Übersetzung angesehen? Hier sage ich nicht, "gelernt", sondern angesehen. Wirklich lernen kann man es, wenn man es immer wieder ansieht. Und dann aber nicht denken "Ich werde mir die Vokabel nie merken können!" Ich sage da "Doch! Ich verspreche dir, wenn du dran bleibst und dir die Vokabel und Übersetzung z.B. 1000 mal anguckst und sonst nichts anderes lernst, dann wirst du die Vokabel beherrschen." Das Lernen geschieht dir zu langsam, wenn du nur eine Vokabel zur gleichen Zeit lernst? Dann sage ich "Wenn du es schaffst, mehr Wörter auf einmal zu lernen, dann tue es. Wenn du es nicht kannst, dann lerne halt nur eine Vokabel zur gleichen Zeit." Keine Lust, so langsamen Fortschritt zu haben? Dann sage ich "Jedes Jahr kann jedermann mindestens 365 Vokabeln lernen, mindestens eine Vokabel pro Tag. Nach 5 Jahren hat man genug Wörter gelernt, um die alltäglichsten Gespräche zu führen." Aber man will doch auch was anderes machen und nicht "nur" die Sprache lernen? Dann sage ich wieder "Wenn du es schaffst, kannst du 1000 Dinge gleichzeitig machen. Wenn du das aber nicht schaffst, dann machst du eben nur eines zur gleichen Zeit."

Und so kommt man auch den unmöglichsten Zielen Schritt für Schritt näher. Egal, wie klein ein Schritt sein mag. Was kann man denn nicht erreichen, wenn man wirklich 20 Jahre dran bleibt? Dauert euch zu lange, die 20 Jahre? Dann sage ich "Bei Zielen / Träumen, die sich unmöglich anhören, gibt es leider keinen Zeitplan. Es kann, wenn man Glück hat, nur 1 Jahr dauern, oder wenn man Pech hat, dann stirbt man, bevor man seine Ziele / Träume erreicht hat." Das darf aber nicht passieren, dass man vor Erreichen der Ziele / Träume stirbt? Dann wäre ja die ganze Arbeit umsonst gewesen? Dann sage ich "War es das denn wirklich? War die Reise dorthin nicht auch sehr spannend?"

Was sagt ihr dazu? (Vielleicht habe ich das nicht richtig zu Ende gedacht, aber im Groben und Ganzen schon glaube ich...)

Nachtrag: TLDR: Dran bleiben und auch auf dem Weg zu den Träumen und Zielen Spaß haben. Dann hat sich das immer gelohnt!

bearbeitet von mrshapshifter

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Um die vielen schönen Sinnsprüche nicht versiegen zu lassen darf ich hier Cat Stevens zitieren:
 
 
"You can do what you want
The opportunity's on
And if you find a new way
You can do it today
You can make it all true
And you can make it undo
You see, ah ah ah
It's easy, ah ah ah
You only need to know"
 
(If you want to sing out, sing out)
 
 

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Gast
vor einer Stunde, mrshapshifter schrieb:

Ich muss meine Ziele nicht erreichen. Ich muss meine Träume nicht realisieren. Trotzdem denke ich, dass es von Vorteil ist, diese Träume / Ziele zu haben, einfach meiner Phantasie freien Lauf zu lassen. Zu sehen, was ich denn möchte, wenn wirklich alles möglich wäre.

Was bringt es Dir unrealistische Träume zu haben oder Ziele, die Du nicht erreichen kannst? 

 

vor einer Stunde, mrshapshifter schrieb:

Hattet ihr schonmal so ein Erlebnis? Ihr steht vor etwas, worauf ihr überhaupt keine Lust habt. Dieses etwas wäre für euch von Vorteil, aber es scheint einfach unmöglich, es zu schaffen, es zu Ende zu bringen. Dann fangt ihr aber damit an und denkt "Oh, es war ja gar nicht so schlimm".

Keine Lust haben etwas zu tun oder nicht die Fähigkeiten besitzen etwas zu tun, sind zwei vollkommen verschiedene Dinge. 

 

Du gibst ja selbst das Beispiel mit der Sprache, die Du lernen möchtest. Du hast beim Lernen ein bestimmtes Tempo. 

Wenn Dein Ziel nun wäre, nach einem Jahr diese Sprache perfekt zu beherrschen, wäre das aufgrund Deiner Voraussetzungen und Fertigkeiten unrealistisch. 

Ist Dein Ziel, deine Sprachfähigkeiten in Deinem Tempo so gut wie möglich zu verbessern, ist das ein realistischeres Ziel. 

 

Das Thema kam ja in Deinem Bewerbungsgespräch-Thread auf. Und wenn es um die berufliche Laufbahn geht ist Realismus nun mal angebracht, da die meisten Menschen eben von ihrem Verdienst im gewählten Beruf leben müssen.

Da muss man sich dann vor einem Vorstellungsgespräch eingestehen, dass man das nicht aus dem Stehgreif hinbekommt und dann eben typische Fragen durchgehen und sich passende Antworten ausarbeiten. 

Und da wird man auch genau Kosten und Risiken abwägen mit Ü30, Lernschwäche, und bereits einem gescheiterten Studium gleichzeitig ein Fernstudium anzufangen, ohne Ausbildung einen neuen Job zu suchen und irgendwie noch zehntausende Euro für die Ausbildung nach dem Studium sparen zu wollen. 

Etc. 

Natürlich sind Ziele super und treiben einen an im Leben. Aber wenn Du dabei nicht realistisch bleibst, verrennst Du Dich und bist am Ende nur enttäuscht, Dein Ziel nicht zu erreichen. 

Und bitte fall jetzt nicht gleich wieder in das andere Extrem und setz Dir gar keine oder viel zu niedrige Ziele, sondern fang zum Beispiel mal damit an, über Deine Stärken, Schwächen, Fähigkeiten und Interessen nachzudenken. Und damit kannst Du Dir dann herausfordernde aber realistische Ziele für die Zukunft setzen. 

Psychologie interessiert Dich. Super. Du kannst da auch Bücher lesen ohne das studieren oder dann in dem Feld arbeiten zu müssen. Vielleicht gibt es an der VHS interessante Veranstaltungen für Dich. Vielleicht könntest Du Dich ehrenamtlich in dem Bereich einbringen. 

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vor 5 Minuten, JunkieDoll schrieb:

nicht die Fähigkeiten besitzen etwas zu tun

Kannst du mal konkrete Beispiele nennen, wo man nicht die Fähigkeit dazu hat, es zu tun? Ich habe auch eine unheilbare, chronische Krankheit und möchte zwar, dass sie verschwindet, aber von sowas rede ich hier nicht. Oder meinst du z.B. wenn jemand eine Gehirnkrankheit hat, dass er nichts in das Langzeitgedächtnis aufnehmen kann, aber trotzdem viele Dinge lernen möchte?

vor 8 Minuten, JunkieDoll schrieb:

Wenn Dein Ziel nun wäre, nach einem Jahr diese Sprache perfekt zu beherrschen,

Wie gesagt, Ziele, die sich unrealistisch anhören, haben keinen Zeitplan. Vielleicht war Sprachenlernen kein gutes Beispiel für ein unrealistisch klingendes Ziel.

vor 12 Minuten, JunkieDoll schrieb:

Und wenn es um die berufliche Laufbahn geht ist Realismus nun mal angebracht, da die meisten Menschen eben von ihrem Verdienst im gewählten Beruf leben müssen.

"Müssen" muss man meiner Meinung nach gar nichts, es ist nur die Entscheidung vieler, das zu tun.

vor 13 Minuten, JunkieDoll schrieb:

Und da wird man auch genau Kosten und Risiken abwägen mit Ü30, Lernschwäche, und bereits einem gescheiterten Studium gleichzeitig ein Fernstudium anzufangen, ohne Ausbildung einen neuen Job zu suchen und irgendwie noch zehntausende Euro für die Ausbildung nach dem Studium sparen zu wollen. 

Ich habe keine "Lernschwäche"? Wie kommst du denn darauf? Warum ist Fernstudium unrealistisch? Soweit ich weiß gibt es keine Zeitbegrenzung, wie schnell man den Studium schaffen muss, und die Kosten sind minimal (300€ pro Semester). "ohne Ausbildung einen neuen Job zu suchen" Das ist nicht unrealistisch. Da werde ich aktiv dazu unterstützt und das ist ganz normal, wo ich "arbeite". "irgendwie noch zehntausende Euro für die Ausbildung nach dem Studium sparen zu wollen" Das Sparen selbst ist nicht unrealistisch. Es ist nur unrealistisch, wenn man eine Frist angibt, wie schnell man es erreichen will. (Und meine Frist war in der Tat unrealistisch...)

vor 20 Minuten, JunkieDoll schrieb:

Aber wenn Du dabei nicht realistisch bleibst, verrennst Du Dich und bist am Ende nur enttäuscht, Dein Ziel nicht zu erreichen. 

Also, es ist erst zu Ende, wenn ich tot bin und dann kann ich gar nicht mehr enttäuscht sein. Und wie gesagt, der Weg zur Zielerreichung sollte auch Spaß machen. Da gibt es nichts, enttäuscht zu sein.

vor 38 Minuten, JunkieDoll schrieb:

Du kannst da auch Bücher lesen ohne [...] in dem Feld arbeiten zu müssen.

Da stimme ich zu! In dem Feld arbeiten hängt nicht von mir ab, sondern von Arbeitgebern, und ich kann nicht einfach mit 80 da ankommen und arbeiten wollen.

vor 39 Minuten, JunkieDoll schrieb:

Vielleicht könntest Du Dich ehrenamtlich in dem Bereich einbringen. 

Das finde ich aber wiederum unrealistisch, dass ich mein psychologisches Wissen ehrenamtlich einsetzen kann.

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vor 29 Minuten, mrshapshifter schrieb:

Oder meinst du z.B. wenn jemand eine Gehirnkrankheit hat, dass er nichts in das Langzeitgedächtnis aufnehmen kann, aber trotzdem viele Dinge lernen möchte?

Zum Beispiel. Manchen fällt abstraktes Lernen leichter, andere sind eher Praktiker. Nicht jeder kann gut mit Zahlen umgehen. Manche Leute können kreativer und ideenreicher denken als andere.

Zu einem gewissen Anteil sind sowas sicher alles Dinge, die man sich auch aneignen kann, aber es wird bei unterschiedlichen Voraussetzungen immer unterschiedliche Ergebnisse geben. Deswegen ist es viel einfacher, wenn man seine Stärken kennt und gezielt einsetzen kann. 

(Alles jetzt immer noch eher auf die Karriere bezogen.) 

 

vor 33 Minuten, mrshapshifter schrieb:

Wie gesagt, Ziele, die sich unrealistisch anhören, haben keinen Zeitplan. Vielleicht war Sprachenlernen kein gutes Beispiel für ein unrealistisch klingendes Ziel.

Verstehe ich nicht. Weil sie eh nicht umsetzbar sind und deswegen eh kein Gedanke an eine Umsetzung verschwendet wird? Dann wieder die Frage, wozu unrealistischen Zielen und Träumen überhaupt nachhängen? 

 

vor 35 Minuten, mrshapshifter schrieb:

"Müssen" muss man meiner Meinung nach gar nichts, es ist nur die Entscheidung vieler, das zu tun.

Bitte? Die Entscheidung vieler ist es Geld zum Leben zu verdienen und nicht von Sozialhilfe zu leben? Was wäre denn die Alternative zum "müssen"? 

 

vor 37 Minuten, mrshapshifter schrieb:

Ich habe keine "Lernschwäche"? Wie kommst du denn darauf?

Hatte ich aus einem anderen Thread so in Erinnerung. Dass Du sehr langsam bist beim Lernen. Vielleicht irre ich mich da. Dann tut es mir leid. Fällt eben nicht so leicht, den Überblick zu behalten, bei den vielen Threads, die Du eröffnest. 

 

vor 38 Minuten, mrshapshifter schrieb:

Warum ist Fernstudium unrealistisch? Soweit ich weiß gibt es keine Zeitbegrenzung, wie schnell man den Studium schaffen muss, und die Kosten sind minimal (300€ pro Semester). "ohne Ausbildung einen neuen Job zu suchen" Das ist nicht unrealistisch. Da werde ich aktiv dazu unterstützt und das ist ganz normal, wo ich "arbeite". "irgendwie noch zehntausende Euro für die Ausbildung nach dem Studium sparen zu wollen" Das Sparen selbst ist nicht unrealistisch. Es ist nur unrealistisch, wenn man eine Frist angibt, wie schnell man es erreichen will. (Und meine Frist war in der Tat unrealistisch...)

Eben. Ich (und auch die anderen in dem Thread, die Deine Ziele als unrealistisch bezeichneten) bezog mich ja auf das, was Du geschrieben hast. Innerhalb von zehn Jahren ein Psychologiestudium abschließen + neuen Job finden, obwohl Du laut eigener Aussage, schnell entlassen wirst aufgrund Deiner Erkrankung + als Ungelernter in zehn Jahren 70k sparen. 

Einfach studieren, ohne dass der Abschluss wichtig ist, irgendwas arbeiten, wobei es Dir egal ist, wie viel Geld Du verdienst und vielleicht in einem unübersehbaren Zeitrahmen Geld sparen sind da eben ganz andere "Ziele". 

 

vor 45 Minuten, mrshapshifter schrieb:

Also, es ist erst zu Ende, wenn ich tot bin und dann kann ich gar nicht mehr enttäuscht sein. Und wie gesagt, der Weg zur Zielerreichung sollte auch Spaß machen. Da gibt es nichts, enttäuscht zu sein.

Ich denke, die Leute im anderen Thread sind, genau wie ich auch, davon ausgegangen, dass es sich um berufliche Ziele handelt, die Du natürlich vor Deinem Tod (optimalerweise sicher auch etwas vor dem Rentenalter) erreichen möchtest. Und Du hattest ja selbst den Zeitplan vorgegeben. 

 

vor 48 Minuten, mrshapshifter schrieb:

Das finde ich aber wiederum unrealistisch, dass ich mein psychologisches Wissen ehrenamtlich einsetzen kann.

Wieso ist das jetzt unrealistischer als zu studieren, die Therapeutenausbildung zu machen und dann in dem Beruf zu arbeiten? 

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vor 16 Minuten, JunkieDoll schrieb:

Verstehe ich nicht. Weil sie eh nicht umsetzbar sind und deswegen eh kein Gedanke an eine Umsetzung verschwendet wird?

Umsetzbar sollten Träume und Ziele schon irgendwie sein. Aber es kann vielleicht sehr lange dauern. Es könnte zum Beispiel für mich sein, dass ich erst nach mehr als 30 Jahren Psychotherapeut werden kann, realistisch gesehen. Aber wer würde denn dann denken, dass ich das trotzdem anstreben will? Und wer glaubt mir denn, dass ich tatsächlich so lange durchhalte? Wer glaubt mir, dass es mir egal ist, ob ich mit 80 Psychotherapeut werde oder gar nicht mehr im Leben und es einfach trotzdem versuchen möchte?

vor 23 Minuten, JunkieDoll schrieb:

Bitte? Die Entscheidung vieler ist es Geld zum Leben zu verdienen und nicht von Sozialhilfe zu leben? Was wäre denn die Alternative zum "müssen"?

Ich nehme meine Aussage zurück. Einen guten Arbeitsplatz für finanzielle Sicherheit zu haben ist schon ganz gut. Aber man kann sich neben der Arbeit trotzdem noch weiterbilden und seine wirklichen Ziele / Wünsche verwirklichen, vielleicht aber auch nur als Hobby.

vor 26 Minuten, JunkieDoll schrieb:

als Ungelernter in zehn Jahren 70k sparen. 

Also im ersten Arbeitsmarkt mit Minimalgehalt kann ich im Monat bis zu 800€ sparen (wenn meine Eltern, die meine Mieter sind, auf ihre Miete verzichten). Wenn ich also 10 Jahre lang seeeeehr sparsam bin und mir absolut nichts gönne, dann habe ich nach 10 Jahren 96000€ gespart. Aber dass ich mir nichts gönne in den zehn Jahren, und dass ich meinen Eltern zumute, trotz Arbeit ihnen keine Miete zu zahlen, ist vielleicht nicht ganz realistisch.

vor 30 Minuten, JunkieDoll schrieb:

obwohl Du laut eigener Aussage, schnell entlassen wirst aufgrund Deiner Erkrankung

Das wäre dann eine spezieller Arbeitsplatz, wo der Arbeitgeber staatliche Förderung bekommt und sehr verständnisvoll mit meiner Erkrankung ist. Diese würde von der Werkstatt vermittelt werden.

vor 31 Minuten, JunkieDoll schrieb:

Einfach studieren, ohne dass der Abschluss wichtig ist, irgendwas arbeiten, wobei es Dir egal ist, wie viel Geld Du verdienst und vielleicht in einem unübersehbaren Zeitrahmen Geld sparen sind da eben ganz andere "Ziele". 

Also, ich will schon "irgendwann" einen Abschluss. Aber das "wann" ist nicht festgelegt... Und der Gehalt sollte schon mindestens 9,19€ pro Stunde sein, was Hamburger Mindestlohn ist (bzw. in ganz Deutschland?).

vor 33 Minuten, JunkieDoll schrieb:

Und Du hattest ja selbst den Zeitplan vorgegeben.

Ja, mein Fehler!

vor 34 Minuten, JunkieDoll schrieb:

Wieso ist das jetzt unrealistischer als zu studieren, die Therapeutenausbildung zu machen und dann in dem Beruf zu arbeiten?

Wenn ich mich nicht täusche kann man auch noch mit 80 Therapeut werden, aber ist vielleicht dann nicht mehr so leicht, Klienten zu finden. 😄

Aber eine ehrenamtliche Arbeit, wo ich Leute etwas coachen kann. Das ist glaube ich schwer zu finden...

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vor 28 Minuten, mrshapshifter schrieb:

Umsetzbar sollten Träume und Ziele schon irgendwie sein. Aber es kann vielleicht sehr lange dauern.

 

vor 28 Minuten, mrshapshifter schrieb:

Wer glaubt mir, dass es mir egal ist, ob ich mit 80 Psychotherapeut werde oder gar nicht mehr im Leben und es einfach trotzdem versuchen möchte?

Widerspricht sich in meinen Augen eben. 

Es ist nicht realistisch und umsetzbar, wenn Du nicht einmal einen groben Zeitplan aufstellen kannst. 

 

vor 30 Minuten, mrshapshifter schrieb:

Aber man kann sich neben der Arbeit trotzdem noch weiterbilden und seine wirklichen Ziele / Wünsche verwirklichen, vielleicht aber auch nur als Hobby.

Da stimme ich Dir vollkommen zu. 

 

vor 31 Minuten, mrshapshifter schrieb:

Also im ersten Arbeitsmarkt mit Minimalgehalt kann ich im Monat bis zu 800€ sparen (wenn meine Eltern, die meine Mieter sind, auf ihre Miete verzichten). Wenn ich also 10 Jahre lang seeeeehr sparsam bin und mir absolut nichts gönne, dann habe ich nach 10 Jahren 96000€ gespart.

Das ist dann aber genau genommen nicht von Dir gespart, sondern Dir von Deinen Eltern geschenkt. 

 

vor 34 Minuten, mrshapshifter schrieb:

Aber eine ehrenamtliche Arbeit, wo ich Leute etwas coachen kann. Das ist glaube ich schwer zu finden...

Ich meinte auch nicht, dass Du Leute coachen sollst. Siehst Du Dich denn momentan wirklich in der Lage, andere Leute zu coachen? 

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vor 4 Stunden, JunkieDoll schrieb:

Das ist dann aber genau genommen nicht von Dir gespart, sondern Dir von Deinen Eltern geschenkt. 

Ja, knapp die Hälfte von meinen Eltern. Ich glaube aber, dass sie mir anbieten werden, wenn überhaupt nur sehr wenig Miete zu bekommen, etwa 150€ (im Moment 350€), um die Kosten abzudecken, die die Wohnung monatlich erzeugt. Meinst du, ich sollte darauf bestehen, weiterhin 350€ Miete zu bezahlen, wenn es dazu kommt, dass ich im ersten Arbeitsmarkt (mit staatlicher Förderung) arbeite?

vor 4 Stunden, JunkieDoll schrieb:

Siehst Du Dich denn momentan wirklich in der Lage, andere Leute zu coachen?

Nein.

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wer ist glücklicher, der Bettler, der jede Nacht träumt, er sei ein König, oder der König, der jede Nacht träumt, er sei ein Bettler...

 

uraltes philosophisches Rätsel

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vor 10 Stunden, mrshapshifter schrieb:

Meinst du, ich sollte darauf bestehen, weiterhin 350€ Miete zu bezahlen, wenn es dazu kommt, dass ich im ersten Arbeitsmarkt (mit staatlicher Förderung) arbeite?

Du solltest so schnell wie möglich nicht mehr bei deinen Eltern wohnen und deinen Lebensunterhalt ohne Zuschüsse von irgendwem finanzieren. Einfach für dich selber, damit du dich zu einem selbstständigen Erwachsenen entwickeln kannst. 

vor 16 Stunden, mrshapshifter schrieb:

Gehalt sollte schon mindestens 9,19€ pro Stunde sein

Ich hab damals am Flughafen in Nachtschicht Pakete sortiert. Gab 12€ die Stunde und das einzige was die voraussetzen damit du da anfangen kannst ist dass du pünktlich zu Arbeitsbeginn vorm Eingang stehst. Ist halt anstrengend und die Arbeitszeiten sind unbequem, aber dafür bist du deutlich überm Mindestlohn. Sowas wirds auch irgendwo in deiner Nähe geben.

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vor 9 Stunden, Nachtzug schrieb:

wer ist glücklicher, der Bettler, der jede Nacht träumt, er sei ein König, oder der König, der jede Nacht träumt, er sei ein Bettler...

 

uraltes philosophisches Rätsel

Ich weiß nicht, ob du eher meintest, ein Bettler, der jede Nacht davon träumt, ein König zu "werden" (und nicht "sein"). Das wäre dann ontopic!

vor 2 Stunden, chillipepper schrieb:

Du solltest so schnell wie möglich nicht mehr bei deinen Eltern wohnen und deinen Lebensunterhalt ohne Zuschüsse von irgendwem finanzieren. Einfach für dich selber, damit du dich zu einem selbstständigen Erwachsenen entwickeln kannst. 

Meine erste Reaktion darauf war:😨 Aber ich möchte es mal versuchen!

 

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Wie sieht das denn aus im Moment bei Dir? 
Wohnst Du in einer Wohnung die Deinen Eltern gehört, zahlst dafür Miete und lebst sonst von dem was von Deinem „Gehalt“ auf dem 2. Arbeitsmarkt übrig bleibt? 
 

oder lebst Du bei Deinen Eltern, führst von Ihnen versorgt und gibst Ihnen dafür die „Miete“?

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vor 5 Stunden, chillipepper schrieb:

Sowas wirds auch irgendwo in deiner Nähe geben.

Amazon Verteilcenter, gibt's ja mittlerweile fast an jeder Ecke in D

aber ich würd da nicht arbeiten gehen

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