Zur Arbeit pendeln - 1h hin & 1h zurück

161 Beiträge in diesem Thema

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vor 51 Minuten, Samtschnute schrieb:

Ohja... sagt einer der den Beruf nicht ausübt. Wer redet denn hier immer so schön vom Home Office? Ich habe 5 Tage die Woche Home Office. 😉

Wie immer, die Parameter sind hier so unterschiedlich wie viel ein Lehrer wirklich schaffen muss. Manchen müsste man schon Schmerzensgeld zahlen, andere betrachten es als leicht verdientes Geld. Bei mir stand vor der Verbeamtung (empfinde ich übrigens als Zwang) die Frage nach einer möglichen Umschulung auf GS an. Da fehlen die Lehrer an Ecken und Enden. Sorry, für E11 oder A12 mache ich den Job nicht. Deswegen wird auch fast kein Mann mehr Grundschullehrer. 

Einige Lehrer werden in den Ferien übrigens erstmal krank, weil der tägliche Stress den Körper immer weiter antreibt und erst in der "Erholungsphase" die Krankheit ausbricht.

Nicht falsch verstehen: Ich bin froh, dass andere den Job als lehrer ausüben, denn ich will ihn nicht machen. Aber allein deine Aussage, dass Du für A12 das nicht machen würdest (den Grundschullehrerjob)... Ich würde gern mal eine Woche tauschen.

Meinste das ist bei Nicht-Lehrern anders? Viele Arbeitnehmer werden im Urlaub auch erstmal krank, das ist kein lehrerspezifisches Phänomen 🙄

bearbeitet von El Borracho

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vor 1 Stunde, Diet-Prophet schrieb:

Unternehmensgröße, Lage, Tarifvertrag.

Ist nun kein großes Geheimnis, dass Metall/Elektro (IG Metall) und Chemie/Pharma historisch eine starke lobby haben. 80-85k hast dort auch als Ing./Sachbearbeiter mit 35h, mit 40h auf jeden Fall.

Cons: Strukturen sind relativ starr; große Standorte eher im ländlichen Gebiet

Der Facharbeiter muss andere Opfer bringen, kontinuierliche Schichtwechsel sind nun wahrlich nicht immer erstrebenswert, ähnliches gilt für Wochendenden und Feiertage.

In so einem Konzern kannst im "mittleren Management" je nach deiner Definition 110-200k rechnen.

Zu guter letzt: Angebot und Nachfrage. Wieviele BWL Bachelor verlassen jährlich die FHs und Unis? Wieviele Jungfacharbeiter bilden OEMs und Tier 1 Zulieferer in relevanten Fachrichtungen (jenseits von Montage und "Knöpfe drücken") aus?

Naja, bei einem Ing. kann ich das Gehalt voll und ganz nachvollziehen, aber nicht bei einem Facharbeiter.

Schon klar, dass da mehrere Faktoren einen Einfluss haben. Trotzdem sehe ich das ganze in Relation und kann mir nicht vorstellen, dass ein Facharbeiter ohne akad. Abschluss, der einfachste Arbeiten verrichtet, genauso viel verdient wie jemand im mittleren Management eines mittelst. Unternehmens (was nicht zwangsläufig immer BWLer sein müssen).

 

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vor einer Stunde, El Borracho schrieb:

Nicht falsch verstehen: Ich bin froh, dass andere den Job als lehrer ausüben, denn ich will ihn nicht machen. Aber allein deine Aussage, dass Du für A12 das nicht machen würdest (den Grundschullehrerjob)... Ich würde gern mal eine Woche tauschen.

Meinste das ist bei Nicht-Lehrern anders? Viele Arbeitnehmer werden im Urlaub auch erstmal krank, das ist kein lehrerspezifisches Phänomen 🙄

Tausch mal eine Woche. Es gibt tatsächlich Leute aus der Wirtschaft die mal hospitiert haben. "Das würde ich ja keinen einzigen Tag aushalten." Derjenige hat die Lärm- und Stressbelastung zuvor noch belächelt.

Und ja, ich habe laut gelacht bei A12, denn meine GS Kollegen haben durch Inklusion und verändertes Elternklientel, heterogene Klassen, neugeschaffenen Bereichen (Datenschutzbeauftragter, Inklusionsbeauftragter, etc.) und Dauerstress durch Vertretungen mittlerweile ein enormes Arbeitspensum. Ich hoffe, dass bald alle Bundesländer die Gehälter angleichen. 

Ich habe knallhart gesagt, dass ich dafür nicht in der Schule arbeite und anstatt Verbeamtung den Weg in die freie Wirtschaft gegangen wäre. Immerhin gibt es da Aufstiegschancen wenn du gute Arbeit leistest. Finanzielle Aufstiegschancen sind im Beamtentum kaum gegeben. Wenn ich gute Arbeit leiste, dann muss das auch entsprechend vergütet werden.

 

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vor 8 Minuten, Samtschnute schrieb:

Tausch mal eine Woche. Es gibt tatsächlich Leute aus der Wirtschaft die mal hospitiert haben. "Das würde ich ja keinen einzigen Tag aushalten." Derjenige hat die Lärm- und Stressbelastung zuvor noch belächelt.

Und ja, ich habe laut gelacht bei A12, denn meine GS Kollegen haben durch Inklusion und verändertes Elternklientel, heterogene Klassen, neugeschaffenen Bereichen (Datenschutzbeauftragter, Inklusionsbeauftragter, etc.) und Dauerstress durch Vertretungen mittlerweile ein enormes Arbeitspensum. Ich hoffe, dass bald alle Bundesländer die Gehälter angleichen. 

Ich habe knallhart gesagt, dass ich dafür nicht in der Schule arbeite und anstatt Verbeamtung den Weg in die freie Wirtschaft gegangen wäre. Immerhin gibt es da Aufstiegschancen wenn du gute Arbeit leistest. Finanzielle Aufstiegschancen sind im Beamtentum kaum gegeben. Wenn ich gute Arbeit leiste, dann muss das auch entsprechend vergütet werden.

 

Klar, Lehrer sind auch die einzigen, die mega Druck und Stress haben. Sowas kennt man in der freien Wirtschaft nicht. Dazu gibt es 25-30 Urlaubstage statt 70 Ferientagen on top, bei Vollzeit darfste dann auch von morgens bis abends im Büro sitzen, anstatt mittags ins Homeoffice zu gehen. Plus Überstunden und was man noch zusätzlich von zu Hause aus macht, manchmal auch an WEs oder im Urlaub. 

Mal ernsthaft: Ich kenne genügend Lehrer aus meinem persönlcihen Umfeld. Da reißt sich bis auf die ein oder andere Ausnahme keiner ein Bein aus. Bei 6 Wochen Sommerferien sagen die Ausnahmen, sie müssten fast die ganzen Ferien über vorbereiten. Der Großteil fliegt für minimum 4 Wochen in den Urlaub/macht ne Fernreise und lässt die Seele baumeln.

Klar ist das je nach Schule ein harter Job. Aber man muss ihn nicht krasser machen als er ist, v.a. nicht zu den Konditionen im Beamtenstatus.

 

 

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Meine Schwester ist Grundschullehrerin in einer Kleinstadt in SH und macht sich definitiv nicht tot und sie ist eher von der faulen Sorte. A13 finde ich aber trotzdem gerechtfertigt. Als Vater von drei kleinen Kindern (0-4) weiß ich, wie viel Stress Kinder machen können 😄

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vor 1 Stunde, El Borracho schrieb:

Naja, bei einem Ing. kann ich das Gehalt voll und ganz nachvollziehen, aber nicht bei einem Facharbeiter.

Schon klar, dass da mehrere Faktoren einen Einfluss haben. Trotzdem sehe ich das ganze in Relation und kann mir nicht vorstellen, dass ein Facharbeiter ohne akad. Abschluss, der einfachste Arbeiten verrichtet, genauso viel verdient wie jemand im mittleren Management eines mittelst. Unternehmens (was nicht zwangsläufig immer BWLer sein müssen).

 

Welche Relation meinst du? Kleinere/mittlere Beratung vs. riesiger Konzern? Ich spreche von Unternehmen wie BMW, Daimler, VW Konzern, Bosch, Siemens aus der Metall/Elektro- bzw. BASF, Bayer, Fresenius aus der Chemiebranche. 

Mit deinen Zahlenbeispielen stehst du doch nicht schlecht da. In Absoluten Zahlen 80-85k + Mittelklassewagen + Boni. Die 55 Wochenstunden werden wohl kaum vertraglich festgelegt sein. Immer noch 30€/h. Letztendlich kann man im Consulting die Lernkurve mitnehmen und bei guter Leistung zu gegebener Zeit den exit hinlegen.

vor 2 Stunden, El Borracho schrieb:

dass ein Facharbeiter ohne akad. Abschluss, der einfachste Arbeiten verrichtet

Mit welcher Expertise kommst du darauf, das beurteilen zu können?

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vor einer Stunde, Samtschnute schrieb:

Tausch mal eine Woche. Es gibt tatsächlich Leute aus der Wirtschaft die mal hospitiert haben. "Das würde ich ja keinen einzigen Tag aushalten." Derjenige hat die Lärm- und Stressbelastung zuvor noch belächelt.

Und ja, ich habe laut gelacht bei A12, denn meine GS Kollegen haben durch Inklusion und verändertes Elternklientel, heterogene Klassen, neugeschaffenen Bereichen (Datenschutzbeauftragter, Inklusionsbeauftragter, etc.) und Dauerstress durch Vertretungen mittlerweile ein enormes Arbeitspensum. Ich hoffe, dass bald alle Bundesländer die Gehälter angleichen. 

Ich habe knallhart gesagt, dass ich dafür nicht in der Schule arbeite und anstatt Verbeamtung den Weg in die freie Wirtschaft gegangen wäre. Immerhin gibt es da Aufstiegschancen wenn du gute Arbeit leistest. Finanzielle Aufstiegschancen sind im Beamtentum kaum gegeben. Wenn ich gute Arbeit leiste, dann muss das auch entsprechend vergütet werden.

 

Werden nicht Grundschuldirektorinnen geradezu verzweifelt gesucht, weil fast alle Lehrerinnen lieber nicht zur Direktorin aufsteigen wollen? Wenn du da aufstiegswillig bist, sollte es doch unter den Umständen ein leichtes sein, Grundschuldirektorin zu werden.

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Am 26.2.2020 um 17:10 , Diet-Prophet schrieb:

Welche Relation meinst du? Kleinere/mittlere Beratung vs. riesiger Konzern? Ich spreche von Unternehmen wie BMW, Daimler, VW Konzern, Bosch, Siemens aus der Metall/Elektro- bzw. BASF, Bayer, Fresenius aus der Chemiebranche. 

Mit deinen Zahlenbeispielen stehst du doch nicht schlecht da. In Absoluten Zahlen 80-85k + Mittelklassewagen + Boni. Die 55 Wochenstunden werden wohl kaum vertraglich festgelegt sein. Immer noch 30€/h. Letztendlich kann man im Consulting die Lernkurve mitnehmen und bei guter Leistung zu gegebener Zeit den exit hinlegen.

Mit welcher Expertise kommst du darauf, das beurteilen zu können?

Ich meinte es in der Relation dazu, dass man im mittleren Management eine hohe Verantwortung und auch entpsrechende Last trägt und den Kopf für andere hinhält währen man als Facharbeiter stumpf seine Aufgaben erledigt. Dies im Verhältnis gesetzt finde ich gleiche Gehälter unangebracht, egal ob jetzt der Facharbeiter in einem Großkonzern arbeitet oder nicht. Die Aufgaben bleiben ja dieselben, egal ob Konzern oder KMU.

bearbeitet von El Borracho

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Am 26.2.2020 um 16:56 , SchnatterNatter schrieb:

Meine Schwester ist Grundschullehrerin in einer Kleinstadt in SH und macht sich definitiv nicht tot und sie ist eher von der faulen Sorte. A13 finde ich aber trotzdem gerechtfertigt. Als Vater von drei kleinen Kindern (0-4) weiß ich, wie viel Stress Kinder machen können 😄

Ich finde das ist der perfekte Familienjob. Einer hat dann ein 100% bombensicheres Einkommen, kaum Pendelstress und dafür Zeit für Kinderbetreuung o.Ä., der andere kann dafür mehr risky oder mit mehr Arbeitsaufwand sich um den Rest kümmern. 

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Gute, wirklich engagierte Lehrer haben meiner Ansicht sogar ein höheres Einkommen verdient, bei ihrer Arbeit und Einflussmöglichkeiten. Die andern, naja...

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Am ‎26‎.‎02‎.‎2020 um 17:41 , Kaiserludi schrieb:

Werden nicht Grundschuldirektorinnen geradezu verzweifelt gesucht, weil fast alle Lehrerinnen lieber nicht zur Direktorin aufsteigen wollen? Wenn du da aufstiegswillig bist, sollte es doch unter den Umständen ein leichtes sein, Grundschuldirektorin zu werden.

Nur verdient die Direktorin vielleicht netto 200€ mehr im Monat als die Lehrerin. Dafür den Aufwand?

Dann lieber das 3te oder 4te Kind hinterher geschossen. Das gibt das gleiche vom Steuerzahler...

bearbeitet von Bastel

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