Drama, LTR unzufrieden mit sich, Vorgehen

8 Beiträge in diesem Thema

Empfohlene Beiträge

1. Dein Alter 30
2. Ihr/Sein Alter 28
3. Art der Beziehung (monogam) 
4. Dauer der Beziehung 2 Jahre 
5. Dauer der Kennenlernphase vor LTR 6 Monate 
6. Qualität/Häufigkeit Sex 2x-3x pro Woche 
7. Gemeinsame Wohnung? Ja 
8. Probleme, um die es sich handelt siehe unten 
9. Fragen an die Community siehe unten 

Hallo ihr,

folgendes Problem: Wohne seit gut einem halben Jahr mit meiner LTR zusammen. Bin berufsbedingt umgezogen und sie ist nach ca. 1 Jahr Fernbeziehung in meine Stadt gezogen um mit mir zusammen zu wohnen. Sie ist noch nicht ganz fertig mit ihrem Studium, schreibt ihre Masterarbeit hier vor Ort (wird aber noch in der vorangegangenen Stadt betreut). Gleichzeitig hat sie einen Halbtagsjob und macht eine Therapeutenausbildung, für die sie alle 2 Monate einige Tage Workshop in einer anderen Stadt hat. Aktuell habe ich das Gefühl, dass sie damit überfordert ist dreigleisig zu fahren. Außerdem fällt es ihr schwer neue Kontakte in der neuen Stadt zu machen. Ich habe viel davon aufgefangen, viel mit ihr gemacht, viel zugehört - aber gleichzeitig auch viel gearbeitet (10-12h Tage). Trotzdem lief es bisher recht gut.

Seit einigen Wochen wird sie unzufriedener, ihr Selbstwertgefühl leidet unter der Situation "nicht fertig zu werden" und nicht wirklich anzukommen. Ich hör mir das oft an, hab ihr angeboten, dass sie ihren Nebenjob für die Zeit schmeißt, in der sie noch an ihrer Masterarbeit sitzt (4 Monate ca.) und dass ich die Miete komplett übernehme. Aber irgendwie verliert sie sich in diesem Gefühl, ist laufend schlecht gelaunt, fühlt sich alleine, schläft schlecht und wird immer pampiger und unzufriedener. Zuletzt hat sie ohne konkreten Anlass stundenlang geweint. Manchmal öffnet sie sich, oft hat sie aber auch keinen Bock darüber zu reden, trägt die schlechte Laune aber natürlich dennoch in die Beziehung ohne wirklich was daran ändern zu wollen. Habe ihr dann ruhig gesagt, dass ich verstehe dass sie viel Stress hat und auch, dass grade die Umstellungszeit ätzend ist. Auf ihren Kommentar "ich glaub ich werd depressiv" meinte ich nur, dass das Blödsinn ist (sie ist schon lebenslustig, hat Bock auf Sex, ist sportlich) und dass sie sich nicht so krass selbst bemitleiden sollte. Dann Streit, Drama, woraufhin sie dann wieder kam und meinte dass ich Recht hätte, bzw. dass sie gerade extrem "anstrengend" ist und selbst nicht so sein möchte...

Trotzdem geht das die ganze Zeit so weiter, sie heult, dann passiv aggressive Whatsapp Nachrichten "a la ich will dass du heute putzt" und "ja bei dir läuft ja alles grade nur bei mir nicht" und sobald ich hart bleibe, ihr sage dass ich ihr gerne zuhöre wenn sie auf mich zukommt (hab keine Lust dann wieder Abfuhren zu bekommen wenn ich auf sie zugehe) aber dann mein Ding mache und ruhig bleibe verschärft sich das ganze nur. Sie zeigt mir die kalte Schulter meint "ich will dass hier Distanz reinkommt" und spricht davon, die Schlafzimmer zu trennen - ist danach sobald ich sage "joa ok" wieder total anhänglich. Trotzdem wirds respektloser. Ich geh morgens zum Sport, wir wollen danach frühstücken und ich bring was zu essen mit, auf dem Heimweg die Info "bin doch schon weg bis dann" und ich steh mit den Brötchen in der Bahn...

Frisst einfach Energie und geht mir grade jetzt vor Weihnachten tierisch auf den Sack weil ich keinen Bock auf 3 Wochen Dauerstress hab.

Wie soll ich damit umgehen? Freu mich über Einschätzungen von euch. 

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In deinem letzten Thread zu ihr stehen doch genug Hinweise: Ihr passt einfach nicht zusammen.

 

bearbeitet von Enatiosis
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vor 12 Minuten, H54 schrieb:

In deinem letzten Thread zu ihr stehen doch genug Hinweise: Ihr passt einfach nicht zusammen.

 

Das Ding ist, dass ich glaube, dass sie jenseits von diesen Anfällen echt eine tolle, liebenswürdige, verlässliche Frau ist! Deswegen hab ich mich dazu entschieden für mich Wege zu finden, mit den Phasen in denen es so läuft wie grade, umzugehen weil es mir das overall wert ist. Trotzdem frag ich mich, ob ich falsch reagiere wenn ich sie in solchen Momenten einfach in Ruhe lasse. Gleichzeitig macht es aber auch keinen Sinn anzufangen den Psychotherapeuten zu spielen...

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Ich würde sie behalten. Im alten Thread war sie 29, jetzt ist sie 28. In 10 Jahren musste dann aber Schluss machen....

  • HAHA 7

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Am 15.12.2019 um 14:17 , Fahrer schrieb:

Das Ding ist, dass ich glaube, dass sie jenseits von diesen Anfällen echt eine tolle, liebenswürdige, verlässliche Frau ist! Deswegen hab ich mich dazu entschieden für mich Wege zu finden, mit den Phasen in denen es so läuft wie grade, umzugehen weil es mir das overall wert ist. Trotzdem frag ich mich, ob ich falsch reagiere wenn ich sie in solchen Momenten einfach in Ruhe lasse. Gleichzeitig macht es aber auch keinen Sinn anzufangen den Psychotherapeuten zu spielen...

Man muss sich halt immer fragen, ob es das tatsächlich schon gewesen sein soll. Kann jeder für sich entscheiden.

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Am 15.12.2019 um 14:17 , Fahrer schrieb:

Das Ding ist, dass ich glaube, dass sie jenseits von diesen Anfällen echt eine tolle, liebenswürdige, verlässliche Frau ist!

 

 

Entweder akzeptierte das völlig, dass sie gewisse Seiten hat. Und kommst mit klar, bzw kriegst es gut genug gecoped.

Oder du akzeptierst es nicht. Und entweder schaffst du's ne Grenze zu setzen, und es kippt wieder in Richtung positive, erfüllende Beziehung. Oder du ziehst die Konsequenzen und entscheidest, dass dir diese Beziehung nicht gut ist.

bearbeitet von Dustwalker

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Ich find's schwierig, wenn man rein des Partners willen ohne Plan in eine fremde Stadt zieht. Du kennst niemanden, du hast keine Haltpunkte und alles auf den Partner zu lagern - das funktioniert langfristig nicht. Denn ein Partner, sei es auch eine liebevolle und harmonische Beziehung, kann nicht die ganze Last eines einzelnen Menschen tragen. Dafür haben wir ja (auch) unsere Freunde, Familie, Bekannte. Da eure Beziehung aber sowieso schon einige Schwierigkeiten hat/hatte, kommen diese Reibungspunkte natürlich umso schneller auf - seien das Erwartungshaltungen, ungeklärte Missverständnisse, Kommunikationsschwierigkeiten. Das entlädt sich dann auch immer schneller.

Zum anderen - sie scheint einsam zu sein. Ein sehr mieses Gefühl. Du bist zwar nicht allein, du hast ja den Partner, aber der ist ja auch nicht so richtig da. Schon allein deswegen, weil eine einzige Person einfach langfristig nicht ausreicht um sich "angekommen" zu fühlen oder zufrieden. Warum ist sie da? Wollt ihr eine Familie gründen? Wollt ihr gemeinsam etwas aufbauen? Wollt ihr ein Leben dort haben? Was sind die Beweggründe, außerhalb von dir als Person, die sie dazu geführt haben, zu dir zu kommen?

Es fehlt ja auch ebenso an Zeit, wenn sie so viele Bälle jonglieren muss. Ebenso hast du ja auch noch deine Verantwortungen.

Ich glaube, dass sie einfach nicht zufrieden mit der Situation ist. Es klingt anfangs bestimmt schön, der Liebe wegen zum Partner zu ziehen in eine fremde Stadt. Die Realität sieht dann doch immer etwas anders aus. Man nimmt mehr Belastungen auf sich, muss mehr pendeln, man hat keine Bezugsmenschen um sich und dann fängt man an zu zweifeln - ist das wirklich die Beziehung, die ich führen möchte? Ist das wirklich der Preis, den ich für die Beziehung zahlen möchte? Das mag scheiße klingen, ist aber letztendlich dann doch die Frage, die man sich stellt. Was sind wir bereit für die Beziehung zu opfern?

Dass du auf ihre Bedenken, depressiv zu werden, das abgewunken hast - naja, uneinfühlsam. Aber ja, irgendwann hat man selbst auch mal das Faß voll. Das mein ich, wenn ich sage - eine einzige Person kann nicht die Last eines Menschen tragen. Dafür brauch es mehr. Und das sollte man auch nicht. Wenn sie dann sagt, dass sie mehr Distanz möchte ist das vielleicht auch irgendwo ein Hilferuf, sich vielleicht doch wieder unabhängiger machen zu wollen. Sie scheint ja nicht blöd zu sein. Ihr wird nicht entgangen sein, dass du gerade ihre ganze Gefühlswelt tragen musst und sich das negativ auf euch auswirkt. Distanzwünsche sind auch ein Wunsch nach Unabhängigkeit.

Die Frage wäre zum einen - und nach zwei Jahren kann das zwar auch zu früh sein, aber ihr seid beide 30, pimaldaumen - wohin geht die Beziehung? Was sind eure Pläne? Was möchtet ihr euch da aufbauen? WOFÜR macht ihr das? Wofür macht sie das? Wofür machst du das? Dann wäre die Frage - okay, da wollen wir hin. So wie es jetzt ist, scheint das aber nicht allzu gut zu funktionieren. Was sind Alternativen? Vielleicht doch bis zur Masterabgabe in Uninähe wohnen bleiben? Da solltet ihr euch mal Gedanken machen. Da sollte sie sich Gedanken machen. Wo will sie hin? Warum ist sie in deiner Stadt? Was will sie dort aufbauen?

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