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Seid gegrüßt...

Ich hoffe echt, dass ihr mir helfen könnt…Bevor ich näheres erläutere, erzähle ich was über mich:

Ich bin 21 Jahre alt, habe meine Fachhochschulreife geschafft, mache aktiv Kraftsport (seit fast 3 Jahren) und habe eine Ausbildung zum Chemikanten begonnen und eventuell mache ich danach eine Weiterbildung zum Meister und mein eigenes Auto habe ich auch. Nebenbei habe ich großes Interesse an einige finanzielle Institutionen wie den Börsenmarkt, P2P Krediten und weiteren Sachen gefunden und habe dementsprechend investiert. Und ich habe viele Interessen, die ich eigentlich gerne umsetzen möchte. So weit so gut…

Aber ich bedauere vieles was ich in den letzten 10 Jahren gemacht habe oder besser gesagt nichts gemacht habe (nicht gehandelt) ….

Alles begann als ich ein paar Jahre alt war. Meine Eltern wollten mich zweisprachig erziehen (russisch-deutsch). Aber sie haben mir immer erzählt, dass ich damals kaum ein Wort gesagt habe oder nicht verstanden habe…Deswegen hatten sie sich dazu entschlossen mich zum Kindergarten zu schicken, damit ich wenigstens einigermaßen deutsch sprechen konnte…aber da war das Problem nicht gelöst worden…Mit 5 Jahren wurde ich zum Logopäden geschickt, damit ich meine Aussprache verbessere… Aber auch das hatte nicht gut geholfen…In der Grundschule war ich dennoch gut aber nur weil meine Mutti mit mir jeden Tag lang gelernt hat und sehr sehr streng zu mir…Dadurch habe ich die Empfehlung zum Gymnasium bekommen und bin da auch hingegangen. Aber schon damals wurde ich in der Grundschule gemobbt, aufgrund meines Namens… Man konnte mich damals sehr leicht provozieren aber habe es niemals meinen Eltern gesagt, weil ich mich schämte und mich dadurch noch viel schwächer fühlte und ich dachte, dass meine Eltern eh nichts tun würden…

Schon damals, mit 11 Jahren, war ich ein sehr schüchterner/ verpeilter Mensch und hatte arge Probleme mit der Kommunikation gehabt… Ich habe schon damals beim Reden genuschelt und meine monotone Stimme hat es natürlich nicht besser gemacht oder wusste nicht mit welchen Themen ich mit der anderen Person unterhalten konnte… Und da ich ja zusätzlich noch bei Nervosität kaum etwas aussprechen konnte, hatte man mich schon früh als unfähig, dämlich, irrelevant und komisch abgestempelt…Bis ich das Gymnasium verlassen habe… Deswegen habe ich kaum mit anderen Schülern gesprochen…war immer der Stille, komische, dumme Typ…

Ab der 5. Klasse war ich in allen Unterrichtsfächern außer Sport schlecht, weil ich irgendwie nichts gerafft habe, was die Lehrer von mir wollten oder ich mich leicht abgelenkt habe. Ich wäre beinahe von der Schule wegen dem Fach Geschichte geflogen, aber ich habe es durch intensives auswendig Lernen und durch die harte Strenge meiner Mutti dennoch die Kurve gekriegt.

Auch wenn ich es ungern zugebe, war der PC oder meine Gedankenwelt das einzige was mich wirklich von meinen Schwächen und Problemen ablenken und mich glücklich machen konnte. Somit habe ich mich immer auf die Schnelle ablenken können und habe mich von der Umwelt abgeschottet und kaum geredet, weil die virtuelle oder die Gedankenwelt sowieso schöner und angenehmer ist und dich niemand hassen oder verabscheuen kann. Dennoch konnte ich ein paar (wenige) Freundschaften schließen und sogar zwei Beziehungen führen. Aber dennoch habe ich immer gespürt, dass ich immer die 2. Klasse oder ungenügend war…Ansonsten wäre ich immer allein in der Schule gestanden…

Die zweite Beziehung (ging 1,5 Jahre) war eines der schönsten Phasen meines Lebens. Die Person war wunderschön, intelligent, sportlich, hatte ähnliche Interessen wie ich und war für mich oft da und hat mich bei vielen Sachen unterstützt. Damals war ich 13-14 Jahre alt. Aber sie hat mir ab und zu gesagt, dass ich langweilig sei, weil ich nie wirklich viel geredet habe und schüchtern war… Danach ging sie zum Internat für überintelligente was ich schade fand aber es akzeptiert habe, weil ich wollte, dass sie sich weiterentwickelt und sich nicht von einer Beziehung aufhalten sollte. Und dann haben wir uns auseinandergelebt und sie hat dann mit mir Schluss gemacht… Danach war in mir völlige Leere…ich fühlte mich ohne sie so unerfüllt und hatte gehofft, dass es irgendwann mal wieder was werden könnte… aber dies ist nicht geschehen…

So ging es dann mit 14 in der 8. Klasse weiter… mit den Jahren habe ich mich immer unerfüllt und ausgeschlossen gefühlt,  immer wenn ich mal versucht habe mit den anderen zu kommunizieren, habe ich es nicht hingekriegt mich richtig zu artikulieren oder es verständlich rüber zubringen…wurde dann irgendwann sogar zum Teil ignoriert, wodurch meine Psyche immens Schaden erlitt. Ich wurde wie ein Mensch 2. Klasse behandelt und bedauerte, dass ich jeden Tag zur Schule musste und war immer glücklich als ich zu Hause war und mich mit meinem PC oder meiner Gedankenwelt ablenken konnte… So vergingen Jahre… bis ich 19 Jahre alt war. Meine Noten haben sich so verschlechtert, dass ich die 12. Klasse nicht geschafft hätte, wenn ich weiter machen würde (ich durfte nur noch einmal Unterpunkten und das würde ich nicht hinkriegen).

Ich habe mich damals wirklich geschämt und mich auch wirklich dafür gehasst: „Klasse, schon wieder gescheitert…ist ja nichts neues bei mir.“

Aber „zum Glück“ war ja mein PC da, der konnte mich ja wieder mal ablenken… Meine Mutti war extremst enttäuscht von mir, was sie mir sehr deutlich gezeigt hat…das ich behindert sei, faul sei und nichts auf die Reihe kriege…Und ich will das nicht leugnen…ich habe mir seit fast 10 Jahren gewünscht, dass ich intelligenter und sprachgewandter bin… Aber das bin ich nicht… Was für andere eine Selbstverständlichkeit war, ist bis heute eine zu große Hürde… natürlich habe ich verstanden, dass sich meine Mutti unglaubliche Sorgen um mich macht aber wie? WIE soll ich das nur umsetzen, um diese Probleme zu lösen???

Danach war ich in der Fachoberschule…es ging tatsächlich bergauf, was die Noten angehen… Aber nicht, weil ich mich gebessert habe, sondern weil das für mich nur Wiederholung von der 11. Klasse des Gymnasiums war…so konnte ich ohne großen Aufwand ein 2,3 Durchschnitt im Abschlusszeugnis erwerben… Aber dennoch hat ein Großteil der Klasse mich gemieden…ich hatte nur mit 2 Leuten hauptsächlich Kontakt gehabt… Ich habe mich immer wieder nachdem warum gefragt…Bin ich zu schüchtern/ zu direkt/ zu langweilig?  Es sind dieselben Fragen, die ich mir seit der 5. Klasse gestellt habe. Was stimmt nicht mit mir? Tatsächlich konnte ich mein Selbstbewusstsein in der Fachoberschule verbessern, weil ich tatsächlich so dämlich gewesen bin und mir tatsächlich was eingebildet habe, aufgrund meiner Noten… Da ist mir erstmal deutlich aufgefallen, dass ich auch passiv aggressiv bin. Ich habe einen von meinen wenigen Freunden im Unterricht angeschrien, obwohl sie mich nur ein bisschen geärgert hat…und im nach hinein denke ich, dass das früher auch schon so war…

Ich hatte in der Zeit eine Fernbeziehung, aber die war nur am Anfang gut (die ersten 2 Monate) die restlichen 12 Monate waren absolut grausam.

Während der Zeit in der Fachoberschule habe ich ein Nebenjob gehabt und war mit der Bezahlung zufrieden, aber auch dort wurde ich wie 2. Klasse behandelt… Und einer von den Vorgesetzten hatte es auf mich besonders abgesehen, weil ich am Anfang des Nebenjobs ein paar leichte Fehler begangen habe (ich wurde für 4 h unterrichtet, was ich machen sollte und ich wurde dann ins kalte Wasser geschmissen). Der hatte mich wiederum runter gemacht, beleidigt, dumm gemacht, mehrmals verarscht, mich immer bloßgestellt und hat mir für alles die Schuld gegeben. Aber ich tat das was ich immer, seit ich 11 war, tat…Mit niemandem darüber reden und alles in mir rein fressen.

Versteht mich nicht falsch. Wenn mich jemand kritisiert, nehme ich es gerne an…ich will mich ja auch verbessern...

 

Als es dann mit der Fernbeziehung nicht gut lief ( sie hat mich mehrmals betrogen…ich war immer darauf sauer und habe meine Freundin daraufhin runter gemacht und mit ihr gestritten aber ich wollte, dass die Beziehung bestand hält und habe somit alles rein gefressen…ich wollte nicht wieder allein sein…so habe ich gedacht…ich weiß, dass das falsch ist aber es fühlt sich einfach scheiße an permanent in Einsamkeit zu sein und sich nur vom PC ablenken zulassen… ich wusste doch nicht wie ich mich bessern sollte…), wurde ich immer gereizter…

Und dann geschah es…

(ich war gestresst wegen der Beziehung und wegen meinem Vorgesetzten, der mich immer runtergemacht hat, und meinem allgemeinen Versagen) Der Vorgesetzte beleidigte mich schon wieder und machte mich für alles verantwortlich

Ich hatte eine solche Wut auf alles gehabt (Beziehung, Menschheit, Gesellschaft, Einsamkeit, nicht gemocht/ ignoriert werden, nichts einwandfrei/ perfekt können), dass ich meinem Vorgesetzten so laut aus meiner Seele heraus angeschrien habe, dass ich sein folgendes Geschreie auf mich problemlos übertrumpfen konnte. Es tat so gut. Nach all den Jahren habe ich das 1. Mal den Mund aufgekriegt. Ich hätte vor Freude heulen können. Es hat sich so gut angefühlt… Danach hatte ich von allen Mitarbeitern Zustimmung bekommen. Er sei schlecht, faul fett und ein Messi der mit Mitte 30 nichts erreicht hat… Endlich waren alle für mich… Es war ein schönes Gefühl…

Es war für mich ein wichtiges Ereignis gewesen, weil mein Unterbewusstsein ein bisschen begriff, dass meine Meinung auch wichtig ist und ich mich anstrengen sollte meine Meinung öfters zu vertreten. Aber meine Beziehung war immer noch scheiße… es folgte dann der Schlussstrich…Wir haben den Kontakt abgebrochen…es folgte Leere in mir. Ich fühlte mich einsam und ungeliebt und anscheinend nur so viel wert war, dass man mich verarscht und mich mit jedem beliebigen Kerl betrügen kann…Ich habe 2 Monate lang geweint…hatte Selbstmord Gedanken, weil mein Leben bis dato sowieso nicht lebenswert war…Was mich zurückgehalten hat war die Angst vor dem Tod und das es egoistisch sei mich umzubringen, weil es meiner Familie schaden würde und vielleicht meinen wenigen Freunden…

Nach der Fachoberschule (da war ich schon 20) wollte ich studieren. Das wollten vor allem meine Eltern. Ich habe es aber verkackt…überall durchgefallen…Und habe den Studiengang abgebrochen...

Wieder eine Enttäuschung…

Ich habe schnell reagiert und eine Ausbildung zum Chemikanten entschieden. Ich wurde angenommen aber musste noch ein paar Monate warten bis es anfing. Währenddessen habe ich den alten Nebenjob erneut begonnen. Ich wollte dort wieder anfangen, weil vielen aufgefallen ist, dass ich für die Firma vieles getan habe und auch sogar einmal vor einem Überfall verteidigt habe. Ich hatte also einen guten Ruf gehabt und es gab dort neue Angestellte. Eine davon war eine 19-Jährige, die ich sehr sympathisch fand und sie mich auch (es war keine Liebe aber mein Interesse an ihr war da). Sie war auch eben hübsch, intelligent, sportlich und anders als die anderen Frauen. Eines Nachts haben wir uns getroffen…sie wollte über ihren Exfreund (er hat sie betrogen und wollte Schluss machen) reden…aber nach ein bisschen Gerede haben wir rum geknutscht und haben uns betoucht…es hat sich gut angefühlt…nach 8 h trennten sich unsere Wege…Ich war wirklich so naiv und dachte es könnte was aus uns werden…

Als ich darauf gefragt habe, ob wir uns nicht mal treffen wollen, meinte sie nur, sie würde zurückschreiben…tat sie aber nie…und als ich sie darauf angesprochen habe, hatte sie nur verwundert gemeint, dass es für sie nur eine einmalige Sache gewesen sei… Ich dachte mir alles klar. Bin ich es mal wieder nicht wert… aber als emotionalen Mülleimer missbraucht zu werden aber schon…Es macht mich wütend und rasend, obwohl ich sie nicht geliebt habe…Es tat einfach nur weh, dass ich es einfach nicht wert bin…wie so oft…und wie gesagt, wir waren immer noch Arbeitskollegen und mussten somit öfters zusammenarbeiten…

Daraufhin habe ich mir eingeredet, dass ich kein Interesse auf sie mehr habe…aber mein Unterbewusstsein sah es anders…ich habe mit ihr darüber geredet, dass ich kein Interesse mehr an ihr habe…sie fand es toll, weil sie ja wusste, dass es eine unnötige Belastung für uns beide gewesen wäre…Es hat sich daraufhin eine gute Freundschaft herauskristallisiert…dachte ich…Wir haben uns öfters getroffen und unterhalten…Aber seit 2 Monaten hat sie mir kein Wort mehr mit mir gewechselt…War wohl für mich nur eine Freundschaft… Aber ich will nicht egoistisch sein… Vielleicht hat sie in ihrem Studium sehr viel zu tun (sie hat viele andere Vereine) … aber andererseits sollte ich mir nicht so eine Scheiße einreden…

Und nun sind wir im HIER und JETZT…

Ich habe niemals davon meinen Eltern erzählt, weil sie mir eh nicht helfen können und ich Angst habe, dass sie mich als schwach sehen können und mich ablehnen.

Wenn ich zurückblicke, frage ich mich immer warum ich so beschissen gelebt habe. Das war keine Kindheit. Das war eine psychische Belastung. Daraufhin wünsche ich mir, dass ich 11 Jahre alt wäre und noch mal alles richtig machen würde… Ich bin nach wie vor passiv aggressiv, langweilig, kann mich schlecht artikulieren und mich behandeln fast alle wie 2. Klasse und beginne erst mit 21 Jahren eine verdammte Ausbildung…ich spüre so viel Hass/ Selbsthass/ Verbitterung in mir… Obwohl ich mit einigen Frauen schon ein bisschen intim war, bin ich immer noch eine verdammte Jungfrau. Fuck. Ich fühle mich so unfähig. Nicht imstande normale/lange/aufregende Unterhaltungen zu führen oder Freundschaft oder aufregende Beziehungen zu führen. Freundschaften schließen kann ich auch nicht…ich weiß nicht wie man Menschen an sich binden kann…ich weiß einfach den generellen Umgang mit Menschen nicht. Natürlich kann ich nicht jeden Menschen glücklich machen…Es geht darum was viele für selbstverständlich halten…Smalltalk, Freundschaften, Beziehungen, das Erreichen von Zielen, keine Lachnummer mehr zu sein, nicht wie 2. Klasse behandelt zu werden…Ich will das alles nicht…Ich will, dass man mich mag und liebt... Es mag egoistisch und zu 100% dämlich klingen, aber ich bin doch auch nur ein Mensch wie jeder andere auch. Warum sollte es ausgerechnet mir verwehrt sein, diese Erfahrungen zu machen…Ich brauche unbedingt Tipps, um das alles gerade zu biegen… Kraftsport und PC ist das einzige was in mir wirklich was Positives auslöst…ich sehe auch meine Erfolge beim Kraftsport, obwohl ich viel mehr erreichen sollte und will…was das angeht. Ich bin zwar nicht Selbstmord gefährdet aber ein gutes Leben stelle ich mir definitiv anders vor…

Ich will endlich leben wie jeder andere auch…ich bitte wirklich darum, dass ihr mir hilft...Und bin für jede Antwort dankbar...

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Hallo Sarius, 

als erstes einmal großes Lob an dich, dass du dich deiner Vergangenheit stellst und daraus für die Zukunft lernen möchtest. Ich denke jeder hatte schon mal Phasen, in denen es subjektiv überhaupt nicht lief, wie man es sich eigentlich vorgestellt hatte. Das ist normal und gehört dazu. Was mir beim Lesen bei dir auffällt ist, dass du mit dir selbst nicht im reinen bist und du somit nach Außen jemanden ausstrahlst, der du eigentlich tief in deinem Inneren nicht sein möchtest. Greif das Problem bei der Wurzel an, schau dass du intega mit dir selbst wirst. Das geht zum einen dadurch, dass du dein Handeln nach deinen Gedanken ausrichtest. Klingt einfach, aber ist dennoch schwierig. Lass die Vergangenheit hinter dir, arbeite an deinen selbsternannten Schwächen und werde zu dem der du sein möchtest. Es ist ein Marathon, kein Sprint. Letztenendes liegt es vollkommen an dir, Beiträge von anderen Usern können dich höchstens inspirieren, dran arbeiten musst du komplett selbst.

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Am 9.3.2020 um 11:07 , barturd schrieb:

Hallo Sarius, 

als erstes einmal großes Lob an dich, dass du dich deiner Vergangenheit stellst und daraus für die Zukunft lernen möchtest. Ich denke jeder hatte schon mal Phasen, in denen es subjektiv überhaupt nicht lief, wie man es sich eigentlich vorgestellt hatte. Das ist normal und gehört dazu. Was mir beim Lesen bei dir auffällt ist, dass du mit dir selbst nicht im reinen bist und du somit nach Außen jemanden ausstrahlst, der du eigentlich tief in deinem Inneren nicht sein möchtest. Greif das Problem bei der Wurzel an, schau dass du intega mit dir selbst wirst. Das geht zum einen dadurch, dass du dein Handeln nach deinen Gedanken ausrichtest. Klingt einfach, aber ist dennoch schwierig. Lass die Vergangenheit hinter dir, arbeite an deinen selbsternannten Schwächen und werde zu dem der du sein möchtest. Es ist ein Marathon, kein Sprint. Letztenendes liegt es vollkommen an dir, Beiträge von anderen Usern können dich höchstens inspirieren, dran arbeiten musst du komplett selbst.

Danke, dass du den gesamten Text durchgelesen hast...

Du hast recht. Ich bin mit mir überhaupt nicht im Reinen. Ich bin so unzufrieden mit mir selbst, weil ich eben nicht viel gemacht habe, falsch gehandelt habe und weil ich nicht meinen wahren Ich ausstrahle...Ich möchte dementsprechend auch vieles an mir ändern..und zwar, dass ich meinen wahren Ich ohne irgendwelche Ängste zeigen/ leben kann. Ich muss wirklich hart an mir arbeiten und das wird kein Katzensprung. 

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Also ich finde von deinem Lebensmut können sich andere etwas abschneiden. Auch wenn du dich durch viel Scheisse kämpfen musstest, scheinst du ein genügsamer, positiver (sonst hättest du aufgegeben) und sensibler Mensch zu sein, sonst würden dir öfter mal die Pferde durchgehen. 
Dass man als Kind, wenn man auch noch bilingual aufwächst, manchmal später spricht,  ist völlig normal in der Entwicklung - bin vom Fach, du kannst mir glauben 🙂
Manchmal drücke ich mich so erbärmlich aus, dass Eichhörnchen gefühlt besser sprechen könnten. Du bist also nicht allein 🤗 

Jetzt musst du nur weitermachen, denn ich finde, dass du auf nem guten Weg bist, auch wenn du dich gerade schlecht fühlst. Vielleicht kannst du mit therapeutischer Hilfe etwas Gutes für dich tun? 

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Am 15.3.2020 um 20:07 , Dina schrieb:

Also ich finde von deinem Lebensmut können sich andere etwas abschneiden. Auch wenn du dich durch viel Scheisse kämpfen musstest, scheinst du ein genügsamer, positiver (sonst hättest du aufgegeben) und sensibler Mensch zu sein, sonst würden dir öfter mal die Pferde durchgehen. 
Dass man als Kind, wenn man auch noch bilingual aufwächst, manchmal später spricht,  ist völlig normal in der Entwicklung - bin vom Fach, du kannst mir glauben 🙂
Manchmal drücke ich mich so erbärmlich aus, dass Eichhörnchen gefühlt besser sprechen könnten. Du bist also nicht allein 🤗 

Jetzt musst du nur weitermachen, denn ich finde, dass du auf nem guten Weg bist, auch wenn du dich gerade schlecht fühlst. Vielleicht kannst du mit therapeutischer Hilfe etwas Gutes für dich tun? 

Dankeschön...Am Ende versuche ich immer das Positive im Leben zu sehen und  es am Ende ja immer schlimmer sein kann als es jetzt ist...aber ich merke manchmal selber, dass ich früher viel sensibler war als heute..

Nice, cool, dass du vom Fach bist!  Dieser Fakt beruhigt mich etwas...

Immerhin bin ich mit dem nicht alleine was den Ausdruck angeht...

Am Ende muss ich es einfach durchziehen. Da hast du recht... Wahrscheinlich werde ich noch mehrmals auf die Fresse landen aber damit wächst man. Ich will keine therapeutische Hilfe nehmen, weil ich dafür das Geld nicht habe und ich würde mich unwohl fühlen...Ich glaube daran, dass ich durch meinen Willen die Miseren komplett beseitigen kann aber das dauert lange.

Dennoch: Dankeschön☺️

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Funfact: Therapeutische Hilfe kostet nichts. Nur etwas Arbeit weil man einen Therapeuten finden muss der noch freie Zeit hat für einen Kassenpatienten.

Aber wenn dein Leidensdruck noch nicht hoch genug ist, warte noch etwas. Lies dich ein zum Thema Psychologie. Zum Beispiel das Buch "Das Kind in dir muss Heimat finden". Und "Die sechs Säulen des Selbstwertgefühls"

Je mehr du über Psychologie weißt, desto eher Merkst du: "Ich sollte mal mit einem Profi sprechen." Wenn du dann im ersten "Vorgespräch" alles (die gebündelte Scheiße) wie selbstverständlich rauslässt, weil es eben dein Leben war, und dann nur noch heulst, weil Du nie darüber reden konntest und du nicht weiter weißt, wird dir recht schnell, schnelle Hilfe gewährt.


Glaub mir: Unsere Lebensläufe sind sehr sehr ähnlich. Schule, Mobbing, Frauen (Sie:„Wir sind doch nur zusammen um zusammen zu sein“, Soziale Probleme. In-sich-reinfressen.

 

Dein Problem ist nicht: Ich hab da jetzt was, da könnte ich mal zum Psychologen.

Dein Problem wird vielleicht erst in 10 Jahren richtig schlimm. Dann hast du vielleicht Verhaltensweisen entwickelt um dich vor "Schaden" zu schützen. Also vor Menschen von denen du denkst das sie dich ohnehin ablehnen oder so.
Warum dann noch irgendwo in gehen? Blöd nur wenn man als Mensch ein soziales Wesen ist. Da entsteht gegensätzlicher Druck. 

 

Du wärst gerne wieder 11 um alles richtig zu machen? Ja ich auch.

Mit 16, 18 oder 21 (spätestens 23) hätte ich mal besser einen Psychologen konsultiert.

Nicht erst mit Mitte 30.
 

Mit Mobbing kann man schon mal zum Doc. Und mit Suizidgedanken auch. Auch wenn man die nicht weiter verfolgt. Auch wenn man sich in PC-Gaming und Fantasiegeschichten flüchtet kann man schon mal los. Heißt nicht das man nen Vollschaden hat.

Nebenbei: Mach z.B. aus "Flucht in die Fantasiegeschichte" mal -> "Ich bin ein kreativer Mensch. Vielleicht werde ich Autor." Umdenken!

 

Einlesen.

Lernen.

Umdenken.

Den Doc besuchen.

 

 

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Am 8.3.2020 um 21:36 , Sarius98 schrieb:

Ich habe viele Interessen, die ich umsetzen möchte.

Ich habe durch intensives auswendig Lernen die Kurve gekriegt.

Dennoch konnte ich Freundschaften schließen und sogar zwei Beziehungen führen.
Ich wollte, dass sie sich weiterentwickelt
Ich habe mir gewünscht, dass ich intelligenter und sprachgewandter bin.

Wenn mich jemand kritisiert, nehme ich es gerne an…ich will mich ja auch verbessern...

Es war für mich ein wichtiges Ereignis gewesen, weil mein Unterbewusstsein ein bisschen begriff, dass meine Meinung auch wichtig ist und ich mich anstrengen sollte meine Meinung öfters zu vertreten.

 

Es geht um Smalltalk, Freundschaften, Beziehungen, …Ich will das alles nicht…Ich will, dass man mich mag und liebt…

Ich sehe auch meine Erfolge beim Kraftsport.

Ich will endlich leben wie jeder andere auch.

 

Am 13.3.2020 um 17:06 , Sarius98 schrieb:

Ich möchte vieles an mir ändern..und zwar, dass ich meinen wahren Ich zeigen/ leben kann.

Sind das alle deine Werte/Ziele/Stärken, oder kommt da noch was? Intelligenz kann man übrigens trainieren.

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Du liest dich leider wie ein Ende 40 jähriger der sich darüber echauffiert nichts im Leben erreicht zu haben.

Du bist aber 21 Jahre alt und hast dein Leben noch vor dir und kannst alles erreichen!

Es gibt Menschen den es viel schlechter geht, die in ihrem Leben viel weniger erreicht haben und trotzdem glücklich sind. Du hast falsches Anspruchsdenken an dich. Du hast dieses "ich bin nur eine Ameise" Denken anstatt dein Leben zu genießen.

 

 

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Erst einmal Probs für deine ehrliche Selbstreflektion. Du stellst dich deiner Vergangenheit und das ist das wichtigste. Ja es gibt bestimmt so einiges an Baustellen aber ich hab da mal eine Geschichte gehört.. ich hoffe ich bekomme sie einigermaßen zusammen:

Ein Vater, Alkoholiker, Arbeitslos und Obdachlos erzieht seine beiden Söhne. Der Kontakt bricht ab und sie sehen sich viele Jahre nicht mehr.

Eines Tages trifft der Vater auf seinen ersten Sohn. Dieser ist ebenfalls Alkoholiker, Arbeitslos und ohne Wohnung. "wie konnte auch nur anderes aus mir werden Vater?"

Später traf der Vater seinen anderen Sohn. Dieser ist erfolgreich, hat ein schönes Auto und ein erfülltes Leben. "Was sonst hätte aus mir werden können Vater? Du hast mir gezeigt wie ich (nicht) leben will"

Steinigt mich, sollte ich sie falsch erzählt haben aber der Sinn dahinter ist der gleiche. Ja, deine Eltern haben vielleicht nicht immer alles richtig gemacht aber es ist dein Leben. Mach was draus. Du bist noch am Anfang - es ist doch gar nichts verloren. Die Schulzeit? Hey ich bin 27 und erinner mich schon fast gar nicht mehr an die Zeiten in denen ich noch schnell Hausaufgaben gemacht habe. Die letzten Jahre sind so spannend gewesen.. und das können deine auch!

Ich bin wahnsinniger Fan von Tobias Beck. Ein Motivations-/Lifestyle Coach aus Wuppertal. Er ist in einer Sekte groß geworden (wurde dort angekettet wie ein Hund), hat eine Lernschwäche und ist von vielen Schulen geflogen. Heute ist er Hochschuldozent, internationaler Speaker, Bestseller Autor und einfach ein Energiebündel. Er hat Videos, Podcasts, Bücher und Seminare. Kannst dir ja mal was von ihm anschauen. Vielleicht findest du hier etwas Kraft. Interessant ist auch das "Bewohnerfrei" oder "Tiermodell". Vielleicht hilft es dir ja
 Hier klicken für das Youtube Video

Als letztes will ich mich @AnotherLife anschließen. Such dir einen Therapeuten. Hey man, du hast nichts zu verlieren. Es ist ein Gespräch, nichts weiter. Probiers aus! Viel Glück bro

 

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Am 8.3.2020 um 21:36 , Sarius98 schrieb:

Jahren gemacht habe oder besser gesagt nichts gemacht habe (nicht gehandelt) ….

Du bist 21 Jahre alt!!! Du bist extrem jung und dein Leben beginnt erst gerade. Alles aber wirklich noch alles steht dir offen und ist möglich, beruflich, studienmäßig, bei Frauen und persönlich. Du bist keine 50, wo ein Neuanfang kaum möglich ist.

OK, deine Jugend mag tough gewesen sein, aber jetzt bist du erwachsen und kannst alles anpacken und ändern. Die besten Jahre liegen vor dir, aber nur, wenn du dich von der Vergangenheit löst und das hier und jetzt angehst.

Es geht sehr vielen so, dass sie unter 20 kaum Erfolg bei Mädels haben und das Selbstbewusstsein sehr niedrig ist. Das ist nichts außergewöhnliches.

Wenn du mit 27 dir einen schönen teuren Urlaub gönnen kannst und dort Spaß mit einigen Girls hast, dann willst du gewiss nicht nochmal 11 Jahre alt sein und die Vergangenheit ändern.

Fang jetzt an, und mach dein Leben jetzt besser. Dann bereust du später nix

 

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Am 8.3.2020 um 21:36 , Sarius98 schrieb:

ich wollte nicht wieder allein sein

Weil du dich sonst mit deiner Lebenssituation und deinen Gedanken auseinandersetzen müsstest?

Ich hatte pi mal Daumen die selbe (gar nicht mal so ungewöhnliche) Kindheit wie du. Stiller Typ, alles in mich gefressen in Folge dessen passiv-aggressiv gewesen und vieeeel Zeit vorm PC und Fernseher verbracht. Außerdem gerne Kraft- und Kampfsport betrieben.

Als ich in deinem Alter war (20/21) begann sich mein Leben nach (Überraschung 😉) einem gebrochenen Herzen radikal zu ändern. Heute kann ich gar nicht mehr sagen, ob der erste Schritt bewusst oder unbewusst war. Das Wichtigste aber war, dass ich gelernt habe mit mir selber klar zu kommen und das diesen Tipp gebe ich dir mit auf dem Weg.

Zwar habe ich keine Erfahrung mit Therapeuten, habe aber schon öfters hier im Forum gelesen, dass für einige der Gang zu Doc sehr hilfreich war.

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Was mir beim Lesen deines Textes extrem auffällt:

- Du stürzt dich auf sämtliche negativen Ereignisse in deinem Leben und suhlst dich darin als gäbe es kein morgen.

- Deine positiven Erlebnisse werden teilweise irgendwo nebenher erwähnt mit dem Informationsgehalt ala´ "Heute morgen gab es Müsli"

- Selbst wenn du etwas positives erlebst dann redest du es dir schlecht

siehe z.b.

Am 8.3.2020 um 21:36 , Sarius98 schrieb:

Tatsächlich konnte ich mein Selbstbewusstsein in der Fachoberschule verbessern, weil ich tatsächlich so dämlich gewesen bin und mir tatsächlich was eingebildet habe, aufgrund meiner Noten

Ich mein, da machst du etwas gut und du beschimpfst dich selbst als dämlich.

Was will ich damit sagen: Alles was du denkst, was sich in deinem Kopf abspielt, wie du über dich denkst, wie du über dich redest, wie du mit dir selbst redest usw. - all das wird dir widerfahren und zu deiner Realität.

Glaubst du nicht? 

Du denkst du bist nicht liebenswürdig, ein Mobbingopfer, nicht erfolgreich, nicht intelligent usw.

Was ist dir die letzten Jahre passiert? - Genau das was in deinem Kopf vorging.

Das ist erstmal normal. Wir Menschen laufen ab unserer Geburt mit gedrückter Aufnahmetaste durchs Leben und saugen alle Eindrücke Erfahrungen usw. auf wie ein Schwamm. Macht jemand positive Erfahrungen wirkst sich das natürlich anders auf sein Mindset aus als jemand der schlechte Erfahrungen macht. Mal grob vereinfacht dargestellt. Aus diesen Erfahrungen die wir erleben bauen wir unser Mindset. Aufgrund deiner Erfahrungen hast du das Mindset "nicht liebenswürdig, nicht intelligent...usw"

So. Für deine Erfahrungen kannst du wenig bis nix. Eigentlich isses auch egal weil is eh rum um´s Eck. Viele Menschen die so en Mindset wie du haben neigen dann dazu die Schuld auf alles und jeden abzuladen, und haben eine Denkweise entwickelt welche sie tagtäglich dran erinnert dass sie ein Loser sind. 

Am 8.3.2020 um 21:36 , Sarius98 schrieb:

„Klasse, schon wieder gescheitert…ist ja nichts neues bei mir.“

Und genau das wird ihnen widerfahren und genau darin werden sie immer bestätigt werden - dass sie ein Loser sind. Siehe Selbsterfüllende Prophezeihung.

Das Gut ist aber, wir können aktiv entscheiden wie wir denken, was wir denken usw. und somit unser Unterbewusstsein beeinflussen.

Wenn du wirklich etwas verändern willst, dann ist dein aller, aller, aller erster Schritt dass du lernst dich selbst zu lieben, dich selbst toll zu finden. Alles andere kommt danach, da brauchen wir jetzt noch nicht drüber sprechen, wäre Zeitverschwendung. Wenn du Radfahren lernen willst dann fängt man mit Stützräder an und setzt sich nicht gleich auf eine Harley Davidson.

Also wenn du etwas ändern willst in deinem Leben, dann lerne dich selbst zu lieben. Das ist der erste Schritt. Danach geht's weiter. Google Artikel zum Thema Selbstliebe. Gibt es zuhauf im Netz. Es gibt tonnenweise Selbsthilfebücher zu diesemThema usw. Also Content is genug da im Internet.

Es is nämlich einfach so, solange du weiterhin so ne beschissene Denke von dir selbst hast, wird sich auch nix ändern. Dein Denken und Handeln stehen im zusammenhang. Shit in / Shit out. Ganz einfach eigentlich.

Beschäftige dich mit dem Thema Selbstliebe im Selbststudium, lies dir viel durch, probier´ vieles aus. Guck was für dich funktioniert und was nicht.

Achja, n paar Artikel durchlesen und sich dann denken "Das funktioniert alles nicht, es wird sie nie was ändern" usw. is für´n Arsch. Kannste dir sparen. Wenn du wirklich etwas ändern willst dann bleib dran, suche und überlege dir Methoden und Lösungen wie du anfangen kannst dich selbst zu lieben und zu respektieren. Wie du zu der Überzeugung gelangen kannst dass es dein Geburtsrecht als Mensch ist glücklich und erfolgreich zu sein.

Du kannst dich mit deinem jetzigen Schicksal abfinden oder etwas ändern. Möglich ist es, Beispiele gibt es zuhauf von Menschen die das geschafft haben. 

Lese dich ein und fonde für dich heraus wie du dich selbst lieben kannst. Darauf baut alles auf. Wenn das klappt machen wir weiter mit dem nächsten Schritt. Wird aber ne Weile dauern. Man braucht Ausdauer und muss es wirklich wollen.

Einen Magic Trick gibt es nicht. Die Lösungen und Methoden muss jeder für sich individuell erarbeiten.

Viel Spass und Erfolg.

bearbeitet von Doc Dingo
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Am 21.4.2020 um 09:24 , Lafar schrieb:

Dir wird es sicher gut tun einige Biographien von Menschen zu lesen, die noch einen wesentlich schlimmeren Start im Leben hatten als du, aber dennoch es verdammt weit geschafft haben und all ihre Ziele erreicht haben. Darin kannst du viel wissenswertes mitnehmen, wie sie ihre gigantischen Hürden überwunden haben.

Hast du da zufällig Vorschläge? 

Besonders im Bezug auf "viel wissenswertes mitnehmen, wie sie ihre gigantischen Hürden überwunden haben." 

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ANOTHERLIFE , ANNA87, GREYBACK123, LAFAR, REMO, JON29, MRNICESTGUY, DOC DINGO

 

Vielen Dank für eure Nachrichten. Ich werde jetzt nach und nach eure Antworten durchgehen und euch meine jetzige Situation schildern.

Am 20.4.2020 um 11:37 , AnotherLife schrieb:

Funfact: Therapeutische Hilfe kostet nichts. Nur etwas Arbeit weil man einen Therapeuten finden muss der noch freie Zeit hat für einen Kassenpatienten.

Aber wenn dein Leidensdruck noch nicht hoch genug ist, warte noch etwas. Lies dich ein zum Thema Psychologie. Zum Beispiel das Buch "Das Kind in dir muss Heimat finden". Und "Die sechs Säulen des Selbstwertgefühls"

Je mehr du über Psychologie weißt, desto eher Merkst du: "Ich sollte mal mit einem Profi sprechen." Wenn du dann im ersten "Vorgespräch" alles (die gebündelte Scheiße) wie selbstverständlich rauslässt, weil es eben dein Leben war, und dann nur noch heulst, weil Du nie darüber reden konntest und du nicht weiter weißt, wird dir recht schnell, schnelle Hilfe gewährt.


Glaub mir: Unsere Lebensläufe sind sehr sehr ähnlich. Schule, Mobbing, Frauen (Sie:„Wir sind doch nur zusammen um zusammen zu sein“, Soziale Probleme. In-sich-reinfressen.

 

Dein Problem ist nicht: Ich hab da jetzt was, da könnte ich mal zum Psychologen.

 

Dein Problem wird vielleicht erst in 10 Jahren richtig schlimm. Dann hast du vielleicht Verhaltensweisen entwickelt um dich vor "Schaden" zu schützen. Also vor Menschen von denen du denkst das sie dich ohnehin ablehnen oder so.
Warum dann noch irgendwo in gehen? Blöd nur wenn man als Mensch ein soziales Wesen ist. Da entsteht gegensätzlicher Druck. 

Du wärst gerne wieder 11 um alles richtig zu machen? Ja ich auch.

Mit 16, 18 oder 21 (spätestens 23) hätte ich mal besser einen Psychologen konsultiert.

Nicht erst mit Mitte 30.
 

Mit Mobbing kann man schon mal zum Doc. Und mit Suizidgedanken auch. Auch wenn man die nicht weiter verfolgt. Auch wenn man sich in PC-Gaming und Fantasiegeschichten flüchtet kann man schon mal los. Heißt nicht das man nen Vollschaden hat.

Nebenbei: Mach z.B. aus "Flucht in die Fantasiegeschichte" mal -> "Ich bin ein kreativer Mensch. Vielleicht werde ich Autor." Umdenken!

 

Verstehe... Den Psychologen besuchen bevor alles zu spät ist...kann ich nachvollziehen. Im jungen Alter kann man das noch eher alles regeln/ ändern. Es tut mir leid, dass du ähnliches..so wie ich durchmachen musstest...ich wünsche sowas niemandem.  Hat es dir persönlich gut getan und vor allem sehr weit gebracht mit dem Psychologen über alles zu sprechen? Es wäre für mich ein riesengroßer Schritt was das angeht. Deine Bücher sind aber interessant... vielleicht lassen sich da einige Erkenntnisse gewinnen... 

 

Am 21.4.2020 um 03:47 , Anna87 schrieb:

 

Sind das alle deine Werte/Ziele/Stärken, oder kommt da noch was? Intelligenz kann man übrigens trainieren.

Das ist nicht alles... Es waren nur die Dinge dabei an die ich mich sehr sehr sehne...Aber weitere Ziele wären mich wieder an meinem Piano zu schwingen, russisch wieder weiter zu lernen, weiter hin am Ball zu bleiben was Ausbildung angeht, finanziell gut leben...

Meine Werte sind Offenheit, Neugierde, Gesundheit, Freiheit, Abenteuer und Akzeptanz.

Stärken: wohlwollend, verständnisvoll, tolerant, sportlich, offen, grosszügig, experimentierfreudig, abenteuerlustig

Ich google jetzt, wie man die Intelligenz steigern kann aber es wäre interessant von dir deine Meinung dazu zuhören. Ich dachte, dass man die Intelligenz nur im jungen Alter verbessern kann.

Am 21.4.2020 um 09:24 , Lafar schrieb:

Lies dir das durch, damit in dir bisschen Feuer entsteht.

Bei dir gibt es dieses klassische Problem, dass du nie den Erwartungen anderer entsprochen hast. Niemand ist bisher auf dich eingegangen was du erwartest und was deine Potenziale sind. Wenn Kinder oder Jugendliche nicht einer gewissen Schablone entsprechen und die Erwachsenen nicht wissen wie sie sich behelfen sollen mit dir umzugehen, folgt wie so oft das du ja daran Schuld haben musst. Die Welt macht es sich damit ziemlich einfach. Wenn du mehr darüber wissen willst, kannst du dich mit den Projekten von Gerhald Hüther auseinander setzen. Der ist Hirnforscher. Der hat auch einige Vorträge auf Youtube - Aber das am Rande erwähnt.

Dir wird es sicher gut tun einige Biographien von Menschen zu lesen, die noch einen wesentlich schlimmeren Start im Leben hatten als du, aber dennoch es verdammt weit geschafft haben und all ihre Ziele erreicht haben. Darin kannst du viel wissenswertes mitnehmen, wie sie ihre gigantischen Hürden überwunden haben.

Ich kann dir sagen, hier im Forum gibts einige Leute die ähnlich im Leben standen wie du, aber nach einiger Zeit der Entwicklung tolle Erfolge mit Frauen erzielten und auch gleichzeitig tolle berufliche Erfolge feierten - damit meine ich nicht unbedingt Dr. Dr. Sowieso zu sein, sondern eher beruflich etwas erreicht haben, wo diese Leute immer schon hin wollten.

Um am eingangserwähnten anzuknüpfen: Weil du nie den Erwartungen anderer entsprochen hast und man dir letztlich die Schuld für dein "Versagen" in die Schuhe geschoben hat (muss man sich mal vorstellen, einem Kind die Schuld zugeben, nur weil die Welt um dich herum zu blöd ist sich mit dir mal richtig auseinanderzusetzen...), hast du genau das übernommen: Du bist Schuld. Immer. Und das liest man durch deinen gesamten Post. Und das Ergebnis deines Handels muss ja zwangsläufig schiefgehen, denn ist ja klar, nur du kannst Schuld sein - war ja immer so. Das löst sogar in dir vielleicht ne gewisse Erleichterung weil es ist ja schließlich die erwartete Konsequenz.

Du hast aber keine Schuld daran.

Da kannst du gegensteuern.

Gegensteuern... Klingt wie ein Kapitän der selbst sein Schiff steuern kann:

Du kommst jetzt in ein Alter wo du dein Leben selbstbestimmt in die Hand nehmen kannst. Das ist jetzt ein riesen Unterschied zu deinem bisherigen Leben. Das heißt du bist freier Gestalter deiner Möglichkeiten. Du willst Erfolg bei Frauen, du willst beruflichen Erfolg, ein Leben aufbauen, vielleicht die Welt bereisen oder was auch immer. Das sind Ziele die du komplett alle erreichen kannst. Mit 21 Jahren öffnen sich völlig neue Tore. Als Empfehlung gebe ich dir mit, dich mit Persönlichkeitsentwicklung zu beschäftigen, vielleicht auch mal therapeutischen Beistand zu nehmen (ist nichts schlimmes. Selbst die erfolgreichsten Manager gehen dorthin um mehr aus sich zu machen). Geh wieder zum Logopäden. Werde ein sozialer Mann. Dann öffnen sich dir völlig neue Möglichkeiten.

Du hast es ja schon ein bisschen erfahren wie das sein kann. Geh mit dir nicht hart ins Gericht. Das haben andere schon sehr sorgfältig getan, dich als Versager abzustempeln. Geh mit dir behutsam um. Wäre cool wenn du hier im Forum uns an deiner Entwicklung teil haben lässt. Hier können auch gute Kontakte entstehen.

Auf dich wartet ne Menge Arbeit, aber es ist ne geile Arbeit. Zum ersten Mal darfst du dich entdecken als der, der du bist, den andere rund 20 Jahre übersehen haben. 

 

Ich habe es durchgelesen und es ist wunderschön...Im Endeffekt sagt es aus, dass ich mich durch die "Scheiße" durchkämpfen muss, die die anderen vor mir gemacht haben bzw. ich es so weit zugelassen habe...und dafür brauche ich Mut, Selbstvertrauen und einen eisernen Willen... Es wird nicht sofort passieren aber es muss/ wird geschehen.

Danke.

Dein folgender Text spricht mir aus der Seele... Ich erkenne mich wieder... Ich habe mir aufgeschrieben, dass ich mir den Hirnforscher anschauen werde und an meine Persönlichkeit arbeiten werde. Anders geht es nicht. Danke, dass du mir Mut machst. Ohne Scheiß. 

Ich kann gerne meine Entwicklung im Wochentakt kundgeben. Ich glaube das wird mir helfen und vielleicht gibt es Leute die sich auch hier wieder erkennen. Ich weiß aber noch nicht, ob ich dafür extra einen Thread erstelle...also für meinen Werdegang/ meine Weiterentwicklung.

An die Arbeit.

Am 21.4.2020 um 12:56 , Remo schrieb:

Erst einmal Probs für deine ehrliche Selbstreflektion. Du stellst dich deiner Vergangenheit und das ist das wichtigste. Ja es gibt bestimmt so einiges an Baustellen aber ich hab da mal eine Geschichte gehört.. ich hoffe ich bekomme sie einigermaßen zusammen:

Ein Vater, Alkoholiker, Arbeitslos und Obdachlos erzieht seine beiden Söhne. Der Kontakt bricht ab und sie sehen sich viele Jahre nicht mehr.

Eines Tages trifft der Vater auf seinen ersten Sohn. Dieser ist ebenfalls Alkoholiker, Arbeitslos und ohne Wohnung. "wie konnte auch nur anderes aus mir werden Vater?"

Später traf der Vater seinen anderen Sohn. Dieser ist erfolgreich, hat ein schönes Auto und ein erfülltes Leben. "Was sonst hätte aus mir werden können Vater? Du hast mir gezeigt wie ich (nicht) leben will"

Steinigt mich, sollte ich sie falsch erzählt haben aber der Sinn dahinter ist der gleiche. Ja, deine Eltern haben vielleicht nicht immer alles richtig gemacht aber es ist dein Leben. Mach was draus. Du bist noch am Anfang - es ist doch gar nichts verloren. Die Schulzeit? Hey ich bin 27 und erinner mich schon fast gar nicht mehr an die Zeiten in denen ich noch schnell Hausaufgaben gemacht habe. Die letzten Jahre sind so spannend gewesen.. und das können deine auch!

Ich bin wahnsinniger Fan von Tobias Beck. Ein Motivations-/Lifestyle Coach aus Wuppertal. Er ist in einer Sekte groß geworden (wurde dort angekettet wie ein Hund), hat eine Lernschwäche und ist von vielen Schulen geflogen. Heute ist er Hochschuldozent, internationaler Speaker, Bestseller Autor und einfach ein Energiebündel. Er hat Videos, Podcasts, Bücher und Seminare. Kannst dir ja mal was von ihm anschauen. Vielleicht findest du hier etwas Kraft. Interessant ist auch das "Bewohnerfrei" oder "Tiermodell". Vielleicht hilft es dir ja
 Hier klicken für das Youtube Video

Als letztes will ich mich @AnotherLife anschließen. Such dir einen Therapeuten. Hey man, du hast nichts zu verlieren. Es ist ein Gespräch, nichts weiter. Probiers aus! Viel Glück bro

 

Tobias Beck kann ich mir reinziehen. Ich glaube von dem kann ich einiges lernen. Ich finde es richtig interessant, dass er trotz Lernschwäche das alles erreicht hat. Und es hört sich echt toll an, dass dein Leben spannend ist und du es genießt...ich will das ebenso. Aber dies hängt von mir ab und dafür muss ich mir Mühe geben...Ich muss handeln. Danke.

Am 21.4.2020 um 13:34 , jon29 schrieb:

Du bist 21 Jahre alt!!! Du bist extrem jung und dein Leben beginnt erst gerade. Alles aber wirklich noch alles steht dir offen und ist möglich, beruflich, studienmäßig, bei Frauen und persönlich. Du bist keine 50, wo ein Neuanfang kaum möglich ist.

OK, deine Jugend mag tough gewesen sein, aber jetzt bist du erwachsen und kannst alles anpacken und ändern. Die besten Jahre liegen vor dir, aber nur, wenn du dich von der Vergangenheit löst und das hier und jetzt angehst.

Es geht sehr vielen so, dass sie unter 20 kaum Erfolg bei Mädels haben und das Selbstbewusstsein sehr niedrig ist. Das ist nichts außergewöhnliches.

Wenn du mit 27 dir einen schönen teuren Urlaub gönnen kannst und dort Spaß mit einigen Girls hast, dann willst du gewiss nicht nochmal 11 Jahre alt sein und die Vergangenheit ändern.

Fang jetzt an, und mach dein Leben jetzt besser. Dann bereust du später nix

 

Gute Worte. Ich muss es anpacken.

 

Am 21.4.2020 um 16:05 , MrNicestGuy schrieb:

Weil du dich sonst mit deiner Lebenssituation und deinen Gedanken auseinandersetzen müsstest?

Ich hatte pi mal Daumen die selbe (gar nicht mal so ungewöhnliche) Kindheit wie du. Stiller Typ, alles in mich gefressen in Folge dessen passiv-aggressiv gewesen und vieeeel Zeit vorm PC und Fernseher verbracht. Außerdem gerne Kraft- und Kampfsport betrieben.

Als ich in deinem Alter war (20/21) begann sich mein Leben nach (Überraschung 😉) einem gebrochenen Herzen radikal zu ändern. Heute kann ich gar nicht mehr sagen, ob der erste Schritt bewusst oder unbewusst war. Das Wichtigste aber war, dass ich gelernt habe mit mir selber klar zu kommen und das diesen Tipp gebe ich dir mit auf dem Weg.

Zwar habe ich keine Erfahrung mit Therapeuten, habe aber schon öfters hier im Forum gelesen, dass für einige der Gang zu Doc sehr hilfreich war.

Danke. Ich muss mich noch viel viel intensiver auseinandersetzen. Ich denke dann habe ich es drauf. Egal ob ich nochmals auf die Fresse falle. Es ist unfassbar, was wir alles durchmachen. Es wird eine Weile dauern aber ich freue mich darauf wenn ich es geschafft habe...

 

vor 11 Stunden, Doc Dingo schrieb:

Was mir beim Lesen deines Textes extrem auffällt:

- Du stürzt dich auf sämtliche negativen Ereignisse in deinem Leben und suhlst dich darin als gäbe es kein morgen.

- Deine positiven Erlebnisse werden teilweise irgendwo nebenher erwähnt mit dem Informationsgehalt ala´ "Heute morgen gab es Müsli"

- Selbst wenn du etwas positives erlebst dann redest du es dir schlecht

siehe z.b.

Ich mein, da machst du etwas gut und du beschimpfst dich selbst als dämlich.

Was will ich damit sagen: Alles was du denkst, was sich in deinem Kopf abspielt, wie du über dich denkst, wie du über dich redest, wie du mit dir selbst redest usw. - all das wird dir widerfahren und zu deiner Realität.

Glaubst du nicht? 

Du denkst du bist nicht liebenswürdig, ein Mobbingopfer, nicht erfolgreich, nicht intelligent usw.

Was ist dir die letzten Jahre passiert? - Genau das was in deinem Kopf vorging.

Das ist erstmal normal. Wir Menschen laufen ab unserer Geburt mit gedrückter Aufnahmetaste durchs Leben und saugen alle Eindrücke Erfahrungen usw. auf wie ein Schwamm. Macht jemand positive Erfahrungen wirkst sich das natürlich anders auf sein Mindset aus als jemand der schlechte Erfahrungen macht. Mal grob vereinfacht dargestellt. Aus diesen Erfahrungen die wir erleben bauen wir unser Mindset. Aufgrund deiner Erfahrungen hast du das Mindset "nicht liebenswürdig, nicht intelligent...usw"

So. Für deine Erfahrungen kannst du wenig bis nix. Eigentlich isses auch egal weil is eh rum um´s Eck. Viele Menschen die so en Mindset wie du haben neigen dann dazu die Schuld auf alles und jeden abzuladen, und haben eine Denkweise entwickelt welche sie tagtäglich dran erinnert dass sie ein Loser sind. 

Und genau das wird ihnen widerfahren und genau darin werden sie immer bestätigt werden - dass sie ein Loser sind. Siehe Selbsterfüllende Prophezeihung.

Das Gut ist aber, wir können aktiv entscheiden wie wir denken, was wir denken usw. und somit unser Unterbewusstsein beeinflussen.

Wenn du wirklich etwas verändern willst, dann ist dein aller, aller, aller erster Schritt dass du lernst dich selbst zu lieben, dich selbst toll zu finden. Alles andere kommt danach, da brauchen wir jetzt noch nicht drüber sprechen, wäre Zeitverschwendung. Wenn du Radfahren lernen willst dann fängt man mit Stützräder an und setzt sich nicht gleich auf eine Harley Davidson.

Also wenn du etwas ändern willst in deinem Leben, dann lerne dich selbst zu lieben. Das ist der erste Schritt. Danach geht's weiter. Google Artikel zum Thema Selbstliebe. Gibt es zuhauf im Netz. Es gibt tonnenweise Selbsthilfebücher zu diesemThema usw. Also Content is genug da im Internet.

Es is nämlich einfach so, solange du weiterhin so ne beschissene Denke von dir selbst hast, wird sich auch nix ändern. Dein Denken und Handeln stehen im zusammenhang. Shit in / Shit out. Ganz einfach eigentlich.

Beschäftige dich mit dem Thema Selbstliebe im Selbststudium, lies dir viel durch, probier´ vieles aus. Guck was für dich funktioniert und was nicht.

Achja, n paar Artikel durchlesen und sich dann denken "Das funktioniert alles nicht, es wird sie nie was ändern" usw. is für´n Arsch. Kannste dir sparen. Wenn du wirklich etwas ändern willst dann bleib dran, suche und überlege dir Methoden und Lösungen wie du anfangen kannst dich selbst zu lieben und zu respektieren. Wie du zu der Überzeugung gelangen kannst dass es dein Geburtsrecht als Mensch ist glücklich und erfolgreich zu sein.

Du kannst dich mit deinem jetzigen Schicksal abfinden oder etwas ändern. Möglich ist es, Beispiele gibt es zuhauf von Menschen die das geschafft haben. 

Lese dich ein und fonde für dich heraus wie du dich selbst lieben kannst. Darauf baut alles auf. Wenn das klappt machen wir weiter mit dem nächsten Schritt. Wird aber ne Weile dauern. Man braucht Ausdauer und muss es wirklich wollen.

Einen Magic Trick gibt es nicht. Die Lösungen und Methoden muss jeder für sich individuell erarbeiten.

Viel Spass und Erfolg.

Im Endeffekt muss ich lernen mein Mindset zu ändern/ verbessern und mir Selbstliebe beibringen... ich glaube, dass ist ein Anfang. Ich kann ja nicht ewig mit Selbsthass und Zweifel leben. Das führt zu nichts. Ich werde alles versuchen, was mich weiter bringt. Danke

 

Es ist der 23.04.2020 00:08. In den letzten Wochen war ich im Betrieb, weil die Berufsschule geschlossen hat (Corona). Dadurch, dass ich 6 Uhr hinfahre und 16:30 wieder zurück bin, ist immer schwierig alles zu meistern, was man an Interessen und Problemen hat aber ich gebe nicht auf. Aufgrund der Corona-Krise habe ich mir ein HOME-GYM mit meinem Vater aufgebaut. Nur so kann ich weiter trainieren... Die Ausbildung läuft gut... Aber ich kaum Kontakt zu anderen Leuten zur Zeit außer mit meiner besten Freundin (1x die Woche). Klar Corona-Krise. Da sollte man so wenig Kontakt wie möglich vermeiden. Ich treffe mich ja mit maximal einer Person. Zur Zeit habe ich mit einer Person aus ausgemacht, dass ich für ihn arbeite (Selbstständigkeit/ Kleinunternehmer) um mir nebenbei noch was zu verdienen. Ich habe auch vor 100 Euro im Monat für Aktien zu investieren... muss mich aber noch informieren...Aber das ist noch nicht alles offiziell... Ich muss mich aber weiterhin auf russisch und Piano konzentrieren. ich darf das nicht vernachlässigen. Genauso was mein Mindset betrifft. Insgesamt kann man sagen, dass ich noch einen sehr langen Weg vor mir habe...aber ich darf das nicht aufgeben.Worauf ich mich auch noch konzentrieren muss, dass ich vielleicht einen Date ausmachen kann. Aber eher analog (heißt, die eine oder andere Frau ansprechen die mir gefällt und auf Risiko gehen...Erfahrungen sammeln) und nicht online. Ich überlege oft, wie ich meine zeit am besten einteilen kann, weil ich merke, dass ich so wenig am Tag dafür habe... da muss ich mir auch noch was einfallen lassen. Natürlich ist in mir immer noch diese Negativität in mir...die geht nicht sofort weg. Aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass sich da was gebessert hat. Jetzt nur nicht aufgeben.

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vor 15 Stunden, Sarius98 schrieb:

Ich habe auch vor 100 Euro im Monat für Aktien zu investieren... muss mich aber noch informieren...

Sehr gut. Daumen hoch. Lies dich zu ETF´s ein. Sind im Endeffekt Aktienfonds, aber für Privatanleger mit wenig Know How und Zeit effektiver als Einzelaktien.

https://www.finanzwesir.com/blog/was-ist-ein-etf

https://www.finanzwesir.com/blog/passive-anlagestrategie

https://www.finanzwesir.com/blog

Alternativ kannst du dir das ETF Buch von Gerd Kommer lesen. Er ist quasi der ETF Pabst. Allerdings ist es staubtrocken zu lesen, musste mich da schon durchkämpfen. Aber man bekommt da einfach ALLE Info´s zu dem Thema. Finanzwesirblog reicht aber auch vollkommen. Je nachdem wieviel Zeit du investieren willst.

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Am 23.4.2020 um 00:25 , Sarius98 schrieb:

 

Das ist nicht alles... Es waren nur die Dinge dabei an die ich mich sehr sehr sehne...Aber weitere Ziele wären mich wieder an meinem Piano zu schwingen, russisch wieder weiter zu lernen, weiter hin am Ball zu bleiben was Ausbildung angeht, finanziell gut leben...

Meine Werte sind Offenheit, Neugierde, Gesundheit, Freiheit, Abenteuer und Akzeptanz.

Stärken: wohlwollend, verständnisvoll, tolerant, sportlich, offen, grosszügig, experimentierfreudig, abenteuerlustig

Ich google jetzt, wie man die Intelligenz steigern kann aber es wäre interessant von dir deine Meinung dazu zuhören. Ich dachte, dass man die Intelligenz nur im jungen Alter verbessern kann.

Was bedeutet Intelligenz denn für dich? Ich habe auch gegoogelt und du scheinst Ahnung zu haben. Und ich habe tatsächlich eine persönliche, von dem Dogma angeborener Intelligenz abweichende Meinung. Eigentlich dachte ich nur daran, dass man das Ergebnis von IQ-Tests durch Training positiv beeinflussen kann, indem man sich beispielsweise in bestimmte Themen der Mathematik hineinliest (Aussagenlogik/Bool'sche Algebra, Folgen). Aber ich betrachte das Thema schon auch noch universeller. Was ist denn der größte Unterschied zwischen Kindern und Erwachsenen? Die Naivität. Ich glaube: wenn man sich Naivität bewusst erhält, schaltet man viele Hirnbereiche beim Denken und Lernen zu, die Kindern noch ganz selbstverständlich zur Verfügung stehen. Je früher jemand aufgehört hat, naiv zu sein, desto weniger intelligent wirkt er auf mich.

Warum Russisch? Hast du einen Migrationshintergrund, mit dem du dich auseinander setzen möchtest? Ich habe mit Russisch auch meine liebe Not. Es fällt mir sehr schwer, es zu lernen. Hast du dafür schon eine bestimmte Strategie?

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Am 24.4.2020 um 04:21 , Anna87 schrieb:

Was bedeutet Intelligenz denn für dich? Ich habe auch gegoogelt und du scheinst Ahnung zu haben. Und ich habe tatsächlich eine persönliche, von dem Dogma angeborener Intelligenz abweichende Meinung. Eigentlich dachte ich nur daran, dass man das Ergebnis von IQ-Tests durch Training positiv beeinflussen kann, indem man sich beispielsweise in bestimmte Themen der Mathematik hineinliest (Aussagenlogik/Bool'sche Algebra, Folgen). Aber ich betrachte das Thema schon auch noch universeller. Was ist denn der größte Unterschied zwischen Kindern und Erwachsenen? Die Naivität. Ich glaube: wenn man sich Naivität bewusst erhält, schaltet man viele Hirnbereiche beim Denken und Lernen zu, die Kindern noch ganz selbstverständlich zur Verfügung stehen. Je früher jemand aufgehört hat, naiv zu sein, desto weniger intelligent wirkt er auf mich.

Warum Russisch? Hast du einen Migrationshintergrund, mit dem du dich auseinander setzen möchtest? Ich habe mit Russisch auch meine liebe Not. Es fällt mir sehr schwer, es zu lernen. Hast du dafür schon eine bestimmte Strategie?

Ich finde man Intelligenz nicht so leicht definieren...Man kann das ja beliebig in Bereiche unterteilen (Emotionale Intell., Kristalline Intelligenz usw.)...also ich würde pauschal sagen, dass es angibt wie schnell und effizient du reagierst, agierst oder neue Fähigkeiten erlernst...es gibt da noch mehr zu sagen aber das ist jetzt so mein Verständnis davon...

Ich habe aber mal gegoogelt...Es gibt fluide und kristalline Intelligenz. Fluide Intelligenz kann man eher im jungen Alter formen/ steigern und steht für logisches/ abstraktes Denken (Informationsverarbeitung). Kristalline Intelligenz steht für Faktenwissen (Wissensaneignung). Kristalline Intelligenz kann ich also beliebig steigern und fluide Intelligenz nur bis zu einem gewissen Grad...und dies nimmt im Laufe des Alters ab. Also man sollte in jungen Jahren so viel wie möglich machen um dies zu steigern...ansonsten wird es immer schwerer die fluide Intell. zu steigern und irgendwann kommt man in einem Alter wo es wieder nach unten sinkt, wenn man seinen Gehirn nicht "trainiert". Aber nicht nur das Trainieren ist entscheidend, sondern auch deine Art...Da gehört denke ich mal Weltoffenheit, Neugierde, Humor, Liebe und auch eine gewisse Naivität was du angesprochen hast...

Aber viele Menschen nehmen Naivität als Gutgläubigkeit -> Dummheit wahr... weil man angeblich weiß: " Aha, der kann leichter ausgenutzt werden...der glaubt ja eh jeden Scheiß."... mal so als Beispiel. Muss aber nicht sein. Du hast dazu eine andere Sichtweise. Ist nicht selbstverständlich.

Meine Eltern stammen aus der UdSSR. Aber meine Vorfahren sind Deutsche die sich an der Wolga angesiedelt haben (Wolgadeutsche). Wir sehen uns also als 100% Deutsche an die von der russischen Kultur geprägt wurden. Und ich möchte das so schnell wie möglich mal beherrschen, weil es meine Verwandten gut können und ich möchte auch irgendwann mal nach Russland wieder reisen weißt du...so denke ich...

Die russische Sprache ist im Gegensatz zu englisch deutlich schwerer. Ist so. Aber es gibt viele Dinge wie man am besten lernen/ verstehen kann. Z.B. das Verstehen der Grammatik -> Jedes russische Wort hat nur ein betonten Vokal. Egal ob da 1-x Vokale drin sind. Es ist immer nur ein Vokal betont. Bei jedem neu gelernten Wort präge ich mir auch die Betonung ein...sonst wird das in der Zukunft viel stressiger und aufwendiger. Um die Vokabeln zu lernen, eignen sich Karteikarten sehr gut. Aber genauso wie Eselsbrücken oder das der allgemeine Einbeziehen aller Sinne sind gute Indikatoren für das bessere Einprägen von Vokabeln. Wichtig ist, dass du auch regelmäßig wiederholst und es im Alltag anwendest. Auch sollten die Wiederholungsintervalle immer länger werden, damit sich die Vokabeln besser ins Langzeitgedächtnis übertragen, damit man es für eine Ewigkeit einprägen kann. Aber hin und wieder muss man beim Lernen Pausen machen (Pause nach 30-45 min lernen/ wiederholen). In den Pausen kann beispielsweise auch sinnvolles machen, wie dehnen, Kraftsport, sich bei motorischen Übungen verbessern oder Videos anschauen die dich zum lachen bringen, damit positiver und motivierter für das Lernen bist. Auch das Variieren von Lernstrategien und den unterschiedlichen Einbezug deiner Sinne ist auch sehr entscheidend. So wirst du in unterschiedlichen Faktoren und Situationen gleichzeitig gefördert. Dein Gehirn und deine Sinne lernen mit der russischen Sprache und Kultur gut umzugehen. Das ist wie bei der allgemeinen Kommunikation.Kommunizierst du immer das Selbe, wirst du immer wieder das Selbe widerfahren. Heißt---> variieren, ändern, neue Grenzen überschreiten, ausprobieren, weltoffen sein und neu erfahren. Wie ein kleines naives Kind. Sonst ensteht Monotonie und Langeweile und somit keine Fortschritte. Es gibt wahrscheinlich noch viel mehr zu sagen aber das ist das, was mir persönlich wichtig ist...Und es ist wichtig zu wissen, dass  es keine visuellen Typen usw. gibt. Mit dieser Ansicht würdest du nur ein teil deiner Sinne bewusst beschränken.

Du musst aber das Beste für dich finden und da heißt es auch nur ausprobieren.

 

 

bearbeitet von Sarius98

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Am 23.4.2020 um 00:25 , Sarius98 schrieb:

Verstehe... Den Psychologen besuchen bevor alles zu spät ist...kann ich nachvollziehen. Im jungen Alter kann man das noch eher alles regeln/ ändern. Es tut mir leid, dass du ähnliches..so wie ich durchmachen musstest...ich wünsche sowas niemandem.  Hat es dir persönlich gut getan und vor allem sehr weit gebracht mit dem Psychologen über alles zu sprechen? Es wäre für mich ein riesengroßer Schritt was das angeht. Deine Bücher sind aber interessant... vielleicht lassen sich da einige Erkenntnisse gewinnen..

Du solltest das nicht als riesigen Schritt sehen. Dache ich auch immer. "Brauchst du nicht. Bist ja nich komplett verrückt." Nachdem ich viel gelesen hatte würde klar: Verrückt muss man auch nicht sein UND: Es ist nur ein Baustein. Nur ein Werkzeug. Nur ein Versuch ob es was bringt. Nur mal schauen ob sich was tut. Ob es gut tut.

Mein erster Termin, die "psychotherapeutische Sprechstunden" war unfassbar. Es ist nur eine Art Vorgespräch. Die Macht man bei irgendeinem Psychologen ohne das man dort Garantie auf einen Platz bekommt. Ich habe dort alles raus gelassen was mir sonst nur von Zeit zu Zeit in den Sinn kommt. Alles gebündelt. Einiges unter Tränen. Er hatte dann natürlich einen krassen Eindruck von mir, so dass er mich gleich in einer TagesKlinik unterbringen wollte. Wir einigen uns auf eine Überweisung mit der man als "dringender Fall" gilt. Ob ich mich so fühle? Nö.

Erst recht nicht nach diesem Termin.

Endlich mal alles laut sagen hat viel bewirkt.

24h später zuhause läuft Musik, ich bin gut drauf. Stehe in der Küche und die Tränen kommen wieder.

Erleichterung.

 

Ein Psychologe den ich bei Youtube gesehen habe sagte sinngemäß in einem Vortrag: "...Die Patientin bedankte sich nach drei Terminen für die Hilfe, dabei waren wir noch bei den Vorgesprächen. Ich hatte noch nichts gemacht und sie nur erzählen lassen."

 

 

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Am 26.4.2020 um 12:08 , Sarius98 schrieb:

Meine Eltern stammen aus der UdSSR. Aber meine Vorfahren sind Deutsche die sich an der Wolga angesiedelt haben (Wolgadeutsche). Wir sehen uns also als 100% Deutsche an die von der russischen Kultur geprägt wurden. Und ich möchte das so schnell wie möglich mal beherrschen, weil es meine Verwandten gut können und ich möchte auch irgendwann mal nach Russland wieder reisen weißt du...so denke ich...

Geht mir ähnlich. Als ich in deinem Alter fürs Studium Griechisch und Latein lernen sollte, habe ich mich ernsthaft entschlossen, zunächst die Sprache zu lernen, zu der ich den größeren Bezug habe. Ein bisschen habe ich es dir auch an deinem seltsam eingesetzten Plusquamperfekt angesehen. Benutzen deine Eltern auch das doppelte Perfekt und -Plusquamperfekt? Das kenne ich jedenfalls hauptsächlich von meiner Mutter. Meine Eltern sind väterlicherseits auch Wolgadeutsche und mütterlicherseits Schwaben mit einem bisschen Platt. Wo genau haben deine Eltern gelebt, wenn ich fragen darf?

Am 26.4.2020 um 12:08 , Sarius98 schrieb:

Die russische Sprache ist im Gegensatz zu englisch deutlich schwerer. Ist so. Aber es gibt viele Dinge wie man am besten lernen/ verstehen kann. Z.B. das Verstehen der Grammatik -> Jedes russische Wort hat nur ein betonten Vokal. Egal ob da 1-x Vokale drin sind. Es ist immer nur ein Vokal betont. Bei jedem neu gelernten Wort präge ich mir auch die Betonung ein...sonst wird das in der Zukunft viel stressiger und aufwendiger. Um die Vokabeln zu lernen, eignen sich Karteikarten sehr gut. Aber genauso wie Eselsbrücken oder das der allgemeine Einbeziehen aller Sinne sind gute Indikatoren für das bessere Einprägen von Vokabeln. Wichtig ist, dass du auch regelmäßig wiederholst und es im Alltag anwendest. Auch sollten die Wiederholungsintervalle immer länger werden, damit sich die Vokabeln besser ins Langzeitgedächtnis übertragen, damit man es für eine Ewigkeit einprägen kann. Aber hin und wieder muss man beim Lernen Pausen machen (Pause nach 30-45 min lernen/ wiederholen). In den Pausen kann beispielsweise auch sinnvolles machen, wie dehnen, Kraftsport, sich bei motorischen Übungen verbessern oder Videos anschauen die dich zum lachen bringen, damit positiver und motivierter für das Lernen bist. Auch das Variieren von Lernstrategien und den unterschiedlichen Einbezug deiner Sinne ist auch sehr entscheidend. So wirst du in unterschiedlichen Faktoren und Situationen gleichzeitig gefördert. Dein Gehirn und deine Sinne lernen mit der russischen Sprache und Kultur gut umzugehen. Das ist wie bei der allgemeinen Kommunikation.Kommunizierst du immer das Selbe, wirst du immer wieder das Selbe widerfahren. Heißt---> variieren, ändern, neue Grenzen überschreiten, ausprobieren, weltoffen sein und neu erfahren. Wie ein kleines naives Kind. Sonst ensteht Monotonie und Langeweile und somit keine Fortschritte. Es gibt wahrscheinlich noch viel mehr zu sagen aber das ist das, was mir persönlich wichtig ist...Und es ist wichtig zu wissen, dass  es keine visuellen Typen usw. gibt. Mit dieser Ansicht würdest du nur ein teil deiner Sinne bewusst beschränken.

Du musst aber das Beste für dich finden und da heißt es auch nur ausprobieren.

Das klingt nach einem Plan. Gegen Ende beschreibst du, wie ich finde, ganz gut, warum ich Naivität wichtig finde. Aber haben nicht alle Wörter in jeder Sprache mit Vokalen nur einen betonten Vokal? Und wie beziehst du konkret verschiedene Sinne beim Lernen mit ein? Nach welchen Kriterien wählst du deine Vokabeln aus? Und wie weit bist du mit dieser Strategie bisher gekommen? Kannst du dich flüssig unterhalten? Ich habe mit dem Kenntnisstand gestartet, dass ich zwei Wörter auf einem russischen Messbecher kannte (вода и мука). Bei Gelegenheit versuche ich beispielsweise, russische Nachrichten zu lesen und hören. Um ein Gefühl für die richtige Satzmelodie bei gesprochener Sprache und den Gebrauch von Füllwörtern zu bekommen, schaue ich außerdem YouTube und Instastories von Muttersprachlern. Das Russisch meiner Familie ist ja eher gebrochen. Da gibt's nur insgesamt drei angeheiratete Russen, zu denen ich zu wenig Kontakt habe. Danke jedenfalls für deine Tipps und viel Erfolg auch dir.

Am 26.4.2020 um 12:08 , Sarius98 schrieb:

Ich finde man Intelligenz nicht so leicht definieren...Man kann das ja beliebig in Bereiche unterteilen (Emotionale Intell., Kristalline Intelligenz usw.)...also ich würde pauschal sagen, dass es angibt wie schnell und effizient du reagierst, agierst oder neue Fähigkeiten erlernst...es gibt da noch mehr zu sagen aber das ist jetzt so mein Verständnis davon...

Ich habe aber mal gegoogelt...Es gibt fluide und kristalline Intelligenz. Fluide Intelligenz kann man eher im jungen Alter formen/ steigern und steht für logisches/ abstraktes Denken (Informationsverarbeitung). Kristalline Intelligenz steht für Faktenwissen (Wissensaneignung). Kristalline Intelligenz kann ich also beliebig steigern und fluide Intelligenz nur bis zu einem gewissen Grad...und dies nimmt im Laufe des Alters ab. Also man sollte in jungen Jahren so viel wie möglich machen um dies zu steigern...ansonsten wird es immer schwerer die fluide Intell. zu steigern und irgendwann kommt man in einem Alter wo es wieder nach unten sinkt, wenn man seinen Gehirn nicht "trainiert". Aber nicht nur das Trainieren ist entscheidend, sondern auch deine Art...Da gehört denke ich mal Weltoffenheit, Neugierde, Humor, Liebe und auch eine gewisse Naivität was du angesprochen hast...

 

Dein Verständnis von Intelligenz entspricht eher dem, was ich unter Auffassungsgabe verstehe. Und dann muss ich dir doch ein bisschen recht geben. Seine Auffassungsgabe zu verbessern, halte ich für noch schwieriger und aufwändiger als lediglich die Intelligenz zu steigern. Ich hatte aber gefragt, weil ich wissen wollte, warum du (noch) intelligenter sein willst. 

Ich meine, mal gehört zu haben, dass Intelligenz die Fähigkeit ist, erlernte Fähigkeiten in einem neuen Kontext anzuwenden, also sich an veränderte Umstände anzupassen. So wird auch die Intelligenz von Tieren getestet, denke ich.

Wenn du anfangen willst, Intelligenz in Unterkategorien zu teilen, kannst du genauso gut zwischen visuellen und akustischen Lerntypen differenzieren. Glaubst du, dass Faktenwissen beliebig gesteigert werden kann? Ich vergleiche das Gehirn und seine Leistung gern mit einer Computerfestplatte. Man kann Programme schreiben, installieren, laufen lassen, bearbeiten. Man kann Daten extern speichern (Erinnerungen und Emotionen an Gegenstände binden). Man kann Virenschutzprogramme laufen und den Speicher bereinigen lassen (träumen)...

Am 26.4.2020 um 12:08 , Sarius98 schrieb:

 

Aber viele Menschen nehmen Naivität als Gutgläubigkeit -> Dummheit wahr... weil man angeblich weiß: " Aha, der kann leichter ausgenutzt werden...der glaubt ja eh jeden Scheiß."... mal so als Beispiel. Muss aber nicht sein. Du hast dazu eine andere Sichtweise. Ist nicht selbstverständlich.

Wenn du mich fragst, wird Naivität in unserem Bildungswesen gezielt abtrainiert. R. D. Precht sagt auch, dass das preußische System nicht mehr hinnehmbar ist.

PS: Wenn du nicht unbedingt der Typ bist, der sich bei einer wildfremden Person, die einem nichts Gutes getan hat, gerne ausheult, würde ich persönlich dir von psychotherapeutischen Gesprächen abraten. So etwas kann auch erniedrigend werden, wenn jemand, der eine teure Ausbildung abgeschlossen hat, seine Ahnungslosigkeit/Überforderung/Inkompetenz/Ungeeignetheit nicht direkt einräumen kann.

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