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Hallo zusammen, 

Ich befinde mich zurzeit in einer beruflichen Sackgasse und weiß nicht mehr weiter. 

 

Hier mein Lebenslauf:

Ich habe mein Abitur 2014 gemacht, insgesamt habe ich dafür 5 Jahre gebraucht. Grund dafür war, dass ich mich zu dieser Zeit mehr auf's Geld verdienen konzentriert habe, indem ich mich als Umzugshelfer angeboten habe. 

Ich komme aus einer sehr armen Familie. Das Geld das ich verdient habe, habe ich zum Teil meiner Mutter gegeben und zum anderen Teil für mich, um mit meinen Klassenkameraden mithalten zu können. Es war mir immer peinlich mir von Klassenkameraden Getränke, Clubeintritte und das soziale Leben bezahlen lassen zu müssen. Es herrschte ein enormes soziale Gefälle. Führerschein, Urlaub etc. war der Standart bei allen Mitschülern, während ich ein Jahr täglich mit den gleichen Schuhen rumlief. Mein Selbstbewusstsein war gecrasht. 

Nach dem Abitur habe ich mir einen Job gesucht, um ein Vollzeitgehalt zu bekommen, um auszuziehen, da keiner in der Familie Ambitionen hatte, etwas an der Situation zu ändern. 

Ich wurde fündig in einer Fleischerei wo ich angefangen habe als Verkäufer zu arbeiten. Ich verstehe mich super mit meinen Chef der mir eine verkürzte Ausbildung als Fachverkäufer angeboten habe. Ich bin ausgezogen und habe mir vorgenommen nach meinen Rückschlag (5Jahre Abitur) nun Vollgas zu geben. Nicht mehr verschlafen, zuverlässig, Verantwortungsbewusst. Harte ehrliche Arbeit. Nach zweieinhalb Jahren habe ich die Ausbildung mit 1,0 abgeschlossen. Ein halbes Jahr später wurde ich Stellvertretende Verkaufsleitung, bis jetzt. 2 Jahre nach Abschluss meiner Ausbildung mit 26 Jahren. 

Ich habe meinen Führerschein gemacht, konnte in den Urlaub fliegen, mir neue Anziehsachen leisten und erhalte nur ein übertarifliches Gehalt. 

Nur ich bin nicht glücklich. Einfach weil ich extrem unterfordert bin. Und auch wenn das Gehalt zurzeit in Ordnung ist, so werde ich nicht wirklich eine Familie damit ernähren können. Mein Gesellschaftlicher Status ist niedrig und auch für viele Frauen ist der Beruf und alles was damit zusammenhängt ein Ausschlusskriterium. Ich werde dadurch oft im vorhinein verurteilt. Mit Frauen die den gleichen "Status" haben befinde ich mich geistlich nicht auf einer Wellenlänge. Da wird laut zum Wendler rumgegrölt, anstatt sich für Sport, Politik, Weltgeschehen o.Ä. zu interessieren. Mein Freundeskreis besteht inzwischen fast ausschließlich aus Akademikern mit Masterabschlüssen, LKA Beamten und ähnliches. Ich fühle mich nirgends mehr zugehörig. 

Nur was soll ich tun? Jetzt noch ein Studium dranhängen in einem anderen Bereich? Mit 27? In Sozialwissenschaften bspw. hatte ich in der Abiturprüfung eine 1-. Eine andere Möglichkeit wäre sich bei der JVA zu bewerben, die suchen Bewerber mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung und auch der finanzielle Verlust wäre nicht so enorm. 

Ich bin für jeden Ratschlag, Gedanken, Arschtritt oder einfach nur für jeden der mich das alles hat "auskotzen" lassen, dankbar. 

Lg

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vor 12 Minuten, Chriszou schrieb:

Hallo zusammen, 

Ich befinde mich zurzeit in einer beruflichen Sackgasse und weiß nicht mehr weiter. 

 

Hier mein Lebenslauf:

Ich habe mein Abitur 2014 gemacht, insgesamt habe ich dafür 5 Jahre gebraucht. Grund dafür war, dass ich mich zu dieser Zeit mehr auf's Geld verdienen konzentriert habe, indem ich mich als Umzugshelfer angeboten habe. 

Ich komme aus einer sehr armen Familie. Das Geld das ich verdient habe, habe ich zum Teil meiner Mutter gegeben und zum anderen Teil für mich, um mit meinen Klassenkameraden mithalten zu können. Es war mir immer peinlich mir von Klassenkameraden Getränke, Clubeintritte und das soziale Leben bezahlen lassen zu müssen. Es herrschte ein enormes soziale Gefälle. Führerschein, Urlaub etc. war der Standart bei allen Mitschülern, während ich ein Jahr täglich mit den gleichen Schuhen rumlief. Mein Selbstbewusstsein war gecrasht. 

Nach dem Abitur habe ich mir einen Job gesucht, um ein Vollzeitgehalt zu bekommen, um auszuziehen, da keiner in der Familie Ambitionen hatte, etwas an der Situation zu ändern. 

Ich wurde fündig in einer Fleischerei wo ich angefangen habe als Verkäufer zu arbeiten. Ich verstehe mich super mit meinen Chef der mir eine verkürzte Ausbildung als Fachverkäufer angeboten habe. Ich bin ausgezogen und habe mir vorgenommen nach meinen Rückschlag (5Jahre Abitur) nun Vollgas zu geben. Nicht mehr verschlafen, zuverlässig, Verantwortungsbewusst. Harte ehrliche Arbeit. Nach zweieinhalb Jahren habe ich die Ausbildung mit 1,0 abgeschlossen. Ein halbes Jahr später wurde ich Stellvertretende Verkaufsleitung, bis jetzt. 2 Jahre nach Abschluss meiner Ausbildung mit 26 Jahren. 

Ich habe meinen Führerschein gemacht, konnte in den Urlaub fliegen, mir neue Anziehsachen leisten und erhalte nur ein übertarifliches Gehalt. 

Nur ich bin nicht glücklich. Einfach weil ich extrem unterfordert bin. Und auch wenn das Gehalt zurzeit in Ordnung ist, so werde ich nicht wirklich eine Familie damit ernähren können. Mein Gesellschaftlicher Status ist niedrig und auch für viele Frauen ist der Beruf und alles was damit zusammenhängt ein Ausschlusskriterium. Ich werde dadurch oft im vorhinein verurteilt. Mit Frauen die den gleichen "Status" haben befinde ich mich geistlich nicht auf einer Wellenlänge. Da wird laut zum Wendler rumgegrölt, anstatt sich für Sport, Politik, Weltgeschehen o.Ä. zu interessieren. Mein Freundeskreis besteht inzwischen fast ausschließlich aus Akademikern mit Masterabschlüssen, LKA Beamten und ähnliches. Ich fühle mich nirgends mehr zugehörig. 

Nur was soll ich tun? Jetzt noch ein Studium dranhängen in einem anderen Bereich? Mit 27? In Sozialwissenschaften bspw. hatte ich in der Abiturprüfung eine 1-. Eine andere Möglichkeit wäre sich bei der JVA zu bewerben, die suchen Bewerber mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung und auch der finanzielle Verlust wäre nicht so enorm. 

Ich bin für jeden Ratschlag, Gedanken, Arschtritt oder einfach nur für jeden der mich das alles hat "auskotzen" lassen, dankbar. 

Lg

was willst?

was macht dir spass?

die plozei sucht z.b. immer kannst also da eine ausbildung machen auch mit studium

auch ist es fuer ein klassisches studium noch nicht zu spaet

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vor 36 Minuten, Chriszou schrieb:

In Sozialwissenschaften bspw. hatte ich in der Abiturprüfung eine 1-.

dein Problem ist auch ein soziologischer Klassiker: jemand kommt aus niedriger, ungebildeter Schicht, arbeitet sich hoch und ist dann nirgendwo mehr zuhause: für die Schicht aus der er kommt, ist er jetzt "was besseres" und gibt sich nicht mehr mit uns ab, für die Schicht in die er sich hineingekämpft hat, ist er einer der Prolls von unten, der meint, er kann bei uns mitmischen

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vor 10 Minuten, Nachtzug schrieb:

dein Problem ist auch ein soziologischer Klassiker: jemand kommt aus niedriger, ungebildeter Schicht, arbeitet sich hoch und ist dann nirgendwo mehr zuhause: für die Schicht aus der er kommt, ist er jetzt "was besseres" und gibt sich nicht mehr mit uns ab, für die Schicht in die er sich hineingekämpft hat, ist er einer der Prolls von unten, der meint, er kann bei uns mitmischen

Das trifft den Nagel so ziemlich auf den Kopf! Im Abitur war ich der Proll und zurzeit bin ich der, der "als was besseres" wirkt. Ich musste mir öfter anhören, dass ich "arrogant" sei, weil ich gute Ergebnisse abliefere

 

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vor 13 Stunden, Chriszou schrieb:

Das trifft den Nagel so ziemlich auf den Kopf! Im Abitur war ich der Proll und zurzeit bin ich der, der "als was besseres" wirkt. Ich musste mir öfter anhören, dass ich "arrogant" sei, weil ich gute Ergebnisse abliefere

 

Naja, von hocharbeiten kann noch, mit der Betonung auf NOCH, keine Rede sein. Allerdings bist du sozial schon auf dem Level. Hatte mit 28 keinen Bock mehr auf meinen Job im Vertrieb und hab mit 29 mein Studium angefangen. Jetzt bin ich ich bei einem großen deutschen Technologiekonzern und es war die beste Entscheidung meines Berufslebens doch noch zu studieren. Zu alt bist du also definitiv nicht! 

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Mit Fleischerei-Fachverkäufer bist auch krass unter deinen Möglichkeiten. Mit Abitur stehen dir alle Türen offen... Fleischtheke ist was für Hauptschüler. Jetzt nicht persöhnlch nehmen, aber mit Abitur bist da irgendwie falsch. Und was dein Alter betrifft, bist du weder zu alt für ein Studium noch für eine anspruchsvollere Ausbildung. Beide Optionen stehen dir offen und bringen dich weiter. Das einzige, das du nicht machen solltest, ist weiter an der Fleischtheke stehen. Denn damit verschwendest du deine Talente.

vor 20 Stunden, Chriszou schrieb:

Eine andere Möglichkeit wäre sich bei der JVA zu bewerben, die suchen Bewerber mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung und auch der finanzielle Verlust wäre nicht so enorm.

Wenn der Job was für dich wäre, dann bewirb dich da. Auch dort gibt es weiterbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten, sobald du erstmal drin bist. Auch wenn du in den Stafvollzug wechselst, ist wichtig, dass du dran bleibst und weiter machst. Sonst vergammelst du da auf lange Sicht auch wieder.

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TE, du könntest auch noch ne zweite Ausbildung machen, wo man mehr Karrierechancen hat als Fleischereifachverkäufer.

 

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vor 12 Stunden, Affe777 schrieb:

Naja, von hocharbeiten kann noch, mit der Betonung auf NOCH, keine Rede sein. Allerdings bist du sozial schon auf dem Level. Hatte mit 28 keinen Bock mehr auf meinen Job im Vertrieb und hab mit 29 mein Studium angefangen. Jetzt bin ich ich bei einem großen deutschen Technologiekonzern und es war die beste Entscheidung meines Berufslebens doch noch zu studieren. Zu alt bist du also definitiv nicht! 

Was hat dich denn am Vertrieb gestört ? Im Vertrieb kann man doch auch eine Menge Geld verdienen, wenn man ordentlich liefert. Gibt ja auch viele Akademiker die im Vertrieb arbeiten.

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vor 33 Minuten, TriiaZ schrieb:

Was hat dich denn am Vertrieb gestört ? Im Vertrieb kann man doch auch eine Menge Geld verdienen, wenn man ordentlich liefert. Gibt ja auch viele Akademiker die im Vertrieb arbeiten.

Kommt drauf an was man verkauft. Bei großen Unternehmen als Key Accounter ist es sicher cool. Hatte mir auch überlegt in diese Richtung zu gehen. Hab mich dann aber für etwas anderes entschieden. Habe Autos verkauft, das ist einfach nervig, stressig und hat nicht gerade eine rosige Zukunftsperspektive... zudem sind die goldenen Zeiten lange vorbei. Klar, man kann auch da viel verdienen, aber der Verdienst steht dennoch in keinem Verhältnis zum Arbeitsaufwand und arschkriechen, um es zu erreichen. Einfach unangenehm auf Dauer. Jetzt habe ich mehr Freizeit und auch ein höheres Gehalt 😅

bearbeitet von Affe777

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vor 6 Stunden, Nachtzug schrieb:

TE, du könntest auch noch ne zweite Ausbildung machen, wo man mehr Karrierechancen hat als Fleischereifachverkäufer.

 

Dann kann er auch gleich ein Bachelorstudium absolvieren. Eine Ausbildung wird ihn Minimum zwei Jahre kosten, Bachelor schafft er in drei. Master kann er dann bspw. berufsbegleitend anhaengen. 

@Chriszou da du bereits Verkaufserfahrung gesammelt hast, wie schaut es bei dir mit Interesse an BWL aus? Mit der Anzahl an Wartesemestern, die du mittlerweile hast, duerftest du in der Lage sein in viele sehr gute Programme zu kommen. Schau dir mal den Thread von @m1kel hier an, der ebenfalls erst mit 25 sein Studium begonnen hat. 

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vor 7 Stunden, suchti. schrieb:

Dann kann er auch gleich ein Bachelorstudium absolvieren. Eine Ausbildung wird ihn Minimum zwei Jahre kosten, Bachelor schafft er in drei. Master kann er dann bspw. berufsbegleitend anhaengen. 

@Chriszou da du bereits Verkaufserfahrung gesammelt hast, wie schaut es bei dir mit Interesse an BWL aus? Mit der Anzahl an Wartesemestern, die du mittlerweile hast, duerftest du in der Lage sein in viele sehr gute Programme zu kommen. Schau dir mal den Thread von @m1kel hier an, der ebenfalls erst mit 25 sein Studium begonnen hat. 

Ich würde definitiv NICHT pure BWL studieren. Du kloppst dich am Ende mit x Leuten um die gute Jobs. Mach lieber sowas wie Winfo - dann hast du ebenfalls viele Optionen. Ich habe BWL studiert, arbeite heute in der IT. Dort sind die Zukunftsaussichten durchaus rosiger und du brauchst keine x - Praktika um dich am Ende von einem arroganten Sch**** im Bewerbungsgespräch auseinander nehmen zu lassen. In der IT sind die Leute mega entspannt.

bearbeitet von TriiaZ
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vor 18 Minuten, ruthless schrieb:

Also erstmal musst du dir drüber klar werden ob du noch Bock auf die Branche generell hast. Falls nein, dann klar, mach was anderes. Falls ja, dann sei dir gesagt: Du stehst alles andere als in ner beruflichen Sackgasse.

Du musst dir erstmal vor Augen führen, dass du in ner Branche arbeitest, in der gute Leute absolute MASSIVST gesucht sind. Ich weiß es, bin selber Metzgermeister. Hab zwar meine eigene Firma, aber war früher auch mal Angestellter.

Werdegang für dich könnte sein:

Erstmal Meisterbrief (Dauer 3 Monate in Vollzeit, Kosten ca. 7000€) Mit 1,0er Abschluss kannst du ne Begabtenförderung bei der HWK beantragen, bekommst 6000€ die du direkt dafür hernehmen kannst. Eventuell unterstützt dich auch dein Chef noch dabei.

Falls du ne höhere Position in nem Industriebetrieb anstrebst, dann mach auf jeden Fall noch den Techniker, Dauer 2 Jahre, kostet nix. Brauchst auch für die Jobs wo's mit Abstand am meisten Cash gibt.

Jetzt mal noch zum Gehalt. Soll jetzt kein Angeben sein, sondern einfach realistische Zahlen WENN du wirklich gut bis. Kommt natürlich in erster Linie auf den Betrieb und Größe/Verantwortung an. Unsere Filialleiter bekommen ca. 5-6k Netto im Monat plus Firmenwagen.
Wenn du gut bist, und damit mein ich jetzt schon  viele 1er im Meisterbrief und fachliches Können, ist da auch wesentlich mehr drin. Als deutscher Meister genießt du überall auf der Welt brutales Ansehen und kriegst auch sofort überall nen wirklich gut bezahlten Job. Ich selber war schon in Neuseeland, Australien, Südafrika und der Schweiz/Liechtenstein. Jeweils nur unter einem Jahr, Einstiegsgehalt zwischen 65-80k Euro. Position "nur" Meister mit Verantwortung für einen Bereich, und das mit 22-27 Jahren alt. Als Abteilungsleiter gehts da ganz schnell jenseits 100k, Produktionsleiter natürlich noch mehr.

Angebot und Nachfrage halt. Wenn ich seh was meine Kumpels mit denen ich damals Abi (ja, ich hab den überbewerteten Schein auch, und find trotzdem nicht dass ich meine Talente an der Fleischtheke verschwende 😉 ) gemacht hab jetzt nach 5 Jahren Studium zum Teil mit Masterabschluss jetzt als BWLer kriegen. Weißt nicht ob ich da lachen oder weinen soll.

Filialleiter in einem Industriejob im Fleischerhandwerk ? 5 - 6k netto -> Etwas von dem die meisten wohl eher träumen werden. Nicht schlecht. 

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vor einer Stunde, TriiaZ schrieb:

Filialleiter in einem Industriejob im Fleischerhandwerk ? 5 - 6k netto -> Etwas von dem die meisten wohl eher träumen werden. Nicht schlecht. 

Gut, muss vielleicht nochmal hervorheben, dass die Zahlen zwar realistisch erreichbar sind, aber am Ende verdienen das vielleicht 0,x% der Beschäftigten. Das kriegen halt die absoluten Topleute in den absoluten Topläden. Selbst wenn man richtig gut ist, in der normalen 0815 Metzgerei oder an der Frischetheke im Supermarkt wird das lange nicht verdient. Normales Filialleiter Gehalt liegt so grob bei 2-2,8k Netto plus Perks. Allerdings gibts halt auch nicht allzu viele wirklich gute Leute, was es widerum recht einfach macht an so ne super Stelle zu kommen, wenn man denn was kann.

Richtig Kohle gibts wie gesagt als Verwantwortlicher in der Produktion im Industriebetrieb, wo täglich tonnenweise für Supermärkte, Discounter und Großhandel produziert wird. Aber muss man schon wollen, mir hats nicht gefallen nur Dreck herzustellen, da kann die Bezahlung noch so gut sein.. Die Qualität der Produkte für die man verantwortlich ist, ist halt wirklich das allerletzte, da ist die Wurst das Plastik nicht wert in dem die verpackt wird.

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vor einer Stunde, ruthless schrieb:

Gut, muss vielleicht nochmal hervorheben, dass die Zahlen zwar realistisch erreichbar sind, aber am Ende verdienen das vielleicht 0,x% der Beschäftigten. Das kriegen halt die absoluten Topleute in den absoluten Topläden. Selbst wenn man richtig gut ist, in der normalen 0815 Metzgerei oder an der Frischetheke im Supermarkt wird das lange nicht verdient. Normales Filialleiter Gehalt liegt so grob bei 2-2,8k Netto plus Perks. Allerdings gibts halt auch nicht allzu viele wirklich gute Leute, was es widerum recht einfach macht an so ne super Stelle zu kommen, wenn man denn was kann.

Richtig Kohle gibts wie gesagt als Verwantwortlicher in der Produktion im Industriebetrieb, wo täglich tonnenweise für Supermärkte, Discounter und Großhandel produziert wird. Aber muss man schon wollen, mir hats nicht gefallen nur Dreck herzustellen, da kann die Bezahlung noch so gut sein.. Die Qualität der Produkte für die man verantwortlich ist, ist halt wirklich das allerletzte, da ist die Wurst das Plastik nicht wert in dem die verpackt wird.

Als Filialleiter bei dem Edeka um die Ecke verdient man doch keine 2,8k netto. Und der Job hat dann auch nichts mehr mit nem Metzger Meister zu tun. Und über 2,8k netto an der Fleischtheke braucht man gar nicht erst reden. Son Reginalverkaufsleite, also Verantwortung für mehrere Läden kommt vll so auf die knapp 3k netto. Aber der hat auch Stress ohne Ende und auch kein Meisterbrief im Metzgerandwerk.

Das es in in einer handvoll Betrieben in DE eine handvoll Leute gibt die 5k netto mit ne Metzger Meisterbrief gibt mag ja sein, aber das als perspektive hier aufzuzeigen halte ich für sehr unrealistisch. Ich ha aber auch keine Ahnung von der Branche. 

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Können wir bitte wieder dazu zurückgehen, Gehälter in Brutto anzugeben, wie es üblich ist? Netto/Brutto zwischen zwei AN ist je nach persönlicher Situation ein himmelweiter Unterschied. 

@ruthless Finde Deine Erfahrungen aus der Lebensmittelindustrie hoch interessant. Wie sieht es eigentlich mit Fleisch und Wurst von der Frischetheke bei Edeka/Rewe aus? Ist das tendenziell besser als das, was abgepackt im Regal liegt? Son Herta Finesse Schinken z.B.

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vor 4 Stunden, Dieter12 schrieb:

(...) Ich ha aber auch keine Ahnung von der Branche. 

Dann vielleicht besser den Mund halten. 😉 Bei den Supermärkten bist du da klar eher am unteren Rand von dem Spektrum, aber auf jeden immer noch  drin. Bist du für nen starken Standort von ner "richtigen" Metzgerei verantwortlich, dann halt am oberen Ende oder gerne auch drüber. Macht auch keinen Sinn da jetzt drüber zu diskutieren, kannst es glauben oder auch lassen. Ich wollte nur aufzeigen, dass es gerade in dieser Branche recht einfach ist richtig gutes Geld zu verdienen und es easy möglich ist, als "nur" gelernter Fachverkäufer richtig durchzustarten.

Aber nochmal: Du musst halt richtig gut sein. Die Gehälter die ich damals verdient hab konnt ich auch nur fordern weil ich nur 1er und einen 2er im Meisterbrief stehen hab.

vor 2 Stunden, SchnatterNatter schrieb:

 

@ruthless Finde Deine Erfahrungen aus der Lebensmittelindustrie hoch interessant. Wie sieht es eigentlich mit Fleisch und Wurst von der Frischetheke bei Edeka/Rewe aus? Ist das tendenziell besser als das, was abgepackt im Regal liegt? Son Herta Finesse Schinken z.B.

Will jetzt nicht zu sehr OT gehen, daher nur kurz und bündig. Oft ist die Frischetheke der selbe Pächter, der auch die SB-Abteilung liefert, die Ware ist also oft die genau gleiche. Qualitativ sowieso. Ich kann nur jedem davon abraten Wurst im Supermarkt zu kaufen, egal ob Bedientheke oder nicht. Da wird mit allen Tricks gearbeitet, das hat mit Wurst so wie sie sein soll wirklich nichts mehr zu tun. Metzger suchen der noch selbst schlachtet (!) und da einkaufen. Viele Metzgereien dürfen ja mangels EU-Zulassung nicht mehr selber schlachten und kaufen das Fleisch bzw. Hälften deshalb auch von den großen Schlachthöfen. Am Ende ist das also doch auch irgendwo Supermarkt Ware, nur anders verpackt.

bearbeitet von ruthless

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vor 9 Minuten, ruthless schrieb:

Dann vielleicht besser den Mund halten. 😉 Bei den Supermärkten bist du da klar eher am unteren Rand von dem Spektrum, aber auf jeden immer noch  drin. Bist du für nen starken Standort von ner "richtigen" Metzgerei verantwortlich, dann halt am oberen Ende oder gerne auch drüber. Macht auch keinen Sinn da jetzt drüber zu diskutieren, kannst es glauben oder auch lassen. Ich wollte nur aufzeigen, dass es gerade in dieser Branche recht einfach ist richtig gutes Geld zu verdienen und es easy möglich ist, als "nur" gelernter Fachverkäufer richtig durchzustarten.

Aber nochmal: Du musst halt richtig gut sein. Die Gehälter die ich damals verdient hab konnt ich auch nur fordern weil ich nur 1er und einen 2er im Meisterbrief stehen hab.

Will jetzt nicht zu sehr OT gehen, daher nur kurz und bündig. Oft ist die Frischetheke der selbe Pächter, der auch die SB-Abteilung liefert, die Ware ist also oft die genau gleiche. Qualitativ sowieso. Ich kann nur jedem davon abraten Wurst im Supermarkt zu kaufen, egal ob Bedientheke oder nicht. Da wird mit allen Tricks gearbeitet, das hat mit Wurst so wie sie sein soll wirklich nichts mehr zu tun. Metzger suchen der noch selbst schlachtet (!) und da einkaufen. Viele Metzgereien dürfen ja mangels EU-Zulassung nicht mehr selber schlachten und kaufen das Fleisch bzw. Hälften deshalb auch von den großen Schlachthöfen. Am Ende ist das also doch auch irgendwo Supermarkt Ware, nur anders verpackt.

Aber nochmal: Filialleiter eines Supermarktes wirst du eher nicht durch ne Metzerausbildung. Das sind meist interne kaufmännische Leute mit Ausbildung/Studium. Dafür bieten die ja extra Programme an. Das hat doch mit Metzger oder Fleischfachverkäufer gar nichts zu tun.

 

Das die Quälität an der Fleischtheke und die abgepackte Ware sehr ähnlich ist, ist aufjedenfall ziemlich wahrscheinlich.

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vor 4 Stunden, SchnatterNatter schrieb:

Können wir bitte wieder dazu zurückgehen, Gehälter in Brutto anzugeben, wie es üblich ist? Netto/Brutto zwischen zwei AN ist je nach persönlicher Situation ein himmelweiter Unterschied. 

@ruthless Finde Deine Erfahrungen aus der Lebensmittelindustrie hoch interessant. Wie sieht es eigentlich mit Fleisch und Wurst von der Frischetheke bei Edeka/Rewe aus? Ist das tendenziell besser als das, was abgepackt im Regal liegt? Son Herta Finesse Schinken z.B.

Die Schinken werden aus Geflügelhaut und Fleischresten wie Ohren, Hoden zusammengepresst. Ähnlich wie Salami. Gibts ja genug Dokus auf YouTube. 

  • OH NEIN 3

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ist Schinken nicht ein Begriff, der ein bestimmtes Körperteil bezeichnet?

und Salami ist eh vergammeltes rohes Fleisch

genauso wie Käse vergammelte Milch ist

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Am 7.4.2020 um 21:17 , Chriszou schrieb:

Jetzt noch ein Studium dranhängen in einem anderen Bereich? Mit 27? In Sozialwissenschaften bspw. hatte ich in der Abiturprüfung eine 1-. 

Nein. Nein nein nein. Bitte orientier dich nicht nur an deinen Noten, sondern auch was man damit anfangen kann und für welches Gehalt. 

Merke: Sozialwissenschaften sind eher eine Frauen-Branche, was leider gleichbedeutend mit geringem Einkommen ist. (man darf diskutieren was was bedingt) Das gilt vor allem bei privaten Arbeitgebern. 

Meine Ex hat das studiert (Studium hat sie null auf den Job vorbereitet) und war dann Sozialarbeiterin für Suchterkrankte. Eine wirklich finanziell wie motivationstechnisch undankbare Aufgabe. Sie hat in Westdeutschland mit privatem Träger weit weniger verdient als ihre Freunde in Ostdeutschland im z.B. Jugendamt. Und die Arbeit ist eher ein Kampf gegen Windmühlen. Als würde dir der Kunde vor der Fleischtheke das Steak zurück ins Gesicht werfen, egal wie nett und bemüht du bist.

Du kannst damit aber auch im Kindergarten anfangen, ggf. Leitungsposition. Da wird sicher auch in ein paar Jahren noch gesucht - ebenso wie dass du als Mann bei Kinderbetreuung immer mit Skepsis rechnen musst. Von "Männer können das nicht" bishin zu angedichteter Kindesmisshandlung/Mißbrauch.

 

Also bitte nicht aufgrund einer Schulnote unbedacht Jahre opfern um dann noch weniger Geld zu verdienen. Denn darauf läuft es schnell hinaus. 

 

Was ich noch in den Topf werfen möchte ist die Deutsche Bahn. Die suchen seit Jahren neue Leute, in vielen Unternehmensbereichen und haben gar nicht mal so schlechte Vergütungen/Vergünstigungen.

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Am 9.4.2020 um 22:24 , Nachtzug schrieb:

ist Schinken nicht ein Begriff, der ein bestimmtes Körperteil bezeichnet?

Die Bezeichnung macht es aber nicht zum Schinken.

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vor 2 Stunden, Suane schrieb:

Merke: Sozialwissenschaften sind eher eine Frauen-Branche, was leider gleichbedeutend mit geringem Einkommen ist. (man darf diskutieren was was bedingt) Das gilt vor allem bei privaten Arbeitgebern. 

Meine Ex hat das studiert (Studium hat sie null auf den Job vorbereitet) und war dann Sozialarbeiterin für Suchterkrankte. Eine wirklich finanziell wie motivationstechnisch undankbare Aufgabe. Sie hat in Westdeutschland mit privatem Träger weit weniger verdient als ihre Freunde in Ostdeutschland im z.B. Jugendamt. Und die Arbeit ist eher ein Kampf gegen Windmühlen. Als würde dir der Kunde vor der Fleischtheke das Steak zurück ins Gesicht werfen, egal wie nett und bemüht du bist.

Du kannst damit aber auch im Kindergarten anfangen, ggf. Leitungsposition. Da wird sicher auch in ein paar Jahren noch gesucht - ebenso wie dass du als Mann bei Kinderbetreuung immer mit Skepsis rechnen musst. Von "Männer können das nicht" bishin zu angedichteter Kindesmisshandlung/Mißbrauch.

 

Also bitte nicht aufgrund einer Schulnote unbedacht Jahre opfern um dann noch weniger Geld zu verdienen. Denn darauf läuft es schnell hinaus.

Du hast nicht wirklich nen Plan was Sozialwissenschaften sind oder? Kann es sein, dass du das mit sozialer Arbeit verwechselst?

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vor 2 Stunden, Urindanger schrieb:

Du hast nicht wirklich nen Plan was Sozialwissenschaften sind oder? Kann es sein, dass du das mit sozialer Arbeit verwechselst?

Die Frage spiele ich gerne zurück😂

Also du hast Recht, dass ich hier hauptsächlich über Erfahrungen aus zweiter Hand bzgl soziale Arbeit und Pädagogik geschrieben habe.

Tatsächlich sind das aber beides Disziplinen der Sozialwissenschaften. Genauso wie PoWi oder Soziologie - welche jetzt auch nicht gerade eine goldene Karriere versprechen 😉

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