Normalen Umgang zur Ex finden

20 Beiträge in diesem Thema

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Dein Alter: 32
Ihr Alter: 36
Art der Beziehung: Früher monogam, seit ca 3 1/2 Monaten Ex (inkl. nicht angekündigter aber beidseitig durchgeführter Kontaktsperre)
Dauer der Beziehung: Vier Jahre und ein Monat
Dauer der Kennenlernphase vor LTR: irrelevant
Qualität/Häufigkeit Sex: während Beziehung gut und ausreichend.
Gemeinsame Wohnung: Ca. von Jahr 2 1/2 bis 3 1/2

Hallo Community,

Dies ist kein Ex-Back Thread, auch kein Thread in dem es darum geht wer, wie, wo, was falsch gemacht hat. Mit bestem Gewissen habe ich diesen Thread hier platziert, aber es steht der Moderation frei, diesen zu verschieben, wenn er woanders (z.B. Persönlichkeitsentwicklung), besser aufgehoben ist. Ebenfalls habe ich mir erst vor kurzem die letzten 100 Seiten des Ex-Back-Threads durchgelesen. Eine große Inspiration, aber im Kern etwas an meinem Anliegen vorbei. 

Mein Ziel ist es, einen normalen Umgang zu meiner Ex zu finden. Was ich darunter verstehe und wieso ich das möchte, erläutere ich weiter unten. Es geht mir auch darum, wie andere User in ähnlichen Situationen verfahren haben. Mir ist bewusst, dass aufgrund der Länge der Beziehung die Zeit, alles vollständig zu verarbeiten, noch lange nicht abgeschlossen ist. Ich befinde mich aber auf einem guten Weg. Dennoch eröffne ich diesen Thread, da ich mir seit 3-4 Tagen zu genau diesem Thema Gedanken mache, ich ein Drücken im Solarplexus verspüre sowie einen erhöhten Puls habe.

Kurz zusammengefasst hatten wir eine Beziehung mit typischen Höhen und Tiefen und letzlich auch eine, in der wir beide viel gelernt haben und uns weiterentwickeln konnten. Letztlich war es aber ein langgezogenes Ende mit dem Klassiker Attractionverlust meinerseits, etwas klammern von mir am Ende sowie einem von ihr vollzogenen warmen Wechsel ohne Betrug da angekündigt bzw. durch Trennung vollzogen. Glücklicherweise haben wir zum Zeitpunkt der Trennung im Januar  schon nicht mehr zusammengewohnt. Seit diesem Tag haben wir keinerlei Kontakt mehr gehabt. Durch den Trennungsschmerz und den Tod eines Verwandten einen Monat zuvor hat es mich erstmal umgehauen und ich lag zwei Wochen mit echter Grippe flach. Habe die typischen positiven (Befreiung, kein Beziehungsstreß mehr) und negativen (Verrat, alles wegwerfen was man sich aufgebaut hat, usw.) Trennungsgedanken für einige Zeit danach gehabt. Während der Zeit habe ich viel reflektiert, Bücher gelesen, Sachen aufgeschrieben, mich um mich gekümmert. Wieder mehr Sport gemacht, mehr rausgegangen, mehr Socialising. Neue Leute, auch Frauen kennen gelernt, auch mal mit jemanden was angefangen, das aber auf einer rein platonisch freundschaftlichen Schiene weiterlaufen lassen, da ich bemerkt habe, das ich einfach noch nicht soweit bin. 
Auch dank Corona und mehr Zeit in den eigenen vier Wänden habe ich auch hier mal klar Schiff gemacht, vieles aufgeräumt, ewig verschobene Projekte angegangen, ausgemistet, teils neu eingerichtet. Ich habe angefangen Spanisch zu lernen, etc. etc. Natürlich gibt es auch Tage, da denke ich zurück und es gibt Nächte, da kann ich schlecht schlafen oder träume von ihr bzw. uns (mal neutral, mal Alpträume). Das ist wohl auch alles normal. 

Allerdings verspüre ich wie oben schon geschrieben ein gewisses Unwohlsein und beschäftige mich seit einigen Tagen mit dem Thema, mich mit meiner Ex nochmals auszusprechen. Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht, was ich genau mit ihr besprechen will, aber es hat einen Grund. Ich finde, am letzten Tag als wir uns gesehen haben, hätten wir besser und respektvoller auseinander gehen können. Und ein weiteres Problem besteht, ich möchte bzw. werde irgendwann (nach Corona) in ihrer Stadt leben wollen und ein Hobby ausführen (nicht wegen ihr, ich habe es auch zu schätzen gewonnen, habe aber nach der Trennung drauf verzichtet, um aus Selbstschutz die Kontaktsperre aufrecht zu erhalten), wo ich ihr, ihrem Lover und einigen ihrer Freunde zwangsläufig begegnen werde. Sowohl Ich als auch Sie soll sich dabei nicht schlecht fühlen.  Und vielleicht ist dann auch mal ein Smalltalk ohne Hintergedanken möglich. Ich erwähne dies, da ich natürlich auch früher schon Verflossenen begegnet bin, mit denen man auch mal was unternommen hatte. Dies war aber immer möglich, weil man im Reinen oder ohne Verdruß auseinander ist. Mal ganz davon abgesehen von ihrer Verwandtschaft, von der ich hoffe, dass es ihnen in diesen Zeiten gut geht.

Also nochmals:

  • Ich will kein Ex-Back
  • Ich will auch nicht wissen wie gut/schlecht es ihr geht, noch umgekehrt will ich ihr mitteilen wie gut/schlecht es mir geht
  • Mich interessiert es auch nicht, wie es um ihren Lover bestellt ist
  • Ich will auch keine Absolution für einige meiner Aktionen in der Beziehung, die aus ihrer oder meiner Sicht nicht gut gewesen sind. Umgekehrt natürlich auch nicht
  • Mein Ziel ist auch keine enge platonische Freundschaft
  • Aber ich will auch keine Feindschaft bzw. ein sich komisch fühlen wenn man sich begegnet

Ich habe mir die letzten 100 Seiten des Ex-Backs Threads durchgelesen, um herauszufinden ob ich auch betroffen bin, aber ich glaube nicht. Viele der angesprochenen Punkte, wie eben eine Kontaktsperre, basieren vor allem aus Selbstschutz (Abhängigkeit, OneItis, o.ä.). Auch bin ich nicht der Meinung, dass man seine Würde verliert, wenn man als Verlassener mit einigem Abstand später nochmal ein Gespräch sucht, sofern man kein Ex-Back o.ä. anstrebt.  Ich für meinen Teil habe die Trennung akzeptiert, glaube zu wissen, was zu dieser geführt hat. Wobei sicherlich beide ihren Anteil hatten. Und ich finde, auch wenn ich es nicht gutheiße und mit so einem Menschen nicht (mehr) zusammen sein will, ist es dennoch das Recht und die Freiheit jedes Einzelnen, eine Beziehung zu beenden und sein persönliches Glück bei jemand anderen zu suchen (über das, wie und wann, das ist sicher diskussionswürdig), vor allem wenn noch keine Kinder oder Grund und Boden dazugehören und man sich sonst nicht unausweichlich zu irgendetwas verpflichtet hat. Man bzw. ich muss nur anders damit umgehen und anstatt zu klammern, mit erhobenen Hauptes gehen. Das ist wohl ein zentraler Bestandteil dessen, was ich zuletzt gelernt habe. 

Bisher war es für mich kein Problem, die Kontaktsperre durchzuhalten. Gedanken, sie zu brechen, sind immer relativ schnell verflogen. Doch jetzt ist es aus oben genannten Gründen anders.

Daher würden mich Meinungen und Erfahrungen dazu von anderen Usern interessieren. 
 

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Mir ist die Motivation deinerseits, das Gespräch zu führen, nicht ganz klar und dir selbst wahrscheinlich auch nicht, nehme ich mal an.
Für mich klingt es danach, als wäre der Grund mit dem Wiedersehen beim gemeinsamen Hobby vorgeschoben, denn wenn du schon vollständig von ihr weggekommen wärst, könntest du einerseits dann bei einem spontanen Wiedersehen souverän reagieren (z.B. freundlich grüßen, wenn es sich ergibt Smalltalk, sonst weiter dein eigenes Ding machen), andererseits wäre es dir auch nicht so wichtig, was du jetzt bei ihr für einen Eindruck erweckst, da sie und ihr Social Circle in deinem Leben keine Rolle mehr spielen.

Deshalb ziehe ich folgenden Schluss aus deinem Text: Selbst wenn du sie nicht zurück haben willst, bist du wohl immer noch nicht über sie hinweg und möchtest deshalb wieder mehr Informationen von ihr/über sie haben, um wieder ein wenig an ihrem Leben teilhaben zu können. Ich kann dir nicht raten, ob es schlau ist, dieses Gespräch zu führen, denn keiner kann im Voraus wissen, was besser (oder schlimmer) ist - sich unsicher zu fühlen, weil man etwas nicht weiß, oder Dinge zu erfahren, die man vielleicht im Nachhinein gar nicht erfahren hätte wollen.

Ich würde an deiner Stelle erst noch einmal in mich gehen und genau überlegen, was du mit dem Gespräch bezwecken möchtest und ob es für dich und dein weiteres Leben wirklich einen Vorteil hätte, es zu führen.

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Du hast bereits für dich festgestellt, was du dir von so einem Gespräch alles NICHT versprichst. Versuch doch mal, für dich zu umreissen, was genau du dir von so einem Gespräch versprichst.

Ich habe so ein bisschen die Vermutung, dass du schon so ein wenig wie der Junkie auf entzug bist, und es dir in erster Linie um schlicht "kontakt" zu ihr geht.

Versuch es dir mal so zu erschließen: du willst nicht mit ihr befreundet sein. du willst sie nicht zurück. du willst lediglich einen normalen umgang mit ihr und den Leuten im Verein.

Um das zu erreichen brauchst du (aus eigener Erfahrung) kein klärendes Gespräch / nochmaliges Treffen oä.

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Gast

Geh auf Abstand! 

Wenn du sie jemals geliebt hast, dann brich jegliche Kommunikation ab, damit sie wieder zu sich findet.

Sie wird leiden, weinen, jegliche projizierte Aggression auf dich schieben etc,.. Aber das gehört leider dazu - und vor allem ohne (!) dich.

Ist tatsächlich so,... ansonsten verlängerst du nur unnötig das Drama. Sei erwachsen und zieh einen Schlussstrich!

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Vielen Dank schonmal für die bisherigen Antworten. Irgendwie hatte ich mit diesem Feedback gerechnet. Deshalb habe ich mir nochmal Gedanken gemacht, wo ich stehe, was ich mit einem Gespräch erreichen will und was dessen Inhalt sein könnte. Ich versuche einfach mal ohne Zitierfunktion auf alle bisherigen Antworten einzugehen.

Ja, es stimmt, dass ich noch nicht vollständig diese Beziehung verarbeitet habe. Das ist aufgrund der Länge dieser und der im Vergleich dazu noch überschaubaren Trennungszeit in Ordnung. Aber, wie ich bereits geschrieben bin, bin ich nicht irgendwo am Anfang, wo ich etwas verleugne, es nicht wahrhaben möchte, Wut oder Hass verspüre und/oder mein sonstiges Leben nicht im Griff habe (Spaß am Leben, Socialising, etc.), wo ich mir irgendwelche Bilder von ihr/uns anschaue oder sie Hals über Kopf kontaktieren müsste o.ä.. Mir geht es gut, abgesehen davon dass mir wahrscheinlich wie vielen anderen Corona auf den Keks geht und abgesehen von diesem einzelnen Punkt den ich hier anspreche.

Ich möchte dieses Gespräch vermutlich in erster Linie für mich führen, um mich innerlich von ihr zu verabschieden, auch unterbewusst. Das ist in etwa vergleichbar, wie wenn man am Sterbebett naher Verwandten sitzt und sie in den Tod begleitet oder für andere bei einer Beerdigung (das ist zumindest meine Erfahrung in Verarbeitung des Todes von [nahen] Verwandten). Dies ist ja auch ein Teil eines Prozesses und dort sagt man auch nicht, geh da nicht hin, du schaffst das auch so. Es soll auch nicht lange gehen, vielleicht maximal eine halbe Stunde, gerne kürzer. In normalen, ernstgemeinten und ehrlichen Worten würde ich ihr gerne sagen, dass die Trennung für mich ok ist, ich ihr alles Gute für ihre Zukunft und bisher unerfüllten Träume wünsche und ich mir sicher bin, dass sie ihre bisher ungelösten Probleme mit ihrem neuen Partner oder auch alleine in den Griff kriegen wird. Wirklich nicht mehr, aber auch nicht weniger. Keine Vorwürfe, keine alten Themen, kein Ausfragen nach ihrer jetzigen Lebenssituation. Und auch keine Anfragen nach weiterem Kontakt. Das, was man mit etwas mehr Erfahrung mit so etwas und mehr Größe unter diesem Umständen vielleicht schon am Tag der Trennung gesagt hätte. Und ich habe natürlich einkalkuliert dass von ihr irgendwas von "Viel Erfolg auch bei dir" über "so what" bis zu irgendwelchen Vorwürfen an den Kopf geworfen bekommen (auf die ich aber nicht einsteigen möchte). Ich denke, wenn ich diese Worte im direkten Gegenüber aussprechen kann, hilft mir das mehr, als jegliche Worst-Case-Reaktionen ihrerseits. Wenn sie meine Bitte nach einem Gespräch ablehnt, würde ich dies ebenfalls akzeptieren. 

Ja, ich habe sie geliebt. Ich denke, bei ihr hat dieser Trennungsprozess bereits wesentlich früher begonnen und die beschrieben Agressionen/Vorwürfe/Weinen o.ä. hatte ich bereits vor der Trennung über einen gewissen Zeitraum abbekommen. Daher maße ich mir an zu behaupten, dass sie in diesem Prozess der Trennung sicherlich schon einen Schritt weiter ist und glaube, dass ich sie mit diesem Gespräch nicht zurückwerfe oder weiteres Drama erzeuge auch im Bezug auf das, was ich über sie weiß bzw. was sie mir von ihrem früheren Leben erzählt hat. 

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vor 1 Stunde, bulldogge8 schrieb:

In normalen, ernstgemeinten und ehrlichen Worten würde ich ihr gerne sagen, dass die Trennung für mich ok ist, ich ihr alles Gute für ihre Zukunft und bisher unerfüllten Träume wünsche und ich mir sicher bin, dass sie ihre bisher ungelösten Probleme mit ihrem neuen Partner oder auch alleine in den Griff kriegen wird. Wirklich nicht mehr, aber auch nicht weniger.

 

vor 1 Stunde, bulldogge8 schrieb:

Ich möchte dieses Gespräch vermutlich in erster Linie für mich führen, um mich innerlich von ihr zu verabschieden, auch unterbewusst.

Ich finde es gut, dass du über eine Möglichkeit nachdenkst, dich innerlich von ihr zu verabschieden.

Was macht für dich aber den entscheidenen Unterschied aus, ihr das mitteilen zu müssen? Wäre es nicht konstruktiver für dich, du behältst diese Worte in deinem Inneren und gehst die weiteren Schritte. Als Grundlage zum Verarbeiten sozusagen.

(Ich stelle mir gerade vor, wie es für mich gewesen wäre, wenn mein Ex mir die Worte gesagt hätte, die du geschrieben hast. Ich hätte es wohl eher als unterschwelligen Vorwurf (Stichwort: unerfüllte Träume, ungelöste Probleme, neuen Partner) aufgefasst.)

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Gast
Am 23.4.2020 um 16:30 , bulldogge8 schrieb:

Mein Ziel ist es, einen normalen Umgang zu meiner Ex zu finden.

Der normale Umgang zur Ex / zum Ex ist no contact. Alles andere bedeutet, dass du nicht loslassen und abschließen kannst.

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3 1/2 Monate sind zu kurz, um die Dinge rational und nüchtern zu sehen. Nur so als Anhaltspunkt: War in einer ähnlichen Konstellation, inkl. Dauer. Hat ca. 2 Jahre gedauert, bis der Umgang "normal" wurde (Trennung einvernehmlich, ohne Drama).

Heißt für dich: erstmal völliger Kontaktabbruch (nicht social media stalken). Und wenn du soweit bist, merkst du es gar nicht mehr, weils dir prinzipiell egal wurde / ist. Du steckst aber noch emotional drin und es gibt keine Abkürzung bzw Wunderheilung.

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Ich bin mir bewusst, dass es keine Wunderheilung gibt und das ganze noch Zeit braucht. Meiner Meinung nach kann man aber aktiv für oder gegen eine Akzeptanz / Verarbeitung arbeiten. Ließt man genug in anderen oder dem Ex-Back-Thread. Und einer dieser Schritte für mich nach vielen anderen bereits gegangenen, aber noch vor weiteren, ist eben dieser, zumindest glaube ich das. 

vor 2 Stunden, StareAtTheSun schrieb:

Der normale Umgang zur Ex / zum Ex ist no contact. Alles andere bedeutet, dass du nicht loslassen und abschließen kannst.

Ok Verzeihung, das war vielleicht etwas unglücklich ausgedrückt. Mit normalen Umgang meine ich, aus dem Innersten heraus das selbe Verhalten an den Tag zu legen zu können, wie man es bei jeder anderen unbekannten oder flüchtig bekannten Person im Alltag oder eben auf Veranstaltungen tun würde, wenn man ihr begegnet. Cool, locker, kein erhöhter Puls, kein ungutes Gefühl. Damit meinte ich nicht, in irgendeiner Weise den Kontakt zu forcieren. Da spielt mir Corona natürlich etwas in die Hände, da es dadurch in der Freizeit ausgeschlossen ist und es mir Zeit zur Verarbeitung gibt ohne das ständige Gefühl ihr irgendwo begegnen zu können.

vor 10 Stunden, Lillith schrieb:

Was macht für dich aber den entscheidenen Unterschied aus, ihr das mitteilen zu müssen? Wäre es nicht konstruktiver für dich, du behältst diese Worte in deinem Inneren und gehst die weiteren Schritte. Als Grundlage zum Verarbeiten sozusagen.

Gute Frage. Bei allen anderen aufgekommenen Fragen und Verarbeitungsschritten habe ich mir diese Frage nicht gestellt und es war etwas nur für mich alleine. Ich denke es ist einfach dieser bewusste Schritt, den ich erleben möchte, damit ich mir selbst zeigen kann, dass ich es geschafft habe, dieses Kapitel, eins von vielen bei einer Trennung, abzuschließen. Wie bei der von mir oben erwähnten Analogie beim Begräbnis / Tod eines Angehörigen. Abgesehen vom Beistand für die HInterblieben, ist es doch auch eine Form des aktiven Abschiednehmens. Ich möchte diesen Schritt nicht passiv erleben. Aber eventuell könnte ich dies auch in anderer Form erledigen, durch einen Brief (den ich auch wirklich abschicke). Darüber werde ich mir nochmal Gedanken machen.

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Du beschäftigst dich viel zu viel mit dem Thema. Das ist auch eine Form von Kontakt. 
 

Kein Kontakt, keine Gedankenkonstrukte, die diese Frau beinhalten. Dann ist es dir in ein paar Jahren total egal. 
 

Versuch nicht, Alternativen zu dieser Vorgehensweise herbeizusehnen, es gibt keine.

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Am ‎23‎.‎04‎.‎2020 um 18:05 , Care Free schrieb:

Lass den Selbstbetrug, lass los.

Das hier trifft es auf den Punkt.

Du hast die Trennung noch nicht verarbeitet und jeder Gedanke an die Ex beinhaltet dann immer noch den Wunsch das es wieder wird. Ob das nun über die Freundschaftsschiene ist, so wie du Sie präferierst oder über ständigen Kontakt über Whatsapp ist dabei egal, der Wunsch Sie zurück zu wollen treibt dich dabei an. Diese kleine Fünkchen Hoffnung das da noch etwas sein könnte bei ihr lässt dich alle möglichen Szenare in Erwägung ziehen.

Meiner Erfahrung nach wird man nach einer Trennung, wenn genug Zeit verstrichen ist, immer ein mindestens halbwegs vernünftiges Verhältnis zu seiner Ex pflegen können wenn man es möchte. Ich bin keiner der mit seinen Exen (welcher Art auch immer) im Kontakt bleiben muss aber wenn man sich wieder gesehen hat oder eine sich aus dem nichts meldete, dann gab es nie eine weirde Situation. Der Umgang war normal und diesen Grundstein legst du in der Beziehung sowie am Ende. Wenn die Beziehung zu Ende ging weil die Anziehung flöten ging und nicht wegen Gewalt oder anderem Scheiss, dann ist die Möglichkeit für einen normalen Umgang meist immer gegeben. Aber Sie muss es auch wollen.

Was ich an deiner Schilderung merkwürdig finde ist, das du in Erwägung ziehst in ihre Stadt zu ziehen und das es unumgänglich ist nicht mit ihr oder ihrem Freundeskreis in Berührung zu kommen. Why? Klingt strange für mich! Es klingt für mich strange weil wenn ich verlassen  worden bin meine größte Angst war immer in die Person oder ihre Familie/Freunde zu laufen. Wie oft ist das passiert in meinem Leben, kurz nach der Trennung? Noch nie. Ich bin im Verarbeitungsprozess nie in eine Ex oder ihr Umfeld gerannt und ich habe es versucht zu vermeiden. Das solltest du auch tuen und dich gedanklich von ihr komplett lösen.

Mal eine andere Frage: Hat Sie sich deine Ex nach der Trennung je wieder bei dir gemeldet? Wenn Ja, worum ging es und wie hast du reagiert?

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vor 37 Minuten, H54 schrieb:

Mal eine andere Frage: Hat Sie sich deine Ex nach der Trennung je wieder bei dir gemeldet? Wenn Ja, worum ging es und wie hast du reagiert?

Nein. Komplettes beidseitige Kontaktsperre. Siehe Eingangspost.

vor 37 Minuten, H54 schrieb:

Was ich an deiner Schilderung merkwürdig finde ist, das du in Erwägung ziehst in ihre Stadt zu ziehen und das es unumgänglich ist nicht mit ihr oder ihrem Freundeskreis in Berührung zu kommen. Why? Klingt strange für mich! Es klingt für mich strange weil wenn ich verlassen  worden bin meine größte Angst war immer in die Person oder ihre Familie/Freunde zu laufen. Wie oft ist das passiert in meinem Leben, kurz nach der Trennung? Noch nie. Ich bin im Verarbeitungsprozess nie in eine Ex oder ihr Umfeld gerannt und ich habe es versucht zu vermeiden. Das solltest du auch tuen und dich gedanklich von ihr komplett lösen.

Dieser Wunsch in diese (Groß-)Stadt zu ziehen, hat wirklich absolut nichts mit ihr zu tun und bestand auch bereits während der Beziehung. Das hat ziemlich viele Gründe, aber wirklich keine haben mit ihr zu tun. Beispielsweise Arbeitsweg- und Jobmöglichkeiten, keine verschlechterte Erreichbarkeit zum Freundeskreis, bessere Freizeitmöglichkeiten, mehr Möglichkeiten Leute kennenzulernen, stadtnah leben vs. Land, große Zeitersparnis in vielen Bereichen meines Lebens, usw.  Achja, ich plane auch nicht jetzt umzuziehen, sondern frühestens >1 Jahr. Das hat nichts mit Corona zu tun, sondern mit mit meinem bald abgeschlossenen Master, den ich hier in der Gegend noch zu Ende führen möchte.

Und natürlich habe ich es (erfolgreich) versucht, weder ihr noch ihrer Familie/Freundeskreis über den Weg zu laufen. Bin doch kein Masochist. Lässt man mal Corona aussen vor und betrachtet das ganze langfristig, möchte ich mir aber nicht die Hälfte meines Hobbies vermiesen lassen, dass ich bestimmte Parties oder Feiern nicht mehr aufsuchen kann. Es geht um Social Dancing, und glücklicherweise habe ich einfach auf meine/unsere alte Tanzrichtung gewechselt, die sie jetzt nicht mehr tanzt. Die neue hat mir aber auch Spaß gemacht und dort würde man halt langfristig sowohl ihr, ihrem neuen bzw. einem Teil ihrer Freunde begegnen. Glücklicherweise nach Corona und damit sicherlich noch >1 Jahr, denn man kann davon ausgehen, dass Tanzveranstaltungen zu dem Letzten gehören, was wieder freigegeben wird. 

bearbeitet von bulldogge8

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Am 23.4.2020 um 16:30 , bulldogge8 schrieb:

Mein Ziel ist es, einen normalen Umgang zu meiner Ex zu finden

Du machst auf mich einen sehr reflektierten Eindruck. Und ja, ich halte deinen Wunsch auf normalen Umgang mit deiner Ex für legitim. Allein, ich fürchte, dass du dafür schlechte Karten hast. 

Hauptursache ist dein Attraction Verlust. Wie du ja selbst schon erkannt hast. Und der Umstand, dass du verlassen wurdest. 

Das heißt, deine Ex hatte immer die Kontrolle über das Geschehen. Und hat dich eingetauscht. Gegen wen vermeintlich Besseren. Da ist ihr einfach ihre Hypergamie dazwischen gekommen. 

Infolge des Attraction Verlustes hat sie dir gegenüber auch jeglichen Respekt verloren. Sie hat für dich nur noch Verachtung übrig. Deshalb kommt für sie auch kein Ex back in Frage. Ja, nicht einmal ein normaler Umgang mit dir, ist für sie denkbar. Sie hat dich aussortiert und vollkommen aus ihrem Leben verbannt. Tut leid. Sie sieht jedenfalls KEINE gemeinsame Zukunft mit dir. Wobei die gemeinsam verbrachten guten Jahre für sie KEINERLEI Wert an sich darstellen. Leider. 

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Hallo @bulldogge8,

das Wichtigste zuerst: Für deinen Druck im SolarDingsbums kaufst du dir am besten ein gutes Nackenkissen. Mit rausnehmbaren Mittelstück zur Höhenverstellung. Das ist die ersten Tage ungewohnt beim Schlafen, aber mir hat's geholfen.

Was deine Ex angeht stimme ich der Mehrheit hier zu. Mit fehlt auch noch immer ein plausibles WARUM für den Kontakt - zumal eine Ex oft eine Altlast/Ballast für spätere Beziehungen ist. Deine Ex ist für dich noch immer ein zu bedeutender Teil des Lebens, der dMn sogar zu körperlichen Symptomen (erhöhtem Puls + Druck im SolarDingsbums) führt. Deine Gedanken drehen sich um sie immer und immer wieder. Du bist halt leider noch so gar nicht über den Berg und folglich eingeschränkt zurechnungsfähig und stark verwundbar. Und das abzustreiten gehört dazu, wenn du den ExBack Thread aufmerksam gelesen hast.

Überleg mal wie du bei ihr rüber kommst (Danke @Lillith für die Sicht der anderen Seite): Deine Ex lebt sich jetzt endlich aus. Fühlt sich frei und nicht mehr so gefangen wie mit dir. Und während sie jetzt endlich 24/7 über das Bett gewalgt wird, kommst Du um die Ecke geschlurft und willst ihr was von Verständnis, Weiterentwicklung, Aufarbeitung und Akzeptanz erzählen??? Ich hoffe das Hobby deiner Ex ist nicht so etwas wie Bogenschießen. 

Überleg mal wie du dabei rüberkommst und was das in ihr auslöst, sie tut und ob dich das dann wirklich weiterbringt, wenn sie auf dein "Die Trennung ist für mich ok, nur die Art...." reagiert mit "Ich brauche kein OK von dir! Was ich gebraucht habe war ein richtiger Schwanz und jetzt werd ich endlich mal richtig gefickt!". Ich sag dir, zwei Wochen in Embryonalstellung liegen erhöht wieder den Druck am SolarDingsbums. Und zudem wirft dich das Gespräch in deiner Entwicklung wieder auf Null zurück - weil DU das schöne neue Leben deiner Ex störst und dafür mit Vorwürfen belegt werden wirst.

@bulldogge8, wenn du was mitteilen magst, dann schreib den Brief an sie. Aber bitte bitte BITTE schick ihn nicht ab. Wenn es dir wirklich nicht um deine Sucht dh den Kontakt zu Ex geht sondern echte Aufarbeitung, dann musst du ihn nicht abschicken und dich zum Gespött in dieser Stadt machen. Denn deine Ex wird ihn ihrem Stecker und Freunden zeigen - die wollen ja auch mal lachen in diesen dunklen Zeiten. Gerne auch hygienisch per WA und dann geht das Ding viral.

tl;dr: Hol dir ein gutes höhenverstellbares Nackenkissen und zwing dich dazu es zu nutzen/dich dran zu gewöhnen und kümmer dich um dich und nicht mehr um deine Ex. 

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Gast
vor 22 Stunden, slowfood schrieb:

Du machst auf mich einen sehr reflektierten Eindruck. Und ja, ich halte deinen Wunsch auf normalen Umgang mit deiner Ex für legitim. Allein, ich fürchte, dass du dafür schlechte Karten hast. 

Hauptursache ist dein Attraction Verlust. Wie du ja selbst schon erkannt hast. Und der Umstand, dass du verlassen wurdest. 

Das heißt, deine Ex hatte immer die Kontrolle über das Geschehen. Und hat dich eingetauscht. Gegen wen vermeintlich Besseren. Da ist ihr einfach ihre Hypergamie dazwischen gekommen. 

Infolge des Attraction Verlustes hat sie dir gegenüber auch jeglichen Respekt verloren. Sie hat für dich nur noch Verachtung übrig. Deshalb kommt für sie auch kein Ex back in Frage. Ja, nicht einmal ein normaler Umgang mit dir, ist für sie denkbar. Sie hat dich aussortiert und vollkommen aus ihrem Leben verbannt. Tut leid. Sie sieht jedenfalls KEINE gemeinsame Zukunft mit dir. Wobei die gemeinsam verbrachten guten Jahre für sie KEINERLEI Wert an sich darstellen. Leider. 

Genau das ist es, was bei ner Frau abgeht, die sich aufgrund von nicht mehr vorhandener attraction trennt. Würde nicht so weit gehen und immer von Verachtung sprechen (gibts aber auch oft) sondern einfach von Gleichgültigkeit.

Deshalb ist es immer besser, sich auf neue Frauen zu konzentrieren, wenn man den Trennungsprozess hinter sich hat, was lange! dauern kann.

Mit weißer Weste bei ner neuen Frau zu starten, ist besser als etwas fixen zu wollen, dass schon mal nicht gehalten hat.

Die Hemmschwelle für sie, sich erneut zu trennen, ist viel geringer und der einst vorhandene Attractionverlust wird immer wie ein Elefant im Raum stehen.

Außerdem gilt was Mystery sagt:

Ne frische Frau kennt einen noch nicht und weiß noch nicht, ob man Value für sie hat oder nicht.

Eine Ex weiß bereits, dass man KEINEN Value für sie hat, was das Game ungleich schwieriger macht.

bearbeitet von Gast

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Du hast es ja schon selber erkannt. Sie ist mit der Verarbeitung wesentlich weiter als Du. Sie hat jetzt schon einen neuen Freund und ist mit ihren Gedanken ganz wo anders. Jedenfalls nicht bei Dir.

Über eure Beziehung wird sie sich auch so ihre Gedanke machen. Stellt sich die Frage wie selbstkritisch sie ist/war. Meistens kommt da nämlich immer das eine bei raus. Du bist Schuld! Es muss ja schließlich einen Grund gegeben haben, dass sie sich so verhalten hat. Und der Grund bist natürlich...Du! Das ist dann vermutlich auch alles, was Du bei einem solchen Gespräch erfahren würdest. Das Du an allem Schuld bist. Hat das irgendeinen Mehrwert für Dich?

Mach Dir da also selbst deine Gedanken, lerne was daraus und hak das ganze ab. Du hast einen riesigen Vorteil. Du kannst die Frau einfach aus deinem Leben schmeißen, da ihr keine gemeinsamen Kinder habt. Du musst sie nicht sehen. Weißt Du eigentlich wie toll das ist? Du kannst ohne Altlasten irgendwann in eine neue Beziehung gehen.

Was dein Hobby angeht, würde ich mal sagen, dass Du da irgendwann, wenn genug Gras über die Sache gewachsen ist (Du vielleicht eine neue Partnerin hast), problemlos irgendwo zum Tanzen kannst, wo sie vielleicht auch ist. Musst Du ja selber wissen, ob Du das Bock drauf hast. Ich hab mal den gleichen Sport wie meine Ex gemacht und meine nächste Freundin war darüber "not amused".

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Hey Bulldogge,

Vor ziemlich genau einem Jahr ging es mir wie dir. Finde ein Ritual für dich, mit dem du dich verabschieden kannst. Mach es für dich. Du brauchst sie dafür nicht. Zieh deine Sperre durch, egal was passiert. Ein normaler Umgang wird erst wieder möglich sein wenn du mental fit bist, und das sehe ich bei dir nicht. Du redest dir das plausibel. Glaube mir, ich habe die gleichen bescheuerten Ausreden benutzt wie du, und bin heute froh das Freunde von mir, und dieses Forum, schlimmeres verhindert haben. Wenn es irgendwann zu einem zufälligen Treffen kommt, soll sie einen gestandenen Mann sehen, dem sie egal ist. Jetzt würdest du das zerstören.

bearbeitet von Mark 17
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Gast

Verzeihung, aber es wird kein dämliches Ritual dir bei irgendeiner Pseudo-Verabschiedung helfen (ok, vllt. spricht da auch meine verbitterte Seite 😁)

Die Beziehung ist noch nicht lange vorbei, du wurdest warm gewechselt und hast noch alles Recht zu "trauern". Es ist ok nicht über den Berg zu sein.

 

Ich will kein dies, ich will kein das ... alles Bullshit. Ich sags mal ganz lapidar: wenn sie sich vor dir hinknien würde und dir deine Hose aufmachen würde, und sich deinen Schwanz reinschieben würde, dann würdest du bestimmt nicht sagen: Oh Moment mal.... ich will aber nur dass wir Freunde sind. Bitte hör ... höör ... hööööö ...r ... doch mal auf damit.

Und auch dieses "in einem Jahr"-Ding! Diese Quasi-Eventuell-Planung für den Fall aller Fälle was eventuell in einem Jahr höchst unwahrscheinlich doch sein könnte .. bääh

Am 23.4.2020 um 16:30 , bulldogge8 schrieb:

auch mal mit jemanden was angefangen, das aber auf einer rein platonisch freundschaftlichen Schiene weiterlaufen lassen, da ich bemerkt habe, das ich einfach noch nicht soweit bin. 

Das ist ok. Ich finde man kann eigtl. kaum oder man muss (natürlich) es nicht erzwingen, aber solange nicht jemand diesen Platz einnimmt hat deine Ex dort leichtes Spiel (selbst schubweise den Platz vermieten hilft) sich einzunisten. Gewähre ihr diesen "Triumph" nicht, insbesondere mit dem Wissen des Warm-Wechsels. Findest du es schön nach über 4 Jahren ausgetauscht zu werden, nur weil du nicht dauerhaft der Prototyp eines Prachtkerls warst?

Und am besten hilfst du dir wenn du zur besten Version deines Ichs wirst, und dass auch bist wenn/falls du sie triffst. Denn dann solltest du automatisch alle Attribute an den Tag legen, die dir wichtig sind. Inkl. die eigene Stärke zu besitzen selbst entscheiden zu können ob es sich komisch anfühlt, ob du sie überhaupt wahrnimmst, sie dir auffällt oder nicht auffällt, du nicht grüßt/nicht zurückgrüßt, nur kurz grüßt/zurück grüßt oder beschließt mir ihr einen Kaffe zu trinken und mit ihr dann einen Quickie hast, ihr nen 50,- ins Höschen steckst und dich nett bedankst (ok, hier kannst du nach zwei Minuten wieder kommen, den Fuffi wieder nehmen, dich bedanken und dann gehen).

Don't dream, be bulldogge!

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Es ist nun einige Monate her und ich wollte mich nochmals zu meinem eigenen Thread melden.

Vorab bedanke ich mich für die zahlreichen Antworten, ja wirklich, das meine ich ernst., die sich alle in ihrem Inhalt und ihrer Wirkungsweise leicht unterscheiden. Ich denke, in allen steckt ein Fünkchen Wahrheit drinnen, aber sicherlich auch in meine Sichtweise. Ich habe mittlerweile innerlich für mich im Neutralen abgeschlossen. Das heißt, ich kann relativ gut von außen auf unsere Beziehung schauen und menschlich (und auch anteilhaft pickupmäßig) sehen, wo wir BEIDE Fehler gemacht haben. Diese Fehler für sich genommen haben vielleicht nicht zum Scheitern unserer Beziehung geführt, aber, zumindest aus meiner Sicht, haben sie mich insofern menschlich wachsen lassen, als dass ich in Zukunft diese nicht wiederholen möchte , mich menschlich weiterentwickeln und ein besserer Partner werden möchte. Das schließt natürlich ebenso die Rücksichtnahme auf meine ganz eigenen Bedürfnisse mit ein, die ich in einer zukünftigen Beziehung nicht mehr so zurückstellen möchte, wie ich das vielleicht bisher getan habe. Aber aus anderer Sicht auch das, was ich meiner Partnerin (menschlich) nicht gegeben habe (oder konnte).

Ich habe seit einigen Monaten kein Drücken im Solarplexus mehr. Auch fühle ich mich allgemein gut und habe, auch dank Corona, einigermaßen in meinem Leben aufräumen können. Ich fühle mich mittlerweile gut in meinem Zuhause, ich komme weiterhin mit meinen Freunden und auf der Arbeit klar und habe einige Punkte angegangen, die mich auch schon vor meiner Beziehung gestört haben. Ich verspüre mittlerweile wieder eine Anziehung zu Frauen und ebenso, auch wenn ich das nicht direkt erwidere, verspüre ich, dass einige Frauen auf mich stehen. Dank regelmäßigen Trainings (und einiger sicher noch verbesserungswürdigen Ernährung) fühle ich mich auch wieder attraktiv(er).  Ebenso habe ich eine aktive ToDo Liste über verschiedenste Themen in meinem Leben, die ich progressiv angehe. Das äußerst sich eher menschlich als pickupmäßig (also nicht in Lays ^^).

Hier und da hat meine Ex noch einen Platz in meinen Träumen, aber nicht sexueller Natur, sondern eher als ein Mensch, mit dem man Zeit verbracht hat, genauso wie meine Großmutter, die schon seit einigen Jahren von mir gegangen ist. In den Träumen geht es auch nicht um sie, meist sind das verrückte Sachen, die mit meinem Alltag zu tun haben, so z.B. eine Roboterinvasion o.ä. :-p

Ich habe ihr keinen Brief geschrieben, auch keinen Brief, den ich nicht abgeschickt sondern verbrannt hätte. Letztens bei einem Tanzkurs (nicht ihre Tanzrichtung) dachte ich , sie wäre da und fühlte mich kurz komisch, aber das verflog recht schnell. Natürlich ist es auch ein Faktor, dass dies meine erste, und gleichzeitig auch lange Beziehung gewesen ist, aber auch das denke ich ist noch normal. 10 Minuten später hatte ich es vergessen. Mir ist es wichtig, es als Teil meines Lebens anzusehen und nicht als Teil den ich bereue. Ich weiß, dass ich trotzt all unserer Schwierigkeiten, die wir miteinander hatten, an ihr gewachsen bin. Ebenso weiß ich, dass ich, trotz all ihrer Verhaltensweisen auch ihr in gewisser Weise einen positiven Effekt in ihrem Leben bereitet habe.

Edit: Und beide Seiten habe die Kontaktsperre aufrechterhalten bis mind. Stand meines Postes (und vermutlich auch in Zukunft).

Natürlich geht es hier im Pickupforum um die eigene Zufriedenheit, und wie diese erreicht werden kann (sie es durch Persönlichkeitsentwicklung, Verhaltensweisen, Attraktivitätssteigerung, etc.). Aber ich denke, wir sollten auch nicht unser Gegenüber aus dem Auge lassen (sofern es uns nicht nach Strich und Faden betrogen und belogen hat. Und auch seine Zukunft bzw. Vergangenheit). Und natürlich geht es hier auch in erster Linie darum, dass wir Nutzer größtenteils Männer sind, um unsere männlichen Verhaltensweisen, unsere Wirkung auf das andere Geschlecht, um Routinen, um Auftreten, um Denkweisen. Aber hey, egal ob Männer, Frauen, weiß, schwarz, gelb, whatever, quer, straight. Wir sind alle Menschen. Ich für mich habe das Pickupforum immer als eine Quelle der Inspiration für mein eigenes Menschsein gesehen, weniger um eine Form der Männlichkeit oder 30 mehr Lays zu bekommen. Und wir sollten unser Miteinander so gestalten, dass wir irgendwie alle zufrieden sein können (oder besser auseinandergehen als wir uns vorgefunden haben).

Letzlich möchte ich noch in Kurzform einige Punkte loswerden:

* Für all jene, die sich ebenso in irgendeiner Form der Trennung befinden: Ja, verdammt nochmal, ihr fühlt euch *FUCKING* DRECKIG, einige Tage, Wochen oder Monate. Kommt darüber hinweg. Es wird kein Zurück geben, und falls doch, in 99% aller Fälle hilft es weder eurer Partnerin, noch euch. Insbesondere dann, wenn ihr noch jung/mittelalt seid und euch keine weiteren Begebenheiten verbinden (Kinder, Haus oder Hof). Eine Trennung fühlt sich wie ein Entzug an, von etwas, was euch wichtig gewesen ist (oder abhängig), Freundin, Familie, Koffein, whatever. Nehmt von mir aus hier und da eine Schmerztablette und heult auch bei euren Freunden aus, oder liegt mit einer fetten zweiwöchigen harten Grippe im Bett. Ihr seid Menschen, es ist ok deswegen zu leiden. Ja, es kann sich in etwa wie ein Tod einer nahestehenden Person anfühlen (oder schlimmer), aber das ist normal und das gehört dazu.

* Ich hatte damals meine Zugangsdaten vergessen, die Story ging Ende 2015 los, sorry für den Vorgänger Account. Für alle die noch etwas Popcorn brauchen. Ja ich war grün hinter den Ohren (ganz kurz: jeder hat eine andere Backstory, war halt ein Spätzünder und blau hinter den Ohren, so what):

 

* Ich finde meinen Accountnamen mittlerweile unpassend. Er hat sowas von Aggressivitität. Ich glaube man kann (einmalig) ihn umbennnen. Ich bin dann doch eher sanfter Natur. Muss mich mal drum kümmmern. Iiirc kann man ihn einmalig umbennnen.

* Ich konnte es bisher in keinem Thread / Post ausdrücken aber mir persönlich hat das Pickupforum.de sehr geholfen. Zwar habe ich bisher an keinem (kostenpflichtigen) Seminar teilgenommen, aber mir haben die (Arschritt-)Forenpost, die Schatztruhe und verschiedene Posts sehr geholfen, mein Leben bzw. meine (positive) Sicht aufs Leben zurückzuerlangen, auch schon in dem obigen verlinkten Post von 2015. Fuck ey, ich habe zwar keine Pickup-Routine drauf, ich bin kein Aufreißer, aber ich kann sagen, dank des Pickupforums hat sich meine Sicht auf viele Dinge erweitert, mein Selbstvertrauen hat sich gesteigert, auf einer Meta-Ebene sehe ich das Leben positiver, meine Ausstrahlung und mein Selbstvertrauen hat sich gebessert und ich komme völlig unabhängig von Frauen viel besser im Leben klar. Dafür mal ein fettes Danke an die Community, an die vielen hilfreichen und erklärenden Posts und auch an einige eingefangene Arschrtritte.

* Das klingt jetzt etwas vernebelt, aber ich meine es ernst: Ihr lebt nur einmal. Macht das Beste aus eurem Leben, für euch, für eure Familie, Freundin(Freund), Freunde, Bekannte. Jeder von uns hier hat eine völlig andere Vergangenheit, die es besser, oder auch schlechter mit euch gemeint hat. Ihr hattet eine bessere oder schlechtere Kindheit/Puperbät/Jugend als andere. Euch wurden mehr oder weniger Fähigkeiten / Aussehene / Ausstrahlung, Intelligenz durch Gene, Erziehung oder zufällige Ereignisse in die Wiege gelegt. Macht einfach das beste daraus, egal was eure Vergangenheit schlechtes (oder gutes) mit euch gemeint hat. Und egal was eure Ziele dabei sind. Ist es eurer Ziel, 100 Frauen zu layen: Macht es. Ist es euer Ziel, 1 Million Euro zu verdienen, versucht es. Wollt ihr eine monogame zufriedenstellende Beziehung für >30 Jahre führen? Arbeitet dran. Wollt ihr alles? Ok, versucht es. Aber geht dabei nicht über Leichen, ok?

bearbeitet von bulldogge8

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