Wie wichtig ist die soziale Herkunft für Frauen?

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Hallo Leute, ich frage mich, wie wichtig die soziale Herkunft eines Mannes für die Frauen ist. Ich könnte jetzt die Frage einfach so stellen, aber würde es sehr gerne anhand meiner Herkunft machen und diese beschreiben. Ich werde  viele Dinge umschreiben und andeuten, um meine Persönlichkeit und die meiner Eltern zu schützen, aber da es einiges ist, kann es länger werden. Ich fasse mich so kurz wie möglich, vielleicht lesen es sich ein paar durch. 
 

Erstmal ein paar Eckdaten. Fangen wir bei meinem Vater an. Er kommt aus der Punkszene und hat eine moderne Sozialwissenschaft studiert. Er hat eine der Besten Magisterarbeiten seines Bundeslandes geschrieben, aber konnte damit nicht viel anfangen. Was ja bei solchen Studiengängen oft der Fall ist, aber man kann damit schon durchaus Geld verdienen, sein Spezialgebiet war jedoch plötzlich nicht mehr gefragt. Deswegen ist er als Quereinsteiger in eine Branche gewechselt, in der er sehr viel verdient hat und die ganze Welt bereisen durfte, was er so liebt. Er bekam dann eine kurze aber heftige Erkrankung und konnte deswegen bei dem damaligen Arbeitgeber nicht die Probezeit überstehen. War eine schlimme Sache und das führt er auch immer als Grund an, jedoch hat er davor schon tolle Jobs wegen ungebührlichem Verhalten verloren, z.B weil er sich geweigert hat einen Anzug zu tragen oder weil ihm die Kollegen zu schnöselig waren. Unter anderem deswegen ist dann meine Mutter mit mir ausgezogen als ich noch ganz klein war. Seitdem schlägt er sich als Selbständiger durch. Verdient natürlich sehr wenig, aber ist auch noch zusätzlich sehr sparsam. Er hat, das muss man ihm lassen, immer  Unterhalt gezahlt, aber er ernährt sich weit unter Sozialhilfesatz und kauft sich seine Klamotten im Lebensmitteldiscounter. Er sagt dann so Sachen wie „Ich war seit unserer Hochzeit in keinem richtigen Klamottengeschäft mehr." oder „Wenn ihr euch es leisten wollt beim Essen auch noch auf Qualität zu achten, ich habe mir das schon seit Jahrzehnten abgewöhnt." Da mir eine gesunde und hochwertige Ernährung wichtig ist, finde ich das sehr peinlich. Und weil Aldi-Klamotten billig sind, denkt er wohl es ist cool und Punk, ist es aber nicht. Er kommt mittlerweile sehr wild daher und trägt Schuhe die nur Leute Ü80 tragen. Wäre ich bei ihm aufgewachsen hätte er mich auch so eingekleidet. Ansonsten hat er viel Humor und ist wahnsinnig Intelligent und gebildet, gerade deswegen ist es sehr schade.

Meine Mutter hat das Gymnasium mit der mittleren Reife verlassen und erstmal eine Ausbildung in der Arztpraxis meines Opas gemacht. Sie ist eigentlich das genaue Gegenteil von meinem Vater. Hat ein tolles Gespür für Mode und achtet generell sehr auf ihr Aussehen. Sie ist sehr hübsch und sehr beliebt.  Sie war früher in der Partyszene und hatte lauter Verehrer. Die Männer die was von ihr wollten waren  höchst arriviert und teilweise bis ins monegassische Königshaus befreundet. Mit manchen war sie auch liiert, aber sie hat sich die Männer nie danach ausgesucht. Sie ist sehr fleißig, jedoch ist auch ihre berufliche Laufbahn sehr wild, sie wollte sich immer neu ausprobieren. Es waren meistens ziemlich normale Jobs, oft als Sachbearbeiterin, aber auch mal gut bezahlte mit Verantwortung. Auch beim Film war sie eine Zeit. Als sie mich dann alleine aufzog, blieb sie 20 Jahre im gleichen Job, das ist auch der Job mit dem ich aufgewachsen bin. Ich will wegen der Anonymität nicht näher drauf eingehen, aber es war die Mode/Sportbranche. Es war jetzt nichts ganz krasses, ein Chefarzt würde sich weniger davon beeindrucken lassen, aber einfachere und normale Leute sind ziemlich beeindruckt und neugierig. Und ich bin auch sehr stolz auf meine Mutter, sie hat sehr hart gearbeitet, dass wir oft in den Urlaub fahren und in den Besten Geschäften einkaufen können. Ich habe auch eine sehr gute Erziehung genossen.

Dann gibt es noch meine Großeltern. Die haben mich praktisch mit aufgezogen. Da meine Mutter so viel gearbeitet hat, war ich  jeden Tag bei ihnen. Sie waren Rentner und hatten früher eine Arztpraxis. Sie haben mich auch sehr geprägt und waren schicke Menschen. Sie verwöhnten mich sehr. Haben mich in den besten Läden eingekleidet und meine Oma hat aufwendig gekocht und ist immer ins Feinkostgeschäft gegangen. Deswegen behaupte ich, habe ich ein bisschen Geschmack entwickelt. Mein Opa war ein sehr toller Mann, überall beliebt und auch sehr gebildet. Viele Leuten sagen, ich hätte ein gutes Allgemeinwissen, das habe ich alles von ihm.

Ich bin bis dahin sehr glücklich und verwöhnt aufgewachsen und wurde, so denke ich, leicht überdurchschnittlich sozialisiert. Nun kommen wir zum Problem. Meine Mutter musste frühzeitig in Rente gehen und da man nur wenig arbeiten und dazuverdienen darf, bleiben nicht viele Möglichkeiten. Sie wollte dann nebenbei ein bisschen Kinderbetreuung machen. Gut, bei einer Stelle stand schon „einfache haushaltliche Tätigkeiten" dabei, meine Mutter fasste das so auf, dass sie dem Kind mal was kochen muss und falls es sich dreckig macht, ihm was waschen muss. Aber dann stellte sich raus, dass sie da richtig putzen musste. Deswegen ist sie nachdem Probearbeiten nicht mehr wieder gekommen. Finde ich zwar schon schlimm, dass meine Mutter da geputzt hat, aber war ja nur zweimal und ist schon ein paar Jahre her. Nun hatten wir letztens eine Diskussion über Arbeitslose. Ich habe einen Artikel gelesen, dass ein Arbeitsloser Ingenieur gezwungen wurde, auf dem Weihnachtsmarkt Klomann zu machen. Das hat mich sehr schockiert und ich habe das meiner Mutter erzählt. Sie meinte, er wird davor schon annehmbare Sachen abgelehnt haben und hat für das Amt Verständnis gezeigt. Mich hat das aufgeregt und ich fragte sie, ob sie auch sowas machen würde. Sie meinte „Ja, bevor ich was vom Staat nehmen würde." Gut, da hat meine Mutter auch ein bisschen übertrieben und sie ist auch vorgeschädigt von meinem Vater, der sogar tolle Sachen abgelehnt hat, in Wirklichkeit würde sie das bei ihrer Ekelgrenze keine Sekunde aushalten.Sie hat ja auch das Putzen sofort aufgehört. Aber unter den Umständen, dass sie schon wirklich kurz geputzt hat, würde die Aussage mit der Klofrau keiner für eine Übertreibung halten. Und das ist doch Fern von Gut und Böse.

Sorry, ich sehe gerade es ist wirklich lang geworden. Aber ich musste es mir mal von der Seele schreiben und wollte es genau darlegen. Würde mich über einen Rat freuen. LG

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vor 46 Minuten, Braddock19 schrieb:

Hallo Leute, ich frage mich, wie wichtig die soziale Herkunft eines Mannes für die Frauen ist. Ich könnte jetzt die Frage einfach so stellen, aber würde es sehr gerne anhand meiner Herkunft machen und diese beschreiben. 

Worum geht es jetzt? Den Ingenieur der Klos putzen muss oder du und deine Mutter die Frührentnerin ist und einmal geputzt hat? Kapiere ich nicht so ganz worauf du hinaus willst?

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vor 3 Stunden, Braddock19 schrieb:

Hallo Leute, ich frage mich, wie wichtig die soziale Herkunft eines Mannes für die Frauen ist.

Nach dem Lesen deines Textes habe ich eher ein Gefühl, dass du ein Problem mit deiner Herkunft hast, als dass es eine Frau so dermaßen interessieren würde.

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Ich verstehen nun auch irgendwie das Problem nicht.

Du kommst nicht aus einer Familien in der man die Kinder ins Internat schickt, und auch nicht aus einer Flodderfamilie.

Wo ist nun die Frage?

in einer Unterhaltung mit einer Frau würde sich das auf „meine Eltern sind getrennt, meine Mutter hat mich zusammen mit meinen Großeltern aufgezogen. Inzwischen ist sie Rentnerin. Hat immer hart gearbeitet. Tolle Frau“ zusammenkürzen. Und das wäre schon die ausführliche Variante.

interessant für mich: wie alt bist Du, und wie ist DEIN Werdegang? Bei einem 17 jährigen Auszubildenden der  bei Mutti wohnt verstehe ich den Text  nämlich anders als bei einem 35 jährigen Architekten

 

Auf die Überschrift bezogen: ähnliche soziale Herkunft macht Dinge leichter. Ist zumindest das was ich über die Jahre gelernt habe.  
 

Das war’s aber auch schon 

bearbeitet von Calara
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soziale herkunft spielt kaum eine rolle, solange der frame darüber der richtige ist.

eine familie, die niedriges einkommen bezieht ua. vllt wegen krankheit etc, und nur knapp über die runden kommt, aber ihr sohn trotzdem studieren gehen konnte eben weil die eltern wert auf bildung und sozialen aufstieg legte, kommt unter umständen doch sehr sympathisch rüber. wohingegen 

das behütete mädel aus einer arztfamilie, die zum 18. einen mercedes geschenkt bekommen hat und nun ebenfalls anstrebt, ärztin zu werden. aber natürlich am besten so jung wie möglich eine chefärztin zu werden, natürlich auch beeindruckt, aber eher als gewöhnlicher lebenslauf einer privilegierten familie schon fast mehr skeptis bzgl des charakters des mädels beim zuhörer auslöst.

also auch ein privilegierter lebenslauf kann je nach zuhörer eher zu vorurteilen in dessen kopf führen. ebenso wie ein nicht privilegierter. und der frame, in den man diese soziale herkunft steckt, bleibt dem erzähler überlassen. was der zuhörer daraus macht, ist ja wiederum seine sache.

meiner erfahrung nach haben frauen ein sehr großes herz für underdog-geschichten, die optimistisch und nicht depressiv klingen.

bearbeitet von Jimmy McNulty

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vor 4 Stunden, Braddock19 schrieb:

Hallo Leute, ich frage mich, wie wichtig die soziale Herkunft eines Mannes für die Frauen ist

Ist in etwa so wichtig, wie die soziale Herkunft der Frau für den Mann.

Für was langfristiges ist es erheblich einfacher, wenn die "soziale Herkunft" von Mann und Frau auf einem ähnlichen Level liegt. Bei Kurzfristigen Geschichten, kann eine größere Abweichung einen gewissen Reiz ausmachen aber oft merkt man dann, wenn die sexuelle Spannung raus ist, dass man eben doch aus verschiedenen Welten kommt - siehste ja bei deinen Eltern (der Punk und die Arzttochter).

Natürlich gibt es da viele Ausnahmen und natürlich kann sowas auch super funktionieren.

Würde dir aber auch raten, dich mal mit deiner Oberflächlichkeit zu beschäftigen. Die Bereitschaft auch unliebsame Dinge zu tun um für seine Liebsten zu sorgen, ist eine Charakterstärke und nichts, dessen man sich schämen sollte.

Ach, und das dein Dad sich "unter Solzialhilfesatz ernährt" und trotz seinem Potential lieber am Hustlen ist, ist seine Baustelle. Hast du dir mal Gedanken gemacht, wie du ihn unterstützen könntest, anstatt ihn nur zu bemitleiden?

bearbeitet von a.supertramp
Ergänzung

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@Braddock19

Du hast die letzten Wochen ein paar... sagen wir mal, sehr allgemeine Fragen rausgehaut. Die führen dann scheinbar auch irgendwie nie zu einer tieferen Erkenntnis, oder zu einem Aha-Erlebnis bei dir.

Provokant formuliert: Von was lenkst du dich mit diesen Fragen ab?

Aus deiner Posting-Historie ist klar, dass du paar Sachen angehen musst. Körperlich und seelisch. Wie sieht's damit aus?

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man tut ja so als wäre die soziale herkunft einzig und alleine der job?

besser man spricht von sozialen milieus. auch eine angehende ärztin kann sich sehr für punk interessieren oder fürs campen und den entsprechenden szenen und sich dort bewegen und ihre persönlichkeit abseits der rolle als ärztin erweitern

und ich glaube das hält zusammen. sehe ich bei meiner schwester und ihrem mann. sie erfolgreiche managerin, er gelernter klempner. aber beide hatten schon immer eine vorliebe für lange reisen mit einem camper, sie lesen dieselben bücher, teilen dieselben linksliberalen werte und lieben es unter freunden zu sein, sodass ihr jeweiliger freundeskreis sogar zusammenwuchs. und diese welt hält sie zusammen.

die herkunft, was die eltern machten, ist kack egal. dafür kenne ich zu viele menschen, die zwar einige werte von ihren eltern übernommen haben, aber trotzdem ihren eigenen weg gegangen sind. weder meine schwester noch ihr mann haben bestimmte werte wie politische gesinnung, meinung über geschlechterrollen, über lebensführung etc übernommen. sie leben anders wie ihre eltern. sie haben lediglich das modell der paarbeziehung und jeweiligen verantwortungsübernahme übernommen, füllen dieses modell aber ganz anders als ihre eltern. 

wer alles übernimmt, was die eltern vorgelebt haben, hat einfach keine eigene persönlichkeit entwickelt. man bewegt sich auch in kontext schule, in kontext medien, in kontext ausbildung, persönliches abenteuer oder freundeskreis und wird dort genauso geprägt wie in der familie, wenn nicht sogar mehr.

scheiße was interessiert die herkunft! macht was euch bereichert und teilt es euphorisch mit euren mitmenschen, um sie zu bereichern, wenn sie offen dafür sind.

bearbeitet von Jimmy McNulty

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Ist ja grundsätzlich eine interessante Geschichte was deine Eltern beruflich erlebt haben. Ich verstehe aber nicht, was jetzt konkret Deine Frage dazu ist und welche Erkenntnis Du Dir jetzt hier von uns erhoffst.

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vor 8 Stunden, Braddock19 schrieb:

Ich bin bis dahin sehr glücklich und verwöhnt aufgewachsen und wurde, so denke ich, leicht überdurchschnittlich sozialisiert. Nun kommen wir zum Problem. Meine Mutter musste frühzeitig in Rente gehen und da man nur wenig arbeiten und dazuverdienen darf, bleiben nicht viele Möglichkeiten. Sie wollte dann nebenbei ein bisschen Kinderbetreuung machen. Gut, bei einer Stelle stand schon „einfache haushaltliche Tätigkeiten" dabei, meine Mutter fasste das so auf, dass sie dem Kind mal was kochen muss und falls es sich dreckig macht, ihm was waschen muss. Aber dann stellte sich raus, dass sie da richtig putzen musste. Deswegen ist sie nachdem Probearbeiten nicht mehr wieder gekommen. Finde ich zwar schon schlimm, dass meine Mutter da geputzt hat, aber war ja nur zweimal und ist schon ein paar Jahre her. Nun hatten wir letztens eine Diskussion über Arbeitslose. Ich habe einen Artikel gelesen, dass ein Arbeitsloser Ingenieur gezwungen wurde, auf dem Weihnachtsmarkt Klomann zu machen. Das hat mich sehr schockiert und ich habe das meiner Mutter erzählt. Sie meinte, er wird davor schon annehmbare Sachen abgelehnt haben und hat für das Amt Verständnis gezeigt. Mich hat das aufgeregt und ich fragte sie, ob sie auch sowas machen würde. Sie meinte „Ja, bevor ich was vom Staat nehmen würde." Gut, da hat meine Mutter auch ein bisschen übertrieben und sie ist auch vorgeschädigt von meinem Vater, der sogar tolle Sachen abgelehnt hat, in Wirklichkeit würde sie das bei ihrer Ekelgrenze keine Sekunde aushalten.Sie hat ja auch das Putzen sofort aufgehört. Aber unter den Umständen, dass sie schon wirklich kurz geputzt hat, würde die Aussage mit der Klofrau keiner für eine Übertreibung halten. Und das ist doch Fern von Gut und Böse.

Finde das überhaupt nicht schlimm, Putzen ist doch an sich eine ehrbare Tätigkeit.

Auch wenn ich jetzt z.B. selbstverständlich eine Tätigkeit bevorzugen würde, die meinen Qualifikationen entspricht und von meinen persönlichen Fähigkeiten hinreichenden Gebrauch macht, hätte ich kein fundamentales Problem damit, irgendwo zu putzen, oder Müll zu entsorgen, oder andere Tätigkeiten auszuführen, die mit einem nur geringen sozialen Status verbunden sind.

Und ich finde es seltsam, wenn sich da jemand wirklich ziert oder sich dafür schämt, oder sich dafür schämt, dass ein Familienmitglied eine solche Tätigkeit ausführt oder einmal ausführte.

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vor 25 Minuten, Horke schrieb:

Und ich finde es seltsam

aus heutiger sicht vielleicht. die kultur spielt hierbei auch eine wichtige rolle. als kleiner junge war schon schwer zu ertragen meine mutter strassen kehren zusehen. die arme frau hat das gesicht bedeckt damit sie niemand aus der familie erkennen kann. wie gesagt, aus heutiger sicht bin stolz auf sie, gott hab sie selig. sie hat für ihr kinder gekämpft wie eine löwenmitter.

 

bearbeitet von Zappa

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also die Herkunft des Typen würde mich im Falle der Verliebtheit wenig interessieren; ich schaue aber inzwischen, was mein Herzmann selbst so aus seinem Leben macht.....davon abgesehen spielt aber die Herkunft und der Status für mich bei totaler, riesiger Verliebtheit und Liebe am Ende keine Rolle.  Der Mann, in den ich jahrelang zuriefst verliebt war ist bis heute leider nicht vernünftig im Berufsleben angekommen; ich mag ihn immernoch gern aber ein Leben mit ihm wäre schon schwierig geworden

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vor 9 Stunden, Braddock19 schrieb:

Seitdem schlägt er sich als Selbständiger durch. Verdient natürlich sehr wenig, aber ist auch noch zusätzlich sehr sparsam. Er hat, das muss man ihm lassen, immer  Unterhalt gezahlt, aber er ernährt sich weit unter Sozialhilfesatz und kauft sich seine Klamotten im Lebensmitteldiscounter. Er sagt dann so Sachen wie „Ich war seit unserer Hochzeit in keinem richtigen Klamottengeschäft mehr." oder „Wenn ihr euch es leisten wollt beim Essen auch noch auf Qualität zu achten, ich habe mir das schon seit Jahrzehnten abgewöhnt." Da mir eine gesunde und hochwertige Ernährung wichtig ist, finde ich das sehr peinlich. Und weil Aldi-Klamotten billig sind, denkt er wohl es ist cool und Punk, ist es aber nicht. Er kommt mittlerweile sehr wild daher und trägt Schuhe die nur Leute Ü80 tragen.

Es ist häufig der Fall, dass Kinder ihre Eltern irgendwie peinlich finden - manchmal auch zu Recht - aber hier lese ich wirklich nix raus, was nach extremem Problemfall klingt. Er ist weder drogensüchtig/alkoholkrank, noch ist er sonstwie dissozial, vorbestraft etc. Er ist einfach nur ein etwas ekzentrischer Dad, der von wenig Geld lebt und Lebensmitteldiscounter zu schätzen weiss.

Glaube kaum, dass sein sozialer Status irgendeinen Einfluss darauf hat, wie du von Frauen wahrgenommen wirst.

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Wie wichtig ist die soziale Herkunft für Frauen ist eine total allgemeingehaltene Frage die man wie jede allgemeinhaltende Frage beantwortet:

Es gibt Frauen die finden das sehr wichtig. Es gibt Frauen die finden das so joa einigermaßen wichtig und es gibt Frauen die interessiert das nicht.

Was kannst du da tun? Als absolut allgemein unwichtig abtun. Integriere das einfach nicht in dein Game. Macht kein Sinn und ist wenig bis nicht zielführend.

Clean your mind.

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vor 11 Stunden, Calara schrieb:

Ich verstehen nun auch irgendwie das Problem nicht.

Du kommst nicht aus einer Familien in der man die Kinder ins Internat schickt, und auch nicht aus einer Flodderfamilie.

Wo ist nun die Frage?

in einer Unterhaltung mit einer Frau würde sich das auf „meine Eltern sind getrennt, meine Mutter hat mich zusammen mit meinen Großeltern aufgezogen. Inzwischen ist sie Rentnerin. Hat immer hart gearbeitet. Tolle Frau“ zusammenkürzen. Und das wäre schon die ausführliche Variante.

interessant für mich: wie alt bist Du, und wie ist DEIN Werdegang? Bei einem 17 jährigen Auszubildenden der  bei Mutti wohnt verstehe ich den Text  nämlich anders als bei einem 35 jährigen Architekten

 

Auf die Überschrift bezogen: ähnliche soziale Herkunft macht Dinge leichter. Ist zumindest das was ich über die Jahre gelernt habe.  
 

Das war’s aber auch schon 

Erstmal Danke für die vielen Antworten. Fangen wir mit deiner an.

Deine Aussage trifft es ganz gut, wir waren auch ohne dieses ein oder zweimal putzen nicht in der Oberschicht und meine Mutter hätte mich nie auf ein Internat schicken können das 50.000 p.a.  kostet und als Flodderfamilie habe ich uns sowieso nie gesehen, sonst könnte mir das erst recht egal sein.

Deswegen wäre auch eine Rosenberg-Schülerin nicht das Richtige für mich,das wäre nicht meine Welt. Würde ich auch gar nicht wollen, diese Kreise sind mir viel zu konservativ. Aber oft prägen einen ja schon die kleinen Dinge. Meine Mutter ist natürlich mit einem gewissen Lebensstandard aufgewachsen und den wollte sie uns im kleinen aufrechterhalten. Und ich war eben mit den Großeltern sehr eng. Ich weiß also nicht wie es ist einen Porsche zu haben und eine Villa in Saint-Tropez, aber ich habe solche Frauen in der Reha kennengelernt und wir konnten uns immer sehr gut über Geschäfte und Restaurants unterhalten, das waren die gleichen. Nicht weil mir das so wichtig wäre, sondern einfach weil auch Kindheitserinnerungen und Erinnerungen an die Großeltern dranhängen. Aber an sich waren mir die auch eine Spur zu posh. Aber in ganz kleinbürgerlichen Verhältnissen habe ich mich auch immer falsch gefühlt, wenn ich zu Besuch war. An sich stehe ich ja mehr auf Hippies und Art-Hoes. Aber die kommen ja oft aus genauso reichen und gebildeten Familien

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vor 9 Stunden, Helmut schrieb:

@Braddock19

Du hast die letzten Wochen ein paar... sagen wir mal, sehr allgemeine Fragen rausgehaut. Die führen dann scheinbar auch irgendwie nie zu einer tieferen Erkenntnis, oder zu einem Aha-Erlebnis bei dir.

Provokant formuliert: Von was lenkst du dich mit diesen Fragen ab?

Aus deiner Posting-Historie ist klar, dass du paar Sachen angehen musst. Körperlich und seelisch. Wie sieht's damit aus?

Hallo Helmut. Gut, du hast schon Recht, manche Fragen wirkten auf den ersten Blick ein bisschen komisch, aber ich finde diese Frage kann man durch den persönlichen Bezug nicht einreihen.

Ich gehe schon Sachen an, bin in Therapie, mache Sport so dass ich wieder ins Normalgewicht komme. Ich weiß auch, dass ich selbst momentan noch nicht die beste Partie bin, aber daran kann man arbeiten. Das kann man ablegen, die soziale Herkunft nicht. Was nicht heißt, dass ich meine Eltern eintauschen würde. In meinen Augen ist meine Mutter die Beste Mutter der Welt. 

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vor 15 Stunden, Masterthief schrieb:

Selbstverständlich ist soziale Herkunft ein Aspekt unter sehr vielen mit denen man punkten kann.

An deiner Stelle würde ich mich aber eher damit befassen, wie ich meine konsumorientierte Oberflächlichkeit los werde. Das macht nämlich in der Regel nicht glücklich.

Deine Mutter war sich für nichts zu schade um für dich zu sorgen. Da kannst du mal „Danke, Mama. Für alles” sagen.

Ob sie nun nur einmal geputzt hat oder 5 Jahre lang.

 

 

Du hast absolut Recht. Wie gesagt ich finde ich habe eine wahnsinnig tolle Mutter und ich bin sehr stolz, dass sie immer so hart gearbeitet hat. Aber auf das putzen schaffe ich einfach noch nicht stolz zu sein. Abgesehen davon, dass sich das Wort schon so schlimm anhört, passt es überhaupt nicht zu meiner Mutter. Auch wenn es sich nicht so anhört, ich habe Respekt vor Putzfrauen, aber ich stelle mir darunter schon eher einfache Leute vor. Wir hatten auch mal eine Haushaltshilfe, die hatte Abitur und war wahnsinnig niveauvoll und eine gute Gesprächspartnerin und nette Frau, aber auch sie war irgendwie nicht so wie meine Mutter. Aber es beruhigt mich,dass wir nicht die Einzigen sind, aber auch sie war wohl eher eine Ausnahme.

Ich weiß, es gibt viele Politiker und Promis, die das in jeder Talkshow erzählen, eben um den Underdog zu geben.Aber ich sehe mich nicht ganz in dieser Rolle

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vor 7 Stunden, Chula schrieb:

also die Herkunft des Typen würde mich im Falle der Verliebtheit wenig interessieren; ich schaue aber inzwischen, was mein Herzmann selbst so aus seinem Leben macht.....davon abgesehen spielt aber die Herkunft und der Status für mich bei totaler, riesiger Verliebtheit und Liebe am Ende keine Rolle.  Der Mann, in den ich jahrelang zuriefst verliebt war ist bis heute leider nicht vernünftig im Berufsleben angekommen; ich mag ihn immernoch gern aber ein Leben mit ihm wäre schon schwierig geworden

Glaube ich dir sogar. Es hat alles schon gegeben. Gerade meine Mutter ist ja das beste Beispiel, der war Status  egal, obwohl sie früher auswählen konnte und noch unwichtiger war ihr das Elternhaus. Aber es gibt wenig Beispiele. Gut, die Eltern von Gerard Depardieu waren Analphabeten und er hat eine junge Literaturstudentin aus Harvard. Dann gibt es noch Stephanie von Monaco und die aus Schweden. Und da würde ich nicht mal einheiraten wollen. Aber die mussten auch viel ertragen von der Presse und den Schwiegereltern. Und da reden wir noch nicht von putzen. Ist halt irgendwie schwierig für mich 

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vor 8 Stunden, Marcel Herzog schrieb:

Ist ja grundsätzlich eine interessante Geschichte was deine Eltern beruflich erlebt haben. Ich verstehe aber nicht, was jetzt konkret Deine Frage dazu ist und welche Erkenntnis Du Dir jetzt hier von uns erhoffst.

Ich möchte meine Frage nochmal unterstreichen. Worauf willst Du konkret hinaus?

Vielleicht ein Punkt dazu.

Natürlich ist soziale Herkunft wichtig. Du solltest Dir aber weniger Gedanken darüber machen wie Deine soziale Herkunft bei der Frau ankommt, sondern in welcher sozialen Schicht Du Dich wohl fühlst und daran arbeiten, dass Du da hin kommst oder dort bleibst.

Die passenden Frauen kommen dann von ganz von alleine.

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vor 1 Stunde, Marcel Herzog schrieb:

Ich möchte meine Frage nochmal unterstreichen. Worauf willst Du konkret hinaus?

Vielleicht ein Punkt dazu.

Natürlich ist soziale Herkunft wichtig. Du solltest Dir aber weniger Gedanken darüber machen wie Deine soziale Herkunft bei der Frau ankommt, sondern in welcher sozialen Schicht Du Dich wohl fühlst und daran arbeiten, dass Du da hin kommst oder dort bleibst.

Die passenden Frauen kommen dann von ganz von alleine.

Ja meine Frage ist halt, ob es oft zu Problemen mit Frauen deswegen kommen kann. Ich hatte halt auch ein Schlüsselerlebnis. Ich war mal feiern und habe dort einen Homosexuellen kennengelernt. Wir zogen dann zusammen um die Häuser und gingen in einem Club. Wir haben uns dann mit der Klofrau unterhalten und weil er vorher erfahren hat, dass ich Hetero bin, sagte er „Die XY(Klofrau)hat eine hübsche Tochter." Und ich wusste da zu der Zeit das mit dem putzen nicht mehr und mir war eigentlich immer egal, was die Eltern einer Frau machen, aber da habe ich mir innerlich gedacht „Naja das muss jetzt dann doch nicht sein." Und viel später ist mir dann eingefallen, dass meine Mutter, wenn auch sehr kurz, auch schon mal geputzt hat. Ich weiß klingt nicht sehr sympathisch, aber das habe ich halt gedacht. Jetzt ist meine Angst, dass Frauen über mich genauso denken könnten. Und auch, dass ich mich unter den Umständen schon vor mir selbst lächerlich mache, wenn ich eine Frau deswegen ablehne, aber sowas ähnliches auch schon bei uns vorgekommen ist.

Und abgesehen davon, dass uns Leute als sehr einfache Menschen ansehen und meine Mutter, die so toll ist, falsch einschätzen 

bearbeitet von Braddock19

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Weil sie zwei Mal geputzt hat?

ist mein akademischer Titel nun nichtig, weil ich mehrere Monate meines Lebens an Fließband verbracht habe? 

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vor 57 Minuten, Braddock19 schrieb:

Jetzt ist meine Angst, dass Frauen über mich genauso denken könnten. 

Wieviele Dates hattest du in den letzten drei Monaten?

Wie oft war das irgendwie Gesprächsthema?

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vor 26 Minuten, Calara schrieb:

Weil sie zwei Mal geputzt hat?

ist mein akademischer Titel nun nichtig, weil ich mehrere Monate meines Lebens an Fließband verbracht habe? 

Nein, nichtig ist sowas nie. Gut, jetzt bist du noch jung und hast das vielleicht während dem Studium gemacht oder kurz danach.

Die zwei Mal hören sich harmlos an, das allein wäre ja nicht so wild und theoretisch könnte man es auch verheimlichen. Wobei ich mich irgendwie verpflichtet fühle das zu beichten. Aber andere erzählen ja auch was von ihren Eltern wenn es zum Thema passt. Und das könnte schon ab und zu zum Thema passen. Und allein der Gedanke ich würde erzählen „Da und da hat meine Mutter geputzt" erzeugt schon leichte Gänsehaut. Da kann ich auch schlecht dazu sagen „Aber war nur einmal und war nicht so ausgeschrieben." Das würde auch unsicher wirken 

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vor 8 Minuten, Helmut schrieb:

Wieviele Dates hattest du in den letzten drei Monaten?

Wie oft war das irgendwie Gesprächsthema?

Ich hatte in den letzten drei Monaten gar keine Dates. In der momentanen Situation sowieso nicht und eigentlich hatte ich noch nie ein Date. Ich hätte schon oft die Gelegenheit gehabt, dass sich eins daraus entwickeln könnte, aber ich habe aus Unsicherheit alles abgeblockt. Ich weiß sehr wohl, dass das mein Hauptproblem ist, aber die Sache hat mich jetzt noch mehr verunsichert

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