Wie Frust in der Arbeit besser kanalisieren

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Gast
vor 27 Minuten, botte schrieb:

Jein. In einem Team, wo der Teamleiter oder -manager kontinuierlich seiner Rolle nicht gerecht wird, willst Du auf Dauer nicht arbeiten.

Sag ich doch.

vor 27 Minuten, botte schrieb:

Solche 'seslbstleitenden Teams', wo das gut geht, gibt es nur sehr selten. Also ja, man sollte schon schauen, dass man die eigenen Lösungen und Vorschläge im Team offensiv vertritt und umgekehrt auch Missstände bzw. Probleme klar anspricht. Damit das eben nicht in Kleinkrieg müdet, braucht's aber in den meisten Fällen dann doch eine Hierarchie und jemanden, der eine eventuelle Entscheidung/Lösung/Schlichtung verantwortet.

Natürlich. Im Endeffekt muss jemand entscheiden, wo es lang gehen soll.

 

vor 27 Minuten, botte schrieb:

Und das kann nicht die TE sein in diesem Fall. Denn da würde so oder so jemand kastriert. Entweder sie, der Kollege oder der Teamleiter.

Auch richtig. Darum ging es mir aber auch nicht. 

Die TE soll nicht Entscheidungen für die Führungskraft treffen. Das geht schief.

Aber anstatt, und darauf bezog ich mich, still sein und im Eskalationsfall dann nur den Finger auf jemanden richten ist zu wenig, wenn man

a) ernst genommen

b) war genommen 

c) voran kommen 

will.   

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vor 2 Stunden, Masterthief schrieb:

Ich halte nicht viel von der PU-Terminologie, aber im Prinzip ist das reinste AFC-Denke, nur eben beruflich.

„Geht mich nichts an, Hauptsache ich mache mein Ding. Bloß nichts falsch machen.“

Beamtendenke.

Ich finde das „Beamtendenke“ richtig. Weil eben jedem sein Aufgabengebiet zugeteilt ist. Jeder hat seine Pflichten und muss sie erfüllen. Verbesserungsvorschläge kann man schon machen. Aber wenn sie nicht angenommen werden (sieht bei TE so aus) dann lassen und mit  „mir scheißegal-Einstellung“ weiterfahren, weil eben nicht deine Verantwortung und nicht dein Job. Du wolltest ja nur ein Gefallen tun.

Diese Einstellung ist mMn. am produktivsten, weil alles rational und ordentlich. Spart unnötige Auseinandersetzungen und Stress (wie bei TE gerade, der man ganze Verantwortung auf die Schulter gelegt hat. Man nutzt sie aus?)
 

Die TE spricht vom sitzen auf hohen Ross, obwohl sie keine Führungskraft ist. Da läuft etwas gewaltig schief. Chaos. Eben mit der „Beamtendenke“ würde die TE jetzt irgendwo an der Sonne liegen und relaxen anstatt fertig mit den Nerven im Forum nach Rat suchen.

 

@TE

Auf der Arbeit ist es auch wichtig klare Kante zu zeigen, wenn’s gegen eigene Interesse läuft. Muss man auch unterscheiden können zwischen einem Gefallen und einer Pflicht. Wie im realen Leben. Sein Gefallen muss man als hochwertiges Produkt kommunizieren. Wenn es nicht angenommen wird, verschwendest du nicht deine wertvolle Zeit damit, zu versuchen diese Person weiter zu beschenken. Du bist nicht hilfsbereit, du bist der Sündenbock und jetzt hart ausgedrückt, ein Waschlappen.

bearbeitet von TimComeOn
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Ich geh immer in den Wald und schreie wenns mal wieder soweit ist.

Ansonsten helfen mir Mordfantasien und Recherche über Gifte (das bildet weiter).

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Gast
vor 34 Minuten, TimComeOn schrieb:

Ich finde das „Beamtendenke“ richtig. Weil eben jedem sein Aufgabengebiet zugeteilt ist. Jeder hat seine Pflichten und muss sie erfüllen. Verbesserungsvorschläge kann man schon machen. Aber wenn sie nicht angenommen werden (sieht bei TE so aus) dann lassen und mit  „mir scheißegal-Einstellung“ weiterfahren, weil eben nicht deine Verantwortung und nicht dein Job. Du wolltest ja nur ein Gefallen tun.

Diese Einstellung ist mMn. am produktivsten, weil alles rational und ordentlich. Spart unnötige Auseinandersetzungen und Stress (wie bei TE gerade, der man ganze Verantwortung auf die Schulter gelegt hat. Man nutzt sie aus?)
 

Die TE spricht vom sitzen auf hohen Ross, obwohl sie keine Führungskraft ist. Da läuft etwas gewaltig schief. Chaos. Eben mit der „Beamtendenke“ würde die TE jetzt irgendwo an der Sonne liegen und relaxen anstatt fertig mit den Nerven im Forum nach Rat suchen.

Verstehe deinen Ansatz, auch wenn es garantiert nicht meiner ist.

Zum Glück sind wir alle unterschiedlich.

 

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vor 2 Stunden, TimComeOn schrieb:

du hast dein Job gekündigt, weil ein Kollege von dir schlecht gearbeitet hat?

Was ging dich an war der Team Leader gemacht hast? Das ist sein Job und seine Verantwortung. Geht dich schlicht nichts an-etwas hart formuliert.

ob IT oder Reinigungskraft-jeder hat seine Pflichten. Wenn jemand im Team der Meinung ist, er muss etwas nicht machen, ist es sein Problem. Wenn die Führungskraft fragt was los ist, mit dem Finger auf den Kollegen zeigen und fertig. Einfach auf seine Pflichten konzentrieren. Ehrgeiz auf der Arbeit zu zeigen ist schon wichtig. Aber nicht übertreiben, in dem man sich in die Aufgaben des Leades einmischt?? Durch die Gegend läuft, schreit, beleidigt und anderen vorschreibt was sie zutun haben, obwohl es einen garnichts angeht. Das ist schon sehr grenzwertig. Nicht wundern wenn man bei Kollegen als Creep rüberkommt oder gekündigt wird.

Persönliches hat nichts auf der Arbeit zu suchen. Nicht professionell.

 

vor 2 Stunden, TriiaZ schrieb:

Sehe ich genauso. Wenn der Lead Bockmist verbaut, ist es nicht das eigene Bier. Jeder hat seine Aufgaben, wenn der Teamlead es so machen möchte, dann ist es so. Er trägt am Ende die Verantwortung und bekommt eins auf den Deckel. Belehrend oder anderweitig aufzutreten geht dann gar nicht.

Es ging um eine kritische Anwendung für Endbenutzer, Level "Airbag im Auto".
Teamlead meinte "Ende der Woche muss die Software raus, weil der Kunde sein Produkt veröffentlichen will."
Ich meinte "Die Anwendung ist nicht sicher, bitte dem Ansprechpartner sagen, dass eine mindestens 1-wöchige Verlängerung nötig ist."
Wurde nicht gemacht, der Teamlead hat sich selbst hingesetzt und noch irgendwas reingefrickelt.
Geschäftsführer war auch seiner Meinung.

Wer so niedere moralische Werte hat, dass ihm eine Deadline wichtiger ist als kritische Software professionell zu erstellen, wodurch Menschen verletzt werden könnten, den will ich nicht als Kollege, noch als Geschäftsführer und schon gar nicht mache ich so einer Firma die Taschen voll.

Ach ja und wenn ich wüsste, dass mein Geschäftsführer zuhause seine Frau verprügelt, würde ich natürlich auch kündigen.
Mir vollkommen egal, ob das seine "persönliche" Sache ist.
Geld und Business steht für mich nicht über allem anderen, so dass ich einfach wegschaue und es nicht mein Problem ist.

 

 

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vor 15 Minuten, saian schrieb:

 

Es ging um eine kritische Anwendung für Endbenutzer, Level "Airbag im Auto".
Teamlead meinte "Ende der Woche muss die Software raus, weil der Kunde sein Produkt veröffentlichen will."
Ich meinte "Die Anwendung ist nicht sicher, bitte dem Ansprechpartner sagen, dass eine mindestens 1-wöchige Verlängerung nötig ist."
Wurde nicht gemacht, der Teamlead hat sich selbst hingesetzt und noch irgendwas reingefrickelt.
Geschäftsführer war auch seiner Meinung.

Wer so niedere moralische Werte hat, dass ihm eine Deadline wichtiger ist als kritische Software professionell zu erstellen, wodurch Menschen verletzt werden könnten, den will ich nicht als Kollege, noch als Geschäftsführer und schon gar nicht mache ich so einer Firma die Taschen voll.

Ach ja und wenn ich wüsste, dass mein Geschäftsführer zuhause seine Frau verprügelt, würde ich natürlich auch kündigen.
Mir vollkommen egal, ob das seine "persönliche" Sache ist.
Geld und Business steht für mich nicht über allem anderen, so dass ich einfach wegschaue und es nicht mein Problem ist.

 

 

Dann kündige - keiner hält dich davon ab. Du hast deine Bedenken geäußert, sie wurden ignoriert, du bist aus der Verantwortung. Nur ist TE auf einem anderen Level und sie gerät nicht das erste mal mit Teamkollegen aneinander.

Grundsätzlich äußere ich auch meine Bedenken, wenn ich welche habe. Wird es abgewunken, dann bin ich raus aus dem Schneider. Ob dein Chef seine Frau in seinen vier Wänden schlägt ist auch seine Sache, wenn die Frau es mit sich machen lässt, scheint es ihr ja zu gefallen und somit nicht dein Bier. Leute die ihre Nase überall reinstecken müssen, sind furchtbar.

"Es führte inzwischen in jeder meiner Arbeitsstellen zu Problemen mit einzelnen Kollegen " - Ich hatte auf meiner Arbeitsstelle niemals Stress mit einem der 100 Kollegen und auch noch nie mit einem Kunden. Es gibt 1 Pappnase bei uns, die hatte mit einem Haufen unserer Kollegen Stress und hat sich unfassbar ungeliebt gemacht. Seitdem die 6 Monate beim Psychologen saß, gab es eine schlagartige Änderung. Wenn Menschen partout mit vielen Menschen nicht zurechtkommen, dann liegt es eher an der Person selbst als an ihrem Umfeld. Genauso gut wissen wir nicht wie das Auftreten vom TE ist.

bearbeitet von TriiaZ

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Ich äußere Bedenken genau dreimal zu einem Sachverhalt. Wenn der Vorturner/Kollege nicht reagiert kann er nicht, will er nicht oder ist nicht fähig das Problem zu erkennen. Dann ist es gut - für mich.

Bin da eher bei @TriiaZ, richtig Ärger gab es mit Kollegen kaum. Über einen habe ich mich offiziell beschwert, der wurde dann entsprechend aufgegleist und gut. Der Rest der Probleme regelt sich von selbst oder wird im Gespräch gelöst. 

 

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Schön das hier eine rege Diskussion entsteht. Beamten denke ist nicht wirklich meins. Ich möchte positive Veränderungen in meiner Arbeitsumgebung bewirken. Was ich bisher auch geschafft habe. Sowohl quanitativ (testcoverage, bug anzahl solche dinge) als auch quaitativ (360 feedback, 1:1 gespräche mit teamleiter & kollegen)

Nochmal zum Sachverhalt - wie viel Diva bin ich wirklich und hassen mich eigentlich alle meine Kollegen. Ich habe in meiner Beschreibung etwas überzogen dargestellt. 

Die Beleidigungsgeschichte meines letzten AG war auch etwas mehr als das. Ich habe das nicht zu ihm persönlich gesagt, sondern über ihn zu einer Arbeitskollegin. Immer noch nicht in ordnung, aber eventuell weniger krass als es sich möglicherweise ließt.

Ich marschiere nicht wie Napoleon durchs Büro. Es gab in den letzten Wochen 3 Situationen in denen ich die Nerven verloren habe. Einmal in einem call mit meinem Teamleiter, als ich sehr laut geworden bin. Einmal eine hitzige Diskussion mit der ich S. überfallen habe, bevor ich überhaupt Guten Morgen gesagt habe. Und dann ein blockierter merge review.

Und das ist anders als mein übliches verhalten, wo ich sehr sorgfältig damit bin wie ich Sachen anspreche und versuche immer Kompromisse zu finden usw. 

Ich hatte heute morgen einen Call mit unserem Agile Coach mit der ich über die Momentane Situation gesprochen habe. Wir haben über die verschiedenen Punkte gesprochen und vor allem darüber wie ich die Situation sehe im Moment und was ich konkret ändern muss und was wir im Team ändern können,

Die Action points wären

- ich sorge für mehr ausgleich in meinem alltag

- ich atme tief durch und mache 5 Minuten pause zwischen Antwort formulieren bei einem request und dem eigentlichen abschicken

- das medierte gespräch mit P

- klare Regeln was zum blockieren eines merge requests führt und was nicht (das ist ein Wunsch von P)

- klare Regeln was zu tun ist mit Kommentaren die keinen Block des Requests nach sich ziehen.

- das Merge requests kleiner sein müssen und früher geöffnet werden müssen (als draft)

- mehr information für mich wo Informationen und Dokumentation fehlt bzw nicht auffindbar ist.

 

Schauen wir mal wie das Gespräch mit P verläuft. 

bearbeitet von Frau S.

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Gast

Eine gute Freundin von mir ist exakt so drauf wie du. Im Büro konnte sie schonmal gerne aus der Haut fahren wenn ihr aus ihrer Sicht Ungerechtigkeit wiederfahren oder Grundsatz Diskussion im Alltag begegneten.

Naja, weil ich sie natürlich gut kannte hab ich sie dann immer beruhigt aber das half eben nur so lange wie ich nicht weg war. War ich Mal weg (Urlaub, krank, whatever) hatte sie quasi niemanden der ihr den Spiegel vor hielt. Irgendwann meinte ich mal zu ihr in einem vier Augen Gespräch dass ich sehr viel von ihr halte aber sie sich zu sehr in Dinge hineinsteigert. Privat konnte man das hin und wieder auch beobachten aber auf der Arbeit war es deutlich extremer und häufiger.

Das klärende Gespräch hatte aber bei ihr insofern Wirkung gezeigt, dass sie verstand "am Ende bin ich die doofe wenn ich Dinge offen anspreche bzw. auch Mal aus der Haut fahre". Darfst du dich aufregen wenn du eine gewissen Qualitätsanspruch an deine eigene Arbeit hast, während andere offenbar gar kein Anspruch haben? Na klar! Aber du fährst nunmal gegen eine Wand wenn du dich selber nicht unter Kontrolle hast. Du gibst den Kollegen quasi damit eine Ausrede, so dass alle schon sagen können "naja die Frau s. Fährt ja immer so schnell aus der Haut... Mit der kann man nicht reden... Die ist so unsachlich". Und leider viel zu oft reicht das schon aus damit man dich nicht mehr für voll nimmt. Obwohl du objektiv betrachtet im Recht bist. Ganz blöde Logik, ich weiß. Der erste Schritt ist es aber wie immer dir darüber im Klaren zu werden.

Mache dir bewusst -> im Recht sein und Recht bekommen sind zwei verschiedene paar Schuhe.

bearbeitet von Gast

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vor 3 Stunden, TimComeOn schrieb:

Ich finde das „Beamtendenke“ richtig. Weil eben jedem sein Aufgabengebiet zugeteilt ist. Jeder hat seine Pflichten und muss sie erfüllen. Verbesserungsvorschläge kann man schon machen. Aber wenn sie nicht angenommen werden (sieht bei TE so aus) dann lassen und mit  „mir scheißegal-Einstellung“ weiterfahren, weil eben nicht deine Verantwortung und nicht dein Job. Du wolltest ja nur ein Gefallen tun.

Diese Einstellung ist mMn. am produktivsten, weil alles rational und ordentlich. Spart unnötige Auseinandersetzungen und Stress (wie bei TE gerade, der man ganze Verantwortung auf die Schulter gelegt hat. Man nutzt sie aus?)

Sehe ich ganz anders. Hätten alle diese Denke, gäbe es keinen Fortschritt. 
Erspart ganz sicher so manch eine Auseinandersetzungen, aber dafür büßt man imho nen fetten Batzen an Integrität ein und führt langfristig nicht zu einer glücklichen Psyche, weil man innerlich resigniert - vorausgesetzt kritisches und eigenständiges Denken sind vorhanden.  

bearbeitet von capitalcat

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Gast

Uff. Doofe Situation. Kommt mir unangenehm bekannt vor.

Ich bin selbst seit ca 2 Jahren als technischer Leiter eines Teams im IT-Umfeld tätig. Leider habe ich mir in der ersten Zeit viel verbaut, indem ich meine Sicht der Dinge durchdrücken wollte, ewige Diskussionen geführt habe, und generell eher unausstehlich war (nicht immer, mind you, aber ein paar solcher Ereignisse reichen, dass man seinen Ruf weg hat). Nach Feedback aus der Teamleitung habe ich dann zwar mein Verhalten bzw. meine Einstellung geändert (und bin immer noch dabei), doch aus so einer Wahrnehmung rauszukommen, ist deutlich schwerer als drin zu landen. Habe dort inzwischen gekündigt, weil ich weder eine angenehme Zukunft für mich dort sehe, noch mit der Ausrichtung der Firma konform gehe.

Aspekte, die das ganze befeuert haben, sind bei mir zB (gewesen): Unzufriedenheit mit mir und meinem Privatleben, Unzufriedenheit mit dem Job und meiner Handlungsfähigkeit (Dinge laufen auf höherer Ebene schief, ich sehe Lösungen, kann sie aber nicht anbringen, bzw. wurde/werde als nervig empfunden, weil: nicht meine Aufgabe, jedenfalls nicht in der Intensität), fehlende Perspektive, und ganz besonders natürlich mein übertriebener Anspruch an mich selbst (und damit auch an andere!).

Deine Action Points, @Frau S., finde ich schon einen guten Ansatz, sind jedoch sehr drauf ausgerichtet, zu copen. Ich würde mich fragen, wo die Ursachen in mir selber liegen. Warum regt mich das auf? Es hat ja einen Grund, warum dich das so aufwühlt, und ich denke nicht, dass der in der Sache liegt, sondern darin, welchen Wert (und Selbstwert) du dieser externen Sache zuschreibst. Geht es noch um die Sache, oder um Ego? Und warum?

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@erlmeier Ursache ist definitiv mein hoher Anspruch an mich selbst und das ich den auch von anderen erwarte. Ich muss also an meiner Erwartungshaltung anderen gegenüber arbeiten. Eben das ich nicht die gleiche Leistung und gleichen Prioritäten erwarten kann. Und das ich es gehen lassen muss.

Es gelang mir inzwischen ja eigentlich auch Recht gut. Habe das andere Team machen lassen und mich eigentlich sogar gefreut als das Projekt an uns übergegangen ist. Unit tests für anderer Leute Code schreiben ist mein fetisch.

Bis dann nun das Stresslevel von 2-3 auf 10+ hochgedreht wurde. So bin ich jetzt wieder in schlechte Verhaltensmuster gefallen.

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vor einer Stunde, capitalcat schrieb:

Sehe ich ganz anders. Hätten alle diese Denke, gäbe es keinen Fortschritt. 
Erspart ganz sicher so manch eine Auseinandersetzungen, aber dafür büßt man imho nen fetten Batzen an Integrität ein und führt langfristig nicht zu einer glücklichen Psyche, weil man innerlich resigniert - vorausgesetzt kritisches und eigenständiges Denken sind vorhanden.  

Nee, der TimeComeOn hat schon recht - jeder wird dafür bezahlt, dass er seine oder ihre Aufgabe gut macht. Ich kann Kritik äußern und Verbesserungsvorschläge unterbreiten - aber ich kann nicht deren Annahme erzwingen. Und spätestens wenn du - selbst wenn du im Recht bist - gegen eine höhere Instanz als dich selbst rebellierst, wirst du in ziemlich Ungnade fallen. Man sollte nicht den Hilfspolizisten spielen. Wir hatten mal einen Kollegen, der hat so das ganze Kollektiv gegen sich aufgebracht, einfach weil ihn menschlich jeder beschissen fand. Der hätte gut sein können wie er gewollt hätte, er hatte deswegen trotzdem ein ziemlich bitteres Leben bei uns.

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vor 5 Minuten, TriiaZ schrieb:

Ich kann Kritik äußern und Verbesserungsvorschläge unterbreiten - aber ich kann nicht deren Annahme erzwingen.

Nee von "erzwingen" spricht auch keiner; ging um Kündigung. 
Rest stimme ich dir zu, es ist wichtig sich ins Team zu integrieren.

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vor 7 Stunden, Masterthief schrieb:

„Geht mich nichts an, Hauptsache ich mache mein Ding. Bloß nichts falsch machen.“

Beamtendenke.

Aha... soso. Nein.

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Gast
vor 13 Minuten, Noodle schrieb:

Aha... soso. Nein.

Doch, natürlich.

Edit: Logischerweise nicht auf jeden einzelnen zutreffend. Ich sag es lieber dazu bevor hier hyperventiliert wird.

bearbeitet von Gast

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Ich hab in der Privaten Marktwirtschaft gearbeitet als auch nun als Beamter. 

Mich ging das Gecode der Progger auch nix an. Oder der Mocap Kram der Animations Leute. Ich hab auch "mein Ding gemacht".
Falsch gemacht hat man aber einiges, besonders wenn der Chef mit so Floskeln wie "Mach mal geil" um die Ecke kommt.
Dann hat man halt auch "kein Bock mehr", weil "unprofessionell".

Im Amt gibts halt Sachen, die sind eindeutig Sache der Leute von oben. Is mir Bums. Müssen die entscheiden.
Anderes kann ich entscheiden und dann wirds nur abgesegnet".
Aber auch hier isses eben oft unterschiedlich in den einzelnen Teams. Ein  Sachgebietslieter will alles sehen, der andere "ach macht mal".

Dein "Beamtendenken" kenne ich aus beiden Bereichen. Kommt letzten Endes immer auf den Einzelnen an.
Die Entscheidungsgewalten / Hierarchien sind ähnlich aufgebaut.

Aber klar... sofern diese "schwammig" sind, bzw. nicht klar geregelt, dann gibts immer Stress. Egal ob öD oder Privatwirtschaft.

Wenn der Chef zur TE sagt "er wünschte, sie würde mehr technische Leitung übernehmen", dann MUSS! das aber auch so vom Chef an alle kommuniziert werden. Dann sind Hierarchien klar.

Mir isses mittlerweile Bums. Entweder, ich darf entscheiden, oder eben nicht. Beides muss aber klar und deutlich geregelt sein.
Mir ging die Wischi Waschi Situation, die auch TE scheinbar hat, gut aufn Zeiger. Weil man leisten soll, aber Parameter nicht klar sind. 
Da macht man immer was falsch und am Ende is man der gelackmeierte. 
 

bearbeitet von Noodle

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@TE hattest du schon mal ein Job mit intensiven Kundenkontakt.

Wenn ja: Wie wäre es, wenn du deine Kollegen genauso respektvoll wie Kunden behandeln würdest.

Wenn nein: Kann ich dir nur empfehlen, mal einen Job anzunehmen mit intensiven Kundenkontakt. Das ist für deine persönlich Entwicklung sehr sehr nützlich.

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vor 30 Minuten, wernerd schrieb:

@TE hattest du schon mal ein Job mit intensiven Kundenkontakt.

Wenn ja: Wie wäre es, wenn du deine Kollegen genauso respektvoll wie Kunden behandeln würdest.

Wenn nein: Kann ich dir nur empfehlen, mal einen Job anzunehmen mit intensiven Kundenkontakt. Das ist für deine persönlich Entwicklung sehr sehr nützlich.

Nein, zu Zeiten als ich in Agenturen gearbeitet hatte war ich ein zu kleines Licht um direkt mit Kunden zu sprechen.

Allerdings finde ich die Idee gut Kollegen mehr wie Kunden zu sehen. Um das ganze auf eine professionellere Ebene zurück zu heben.

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vor 3 Stunden, Frau S. schrieb:

Ursache ist definitiv mein hoher Anspruch an mich selbst und das ich den auch von anderen erwarte. Ich muss also an meiner Erwartungshaltung anderen gegenüber arbeiten. Eben das ich nicht die gleiche Leistung und gleichen Prioritäten erwarten kann.

„Ich war schon immer so...“ - gutes Buch für diesen Fall. Eh ein gutes Grundlagenbuch für so ziemlich jeden Typ Mensch.

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vor 5 Stunden, Frau S. schrieb:

Ursache ist definitiv mein hoher Anspruch an mich selbst und das ich den auch von anderen erwarte. Ich muss also an meiner Erwartungshaltung anderen gegenüber arbeiten. Eben das ich nicht die gleiche Leistung und gleichen Prioritäten erwarten kann. Und das ich es gehen lassen muss.

Evtl. mal die Perspektive wechseln und gucken, was das Team als Team schaffen soll und welche (notwendigen) Vorraussetzungen dafür erfüllt sein sollten. Ggf. die Sachebene und die Kommunikationsebene unterscheiden. Also lieber ´mal mehr kommunizieren und mehr Commitment schaffen und - sorry - vom hohen Ross runterkommen. Wenn du wirklich so viel schlauer bist als die anderen, dann den anderen helfen, dass sie die Ziele erreichen.

und zum "Dunning-Kruger-Effekt" einlesen...

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Thema wie ITler im schwierigen Umgang miteinander am besten klarkommen können, entwickelt sich zu einem regen, aber konstruktiven Meinungsaustausch. Und das im Pickup Forum. Ich lach mich schlapp. Hat was von, "auswärts benimmt man sich eben mal". Zurück auf stackoverflow und mikrocontroller wird dann wieder die Keule rausgeholt - endlich wieder heimisch.

Kann jetzt nicht viel Konstruktives beitragen, außer dass es halt schwierig ist, andere Menschen seine Meinung aufzuzwingen, wenn man nicht die entsprechende Position dazu hat, also du ja nicht Teamleaderin bist. Und am Ende des Tages kannste halt das notwendige Refactoring sogar noch verkaufen. Nicht jeder teilt deine utopische Sichtweise der idealen Software Entwicklung. Ist leider so. Erinnert mich an das Klimathema, wäre für unsere Kinder extremst sinnvoll, aufs Fliegen zu verzichten, nur hat halt keiner Bock von uns daran zu halten. Ich verzichte schon seit nem halben Jahr auf Unit Tests, weil ich mich sonst zu Tode arbeiten würd. Fuckt eh schon ab diese perverse Arbeitsverdichtung.

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Von ganz oben also CTO, Lead Architect, mein Team Leiter ist aber der Anspruch da die Qualität zu verbessern. Einer der Gründe warum ich eingestellt wurde und viel Rückendeckung von dort bekomme was meine Initativen angeht.

In meinem Team läuft das ja auch alles. Nur eben das andere Team fühlte sich nie so abgesprochen. Was mir bis vor wenigen Wochen auch mehr oder weniger egal war. 

Mein Problem ist wie gesagt das all die kommunikativen Mechaniken die ich normalerweise anwende zum Fenster raus sind wenn das Stresslevel zu hoch wird.

Seit letzter Woche passieren jetzt 2 Dinge: 

- Stresslevel wurde von Firmenseite gesenkt weil bestimmte Projekte für die Infrastruktur endlich gestartet sind und somit das System in absehbarer Zeit stabiler wird.

- ich arbeite daran meinem Ärger nicht mehr das Ruder in die Hand zu geben und bei meinen positiven Kommunikations Mechaniken die ich normalerweise nutze zu bleiben.

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jeder chef auf dieser welt würde sich glücklich schätzen so einen angestellten wie dich zu haben. du machst deine arbeit gewissenhaft, das ist echt toll.

aber! wenn jemand wegen jeder kleinigkeit schnell aus der haut fährt, wird nicht mehr ernst genommen. das ist so. du kleidest offiziell keine höhere position, du kannst deine kollegen nicht an schreien, das geht nicht!

mit so einem verhalten vergiftet man schnell das arbeitsklima. das heißt, egal wie gut du dene arbeit machst, wenn es so weitergeht, wird man dich wieder rauswerfen.

wenn du wirklich von dir so überzeugt bist und glaubst, du kannst alles besser, dann mache dein eigenes unternehmen auf. ich bin auch seit 17 jahren selbständig, ebenfalls als programmierer. es kann also funktionieren.

ansonsten würde ich echt schauen ob deine gereiztheit wirklich von der arbeit kommt oder ist das irgendwas privates die du an den kollegen rauslässt.

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@Zappa Darüber woher meine Gereiztheit herkommt habe ich in den letzten Tagen viel nachgedacht und auch schon konkret schritte unternommen um dem entgegen zu wirken. Also zum einen fehlt mir aktuell schlicht der Ausgleich. War deswegen die letzten Tage wieder öfter draussen, einfach eine Runde um den Block. Habe mehr Sport und Yoga gemacht und eben angefangen das Buch "Denken wie ein Shaolin" durchzuarbeiten. Das hat direkt schon die ersten beiden Tage dieser Woche geholfen und ich habe viel lockerer auf den aktuellen Stress reagiert.

Ich hatte heute dann sowohl ein Gespräch mit meinem Teamleiter als auch das Mediator Gespräch mit P. 

Mein Teamleiter hat mir nochmal Rückendeckung gegeben auf fachlicher Ebene, das die Anforderungen die ich gestellt habe sehr richtig und wichtig waren. Aber wir haben uns auch darauf geeinigt das ich sorgfältiger formulieren muss.

Im Mediationsgespräch habe ich nun genauer erfahren was denn das Fass zum Überlaufen gebracht hat. Ein Verdacht den ich schon länger habe hat sich aber auch eindeutig bestätigt. Der Kollege hat hohe Selbstzweifel und hegt auch einen gewissen Neid auf mich. Er empfand einen Kommentar von mir als besonders Kritisierenswürdig, den möchte ich euch einfach mal im O-Ton präsentieren:

Zitat

It seems to me like we are introducing a new coding pattern and honestly, i am not a fan of it. I would love to discuss this further in the team meeting what the benefit of this approach is. Because i see a huge risk in developing inconsistencies and lowering the maintainability of the code. Also i am concerned about the perfomance of this, as it adds another layer of complexity to generating the finished code.

 Er fühlt sich hier vor allem unfair behandelt weil ich selbst ja viele neue coding patterns eingeführt habe, aber nie jemand mich davon abgehalten hat. 

Und ja ich habe viele neue coding patterns eingeführt. Aber bei jeder meiner Initativen hatte ich mir viel Arbeit gemacht alle abzuholen. Also immer klar das Problem benannt das ich lösen möchte, welche Vorteile genau sich daraus ergeben, klare ToDos, Workflows und eine Risiko Einschätzung mitgeliefert. Und auch immer Rücksprache gehalten, nach Verbesserungen gefragt und auch nach Gegenstimmen. 

Ich sehe allerdings auch meinen Fehler - ich habe direkt eine negative / ablehnende Haltung gegenüber dem Vorschlag eingenommen. Aber so habe ich natürlich direkt den falschen Ton gesetzt und den Kollegen sofort in Abwehrhaltung gebracht. Meine Ablehnende Haltung begründet sich darin das ich das Pattern von einer früheren arbeitsstelle kenne und mein Team damals fast ein jahr gebraucht hat um davon wegzukommen. Die migration war notwendig weil es mit entsprechender größe massive performance probleme bekommen hat, jede kleine änderung des designs ein riesen aufwand war und man die gesamte pattern struktur kennen muss um irgendwas daran zu ändern. Hilft natürlich alles nicht, wenn von Anfang an alles dicht ist.

ich möchte mal hier als kleine Übung meinen Kommentar verbessern.

To me, this pattern looks different from our current approach, and I would like to get a deeper understanding of the full picture. I would love if you can introduce us to your Idea in our next guild meeting. Here are some questions I have. What is the problem you want to solve with this approach? How will performance be affected? How much risk do you see for side effects of this pattern? How will the maintain workflow look like? What are the next steps we have to take in order to migrate to the new pattern?

Denkt ihr das meine re-formulierung besser funktioniert hätte?

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