Berufliche Neuorientierung Maschinebau-Ing. - Bitte um Rat

41 Beiträge in diesem Thema

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vor 1 Stunde, Yolo schrieb:

Finde es auch immer erschreckend, wenn Menschen neben dem Job noch ein spannenderes, soziales Leben führen.

Sorry, habe mich falsch ausgedrückt. Ich finde es prima, wenn man um 17:00 geht - ich bin alles andere als ein Fan vom Workaholics. Ich haue auch am liebsten um 17:00 ab. Mein Job macht mir Spaß, aber nach 7 - 8 Stunden ists auch gut.

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vor 37 Minuten, TriiaZ schrieb:

Sorry, habe mich falsch ausgedrückt. Ich finde es prima, wenn man um 17:00 geht - ich bin alles andere als ein Fan vom Workaholics. Ich haue auch am liebsten um 17:00 ab. Mein Job macht mir Spaß, aber nach 7 - 8 Stunden ists auch gut.

Alles gut.

Ich finde es ja auch in Ordnung, wenn man sich bei einem wichtigen Projekt reinkniet und entsprechende Überstunden macht. Oder gerade zu Beginn sehr ambitioniert ist, weil man schnell lernen will. Habe ich nicht anders gemacht und es haben sich Überstunden angehäuft.

Erfahrungsgemäß wird ein Angestellter, der zu allem Ja und Amen sagt, aber schlicht ausgenutzt. Solange er liefert und die Gewinne steigen ist alles gut. Aber dann kommt ne Consulting und es wird nach Schema X Personalkosten reduziert. Dann bist du nur eine Nummer und schnell raus.
Gerade heute von einer frisch pensionierten Dame erfahren, dass sie nach 42 Jahren treue zum Unternehmen nicht Mal ein Dankeschön vom neuen Junior Chef bekommen hat. Sie hat mit 47 Mitarbeitern angefangen die Firma aufzubauen. Heute sind es über 700 in mehreren Ländern. Finde ich arm.

Diese Loyalität zum Unternehmen, die ich z.B. noch bei der Generation meiner Eltern sehe, ist am verschwinden. Meiner Meinung nach zu Recht.

bearbeitet von Yolo
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vor 1 Minute, Yolo schrieb:

Alles gut.

Ich finde es ja auch in Ordnung, wenn man sich bei einem wichtigen Projekt reinkniet und entsprechende Überstunden macht. Oder gerade zu Beginn sehr ambitioniert ist, weil man schnell lernen will. Habe ich nicht anders gemacht und es haben sich Überstunden angehäuft.

Erfahrungsgemäß wird ein Angestellter, der zu allem Ja und Amen sagt, aber schlicht ausgenutzt. Solange er liefert und die Gewinne steigen ist alles gut. Gerade heute von einer frisch pensionierten Dame erfahren, dass sie nach 42 Jahren treue zum Unternehmen nicht Mal ein Dankeschön vom Junior Chef bekommen hat. Sie hat mit 47 Mitarbeitern angefangen die Firma aufzubauen. Heute sind es über 700 in mehreren Ländern. Finde ich arm.

Diese Loyalität zum Unternehmen, die ich z.B. noch bei der Generation meiner Eltern sehe, ist am verschwinden. Meiner Meinung nach zu Recht.

Absolut. Als ich Absolvent war, war ich voller Energie und Tatendang und wollte "richtig" Karriere machen und "richtig" performen. Ich war in den Endzügen meines Studiums quasi besessen vom Karriere Gedanken.

Nach 4 Jahren BE bin ich auf dem Teppich angekommen, nachdem ich so viele ekelige Sachen im Berufsleben erlebt habe und Charaktere kennen gelernt habe mit denen ich zuvor nie Kontakt hatte.

Daraus habe ich gelernt mich zuerst auf mich zu fokussieren. ;-)

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Mann muss halt mittelfristig gesehen immer auf sich selbst aufpassen und sich echt am Riemen reißen nicht jeden Task anzunehmen. 

Gerade im Mittelstand bekommen die high Performer langfristig immer mehr Arbeit zugeteilt. Schaufeln Arbeit weg was das Zeug hält aber der Dank/Lohn dafür ist oft nur gering höher als beim Durchschnitt.

Mittlerweile sehe ich die Thematik auch viel gelassener. Muss niemanden auf der Arbeit was beweisen und sage auch mal Nein. Habe so definitiv weniger Stress, weniger Sorgen und bin trotzdem produktiv und liefere Qualität ab

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Gast
vor 20 Stunden, TriiaZ schrieb:

Puh, haarsträubend. Ähnliches habe ich aber auch schon beim Durchschnitts Konzernbeamten gesehen

Absolut!

vor 20 Stunden, TriiaZ schrieb:

und sogar Zuhauf und auch im Mittelstand

Meist die ältere Generation beim lokalen Platzhirsch-Mittelstand, oder?

vor 20 Stunden, TriiaZ schrieb:

und zwar nicht gerade wenig. Sogar im Consulting arbeiten die meisten Leute ihren Kram ab und hauen um 17 - 18 Uhr ab.

Da hab ich andere Erfahrungen gemacht. Mag sein, dass die in „cooling down“ Phasen früher abhauen, aber im peak performen die schon, wenn sie richtig abgeholt werden. Insbesondere die Generation Y. Die sind schon speziell, aber können wirklich extrem hilfreich sein.

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Gast

 

vor 22 Stunden, TriiaZ schrieb:

Nach 4 Jahren BE bin ich auf dem Teppich angekommen, nachdem ich so viele ekelige Sachen im Berufsleben erlebt habe und Charaktere kennen gelernt habe mit denen ich zuvor nie Kontakt hatte.

Magst du das weiter ausführen?

Ich war jetzt inzwischen bei einer Handvoll Unternehmen angestellt, aber habe wohl nichts erleben müssen, was ich als eklig empfunden hätte.

Vielleicht war das nur Glück oder meine Toleranzschwelle liegt bedeutend höher (kann ich mir aber eigentlich nicht vorstellen).

 

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Hallo zusammen!


Würde mich gern mit einem Update und einer Entscheidungsfrage wieder an euch wenden. Mir ist klar, dass die folgende Entscheidung mir keiner abnehmen kann, dennoch würde ich mich über Meinungen und Eure Entscheidung in dieser Situation freuen.
Meine alte Firma, aus der ich betriebsbedingt ausscheiden musste (siehe Engangspost) hat sich längst wieder bei mir gemeldet, für eine Position in einer Art technischer Pre-Sales. Also zwischen Engineering und dem Sales an vorderster Front. Seit Wochen bin ich hin und hergerissen. Der aktuelle Job im öD ist angenehm. Nicht gerade spannend, aber man hat seinen Frieden.
Ich glaube mein Berufseinstieg im Konzern mit sehr guten Konditionen (zuletzt 70k) hat mich nachhaltig versaut. Ich vergleiche mich dauernd mit anderen, was natürlich ohnehin nicht gut ist, und fühle mich dann nicht ausreichend (inner Game ich weiß). Vor allem ist mir das gegenüber der Freundin aufgefallen, die in ihrem Job mit vielen Top-Verdienenden zusammenarbeitet (natürlich verbalisiere ich das nicht, das spielt sich nur innerlich ab)..
Daher spiele ich nun ernsthaft mit dem Gedanken zu wechseln. Dienstreisen wären zwar wieder vorhanden, allerdings dann kürzer, keinesfalls wie früher wochenweise. Stress und Druck deutlich größer als im öD. Kundenkontakt und Zahlen müssen stimmen. Meine Hoffnung ist, dass ich dort reinwachsen kann und aus dem negativen Stress nach wenigen Jahren die Souveränität kommt. Vor allem das Englisch am Telefon mit asiatischen Kunden und Kollegen bereitet mir schon Sorgen, aber auch da kann man sich hoffentlich dran gewöhnen. Der Teamleiter, der mich gern einstellen würde kennt mich halbwegs, hat aber offenbar ein ausreichendes Bild von mir und sagt, dass ich alles andere lernen kann. 
Nach gefühlt 10 Excel-Tabellen mit Gehaltsentwicklung der beiden Jobs sieht die Prognose wie folgt aus:

Job im öD (EG13 mit Ziel-EG14): 
aktuell: 56k
in 3 Jahren: 65k
in 6 Jahren: 70k
in 12 Jahren 83k
..Zwischenstufen außen vor gelassen.

Job beim alten Arbeitgeber 
Wiedereinstieg je nach Verhandlung 70-80k
in 3 Jahren: 84k -90k
Da beide in Tarifen sind kann ich das soweit einschätzen, muss nicht so kommen, ist aber wahrscheinlich.

Wahrscheinlich fokussiere ich mich viel zu sehr aufs Gehalt und identifiziere mich zu stark damit. Auch muss man vielleicht sagen, dass das Gehalt im öD gar nicht so schlecht ist wie viele behaupten, man muss allerdings lange dafür dabeibleiben.
Würdet ihr für diesen Gehaltsunterschied mehr Stress (aber eventuell langfristig doch spannende Tätigkeit) in Kauf nehmen? Über Eure Meinungen würde ich mich sehr freuen, weil ich mich langsam eher im Kreis drehe. 
Vielen Dank!

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vor 2 Stunden, who.kehrs schrieb:

Würdet ihr für diesen Gehaltsunterschied mehr Stress (aber eventuell langfristig doch spannende Tätigkeit) in Kauf nehmen?

Ich habe mich lange Zeit dagegen gewehrt "zuviel" machen zu müssen weil mir mein Privatleben einfach wichtiger war.

Jetzt bin ich älter und Freunde die man früher jede Woche gesehen hat sieht man eher einmal im Monat. Jeder lebt sein Leben und hat genug mit Beruf und Familie zu tun. 

Mir fiel es daher nicht schwer eine neue Stelle anzutreten die mehr Verantwortung und mehr Zeit erfordert. 

Dein Job im öD scheint kein schlechter zu sein und für dich zu passen. Auf der anderen Seite winken jetzt Karriere und Geld aber eben auch weitaus mehr Verantwortung und passion. 

Nicht wenige werden mit der Zeit in solchen Stellen überfordert und landen im "burn-out". 

Du musst dir die Frage stellen ob du für diesen Schritt bereit bist. 

Ein entspanntes Leben gegen neue Aufgaben und Karriere. 

Hast du Zeit und Willen dich darauf einzulassen? 

 

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Ich hätte sofort gewechselt.
Diese vorgefertigten Verdienstlaufbahnen finde ich aber per se ziemlich frustrierend. Keine Ahnung ...
 

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vor 3 Stunden, who.kehrs schrieb:

Würdet ihr für diesen Gehaltsunterschied mehr Stress in Kauf nehmen? 

hohes gehalt bedeutet nicht unbedingt mehr geld in der tasche!

ich habe 8 jahre geschuftet wie ein esel, habe dreimal mehr verdient als jetzt und am ende bin ich trotzdem pleite gegangen. durch zu viel stress und wenig zeit habe ich beim geld ausgeben die falschen entscheidungen getroffen.

heute, wie gesagt verdiene ich dreimal weniger als damals und habe mehr zeit für mich, familie und hobbys. und siehe da, ich habe inzwischen soviel ersparnis auf dem konto wie noch nie in meinem leben.

geld sparen geht nur über ausgaben kontrollieren.

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Ich würde für weniger Gehalt lieber mehr Stress in Kauf nehmen.
Wer will schon den Behörden-Bore-Out?

 

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Gast

 

vor 4 Stunden, who.kehrs schrieb:


Würdet ihr für diesen Gehaltsunterschied mehr Stress (aber eventuell langfristig doch spannende Tätigkeit) in Kauf nehmen?
 

Auf jeden Fall.

 

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vor 3 Stunden, Muğam schrieb:

habe ich beim geld ausgeben die falschen entscheidungen getroffen

Hmm du hattest wenig Zeit und dabei die falschen Entscheidungen getroffen? Kann ja 1 mal passieren, aber bei drei mal so viel Gehalt muss ja mächtig was schief gelaufen sein, sprich gar keine Entscheidung getroffen weil man kein Überblick hatte.

vor 3 Stunden, Valeriy schrieb:

Ich würde für weniger Gehalt lieber mehr Stress in Kauf nehmen.
Wer will schon den Behörden-Bore-Out?

 

Ich ehrlich gesagt auch oder formuliere es sogar noch krasser: ich würde dort verblöden!

War auch mein Grund weshalb ich den Großkonzern für den Mittelständler gewechselt habe. Klar um einiges mehr Stress, mehr Aufgaben, diese Woche wieder mal 55h (gerade den Laptop zugeklappt) aber diese Larifari Einstellung im Großkonzern ( und mindestens beim Amt) würde mir heute noch dermaßen auf den Zeiger gehen. Dort drehte es sich um die Menschen, ja nicht verletzend umgehen, auf die größte Pfeife (meist Frauen in Teilzeit) muss Rücksicht genommen werden, weil sie auch was zu sagen haben will, sonst spielt sie wieder die beleidigte…kein Bezug zu Leistungsgerechtem arbeiten, Struktur oder Zielen, das Getratsche, keine Ahnung haben aber zu allem eine Meinung haben wollen. 

Ins Amt kannst du später immer noch zurück.

  • IM ERNST? 1

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vor 47 Minuten, cooperx schrieb:

sprich gar keine Entscheidung getroffen weil man kein Überblick hatte

ja, genau das.

ich denke die gehaltshöhe eine untergeordnete rolle spielt, ich würde mehr auf mein wohlbefinden achten. geht es einem seelisch und körperlich gut, ist man im leben mit weniger zufrieden und man konsumiert auch viel bewusster. zumindest ist das bei mir so.

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Danke schonmal für die zahlreichen Antworten. Ich möchte allerdings gern anmerken, dass ich nicht bei einem Amt arbeite, bin in einem Forschungsinstitut und die Arbeitsmentalität hier zumindest in meinem Bereich ist tatsächlich genauso hoch und engagiert wie zuvor in der freien Wirtschaft.

 

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