18 Beiträge in diesem Thema

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warum schreibe ich das?
Eine Bipolare Störung ist eine fortschreitende Erkrankung die in Psychosen enden kann. Einige Menschen die daran leiden, begehen Selbstmord. Ich möchte deswegen mit diesem Thema dazu einladen, die eigene Gedankenwelt mal zu hinterfragen, um für sich eine Erkrankung auszuschließen.

Die Geschichten die ich hier lese sind teilweise echt haarsträubend, das merkt man erst wenn man nach einer Weile Forumsabstinenz mal wieder hier landet. Das heißt jetzt NICHT das jeder Pickupper ne psychische Störung hat, aber es tummeln sich doch einige Menschen hier (mich eingeschlossen), die emotional oft Achterbahn fahren. Das ich ein Sensibelchen bin und mir alle Dinge immer sehr zu Herzen nehme, wusste ich schon immer. Aber das dahinter wahrscheinlich eine psychische Erkrankung steckt, das ist mir neu. Die Krankheit wird mit den Jahren schlimmer und sollte deshalb rechtzeitig erkannt und behandelt werden. Ich habe bspw. ein halbes Jahrhundert gebraucht, um dahinter zu kommen.

Infos dazu finden sich im (mMn. sehr guten) Polar Warriors-Kanal von Robert Whittaker auf Youtube.
https://www.youtube.com/watch?v=eOHxpd80srY

 

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Ja man kann sich über solches informieren - Meines Wissens geht man bei so geistigen, psychischen, seelischen Sachen grundsätzlich zuerst zum Hausarzt - Der Hausarzt sollte die Gesundheit von einem ja relativ gut kennen, je nachdem überweist der Hausarzt dann einem zu:

  • Psychologen
  • Neurologen
  • Psychiater
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"Mein Game ist meine Manie".

Man ist schnell ein Fuckaroundi im wahrsten Sinne des Wortes und plötzlich steckst du im polyamoren Rausch in einem Harem mit mehreren Frauen gleichzeitig, wo deine Gefühle immer über denen der Frauen stehen, um das High zu halten. Du wirst zum Sexaholiker. Hinzu kommen aus Angst vor der depressiven Phase Lügen den Partnerinnen gegenüber, um die Manie nicht zu verlassen. Gibt neben Therapie zum Glück gute Medikamente, um die bipolare Störung zu mildern und sich am Ende wieder selbst richtig zu spüren.

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vor 1 Stunde, SimonPU schrieb:

Ja man kann sich über solches informieren - Meines Wissens geht man bei so geistigen, psychischen, seelischen Sachen grundsätzlich zuerst zum Hausarzt - Der Hausarzt sollte die Gesundheit von einem ja relativ gut kennen, je nachdem überweist der Hausarzt dann einem zu:

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Es geht darum überhaupt zu erkennen das etwas nicht stimmt. Eine blöde Eigenschaft der Bipolaren Störung ist, das man selber absolut davon überzeugt ist, alles ist in Ordnung.

bearbeitet von Sam Stage
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vor 3 Stunden, Sam Stage schrieb:

Ich habe bspw. ein halbes Jahrhundert gebraucht, um dahinter zu kommen.

Ganz ehrlich: Hast du dazu eine offizielle Diagnose oder vermutest du es nur?

Du kamst mir hier im Forum nie so vor, als dass du dann dieser Krankheit leiden würdest. Klar, aus der Ferne immer schwer zu erkennen. Deshalb hoffe ich, du hast es abklären lassen. Am besten auch von einem zweiten Neurologen/Therapeuten.

Mir scheint es nämlich auch, dass „Bipolar“ zu sein, im Trend liegt. Ich denke, man weiß, was ich damit meine. Hier besteht dann die Gefahr, zu schnell sich selbst in hinein zu denken.

Hier auch ein gutes Video dazu:

Ein Fachmann wird dir hier jedenfalls gewissenhaft geben.

Ich wünsche dir jedenfalls das beste und, dass die Diagnose negativ ist! Auch hoffe ich, dass dies eher eine Vermutung deinerseits ist.

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Gast
vor 3 Stunden, Sam Stage schrieb:

Eine Bipolare Störung ist eine fortschreitende Erkrankung die in Psychosen enden kann

Das werde nur absolute Extremfälle sein. Als Laie wird man sich wohl anhand von Beschreibungen darunter etwas völlig falsches vorstellen. Es gibt bei allen Störungen einen fließenden Übergang von gesund über krank bis hin zu solchen Extremfällen.

bearbeitet von Gast

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vor einer Stunde, spirou schrieb:

Mir scheint es nämlich auch, dass „Bipolar“ zu sein, im Trend liegt.

Ich weiß was du meinst, ich denke das jeder Mensch diese Muster in sich trägt und das der Unterschied nur darin liegt, wie erfolgreich wir alle damit umgehen. Seitdem ich mich damit beschäftigt habe sehe ich das überall, bei total vielen Leuten. Das ist ja auch der Grund für den Thread.

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vor 16 Stunden, Sam Stage schrieb:
vor 17 Stunden, spirou schrieb:

Mir scheint es nämlich auch, dass „Bipolar“ zu sein, im Trend liegt.

Ich weiß was du meinst, ich denke das jeder Mensch diese Muster in sich trägt und das der Unterschied nur darin liegt, wie erfolgreich wir alle damit umgehen. Seitdem ich mich damit beschäftigt habe sehe ich das überall, bei total vielen Leuten.

Bipolare Erkrankung / Bipolare Störungen: "Man schätzt, dass etwa 1 bis 3 % der Bevölkerung betroffen sind. Frauen und Männer erkranken jeweils gleich häufig." Quelle:

https://www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org/psychiatrie-psychosomatik-psychotherapie/erkrankungen/bipolare-erkrankungen/was-ist-eine-bipolare-erkrankung/

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Achte mal selber drauf, dann wirst du es vielleicht auch sehen.

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Ich tippe da ehrlich gesagt auf den selben Effekt, der auch werdende Eltern immer mehr Schwangere sehen lässt als vor der eigenen Schwangerschaft... Eine Freundin von mir hat Lipödem, die sieht das inzwischen überall, viel auch bei Frauen, die davon selbst noch nichts wissen. Meine beruflichen Steckenpferde sind Autismus und Traumaspätfolgen, die sehe ich dafür super häufig - jeder schafft sich selbst die Filter, mit denen er seine Welt wahrnimmt, und sollte das in die Überlegung mit einbeziehen. 

Darüber hinaus gibt's für in etwa JEDE psychische Störung noch mehrere Differentialdiagnosen, sprich Sachen, die sehr ähnliche Symptome verursachen, aber ne ganz andere Ursache haben. Auch das darf man nicht außer Acht lassen. 

Was ich dir damit letztlich mitgeben will ist Folgendes: Auch ich hatte bei deinen Texten nie den Eindruck, du würdest an einer psychischen Störung leiden. Mag sein, dass man hier ja immer nur Teilaspekte mitbekommt, aber wenns doch der Fall ist, dann kannst du zumindest sehr "normal wirken", was auch eine Ressource ist. Ich denke, wenn du einen Leidensdruck hast, und den Verdacht, dass was nicht stimmt, dann solltest du das auf jeden Fall ernst nehmen - aber dann wende dich bitte (falls noch nicht geschehen) an einem Facharzt. Zur Diagnosestellung zu bevorzugen ist eine enge Betreuung durch den Arzt oder besser gleich ein stationärer Aufenthalt über mehrere Wochen bis Monate. Einfach um genug Informationen zu haben, um überhaupt ein vollständiges Bild der Symptomatik zu bekommen. 

Was du bitte UNTERLASSEN solltest, ist in einer küchenpsychologischen Selbstdiagnose etwas finden, womit du dich ab jetzt identifizierst. Das hilft dann nämlich nicht, sondern ist als selbsterfüllende Prophezeiung etwas, was dich nur runterzieht. Da sind wir dann ganz schnell bei "so bin ich halt", und du wirst wissen, dass das als Mindset einfach Gift für jede Entwicklung ist. 

 

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@Sam Stage

Ich kenne dich ja jetzt eine gewisse Weile (auch persönlich) und vielleicht hilft dir ja meine Beobachtung von außen.
Mir fiel zum einen auf, wie selten ich dich lächeln sehe. Oftmals doch ein eher ernster Gesichtsausdruck.
Außerdem scheinst du ein Mensch zu sein, der oft alleine/zurückgezogen lebt.

Vor allem aber frage ich mich oft, wieso du gewissen Vermutungen und Annahmen nicht wirklich und konsequent auf den Grund gehst?
Es ist nämlich schon mal super, dass du dir gewisse Dinge schon mal im Ansatz bewusst machst. Aber schon mal einen Hausarzt oder irgendeinen Psychologen aufgesucht?
Ich glaube da sträubst du dich immer wieder gegen.
Schade, denn nichts ist erfüllender und stellt mehr zufrieden, als Klarheit und Verbesserungen in einer bestimmten Sache reinzubekommen.
UNTERNIMM was!

Außerdem zur Bipolarität: Sei vorsichtig mit so spontanen Diagnosen. Kenne da so einige, die sich gern und schnell mal auf einen Zug schmeißen und dann eine Zeit lang mitfahren.
Zudem zeichnen dieses Krankheitsbild extreme Stimmungsschwankungen aus. Hast du etwa Tage, wo du total depressiv zu Hause sitzt und nichts und niemanden sehen willst?
Aber auch ich muss mit dieser Betrachtung nicht ganz richtig liegen, da kenne ich mich mit dem Thema hier nicht so gut aus.
Prüf daher die ganze Situation einfach mal ordentlich und arbeite dich da auch mal durch!

Auch ich habe so meine persönlichen Baustellen erfolgreich angehen können.

bearbeitet von Selfman
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Am 30.8.2020 um 10:03 , Nahilaa schrieb:

Ich tippe da ehrlich gesagt auf den selben Effekt, der auch werdende Eltern immer mehr Schwangere sehen lässt als vor der eigenen Schwangerschaft... 

Das ist sicher der Fall ;)

Am 30.8.2020 um 10:03 , Nahilaa schrieb:

Auch ich hatte bei deinen Texten nie den Eindruck, du würdest an einer psychischen Störung leiden. Mag sein, dass man hier ja immer nur Teilaspekte mitbekommt, aber wenns doch der Fall ist, dann kannst du zumindest sehr "normal wirken", was auch eine Ressource ist.

Ich kann mich selber eigentlich gut stabil halten. Was nicht passieren darf ist zu großer Druck von Außen. Durch meine Selbstständigkeit kann ich das in der Regel auch gut steuern. Problematisch sind nur Beziehungen die ihren Zenit überschritten haben und wo die Fronten verhärtet sind. Da ziehe ich sehr schnell die Reißleine um mir mein gewohntes Umfeld wieder herzustellen, indem ich gut funktioniere. Das ist schon immer so und damit kann ich gut leben. 

Am 30.8.2020 um 10:03 , Nahilaa schrieb:

Ich denke, wenn du einen Leidensdruck hast, und den Verdacht, dass was nicht stimmt, dann solltest du das auf jeden Fall ernst nehmen - aber dann wende dich bitte (falls noch nicht geschehen) an einem Facharzt.

Einen Leidensdruck habe ich nicht, außer das ich jede Nacht in der zweiten Nachthälfte wach liege und Grübele. Daran habe ich mich mittlerweile aber so gewöhnt das ich es fast schon genieße die Gedanken schweifen zu lassen. 

Am 30.8.2020 um 10:03 , Nahilaa schrieb:

Zur Diagnosestellung zu bevorzugen ist eine enge Betreuung durch den Arzt oder besser gleich ein stationärer Aufenthalt über mehrere Wochen bis Monate. Einfach um genug Informationen zu haben, um überhaupt ein vollständiges Bild der Symptomatik zu bekommen.

Hier muss ich sagen das ich unserem Krankheitssystem nicht genug vertraue. Mir geht es bis auf die Schlafstörungen gut. Solange ich nicht in einem zu engen Korsett stecke oder zuviel Druck von Außen bekomme, bin ich gut funktional und glücklich. Die Risiken die bei einer falschen Medikamentengabe eintreten können, werde ich erst auf mich nehmen wenn es deutlich schlimmer wird. 

Am 30.8.2020 um 10:03 , Nahilaa schrieb:

Was du bitte UNTERLASSEN solltest, ist in einer küchenpsychologischen Selbstdiagnose etwas finden, womit du dich ab jetzt identifizierst. Das hilft dann nämlich nicht, sondern ist als selbsterfüllende Prophezeiung etwas, was dich nur runterzieht. Da sind wir dann ganz schnell bei "so bin ich halt", und du wirst wissen, dass das als Mindset einfach Gift für jede Entwicklung ist. 

Ja dazu neige ich leider und es hat mich auch runtergezogen als ich die Übereinstimmungen festgestellt habe. Aber ich bin da ein Stehaufmännchen und kann es handlen.

Glückwunsch zum AM-Status, haste absolut verdient 👍

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vor 4 Stunden, Selfman schrieb:

@Sam Stage

Ich kenne dich ja jetzt eine gewisse Weile (auch persönlich) und vielleicht hilft dir ja meine Beobachtung von außen.
Mir fiel zum einen auf, wie selten ich dich lächeln sehe. Oftmals doch ein eher ernster Gesichtsausdruck.
Außerdem scheinst du ein Mensch zu sein, der oft alleine/zurückgezogen lebt.

Ja wurde mir schon häufiger gesagt. Bin sehr mit mir selbst beschäftigt und zeige das dann auch. D.h. aber nicht das ich keinen Spaß habe.

Zitat

Vor allem aber frage ich mich oft, wieso du gewissen Vermutungen und Annahmen nicht wirklich und konsequent auf den Grund gehst?
Es ist nämlich schon mal super, dass du dir gewisse Dinge schon mal im Ansatz bewusst machst. Aber schon mal einen Hausarzt oder irgendeinen Psychologen aufgesucht?
Ich glaube da sträubst du dich immer wieder gegen.
Schade, denn nichts ist erfüllender und stellt mehr zufrieden, als Klarheit und Verbesserungen in einer bestimmten Sache reinzubekommen.
UNTERNIMM was!

Warum? Ich habe keinen Leidensdruck und was ich mir angelesen habe, erklärt in vielen Bereichen warum ich bin wie ich bin. Mehr brauche ich derzeit nicht zu wissen. Wenn es zu Psychosen kommt oder ich anfange meine Altersersparnisse im großen Stil zu verschenken, werde ich etwas unternehmen. 

Zitat

Zudem zeichnen dieses Krankheitsbild extreme Stimmungsschwankungen aus. Hast du etwa Tage, wo du total depressiv zu Hause sitzt und nichts und niemanden sehen willst?

Ich würde mir selber "nur" eine Hypomanie bescheinigen. Und nein ich sitze nicht tagelang zuhause und hab angst das mir der Himmel auf den Kopf fällt.
Sind eher so Dinge wie z.b. übermäßige Forumsaufenthalte die ich im Auge behalten muss - Hüstl...

bearbeitet von Sam Stage

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vor 6 Stunden, Sam Stage schrieb:

Das ist sicher der Fall 😉

Ich kann mich selber eigentlich gut stabil halten. Was nicht passieren darf ist zu großer Druck von Außen. Durch meine Selbstständigkeit kann ich das in der Regel auch gut steuern. Problematisch sind nur Beziehungen die ihren Zenit überschritten haben und wo die Fronten verhärtet sind. Da ziehe ich sehr schnell die Reißleine um mir mein gewohntes Umfeld wieder herzustellen, indem ich gut funktioniere. Das ist schon immer so und damit kann ich gut leben. 

Einen Leidensdruck habe ich nicht, außer das ich jede Nacht in der zweiten Nachthälfte wach liege und Grübele. Daran habe ich mich mittlerweile aber so gewöhnt das ich es fast schon genieße die Gedanken schweifen zu lassen. 

Hier muss ich sagen das ich unserem Krankheitssystem nicht genug vertraue. Mir geht es bis auf die Schlafstörungen gut. Solange ich nicht in einem zu engen Korsett stecke oder zuviel Druck von Außen bekomme, bin ich gut funktional und glücklich. Die Risiken die bei einer falschen Medikamentengabe eintreten können, werde ich erst auf mich nehmen wenn es deutlich schlimmer wird. 

Ja dazu neige ich leider und es hat mich auch runtergezogen als ich die Übereinstimmungen festgestellt habe. Aber ich bin da ein Stehaufmännchen und kann es handlen.

Glückwunsch zum AM-Status, haste absolut verdient 👍

Ich hab mal den ganzen Beitrag zitiert, der Einfachheit halber. Das liest sich nämlich (was sich mit meinem bisherigen Eindruck gut deckt), als wenn du deine Stärken und Schwächen sehr gut kennst, und da gut für dich sorgen kannst. Mit Druck und/oder dysfunktionalen Beziehungen so umzugehen, ist zb eher eine gesunde Reaktion als was anderes. Auch der Rest, den du da beschriebst, klingt relativ gesund - nicht immer sorglos, und nicht vollkommen problemlos, aber halt auch weit weit von einer psychischen Störung entfernt... 

Sieh es mal anders: Jeder von uns hat körperlich auch so seine Grenzen. Der Eine hat schiefe Füße und braucht gutes Schuhwerk, der andere ist schnell außer Atem oder bekommt leicht Sodbrennen. Trotzdem würde man, wenn man solche Eigenschaften hat, es einem aber sonst gut geht, auf die entsprechende Frage wohl antworten, dass man derzeit gesund ist. So ist es mit der Psyche auch. Wir haben alle unsere individuellen Handicaps und breaking points, aber solange wir es schaffen, ein gewisses Gleichgewicht zu erhalten, gelten wir als gesund... Was genau gesund und was krank ist, darüber gibt's ganze philosophische Abhandlungen, du könntest dir zb mal das Konzept der Salutogenese anschauen, die Gesundheit/Krankheit als Kontinuum mit fließenden Übergängen sieht. Übrigens würde eine Diagnosestellung noch lange nicht bedeuten, dass du auch Medikamente bekommst - ohne Leidensdruck brauchst du die nämlich nicht, und wenn du sagst, dir geht's gut, dann wird dir auch keiner welche verschreiben wollen, ziemlich egal, wie die Diagnose nu aussähe.

Ich denke also, du solltest weiten Abstand von deiner Selbstdiagnose nehmen. Weil, ganz platt formuliert, solange dich im Alltag nix stört, hast du wahrscheinlich auch keine psychische Störung... Und deine Beschreibung klingt vor allem nicht so, als würdest du sehr zu Extremen tendieren. Schon unterschiedliche Stimmungen oder Eindrücke von dir, aber noch in einem Rahmen, der jetzt nicht ausufert. In gewissem Maße ist sowas übrigens vollkommen normal - wenn du dich dafür interessierst, lies dich mal Richtung Egostates ein (und bedenke dabei bitte, JEDER gesunde Mensch hat Egostates. Nur weils das auch als Therapieansatz gibt, ist es noch lange nicht pathologisch ;-)

Was deine Schlafstörungen angeht, kann das übrigens auch schlicht ein Problem an und für sich sein. Guter Schlaf hat auch viel mit Gewohnheit zu tun, und wenn eine Weile durch Stress oder eine ungünstige Umgebung Durchschlafen nicht so läuft, gewöhnt sich der Körper schnell dran, mit dem Schlaf komische Sachen zu machen, und eine Schlafstörung verfestigt sich. Das heißt, das kann Begleitsymptom einer Störung sein, muss es aber nicht. Auch da würde ich sagen: Wenn du drunter leidest, geh zum Arzt, und schau da, ob man was machen kann. Wenn nicht, ist es doch gewissermaßen noch gesund... 

Danke übrigens für die Blumen. Ist ja schon eine Weile her, ich gebe mir Mühe, keinen totalen Müll zu schreiben ;-)

bearbeitet von Nahilaa
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vor 6 Stunden, Sam Stage schrieb:

Warum? Ich habe keinen Leidensdruck und was ich mir angelesen habe, erklärt in vielen Bereichen warum ich bin wie ich bin. Mehr brauche ich derzeit nicht zu wissen. Wenn es zu Psychosen kommt oder ich anfange meine Altersersparnisse im großen Stil zu verschenken, werde ich etwas unternehmen. 

Im Ernst?

Du tust erst dann was für dich, wenn die Katastrophe dann schon im Gange ist?

Es geht auch nicht in dem Sinne darum, dich zu ändern, sondern damit gut zu leben. Und dahingehend könntest du sicher einige Versuche anstellen, die sich lohnen könnten. Zumindest mal richtig verstehen, was bei dir abgeht und wie du damit am besten zu leben hast.

Deine Worte lesen sich sehr nach "naja scheiss drauf, finde mich damit ab". Mehr nicht.

Übrigens, der "Leidensdruck" steckt schon allein in der Initiative dieses Threads und deinen "übermäßigen Forumsaufenthalte".

bearbeitet von Selfman

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vor 2 Stunden, Selfman schrieb:

Du tust erst dann was für dich, wenn die Katastrophe dann schon im Gange ist?

Es gibt Dinge die kommen mit dem Alter und die kann man nicht beeinflussen. Meinen Herzfehler bspw., der irgendwann eine schwere OP nötig macht, den kann ich nicht umgehen. Also finde ich mich lieber damit ab. Fühlt sich shice an, ist aber nunmal so.

Es ist nicht so das ich mir egal bin, aber solche Dinge muss man einfach hinnehmen und hoffen das das eigene Leben vorbei ist, bevor sie eintreten. Angst vor dem sterben habe ich nicht, Angst vor einem Leben mit starken Einschränkungen hingegen schon.

@Nahilaa danke auch für deinen Text

bearbeitet von Sam Stage

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Interessanter Beitrag.

Viele Menschen leben in einem Rhythmus ihrer Gefühlslagen, die sich in der finanziellen, körperlichen und geistigen Verfassung zeigen. Aber auch in der Sauberkeit der Wohnung.

Bei vielen schwankt es immer zwischen zwei bestimmten Punkten in den Hoch- und Tiefphasen. Wie viele davon bipolar gestört sind, keine Ahnung. Aber es ist ein weit verbreitetes Phänomen.

Ich kann das tatsächlich an meinem Konto messen. 

Bei mir als Student war das vor kurzem noch so: das Geld wanderte unter eine bestimmte Summe auf meinem Konto (500€ bei mir) und dann wusste ich, ich muss jetzt Gas geben. Wenn ich so wenig Geld auf dem Konto hatte, hab ich mich meistens davor schleifen lassen, mir ging es psychsich weniger gut und hatte downphasen, habe ungesünder gegessen und meine Wohnung war auch nicht besonders sauber und aufgeräumt. Wenn ich dann anfing, durch diesen "Schock" wieder das alles in Angriff zu nehmen, stieg meine Kontosumme in den nächsten Wochen wieder auf 2000€, meine Wohnung war aufgeräumt und ich aß gesünder. Als ich dann wieder meinen imaginären "Wohlfühlgipfel" erreicht hatte, lies ich alles wieder schleifen und dementsprechend sank auch wieder meine Gefühlslage, die sich dann am Ende bei 500€ auf dem Konto auf einer Art Tiefstand befand. Das ging jahrelang mit unterschiedlichen Hoch- und Tiefpunkten so.

Als ich diese Muster dann erkannt hatte, konnte ich endlich was dagegen tun, davor war ich dem ganzen scheinbar hilflos ausgeliefert. Ein erster Ansatz war die Untergrenze für meine Summe auf dem Konto auf 1000€ anzuheben. Seitdem hab ich immer mehr Geld und auch meine höchste Summe auf dem Konto war vor kurzem 5-stellig. Das System habe ich nicht selbst entdeckt, sondern von einem Unternehmer gelernt. Seitdem habe ich auch ein einfaches System entwickelt, meine Wohnung in einem super Zustand zu halten und auch gesünder zu essen. Führe ich jetzt aber nicht hier ausführlich auf. Mein Tipp ist: Lest das Buch "die Macht der Gewohnheit" von Charles Duhigg.

Sobald ich merke, ich neige dazu, mehr Geld auszugeben, ungesünder zu essen, meine Wohnung zu vernachlässigen, etc, halte ich inne und schreibe mir meine Gedanken auf einem Papier auf. So gewinne ich Struktur im Kopf. Ich reflektiere, wie es zurzeit läuft und wie mein Kontostand aussieht, und dann weiß ich meist sofort, was zutun ist. Oft merke ich dann, dass ich schon tiefer vom "Wohlfühlgipfel" gerutscht bin, als ich das gedacht hab. Und dann kann ich was dagegen tun. Ob das jetzt bipolare Anzeichen bei mir sind, weiß ich nicht. Meine Hochphasen sind nicht so stark, wie du @Sam Stage das schilderst oder die Frau in dem Video von @spirou das beschreibt.

Die meisten psychischen Erkrankungen sind weiter verbreitet, als das angenommen wird. Zumindest kommt es mir im Alltag so vor.

bearbeitet von Kalter Kakao
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Sich selbst eine Persönlichkeitsstörung attestieren zu wollen, ist wohl Ausdruck des Bedürfnisses „alles strukturieren und einordnen“ zu wollen - sprich eine Erklärung zu haben. So ist der menschliche Verstand eben aufgebaut. 
 

Allerdings sind Persönlichkeitsstörungen schon ein anderes Kaliber - diese Menschen sind nicht wirklich lebensfähig. 
 

Menschen sind aber auch kein Schwarz Weiß Schauspiel. Es gibt viele Grautöne. So kann eine Person durchaus Merkmale oder Tendenzen einer Persönlichkeitsstörung aufweisen, ohne alle notwendigen Merkmale zu erfüllen - im diagnostischen Sinne. 

Ups and Downs = Lust-Unlust-Prinzip = Hedonistisch. 
 

Ist für die meisten Menschen ein ziemlich relevantes Thema, würde ich behaupten. Da die wenigsten nach Werten und Prinzipien leben, sondern kurzfristigen Bedürfnissen nachjagen, finden sie auch keine langfristige Zufriedenheit und Stabilität - Fähnchen im Wind halt. 
 

Eine Ursache wird halt sein, dass viele den Unterschied zwischen Glück und Zufriedenheit nicht kennen bzw. beides gleichsetzen. 
 

Nur ist Glück ein Hochgefühl, was nicht dauerhaft im Leben (fest)gehalten werden kann. Und nach jedem Hoch folgt bekanntlich ein Tief - das ist ein Naturgesetz. 
 

Wie eine Welle, die sich aufbaut und an ihrem Höhepunkt brechen wird 😉 

Zufriedenheit dagegen, ist etwas „leiser“, da nicht von äußeren Umständen abhängig und daher konstanter. 
 

Zufriedenheit bezieht man im Wesentlichen aus seinen Werten und Idealen. Danach zu handeln und streben, erfüllt einen sehr (Selbstentfaltung). Auch wenn du in deinen Bedürfnissen kurzfristig „frustriert“ wirst, sich Wünsche nicht erfüllen, so erlebst du eine innere Fülle und Sinnhaftigkeit. Was ein unschlagbares Gefühl ist 😉 

Aber wie gesagt: die meisten Menschen rennen dem kurzfristigen Kick hinterher ( Konsumgesellschaft) und machen sich zum Spielball ihrer Bedürfnisse. 

Daher kann durchaus der Eindruck entstehen, dass sich auf dieser Plattform viele „Bipolare“ Menschen tummeln. 

bearbeitet von annamaria27

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