Schreibe mein Arbeitszeugnis selbst - Zusammenfassende Leistungsbeurteilung

17 Beiträge in diesem Thema

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Hi Leute.

Ich bin froh mein Arbeitszeugnis selbst schreiben zu dürfen. Seit ca. 1 Woche sitze ich daran. Was für eine Arbeit ... natürlich mit Lektüre, alleine wird das nichts, bin kein Personaler.

Ich gehe selbstverständlich taktisch an die Sache und gebe mir nicht nur die Note sehr gut bei jeder einzelnen Leistungsbeurteilung. Auch würze ich zwischendurch die Textbausteine mit Details aus dem Arbeitsalltag.

Am liebsten möchte ich mir natürlich in der zusammenfassenden Leistungsbeurteilung ein sehr gut geben. Habe jetzt aber mal geschaut, was ich mir bei den Einzelleistungen gegeben habe: 4 mal ein gut und 2 mal ein sehr gut. Ergibt einen Notenschnitt von 1,6 und normalerweise in der zusammenfassenden Beurteilung ein "Gut". Wäre es unverhältnismäßig mir hier ein sehr gut zu geben? Sollte ich dafür lieber bei einer der Einzelbeurteilungen ein gut ins sehr gut umwandeln? Oder wäre das schon "zuviel des (sehr)guten" 😁 also unglaubwürdig?

Was sagen erfahrene/Personaler unter euch?

bearbeitet von MitPep

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Es ist nicht deine Frage, die ich dir beantworte. Aber ich kann dir nur dringend den Rat geben: lass es. Man sieht sofort, wenn ein Zeugnis selbst geschrieben ist. Wenn du nicht wirklich Erfahrung darin hast, wird es künftig jeder merken. Wenn es gar nicht anders geht, dann beschaffe dir von Profis geschriebene Zeugnisse von Freunden oder Arbeitskollegen und schreibe die auf dich um. Die Benotung ist meines Erachtens zweitrangig. Wenn die Formulierungen misstrauisch machen, achtet niemand mehr auf die Noten.

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vor 12 Stunden, Fastlane schrieb:

Man sieht sofort, wenn ein Zeugnis selbst geschrieben ist.

Hängt von der Firmengröße ab. Hab gerade ein Amateurzeugnis von ner <10 Bude bekommen, obwohl der Typ seit Jahren selbst-personalt.

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Das denke ich auch. Trotzdem werde ich nichts dem Zufall überlassen. Auf 2 Arbeitszeugnisse zum Vergleich warte ich noch.

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Gast botte

Kann man schon machen - hängt mit Einverständnis auch von der Komplexität der Tätigkeit ab. Die Sprache von Arbeitszeugnissen ist in D so stark standardisiert, dass man da durchaus nach Baukastenprinzip eine eigene Vorlage erstellen kann. Wenn Du Dich schwer tust, dann schau aber mal, ob Du es von ein oder zwei Leuten gegenlesen lässt, die schriftsprachlich gut drauf sind. Und lass mal die Rechtschreibprüfung drüber laufen. Sollte selbstverständlich sein, aber man bekommt da immer wieder tolle Dinge zu lesen....

Was die Gesamtbeurteilung betrifft, darfst Du Dich ruhig für die bessere Gesamtnote entscheiden, wenn's nach den Teilnoten auf der Kippe steht. Unterschreiben wird's schliesslich Dein Noch-Chef. Aber die Gesamtbeurteilung sollte halbwegs schlüssig aus den einzelnen Aspekten hervor gehen.

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@botte

Ich habe jetzt 2 Zeugnisse von Kollegen zum Vergleich, verschiedene Berufe. Die sind absolut standardisiert, wie aus nem Baukasten. Kein bisschen Detailangabe. Schon fast erschreckend, wenn ich hier und da mal in meiner jetzigen Ausfertigung etwas Beruf spezifisches habe einfließen lassen. Da bekomme ich das Gefühl, ich könnte dadurch auffallen. Da frage ich mich schon eher, ob ich den Standard nehmen soll

Vorab schon mal danke für den input von allen.

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Gast botte
vor 1 Minute, MitPep schrieb:

@botte Ich habe jetzt 2 Zeugnisse von Kollegen zum Vergleich, verschiedene Berufe. Die sind absolut standardisiert, wie aus nem Baukasten. Kein bisschen Detailangabe. Schon fast erschreckend, wenn ich hier und da mal in meiner jetzigen Ausfertigung etwas Beruf spezifisches habe einfließen lassen. Da bekomme ich das Gefühl, ich könnte dadurch auffallen. Da frage ich mich schon eher, ob ich den Standard nehmen soll

...also vor allem der Abschnitt "Benotungen" ist in D sehr hoch standardisiert. Das kannst Du Dir per Baukasten zusammen setzen. Wo Du mehr Spielraum hast: bei der Beschreibung Deienr Tätigkeiten, die der Benotungssektion meist voran gestellt ist. Da kann es für zukünftige Zwecke schon in Deinem Sinne sein, wenn Du da positiv formulierst und darauf achtest, dass technische 'Key Skills' sich im Zeugnis widerspiegeln. Bitte den Teil auf gar keinen Fall vernachlässigen! 

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vor 8 Minuten, botte schrieb:

...also vor allem der Abschnitt "Benotungen" ist in D sehr hoch standardisiert. Das kannst Du Dir per Baukasten zusammen setzen. Wo Du mehr Spielraum hast: bei der Beschreibung Deienr Tätigkeiten, die der Benotungssektion meist voran gestellt ist. Da kann es für zukünftige Zwecke schon in Deinem Sinne sein, wenn Du da positiv formulierst und darauf achtest, dass technische 'Key Skills' sich im Zeugnis widerspiegeln. Bitte den Teil auf gar keinen Fall vernachlässigen! 

Du meinst also die stichpunktartige Auflistung nach der Einleitung? Diese habe ich auch detailierter Aufgeführt anstatt nur z.B. "Kontakt mit Kunden". Allerdings ohne Bewertung, weil ich meine mich zu erinnern, dass diese wertfrei sein soll.

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Gast botte
vor einer Stunde, MitPep schrieb:

 

Du meinst also die stichpunktartige Auflistung nach der Einleitung? Diese habe ich auch detailierter Aufgeführt anstatt nur z.B. "Kontakt mit Kunden". Allerdings ohne Bewertung, weil ich meine mich zu erinnern, dass diese wertfrei sein soll.

Ja, genau die. Macht halt'n unterschied, ob da "Kontakt mit Kunden" steht oder "telefonische Beratung von Kunden im Pre-Sales-Bereich". Oder so. Also überleg Dir da gut, wer so ein Zeugnis vielleicht später mal lesen könnte.

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Klasse, vor allem Punkt b) gefällt mir.

Ich habe jetzt einen erfahreren Personaler, der sich das ganze anschaut.

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Kann man sich nicht mal angewöhnen, bei der Eingangsfrage und den Antworten darauf, aus welche Branche man kommt oder sich die Aussage bezieht?! Macht einen Unterschied ob du ein Arbeitszeugnis für einen Bauarbeiter oder Akademiker verfasst. Hat was von Äpfel und Birnen

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vor 23 Stunden, cooperx schrieb:

Kann man sich nicht mal angewöhnen, bei der Eingangsfrage und den Antworten darauf, aus welche Branche man kommt oder sich die Aussage bezieht?! Macht einen Unterschied ob du ein Arbeitszeugnis für einen Bauarbeiter oder Akademiker verfasst. Hat was von Äpfel und Birnen

Nicht wirklich; die Struktur und die Bewertung sieht ähnlich aus. Nur ist der Umfang ein anderer. Hab ich doch oben geschrieben. 

Habe Zeugnisse von für ungelernte Produktionsmitarbeiter sowie bis studierte Führungskräfte geschrieben.

Basis waren immer die Unterlagen aus den Personalbewertungen der Vorgesetzten der jeweiligen MA; je ausführlicher, desto besser für die Personalabteilung und das Zeugnis.

bearbeitet von LasseMaskrachen

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Naja aber gerade an der Diskussion hier merkt man doch, dass so ein Arbeitszeugnis nicht so wichtig sein kann wie alle tun. Na klar ein paar Sachen sollten zwingend drin stehen und es ist schlecht wenn andere drin stehen. Aber so Geheimcodes von wegen („Kunden, Vorgesetzte und Kollegen“ vs „Kunden, Kollegen und Vorgesetzten“ ), da kann ich mir nicht vorstellen, dass das von Bedeutung ist. Des Weiteren bewirbt man sich ja auch oft ohne aktuelles Arbeitzeugnis und kann nur das vom letzten Arbeitgeber vorzeigen. Man wird jedoch meisten nicht wegen der Stelle eingeladen, die man vor 4 Jahren bekleidet hat, sondern wegen der aktuellen. Von daher denk nicht über jeden Satz dreimal nach und wie er interpretiert werden könnte, sondern achte lieber drauf, dass alles was du in deinem Job an Tätigkeiten übernommen, hast drin steht.

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vor 36 Minuten, sugsug schrieb:

Naja aber gerade an der Diskussion hier merkt man doch, dass so ein Arbeitszeugnis nicht so wichtig sein kann wie alle tun. Na klar ein paar Sachen sollten zwingend drin stehen und es ist schlecht wenn andere drin stehen. Aber so Geheimcodes von wegen („Kunden, Vorgesetzte und Kollegen“ vs „Kunden, Kollegen und Vorgesetzten“ ), da kann ich mir nicht vorstellen, dass das von Bedeutung ist.

Klar ist es. Ist aber subjektiv für den Leser. Was ist, wenn der Mitarbeiter ein Choleriker ist? Oder Probleme mit Frauen als Vorgesetzte hat? Oder einfach ein keinen guten Umgangston mit Kunden oder Chefs pflegt? Sowas lässt sich in den Zeugnissen abbilden. Geht aber auch umgekehrt; habe mal einen Alkoholiker (mehrere Abmahnungen) ein viel besseres Zeugnis ausstellen müssen(!, Ansage vom Chef damals), da man dem Mitarbeiter die Zukunft nicht allzu dolle versauen wollte. Quasi, soll eine andere Firma das Problem haben.

Zeugnisse sind eine Art Warnung vor dem Mitarbeiter. Normalerweise geht man davon aus, der Bewerber ist neutral. Das Zeugnis ist halt der erste Filter. Das Gespräch der Zweite usw.

Zitat

da kann ich mir nicht vorstellen, dass das von Bedeutung ist

Jedenfalls spiegelt deine naive Vorstellung nicht die Realität wieder. Ich berichte aus der Praxis; war beim dt. Großkonzern aus Süddeutschland.

Oder lies dich hier mal dazu ein: https://karrierebibel.de/arbeitszeugnis-formulierungen-bewertung/ Es gibt Klagen und Gerichtsurteile, welche Forumlierungen zulässig sind und welche nicht! So wichtig sind diese!

 

Zitat

Des Weiteren bewirbt man sich ja auch oft ohne aktuelles Arbeitzeugnis und kann nur das vom letzten Arbeitgeber vorzeigen. Man wird jedoch meisten nicht wegen der Stelle eingeladen, die man vor 4 Jahren bekleidet hat, sondern wegen der aktuellen. Von daher denk nicht über jeden Satz dreimal nach und wie er interpretiert werden könnte, sondern achte lieber drauf, dass alles was du in deinem Job an Tätigkeiten übernommen, hast drin steht.

Und woher will der neue Arbeitgeber wissen, wie gut du die Aufgaben gemacht hast? Und wie gut du im Team gearbeitet hast? Warst du ein Überflieger, im Durchschnitt oder die Bremse? Hast du Frauen im Job schlecht behandelt? Warst du ein Sturkopf und hast nie fremde Ideen zugelassen? Hast du dich von Meinungen überfahren lassen, weil du kein Arsch in der Hose hast? Hast du geklaut? Hast du öfter Krank gemacht an Freitagen und Montagen? Schön zu wissen, was du gemacht hast. Aber der Arbeitgeber will wissen, wie du sonst so tickst. DAS sagt das Zeugnis (mehr oder weniger).

Ich empfehle, alle Jubeljahre ein Zwischenzeugnis von deinem Arbeitergeber anzufragen, weil:

a) Damit du weißt, wo du stehst! Du bekommst ein Feedback, schwarz auf weiß. Kannst es  dann jederzeit verbessern lassen und daran mitwirken.

b) Als Druckmittel; sobald jemand ein Zwischenzeugnis anfragt, werden Chefs hellhörig, ob da jemand nicht weg will. (Kann aber auch nach hinten losgehen).

UND

c) Immer wenn die Führungskraft wechselt! Mit dem alten Chef lief es Bombe 4 Jahre, mit dem Neuen dann 1 Jahr nicht mehr. Rate mal, wer dein Zeugnis /Beurteilung der letzten 5 Jahre erstellt. Im Normalfall der alte Chef jedenfalls nicht mehr! Und zack, Zukunft versaut.

Better safe than sorry. Zeugnisse sind wie die SCHUFA; im Gegensatz dazu aber löschen sich die negativen Einträge im Zeugnis nicht mehr! Es gibt sogar eine Frist, wie lange du eine Nachbesserung fordern darfst! Danach muss der AG gar nichts mehr. Ich würde das daher Thema nicht so auf die leichte Schulter nehmen.

bearbeitet von LasseMaskrachen
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Gast botte

+1 für @LasseMaskrachen. Als kleines add-on: bei wesentlichen Änderungen (Betriebsübergang und ähnliches, aber auch Wechsel des direkten Vorgesetzten) gibt‘s meines Wissens sogar nen Rechtanspruch auf ein qualifiziertes Zwischenzeugnis. Kann man in solchen Situationen auch mal als Verhandlungsmittel nutzen.

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Gast

@MitPep

Das Arbeitszeugnis ist eine so wichtige Sache, dass man das Thema extrem ernst nehmen sollte. Es entscheidet mit darüber, ob Du den guten Job bekommst oder nicht!
Dass Du hier selber rumpfuschst, zeigt, dass Du Prioritäten im Leben falsch setzt.

Wenn Du unbedingt rumpfuschen möchtest:
1. Nehme einen Zeugnisgenerator. Da stimmen schonmal die Struktur des Zeugnisses, und grundlegende Formulierungen.
2. Falls Du Dich beruflich verändern möchtest: Drehe die Formulierungen Deiner Tätigkeitsbeschreibung in die Richtung der von Dir in Zukunft angestrebten Tätigkeit.
 

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