Besteuerung Digital Nomad

29 Beiträge in diesem Thema

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Wirklich handfeste Aussagen gibt es doch nur vom Steuerberater. Habs letztens bei nem Youtuber gesehen, der sich auch viel informiert hat, sogar ein Coaching gebucht hat und vor Ort beim Steuerberater kam dann doch die kleine Ernüchterung. Kommt halt auf viele Faktoren an.

Aber lohnt sich das denn bei den genannten Summen? Auch die Ratschläge hier bezüglich internationaler Krankenversicherung hören sich wenig durchdacht an. Würde da schon intensiv drüber nachdenken, also hinsichtlich Krankheit, Alter etc.

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vor 15 Stunden, Frau S. schrieb:

Macht ja nichts wenn man keinen Wohnsitz mehr in DE hat und dementsprechend auch keine deutschen Behörden mehr benötigt.

Weiß nicht, was der dämliche Smiley unter deinem Post soll, denn du hast vollends Recht. 

Hast du hier keinen Wohnsitz, dann unterliegst du hier keiner Steuerpflicht. Es sei denn du betreibst ein Unternehmen, dessen Sitz/Geschäftsführung in Deutschland ist oder hast hier eben vermietete Immobilien hier. 

Und eine Postadresse begründet keinen Sitz. Also alles save.

Aufpassen sollte man eher, 

- , wenn man US Bürger ist

- , dass die Aufgabe des Wohnsitzes vollständig erfolgt. Also Abmeldung und auch keine Back-up Wohnung bei den Eltern mit deinen Sachen (Einlagern ist natürlich okay)

- , dass das Unternehmen hier nicht schon Erfolg hat und man dann ohne steuerliche Beratung wegzieht. Stichwort: Wegzugsbesteuerung (Bei Freelancern kein Thema)

- , dass die ausländischen Steuerbehörden nicht alle völlig gleichgültige Id*oten sind und man sich im Ausland zumindest mal informiert wie es vor Ort aussieht. Das ist natürlich von Land zu Land sehr unterschiedlich. 

 

Zu dem Fragesteller: 

In Spanien unterliegst du grundsätzlich der vollständigen Steuerpflicht. Dass du deine Blogeinnahmen mit einer estnischen Gesellschaft umgehen kannst, bezweifle ich stark. Das würde nur gehen, wenn du dort eine "Geschäftsführung" installieren würdest, was bei einem Blog wenig glaubwürdig ist. 

Dass dies für den ein oder anderen gut klappt, liegt IMO daran, dass die spanischen Behörden kaum auf deinen Blog stoßen werden, solange du ein zusätzliches ordentliches Einkommen vor Ort hast und keine Auszahlungen auf ein spanisches Konto tätigst. Das wäre trotz der sehr exakten Arbeit der dt. Behörden doch auch so, wenn einer mit einem südamerikanischen Blog hier her kommt und das Geld hieraus nie ein EU-Konto sieht. 

Hinterziehung wäre es trotzdem. 

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vor 21 Stunden, The-Rock schrieb:

Weiß nicht, was der dämliche Smiley unter deinem Post soll, denn du hast vollends Recht. 

Hast du hier keinen Wohnsitz, dann unterliegst du hier keiner Steuerpflicht. Es sei denn du betreibst ein Unternehmen, dessen Sitz/Geschäftsführung in Deutschland ist oder hast hier eben vermietete Immobilien hier. 

Und eine Postadresse begründet keinen Sitz. Also alles save.

Aufpassen sollte man eher, 

- , wenn man US Bürger ist

- , dass die Aufgabe des Wohnsitzes vollständig erfolgt. Also Abmeldung und auch keine Back-up Wohnung bei den Eltern mit deinen Sachen (Einlagern ist natürlich okay)

- , dass das Unternehmen hier nicht schon Erfolg hat und man dann ohne steuerliche Beratung wegzieht. Stichwort: Wegzugsbesteuerung (Bei Freelancern kein Thema)

- , dass die ausländischen Steuerbehörden nicht alle völlig gleichgültige Id*oten sind und man sich im Ausland zumindest mal informiert wie es vor Ort aussieht. Das ist natürlich von Land zu Land sehr unterschiedlich. 

 

Zu dem Fragesteller: 

In Spanien unterliegst du grundsätzlich der vollständigen Steuerpflicht. Dass du deine Blogeinnahmen mit einer estnischen Gesellschaft umgehen kannst, bezweifle ich stark. Das würde nur gehen, wenn du dort eine "Geschäftsführung" installieren würdest, was bei einem Blog wenig glaubwürdig ist. 

Dass dies für den ein oder anderen gut klappt, liegt IMO daran, dass die spanischen Behörden kaum auf deinen Blog stoßen werden, solange du ein zusätzliches ordentliches Einkommen vor Ort hast und keine Auszahlungen auf ein spanisches Konto tätigst. Das wäre trotz der sehr exakten Arbeit der dt. Behörden doch auch so, wenn einer mit einem südamerikanischen Blog hier her kommt und das Geld hieraus nie ein EU-Konto sieht. 

Hinterziehung wäre es trotzdem. 

Vielen Dank! Wie bereits erwaehnt, Firma wurde nie in Deutschland registriert und Abmeldung erfolgte schon vor knapp einem Jahr als ich berufsbedingt wieder nach Malaysia gegangen bin. 

Derzeit sieht es so aus, dass ich mich vermutlich nicht vollstaendig in Spanien niederlassen werde, sondern zwischen verschiedenen Laendern (Deutschland, Spanien, Portugal; falls Corona irgendwann mal im Griff ist auch Thailand sowie Suedamerika) pendeln werde, um die 183-Tage-Regelung zu umgehen. Damit sollte, zumindest laut Aussage einiger Freelancer die ich kontaktiert habe, alles in Butter sein. 

In Zukunft, sofern das Business denn irgendwann mal signifikant Geld abwirft und ich das Reisen satt habe, werde ich mich vermutlich irgendwo steuerlich niederlassen. 

bearbeitet von suchti.

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vor 2 Minuten, suchti. schrieb:

Vielen Dank! Wie bereits erwaehnt, Firma wurde nie in Deutschland registriert und Abmeldung erfolgte schon vor knapp einem Jahr als ich berufsbedingt wieder nach Malaysia gegangen bin. 

Derzeit sieht es so aus, dass ich mich vermutlich nicht vollstaendig in Spanien niederlassen werde, sondern zwischen verschiedenen Laendern (Deutschland, Spanien, Portugal; falls Corona irgendwann mal im Griff ist auch Thailand sowie Suedamerika) pendeln werde, um die 183-Tage-Regelung zu umgehen. Damit sollte, zumindest laut Aussage einiger Freelancer die ich kontaktiert habe, alles in Butter sein. 

In Zukunft, sofern das Business denn irgendwann mal signifikant Geld abwirft und ich das Reisen satt habe, werde ich mich vermutlich irgendwo steuerlich niederlassen. 

Das klingt bei deinem Ansatz und Setting her auch vernünftig. 

In der Zeit kannst du 6k netto ziehen. Das ist der Hammer!

Denk´ an die internationale Krankenversicherung und leg dir die eigentlich zu zahlenden Abgaben gedanklich zur Seite - am besten auf ein separates Konto. So kannst du in 3 Jahren 100k zur Seite legen.
Das kann hier niemand. 

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