Kontakt zum Kind abbrechen

291 Beiträge in diesem Thema

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Hey Leute,

ich poste das hier weil ich nicht weiß ob es ein Unterforum für diese Thematik gibt.

Ich mache mir seit über einem halben Jahr darüber Gedanken und ich weiß, viele von euch werden mich dafür verurteilen. 

Ich überlege den Kontakt zu meiner Ex und meiner Tochter (1J) komplett abzubrechen. Ich denke, ich kann ihr nicht der Vater sein den sie verdient hat. Außerdem will ich niemandem im Weg stehen. Ich möchte eigentlich nur das Beste für mein Kind und denke auch für meine Ex wäre diese Entscheidung gut, damit sie sich voll und ganz auf ihr Leben und das Leben unseres Kindes konzentrieren kann. Auch für eine neue Partnerschaft meiner Ex wäre es, in meinen Augen, die beste Lösung. Sie können planen und müssten auf mich keine Rücksicht mehr nehmen. Das Sorgerecht würde ich abtreten und würde auch einer Adoption durch den neuen Partner meiner Ex zustimmen. Halt das volle Programm. Ich liebe meine Tochter und möchte für sie nur das Beste. Ich denke, ich bin das nicht. 

Gibt es Männer in diesem Forum die damit Erfahrung haben? Ich würde mich freuen mit denen in Kontakt zu treten um sich auszutauschen.

Ich bin in Therapie, habe aber das Gefühl das mein Therapeut natürlich versucht mich dahingehend zu stärken ein verlässlicher Vater zu sein. Aus meiner Familie kann ich darüber mit niemandem reden. Deren Meinung könnt ihr euch vorstellen.

Ich bin hin- und hergerissen und benötige ernsthaften Erfahrungsaustausch, fernab von Verurteilungen oder Beschimpfungen, wenn irgendwie möglich. 

Vielen Dank und bleibt alle gesund! 

LG scoop

bearbeitet von scoop

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Vielen Dank für deine Antwort, @Noodle

Meine Ex und ich haben völlig unterschiedliche Ansichten von Erziehung. Ohne tiefer in Details zu gehen, ich führe nicht das Leben was ein Vater, in meinen Augen, führen sollte um ein stabiler Part im Leben eines Kindes zu sein. Außerdem machen mich die Auseinandersetzung mit meiner Ex mürbe. Sie rauben mir Energie, die ich an anderen Stellen besser einsetzen könnte und muss. 
Für eine Verstimmung hält dieser Gedanke, mMn, schon zu lange an. 
 

Die Konsequenz aus der Sache wäre ev. eine Identitätskrise meiner Tochter, richtig? Aber wäre das auch so wenn sie von mir gar nichts wüsste? 
 

Ich glaube @H54 hat ähnliches hinter sich. Kann auch sein das ich mich täusche...

bearbeitet von scoop

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vor 8 Minuten, hitschler schrieb:

einmal im monat kann man sich schon melden, wegen des kindes, oder?

Aber welche Qualität hat das? Ist dann der vollständige Kontaktabbruch nicht die bessere Variante? 

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Puh keine Ahnung, ist wsl auch nur ne Meinung aber ich find das ganze etwas mies. Du kannst dein Kind nicht einfach lassen, wenn du der Vater bist. 

Ne sorry, aber das muss man schon beim Zeugen einplanen. Finde zumindest ab und an was mit dem Kind zu machen sollte schon drinnen sein (es sei denn du bist Junkie, Dealer oder so in die Richtung). Kannst auch ein Biker oder Rockstar sein, dann bist halt für einen Nachmittag ein Vater, so what?  

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Gast
vor einer Stunde, scoop schrieb:

Ich überlege den Kontakt zu meiner Ex und meiner Tochter (1J) komplett abzubrechen.

Müssten Deine Kinder nicht schon viel älter sein? Du hattest doch schon mal so ne toxische Sache mit Kindern laufen. 

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Gast
vor 15 Minuten, scoop schrieb:

Aber welche Qualität hat das? Ist dann der vollständige Kontaktabbruch nicht die bessere Variante? 

naja, monatsinteresse vs. kein interesse. darfst da selbst abwägen.

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vor 14 Minuten, UnitedKingdom3 schrieb:

(es sei denn du bist Junkie, Dealer oder so in die Richtung). Kannst auch ein Biker oder Rockstar sein, dann bist halt für einen Nachmittag ein Vater, so what?

Ist das ausreichend um eine stabile, emotionale Person für das Kind zu sein? Ich weiß es nicht. Junkie oder Dealer bin ich nicht. 
 

vor 11 Minuten, noraja schrieb:

Müssten Deine Kinder nicht schon viel älter sein? Du hattest doch schon mal so ne toxische Sache mit Kindern laufen. 

Ich habe mehrer Kinder. Der Umgang mit den Partnerinnen ist dort aber weniger problematisch. Außerdem sind dort die Erziehungsmethoden auf Augenhöhe. 
 

vor 7 Minuten, hitschler schrieb:

naja, monatsinteresse vs. kein interesse. darfst da selbst abwägen.

Wenn deine Partnerin damit nicht einverstanden ist weil sie der Meinung ist, 50/50 oder gar nicht? Das lässt sich bei mir leider nicht vereinbaren. 
 

irgendwie käme der Nichtkontakt einer Bankrotterklärung gleich, oder? 

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Gerade eben, hitschler schrieb:

was heißt denn 50/50 in dem zusammenhang?

Wechselmodell 

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Gast

gut, das könnte ich auch nicht, verhüten sehr wohl, aber das ist wohl ein anderes thema...

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vor 9 Minuten, hitschler schrieb:

gut, das könnte ich auch nicht, verhüten sehr wohl, aber das ist wohl ein anderes thema...

Weißt du, es gibt Momente im Leben wo du brennst für deine Familie. Wo du denkst: Mit der Frau kriege ich das hin. Dann gibt es Dynamiken während einer Beziehung und alles geht krachen. So ist das Leben. Kennst du vielleicht. 
 

Ich versuche Orientierung zu finden, @hitschler

bearbeitet von scoop

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Gast
vor 22 Minuten, scoop schrieb:

irgendwie käme der Nichtkontakt einer Bankrotterklärung gleich, oder? 

Weiß nicht. Wenn es Dich psychisch stark belastet? 

Die Frage ist, wie viel bekommt ein Kind von 1 Jahre da überhaupt schon mit und kann eine Anspannung einer Situation nicht die zukünftige Basis für einen besseren Umgang sein? Bzw. eine Entspannung erstmal auf Deiner Seite? Nebenbei ist Dir schon bekannt, dass § 1684 BGB existiert. Nicht unbedingt als Nachteil. 

Aber es zeigt sich doch immer wieder, dass Eltern sich irgendwann ein bekommen, wenn sie keinen Bock mehr haben, sich zu zoffen. 

 

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vor 40 Minuten, scoop schrieb:

Außerdem sind dort die Erziehungsmethoden auf Augenhöhe. 

Das sind das denn für Erziehungsmethoden (die weniger auf Augenhöhe sind)?

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vor 1 Minute, Benutzernameundso schrieb:

Das sind das denn für Erziehungsmethoden (die weniger auf Augenhöhe sind)?

Ich glaube das tut nichts zur Sache. Aber Danke für deine Nachfrage. 

  • IM ERNST? 3

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Gerade eben, scoop schrieb:

Ich glaube das tut nichts zur Sache. Aber Danke für deine Nachfrage. 

Naja, für mich klingt das, als würde es dem Kind gut tun dich als Vater zu haben. 

Wenn es ausschlaggebende Gründe hat weshalb du kein Vater sein willst, habe kein schlechtes Gewissen. 

Aber für mich klingt das alles be like "würde den kleinen besser erziehen als seine "anderen" Eltern, aber mache es nicht weil ich denke ich wäre ein schlechterer Vater". 

Und dein Therapeut scheint vermutlich ja auch der Meinung zu sein, du könntest n guter Vater sein. 

Hab das Gefühl, du denkst bisschen schwarz weiß. Was spräche dagegen, den Kleinen alle 2 Wochen zu sehen? 

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Gast
vor 9 Stunden, scoop schrieb:

Ich habe mehrer Kinder. Der Umgang mit den Partnerinnen ist dort aber weniger problematisch. Außerdem sind dort die Erziehungsmethoden auf Augenhöhe.

Hier möchte ich nochmal einhaken und habe da ein paar Fragen dazu:
- Was ist denn bei dieser Partnerin genau anders?
- Warum klappt es denn mit deinen anderen Ex-Partnerinnen?
- Wie denken denn deine anderen Partnerinnen von dir, halten die dich für nicht fähig ein guter Vater zu sein und dich angemessen um die gemeinsamen Kinder zu kümmern?

bearbeitet von Gast

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Grundsätzlich sind Kinder ein Segen! Grundsätzlich hat auch jedes Kind eine Mutter und einen Vater verdient, grundsätzlich braucht auch jedes Kind seine Eltern.

Ich glaube nicht, dass es Dein Kind verdient hat, keinen Vater zu haben, nur weil du dich mit der Mutter nicht verstehst. Wenn du der Ansicht bist, dass die Mutter eures Kindes in der Erziehung einiges falsch oder anders macht, würde es für mich mehr Sinn machen, wenn du umso mehr versuchst, Dein Kind zu sehen und zu erziehen.

Dein Weg wäre es, ohne auch nur annähernd zu wissen, wer und was du bist, ein besserer Vater zu werden und ein Leben zu führen, dass es gewährleistet, ein guter Vater zu sein. Deine Therapie scheint schon mal ein guter Anfang zu sein. Falls du das Gefühl hast, Dein Therapeut will Dir etwas einreden, weil er findet, es gehört sich einfach, würde ich an Deiner Stelle den Therapeut wechseln. Auch rate ich Dir dringend, zu einem Psychologen zu gehen und Psychotherapie auszulassen. Psychologen haben ein abgeschlossenes Studium und gehen wissenschaftlich an die Sache heran, versuchen, zu ergründen, sie lassen diich selber Dinge erarbeiten; sie werden dir keine Ratschläge und Tipps geben, sie werden Dir helfen, Dich zurecht zu finden und Deine Probleme von Grund auf in den Griff zu bekommen. Psychotherapeuten benötigen (zumindest bei uns in Ö) keine akademische Ausbildung, so ziemlich jeder, der glaubt, er könne gut reden, kann das machen. Ich sage nicht, dass da keine guten Therapeuten dabei sind; ich glaube lediglich, dass richtige Hilfe ohne Schaden schneller von einer Psychologin/Psychologen kommen kann.

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Gast

@scoop triff die Entscheidung die du für richtig hälst, unabhängig vom Forum, von deiner Ex, von deinen oder ihren Eltern und unabhängig von all den gesellschaftlichen Konventionen die du auch hier vorgekotzt bekommst! Du musst gar nichts! 

Nur die wenigstens Menschen können überhaupt verstehen wie weit es kommen muss bis man den Kontakt zum eigenen Kind abbrechen möchte. Was viele dabei auch nicht verstehen ist, das es eben manchmal tatsächlich für das Kind das Beste ist wenn ein Elternteil nicht mehr am Start ist. Keine maximalen Streitereien die immer eskalieren etc. pp.,denn auch  das hat was mit Verantwortung dem Kind gegenüber zu tuen. Wird hier keiner verstehen der nicht in solch einer Situation war. Das ist alles nur hohles Gelaber.

Ich kann nach knapp acht Jahren ohne Kontakt zu meinem Sohn sagen: Ihm geht es gut und ich bereue meine Entscheidung nicht. Ich bekomme über drei Ecken mit was vor Ort abgeht und weiß das es auch heute noch keinen Weg zurück gibt weil die Ansichten sich so extrem unterscheiden. 

All das was da in der Zukunft kommt, kannst du eh nicht beeinflussen, außer das du offen bist und deiner Tochter, wenn Sie irgend wann Kontakt zu dir will, deine Seite der Geschichte erzählst. Was Sie dann daraus macht ist kannst du auch nicht beeinflussen. 

@Lafar stark sein bedeutet auch richtig unangenehme Entscheidungen treffen zu können. Stark sein bedeutet nicht alles aushalten zu müssen, so das die Lebensqualität dann darunter leidet.

bearbeitet von Gast

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Gast
vor 5 Minuten, Omnomnom schrieb:

Alter, das ist keine "richtig unangenehme Entscheidung". "Lebensqualität"???? - völlig lächerlich und Lichtjahre an der Thematik vorbeigeschossen.

Stark sein bedeutet, für seine Taten Verantwortung zu übernehmen. In diesem Fall geht es soweit, dass alle eigenen Bedürfnisse hintangestellt werden und man mit allen möglichen Mitteln für sein Kind da ist. Außer es gibt ein wissenschaftliches Attest, das Gegenteiliges behauptet.

 

Du hast Null Ahnung wovon du sprichst, du gibst hier nur dein Weltbild wieder ohne selbst so eine Situation durch gemacht zu haben.

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