Perfektionismus als Ausdruck von Unsicherheiten & Auswirkung auf Beziehung

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Alter: 26 und 25

Dauer der Beziehung: Frisch seit gestern (Kennenlernphase: 3 Monate, läuft was seit 2).

Besonderheiten: Nachbarn; meine erste LTR vs. sie hatte mehrere & auch längere

Vorgeschichte: Hauptproblem in der Beziehung sind Schwierigkeiten beim Sex aufgrund von meiner Unerfahrenheit & dadurch Kopffick trotz viel Leidenschaft & nur positivem Ansatz ihrerseits. Ausführlicher zum Ablauf dabei schon dieser Thread:

Beschreibung meines Problems:

 

Sie kann mir zum Sex noch so oft sagen, dass sie da optimistisch ist, das mit der Zeit schon laufen wird & ich sie heiß mache. Ich analysiere immer wieder und kriege kein Vertrauen in die Situation. Freue mich gar nicht auf das nächste Mal, (Dabei hat sie öfter Sex vorgschlagen), obwohl es ja immer wieder super leidenschaftlich ist, so dass ich mich kaum halten kann & sie immer will. Ich denke auch Dinge wie: Sie hat vllt keine Alternativen? Und warum verabredet sie sich mit einem Typen am Wochenende und erzählt mir jetzt davon (habe locker reagiert), er sei aber wirklich nur ein Freund. Sie sucht welche? Spricht aber gleichzeitig gemeinsamen Urlaub & Familie kennenlernen schon an?

Ich kriege innerlich Probleme, einfach eine lockere Zeit mit ihr zu verbringen, ohne direkt auf’s wild Küssen und Ausziehen zu lenken – im Park danach musste ich mir z.B. Mühe geben bzgl. Quatschen, oft überlegen, ob ich jetzt Stille überwinden sollte. Das automatische Necken, charismatisch sein blieb überwiegend aus.

Ich kann mich nicht mehr abgrenzen, denke nur an sie. Ich kann nicht akzeptieren, dass sie gerne bei mir ist, obwohl es im Bett nur mäßig läuft (sehr leidenschaftlich bis zur Penetration, aber da vergeige ich halt aufgrund von Kopffick). Ich schreibe ausführliche Posts hier und suche nach Rezepten, statt loszulassen. Ich schreibe mir „Mantras“ auf, dass ich Fehler machen darf. Führe mir Sätze von ihr vor Augen aus denen sich ergibt, dass sie scharf auf mich ist, meditiere, verabrede mich mit Freunden und flirte mit anderen Frauen (mehr interessiert mich aber schon nicht mehr). Meine erste LTR und sie hat schon viel Erfahrung, sagt trotzdem niemand sei so wie ich gewesen. Warum pusht mich das nicht? Lade es auch auf mich, z.B. das alles mein Fehler sei & es meine Pflicht ist, ihr das beste Erlebnis zu schenken. Verlustangst vorhanden, v.a. bzgl. nächsten Wochen, wenn zu allem sonstigen überwältigend positiven nicht auch entsprechend super Sex dazu kommt.

Die Frage für mich lautet:

Wie am allgemeinen Problem ansetzen? Neige generell dazu zu denken, mit genug Arbeit und Durchdenken fände ich eine Lösung für alle meine Probleme (weil es in sonstigen Lebensbereichen so funktioniert vielleicht). Kümmerer- und Helfertendenzen, starke Emotionalität haben früher oft dazu geführt, dass ich Frauen zu anhänglich wurde - sie scheint genau das zu mögen. Kriege manchmal auch nicht den Perspektivwechsel hin bzgl. Nähe und Distanz von Anfänglicher Verführung hin zu LTR. Stehe ich einfach noch nicht genug zu mir selbst, obwohl ich mich total geöffnet habe & sie mich so annimmt?

bearbeitet von jcoli

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hast du "Nie mehr Mr. Nice Guy" gelesen? Wenn nicht - nachholen!

Für dein Sex-Problem empfehle ich dir das Buch "Klappt's?" von Michael Sztenc - werde dazu hier im Forum wenn ich dazu komme noch einen kleinen Review einstellen aber empfehle es dir guten Gewissens schonmal vorab!

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vor 1 Stunde, jcoli schrieb:

Wie am allgemeinen Problem ansetzen?

Wenn ich so in Hirnfickhausen unterwegs bin, gibt es bei mir erstmal einen Vollen Stopp und die Besinnung auf mich und meine Interessen. Ich habe den starken Hang mich in Beziehungen zu verlieren, was mir nicht gut tut. Deswegen bin ich da mittlerweile sehr konsequent und sehe zu das ich bei mir bleibe, auch wenn das beim Gegenüber schon mal Stirnrunzeln hervorruft. Ich kommuniziere das dann offen und in der Regel sind die Mädels dann damit d'Accord. Ich bin allerdings auch doppelt so alt wie du.

Das deine Perle es mag das du anhänglich wirst, würde ich an deiner Stelle sehr genau beobachten. Es gibt Menschen die suchen sich einen Partner um ihn in ein Abhängigkeitsverhältnis zu ziehen. Sobald das gelungen ist, fangen die Abwertungen an um das eigene schwache Selbst zu überhöhen. Ein "normaler" Mensch mit gesundem Selbstwert genießt seine Unabhängigkeit und braucht niemanden der ihm am Rockzipfel hängt.

Um deine Kümmerer und Helfertendenzen für dich zu bewerten kannst du dir das Video von der Delia Schreiber schauen wenn du magst:
https://www.youtube.com/watch?v=NiYVxU0Wwmo

Mir hat es geholfen mich hier besser zu verstehen.

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vor 2 Stunden, Sam Stage schrieb:

Das deine Perle es mag das du anhänglich wirst, würde ich an deiner Stelle sehr genau beobachten. Es gibt Menschen die suchen sich einen Partner um ihn in ein Abhängigkeitsverhältnis zu ziehen. Sobald das gelungen ist, fangen die Abwertungen an um das eigene schwache Selbst zu überhöhen. Ein "normaler" Mensch mit gesundem Selbstwert genießt seine Unabhängigkeit und braucht niemanden der ihm am Rockzipfel hängt.

Anhänglich ist natürlich subjektiv & schon meine Wertung. Ich finde es nicht anhänglich, sich extra Zeit für den anderen zu nehmen & einen Teil der Aufgaben vllt abends noch nachzuholen, sofern möglich. Oder etwas zu unterbrechen, wenn der andere Hilfe baucht. Wenn ich in der Woche mal an drei Abenden hintereinander Zeit habe, suche ich mir halt nicht künstlich ne andere Beschäftigung & sage einfach zu. Ansonsten macht sie auch ihr Ding & hat keine Probleme, wenn ich etwas ohne sie plane oder so. Sie fühlt sich aber schon schnell abgewiesen, würde ich sagen. Gibt kein Drama, aber sie wird auch nachdenklich & ist ein ähnlicher Typ.

Ich denke auch dass ich früher, weil ich einfach weniger bei mir selbst war, zu lange den abgebrühten Typen gespielt habe und dadurch eben auch nicht die passenden Frauen gegamed habe und sie hinterher durch die Inkongruenz eben zurecht abgeturnt waren. Außerdem bin ich oft impulsiv & muss nachträglich Dinge nochmal ansprechen, um sie auf den Punkt zu bringen. Das kann dann schnell ein "Problem" größer wirken lassen, als es ist. Vor allem größer, als es für die Frau ist.

Mein größtes Problem ist sicherlich das sich selbst verlieren, wie Du es beschrieben hast.

Dass sie zumindest nicht lügt, wenn sie Verständnis zeigt, glaube ich auch. Sie weiß aus Gesprächen auch von meiner generellen Grübeligkeit und Verkopftheit. Sie weiß auch von mir, dass das früher ein Knackpunkt bei anderen Frauen gewesen ist. Hat sie alles nicht interessiert.

Nur das Unterbewusstsein kann ja ganz andere Filme fahren. Kommt für den Anfang aber halt oft zu Missverständnissen wegen beiderseitigem "habe gedacht, Du...". Wir hören einander dann viel zu & haben eigentlich bei allen sonstigen Themen unsere Wellenlänge abgeglichen, passt erstaunlich gut. Nur wie die ggs. Anziehung das aushalten soll, sehe ich gerade nicht ganz.

 

 

 

bearbeitet von jcoli
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