Was sind eure Strategien gegen die Inflation?

37 Beiträge in diesem Thema

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Derzeit auf alle Fälle ein brandaktuelles Thema. Ich persönlich bin leider nicht allzu gut gegen die Inflation gerüstet, habe zwar einiges breit diversifiziert am Kapitalmarkt angelegt und einen kleinen Teil meines Vermögens zum einen in Krypto, zum anderen in physischen Edelmetallen, am besten halte ich es derzeit aber auf alle Fälle, Geld in die Wartung eigener Liegenschaften zu stecken oder in ein spritsparendes bis elektrisch angetriebenes Kraftfahrzeug. Photovoltaik kann auch eine gute Idee sein, da haben die Anschaffungskosten aber auch schon einmal bessere Tage gesehen.

  • IM ERNST? 1

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Kann man hier offen reden oder werden manche Meinungen zensiert? Ich frage, da die Inflation ja den selben Ursprung hat wie gewisse andere Themen der letzten Jahre, die man nicht ansprechen durfte an manchen Orten.

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Gast
vor 7 Stunden, volltollertyp schrieb:

Kann man hier offen reden oder werden manche Meinungen zensiert? Ich frage, da die Inflation ja den selben Ursprung hat wie gewisse andere Themen der letzten Jahre, die man nicht ansprechen durfte an manchen Orten.

Wenn du meinst, das die Inflation zum Teil auf die (globale) Corona Politik zurück zu führen ist, kannst du das schon sagen. Ist jedem Volkswirt klar. 

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Kurze Antwort:

Für den Otto Normalbürger (das trifft auf 90% der Leute zu, auch hier im PUF, sowie mich selbst), nicht allzu viel dass Du dagegen machen kannst.


 

Lange Antwort:

- Teurungsausgleich/Lohnerhöhung: Der direkteste Weg, der dir helfen kann, nicht an Kaufkraft zu verlieren, ist bei deinem Arbeitgeber einen Teurungsausgleich zu verlangen, oder wenn Du ganz gewitzt bist, Teurungsausgleich und eine Lohnerhöhung. Da wir nicht alle Verbeamtet sind, und Arbeitgeber von sich aus nicht einfach so mehr Lohn bezahlen, hängt das natürlich Stark von deinem Wert für das jeweilige Unternehmen ab, ob Du das durchsetzten kannst. Klar, wenn du selbständig bist, musst Du halt höhere Preise weitergeben.

- Schulden: Hier kommen wir schon in, sagen wir mal gefährliche, Gewässer. Es stimmt, durch Inflation verringert sich deine Schuldenlast, sowie ein Nebeneffekt ist auch eine verringerte Steuerlast (da Du Schulden von deinem Einkommen abziehen kannst). Nun ist aber so, dass für dich als Angestellter die Möglichkeit diesen Effekt zu nutzen sehr, sehr begrenzt sind. Das einzige Instrument, dass dich als Standartbürger nich gleich in die Schuldspirale absinken lässt, wäre ein Haus mit Hypothek zu kaufen. Ich rate hier strengstens davon ab, Privatkredite für irgendwas anderes als für ein Hauskauf aufzunehmen. Darum trifft dieser Punkt eigentlich nur für jene zu, die eine eigene Firma, oder ein eigenes Investmentbusiness haben. Ich mein jetzt nich jene, die ein bisschen daytrading zuhause machen, sorry 😉

-Investieren: Unnötig Geld auf deinem Konto rumliegen haben, ist natürlich der schnellste Weg, von der Inflation überrollt zu werden. Viele Banken und Sparkassen sind verständlicherweise sehr träge wenn es darum geht, die Zinsen nach oben an zu passen. Nehmen wir an, die Inflation für dieses Jahr betrage 5% (Ist natürlich sehr unterschiedlich von Land zu Land und auch eher konservativ), Zins bei den meisten auf cash positionen ist jedoch so zwischen -0.5 und 0.25%. Also zusätzlich dazu, dass alles teurer wird, hatt dein Geld auf dem Konto auch immer noch weniger Wert. Der einzige Ausweg aus dieser Situation ist - investier in was auch immer Du magst. Investmenttips gibts genug und wenn dir einer sagt, er wisse wo der Kurs morgen oder in einem Jahr hingeht, lügt er dich an – oder hatt Insiderinfos. Es ist schon so, dass es über einen langen Zeithorziont (Jahrzente) immer raufgeht, Wachstum halt, aber über einen "kürzeren" Horizont ist alles möglich. Natürlich gibt es einige Exponenten in der Finanzindustrie, die immer richtig zu schein seinen, und auch sehr häufig in jedem Artikel über das Thema erwähnt werden. Ich würde hier an der Stelle Nassim Taleb zu lesen empfehlen. Das rein statistische Argument dahinter ist folgendes: Nimm 1000 investoren, jedes Jahr entlässt du die, die Verluste machen. Nehmen wir an, die Warscheinlichkeit für Gewinn ist 50% (was einer groben Vereinfach entspricht, aber nicht allzu fern von der Wirklichkeit ist). Nach einem Jahr hast Du noch 500 Insvestoren und nach 10 Jahren hast du noch (afugerundet) 2. Diese zwei werden denken, dass sie die "Masters of the Universe" sind, da sie über 10 Jahre immer Gewinn erwirtschaftet haben. Aber rein vom statistischen Standpunkt betrachtet, wäre es sehr unwarhscheinlich nach 10 Jahren nicht mindestens 2 "gute" Investoren zu erhalten, was aber überhaupt nichts darüber aussagt ob sie gut sind basierend auf können, oder gut basierend auf Glück.

-Ignorieren: Es gibt nun mal gewisse Dinge in dieser Welt, die kann man selber nicht beeinflussen. Dazu fällt mir ein Zitat aus einem Buch ein, nach welchem Ich mich auch selber Richte:

"Nur ein Wahnsinniger macht sich Sorgen über Dinge die er nicht Ändern kann".

Darum meine Devise, geh raus, hab Spass und lass die Politiker und Zentralbanker darüber den Kopf machen was man gegen die Inflation unternehmen soll, weil am Ende hast du nur sehr begrenzte Möglichkeiten dagegen was zu unternehmen. Ich habe gehört, pick-up ist noch ein spannender Zeitvertreib 😉

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Am 31.10.2021 um 13:43 , Formlos schrieb:

Am meisten profitiert der mit den größten Schuldenberg... Ist aber nicht für jeden etwas.

Finanz-Pro tipp : ein lebenslang auf pump im Exzess Leben und dann alle Schulden den gierigen nachkommen hinterlassen.

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Ähm, was hat das Beamtentum mit Teuerungsausgleich zu tun? Die Gehaltssteigerungen richten sich nach den Tarifabschlüssen für den ÖD. Dieser wird übernommen und auf 2 - 3 Jahre gestreckt ausbezahlt. In den Besoldungsgruppen gibt's Erfahrungsstufen, in denen man alle Jubeljahre ein paar Öre brutto mehr bekommt.

  • VOTE-4-AWARD 1

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Investieren, 50% Immobilien, Kredit und Tilgungsrate von den Mietern abbezahlen lassen, 30% in Wertpapiere, 20% in Gold zB. Stratifizieren, streuen, damit der volatile Markt mit den Eigenmitteln gedeckt wird bzw. es damit keine Überschneidungen gibt. 

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Gast
vor einer Stunde, pMaximus schrieb:

Investieren, 50% Immobilien, Kredit und Tilgungsrate von den Mietern abbezahlen lassen, 30% in Wertpapiere, 20% in Gold zB. Stratifizieren, streuen, damit der volatile Markt mit den Eigenmitteln gedeckt wird bzw. es damit keine Überschneidungen gibt. 

Der nächse Märchenonkel der seine Finanztipps aus der Bildzeitung hier weitergibt. So funktioniert das Immobiliengeschäft einfach nicht. Immobilienbesitz ist in der Regel für private Leute ein Zuschussgeschäft das Geld wird hier über Wertsteigerung verdient. Es war die letzten Jahre sehr lukrativ heißt aber nicht das es so weiter geht. Und bitte nicht drauf antworten du hast mit Sicherheit noch keinen Cent in Immobilien investiert. 

 

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vor 2 Stunden, rogerM schrieb:

Der nächse Märchenonkel der seine Finanztipps aus der Bildzeitung hier weitergibt. So funktioniert das Immobiliengeschäft einfach nicht. Immobilienbesitz ist in der Regel für private Leute ein Zuschussgeschäft das Geld wird hier über Wertsteigerung verdient. Es war die letzten Jahre sehr lukrativ heißt aber nicht das es so weiter geht. Und bitte nicht drauf antworten du hast mit Sicherheit noch keinen Cent in Immobilien investiert. 

 

woher die schier prätentiöse Unterstellung? Ich hatte das Glück bereits über zwei Immobilien zu verfügen bzw. vererbt bekommen, damit habe ich dann zwei weitere gekauft. In erster Instanz als Nullhypothek durch die Bank, weil mein Vermögensberater es mit der Bank ausverhandelt hat und die zweite durch finanzielle Eigenmittel. 
 

Finanzielle Eigenmittel kann man aber auch nur dann generieren, wenn man über A) ein solides Grundkapital/ sprich Cashflow verfügt (ich verdiene mittlerweile (gsd) gut) und B) über solide Assets verfügt. 
 

beleidige mich noch einmal und du fliegst. Bleib konstruktiv. 

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vor 1 Stunde, pMaximus schrieb:

beleidige mich noch einmal und du fliegst. 

Hat er nicht noch Mal gemacht, warum ist er geflogen?

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vor 10 Minuten, Mobilni schrieb:

Hat er nicht noch Mal gemacht, warum ist er geflogen?

kA, Vl hat er sich löschen lassen. Ich war’s nicht. 
 

back on topic: kennt sich wer mit subverwaltungen aus? 

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