Glaubenssätze von arm und reich

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vor 32 Minuten, jon29 schrieb:

Du bist Arzt? Deine Eltern haben nicht studiert? 

Aber wie es scheint, waren deine Eltern ähnlich drauf, wie mein Nachbar der LKW-Fahrer und haben durch ihre gute Erziehung dafür gesorgt, dass du so gut in der Schule bist, dass du auch ein Medizinstudium durchziehen konntest. Das ist auch eine Art von "Kapital" das anderen nicht zur Verfügung stand. So wie du studieren konntest, deine Eltern aber nicht. 

Meine Eltern haben studiert. Aber die soziale Konditionierung ist einfach gänzlich anders bei uns. Deshalb geht es mit der westlichen (europäischen) Gesellschaft aktuell bergab oder stagniert zumindest, während der ferne Osten sich immer rasanter nach vorwärts bewegt und entwickelt. 

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vor 8 Minuten, pMaximus schrieb:

Deshalb geht es mit der westlichen (europäischen) Gesellschaft aktuell bergab oder stagniert zumindest, während der ferne Osten sich immer rasanter nach vorwärts bewegt und entwickelt. 

Schon, aber anders als du jetzt meinst.

Die Chinesen z.B. machen 9/9/6 nicht weil es so geil ist sich halb tot zu arbeiten. Sondern weil das der schnellste weg ist, die Knete für ein eigenes Geschäft oder Studium zusammenzukriegen. Dein leben lang Angestellter zu sein ist für Verlierer. Entweder du kommst ins Management, oder du machst dich selbstständig. Sind halt Kaufleute durch und durch, und Angesteller sein ist ultimativ immer ein Minusgeschäft wenn mans auf rein monetäre runterebricht.

Fleiß und Harte Arbeit sind für sich genommen halt nicht viel wert. Fleißig is der Handwerker, der sin Leben lang für 1200/mo schuftet dass die Knochen knacken und mit 45 mit zerstörten Knien auf deinem OP-Tisch liegt. Was hat der davon? Nix. 

Passiert dem Chinesen nicht. Der Chinese ist schlau.

bearbeitet von Lazy Larry

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vor 1 Minute, Lazy Larry schrieb:

Schon, aber anders als du jetzt meinst.

Die Chinesen z.B. machen 9/9/6 nicht weil es so geil ist sich halb tot zu arbeiten. Sondern weil das der schnellste weg ist, die Knete für ein eigenes Geschäft oder Studium zusammenzukriegen. Dein leben lang Angestellter zu sein ist für Verlierer. Entweder du kommst ins Management, oder du machst dich selbstständig. Sind halt Kaufleute durch und durch, und Angesteller sein ist ultimativ immer ein Minusgeschäft wenn mans auf rein monetäre runterebricht.

Fleiß und Harte Arbeit sind für sich genommen halt nicht viel wert. Fleißig is der Handwerker, der sin Leben lang für 1200/mo schuftet dass die Knochen knacken und mit 45 mit zerstörten Knien auf deinem OP-Tisch liegt. Was hat der davon? Nix. 

 

Nein du denkst aus der sich eines Europäers. Allein der inflationäre Begriff „wert“ den hier benutzt wird im fernöstlichen ganz anders, also wirklich aus einer völlig anderen Perspektive betrachtet. Das kann ich dir so auf die Schnelle nicht erklären. Muss mir da Zeit nehmen und einen längeren Text verfassen. 
 

nur kurzes Beispiel als Pendant: Faulheit und üble Ausreden, sowie Neid sehen die Chinesen (Koreaner auch und Japaner) als absolute Schwäche und verachten zutiefst diese menschliche Attitüde. Deshalb verstehen die dort auch nicht die Europäer teilweise. Umgekehrt genauso wenig. 
Oder anders gesagt: dort ist es „cool“ strebsam zu sein, Performance zu zeigen und sich stetig an die „besseren“ zu orientieren und anzupassen, während hier die Leute entweder neidisch werden, oder sich über jemanden oder etwas lustig machen. 

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Gast
Gerade eben, Goldmariechen schrieb:

Ich finde den ganzen Faden irgendwie so verblendet. "Jeder ist seines Glückes Schmied", "vom Tellerwäscher zum Millionär".

Wundert dich das in einem Pickup Forum? Wo jedem eingetrichtert wird, dass auch er mit dem passenden Game eine Chance bei einer HB9-10 hat und der Rest nur Limiting beliefs sind?

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vor 1 Minute, Informatiker schrieb:

Wo jedem eingetrichtert wird, dass auch er mit dem passenden Game eine Chance bei einer HB9-10 hat und der Rest nur Limiting beliefs sind?

Dass hier jedem eingetrichtert wird, dass er mit passendem Game eine Chance bei einer Hb9-10 hat, wird hier öfter wesentlich öfter eingetrichtert. 

Ich bin hier ziemlich aktiv und "It's over" liest man viel öfter als "du kannst jede haben"

  • HAHA 3
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vor 9 Minuten, pMaximus schrieb:

nur kurzes Beispiel als Pendant: Faulheit und üble Ausreden, sowie Neid sehen die Chinesen (Koreaner auch und Japaner) als absolute Schwäche und verachten zutiefst diese menschliche Attitüde. Deshalb verstehen die dort auch nicht die Europäer teilweise. Umgekehrt genauso wenig. 

Naja, das ist so Kategorie "Gesicht Wahren". Da gehört dann auch zu , keine Fehler eingestehen zu dürfen, was es dann wieder schwierig macht. Und in der Praxis bzw. wenns keiner merkt ist die Sache dann wieder eine ganz andere. Protip: Bisschen Schmiergeld an den Richtigen Professor ersetzt nen ganzen Sack an Strebsamkeit. Auch China hat btw inzwischen ein "Laying flat movement", weil sich diese Strebsamkeit nicht mehr lohnt. DA ist das dann auch egal.

vor 11 Minuten, pMaximus schrieb:

während hier die Leute entweder neidisch werden, oder sich über jemanden oder etwas lustig machen. 

Ja, gerade in D gibt es durchaus so eine "Crabs in a Bucket" Mentalität, gerade im Ländlichen. Würde da aber nicht mit Kritik daran verwechseln, dass manche hierzulande (staatlich subventionierte) Leistungslose Einkommen in Millionenhöhe kassieren, während harte Arbeiter kein Licht sehen und sich selbst Basics nicht mehr leisten können.

Ich bin z.B:.keineswegs neidisch auf die Leute, die den BER "gebaut" haben. Ich wüsste aber verdammt gern, warum meine Steuerknete deren Villen in Grunewald finanziert. Die is dafür nämlich nicht da.

 

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vor 21 Minuten, pMaximus schrieb:

Oder anders gesagt: dort ist es „cool“ strebsam zu sein, Performance zu zeigen und sich stetig an die „besseren“ zu orientieren und anzupassen,

Dort ist´s auch cool, bereits vor (elite) Grundschulen Netze aufzuspannen, damit sich keiner der Coolen 10jährigen cool umbringt vor lauter Spaß am Leben.

  • HAHA 1

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vor 2 Stunden, pMaximus schrieb:

Weil ich ihn seit dem Kindergarten Alter kenne. 

ja gut.

Verstehe trotzdem nicht ganz, wie du den Schluss "depri weil wurde verwöhnt" begründest. Wurde er depri, als der Geldhahn zuging, oder ähnliches, an dem du  das festmachen kannst?
Gibt ja auch Leute, die depri wurden, weil sie kaum beachtet wurden.
Oder aus anderen Gründen. Könnte auch sein, dass er jetzt depri wär, egal wie die Kindheit aussah, oder?

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vor 7 Minuten, gaylord4000 schrieb:

ja gut.

Verstehe trotzdem nicht ganz, wie du den Schluss "depri weil wurde verwöhnt" begründest. Wurde er depri, als der Geldhahn zuging, oder ähnliches, an dem du  das festmachen kannst?
Gibt ja auch Leute, die depri wurden, weil sie kaum beachtet wurden.
Oder aus anderen Gründen. Könnte auch sein, dass er jetzt depri wär, egal wie die Kindheit aussah, oder?

Da gibt es schon einen großen Zusammenhang. Häuft sich schon auffällig. Da muss gar keine Veränderung eintreten oder es dir so schlimm ergehen, auch sozial nicht. Das merken die Leute auch gar nicht unbedingt direkt, das kann dein einfach auch ein undefinierbares schwaches Selbstwertgefühl sein, wo man gar nicht weiß wo es herkommt. Und man vergleicht sich vllt schon von Haus aus schlecht gegen andere oder traut sich nicht in Begegnungen oder Verhandlungen nichts zu.

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vor 18 Minuten, gaylord4000 schrieb:

ja gut.

Verstehe trotzdem nicht ganz, wie du den Schluss "depri weil wurde verwöhnt" begründest. Wurde er depri, als der Geldhahn zuging, oder ähnliches, an dem du  das festmachen kannst?
Gibt ja auch Leute, die depri wurden, weil sie kaum beachtet wurden.
Oder aus anderen Gründen. Könnte auch sein, dass er jetzt depri wär, egal wie die Kindheit aussah, oder?

Na was glaubst? Das Weib war dran schuld. Wir sind im PUF…. 

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vor 38 Minuten, gaylord4000 schrieb:

ja gut.

Verstehe trotzdem nicht ganz, wie du den Schluss "depri weil wurde verwöhnt" begründest. Wurde er depri, als der Geldhahn zuging, oder ähnliches, an dem du  das festmachen kannst?
Gibt ja auch Leute, die depri wurden, weil sie kaum beachtet wurden.
Oder aus anderen Gründen. Könnte auch sein, dass er jetzt depri wär, egal wie die Kindheit aussah, oder?

menschen brauchen ein ziel auf das sie hin arbeiten und sich beweisen können. sowas is wichtig füs selbstwertgefühl.

n bekannter von mir is lehrer anner privatschule. alle schüler die aktuell da rumgeistern sind mehr oder minder harte narzissten weil se was gaaaanz besonderes für ihre helicoptereltern sind.

was meinste wie oft es stunk seitens der eltern gab weil kevin lasse in deutsch ne sechs in ner arbeit bekommen hat.

tenor: der lehrer is doof. du machst alles richtig. hier ein neues smartphone.

diese kids werden sich nie ein selbstwert erarbeiten können weil sie immer in watte gepackt durchs leben geschoben werden, keine Niederlagen hinnehmen müssen und die ellis immer alles rechten.

die kids haben in folge dessen ein völlig überzogenes selbstbild brechen aber beim scheitern völlig zusammen weil sie es nie gelernt haben.

das wissen die. das ärgert sie. 

kannst dich mal bei gelegenheit mit psychologen drüber unterhalten.  meine 80er generation zieht völlig unfähige kinder unter dem deckmante der besseren chancengleichheit und Gerechtigkeit heran...

die welt ist aber ungerecht uns shice.

die kids zerschellen reihenweise an der realität. praktika ufff zu anstrengend.. sitze ich bei mammer ab. wie 8 std arbeiten?? für 30k brutto? lieber hartze ich..

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vor 3 Stunden, pMaximus schrieb:

Meine Eltern haben studiert. Aber die soziale Konditionierung ist einfach gänzlich anders bei uns. Deshalb geht es mit der westlichen (europäischen) Gesellschaft aktuell bergab oder stagniert zumindest, während der ferne Osten sich immer rasanter nach vorwärts bewegt und entwickelt. 

Ja, also hatten sie zwar wenig Geld, aber das soziale und kulturelle Kapital war da, sodass dein Studium kein Zufall ist. Mit wirklich bildungsfernen Eltern, die auch in der Erziehung viel laufen lassen, ist es hakt ungleich schwieriger.

Damit sollte ich sagen, dass du also doch nicht so weniger Chancen hättest als gut gestellte deutsche Mittelschichtkids. Also das Elternhaus schon einfach viel aus!acht,auch wenn dieses wenig Geld hat.

bearbeitet von jon29

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Geiler Thread, danke @Masterthief fürs Eröffnen. 

Ich würde mich dem Tenor hier größtenteils anschließen, nämlich dass das Elternhaus sowie daraus resultierende Mindset und finanzielle Möglichkeiten ein großer Türöffner sind - aber eben nicht der alleinige Grund für Erfolg. 

Meine Eltern verdienen relativ gut (Top 5% in Deutschland vermutlich), sodass ich mein Studium bspw. ohne Schulden absolvieren konnte. Das hat mir wiederum erlaubt meinen Master in Kopenhagen an einer der besten Unis zu machen, was ebenfalls neue Türen eröffnet hat. Und der Umstand, dass ich schuldenfrei war, hat es mir erlaubt mich full-time auf mein Blogging Business zu konzentrieren. 

Das waren alles sehr wichtige Faktoren, die diesen Sprung enabled haben. Nichtsdestotrotz habe ich mich 1.5 Jahre auf meinen Arsch gesetzt und neben der Arbeit Content geschrieben. Das haben mir weder meine Eltern noch sonst jemand anderes abgenommen. Oder wie man im englischen sagt: there's no substitute for hard work. 

Ähnlich dazu die Beispiele zu Gates, Zuckerberg, und Bezos. Klar, Seed Capital durch die Eltern hilft. Das ändert aber trotzdem nichts an der Tatsache, dass die vermutlich extrem hart über Dekaden gearbeitet haben (bzw. es immer noch tun) nebst ihres hohen Intellektes und anderweitigen Skills. Sequoia und anderen VCs ist es doch scheiß egal, ob deren Eltern irgendwelche Zahnärzte oder Anwälte sind. Die investieren primär datenbasiert in Businesses und sekundär glauben die an den Gründer. 

Also ja, Elternhaus ist definitiv entscheidend. Mindset kann mMn vieles wett machen, allerdings muss man eben deutlich härter, länger, und smarter arbeiten als die Leute, die mit einem goldenen Löffel geboren werden. Ist unfair, aber so ist unsere Welt nun einmal. Nichtsdestotrotz, gerade in Deutschland ist aufgrund Bafög und vergleichsweise billiger und trotzdem Weltklasse-Bildung sehr vieles möglich. Hab das einfach zu oft selbst im Bekanntenkreis gesehen. 

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vor 19 Minuten, suchti. schrieb:

der Umstand, dass ich schuldenfrei war, hat es mir erlaubt mich full-time auf mein Blogging Business zu konzentrieren. 

 

Verrätst du uns den Namen deines Blogs?

Frage für einen Freund 😂

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vor 8 Stunden, Masterthief schrieb:

Kenne einen ähnlichen Fall, hier schon mal erwähnt:

Interessanter Fall, ein paar Dinge daran wollen mir jedoch nicht so recht einleuchten

Am 22.6.2020 um 16:53 , Masterthief schrieb:

Kenne einen Erben, so 25 Jahre, Familie hat Ihr Business für ca. 600 Mio. Euro verkauft. Big business.

Der mietet auch mal die Suite vom Waldorf für 35.000 Euro, um mit den Jungs PlayStation zu zocken (true story). 

[...]

Natürlich auch Komplexe ohne Ende, weil er es dem übermächtigen Vater gleich tun will. Der ihn auch verachtet, weil der Herr Sohn nicht jede Woche mit skalierbaren Geschäftsideen mit 20% Eigenkapitalrendite bei ihm vorstellig wird. 

Ist schön, dass sein Vater so reich ist. Aber was hat der Sohn damit zu tun? So wie ich das verstehe, lebt der Vater noch und somit kann der Sohn ja rein formal gesehen noch nicht geerbt haben. 

Also ist es erst mal Daddys Geld und nicht seins. 

Ich meine, so kenne ich es von "normalen" Familien inkl meiner. Ich disponiere ja z.B. auch nicht einfach mal so über das Geld meiner Eltern.

Oder versteh ich da was falsch?

 

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vor 2 Stunden, The Great Cornholio schrieb:

Interessanter Fall, ein paar Dinge daran wollen mir jedoch nicht so recht einleuchten

Ist schön, dass sein Vater so reich ist. Aber was hat der Sohn damit zu tun? So wie ich das verstehe, lebt der Vater noch und somit kann der Sohn ja rein formal gesehen noch nicht geerbt haben. 

Also ist es erst mal Daddys Geld und nicht seins. 

Ich meine, so kenne ich es von "normalen" Familien inkl meiner. Ich disponiere ja z.B. auch nicht einfach mal so über das Geld meiner Eltern.

Oder versteh ich da was falsch?

 

Mann kann Vermögenswerte auch schon zu Lebzeiten auf seine Kinder überschreiben, so dass sie formal diesen gehören. Mit Erben hat das aber in der Tat dann formal nichts mehr zu tun, auch wenn diese Kinder genau diese Vermögenswerte ansonsten nach dem eigenen Tod geerbt hätten.
Der Sinn dahinter ist gerade bei Unternehmensnachfolgen oft, noch zu Lebzeiten sicher zu stellen, dass der Übergang reibungslos über die Bühne geht.
Ich bezweifle allerdings, dass das hier der Fall ist, denn das unternehmerische Zepter früher als absolut nötig an den Sohn übergeben machen eher Väter, die dem Sohn unternehmerisch zumindest etwas mehr zutrauen, als es hier der Fall zu sein scheint.
Und zumindest ich würde, wäre ich der Vater, meinen Sohn mein Geld, auch wenn es wie in diesem Fall aus der Kleingeldkasse bezahlt werden kann, nicht so sinnlos verprassen lassen, sondern darauf achten, dass er den Wert zu schätzen lernt, schon um ihn vor sich selbst zu schützen, weil ich befürchten würde, dass er sonst, sobald er nach dem Ableben seiner Eltern alleinigen Vollzugriff hat, auch 600 Mio in weniger als 10 Jahren komplett verprasst bekommt.
Mit 5 Euro Taschengeld pro Woche müsste er sich natürlich nun auch nicht begnügen, aber wenn er 35000 an einem einzelnen Tag für sowas ausgeben kann, dann ist das Taschengeld eindeutig ein bischen sehr zu großzügig bemessen, was die pädagogische Funktion des mit Geld umgehen zu lernen angeht.

bearbeitet von Kaiserludi

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vor 29 Minuten, Kaiserludi schrieb:

Der Sinn dahinter ist gerade bei Unternehmensnachfolgen oft, noch zu Lebzeiten sicher zu stellen, dass der Übergang reibungslos über die Bühne geht.

Freilich, aber im Fall von Masterthief geht es nicht um Unternehmensnachfolge, denn das Unternehmen wurde ja verkauft, daher die 600 Mio. 

vor 30 Minuten, Kaiserludi schrieb:

ich würde, wäre ich der Vater, meinen Sohn mein Geld, auch wenn es wie in diesem Fall aus der Kleingeldkasse bezahlt werden kann, nicht so sinnlos verprassen lassen, sondern darauf achten, dass er den Wert zu schätzen lernt

Genau. Darum ist es mir etwas rätselhaft, dass der Sohnemann so mit Kohle um sich werfen konnte.

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vor 25 Minuten, The Great Cornholio schrieb:

Freilich, aber im Fall von Masterthief geht es nicht um Unternehmensnachfolge, denn das Unternehmen wurde ja verkauft, daher die 600 Mio.

Stimmt. Den Punkt muss ich während dem Satz wohl kurz ausgeblendet haben.

bearbeitet von Kaiserludi

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Gast
vor 12 Stunden, Lazy Larry schrieb:

Ich wüsste aber verdammt gern, warum meine Steuerknete deren Villen in Grunewald finanziert. Die is dafür nämlich nicht da.

Genau mein Humor.

Student mit Anfang 30 (war doch so?) hält Vortrag über Steuern.

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vor 6 Stunden, The Great Cornholio schrieb:

Interessanter Fall, ein paar Dinge daran wollen mir jedoch nicht so recht einleuchten

Ist schön, dass sein Vater so reich ist. Aber was hat der Sohn damit zu tun? So wie ich das verstehe, lebt der Vater noch und somit kann der Sohn ja rein formal gesehen noch nicht geerbt haben. 

Also ist es erst mal Daddys Geld und nicht seins. 

Ich meine, so kenne ich es von "normalen" Familien inkl meiner. Ich disponiere ja z.B. auch nicht einfach mal so über das Geld meiner Eltern.

Oder versteh ich da was falsch?

 

So genau weiß ich das nicht. Offenbar hat der Sohn Zugang zu (sicher nur einem Teil) des Geldes. Möglicherweise werden da regelmäßig Erbfreibeträge ausgenutzt? Oder es gibt so eine Art Stiftungsmodel, an der jeder in alle Ewigkeit beteiligt ist? 

Der Sohn war auch mit auf der payroll des verkauften Unternehmens, soweit ich mich erinnern kann. 

Aber wie genau die das geregelt haben, keine Ahnung.

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Eine kleine Anekdote zu sozialem Aufstieg und dem american.. nah, german dream. 
 

Bekannter, kurz nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs in Griechenland geboren. Während des Kriegs, kamen die Kinder aufs Land, da gab es zumindest noch ein wenig zu beißen. Kindheit/Jugend in Athen - sehr einfache Gegend. Könnte man sich heute in Mitteleuropa kaum noch vorstellen. Die Eltern von morgens bis spät abends irgendwie, irgendwo am Arbeiten, um für das nötigste aufzukommen. ABER: glücklicherweise ist Qualität der Schulbildung in GR gut und die Eltern haben wert darauf gelegt, dass ihre Kinder Abitur machen. 
So, der Bub‘ ist 18-19 Ende der 50er, qualifizierte Arbeit gibt es kaum im Land. Viele versuchen es in den Staaten, ihn hat’s auf Wegen zu Fabrikarbeit (+ Studium) in die Bundesrepublik gezogen. Keine Kontakte, keine Sprachkenntnisse.  

Nächste Weggabelung: du kannst bei der Maloche und im Gastarbeiterwohnheim 24/7 mit den Homies aus Athen cliquen. Oder du willst schnellst möglich die neue Sprache lernen und mietest dir ein kleines Zimmerchen bei einer Gastfamilie. Wirst dort erstmal umgetauft „denn das kann ja kein Mensch aussprechen“, wichtige Infos zur Kultur „Sonntags wird das Auto nicht gewaschen.“, aber hauptsächlich kann so recht schnell eine Sprache lernen. 
 

Wirtschaftsstudium abgeschlossen, unterschiedlichste Stationen, was Wohnort, konkrete unternehmerische Tätigkeiten angeht. Diverse Ablenkungen (in der Zeit waren z.b. schwarze Haare ein krasser Exotenbonus). Umtriebig, am hustlen. 

Intelligenz lässt sich schwer runterbrechen,  der „vererbte“ Anteil. Aber Bildung, Neugier, Wissensdurst können zur Gewohnheit werden. 
Über Dekaden viel zu lesen, mehrere Tageszeitungen, hunderte Sachbücher und Literatur - das hinterlässt Spuren. 

Sich kreativ betätigen, musizieren, malen. Einen Sport betreiben. 
 

Heute sieht es finanziell und - noch wichtiger - geistig ganz gut aus. 

 

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vor 17 Stunden, gaylord4000 schrieb:

Gilt übrigens auch für Süßigkeiten.

Wer als Kind jederzeit nen vollen Schrank zum reingreifen zur Verfügung hatte, geht entspannt an der Haribo Abteilung im Supermarkt vorbei. Oder auch mal nicht.

+1
Kann so oder so laufen. Hatte Zugang zu Schokolade, Chips und Keksen, was womöglich später dazu geführt, dass mich so Knabberzeug und sehr süßes überhaupt nicht bocken.
Erst wieder ab 70/80%-Kakao. Microdosing.

Definitiv eine Folge des Süßigkeitenschranks war, dass das Trikot in der F- und E-Jugend etwas stramm saß.

on a different note.. 

Habt ihr euch mal gefragt, ob Leute so zufrieden mit ihren zugeteilten Karten und der Welt an sich sein können, dass sie es vergessen oder nicht für nötig halten zu “performen”? 

 

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vor 2 Stunden, Masterthief schrieb:

So genau weiß ich das nicht. Offenbar hat der Sohn Zugang zu (sicher nur einem Teil) des Geldes. Möglicherweise werden da regelmäßig Erbfreibeträge ausgenutzt? Oder es gibt so eine Art Stiftungsmodel, an der jeder in alle Ewigkeit beteiligt ist? 

Der Sohn war auch mit auf der payroll des verkauften Unternehmens, soweit ich mich erinnern kann. 

Also wenn ich sein Vater wäre, würde ich dem Sohn sicher das Wunschstudium an der Elite-Universum seiner Wahl finanzieren- da wäre ich sehr großzügig. Würde die Lebenshaltung aber nur im normalen Rahmen bezahlen, also Betrag X pro Monat, damit kommt er (nicht ohne einen gewissen gesunden Verzicht) gerade so über die Runden. Evtl spendiert man auch mal einen Urlaub oder so, aber dass Geld zum ostentativen Verballern da ist, das ist kein Wert, das man seinem Kind vermitteln will.

Mir selbst hat man das nicht so vermittelt und ich würde das einem eigenen Kind (rein hypothetischer Fall natürlich, wer käme auf die Idee mit mir ein Kind zu zeugen?) auch nicht so vermitteln wollen. Eine gewisser Realitätsbezug was Geld angeht ist schon enorm wichtig.

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vor 1 Minute, stereotyp1 schrieb:

Erst wieder ab 70/80%-Kakao. Microdosing.

Da pullt einer die Antioxidantien 😉

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