Kampfkunst als Weg zur Persönlichkeitsentwicklung

10 Beiträge in diesem Thema

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Bestimmt gibt es hier den/die ein/e oder andere/n, welche div. Kampfsportarten ausüben bzw. mal was in die Richtung gemacht haben.

Ich selbst habe vor langer Zeit mal Aikido praktiziert. Leider habe/musste ich es damals auf div. Gründen fallen lassen ...

Aber zur Zeit nähere ich mich dem Thema wieder ein wenig an..

Wie immer man es auch nennen will (Kampfkunst, Kampfsport, Budo, Selbstverteidigung usw. ..), es gibt ja eine ganze Bandbreite in diese Richtung.

Und sicher auch viele Beweggründe, diese zu erlernen. Also z.b. um fitter zu werden, vielleicht um an div. Wettkämpfen teilzunehmen (sportliche Herausforderung usw.), einfach um sich im Notfall verteidigen zu können, oder eben auch, um einen gewissen Weg der inneren Haltung, Reife, Persönlichkeitsentwicklung zu gehen (Also quasi auch eine Art "Inner Game" ..). Fast jede Kampfkunst hat ja auch eine zugrunde liegende Philosophie, je nachdem, welches System man sich anschaut, welchem Kulturkreis es entstammt usw.

Daher einfach mal die Frage in die Runde an die Praktizierenden und ehemaligen Praktiker dieser Künste, was euch dazu bewegt hat, welche positiven Erfahrungen ihr vielleicht damit gemacht habt.

Also auch über das rein körperliche Training, Fitness usw. darüber hinaus.

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Heyhey, als ehemaliger Taekwondo Schüler konnte ich mich sehr stark mit dem Do identifizieren für mich bedeutete es, selber soviel zu kämpfen bis man sich selbst gemeistert hat und den Kampf gar nicht benötigt.

Trainieren um des Trainings Willen.

Deswegen ist die Kleidung weiß, diese steht für Friede und Reinheit, ich hab's früher noch nicht auf der Ebene verstanden wie jetzt! Doch gerade die asiatischen Kampfsportarten und Künste haben eine schöne Philosophie.

LG.

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Hab mal ne Zeit lang Krav Maga gemacht. Da lernst Du alle Schwachstellen am Körper und wie du aus welchem Winkel in welcher Situation diese triffst um den Angreifer so schnell es geht außer Gefecht zu setzen. 

Mir hat das geholfen mich selbstsicherer zu fühlen. Auch wenn ich es noch nie anwenden brauchte und ich auch nicht in so eine Situation kommen will. 

Außerdem war das Training verhältnismäßig hart und ich musste mich am Anfang echt durchbeißen, weshalb ich es auch als Challange empfunden habe. 

Wieso ich es nicht mehr mache? Reine Zeitfrage. 

Würde ich diesen Kampfsport bzw. Selbstverteidigungs Sport empfehlen? Absolut. 

bearbeitet von Kalter Kakao
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vor 2 Stunden, Natural Business schrieb:

ehemaligen Praktiker dieser Künste, was euch dazu bewegt hat, welche positiven Erfahrungen ihr vielleicht damit gemacht habt.

auch ich habe über 8 jahre karate und 4 jahre kung fu gemacht nachdem mir ein mitschüler in der 6ten klasse eins auf die nase gegeben hat.

mir wurde schnell klar das es hier nicht darum geht, bald stark zu werden damit ich den anderen auf die rübe hauen kann sondern ganz im gegenteil. wir haben dort gelernt, andere menschen respektvoll zu begegnen weil seien wir mal ehrlich, egal wie dein gegenüber aussieht, alt, jung, dick, dünn, lang, klein oder ein lauch, jeder von denen kann ein ehemaliger fighter sein und dich fertig machen.

grundsätzlich gings mehr um mentale stärke und natürlich auch um fitness. ich bin jetzt ü40 und werde nicht müde es zu betonen das ich meine gesundheit dem kampfsport verdanke.

und das witzige ist, als ich hierher nach de kam und meine frau kennenlernte, wollte sie bald taekwondo lernen. sie kam alle 4-6 monate mit einem anderen gürtel nachhause und das hat mich natürlich für sie gefreut aber ich musste jedesmal schmunzeln weil ich in den ganzen 12 jahren noch nie ein gürtel bekommen habe,  trotz mehrfache turnierkämpfe und gewonnene pokale.

in der sowjetunion war nämlich alle asiatischen kampfsportarten verboten und dürften nur von elitesoldaten (gru) ausgeübt werden. unsere lehrer der aus moskau kam war ein so ehemaliger gru ausbilder und dementsprechend viel zu hart zu uns. zbsp. sind bei mir in beiden händen die knorpel weg weil wir unsere fäuste an beton aushärten müssten. egal wie, es war die geilste erfahrung nicht nur wegen sport selbst sondern auch wegen den jungs die dort mitgemacht haben. 

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vor 5 Minuten, Niemann-N schrieb:

Ist in RU nicht Systema verbreitet? 

kenne ich leider nicht, bin nicht in russland aufgewachsen sondern in sowjetunion.

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Ich mache auch Krav Maga und kann den Effekt in Sachen Persönlichkeitsentwicklung nur bestätigen, auch wenn hier keine eigene Philosophie im klassischen Sinne vermittelt wird. Was allerdings vermittelt wird, ist die eigenen Grenzen kennen und schützen zu lernen und aufmerksamer durch die Welt zu gehen.

Und das Wissen, es wenn es hart auf hart kommt auch mal mit mehr als einem Angreifer aufnehmen zu können, stärkt das Selbstbewusstsein und damit auch die Ausstrahlung ganz automatisch.

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Ich habe als Jugendlicher 2 Jahre lang Kickboxen gemacht, und jetzt nach Jahren wieder vor kurzem mit Thaiboxen angefangen.

Ich finde Folgendes interessant: Im Training, wenn man denkt, man kann bei einer Ausführung einer Übung nicht mehr, man schafft es nicht, usw., der Trainer aber rechts vor dir steht und dich anbrüllt, dass du weiter machen sollst, und dann doch noch ein paar Wiederholungen schaffst. Dann ist das am Ende auch ein Aha-Effekt. Denn die Grenzen setzt man sich selbst nur im Kopf, in Form von Gedanken. Und dann stelle ich mittlerweile auch meine Grenzen im Alltag in Frage. Denn in Wahrheit sind es ja nur Gedanken. Und wenn du einfach mal machst, wie im Kampfsport, wenn der Trainer dich motiviert, dann hast du diese Erfahrung gemacht.

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