Wohin soll die Reise gehen (DAX10-OEM bezahlt schlecht, FAANG abgelehnt)

18 Beiträge in diesem Thema

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Hallo zusammen,

ich schaue hier schon seit längerem sporadisch mal rein; mein Interesse beschränkt sich jedoch rein auf das Thema Persönlichkeitsentwicklung. Die PickUp-Thematik war nie so mein Gebiet, da ich eigentlich durchgehend in Beziehungen war.

Nun ist es so, dass mich derzeit das Thema Karriere in meinem Leben schwer beschäftigt und ich diesbzgl. eine Entscheidung treffen muss, um mich aus meiner aktuell unzufriedenstellenden Situation zu befreien. Da hier auch einige Karrieristen unterwegs sind, hoffe ich hier auf eure Unterstützung. 🙂

Erstmal zu den Eckdaten:

  • 31 Jahre alt
  • Abitur, Bachelor und Master (Ingenieursstudium) mit jeweils sehr guten Abschlussnoten
  • Praktikum im Ausland, Masterarbeit in Kanada verfasst
  • entwickle Software seit meinem 11. Lebensjahr; als Teenager an Community-Projekten mitgewirkt
  • während der Schulzeit ein Einzelunternehmen in der Softwareentwicklung gegründet (also selbstständig gewesen), 2 Standardprodukte entwickelt und angeboten mit über 30,000 Nutzern weltweit, ebenso auch Auftragsangebote angenommen
  • eigene, kleine NGO gegründet, die heute in meiner Heimatstadt recht erfolgreich ist
  • mehrere Kurse im Bereich Projektmanagement, Führung etc. absolviert

Im Master habe ich dann festgestellt, dass ich zwar nach wie vor enorm für das Software Engineering brenne, ich für meine Selbstständigkeit aber trotz gutem Einkommen langfristig keine Perspektive sehe. Zum Einen hatte es keinerlei Bezug zu meinem recht anspruchsvollen Studium und zum Anderen habe ich mich immer irgendwie in der Rolle eines Service-Providers gefühlt. Ich hatte auch einfach keine Lust mehr, alleine zu arbeiten und wollte vielmehr in einem Team agieren. Leider hatte ich nie die Gelegenheit, geeignete Leute zu finden, mit denen ich aus meiner Selbstständigkeit ein richtig Unternehmen hätte machen können. Die Probleme diesbzgl. sind mir bis heute nicht klar. I.d.R. war es aber so, dass diejenigen mit fachlichen Skills eher Angestellte in einem Konzern sein wollten und diejenigen mit dem nötigen Entrepreneur-Drive fachlich einfach nichts konnten...

Um dann meine Bedürfnisse unter einen Hut zu bringen, hatte ich mir dann gegen Ende meines Masters das Ziel gesetzt, als Software Engineer in einem DAX10 KFZ-OEM (das wohl jeder kennt) anzufangen. Ich hatte zwar auch ein Angebot von einem FAANG-Konzern erhalten, jedoch konnte bzw. kann ich mich damit einfach nicht identifizieren. Also ging es dann auch zum OEM. Denn hier hatte ich einen Bezug zu meinem Ingenieursstudium, konnte mich in meiner Leidenschaft (Software Engineering) austoben und noch mit anderen Menschen in einem Team arbeiten. Eine Stelle für Berufserfahrene hatte ich dann auch ziemlich leicht (selbst ohne Vitamin B) erhalten. Aber hier tauchte bereits das erste Problem auf: das Gehalt.

Während ich aufgrund meiner zahlreichen Skills 80k+ bei 35h/Woche verlangt hatte, bot man mir letztlich "nur" 73k an. Gemessen an dem, was selbst blutige Anfänger kurz nach dem Studium als Software Engineer erhalten (bei uns sind es locker 70k), fand ich das schon recht skurril. "Was soll's", dachte mir, "immerhin ein Einstieg in dem so sehr vergötterten OEM. Wenn ich dann in kurzer Zeit gut Performance zeige und was in unserer Abteilung bewirke, wird sich das wohl ändern." Sehr gute Performance habe ich dann auch recht schnell gezeigt und schon 8 Monaten ein Projekt in die Hand als inoffizieller Project Lead genommen, um unsere Tool-Infrastruktur zu reformieren und dadurch die Produktivität all unserer Entwickler zu erhöhen; lief alles gut. Dazu muss man sagen, dass man in der Abteilung schon vorher 3 Versuche gewagt hatte, das Projekt durchzuführen und das Ganze jedes Mal aufgrund mangelnder fachlicher Kompetenz gegen die Wand gefahren hat. Danach bekam ich - wieder als Project Lead - ein neues Projekt in die Hand, um Implementierungsstandards für die in unserer Abteilung verwendete Programmiersprache einzuführen. Hat auch alles gut geklappt. Seit meinem Einstieg dort sind nun 2 Jahre vergangen und ich habe vor einiger Zeit mit meinem Chef über Entwicklungsmöglichkeiten gesprochen (Richtung dauerhafter Projektmanager o.ä.). Während er mir zuvor immer Honig ums Maul geschmiert hatte und meinte, wie froh er wäre mich in der Abteilung zu haben und was ich alles bewegt hätte, kam dann bei meiner höflichen Frage nach Aufstiegsmöglichkeiten, dass er eine Stelle als PM o.ä. nicht schaffen könne. Mir ist klar, dass das nicht immer in seiner Hand liegt. Deswegen habe ich dann zumindest nach einem Upgrade meiner Position Richtung Senior Software Engineer gefragt mit höherer Gehaltsgruppe (IG-Metall) gefragt. Hier hieß es dann: in 10 Jahren. Das hat mich total von den Socken gehauen und ich musste mich echt zurückhalten, um nicht im Lachen auszufallen. Noch besser wurde dann die Ganze Sache, als ich meinem Chef dann neulich mitteilte, ob er mich denn bei meinem Ziel, karrieretechnisch aufzusteigen, unterstützen und mir evtl. eine PM-Stelle in einer anderen Abteilung vermitteln könne. Hierauf kam dann plötzlich die Antwort, dass ich im Bereich PM noch nicht so gute Erfahrungen hätte und dass man das, was ich bislang in der Abteilung bewirkt hätte, nicht als Projekte bezeichnen könne (das kam auch entsprechend abwertend herüber).

Tja, was soll ich sagen. Mein Gefühlslage ist derzeit so, dass ich mich massiv ausgebeutet fühle, mir in den 2 Jahren eine Karotte vor die Nase gehalten wurde und ich absolut nicht verstehen kann, wie ein angeblicher Top-OEM Software-Ingenieure so dermaßen lausig (relativ zum Durchschnitt betrachtet) bezahlen kann. Mein Schritt, der Abteilung den Rücken zu kehren, steht absolut fest (und mein Chef hat mich sicherlich aufgrund meiner offenen Bekundung schon abgeschrieben). Nur weiß ich nicht, ob es noch wirklich Sinn macht, in diesem Konzern zu bleiben oder mich doch eher Richtung FAANG oder ein anderes Unternehmen zu bewegen.

Mich würden Mal echt eure Gedanken dazu interessieren.

 

 

bearbeitet von Urkraft
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Ich muss zugeben, den letzten Abschnitt habe ich nur überflogen - in dem du über deine Erfolge sprichst. Lange Texte sind lästig zu lesen - fasse dich am besten kurz.

Du hast ein Top Profil. Wie wäre es mit einer Freelancer Tätigkeit ? Du arbeitest ebenso im Team - bei uns (Top Automoative Konzern) wird (fast) keinen Unterschied zwischen intern / extern gemacht mit der Ausnahme, dass du als Externer halt viel mehr verdienst.

Und ich arbeite in der IT - Ursprünglich sogar nur labber-BWL studiert.

bearbeitet von TriiaZ
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Was du machen kannst, hängt von den Umständen ab. Wie ist deine finanzielle Situation? Was passiert, wenn du da den Job verlierst, wie schnell bekommst du was anderes und wie sehr brauchst du das?

Da in der jetzigen Firma wird es wohl schwierig, das zu drehen. In der Regel sind die Strukturen zu verkrustet und wenn du erstmal falsch einsortiert bist, kommst du da wohl eher nicht raus. Aber was würde dir denn sonst noch so Spass machen? Und wie wichtig ist das Geld? Ich bin an einer kleinen Software Firma beteiligt, die würde gerne gute Entwickler einstellen. Allerdings ist da 50k per annum eigentlich schon zu viel. Gibt einige Branchen/Firmen, die gut zahlen (können), andere eher schlecht. Muss man wissen was man will.

Selbständig bzw. eigene Firma hat immer das Problem, die richtigen Partner zu finden, wenn man nicht alle Aspekte selber abdeckt. Mit den falschen Leuten scheitert das. 

Aus Spass an der Freude würde ich mal versuchen, mit dem Vorgesetzten deines Chefs zu reden. Ist zu 90% kontra produktiv, fast niemand mag Leute, die Probleme ansprechen (obwohl man nur so sie löse kann). Aber es ich denke, der sollte wissen, wie schlecht dein Chef die Situation handelt. Sofern der da nicht komplett abstrakt oben drüber hängt, sondern noch etwas in den aktiven Sachen drin ist, sollte der ja eigentlich auch eher wollen, dass das da die nächsten Jahre smooth läuft. Und gute Mitarbeiter verlieren, ist da kontra produktiv (sondern die Abteilung nicht eh bald zugemacht werden soll). Und deinem Chef da nochmal ordentlich ans Bein pinkeln, das wäre es mir wert. Aber eigentlich nur, wenn man eh bereit ist morgen zu kündigen. 

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Dort wo du aktuell bist, wirst du schwer was. Klar kannst du intern nach Stellen schauen, aber bevor du dort von einer anderen Abteilung ein Telefon erhältst, wird dein Gruppenleiter/Chef angerufen wie er dich einschätzt. Wird er sich für dich stark machen?
Sofern du beim OEM bleiben willst, bleiben dir nur die Chancen weiter Netzwerken und dich an deinem Chef vorbei zu entwickeln in der Hoffnung, dass sich eine Chance ergibt.

In welcher Branche willst du überhaupt arbeiten und wo?

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Dein Chef scheint ein Spasti zu sein.

Klar hat er den Druck, dass er Dich nicht einfach zum Senior machen kann, wenn das normalerweise zehn Jahre dauert. Aber wenn er gut wäre, dann wüsste er das und würde mit Dir an Alternativen arbeiten, oder Dich in andere Abteilungen vermitteln. So hat er Dir die Tür vor der Nase zugeschlagen und weiß, dass Du gehen wirst. Ich checke sein Verhalten nicht, vielleicht bist Du ihm sogar zu gut, oder er mag Dich persönlich nicht (mehr). 

Mein Tipp: Du musst Dich verändern - nicht überraschend. Schau intern, was es für Möglichkeiten gibt (hast Du bei Deinen Projekten andere Führungskräfte kennengelernt, von denen Dich jemand gerne hätte? Gibt es bei Euch einen internen Talentpool für kommende Führungskräfte? Kann man sich vielleicht bei HR beraten lassen?)

Parallel solltest Du extern schauen: Falls Du noch nicht bei LinkedIn bist, mach Dir da einen Account und Du solltest regelmäßig von Recruitern angeschrieben werden. Ich denke mit deinen Qualifikationen sollte es Dir leicht fallen 100k pro Jahr zu bekommen.

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Am 22.6.2022 um 10:46 , cooperx schrieb:

Dort wo du aktuell bist, wirst du schwer was. Klar kannst du intern nach Stellen schauen, aber bevor du dort von einer anderen Abteilung ein Telefon erhältst, wird dein Gruppenleiter/Chef angerufen wie er dich einschätzt. Wird er sich für dich stark machen?

Muss nicht mal sein, in so einem großen Laden kennt mitunter niemand niemanden und du rutscht einfach durch den Filter und kriegst die neue Stelle.

Ich kenne aber mindestens einen DAX-KFZ-OEM bei dem dir das gehaltstechnisch noch nicht einmal etwas bringt ;-)

Man muss halt auch klar sagen, dass viele Leute zu diesen DAX-KFZ-OEM gehen, weil das extrem sichere Jobs mit solider work-life-balance sind. Entsprechend ist das Umfeld. Schnelle Aufstiege sind nicht unbedingt vorgesehen. Und das sind halt auch keine IT-Unternehmen. Wäre man überkritisch würde man sagen: Du hast bei der Wahl des Unternehmens und der Branche einfach schon einen Fehler gemacht.

 

 

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Tja, willkommen im echten Leben. Firmen halten ihre Mitarbeiter gerne hin, insbesondere wenn diese es mit sich machen lassen. War selbst 1.5 Jahre in einem Startup mit dem explizitem Wunsch Product Manager zu sein. Als ich dann gekündigt habe, um mein eigenes Business zu verfolgen, war die Stelle und ein Gehaltsanstieg von 20 Prozent 'zufälligerweise' verfügbar. 

Ganz ehrlich, hör auf @TriiaZ und werde Freelancer. Mit deinem Background bekommst du eine Stelle in einer Woche. Falls du keinen Bock auf Deutschland hast, dann würde ich einen Umzug nach Portugal empfehlen wo du mit dem NHR-Visum lediglich 20 Prozent Steuerrate hast. Frag mal bei @ToTheTop nach, falls dich der Weg interessiert. 

Viel zu viele Leute, insb. im Bereich Software Engineering, verkaufen sich massiv unter Wert. Die haben oftmals Angst, dass die keine Stelle bekommen, was komplett irrational ist. Wenn du es einigermaßen verstehst dich zu verkaufen, dann kommst du super easy an eine Freelancer-Stelle mit Minimum €10k pro Monat. Hab ich vermutlich schon 4 - 5x im Bekanntenkreis gesehen. 

Wären dann, bei Umzug nach Portugal, knapp €100k netto im Jahr. Und glaub mir, dein Workload bleibt der selbe. Gibt nicht wenige Freelancer, die 2 - 3 Projekte gleichzeitig stemmen und somit 20 - 30k pro Monat (kommt natürlich auf's jeweilige Projekt an). 

Fazit: hör auf dich ausbeuten zu lassen und verkaufe dich nicht mehr unter Wert. 

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vor 10 Stunden, suchti. schrieb:

Falls du keinen Bock auf Deutschland hast, dann würde ich einen Umzug nach Portugal empfehlen wo du mit dem NHR-Visum lediglich 20 Prozent Steuerrate hast. Frag mal bei @ToTheTop nach, falls dich der Weg interessiert. 

hör doch auf mit dem blödsinn hier jeden unternehmer zu empfehlen wegen steuersparen nach portugal oder ins ausland abzuhauen.

ihr wurdet sprichtwörtlich alle erst hier groß und sobald ihr laufen könnt hauet ihr wegen ein paar kröten ab. das ist einfach ultrapeinlich und nmm. auch total unmännlich. es ist etwas anderes wenn man einfach bock hat, wo anders zu leben und zu arbeiten aber wegen wegen ein paar kopeiken?

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vor 7 Stunden, Arbeiter schrieb:

hör doch auf mit dem blödsinn hier jeden unternehmer zu empfehlen wegen steuersparen nach portugal oder ins ausland abzuhauen.

ihr wurdet sprichtwörtlich alle erst hier groß und sobald ihr laufen könnt hauet ihr wegen ein paar kröten ab. das ist einfach ultrapeinlich und nmm. auch total unmännlich. es ist etwas anderes wenn man einfach bock hat, wo anders zu leben und zu arbeiten aber wegen wegen ein paar kopeiken?

Haha bitte was? Nur weil ich in DE aufgewachsen bin, muss ich doch nicht den Rest meines Lebens hier verbringen. 

Ist ja schön, dass du gerne 50% deines Einkommens an den Staat abgibst. Ich, und viele weitere Menschen in meinem Bekanntenkreis, halten da aber nichts von. 

Und komm mir nicht mit irgendeinem Gelaber von wegen Männlichkeit. Als ob das auch nur ein bisschen was mit meinem Lebensmittelpunkt zu tun hat. 

Keinen Plan, wie alt du bist, aber zum Erwachsenwerden gehört auch dazu, dass man die Lebensmodelle anderer akzeptiert.
Mal ganz davon abgesehen, dass die Lebensqualität in Ländern wie Portugal (zumindest was meine persönlichen Parameter angeht) um Welten höher ist.. 

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Falls du noch was vor hast im Leben und davon geh ich mal aus solltest du sofort die Reisleine ziehen. Sowas sollte man maximal 2 Jahre machen sonst führt dich das in eine Sackgasse. Idealerweise wäre jetzt der Sprung in eine höherwertige Stelle mit der Möglichkeit zur weiteren fachlichen Entwicklung, Gehalt würde ich da aktuell noch als zweirangig betrachten das kommt dann schon noch. 

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Hallo zusammen!

Erstmal sorry für die etwas späte Antwort. Ich hatte in letzter Zeit Bewerbungsmarathons und war dementsprechend etwas durch. 😩 Dazu aber später mehr.

Und dann noch ein großes Dankeschön an euch für die Antworten! Ich bin wirklich positiv überrascht über die differenzierten Sichtweisen. 👍 In anderen Foren erhält man eher Antworten von verbitterten Zynikern oder irgendwelchen Post-Pubertären Bacheloranden, die meinen die Welt voll durchblickt zu haben und einen belehren zu müssen.

Ich gehe nun erst Mal direkt auf einige Aussagen ein und werde dann am Ende meine jetzige Situation kurz darstellen.

Zitat

Ich muss zugeben, den letzten Abschnitt habe ich nur überflogen - in dem du über deine Erfolge sprichst. Lange Texte sind lästig zu lesen - fasse dich am besten kurz.

Du hast Recht. Meinen Eingangsbeitrag hätte ich kürzer fassen können. Ich war wohl zu gefrustet an dem Tag und habe einfach auf die Tastatur gehauen...😅

Zitat

Du hast ein Top Profil. Wie wäre es mit einer Freelancer Tätigkeit ? Du arbeitest ebenso im Team - bei uns (Top Automoative Konzern) wird (fast) keinen Unterschied zwischen intern / extern gemacht mit der Ausnahme, dass du als Externer halt viel mehr verdienst.

Freelancer-Tätigkeiten kommen aktuell eher nicht mehr in Frage. Der Punkt dabei ist einfach, dass ich mich mit einem Konzern identifizieren muss. Als Freelancer würde ich mich eher wie ein Nomade fühlen, der nirgends wirklich hingehört. Ich schätze auch den Aufbau von längerfristigen Beziehungen zu Kollegen.

Zitat

Was du machen kannst, hängt von den Umständen ab. Wie ist deine finanzielle Situation? Was passiert, wenn du da den Job verlierst, wie schnell bekommst du was anderes und wie sehr brauchst du das?

Meine finanzielle Situation ist aufgrund meiner früheren Selbstständigkeit recht gut. Einen neuen Job würde ich innerhalb einer Woche bekommen, da ich bei Xing und LinkedIn bin, dort meine Profile pflege und jede Woche von einem Headhunter angeschrieben werde. Meine Postfächer quillen regelrecht über, sodass ich mittlerweile gar nicht mehr zum Antworten komme. Dabei sind Angebote aus verschiedensten Branchen Europaweit dabei (v. a. Schweiz).

Zitat

Da in der jetzigen Firma wird es wohl schwierig, das zu drehen. In der Regel sind die Strukturen zu verkrustet und wenn du erstmal falsch einsortiert bist, kommst du da wohl eher nicht raus.

Warum wird es schwierig? Die Abteilungsleiter und VPs haben bei uns auch mal klein angefangen und sich hochgearbeitet. Könntest du deine Aussage bitte begründen?

Zitat

Aber was würde dir denn sonst noch so Spass machen?

Am liebsten wäre mir, eine ähnliche wie die jetzige Stelle entspannt auszuführen und nebenbei wieder Unternehmer zu werden. Nur dann auf jeden Fall zusammen mit mind. einer anderen Person. Dabei muss es nicht ein Mal in der Software-Branche sein. Ich sehe im Influencer-Bereich immer noch einen gigantischen, ungesättigten Markt und würde da gerne mit jemandem einsteigen. Das Problem: finde Mal jemanden, der inhaltlich was kann, unternehmerisch denkt und einfach den Drive dafür hat. Ich habe mich über LinkedIn diesbzgl. schon mit mehreren Leuten kurzgeschlossen, die sich dann aber allesamt als sehr nachlässig entpuppt haben. Gibt es hier vllt. MeetUps o. ä. zum Netzwerken?

Zitat

 Und wie wichtig ist das Geld?

Sehr wichtig. Nicht jedoch, weil ich materialistisch geprägt bin. Abgesehen von meiner Rolex und Omega führe ich ein eher bodenständiges Leben. 😂 Der springende Punkt ist dabei einfach: ich bin gerne erfolgreich und lege Wert auf Ansehen. Und beides geht in unserer Gesellschaft Hand in Hand mit dem Einkommen. Ich muss das Gefühl haben, dass meine Leistung viel Wert ist.

Zitat

Selbständig bzw. eigene Firma hat immer das Problem, die richtigen Partner zu finden, wenn man nicht alle Aspekte selber abdeckt. Mit den falschen Leuten scheitert das.

Jep, leider. Die richtigen Leute zu finden erscheint mir mittlerweile wie Lotto-Spielen.

 

Zitat

Aus Spass an der Freude würde ich mal versuchen, mit dem Vorgesetzten deines Chefs zu reden.

Ne, das wäre ein No-Go in unserem Konzern, da ganz klares Hintergehen des direkten Vorgesetzten. Wenn ich das tue, ist mein Ruf in der Abteilung ruiniert und man würde versuchen, mich rauszuekeln. Weshalb sollte der Chef meines Chefs mir überhaupt glauben? Er ist dicke mit meinem Chef.

 

Zitat

Und deinem Chef da nochmal ordentlich ans Bein pinkeln, das wäre es mir wert.

Mir nicht. Wenn ich eins gelernt habe, dann das: hinterlasse nie verbrannte Erde. Das kann selbst bei einem internen Wechseln negativ auf dich zurückfallen. Von sowas würde ich wirklich die Finger lassen.

 

Zitat

Dort wo du aktuell bist, wirst du schwer was. Klar kannst du intern nach Stellen schauen, aber bevor du dort von einer anderen Abteilung ein Telefon erhältst, wird dein Gruppenleiter/Chef angerufen wie er dich einschätzt. Wird er sich für dich stark machen?

Mein Chef hat mir zugesagt, sich für mich stark zu machen. Das ist ja auch das mindeste, nachdem ich so sehr in Vorleistung gegangen bin. Er weiß auch, dass ich der einzige in unserer Abteilung bin, der die Technologie der neu von mir eingeführten Tool-Infrastruktur derart gut beherrscht. Und da diese Tool-Infrastruktur essentiell für den operativen Betrieb ist, habe ich hier eine Abhängigkeit geschaffen. Evtl. wird er später noch meine Hilfe benötigen.

Zitat

So hat er Dir die Tür vor der Nase zugeschlagen und weiß, dass Du gehen wirst. Ich checke sein Verhalten nicht, vielleicht bist Du ihm sogar zu gut, oder er mag Dich persönlich nicht (mehr). 

Ich denke nicht, dass er mich nicht mag. Aber wir sind eben auch nicht wirklich dicke. Hinzu kommt das sozialistisch angehauchte IG-Metall-System, das High-Performer schwer bestraft und solche Konzerne zum Induestriebeamtentum degradiert. Die Sozis verstehen halt irgendwie den freien Markt nicht so ganz (werden sie wahrscheinlich auch nie verstehen).

Zitat

Falls Du noch nicht bei LinkedIn bist, mach Dir da einen Account und Du solltest regelmäßig von Recruitern angeschrieben werden. Ich denke mit deinen Qualifikationen sollte es Dir leicht fallen 100k pro Jahr zu bekommen.

Account habe ich schon lange, wird auch kontinuierlich gepflegt (s.o.). Angebote erhalte ich im Schnitt jede Woche (damals halt auch von eine FAANG-Unternehmen). Jedoch sind das keine renommierten Unternehmen, mit denen ich mich identifizieren kann. Das ist mir halt schon irgendwo wichtig.

Zitat

ihr wurdet sprichtwörtlich alle erst hier groß und sobald ihr laufen könnt hauet ihr wegen ein paar kröten ab. das ist einfach ultrapeinlich und nmm. auch total unmännlich. es ist etwas anderes wenn man einfach bock hat, wo anders zu leben und zu arbeiten aber wegen wegen ein paar kopeiken?

Ich sehe das anders. Ja, wir wurden hier "groß". Aber zu welchem Zweck? Ja wohl um letztlich zu fleißigen Arbeitsbienchen für die Wirtschaft gezüchtet zu werden, die für die Privilegierten knechten und ihnen einen hohen Mehrwert schaffen. Mehr ist das nicht. Mir wurde damals in der Schule eingetrichtert, dass es lediglich auf Leistung ankomme und man damit im Leben aufsteigen könne. Die Realität ist eine völlig andere. Wie kann es sein, dass solch eine Illusion indoktriniert wird? -> Knechtschaft
Hinzu kommt, dass die älteren Generationen unsere Gesellschaft in eine desolate Lage manövriert haben. Klimaschutz wurde gut und gerne ignoriert (hauptsache massig Billigfleisch und 5 Mal im Jahr mit dem Billigflieger in den Urlaub) und gegen sonstige negative sozioökonomische Entwicklungen ist kein Arsch je auf die Straße gegangen (bis auf einige Linke Randgruppen). Und was ist das Resultat?

  • erhöhte Lebenshaltungskosten, u.a. durch die Klimakrise verursacht
  • horrende Immobilienpreise
  • Zerstörung des Rentensystems
  • Inflation

Wir jüngeren Leute müssen das Ganze nun stemmen und unter diesen harschen Bedingungen klarkommen. Während ältere Leute locker zu sehr hohen Gehältern in Konzernen gekommen sind und sich ein Haus oder sogar 2 Häuser in guter Lage bauen konnten, können wir jungen Leute uns kaum eine fucking Eigentumswohnung in halbwegs guter Lage leisten. In unserer Produktion kenne ich einen älteren Bandarbeiter, der baut gerade sein 2. Haus und hat im Ausland noch eins rumstehen....

Von daher: wir schulden niemandem etwas.

Zitat

Falls du noch was vor hast im Leben und davon geh ich mal aus solltest du sofort die Reisleine ziehen. Sowas sollte man maximal 2 Jahre machen sonst führt dich das in eine Sackgasse. Idealerweise wäre jetzt der Sprung in eine höherwertige Stelle mit der Möglichkeit zur weiteren fachlichen Entwicklung, Gehalt würde ich da aktuell noch als zweirangig betrachten das kommt dann schon noch. 

Jep, volle Zustimmung zur ersten Aussage. Deswegen habe ich nun auch die Reißleine gezogen. Deiner Aussage, dass das Gehalt automatisch komme, stimme ich nicht zu. Sonst hätte ich ja aufgrund meiner derzeitigen Performance und Verantwortung schon automatisch mehr bekommen; dies ist aber nicht passiert. Wie kommst du zu dieser Einschätzung?

--------------------------------------------------------------------------------

Sooo. Nun zu meiner gegenwärtigen Situation:

Ich habe meinem Chef klar und deutlich gesagt, dass ich in seiner Abteilung keine Entwicklungsmöglichkeiten mehr für mich sehe. Zudem habe ich ihm durch die Blume vermittelt, dass ich mit illusorischen Ansprüchen à la "Senior Software Engineer in 10 Jahren" nichts anfangen kann. Habe mich daher auf 2 interne Stellen mit höherer Eingruppierung (allesamt auf letzter Entgeltgruppe im Tarifvertrag; danach kommt AT) beworben und Baaam: innerhalb kurzer Zeit Zusagen von beiden Abteilungen. Natürlich kommt das Gehalt an keine 100k ran, aber dennoch kann ich mit dem Ergebnis erstmal leben. Mein nächstes Ziel ist es, wieder sehr gut zu performen und dann in 2-3 Jahren wieder aufzusteigen und mir einen AT-Vertrag zu ergattern.

Damit ich jedoch nicht wieder in die selbe Falle tappe, muss ich ab jetzt aktiv Karrieremanagement betreiben. Könnt ihr hier irgendwelches Material (Lektüre, Video-Kurse) empfehlen?

 

 

bearbeitet von Urkraft
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vor 7 Stunden, Urkraft schrieb:

[Situation ist schwierig in der aktuellen Situation zu lösen]

Warum wird es schwierig? Die Abteilungsleiter und VPs haben bei uns auch mal klein angefangen und sich hochgearbeitet. Könntest du deine Aussage bitte begründen?

 

 

Weil in meiner Erfahrung (teilweise selber als Chef) Leute die Probleme auf den Tisch bringen halt nerven, sie stören sie schöne Lethargie. Klar muss man Sachen irgendwann bereinigen oder hinbiegen, sonst geht die Firma drauf. Aber meist kennt man die Probleme und es gibt halt Gründe, warum das nicht geändert wird. Und darauf angesprochen werden erzeugt halt ein schlechtes Gefühl. Als Chef will man das es läuft, und wenn nicht, dann wenigstens nicht zu viel davon mitbekommen (ist natürlich was, das den Untergang am Ende besiegelt). 

Dein Chef ist zumindest für dich ein Problem. Aber gibt halt Gründe, warum er da ist, wird nicht so schnell abberufen werden. Und eventuell ist er ja auch deshalb da, damit die höheren Vorgesetzten nicht mit nervigen Angestellten reden müssen. Insofern sehe ich die Chancen, dass da ein höherer Chef sagt "Ja, das läuft da nicht richtig" eher gering. Und selbst wenn er es sagt, passiert vermutlich wenig.

Am ehesten besteht dann noch eine Chance in einer Abteilung, die nicht mit der jetzigen zu tun hat oder in einer Konkurrenzsituation (vielleicht mögen sich die Chefs nicht) steht. Dann wäre ein Abwerben da möglich. 

 

PS:

Ok, habe noch den Rest gelesen. Damit ist der obige Kommentar dann eher nicht ganz passend. Wenn du jetzt intern da was anderes gefunden hast, dann sollte das für dich ja erstmal ne ganz brauchbare Lösung sein.

bearbeitet von Der Namenlose

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vor 10 Stunden, Urkraft schrieb:

Freelancer-Tätigkeiten kommen aktuell eher nicht mehr in Frage. Der Punkt dabei ist einfach, dass ich mich mit einem Konzern identifizieren muss. Als Freelancer würde ich mich eher wie ein Nomade fühlen, der nirgends wirklich hingehört. Ich schätze auch den Aufbau von längerfristigen Beziehungen zu Kollegen.

Ich sehe da einen Konflikt zwischen Ankommen-wollen und deinem Ehrgeiz. Letztlich zwischen Sicherheit und Freiheit. Kann mir nicht so richtig vorstellen, daß du in der Bürokratie-Hölle glücklich werden kannst.

Vielleicht wären eigene Angestellte eine Lösung - ein Unternehmen nach deinen Vorstellungen hochziehen? Also nicht gleichberechtigte Partner suchen, sondern andern ein schönes Hamsterrad zur Verfügung stellen. Nicht ganz klar, ob du das schon gemacht hattest mit deinen 2 Produkten.

Deine Beziehung zu Leistung ist auch irgendwie widersprüchlich, das hier

vor 10 Stunden, Urkraft schrieb:

letztlich zu fleißigen Arbeitsbienchen für die Wirtschaft gezüchtet zu werden, die für die Privilegierten knechten und ihnen einen hohen Mehrwert schaffen. Mehr ist das nicht. Mir wurde damals in der Schule eingetrichtert, dass es lediglich auf Leistung ankomme und man damit im Leben aufsteigen könne. Die Realität ist eine völlig andere. Wie kann es sein, dass solch eine Illusion indoktriniert wird? -> Knechtschaft

paßt überhaupt nicht zu deinem Verhalten.

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"Damit ich jedoch nicht wieder in die selbe Falle tappe, muss ich ab jetzt aktiv Karrieremanagement betreiben. Könnt ihr hier irgendwelches Material (Lektüre, Video-Kurse) empfehlen?"

 

Das ist richtig, der fragwürdige Nutzen von Internetcoaches und Kursen sollte klar sein. Es empfiehlt sich daher einen Mentor zu finden, am besten einen der dort ist wo du hinwillst. 

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Am 27.6.2022 um 21:07 , suchti. schrieb:

Tja, willkommen im echten Leben. Firmen halten ihre Mitarbeiter gerne hin, insbesondere wenn diese es mit sich machen lassen. War selbst 1.5 Jahre in einem Startup mit dem explizitem Wunsch Product Manager zu sein. Als ich dann gekündigt habe, um mein eigenes Business zu verfolgen, war die Stelle und ein Gehaltsanstieg von 20 Prozent 'zufälligerweise' verfügbar. 

Ganz ehrlich, hör auf @TriiaZ und werde Freelancer. Mit deinem Background bekommst du eine Stelle in einer Woche. Falls du keinen Bock auf Deutschland hast, dann würde ich einen Umzug nach Portugal empfehlen wo du mit dem NHR-Visum lediglich 20 Prozent Steuerrate hast. Frag mal bei @ToTheTop nach, falls dich der Weg interessiert. 

Viel zu viele Leute, insb. im Bereich Software Engineering, verkaufen sich massiv unter Wert. Die haben oftmals Angst, dass die keine Stelle bekommen, was komplett irrational ist. Wenn du es einigermaßen verstehst dich zu verkaufen, dann kommst du super easy an eine Freelancer-Stelle mit Minimum €10k pro Monat. Hab ich vermutlich schon 4 - 5x im Bekanntenkreis gesehen. 

Wären dann, bei Umzug nach Portugal, knapp €100k netto im Jahr. Und glaub mir, dein Workload bleibt der selbe. Gibt nicht wenige Freelancer, die 2 - 3 Projekte gleichzeitig stemmen und somit 20 - 30k pro Monat (kommt natürlich auf's jeweilige Projekt an). 

Fazit: hör auf dich ausbeuten zu lassen und verkaufe dich nicht mehr unter Wert. 

Absolut - das ist aber der deutschen devoten Buckel Mentalität geschuldet - geht sogar Hand in Hand mit PUA. Vor allem wenn man ungebunden ist, kann man ja etwas riskieren und vor allem IT Bereich. Und wenn man es smooth macht - kann man durchaus auch skalieren -> 30k+ im Monat schmeckt schon ganz gut. ;-) 

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Von was für Freelancer Jobs sprechen wir hier? 10k im Monat als Entwickler? Habe die Erfahrung gemacht das die Projektmanager meistens eher die Festangestellten sind und die Entwickler die externen Mitarbeiter 

bearbeitet von Vacay

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Am 29.6.2022 um 00:43 , Urkraft schrieb:

Hinzu kommt, dass die älteren Generationen unsere Gesellschaft in eine desolate Lage manövriert haben. Klimaschutz wurde gut und gerne ignoriert (hauptsache massig Billigfleisch und 5 Mal im Jahr mit dem Billigflieger in den Urlaub) und gegen sonstige negative sozioökonomische Entwicklungen ist kein Arsch je auf die Straße gegangen (bis auf einige Linke Randgruppen). Und was ist das Resultat?

  • erhöhte Lebenshaltungskosten, u.a. durch die Klimakrise verursacht
  • horrende Immobilienpreise
  • Zerstörung des Rentensystems
  • Inflation

Wir jüngeren Leute müssen das Ganze nun stemmen und unter diesen harschen Bedingungen klarkommen. Während ältere Leute locker zu sehr hohen Gehältern in Konzernen gekommen sind und sich ein Haus oder sogar 2 Häuser in guter Lage bauen konnten, können wir jungen Leute uns kaum eine fucking Eigentumswohnung in halbwegs guter Lage leisten

Vielleicht solltest du dich etwas mit Wirtschaft befassen bevor du solchen Unsinn postet. 

Die hohen Energiekosten, sind nicht durch die Klimakrise verursacht, sondern vielmehr durch die Klimapolitik und den völlig planlosen Ausstieg aus Kernkraft.

Die Inflation, die horrende Immobilienpreise etc. lassen sich abgesehen von der Energiepolitik durch die Geldpolitik und dem Euro erklären.  Da gibts auch ein paar Leute, die das kritisiert haben. Manche haben sogar deswegen eine Partei gegründet, die nicht allzu klein ist. Aber Linke sind in dieser eher weniger zu finden, die wollen lieber das Geld der anderen haben, statt was zu erwirtschaften. Auf die anderen großen Steuerverschwendungen will ich gar nicht eingehen, aber da gibts genügend (Stichwort Migration, EU, etc.). 5 Mal Billigflieger im Jahr ist übrigens eher eine neuzeitliche Erscheingung der YOLO-Generation. 

Aber lustig wie die Leute sich die Tatsachen zurechtbiegen. Dürfte auch so ein Dunning-Krüger Phänomen sein, gepaar mit etwas Berieselung aus dem ÖR.      

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Für das Karrieremanagement im Konzern sollte es eigentlich Mitarbeiter in der Personalabteilung geben.

Gibt es bei euch ein Bewertungstool? Da sollte im jährlichen Mitarbeitergespräch vermerkt werden, dass der Mitarbeiter für eine Stelle, über seiner jetzigen qualifiziert ist und dass er die Anforderungen seiner Stelle übertrifft.

Dann kommst du automatisch in die Karriereauswahl des Konzerns. Mach dich mal schlau, wie man da rein kommt. AT-Gehalt ist nett, du solltest aber eine Karriere als leitender Angestellter anstreben. Mit deinem bisherigen Lebenslauf sehe ich eher eine Fachkarriere. 

Und du brauchst Netzwerke. 

Schon mal dran gedacht 3-5 Jahre für den Konzern ins Ausland zu gehen?

Das ist eine super Möglichkeit im Konzern Karriere zu machen und Netzwerke aufzubauen.

Das Geld für Bücher kannst du dir sparen!

Ganz wichtig für den Umgang mit dem Vorgesetzten: "Stellen Sie einen Idioten zufrieden!". Wenn es keiner ist, Glück gehabt.

Alle 3-5 Jahre die Stelle wechseln.

Die Fachkompetenz nimmt leider ab bei einer richtigen Karriere. Deshalb nicht immer damit rumkacken, was du früher gemacht hast.

Merke: Entweder du machst etwas Interessantes oder du bist etwas Interessantes. 

An deiner Stelle würde ich mich mal in der Personalabteilung informieren, wie man Karriere bei euch macht. Dann bekommt auch automatisch dein Vorgesetzer deine Ambitionen mit. Bewertet er dich schlecht, ab ins Ausland. Das wird immer gerne gesehen. 

Ohne dir zu Nahe treten zu wollen, aber ich glaube du weißt noch recht wenig, wie man in einem Konzern Karriere macht.

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