Haus der Eltern übernehmen?

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Gast

Guten Abend Leute,

ich brauche mal bezüglich eines Themas einen Rat, bzw. mehrere Meinungen, denn mir fällt es sehr, den Durchblick bei diesem Thema zu haben.

Kurz zu mir: Ich bin männlich, 24, und noch am studieren. Noch etwas mehr als 1 Jahr, wenn ich mich dranhalte, dann habe ich meinen Bachelor in der Tasche.

Meine Eltern leben getrennt, haben damals ein Haus gebaut. Ich habe zwei Geschwister, die kleine wohnt bei meiner Mutter, die 3 Jahre ältere wohnt mit mir im Haus.

Wir sind das Haus noch am abbezahlen und haben noch etwas mehr als 150.000€ Schulden.

Plan war, dass ich fertig studiere, mir eine Arbeit suche, Kredit aufnehme, und quasi die Schulden abbezahle.

Laut meinem Vater gehört das Haus dann uns Kinder.

Eine Möglichkeit wäre, im Haus zu leben, eine andere wäre, die Schulden abzubezahlen und das Haus zu verkaufen (Es sollte mindestens einen Wert von 200-250.000€ haben).

So viel zum theoretischen Teil.

 

Der praktische Teil ist, dass ich dabei ein ungutes, mulmiges Gefühl habe. Ich befinde mich derzeit seit Neuestem in tiefenpsychologischer Therapie, um meine familiäre Vergangenheit aufzuarbeiten.

Viele Manipulationen meiner toxischen Mutter, aber anscheinend auch meines Vaters. Er will - koste es was es wolle- das Haus behalten, um nicht ganz als Verlierer aus der Sache zu gehen (Frau weg, Haus weg etc.), und gut vor seiner Mutter dazustehen. So kommt es mir rüber. Auch wenn er sagt, dass das haus dann uns Kindern gehört, kommt es mir so vor, als ob er sich vorstellt, dass wir einfach ewig mit ihm weiterhin zusammenleben.

Für mich steht und fällt aber anscheinend alles mit dem Haus, so wie mir heute nach der letzten Therapiesitzung klar geworden ist.

 

Meine Mutter will angeblich nichts von dem Haus, auch keine Auszahlung. Glauben tue ich das aber nicht, da wir schon immer emotional von ihr missbraucht wurden und immer für sie da sein mussten, und ich schon früh als Kind die Aufopferungsrolle eingenommen hatte.

Und den Kontaktabbruch versucht sie auch immer wieder zu durchbrechen (über meine große Schwester). Ihr seht also, das Haus ist quasi immer der Ankerpunkt, und ich würde nie richtig von alledem loskommen, mich von den Menschen lösen.

 

Bei manchem, was meine Therapeutin sagt, fällt es mir noch schwer, es wirklich so zu sehen, wie sie. Sie sagt, ich müsse nach dem Studium wirklich Abstand von allen nehmen, bloß das Haus nicht übernehmen, und mir ne Wohnung holen und keinem aus der Familie sagen, wo ich wohne, damit ich von allem loskomme. Wenn ich das Haus übernehmen würde, würde ich nie da raus kommen, sagt sie. Des Weiteren sagt sie, dass ich unbedingt nach dem Studium da raus muss, um von den toxischen Manipulationen raus zu kommen. Es ist eine ältere Therapeutin, bei der ich mich sehr wohl fühle, und es fühlt sich eigentlich alles richtig an, was sie sagt. 

 

Gleichzeitig kommt es mir so vor, als ob eine riesen Verantwortung auf mir lastet und ich quasi wie die letzte Rettung der Familie bin, als einziger Student, und ich was extrem Böses tun würde, wenn ich diese Aufgabe nicht erfülle, das Haus zu retten. Aber gleichzeitig steht und fällt alles mit dem Haus.

 

Andererseits könnte ich das Haus übernehmen und direkt wieder verkaufen. Aber was habe ICH davon? Ich möchte das Geld, was übrig bleibt, nicht. Ich möchte aber auch nicht  als Aufgabe haben, meinen Eltern das Geld auszuzahlen und Ihnen nach alle dem, was vorgefallen ist, noch diesen Gefallen tun.

Andererseits denke ich mir wiederum, dass es rausgeschmissenes Geld wäre, es nicht zu tun, wenn es wirklich sicher ist, dass das Haus mit mindestens 50.000€ (eher mehr) Gewinn weiterverkauft werden kann.

 

Ich habe eine riesen Angst vor der Entscheidung, aber ich merke jetzt erst, dass es mich doch sehr belastet und beschäftigt hat, unterbewusst. WIe, als ob ich vor mir selbst wegrenne, bzw. etwas machen muss, was ich gar nicht will. Klar, ich bin hier aufgewachsen, ich liebe das Haus, aber hier sind auch alle schlechten Erinnerungen, und zweitens, würde ich so nie von den Menschen auf Abstand kommen. Aber dann wiederum. Ich werde dieses Jahr 25. Ich will eh nicht ein Leben lang hier wohnen. Nur es wäre schade, wenn man das Haus verliert. ABer vielleicht ist es genau das, was ich brauche. Dass das passiert. Loslassen von altem, erwachsen werden. Vielleicht halte ich unterbewusst ja noch an etwas fest, und es bedeutet mir mehr, als nur das Haus. Ich weiß es nicht. Aber ich fühle mich nicht wohl mit dieser Last, und dieses Gefühl sollte mir eigentlich genügen, es nicht zu tun.

Ich habe so schon massive Probleme durch meine kindliche und jugendliche Vergangenheit, aufgrund meiner Eltern, die ich jetzt am aufarbeiten bin. Ich denke, das mit dem Haus wäre nur eine weitere Form des Selbstaufopferns, sogar noch weiter, weitere Manipulationsspielchen meiner Eltern, indem sie mich bei dem lenken, was ich mache.

 

Was meint ihr, was würdet ihr tun?

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 Bin da eher bei deiner Therapeutin. Warum musst ausgerechnet du die Schulden übernehmen? Du wirst hier mMn. instrumentalisiert. Wenn dein Vater / deine Eltern unbedingt das Haus behalten wollen, sollen die den Kredit einfach weiter bedienen und fertig. 

Wenn das nicht geht sollen sie es verkaufen. Auch wenn die Immobilienpreise derzeit extrem hoch sind, nicht jede Immobilie ist mit Gewinn zu verkaufen (Lage, Lage, Lage). Ich an deiner Stelle wäre hier vorsichtig. Ggfls. bleibst du auf einem riesen Berg Schulden sitzen.

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vor 6 Minuten, Sam Stage schrieb:

 Bin da eher bei deiner Therapeutin. Warum musst ausgerechnet du die Schulden übernehmen? Du wirst hier mMn. instrumentalisiert. Wenn dein Vater / deine Eltern unbedingt das Haus behalten wollen, sollen die den Kredit einfach weiter bedienen und fertig. 

Wenn das nicht geht sollen sie es verkaufen. Auch wenn die Immobilienpreise derzeit extrem hoch sind, nicht jede Immobilie ist mit Gewinn zu verkaufen (Lage, Lage, Lage). Ich an deiner Stelle wäre hier vorsichtig. Ggfls. bleibst du auf einem riesen Berg Schulden sitzen.

Ich bin der einzige, der studiert... meine kleine Schwester ist noch zu klein, meine große Schwester hat keine abgeschlossene Ausbildung und arbeitet in der Gastro, einfach so vor sich hin. Ich frage mich, wie sie überhaupt alleine klarkommen könnte.

Kredit weiter bedienen ohne Beihilfe von mir und meiner Schwester geht nicht. Wir geben monatlich Geld quasi wie Miete dazu. Alleine würde es mein Vater nicht schaffen.

Was möglich wäre, ist, von mir die Belastung wegzudrücken und denen zu sagen, dass wenn sie das Haus halten sollen, meine Mutter sich dran mit beteiligen soll, auch wenn sie nicht hier wohnt.

 

Ich weiß nur nicht, was sie davon haben könnten, wenn sie diese Verantwortung des Hauses auf mich schieben. Mir das aufrdrücken.

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Würde ich nicht machen frisch aus dem Studium nen Kredit von 150k ans Bein binden. Die Frage ist auch ob du diesen Überhaupt bekommst.

Warum muss das denn überhaupt gemacht werden. Kann dein Vater die Rate nicht mehr bedienen?

 

 

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vor 2 Minuten, KOK1615 schrieb:

Ich weiß nur nicht, was sie davon haben könnten, wenn sie diese Verantwortung des Hauses auf mich schieben. Mir das aufrdrücken.

Na z.b haben sie dich weiter unter Kontrolle, da dann auch eine finanzielle Bindung besteht.

Derjenige der das Haus unbedingt halten will sollte die Verantwortung dafür übernehmen und nicht jemanden anderen diese Verantwortung übertragen.

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vor 14 Minuten, RoyalDutch schrieb:

Würde ich nicht machen frisch aus dem Studium nen Kredit von 150k ans Bein binden. Die Frage ist auch ob du diesen Überhaupt bekommst.

Warum muss das denn überhaupt gemacht werden. Kann dein Vater die Rate nicht mehr bedienen?

 

 

Ja, genau. Meine große Schwester und ich geben jeweils einen Betrag monatlich mit dazu.

Was noch eine Möglichkeit wäre: Ich ziehe aus, und bei entsprechendem Lohn würden mir 200-300€ monatlich abzudrücken vielleicht auch nicht so weh tun. Aber dann würde ich, wie @Sam Stage schon geschrieben hat, trotzdem finanziell gebunden sein. Aber andererseits, wenn ich an einem denne unbekannten Ort wohne, und nur das Geld rüber überweise, hab ich damit auch nichts am Hut. Oder wie seht ihr das?

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vor 3 Minuten, KOK1615 schrieb:

hab ich damit auch nichts am Hut. Oder wie seht ihr das

Doch denn du bist finanziell gebunden. Außerdem ist man als Study in der Regel chronisch klamm, warum willst du dir das antun? Schau lieber das du dein Studium schnell und gut abschließt denn das machst du für dich.

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Gerade eben, Sam Stage schrieb:

Doch denn du bist finanziell gebunden. Außerdem ist man als Study in der Regel chronisch klamm, warum willst du dir das antun? Schau lieber das du dein Studium schnell und gut abschließt denn das machst du für dich.

chronisch klamm? Finanziell knapp meinst du? Ja, ich habe einen Werkstudentenjob, ist nicht so viel, was ich verdiene.

Ich weiß nicht, was passiert, wenn ich es nicht tue. Ich habe Angst, diese Entscheidung irgendwann zu bereuen, wenn ich mal zurückschaue. Andererseits glaube ich das irgendwie auch nicht.

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vor 2 Minuten, KOK1615 schrieb:

Ich weiß nicht, was passiert, wenn ich es nicht tue. Ich habe Angst, diese Entscheidung irgendwann zu bereuen, wenn ich mal zurückschaue. Andererseits glaube ich das irgendwie auch nicht.

Nix passiert, gfls. verliert dein Vater das Haus aber das hätte er sich vorher überlegen müssen als er es gekauft hat.

Seine Entscheidung, seine Verantwortung 

Würde ich mir an deiner Stelle nicht ans Bein binden.

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vor 3 Minuten, Sam Stage schrieb:

Nix passiert, gfls. verliert dein Vater das Haus aber das hätte er sich vorher überlegen müssen als er es gekauft hat.

Seine Entscheidung, seine Verantwortung 

Würde ich mir an deiner Stelle nicht ans Bein binden.

Genau das. Faktisch zahlst du aktuell Miete.

Ziehst du aus zahlst du keine Miete mehr ganz einfach.

Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun versucht man dir aber einzureden.

Und wieso an einen Ort ziehen den die nicht kennen? Einfach ausziehen weil willst alleine Leben und auf eigenen Füßen stehen ganz simpel.

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vor 3 Minuten, RoyalDutch schrieb:

Und wieso an einen Ort ziehen den die nicht kennen? Einfach ausziehen weil willst alleine Leben und auf eigenen Füßen stehen ganz simpel.

Naja, da spielt therapiemäßig viel hinein - keine Kontaktaufnahmeversuche meiner Familie usw. (Abstand haben).

Ihr habt ja recht. Ich habe nur Angst davor, nen zu sagen. Weil ich bis jetzt ja gesagt habe und mein Vater denkt, dass ich es tue. Aber ich wusste ja nie so richtig. Ich schäme mich irgendwie, jetzt einen Rückzieher zu machen. Aber das hat ja nichts mit Loyalität oder das eigene Wort halten zu tun. Es ist eine riesen Last und wurde mir aufgezwungen, weil ich als der einzige Retter in Not gesehen werde.

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vor 6 Minuten, KOK1615 schrieb:

Naja, da spielt therapiemäßig viel hinein - keine Kontaktaufnahmeversuche meiner Familie usw. (Abstand haben).

Ihr habt ja recht. Ich habe nur Angst davor, nen zu sagen. Weil ich bis jetzt ja gesagt habe und mein Vater denkt, dass ich es tue. Aber ich wusste ja nie so richtig. Ich schäme mich irgendwie, jetzt einen Rückzieher zu machen. Aber das hat ja nichts mit Loyalität oder das eigene Wort halten zu tun. Es ist eine riesen Last und wurde mir aufgezwungen, weil ich als der einzige Retter in Not gesehen werde.

Zur Not sagst du halt warst bei der Bank bekommst Kredit nicht was soll er dann schon sagen?

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vor 4 Minuten, KOK1615 schrieb:

Es ist eine riesen Last und wurde mir aufgezwungen, weil ich als der einzige Retter in Not gesehen werde.

Eine Not die du nicht verursacht hast...

Deine Eltern haben entschieden das Haus zu kaufen, mit dieser Entscheidung müssen sie nun leben und das beste daraus machen.

Ich finde es ehrlichweise sehr befremdlich das du da mit reingezogen wirst  Sowas hätte mein Vater niemals gemacht.

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Haus vermieten und wenn später eines von euch Kindern da ne Familie groß ziehen will, kann er/sie das tun.

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Um was für monatliche Belastungen geht es hier? 150.000 € Restschuld ist für ein Haus nicht viel. Bei 2% Tilgung und 3% Zinsen sind es 625€ monatlich. Diesen Betrag können deine Eltern nicht stemmen? In welcher Gegend wohnst, dass ein gebautes Haus nur zwischen 200.000 bis 250.000 € Wert ist? Das kann ich mir fast gar nicht vorstellen. Entweder ist das ein Minihaus mit maximal 90 qm und kein Garten oder liegt in einem 100 Einwohner Dorf in einer sehr strukturschwachen Gegend oder ist nur 2 Meter von einer Biogasanlage entfernt.

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vor 21 Minuten, realduckman schrieb:

Um was für monatliche Belastungen geht es hier? 150.000 € Restschuld ist für ein Haus nicht viel. Bei 2% Tilgung und 3% Zinsen sind es 625€ monatlich. Diesen Betrag können deine Eltern nicht stemmen? In welcher Gegend wohnst, dass ein gebautes Haus nur zwischen 200.000 bis 250.000 € Wert ist? Das kann ich mir fast gar nicht vorstellen. Entweder ist das ein Minihaus mit maximal 90 qm und kein Garten oder liegt in einem 100 Einwohner Dorf in einer sehr strukturschwachen Gegend oder ist nur 2 Meter von einer Biogasanlage entfernt.

Haus wurde im Jahre 2000 gebaut. Neubaugebiet, dorf. Ja, mein Vater meint, es wäre viel mehr wert. So um die 300.000. 

Wie groß es ist, muss ich mal in den Unterlagen schauen. Aber 3 Etagen + Keller. Garten auch vorhanden. Insgesamt glaube ich 220qm. 

 

Der monatliche Kreditbetrag ist etwas höher, +NK kommen ja auch noch dazu. Allerdings würden die ja auch sinken, wenn ich nicht mehr da wohnen würde. Normalerweise sollte das mein dad eigentlich auch alleine hinkriegen. Ich weiss nicht, warum sie unbedingt mich da an dieser Stelle sehen wollen. 

Nicht, dass ich noch ihre Kämpfe austrage. Die haben sich schon immer wegen dem Haus gestritten und gezofft, da sie schon immer quasi für das Haus gearbeitet haben, und es nach der Scheidung vor ein paar Jahren nicht verlieren wollten. Und da musste ich dann wohl als Retter herhalten, obwohl ich das gar nicht will. 

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vor 2 Minuten, KOK1615 schrieb:

Haus wurde im Jahre 2000 gebaut. Neubaugebiet, dorf. Ja, mein Vater meint, es wäre viel mehr wert. So um die 300.000. 

Wie groß es ist, muss ich mal in den Unterlagen schauen. Aber 3 Etagen + Keller. Garten auch vorhanden. Insgesamt glaube ich 220qm. 

Monatliche Belastung für die Bankrate?

Du kannst doch mal ein wenig in Immoscout stöbern und schauen was andere in der Gegend für ein Haus verlangen. Dann hast du ein besseres Preisgefühl. Bei 220 qm und relativ neues Haus geht das Haus ziemlich sicher für über 300.000 € weg, es sei denn es ist echt am Arsch der Welt jenseits irgendwelcher Stadt.

Wieso das Haus nicht einfach verkaufen? Im Gegensatz zu einer Zwangsversteigerung hat mal alles selbst in der Hand und kann versuchen einen Maximalpreis zu erzielen. Es ist gerade keine schlechte Zeit Immobilien zu verkaufen. Die Preise sind abartig in den letzten Jahren gestiegen und stagnieren etwas seit einem halben Jahr. 300.000 € Verkaufspreis bei 150.000 € Restschuld sorgt für einen ordentlichen Batzen Geld fürs Bankkonto.

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vor 5 Minuten, realduckman schrieb:

Monatliche Belastung für die Bankrate?

Du kannst doch mal ein wenig in Immoscout stöbern und schauen was andere in der Gegend für ein Haus verlangen. Dann hast du ein besseres Preisgefühl. Bei 220 qm und relativ neues Haus geht das Haus ziemlich sicher für über 300.000 € weg, es sei denn es ist echt am Arsch der Welt jenseits irgendwelcher Stadt.

Wieso das Haus nicht einfach verkaufen? Im Gegensatz zu einer Zwangsversteigerung hat mal alles selbst in der Hand und kann versuchen einen Maximalpreis zu erzielen. Es ist gerade keine schlechte Zeit Immobilien zu verkaufen. Die Preise sind abartig in den letzten Jahren gestiegen und stagnieren etwas seit einem halben Jahr. 300.000 € Verkaufspreis bei 150.000 € Restschuld sorgt für einen ordentlichen Batzen Geld fürs Bankkonto.

Du meinst jetzt schon verkaufen? Oder warten bis ich mit dem Studium fertig bin und dann verkaufen? 

Ich weiss nur nicht, ob es deren Absicht ist, es zu verkaufen. Aber ICH will es jedenfalls nicht besitzen. 

 

Ich schaue Heute nachmittag mal nochmal in die Unterlagen und gebe bescheid. Wir hatten sogar mal damals ein paar interessierte Käufer, die wir aber dann doch abgelehnt hatten...

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vor 8 Minuten, KOK1615 schrieb:

Du meinst jetzt schon verkaufen? Oder warten bis ich mit dem Studium fertig bin und dann verkaufen? 

Ich weiss nur nicht, ob es deren Absicht ist, es zu verkaufen. Aber ICH will es jedenfalls nicht besitzen. 

 

Ich schaue Heute nachmittag mal nochmal in die Unterlagen und gebe bescheid. Wir hatten sogar mal damals ein paar interessierte Käufer, die wir aber dann doch abgelehnt hatten...

Aufgrund der schwierigen familiären Situation und weil du das gar nicht haben willst, am besten jetzt verkaufen. Wenn ich das richtig verstanden habe wohnen die Eltern gar nicht mehr drin. Wieso also nicht einfach verkaufen. Der Marktwert eines Hauses ist zur Zeit enorm. 

Oder an fremde vermieten, falls auf dem Land jemand ein ganzes Haus überhaupt mieten möchte. Muss man sich mal durchrechnen, ob das sinnvoll ist. Marktwert ins Verhältnis zur erzielbaren Jahresmitte setzen und schauen, ob da was finanziell sinnvolles dabei rauskommt. Da dir das Haus nicht gehört ist das ganze halt etwas schwierig, da du nicht die Entscheidung treffen kannst. Ein Darlehen bekommst du auch nicht. Banken vergeben in der Regel nur Darlehen, wenn man mindestens aus der Probezeit raus ist. Du bist Student, Null Sicherheiten für die Bank. Die sind da meist echt stur und handeln nur nach Richtlinie. 

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vor 21 Minuten, KOK1615 schrieb:

Aber ICH will es jedenfalls nicht besitzen. 

Das ist die eigentlich wichtige Aussage die jetzt dein Handeln bestimmen sollte.

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vor 9 Stunden, KOK1615 schrieb:

chronisch klamm? Finanziell knapp meinst du? Ja, ich habe einen Werkstudentenjob, ist nicht so viel, was ich verdiene.

Ich weiß nicht, was passiert, wenn ich es nicht tue. Ich habe Angst, diese Entscheidung irgendwann zu bereuen, wenn ich mal zurückschaue. Andererseits glaube ich das irgendwie auch nicht.

Klar wirst du es irgendwann bereuen deine psychischen Probleme über Finanzen und Hauskauf zu regeln wird nicht funktionieren. Sich dahingehend von einer Psychologin beraten zu lassen halte ich auch für Fahrlässig. Das ganze sind zwei paar Schuhe und sollten getrennt betrachtet werden.

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vor 23 Minuten, rogerM schrieb:

Klar wirst du es irgendwann bereuen deine psychischen Probleme über Finanzen und Hauskauf zu regeln wird nicht funktionieren. Sich dahingehend von einer Psychologin beraten zu lassen halte ich auch für Fahrlässig. Das ganze sind zwei paar Schuhe und sollten getrennt betrachtet werden.

Guter Punkt. Die finanzielle Bildung in Deutschland ist im Schnitt katastrophal. Bei Psychologen ist das vermutlich sogar noch schlimmer...

Achte in erster Linie auf jeden Fall auf dein Glück und deine Gesundheit. Finanzielle Aspekte sollte man allerdings nicht komplett außer Acht lassen, vor allem wenn man dies eventuell relativ einfach geschickt lösen könnte.

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Ich verstehe schon, dass man beide Themen nicht vermischen sollte. Andererseits kann man es auch psychologisch betrachten, nämlich, dass ich aus diesen Abhängigkeiten, Manipulationen usw. Nicht rauskomme, wenn ich mich vom Haus nicht löse. Denn das verbindet. 

Ich wohne aktuell in dem Haus, mit Vater und großer Schwester.

Mein Vater meinte letztens  zu mir, dass seine Mutter, also seine Oma, von jedem von uns Kindern 15000euro aufm Konto hätte, was wir irgendwann bekommen, wenn wir erwachsen sind. Vorgeschlagen hat er, damit ja teils die Schulden zu bezahlen, wenn ich das Haus übernommen habe. 

Gleichzeitig, wenn ich jetzt ausziehe, würde das Geld nicht reichen und er könne das Haus alleine nicht halten. Auf meinen Vorschlag hin, die Oma solle ihm das Geld geben und ich könne dann ausziehen, sagte er plötzlich: ne, das geld ist für später, das gibt sie jetzt nicht. Wobei ich nur 325e Miete zahle, das sind in Jahr 3500euro. Wegen 3500e soll ich im Haus bleiben und nicht ausziehen? Weil er angeblich das Geld nicht hat?

Das finde ich komisch und ich denke, da steckt mehr dahinter. Wenn das Haus so wichtig ist, wieso gibt sie ihm nicht die 3500e und ich kann für mein Wohlergehen ausziehen und er kann das Haus halten. Aber das ist ja irgendwie nicht von denen gewollt. Das verstehe ich nicht... ich will auch gar kein Geld von irgendwem. Aber es wird so dargestellt, als ob wir es uns nicht leisten können, obwohl irgendwie und irgendwo schon Geld da ist. Da passt vieles nicht zusammen. 3500e jährlich sollten doch da sein, um meine Miete zu ersetzen. Wenn meine Schwester auch gehen würde, wären es 7000euro. Gleichzeitig würden aber auch die NK wie Wasser etc. Deutlich sinken. 

Aber aus irgendeinem Grund wird alles dafür getan, damit ich bloß nicht ausziehe. Vielleicht ein machtspiel zwischen meinen Eltern, damit meine Mama das Haus nicht bekommt, was über mich ausgetragen wird?

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vor 1 Minute, KOK1615 schrieb:

Ich verstehe schon, dass man beide Themen nicht vermischen sollte. Andererseits kann man es auch psychologisch betrachten, nämlich, dass ich aus diesen Abhängigkeiten, Manipulationen usw. Nicht rauskomme, wenn ich mich vom Haus nicht löse. Denn das verbindet. 

So eine Situation bietet immer die Möglichkeit psychologische Sachen hineinzuphilosophieren, da sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Man kann aber auch sagen mit Mitte 20 eine Bud emit 220 m2 und Garten und das mit Ende 30 abbezahlt, goil, Jackpot.

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vor 10 Stunden, KOK1615 schrieb:

Was meint ihr, was würdet ihr tun?

Auf meine Therapeutin hören. Die sagt das ja nicht ohne Grund und kennt deine Geschichte wesentlich besser als wir.

 

Die Aktion mit dem Haus is ein riiiiiieeeeeeßen Bürokratischer Aufwand. Dein Dad müsste dir das Haus erstmal überschreiben was mit Notarkosten und Steuern verbunden ist, dann der Kredit - wieder Papierkrieg und dann bist erstmal du derjenige der für alles gerade stehen muss. Reperaturen usw. geht dann alles auf deinen Nacken. Dann der Verkauf, evtl. mit Makler, wieder Notar usw....Wenn du Abstand von deiner Familie willst is die Aktion mit dem Haus das komplett falsche.

Und irgendwie kommt mir die ganze Geschichte ausserdem sehr seltsam vor.

Und mal hart gesprochen, irgendwann steht das Haus auch als Erbmasse zur Verfügung wenn es bis dahin nicht verscherbelt wurde, dann kann man sich immer noch überlegen was man damit anstellt.

Zu deinem aktuellen Zeitpunkt würde ich da definitiv die Finger von lassen.

 

vor 3 Minuten, KOK1615 schrieb:

Das finde ich komisch und ich denke, da steckt mehr dahinter.

Vermutlich liegt da dein Bauchgefühl nicht falsch. Das klingt in der Tat alles sehr seltsam.

 

Warum kann sich dein Dad das Haus alleine nicht leisten?

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