Sind meine beruflichen Kenntnisse und Erfahrungen sowenig wert?

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Die Überschrift liest sich etwas pessimistisch, aber ich hatte letzte Woche zugegeben eine recht depressive Phase.

Ursprünglich habe ich nach der zweijährigen Berufsfachschule Wirtschaft Industriemechaniker gelernt, was eher dritte Wahl, da ich damals einen Ausbildungsplatz im kaufmännischen Bereich nicht bekam. Mit der Zeit merkte ich, dass dieser gewerblichtechnische Beruf auf Dauer nicht meine Sache war. Und Maschinenbedienerstellen im Dreischichtsystem war auch nicht gerade mein Wunschziel. So orientierte ich mich nach einer beruflichen Rehabilitation(bei der man mich wieder auf Mechaniker/Maschinenbediener drillen wollte) mit Hilfe eines Integrationsberater der Caritas in Richtung Logistik. Ein Einstiegsqualifikation für die Logistik bekam ich von der Agentur für Arbeit finanziert. Aber schnell war mir damals klar, dass ich selbst auch in meine berufliche Weiterentwicklung investieren muss, um mehr als Standardjobs von der Zeitarbeit zu bekommen.

Ein Dozent der IHK Karlsruhe brachte mich auf die Weiterbildungsqualifizierung zum Fachkaufmann Einkauf und Logistik(IHK). Mit der nächsten Berufserfahrung bei einem Dienstleister für Kühl- und Tiefkühllagerungen, bei dem ich neben den Lagerarbeiten auch erste Erfahrungen in Büro- und Organisationsarbeiten machen konnte(nach zwei Jahren war wegen Insolvenz leider Schluss) und früheren Erfahrungen als Kommissionierer, konnte ich mich für die schriftlichen und mündlichen Prüfungen zum Fachkaufmann anmelden. Auf diese habe ich mich in Eigenleistung(beraten durch obengenannten Dozent) vorbereiten, um die Kosten für den teuren Vorbereitungskurs der IHK zu sparen. Es kamen weitere berufsbegleitende Qualifikationen in SAP ERP(Beschaffung/Materialwirtschaft) und derzeit eine Fernweiterbildung zum Speditionssachbearbeiter(Zertifikatslehrgang bei der Studiengemeinschaft Darmstadt).

Dennoch mache ich seit Mitte 2020 beruflich schwere Zeiten durch. Ich hatte seit dem zwei befristete Tätigkeiten jeweils als Krankheitsvertretung über Personaldienstleister, einmal als Warenausgangsmitarbeiter im Büro(Transportanmeldungen, Leergut- und Palettenbuchhaltung, Umlagerungsplanungen) und bei dem zweiten Einsatz in 2022 als Kaufmännischer Angestellter im Ersatzteilversand(Transportorganisation von Paket- und Palettenversand, Schnelltransporte, Verpacken von Paketen, Rechnungsprüfung).

Was war vor 2020?

Da war ich über 5,5 Jahren an einem Arbeitsplatz, aber zwei Arbeitgebern. Zunächst über Personaldienstleistung und dann von 2018 bis 2020 befristet. Da es im Exportbereich in der zweiten Jahreshälfte 2019 schon einen deutlichen Umsatzrückgang gab, wurde mir zu Mitte 2020 kein unbefristeter Vertrag als Übergang zum befristeten Vertrag angeboten. Alle Mitarbeiter, die in diesem Unternehmen 2017/18 übernommen worden, bekamen Zeitverträge.

Die Tätigkeit in dem zuletzt genannten Unternehmen waren auf dem Niveau einer Fachkraft für Lagerlogistik. 30 % Büro und 70 % Lager/Versand. Von dem kompletten Wareneingangsprozess, Kommunikation und Abstimmungen über logistische Prozesse mit anderen Abteilungen(Einkauf, Qualitätssicherung, Arbeitsplanung bis Vertrieb) über das Kommissionieren und Verpacken nach Kundenvorschriften, Lagerbuchhaltung bis zur Transportanmeldung für Inland und EU. Ja leider fehlen mir echte Erfahrungen in der Exportbearbeitung, weil das andere machten.

Seit August 2022 bewerbe ich mich wieder. 75 Bewerbungen, 22 Vorstellungsgespräche und bisher 32 Absagen. Für den Januar habe ich schon wieder Aussichten für zwei neue Termine. Bei über 25 Personaldienstleister habe ich meine Bewerbungen.

Aber diese Situation setzt mir immer mehr zu. Ich habe bereits chronische Durchschlafstörungen und habe mich seit 2020 fast komplett aus dem sozialen und gesellschaftlichen Leben zurück gezogen. Obwohl ich schon so viele Vorstellungsgespräche in meinem Leben hatte, sind diese immer wieder eine große Hürde. Mittlerweile beziehe ich Leistungen nach dem SGB II(jetzt auch Bürgergeld genannt).

Jetzt habe ich morgen recht kurzfristig einen Termin, wo es vermutlich wieder um eine Krankheitsvertretung geht, wieder angetragen durch eine Personaldienstleistung, Da geht es um die Tätigkeit in der Poststelle einer mittelgroßen Stadt bei mir in der Region. Da ich wie geschrieben derzeit wieder von Leistungen nach SGB 2 lebe und mir diese Stadt grundsätzlich sehr sympathisch ist, habe ich erst mal nicht abgesagt, aber ich muss im Nachgespräch mit der Angestellten der Personaldienstleistung ein ernstes Wort über meine weitere berufliche Zukunft reden, bevor ich einen Arbeitsvertrag unterschreibe. Ich habe in dem Bereich Logistik/Versand über 12 Jahre Berufserfahrung, einen Weiterbildungsabschluss als Fachkaufmann Einkauf und Logistik(IHK), aber dass ich so leben muss wie jetzt, das geht irgendwann einfach nicht mehr an.

Ich könnte laut Mitarbeiterin der Personaldienstleistung schon am Donnerstag, den 12.01 anfangen, aber ich bin hin und hergerissen.
Also ich überlege mir dass mal ernsthaft in diesem, dass ich mir nebenher was Freiberufliches aufbaue. Ich verstehe den deutschen Arbeitsmarkt nicht mehr und ich frage mich, ob mir das etwas bringt, dass die sogenannten Babyboomer Jahrgänge in den nächsten Jahren in Rente gehen.

Ich habe schon Unternehmen erlebt, die mir absagten, angeblich weil sie jemand anders zusagten, aber dann die nächste Woche die gleiche Stelle wieder neu inserierten.

Was kann ich dafür dass ich kein handwerkliches Talent bin, nicht den Kopf dafür habe ein mathematisches und naturwissenschaftliches Genie zu sein und auch kein Erzieher und kein Altenpfleger bin. Man sollte doch dass machen können, was man an für sich gut kann und in das man investiert hat und dass ohne Existenzsorgen.

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Gibt es hier keine Praktiker oder Leute, die sich in dem Berufsbereich, dieser Branche auskennen, oder jemand der mit Personalvermittlung für Aus- und Weiterbildungsberufe erfahren ist?

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Gast
Am 8.1.2023 um 15:54 , Storydog schrieb:

Was kann ich dafür dass ich kein handwerkliches Talent bin, nicht den Kopf dafür habe ein mathematisches und naturwissenschaftliches Genie zu sein

Du kannst nichts dafür...

Aber du kannst etwas dagegen machen.

Mir liegt es auch nicht meine Umsatzsteuervoranmeldung zu machen oder Rechnungen zu schreiben, trotzdem muss ich das machen und wenn ich mich darauf einlassen macht es sogar ein bisschen Spaß. 

Ich habe außerdem ein abgeschlossenes Architektur Studium, arbeite aber nicht in dem Bereich da ich mMn. zuwenig Geld verdiene gemessen an der Verantwortung die man als Planer hat. Man muss sich eben weiterentwickeln um einem Job zu bekommen der einem Spaß macht und genug Geld abwirft. 

Du könntest dir mal mehr überlegen wo du eigentlich beruflich genau hinwillst. Dein Werdegang wirkt ein wenig beliebig auf mich. 

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Evtl. liegt dein Problem darin, wie ein Vorposter schrieb, dass du dich im Gespräch unter Wert verkaufst. Gerade in Zeiten des aktuellen (und des zukünftigen) Personalmangels sollte es genügend Möglichkeiten geben für in Deutschkand gelernte Muttersprachler...das sollte in den allermeisten Branchen schon für ne Festanstellung ausreichen. Mein Unternehmen zahlt sehr gut für eher ländlichen Bereich und selbst wir suchen wie blöde.

Liegt, so wie es sich liest, weder an deinen Talenten oder an deiner Qalifikation (und auch nicht an deiner Person), aber vielleicht hast du etwas Optimierungsbedarf bei deiner Selbstpräsentation...in dem Falle also nichts, was du nicht hinbiegen könntest 🙂

bearbeitet von Gizdy

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Am 8.1.2023 um 15:54 , Storydog schrieb:

Personaldienstleistung

Thread geöffnet, direkt fett markiert das Wort gelesen. Case closed.

bearbeitet von DirtyRabbit
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Weg von diesen modernen Menschenhändlern. Lieber überheblich wirken und eine Absage bekommen, als sich unter Wert zu verkaufen und danach ausgebeutet zu werden. 

Der Arbeitsmarkt ist ne Katastrophe. Anforderungen an Bewerber wachsen, Löhne sinken, die Arbeitsbedingungen sind in den meisten Läden echt scheiße und dazu kann ein Kollege den anderen nicht leiden. Auf richtige Arbeit hat eh niemand mehr Bock. Alle wollen 12k netto, wollen aber nur den Zeitaufwand eines 450€ Jobs.

Personaldienstleister sind die letzten Blutsauger. Überleg doch mal wie abgewichst. Die suchen dich, schicken dich wohin, kassieren vom Kunden ab und zahlen dir nen Teil davon aus. Sowas sollte verboten werden um Festanstellungen zu fördern und diese enorme Personalfluktuation zu beenden. Das wird aber nur gehen, wenn die Menschen sich davon fernhalten. 

Ich versteh´ deine Verzweiflung und ich verstehe voll, dass dein Selbstwertgefühl darunter leidet. 
Wieso nicht erstmal Bürgergeld und nen Minijob um die mentale Gesundheit in den Griff zu bekommen? Ich würde nie jemandem Raten sich auf die faule Haut zu legen, aber bei dir wäre es doch gut um mal durchzuatmen und nach der Ausbeuterei würde es dir sicher jeder gönnen und du solltest das auch. 

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Gast
vor 51 Minuten, komplize11 schrieb:

Der Arbeitsmarkt ist ne Katastrophe. Anforderungen an Bewerber wachsen, Löhne sinken, die Arbeitsbedingungen sind in den meisten Läden echt scheiße und dazu kann ein Kollege den anderen nicht leiden. Auf richtige Arbeit hat eh niemand mehr Bock. Alle wollen 12k netto, wollen aber nur den Zeitaufwand eines 450€ Jobs.

Nichts davon deckt sich mit meiner Wahrnehmung, außer dass ich selbst auch gern 12k netto hätte.

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vor 2 Minuten, Masterthief schrieb:

Nichts davon deckt sich mit meiner Wahrnehmung, außer dass ich selbst auch gern 12k netto hätte.

Kommt immer drauf an wo man ansetzt. Im Niedriglohnsektor ist das Alltag. 

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vor 55 Minuten, komplize11 schrieb:

Weg von diesen modernen Menschenhändlern. Lieber überheblich wirken und eine Absage bekommen, als sich unter Wert zu verkaufen und danach ausgebeutet zu werden. 

Der Arbeitsmarkt ist ne Katastrophe. Anforderungen an Bewerber wachsen, Löhne sinken, die Arbeitsbedingungen sind in den meisten Läden echt scheiße und dazu kann ein Kollege den anderen nicht leiden. Auf richtige Arbeit hat eh niemand mehr Bock. Alle wollen 12k netto, wollen aber nur den Zeitaufwand eines 450€ Jobs.

Personaldienstleister sind die letzten Blutsauger. Überleg doch mal wie abgewichst. Die suchen dich, schicken dich wohin, kassieren vom Kunden ab und zahlen dir nen Teil davon aus. Sowas sollte verboten werden um Festanstellungen zu fördern und diese enorme Personalfluktuation zu beenden. Das wird aber nur gehen, wenn die Menschen sich davon fernhalten. 

Ich versteh´ deine Verzweiflung und ich verstehe voll, dass dein Selbstwertgefühl darunter leidet. 
Wieso nicht erstmal Bürgergeld und nen Minijob um die mentale Gesundheit in den Griff zu bekommen? Ich würde nie jemandem Raten sich auf die faule Haut zu legen, aber bei dir wäre es doch gut um mal durchzuatmen und nach der Ausbeuterei würde es dir sicher jeder gönnen und du solltest das auch. 

Der Arbeitsmarkt ist zur Zeit überaus gut. Stellen ohne Ende die nicht besetzt werden können.

Wahrnehmungsverzerrung?

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Gast
vor 2 Minuten, komplize11 schrieb:

Kommt immer drauf an wo man ansetzt. Im Niedriglohnsektor ist das Alltag. 

Ach so, das mag tatsächlich so sein, ja

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Was sind denn so deine stärken und Schwächen?

Vielleicht können wir dir etwas mehr die Augen öffnen.

Zudem ist es seit Mitte 2022 das erst Jahr so, dass es in DE mehr als 50 Prozent aller Arbeitnehmer eine zweite "Einkommensquelle" in Form von Jobs haben. Also ne Hybridselbstständigkeit.

Ohne ist es - wenn man jetzt kein MINT Fach oder Jura studiert hat - schwer alleine von seinem einzigen Arbeitnehmergehalt einigermaßen zu Leben. Ausnahmen gibt es natürlich immer.

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vor 7 Minuten, Dmrdarwin schrieb:

Der Arbeitsmarkt ist zur Zeit überaus gut. Stellen ohne Ende die nicht besetzt werden können.

Wahrnehmungsverzerrung?

Wenn du ne fundierte Ausbildung hast, oder ein abgeschlossenes Studium, ja. Hast du das Thema komplett gelesen? 
Wieso werden diese ganzen Stellen denn nicht besetzt? Fehlt´s an Personal oder sind die Stellen vielleicht Müll? Wer mit Bananen bezahlt muss mit Affen arbeiten. 
Er hat eine Weiterbildung zum Fachkaufmann für Einkauf und Logistik gemacht, macht gerade eine, soweit ich weiß, nicht staatliche Fortbildung zum Spedtionssachbearbeiter und konkurriert auf dem Arbeitsmarkt mit Kaufleuten für Spedition und Logistik (IHK), Fachwirten für Güterverkehr und Logistik (IHK), etc. die es wie Sand am Meer gibt und Reihenweise schlecht bezahlt werden. Dazu kommt oft Schichtarbeit in dem Bereich. Arbeite selber in der Branche. Offene Stellen heißt immer Personalmangel, den merken wir hier alle. Trotzdem würde hier niemand eingestellt werden, der nicht eine gute Ausbildung absolviert und mehrere Jahre Berufserfahrung hat. Und das für ein Gehalt welches gerade so zum überleben reicht (Einstiegsgehalt NRW, alleinstehende 1.500-1.800€ netto). Friss oder Stirb heißt es in der Branche. Die Stellen, die offen und akzeptabel sind werden nächstes Jahr von den aktuellen Azubis besetzt, da die schon Ideal an die Firma angepasst sind. 
Die Gehälter, die man Online und in Statistiken in diesem Bereich findet stimmen alle samt nicht, bzw. sind dort Gehälter der Niederlassungsleiter und Geschäftsführer miteinberechnet, die gerne bei über 100K im Jahr liegen. 
Ist schön, wenn die Medien vom tollen Arbeitsmarkt reden. Wer das blind glaubt lebt aber fernab der Realität. 

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vor 40 Minuten, komplize11 schrieb:

Wenn du ne fundierte Ausbildung hast, oder ein abgeschlossenes Studium, ja. Hast du das Thema komplett gelesen? 
Wieso werden diese ganzen Stellen denn nicht besetzt? Fehlt´s an Personal oder sind die Stellen vielleicht Müll? Wer mit Bananen bezahlt muss mit Affen arbeiten. 
Er hat eine Weiterbildung zum Fachkaufmann für Einkauf und Logistik gemacht, macht gerade eine, soweit ich weiß, nicht staatliche Fortbildung zum Spedtionssachbearbeiter und konkurriert auf dem Arbeitsmarkt mit Kaufleuten für Spedition und Logistik (IHK), Fachwirten für Güterverkehr und Logistik (IHK), etc. die es wie Sand am Meer gibt und Reihenweise schlecht bezahlt werden. Dazu kommt oft Schichtarbeit in dem Bereich. Arbeite selber in der Branche. Offene Stellen heißt immer Personalmangel, den merken wir hier alle. Trotzdem würde hier niemand eingestellt werden, der nicht eine gute Ausbildung absolviert und mehrere Jahre Berufserfahrung hat. Und das für ein Gehalt welches gerade so zum überleben reicht (Einstiegsgehalt NRW, alleinstehende 1.500-1.800€ netto). Friss oder Stirb heißt es in der Branche. Die Stellen, die offen und akzeptabel sind werden nächstes Jahr von den aktuellen Azubis besetzt, da die schon Ideal an die Firma angepasst sind. 
Die Gehälter, die man Online und in Statistiken in diesem Bereich findet stimmen alle samt nicht, bzw. sind dort Gehälter der Niederlassungsleiter und Geschäftsführer miteinberechnet, die gerne bei über 100K im Jahr liegen. 
Ist schön, wenn die Medien vom tollen Arbeitsmarkt reden. Wer das blind glaubt lebt aber fernab der Realität. 

Da gebe ich dir Recht. Geht man allerdings in Eigenleistung/Vorleistung und passt sich den Gegebenheiten an, bildet sich weiter, sind die Aussichten blendend. 
 

 

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Geh zur Post. Die zahlen gut, suchen immer Leute, wenn du deutsch sprichst und halbwegs was auf dem Kasten hast, kriegst du die guten Strecken und bist ratzfatz Teamleiter. Weil du was von Logistik, bwl, excel und macros verstehst, machst du deinen Teamleiter Job in 50% deiner Zeit, bummelst weiter 25% rum und die restlichen 25% hilfst du dem Team oder dem Chef.

 

hat mein Neffe so gemacht. Der hat sein informatikstudium abgebrochen, keinen Bock, zu viel Arbeit, ist ein kleiner fauler Nerd, aber ein lieber und schwer in Ordnung. Die Omis auf seiner Route haben ihn fast rundgefüttert, der brauchte kein Abendessen mehr. Tag1 im teamleiterjob hat er sich ein Macro geschrieben, was die tägliche adminarbeit am pc oft fast alleine macht. Ja, Weihnachten, Ostern, schwere Zeit, sonst aber chillig und im Ernst: hätte ich nicht gerade ein Haus gekauft würde ich mir echt überlegen, den UB-Job an den Nagel zu hängen und stattdessen Postbote zu werden, so gut verdient der. Außerdem hat man viel Bewegung und ist an der frischen Luft. Toll.

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vor 8 Stunden, Morgain schrieb:

aber ein lieber

Den Satz will jeder Mann hören. Dann lieber "er ist n Arschloch". 😂

Stellt die Post überhaupt noch direkt ein? meistens geht das doch über Subunternehmer für paar ct. pro Brief. Bei DHL noch schlimmer, da biste ganz unten in der Nahrungskette.

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vor 11 Stunden, Morgain schrieb:

würde ich mir echt überlegen, den UB-Job an den Nagel zu hängen und stattdessen Postbote zu werden, so gut verdient der

Drop mal ne Zahl?

Bekannter von mir hat das gemacht, und wurde erstmal 2-3 Jahre hingehalten bis Einstellung - hat ganz schön hochgebuckelt in der Zeit (unklar wieviel davon notwendig war).

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vor 24 Minuten, Jingang schrieb:

Drop mal ne Zahl?

Bekannter von mir hat das gemacht, und wurde erstmal 2-3 Jahre hingehalten bis Einstellung - hat ganz schön hochgebuckelt in der Zeit (unklar wieviel davon notwendig war).

Hier kommen seit Jahren DHL Fahrer jeden Tag. 

Die sind nett, clever, kommunikativ und sehen nicht mega gestresst aus. Aber es sind immer die selben Fahrer, so leicht kommt man wohl nicht raus. Bei UPS sieht es anders aus. Auch oft Muttersprache Deutsch, nett, freundlich. Aber über die letzten Jahre wurden die immer gestresster, immer zeitlich angebundener und sie fragen auch öfters mal, ob man einen Job hat. 

Also mir fallen ganz viele Ort ein, wo ich lieber anfangen würde, als bei einem Paketdienst. 

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Post != Paketdienst?

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vor 12 Minuten, Jingang schrieb:

Post != Paketdienst?

Stimmt. 

Ich seh das immer aus Sicht des Aktionärs und hab Deutsche Post DHL Group aus Coronazeiten stark im Depot, weil ich mir dachte, dass die Post ggf. davon profitiert, wenn der Einzelhandel zu macht. 

Dass Briefträger =! DHL Fahrer ist, vergesse ich immer gerne. 

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Bisschen Offtopic aber wer sich schon mal gefragt hat was die Buchstaben DHL eigentlich bedeuten wird hiermit belohnt:

 

bearbeitet von Gast

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Am 12.1.2023 um 11:35 , kobehero schrieb:

Was sind denn so deine stärken und Schwächen?

Vielleicht können wir dir etwas mehr die Augen öffnen.

Zudem ist es seit Mitte 2022 das erst Jahr so, dass es in DE mehr als 50 Prozent aller Arbeitnehmer eine zweite "Einkommensquelle" in Form von Jobs haben. Also ne Hybridselbstständigkeit.

Ohne ist es - wenn man jetzt kein MINT Fach oder Jura studiert hat - schwer alleine von seinem einzigen Arbeitnehmergehalt einigermaßen zu Leben. Ausnahmen gibt es natürlich immer.

Naja, das hängt auch immer vom jeweiligen Lebensstandard ab...ich habe nicht studiert, verdiene 2,4 k netto und hab in nem "normalen" Monat nen Tausi über...nach Abzug von Miete, aller Nebenkosten, Internet, Gym,  Boxverein und 600 € die ich jeden Monat für Lebensmittel und Spaß ausgebe. 

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Am 8.1.2023 um 15:54 , Storydog schrieb:

Seit August 2022 bewerbe ich mich wieder. 75 Bewerbungen, 22 Vorstellungsgespräche und bisher 32 Absagen. Für den Januar habe ich schon wieder Aussichten für zwei neue Termine. Bei über 25 Personaldienstleister habe ich meine Bewerbungen.

Stell mal Deine Bewerbung online. Inkl. allen Informationen, damit man sieht, was Du da zu den Firmen schickst. Anschreiben, Zeugnisse, der Ausbildung und vorherigen Arbeitgeber. 
 
Mal abgesehen davon, dass Du riesiges Potential beim Thema "Karriereplanung" hast bewirbst Du Dich mit Berufspraxis in einem Bereich, wo gesucht wird und man oft schon froh ist, wenn der Bewerber sich auf Deutsch verständlich artikulieren kann. 

Irgendwas passt da nicht. Auch schon die Probleme mit der Ausbildung zu einer Zeit, wo schon händeringend Azubis gesucht wurden. Weiterbildungen, Finanzierungen durch das Arbeitsamt, Integrationsberater der Caritas. Irgendwas macht Dich ziemlich schwer vermittelbar...

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Am 31.1.2023 um 08:20 , DirtyRabbit schrieb:

Den Satz will jeder Mann hören. Dann lieber "er ist n Arschloch". 😂

Stellt die Post überhaupt noch direkt ein? meistens geht das doch über Subunternehmer für paar ct. pro Brief. Bei DHL noch schlimmer, da biste ganz unten in der Nahrungskette.

Spaßvogel, bitte denk mal dran, dass das mein Neffe ist anstelle sofort wie der attractionteufel aus der pickupkiste zu hüpfen. Was soll ich denn sage? Voll der geile stecher? 

Am 31.1.2023 um 12:11 , Jingang schrieb:

Drop mal ne Zahl?

Bekannter von mir hat das gemacht, und wurde erstmal 2-3 Jahre hingehalten bis Einstellung - hat ganz schön hochgebuckelt in der Zeit (unklar wieviel davon notwendig war).

3k netto. Bin fast rücklings vom Stuhl gefallen für 2x im Jahr peakbelastung, die aber mit Studenten ausgeglichen wird, sonst nette Arbeitszeiten mit wenig Belastung, Überstundenausgleich, ordentlich Urlaub, praktisch keine Verantwortung… 

mein Neffe ist kein hochbuckler, das hat der nicht drauf. Dafür ist der zu grundehrlich und da er mit wenig im Leben zu Frieden ist, auch nicht karrieregeil genug.

vielleicht gibt es regionale Unterschiede? Mein Neffe ist in süddeutschland

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vor 15 Minuten, Morgain schrieb:

Spaßvogel, bitte denk mal dran, dass das mein Neffe i st anstelle sofort wie der attractionteufel aus der pickupkiste zu hüpfen. Was soll ich denn sage? Voll der geile stecher?

haha das hab ich im Eifer voll überlesen, zieh ich zurück 😅

Aber dann sei mal ne gute Tante:

Zitat

  Der hat sein informatikstudium abgebrochen, keinen Bock, zu viel Arbeit, ist ein kleiner fauler Nerd,. Die Omis auf seiner Route haben ihn fast rundgefüttert

sind das echt Attribute die Du an einem Mann anziehend finden würdest ?

Du hat meine Frage noch nicht beantwortet. Stellen die noch direkt ein? Dachte immer Subunternehmer nur noch.

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