Soziales Momentum - Dating Log 2025

52 Beiträge in diesem Thema

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@Royal Beggar Wir stehen ja eh im Austausch & ich gehe mit, dass die 5 Säulen und Co eher nur für Unbelesene ein sinniger Einstieg sind.

Ich habe hiermit sehr gute Erfahrungen gemacht, allgemein lohnen sich psychotherapeutisch fundierte Arbeitsbücher für viele Themen.

- Selbstzuwendung, Selbstakzeptanz, Selbstvertrauen (Leben Lernen, Bd. 163)Psychotherapeutische Interventionen zum Aufbau von Selbstwertgefühl

Selbstwertbezogene Interventionen; Aus der Reihe Standards der Psychotherapie, Band 13

Allerdings eignen die sich nicht unbedingt immer für Laien, aber mit deiner akademischen Vorbildung solltest du die ganz gut nutzen können.

Außerdem gibt es zarte Belege für die Wirksamkeit von EMDR. Das könntest du in Bezug auf Themen mit deiner Mutter, Frauen in deiner Jugend/Adoleszenz und deinen Twenties als Form der Traumabewältigung machen.

Time Line Arbeit oder auch Fast Phobia Cure aus dem NLP haben mir persönlich auch geholfen. 

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Und meinen sehr praxisbezogenen Notfallplan für Verlustangst habe ich dir ggf. auch noch nicht empfohlen:

Ihr kennt mein Lieblingswortpaar, ich bin hier nur anekdotische Evidenz, aber die ersten 3 Jahre meiner PU-Karriere hatte ich trotz viel Übung und erworbenen Fähigkeiten & gefeierten Erfolgen auch sehr starke Verlustangst.

Aber sie wurde durch beständige Arbeit erst immer erträglicher, dann weniger negativ verhaltensbeeinflussend, schließlich seltener und final so schwach, dass ich aufpassen musste, nicht zu unattached rüberzukommen und zu agieren.

So: There is hope :-)

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“Sechs Säulen“ heißt es, Leute, 6! 😆 

Ich persönlich bin nicht so ein Riesenfan davon, aber viele schwören auf Stefanie Stahls (Arbeits-)Bücher. Du kannst es dir ansehen, ggf. sagt es dir zu, es ist sehr individuell.

Ich finde deine Definition von „Scheitern“ recht spannend: keine Familie - gescheitert, kaputte Familie - gescheitert etc. Am Ende klingt es nach einem sehr rigiden Bewertungssystem, in dem es mehr Verlierer als Gewinner gibt (fast schon wie bei streng Gläubigen: „Nur wer XY macht, kommt ins Paradies“). Bist du vielleicht als „Rat Racer“ aufgewachsen, so nach dem Motto „Nur 0,9 als Abiturdurchschnitt ist gerade so gut genug, sonst hat die Mutti dich nicht lieb“, oder hast dir ähnliche Denkmuster im Laufe des Lebens selbst angeeignet? Solche rigide Wertesysteme machen es m. M. n. ziemlich schwer, hohe Lebenszufriedenheit zu erreichen, weil man immer in irgendeinem Lebensbereich als „Versager“ dasteht. Man kontrolliert schlicht und ergreifend nicht alles im Leben. Plakativ gesagt, stirbt deine schwangere Frau beim Autounfall, hast du wieder keine Familie und bist wieder „gescheitert“. 

Wenn das mit dem Rat Racing so stimmt, wäre aus meiner Sicht Selbstakzeptanz/-liebe der Schlüssel zum Erfolg. 

Und es ist schon klar, dass die Traumpartnerin nicht per DHL geliefert wird. Aber so, wie du Gerade verfährst, „verbrennst“ du die Traumfrauen, sprich, du stehst so oder so erstmal ohne da. Nur im. 1. Fall hast du den Kopf frei für die eigenen Baustellen und im 2. Fall nicht.

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Am 16.12.2025 um 15:51 , Royal Beggar schrieb:

Irgendwann nach 3-4 Dates habe ich dann aber gemerkt dass sie mir richtig gut gefällt. Und ab da war es wieder dasselbe Muster wie bei allen meinen längerfristigen Themen bisher. Ich musste dauerhaft an sie denken wenn wir getrennt waren

Letztlich ist es ja - zumindest im jugendlichen Alter - auch legitim, dass man nach ein paar Dates möglichst regelmäßig und viel Zeit mit dem anderen verbringen möchte. Und ans Zusammenziehen denkt. Mir persönlich gefallen diese LAT-Konstrukte auch überhaupt nicht. Mit dem ganzen Verabreden und Zeugs hin- und herschleppen geht zu viel Zeit verloren, und letztlich wächst man doch nicht richtig zusammen.

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Happy New Year! Ich werde keinen extra Thread aufmachen, sondern hier weiterschreiben. Daher schonmal danke euch beiden, ich antworte separat auf euer Feedback. Erstmal noch ein Datereport, dafür war der Beitrag hier ja mal ursprünglich gedacht.

Hatte Ende 2025 noch ein Date mit Rebecca, 28. Rebecca ist Anwältin, >180cm groß, blond und hat ordentlich Holz vor der Hütte (nice). Wirkte auf den Bildern auch relativ elegant und gut angezogen, überall natürlich mit Weinglas, Hündchen und whathaveyou. Nicht ganz mein Typ Frau, aber na ja in den paar Nachrichten die wir auf Bumble hin und hergeschickt haben hat es eigentlich ganz gut gevibed. Bin relativ schnell aufs Date gegangen und sie hatte mir vorher noch ihre Nummer aufs Auge gedrückt „damit wir uns finden“ – ja, alles klar. Ab gings auf den Weihnachtsmarkt, und als sie um die Ecke kam wusste ich direkt „die isses nicht“. Drei Tonnen Schminke im Gesicht, Pelzmantel und Iced-Out Datejust in Roségold. Den großen Auftritt möchten mein Ego und ich schon gerne selbst übernehmen, brauchen wir jetzt keine Frau für. Screene ich echt so schlecht?

Na ja, gute Übung dachte ich mir jedenfalls. Anfangs richtig schön hakeliger Smalltalk, Becci ist gut nervös, das merkt man, und so labere ich sie einfach die ersten 15 Minuten unhinged mit irgendwelchen Belanglosigkeiten zu. „Wusstest du eigentlich dass es in Bayern Christkindlmarkt heißt? Neee, das Crazy.“. Mega Crazy, Speech +10 auf jeden Fall auf beiden Seiten… Angekommen am Weihnachtsmarkt, aus dem Nichts unterbricht sie mich und haut mir um die Ohren: „Ja erzähl mir mal was über dich – was machst du beruflich, wer bist du“. Hat mich gut aus dem Konzept gebracht tbh. und ich bin dann auch brav durch den Reifen gehüpft; könnte man ggf. in Zukunft bisschen souveräner und lustiger managen?

Im Laufe des Dates stellen wir beide fest, dass wir abgesehen von unserer reinen Oberflächlichkeit, unserem Materialismus („guck mal, meine Uhr ist teurer hihi“) und unserer Bewertung von anderen Menschen sehr wenig gemeinsam haben. Finde sie aber erstaunlich lässig und schlagfertig, zumal sie sich ihre Kohle als GK Anwältin selbst erarbeitet hat. Eigentlich  war sie ja auch ganz süß, wenn ich jetzt nochmal so drüber nachdenke. Kleinere Berührungen an der Schulter und an der Hand („oh wow, du hast aber kleine Hände für dein Größe blabla“) lässt Madame zu diesem Zeitpunkt bereits ohne Probleme zu. Ihr Zynismus und ihre Verachtung fürs großstädtische Leben resoniert auf einer mir bis dato unbekannten Ebene mit mir und so schlage ich vor die Location zu wechseln. Kann das Gespräch dann in der Bar immer mehr in die Richtung Mann/Frau lenken (Red Flags, frühere Beziehungen, was für Männer magst du blablabla). Irgendwann habe ich sie dann spontan gefragt: „Ja kannst du kochen?“. Da war sie dann irgendwie beleidigt, hat es falsch verstanden und ist auf Toilette davon gestampft. Habe es danach ignoriert und einfach weitergerredet, immerhin kam sie ja wieder.

Bringe sie dann nach der Bar zur S-Bahn („Hak dich ein jetzt Becci, ist kalt“) und küsse sie zum Abschied. Sie macht mit Zunge mit, na immerhin. Zuhause dann noch eine kurze WA bekommen„Danke für den schönen Abend, hoffe du bist gut heimgekommen“. Danke, gleichfalls Becci. Habe ihr aber dann zwei Tage später nach Reflexion geschrieben, dass es doch für mich nicht gepasst hat; von ihr kam nur zurück „Ja war bei mir ähnlich.

War technisch gesehen m.E. eigentlich alles ganz gut, aber war halt instant in der Prämisse „die gefällt mir net“ unterwegs. Wenn ich die jetzt wirklich gut gefunden hätte, wäre ich vermutlich never-ever so locker-leicht unterwegs gewesen. Wer Samstags ins Office geht und damit flext, macht es mir allerdings recht einfach ihn nicht zu mögen… Schauen wir mal was ich 2026 hinkriege.

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vor einer Stunde, Royal Beggar schrieb:

überall natürlich mit Weinglas, Hündchen und whathaveyou. (…) Drei Tonnen Schminke im Gesicht, Pelzmantel und Iced-Out Datejust in Roségold. (…) Screene ich echt so schlecht?

Ja Mann. 

Drei Tonnen Schminke & Pelzmantel (wo gibt es denn so was heutzutage, Sibirien? Omas Kleiderschrank?) sind völlig „on character“ bei ihrem Beruf, Alter & den Bildchen. 

Zitat

Habe ihr aber dann zwei Tage später nach Reflexion geschrieben, dass es doch für mich nicht gepasst hat; von ihr kam nur zurück „Ja war bei mir ähnlich.

War technisch gesehen m.E. eigentlich alles ganz gut

Na ja, wenn die Begegnung wirklich als Übung angesehen werden soll: Bombe wäre es, wenn sie nach dem Date von dir begeistert wäre und du sie aussortiert hättest. 

 

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vor einer Stunde, Royal Beggar schrieb:

Drei Tonnen Schminke im Gesicht, Pelzmantel und Iced-Out Datejust in Roségold.

Genau mein Type - zeig mal Bild PN 😂

PS: ne Day Date ist auch keine Schande (wenn Du noch Azubi bist....im Einzelhandel).

Auf der anderen Seite kriegen heutzutage, PickupArtists Dateabsagen - weil Sie nur ne Datejust tragen.

 

bearbeitet von DirtyRabbit
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vor 39 Minuten, DirtyRabbit schrieb:

Genau mein Type - zeig mal Bild PN 😂

PS: ne Day Date ist auch keine Schande (wenn Du noch Azubi bist....im Einzelhandel).

Auf der anderen Seite kriegen heutzutage, PickupArtists Dateabsagen - weil Sie nur ne Datejust tragen.

 

Naja zuviel nackte haut schreit halt billig. Scherz. 🤫😏🤣

Hab gerade nachgeschaut was eine Datejust ist. Das billigste Modell liegt einfach bei 10k . Wäre es ein gaming PC mit der neusten Hardware und sämtlichen schnick schnack aber nein es ist eine Armbanduhr.  Ist nicht meine Welt und wäre es mir nicht wert.  

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vor 2 Minuten, kissandra_streetcat306 schrieb:

Naja zuviel nackte haut schreit halt billig. Scherz. 🤫😏🤣 

Pelzmantel zuviel nackte haut??

 

H3a2784c4f0b145d8b7a2aad6df8db5caF.jpg?v

 

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vor einer Stunde, DirtyRabbit schrieb:

 

 

Auf der anderen Seite kriegen heutzutage, PickupArtists Dateabsagen - weil Sie nur  ne Datejust tragen.

 

 

vor 8 Minuten, DirtyRabbit schrieb:

Pelzmantel zuviel nackte haut??

 

H3a2784c4f0b145d8b7a2aad6df8db5caF.jpg?v

 

Die pickup artist s die nur die uhr tragen.  Nur heißt Nur.  😆 

Ich habe schon lange niemanden mehr in einen pelzmantel gesehen.  

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vor 3 Minuten, kissandra_streetcat306 schrieb:

pelzmantel gesehen.  

es geht (mir zumindest) nur gerade um den Look - Pelz wirklich tragen ist natürlich asozial as Fuck lol.

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Am 16.12.2025 um 15:51 , Royal Beggar schrieb:

werde bedürftig, verliere mich komplett und sie das Interesse – gleiches Muster, andere Frau.

Ich habe besagtes Mädel getroffen und dann über die nächsten zwei Monate bis Anfang November regelmäßig 2x pro Woche gesehen. Die hat mir um ehrlich zu sein schon wieder ziemlich gut gefallen. >170cm, Sportlich, Skinny, Intelligent, A-Cups und gebildet mit Job, der meinen zumindest mal hinsichtlich Status gematched hat. Leider keine Brille, aber gut. Trotzdem sehr stabiles Beziehungsmaterial. Am Anfang war noch alles ganz entspannt, locker-easy mit viel Quality-Time und gemeinsamen Ausflügen. Irgendwann nach 3-4 Dates habe ich dann aber gemerkt dass sie mir richtig gut gefällt. Und ab da war es wieder dasselbe Muster wie bei allen meinen längerfristigen Themen bisher. Ich musste dauerhaft an sie denken wenn wir getrennt waren, habe weniger mit meinen Freunden unternommen und bin nicht mehr so oft ins Büro und ins Gym gegangen. Also gar nicht mal um mehr Zeit mit ihr zu haben, sondern einfach grundsätzlich. Habe irgendwie mal wieder jegliche Motivation und Ambition verloren - Magen voll, Sack leer. Mein Schlaf ist ehrlicherweise in solchen Phasen dann auch immer eine absolute Katastrophe, weil ich dieses verdammte Gedankenkarussell nicht abstellen kann. Jede Nacht vorstellen "was-wäre-wenn", "woran denkt sie wohl gerade?", tolle Szenarien ausmalen von gemeinsamer Zukunft, Instagram Follower checken etc. Wenn dann mal für mehr als >3h keine Antwort kam, habe ich mir dann direkt auch wieder das Worst-Case Szenario ausgemalt.

Irgendwann Ende Oktober dann das Übliche von ihrer Seite aus: "Ja, irgendwie fühl ichs nicht mehr." Das hat mich dann jedenfalls wieder so dermaßen aus der Bahn geworfen, dass ich für 1 1/2 Monate nicht mehr auf Dates gegangen bin. Ich weiß jetzt ehrlicherweise auch gar nicht

Hi! Hast du mit der eigentlich in der Zeit auch Sex gehabt? 

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Am 18.4.2026 um 10:22 , anotherthing schrieb:

Gibt es ein Update aus 2026, @Royal Beggar?

Kommt zum langen WE. 

 

bearbeitet von Royal Beggar
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Ich hab' kürzlich mal reflektiert: Habe einen deutlich besseren Körper, mehr Freunde & soziale Kontakte, gehe mehr raus und habe deutlich mehr Geld als damals, als ich meine Ex-Freundin kennengelernt habe. Aber mit den Mädels klappt - vom Erstkontakt, Matches, ansprechen usw. mal abgesehen - bedeutend weniger als vor zwei Jahren. Keine Dreistigkeit, kein Mut, kein Frechsein, keine Präsenz, keine Grenzen oder dergleichen. Im Gegenteil, ich liege Nachts wach und frage mich, wie es wohl wäre sie zu daten.. Und warum sie nicht schreibt. Siehe meine letzten Beiträge hier im Thread. 

Warum ist das so? Es gibt unterschiedliche Persönlichkeitsprofile. Und ich habe bei mir selbst gemerkt, dass ich deutlich antisozialer, weniger offen, konfliktsuchender und misstrauischer anderen Menschen gegenüber bin. Habe immer gedacht, ich muss der freundliche, nette, offene und höfliche Typ sein. Riesigen Social Circle haben und "Life-of-Party" sein. Sympathisch sein, damit mich die anderen gut leiden können. Nicht anecken. Erstmal schön Smalltalk führen, mich bedanken und entschuldigen wenn sich jemand vordrängelt oder was auch immer. Dinge kleinreden und eigene Aussagen relativieren. Grundsätzlich viel reden. Jeden mögen. Einfach positiv sein. Sind ja für sich betrachtet auch mit Ausnahme von wenigen Themen alles gute Sachen. Aber, ich mag eben nicht jeden und positiv bin ich auch nur zu ausgewählten Anlässen; sicherlich nicht ohne Grund. Habe auch keine Lust jeden auf Teufel komm raus anzulabern, und bin i.W. lieber für mich. Ich bin auch nicht mit jedem gut und mit manchen Menschen verstehe ich mich aus Prinzip nicht; nicht jeder hat eine Chance verdient. Es gibt Schwarz und Weiß, Gewinner und Verlierer. So ne absolute Weltsicht führt natürlich zu Konflikten, die ich früher relativ offen gesucht und ausgetragen habe. War mir relativ egal, was da andere von mir gehalten haben. Ist schließlich meine Überzeugung. Bin mir inzwischen recht sicher, dass das einer der größten Eckpfeiler meiner Attraktivität war.

Die letzten 1 1/2 Jahre war ich gefühlt einfach nur der Fußabtreter der Menschen. Wieso? Ich bin da nach der letzten Trennung in 11/24 in eine Richtung abgerutscht, in der ich alles an mir geändert habe. Alles woran ich irgendwie geglaubt habe und was mir wichtig gewesen ist. Weil ich dachte, dass das der Grund war warum sie mich damals verlassen hat. Dass ich sieben Jahre Arbeit in meine Karriere gesteckt habe und stolz auf Gehalt & Job mit 30 bin? Geschenkt, 17:00 Uhr ist Feierabend und ich packe meinen Laptop und mein Handy weg. Weil J. trennt ja Arbeit und Leben auch strikt. Dass ich gerne ins Steak-Haus gehe? Geschenkt, wir finden sicher einen Kompromiss weil J. ist ja Flexitarierin. Dass ich gerne ins Gym gehe, schnelle Autos und Kohle mag? Geschenkt, dass ist nur eine Ausprägung meiner hohlen und toxischen Persönlichkeit. All das sind Gedankengänge die mir wohlgemerkt NACH der Beziehung kamen. Vermutlich mit dem Gedanken sie zurückzukriegen, wenn ich denn nur denke wie sie. Und wenn ich möglichst nett und höflich bin. Ich hab diese Frau - n.b.: den aktuellen Zeitgeist -  in meinen Kopf gelassen, mich nicht mehr selber priorisiert und auf alles, was mir 28 Jahre bevor ich sie kannte, irgendwie wichtig war geschissen.

Wie soll denn bei so einer Selbstverleugnung Selbstwert entstehen?

Please don't get me wrong. Das liest sich, als wäre ich ein zynischer, verbitterter alter Misanthrop. Und Erfolg mit Frauen ist i.W. Erfolg mit Menschen. Hatte damals bevor ich J. kennenlernte auch ordentlich viele Dates; und es hat mir was gegeben, am Wochenende mit Menschen in der Natur unterwegs zu sein (kennt hier eigentlich noch jemand Sam Stage? 😂😂😂), ins CrossFit zu gehen, auf der Arbeit durchzuziehen oder Run Clubs zu besuchen. Aber bestimmte Dinge zu machen, nur weil ich da andere Menschen treffe und eigentlich gar keinen Bock drauf habe? Oder A zu sagen, obwohl ich B meine? Das ist jetzt vorbei.

Ich hatte den Thread ja ursprünglich mal eröffnet, weil ich hier eigentlich nur meine Dates dokumentieren wollte. Kein Sport, keine Persönlichkeitsentwicklung - nur die Treffen mit den Mädels. Das greift aber einfach zu kurz. Trotzdem. Die Unsicherheiten mit den Mädels müssen verschwinden, Verlustangst und Gedankenkarusell entsprechend bearbeitet werden. Dafür gibt es Werkzeuge; die müssen regelmäßig angewendet werden. Alles andere außer Execution mit den Mädels ist Prokrastination. 

bearbeitet von Royal Beggar
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vor 1 Stunde, Royal Beggar schrieb:

Das liest sich, als wäre ich ein zynischer, verbitterter alter Misanthrop.

Nee, das liest sich, als hättest du mit deiner Ex einfach noch nicht abgeschlossen, bzw. die Trennung noch nicht verarbeitet.

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Abend, nachdem ich jetzt neulich hier meinen ganzen Frust ins Forum gekotzt habe, mal etwas produktives. Ich war heute mit der Freundesgruppe auf nem Day-Rave, Kaiserwetter und gute Outfits. Reine BWLer Bubble und alle in Tennis-Outfits haha. Hat mich direkt ans Studium erinnert. Good Times. In der Gruppe war neben mir ein Pärchen, sehr guter Kumpel und eine neue HB. Die war eine Freundin des Pärchens. Die fand ich ja nicht verkehrt, also immer mal wieder über den Abend bisschen geflirtet aus Spaß. War cool und iwie auch wieder zu sehen was ich ja gamemäßig eigentlich kann wenn die Frau „schon da ist“; ich also net den ersten Schritt machen muss. Online ist ja genauso; da weiß ich ja dass se mich mag. Hmm. Scheiß AA.

Sonst hab ich keinen Tropfen Alkohol getrunken und trotzdem Spaß gehabt. Am Ende bin ich noch zu einer für mich attraktiven HB und hab ein kurzes direktes Kompliment gemacht („find dich ja sehr attraktiv“) und bin dann geflüchtet wie so n creep hahaha. Aber war auch echt wieder Überwindung, hab bestimmt so 10 Minuten hin und her und hin und her überlegt. Aber bin am Ende hingegangen, also win. Hat sich auch gefreut das Mädel, aber war überfordert 🤣

Das will ich jetzt auf jeden Fall steigern und endlich wieder direkt machen; Ansprechangst und Angst vor Zurückweisung sind halt immer noch Riesenthema. Aber habe immerhin was gefunden, vermutlich Selbstwert. Wie? Habe meinen Schlaf priorisiert und gehe jetzt nicht mehr Pumpen mit Ästhetik als reinem Selbstzweck, sondern endlich wieder kompetetiv mit Wettbewerbskontext im CrossFit.  Und was ganz wild war, mich langweilt mein Job ja schon seit den letzten 1 1/2 Jahren bzw. ich bin da sehr wohlstandsverwahrlost - dachte ich. Seit Anfang der Woche machts irgendwie wieder Spaß und zwei Kollegen haben mir unabhängig voneinander nach Meetings „Hunger“ und „Drive“ bescheinigt…

ich hoffe es ist nicht zu unstrukturiert, hab’s grad alles am Handy runtergetippt ohne jetzt groß zu redigieren 🤣🫶

 

melde mich 

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Am 1.7.2026 um 13:20 , Royal Beggar schrieb:

Ich hab' kürzlich mal reflektiert: Habe einen deutlich besseren Körper, mehr Freunde & soziale Kontakte, gehe mehr raus und habe deutlich mehr Geld als damals, als ich meine Ex-Freundin kennengelernt habe. Aber mit den Mädels klappt - vom Erstkontakt, Matches, ansprechen usw. mal abgesehen - bedeutend weniger als vor zwei Jahren. Keine Dreistigkeit, kein Mut, kein Frechsein, keine Präsenz, keine Grenzen oder dergleichen. Im Gegenteil, ich liege Nachts wach und frage mich, wie es wohl wäre sie zu daten.. Und warum sie nicht schreibt. Siehe meine letzten Beiträge hier im Thread. 

Warum ist das so? Es gibt unterschiedliche Persönlichkeitsprofile. Und ich habe bei mir selbst gemerkt, dass ich deutlich antisozialer, weniger offen, konfliktsuchender und misstrauischer anderen Menschen gegenüber bin. Habe immer gedacht, ich muss der freundliche, nette, offene und höfliche Typ sein. Riesigen Social Circle haben und "Life-of-Party" sein. Sympathisch sein, damit mich die anderen gut leiden können. Nicht anecken. Erstmal schön Smalltalk führen, mich bedanken und entschuldigen wenn sich jemand vordrängelt oder was auch immer. Dinge kleinreden und eigene Aussagen relativieren. Grundsätzlich viel reden. Jeden mögen. Einfach positiv sein. Sind ja für sich betrachtet auch mit Ausnahme von wenigen Themen alles gute Sachen. Aber, ich mag eben nicht jeden und positiv bin ich auch nur zu ausgewählten Anlässen; sicherlich nicht ohne Grund. Habe auch keine Lust jeden auf Teufel komm raus anzulabern, und bin i.W. lieber für mich. Ich bin auch nicht mit jedem gut und mit manchen Menschen verstehe ich mich aus Prinzip nicht; nicht jeder hat eine Chance verdient. Es gibt Schwarz und Weiß, Gewinner und Verlierer. So ne absolute Weltsicht führt natürlich zu Konflikten, die ich früher relativ offen gesucht und ausgetragen habe. War mir relativ egal, was da andere von mir gehalten haben. Ist schließlich meine Überzeugung. Bin mir inzwischen recht sicher, dass das einer der größten Eckpfeiler meiner Attraktivität war.

Die letzten 1 1/2 Jahre war ich gefühlt einfach nur der Fußabtreter der Menschen. Wieso? Ich bin da nach der letzten Trennung in 11/24 in eine Richtung abgerutscht, in der ich alles an mir geändert habe. Alles woran ich irgendwie geglaubt habe und was mir wichtig gewesen ist. Weil ich dachte, dass das der Grund war warum sie mich damals verlassen hat. Dass ich sieben Jahre Arbeit in meine Karriere gesteckt habe und stolz auf Gehalt & Job mit 30 bin? Geschenkt, 17:00 Uhr ist Feierabend und ich packe meinen Laptop und mein Handy weg. Weil J. trennt ja Arbeit und Leben auch strikt. Dass ich gerne ins Steak-Haus gehe? Geschenkt, wir finden sicher einen Kompromiss weil J. ist ja Flexitarierin. Dass ich gerne ins Gym gehe, schnelle Autos und Kohle mag? Geschenkt, dass ist nur eine Ausprägung meiner hohlen und toxischen Persönlichkeit. All das sind Gedankengänge die mir wohlgemerkt NACH der Beziehung kamen. Vermutlich mit dem Gedanken sie zurückzukriegen, wenn ich denn nur denke wie sie. Und wenn ich möglichst nett und höflich bin. Ich hab diese Frau - n.b.: den aktuellen Zeitgeist -  in meinen Kopf gelassen, mich nicht mehr selber priorisiert und auf alles, was mir 28 Jahre bevor ich sie kannte, irgendwie wichtig war geschissen.

Wie soll denn bei so einer Selbstverleugnung Selbstwert entstehen?

Please don't get me wrong. Das liest sich, als wäre ich ein zynischer, verbitterter alter Misanthrop. Und Erfolg mit Frauen ist i.W. Erfolg mit Menschen. Hatte damals bevor ich J. kennenlernte auch ordentlich viele Dates; und es hat mir was gegeben, am Wochenende mit Menschen in der Natur unterwegs zu sein (kennt hier eigentlich noch jemand Sam Stage? 😂😂😂), ins CrossFit zu gehen, auf der Arbeit durchzuziehen oder Run Clubs zu besuchen. Aber bestimmte Dinge zu machen, nur weil ich da andere Menschen treffe und eigentlich gar keinen Bock drauf habe? Oder A zu sagen, obwohl ich B meine? Das ist jetzt vorbei.

Ich hatte den Thread ja ursprünglich mal eröffnet, weil ich hier eigentlich nur meine Dates dokumentieren wollte. Kein Sport, keine Persönlichkeitsentwicklung - nur die Treffen mit den Mädels. Das greift aber einfach zu kurz. Trotzdem. Die Unsicherheiten mit den Mädels müssen verschwinden, Verlustangst und Gedankenkarusell entsprechend bearbeitet werden. Dafür gibt es Werkzeuge; die müssen regelmäßig angewendet werden. Alles andere außer Execution mit den Mädels ist Prokrastination. 

Hey RB,

ich führe das für die anderen im Forum nochmal genauer aus, aber da wir uns kennen und du weißt, wie du meine Hinweise nutzen kannst, würde ich deinen aktuellen Zustand und die quasi-philosophischen und weltanschaulichen Reflexionen eher im Bereich eines reinigenden karthatischen Prozesses ansiedeln. 

Ich habe zu verschiedenen Zeitpunkten meines Voranschreitens ähnlich reflektiert. Anfangs dachte ich immer „was geht denn da gerade in meinem Hirn ab“, aber irgendwann habe ich realisiert, dass das zumindest für mich, immer notwendige Phasen waren, in denen ich meinen inneren Kompass einer notwendigen Neuausrichtung unterzog.

So fand ich meinen Weg: Ohne Grass zu meinen, ist das ein wenig wie das Häuten einer Zwiebel. Ich musste immer wieder Schichten ablegen, um mehr zu dem zu werden, der ich sein kann und will. Durch Pickup/Persönlichkeitsentwicklung gelang dies, aber manchmal addierte das eher eine Schicht. Ich kann dir morgen mal einen meiner Auskotzartikel hier raussuchen. 

Die zugefügte Schicht, die mir aber auch als notwendige Stützräder am Anfang diente, war zB das Indirect Game. Da merkte ich aber recht schnell und vor allem als ich die Schlagzahl beim Ansprechen drastisch erhöhte, dass das einfach nicht zu mir passt/nicht meine Cup of Tea ist.

Ähnlich ging es mir beim Unterhalten von Sets: Ich merkte schnell, dass ich einfach keinen Bock habe, ne ganze Gruppe zu entertainen, nur um mit einer Frau ins Gespräch zu kommen. Das Gruppen-Game habe ich trotzdem gemeistert, aber viel mehr über die Schiene, dass ich Menschen gerne an meinem Wissen teilhaben lasse, die Welt erkläre und doziere 🙈

Durch das Ablegen von Indirect zuerst und später dem Entertaining-Zwang entwickelte ich immer mehr (Straße wie Club) mein Sniper-Game.

Das ist dann schon recht fortgeschritten und nicht für jeden etwas, aber als ich keinen Bock mehr hatte 5-10 Gespräche an Club-Abenden zu führen, mir lieber „einfach“ Zeit zu nehmen, die Hotteste zu identifizieren und dann auf sie „drauf zu gehen“. 

Mein Opener war dann aber auch immer dementsprechend hart. Ich vergleiche das immer gerne mit Skispringen. Wen es so weit trägt, der muss so einen weiten Sprung auch stehen können. Mein Opener war eigentlich immer: „Hi, weißt du: Ich bin jetzt echt schon ein paar Stunden hier und du bist mit Abstand, die einzige Frau, die mich interessiert.“

Dazu gehört aber auch, dass man ihre Nebelbomben entschärft, die bei so einem harten Anpack natürlich stärker ausfallen können. Deswegen war mein Follow-Up oft recht schnell „du, ich habe keine Lust auf so ein 0815-Club-Yadda-Yadda. Lass uns mal nach da vorne gehen, da musst du mir nicht so ins Ohr schreien.“

Wenn dann (machmal gespielt, manchmal echt) Gegenwehr kam entgegnete ich recht schnell: „Ganz ehrlich, ich finde dich sehr anziehend, aber ich habe keine Bock auf Spielchen“. Letzteres Statement ist übrigens mal nicht auf meinem Mist gewachsen, sondern den habe ich mir von Adel Tawil (Sänger von „du bist vom selben Stern, du kannst…“) geklaut, neben den ich mal im guten alten Ivory in Köln stand. 

Und weiter ging es Richtung Kern.. Und dann musst du dich anschließend auch gar nicht asozial im eigentlichen Wortsinn fühlen, sondern das nennt sich einfach Standards.

Auf den Punkt: Ich habe meinen Zivildiensr an einer Förderschule für geistige Entwicklung gemacht - ich helfe gerne jedem Menschen. Das ist ein großer, lebensbestimmender Wert von mir.

Allerdings habe ich dann was Dating und Partnerschaft anging, mir mit der Zeit immer höhere Standards erlaubt.

Da ticken wir (Kommentar für die Mitlesenden: RB und ich haben schon mehrere Male miteinander telefoniert) wahrscheinlich sehr ähnlich, da für mich eine Frau, die den Günther Grass-Verweis von oben nicht versteht und das nicht durch ein besonderes Trait ausgleichen kann, für mich zu schnell langweilig wird, da ich einfach diese Denktiefe in einer Partnerschaft brauche. 

Gibt es die nicht, werde ich ganz schnell nickelig/passiv-aggressiv und das ist sicher nicht, was ich aus einer Beziehung schöpfen möchte ;-).

Jetzt sind meine Ausführungen ja doch länger gewesen, aber ansonsten nochmal der Call to Action für RB. Auf Grund unserer (wenn auch zeitversetzten) Entwicklungsparallelen macht es Sinn, wenn du zu mir nach Köln oder Bonn kommst und ich mir mal dein Game anschaue. 

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Crazy, der Artikel von mir und zu meiner damaligen Indirect vs Direct Confusion ist auch schon 20 Jahre her, hat aber für einige hier sicher trotzdem viel aktuelle Relevanz:

 

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Am 1.7.2026 um 13:20 , Royal Beggar schrieb:

Das liest sich, als wäre ich ein zynischer, verbitterter alter Misanthrop. 

Zynisch nicht, verbittert, verletzt und irgendwie unangenehm verbissen schon. Warum du dich so fühlst, lässt sich aus dem Thread nicht so wirklich herauslesen. Ggf. hat es mit der Persönlichkeitsstruktur & beruflicher Sozialisation zu tun, die bei freiwilliger Berufswahl selbstverständlich miteinander korrelieren. Erinnert mich stark an Yolo‘s Thread. 

Am 1.7.2026 um 13:20 , Royal Beggar schrieb:

Ich hab' kürzlich mal reflektiert: Habe einen deutlich besseren Körper, mehr Freunde & soziale Kontakte, gehe mehr raus und habe deutlich mehr Geld als damals

An sich ist nichts dagegen einzuwenden, alles eine erfreuliche Entwicklung. Die eigentliche Frage ist aber: Bist du glücklich? Oder, wissenschaftlich korrekter formuliert, zufrieden mit deinem Leben? Denn es liest sich alles nicht so. Und ohne Lebenszufriedenheit sind Sixpack, Millionen auf dem Konto und viele Handynummern im Kontaktbuch nichts wert. 

Ich musste spontan an das Sachbuch „Happier“ von Tal Ben-Shahar denken, ggf. hilft dir das. Es ist ganz kurz & simpel geschrieben, aber vermittelt aus meiner Sicht eine spannende Perspektive.

Zitat

Dass ich sieben Jahre Arbeit in meine Karriere gesteckt habe und stolz auf Gehalt & Job mit 30 bin? Geschenkt, 17:00 Uhr ist Feierabend und ich packe meinen Laptop und mein Handy weg. Weil J. trennt ja Arbeit und Leben auch strikt. Dass ich gerne ins Steak-Haus gehe? Geschenkt, wir finden sicher einen Kompromiss weil J. ist ja Flexitarierin. Dass ich gerne ins Gym gehe, schnelle Autos und Kohle mag? Geschenkt, dass ist nur eine Ausprägung meiner hohlen und toxischen Persönlichkeit.

Es ist nicht hohl, wenn diese Dinge dich wirklich erfüllen. Es ist hohl, wenn du solche Ziele ausschließlich aus reinem Statusdenken verfolgst, während du in Wirklichkeit, wie oben dargestellt, verbittert und verbissen bist. 

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vor 5 Stunden, Xatrix schrieb:

Da ticken wir (Kommentar für die Mitlesenden: RB und ich haben schon mehrere Male miteinander telefoniert) wahrscheinlich sehr ähnlich, da für mich eine Frau, die den Günther Grass-Verweis von oben nicht versteht und das nicht durch ein besonderes Trait ausgleichen kann, für mich zu schnell langweilig wird, da ich einfach diese Denktiefe in einer Partnerschaft brauche. 

Ich mag mich irren, weil ich euch beide nicht kenne, aber zu keinem Zeitpunkt hat @Royal Beggar den Eindruck bei mir erweckt, eine belesene HB mit intellektueller Tiefe zu suchen oder dieser Tiefe selbst gerecht werden zu wollen. Oben steht (vereinfacht dargestellt), dass ein HB die stereotype BWL-Mentalität mitbringen soll: physisch attraktiv trotz Herzinfarktmenüvorlieben mit Präferenz für gestählte männliche Körper, viel Kohle und schnelle Autos. Solche Frauen gibt es übrigens ohne Ende, sodass das Dating eigentlich kein Problem darstellen dürfte. Es sei denn, man unterstellt solchen HBs, dass sie einen Mann als Vehikel zum besseren Lifestyle verwenden, dann landet man schnell im Mindset „Alles Huren außer Mutti“. 

Ich meine es alles übrigens völlig wertneutral, Menschen sind nun mal unterschiedlich und haben entsprechend verschiedene Präferenzen. 

bearbeitet von anotherthing
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Am 5.7.2026 um 10:05 , anotherthing schrieb:

Bist du glücklich? Oder, wissenschaftlich korrekter formuliert, zufrieden mit deinem Leben? 

Glücklich nicht wirklich, das liegt aber an der Art- und Weise wie ich Glück für mich definiere und meinen Alltag betrachte. Aber tatsächlich sehr zufrieden, da ist deine Unterscheidung sehr passend. Alles wo ich jetzt heute bin ist selbst erarbeitet im Positiven, wie selbst verschuldet im Negativen. Der Freundeskreis, der Körper, das Materielle, die charakterliche Entwicklung und die sozialen Fähigkeiten. Ich packe jetzt nicht meine persönliche Mitleids-Story aus (in Köln/Bonn dann vielleicht @Xatrix ;)), aber ich bin unfassbar stolz darauf, mich aus dem dunklen Loch und der familiären Situation in der ich mit 17/18 lag, gezogen zu haben. Das gibt enormes Selbstvertrauen (keinen Selbstwert, lol). 

Am 5.7.2026 um 10:16 , anotherthing schrieb:

Ich meine es alles übrigens völlig wertneutral, Menschen sind nun mal unterschiedlich und haben entsprechend verschiedene Präferenzen.

Das schöne an einem Forum ist ja, dass man Perspektiven von unterschiedlichen Menschen erhält; deswegen ist gut.

Kenne ja deine Beiträge zum Konzern Leben, Yolos Thread und wie du (vermutlich?) auf das Ganze Leistungsthema blickst. Ich würde dir aber insofern widersprechen, als dass es zwischen "physisch attraktiv trotz Herzinfarktmenüvorlieben mit Präferenz für gestählte männliche Körper, viel Kohle und schnelle Autos" und "belesene HB mit intelektueller Tiefe" Abstufungen gibt. Du denkst m.E. auf der einen Seite einfach an die klassisch-bebrillten Sozialwissenschaftler im Elfenbeinturm ("Alles ist ein Konstrukt") und andererseits die MFA mit aufgespritzten Lippen und Gelnägeln. Zu 1.) Das Umfeld werde ich mir nach drei Jahren Politikwissenschaft sicherlich nicht erneut antun. Da geht es auch gar nicht so sehr um die politische Ausrichtung - obwohl die natürlich gefühlt bei 70% aller Absolventen im progressiven Spektrum ist - sondern mehr um grundlegende Werte und Einstellungen, an die ich persönlich glaube und die mir wichtig sind (u.a. Leistungsgedanken, Statusdenken, Erfolgsmaßstäbe, Umfeld und Freizeitgestaltung). Was mir extrem wichtig an einer Frau ist (für eine Beziehung jedenfalls), ist die Tatsache, dass sie einen Uniabschluss hat (Master), intelligent und zu einem gewissen Grad auch eine Gewinnerin ist. Nach welchem Maßstab auch immer. Wenn es ausschließlich nur um Aperolis, Trash-TV, Rennrad, Gym oder Feiern geht, bin ich einfach raus. Tiefe und keine Opferhaltung müssen einfach sein; das ist aber eben nicht zwangsläufig wie von der angdeutet an den politischen Kompass oder die Berufswahl gekoppelt. Es gibt auch gute BWLerinnen da draußen 😉

Wo du @anotherthing aber sicherlich recht hast. Ich bin im Kern zu einem gewissen grad assi, stumpf und prollhaft - wurde mir tatsächlich auch von Freunden öfters schon so bescheinigt ("ein Assi, aber ein Lieber"). Und deine Vermutung hat ja auch eine Basis. Das mal zu hinterfragen, wo das wie auftritt, was das begünstigt (meine Theorie: passiver Konsum, statt echtem Interesse) ist ggf. ein spannender Ansatz. Mglw. ein blinder Fleck?

Das Proll-Thema ist aber vermutlich irgendwo auch eine Gegenrekation zu meinem Umfeld, und Erziehung - es gibt ein Bild von mir mit vier Jahren mit Gelfrisur, Loafern, Chino und Ralph Lauren Hemd im Kindergarten. 😂 Mama wusste genau was sie tut. 

Am 5.7.2026 um 05:06 , Xatrix schrieb:

würde ich deinen aktuellen Zustand und die quasi-philosophischen und weltanschaulichen Reflexionen eher im Bereich eines reinigenden karthatischen Prozesses ansiedeln. 

Es geht mir tatsächlich seit dem Auskotzen auch bedeutend besser. Arbeit macht wieder mehr Spaß, Leben ist bunter. Das Handy liegt aber zugegebenermaßen auch deutlich häufiger in der Ecke.

Am 5.7.2026 um 05:06 , Xatrix schrieb:

.. Und dann musst du dich anschließend auch gar nicht asozial im eigentlichen Wortsinn fühlen, sondern das nennt sich einfach Standards.

Ja, das war auch mein Gedanke. Ich muss nicht wirklich asozial, zynisch, verbittert, misanthrop und negativ sein, um anderen Grenzen zu setzen. Da existiert eine gewisse Schnittmenge und wenn du ein absolut-negatives Arschloch bist, dann setzt du dich natürlich selbst an erster Stelle.  Ziehst Grenzen. Gute Sache, eigentlich. Das ist aber vermutlich auch nicht das Ende der Fahnenstange bzw. der Entwicklung.

Die Tage kommt ein kleines Update zum eigentlich Thread-Thema; soziale Dynamiken. 

 

Happy Evening, melde mich

bearbeitet von Royal Beggar
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vor 2 Stunden, Royal Beggar schrieb:

Aber tatsächlich sehr zufrieden, da ist deine Unterscheidung sehr passend. 

Das hört sich doch gut an! Strahlst du denn diese Lebenszufriedenheit auch im Alltag aus? Welches Feedback gibt dir dein SC?

vor 2 Stunden, Royal Beggar schrieb:

Kenne ja deine Beiträge zum Konzern Leben, Yolos Thread und wie du (vermutlich?) auf das Ganze Leistungsthema blickst.

Wie denn?

vor 2 Stunden, Royal Beggar schrieb:

Du denkst m.E. auf der einen Seite einfach an die klassisch-bebrillten Sozialwissenschaftler im Elfenbeinturm ("Alles ist ein Konstrukt") und andererseits die MFA mit aufgespritzten Lippen und Gelnägeln.

Sozialwissenschaftler tauchen nicht zwingend vor meinem geistigen Auge auf, wenn ich an intellektuelle Elite denke. 😆 

vor 2 Stunden, Royal Beggar schrieb:

Wenn es ausschließlich nur um Aperolis, Trash-TV, Rennrad, Gym oder Feiern geht, bin ich einfach raus. Tiefe und keine Opferhaltung müssen einfach sein; das ist aber eben nicht zwangsläufig wie von der angdeutet an den politischen Kompass oder die Berufswahl gekoppelt. Es gibt auch gute BWLerinnen da draußen 😉

Intellektuelle & intelligente Menschen gibt es in allen Fächern/Berufen, das ist korrekt. In einer Gesellschaft, in der man sich den Beruf frei aussucht, ist ihre Verteilung allerdings nicht gleichmäßig. Ich hatte damals an der Uni und habe bis heute im Job einen deutlich engeren Kontakt zu BWLern als gesund wäre und meiner Einschätzung nach beläuft sich der Prozentsatz solcher Leute dort grob auf 20%.

Es kann natürlich sein, dass mein Anspruch an Intellekt, Belesenheit etc. höher als heutzutage üblich ausfällt. Ich meine damit z. B., dass man in der Freizeit mal einen neuen wissenschaftlichen Artikel zu einem Thema liest, wofür man sich privat interessiert und in der Lage ist, neue Infos mit Bekannten in Zusammenhang zu bringen. Oder dass man unter „Ich lese gerne“ nicht gerade „Harry Potter“ versteht. Oder generell so viel Allgemeinbildung mitbringt, dass man weiß, dass der Höhepunkt der Hexenverbrennung nicht im Mittelalter stattfand. Von Zahlen- und Statistikverständnis ganz zu schweigen. Ich bestehe nicht darauf, dass mein Verständnis das einzig korrekte ist, führe es nur für Transparenzzwecke auf. 

 

vor 2 Stunden, Royal Beggar schrieb:

Wo du @anotherthing aber sicherlich recht hast. Ich bin im Kern zu einem gewissen grad assi, stumpf und prollhaft - wurde mir tatsächlich auch von Freunden öfters schon so bescheinigt ("ein Assi, aber ein Lieber"). Und deine Vermutung hat ja auch eine Basis. Das mal zu hinterfragen, wo das wie auftritt, was das begünstigt (meine Theorie: passiver Konsum, statt echtem Interesse) ist ggf. ein spannender Ansatz.

Kannst du es ausführlicher erklären? Mir ist der Zusammenhang mit dem Dating nicht klar in dem Kontext. 

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vor 14 Stunden, Royal Beggar schrieb:

Glücklich nicht wirklich, das liegt aber an der Art- und Weise wie ich Glück für mich definiere und meinen Alltag betrachte.

Und welche Art und Weise wäre das?

vor 14 Stunden, Royal Beggar schrieb:

Was mir extrem wichtig an einer Frau ist (für eine Beziehung jedenfalls), ist die Tatsache, dass sie einen Uniabschluss hat (Master), intelligent und zu einem gewissen Grad auch eine Gewinnerin ist. Nach welchem Maßstab auch immer. Wenn es ausschließlich nur um Aperolis, Trash-TV, Rennrad, Gym oder Feiern geht, bin ich einfach raus.

Ohne dir zu nahe treten zu wollen - und ich denke du weißt, dass ich dir wohlgesonnen bin -, muss ich halt sagen, dass solche Maßstäbe grandios am Kern der Sache vorbeigehen und sehr wahrscheinlich ein Cope sind.

Eine Frau, die sich in dich verliebt, würde erfahrungsgemäß nahezu alles tun, um für dich interessant zu sein. Ihr wahres Potential wirst du erst sehen, wenn du dich länger mit ihr triffst. Fu musst natürlich führen sowie der Fels in der Brandung sein.

Naja, es sei denn es ist ne Dilara mit nem 80er IQ.

vor 14 Stunden, Royal Beggar schrieb:

wenn du ein absolut-negatives Arschloch bist, dann setzt du dich natürlich selbst an erster Stelle.

Ganz im Gegenteil!

Du kannst asozial sein - aber was heißt das schon in FFM 😂 - und das ist absolut cool, nur wenn du negativ bist, setzt du vor allem dir selbst Grenzen und nicht den Anderen.

Aber viel wichtiger: Wie läuft's denn gerade bei dir mit den Frauen?

bearbeitet von DoItAgain
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