Das HB "Ende-Dreißig" Drama

48 Beiträge in diesem Thema

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vor 6 Minuten, Ram-Zey schrieb:

Daher predige ich allen im Social Circle, die noch verheiratet sind: "Nehmt auch Zeit für euch. Einmal im Monat ist auch schon genug. Besser als gar nicht. Gebt die Kinder ab und habt 1-2 Tage nur für euch. Geht weg, Hotel, knattern bis der Arzt kommt etc."

Das letzte genannte ist in meinen Augen der zu 90 Prozentige Grund warum Ehen kaputtgehen.

Das ist aber nur meine Erfahrung.

Dieser Tipp ist wirklich Gold wert. 

Handhabe ich in meiner LTR auch so. Alle 2-4 Wochen werden die Kinder abgegeben, sodass man mal wieder richtig gepflegt Zeit für sich als Paar hat. Dann wird schick gegessen, ein Hotel genommen, Wellness gemacht, eine neue Stadt angeschaut, ins Kino gegangen und natürlich nach Herzenslust und ungestört der Vollkörperkontakt praktiziert. 

Das muss man wirklich regelmässig und mit Überzeugung so durchziehen, sonst wird das Eheleben mit Kindern sehr schnell zur einseitigen Belastung. 

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vor 7 Minuten, holywater schrieb:

Dieser Tipp ist wirklich Gold wert. 

Handhabe ich in meiner LTR auch so. Alle 2-4 Wochen werden die Kinder abgegeben, sodass man mal wieder richtig gepflegt Zeit für sich als Paar hat. Dann wird schick gegessen, ein Hotel genommen, Wellness gemacht, eine neue Stadt angeschaut, ins Kino gegangen und natürlich nach Herzenslust und ungestört der Vollkörperkontakt praktiziert. 

Das muss man wirklich regelmässig und mit Überzeugung so durchziehen, sonst wird das Eheleben mit Kindern sehr schnell zur einseitigen Belastung. 

Du machst alles richtig mein bester!!!!! Bleib dabei und weiche nicht davon ab. Es ist das beste was man tun kann in einer Partnerschaft in einer sehr langen LTR.

Ich habe es nicht gemacht und ich merke es durch Selbstreflexion und Überlegungen was eigentlich alles passiert, dass es dazu kommen musste dass man sich trennt. Ich habe viel viel nachgedacht, nachdem meine Ehe kaputt gegangen ist.

Es gibt noch andere variablen für das kaputt gehen einer Ehe. Keine Frage. 

bearbeitet von Ram-Zey
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vor 2 Stunden, JayMuc schrieb:

Mit etwas zeit kann man da bestimmt was drauß machen 

🤣, zu geil. Nur glaub ich nicht, daß es beim Großteil der Frauen gut ankommt. Außer sie sind schon teil- oder durchgelesen. 

Der erste Sing wäre was für so' ne Foxtrott-Runde im Prä-Rentner-Schuppen. 

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vor 2 Stunden, Ram-Zey schrieb:

Überlegt mal wie lange es her ist, dass man zum Beispiel weg geht, was trinkt, angeheitert ist und noch tanzen geht. Vorher was schönes gegessen. Aber immer im Hinterkopf, wir haben die Nacht und den morgen und den nächsten Tag auch. Viele würden sich wundern, was der Partner für ein Sexmonster ist später im Hotel nach so einer Nacht. Angeheitert. Glückshormone sind auf Anschlag. Man hatte Spaß. Sowas hält einfach frisch und sorgt für eine Wiederbelebung der Anziehung und der " Rosa Rote Brille" Tage die man hatte am Anfang. Man baut scheiße macht Klingelmännchen :-D. Einer fällt auf die Fresse man lacht sich kaputt. Das ist es einfach.

Und wenn wir mal ehrlich sind. Was machen den Partner mit einer Affäre? Genau sowas. Nichts anderes. Warum dann nicht mit dem Lebenspartner?

Weil der Lebenspartner nicht "Ideal" ist, weil man ihn zu gut kennt, weil man sich mit der Zeit zu "nah" gekommen ist?

Viele können Intimität/Nähe heutzutage nicht mehr "aushalten" und suchen sich gezielt "oberflächliche Verbindungen" und/oder Affären, weil man auf diese leeren und austauschbaren "Hüllen" viel besser sein eigenes Ideal, seine eigene Fantasie projezieren kann! ("=narcissistic society")

 

  

bearbeitet von ElNuevo

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vor 18 Stunden, holywater schrieb:

Dann wird schick gegessen, ein Hotel genommen, Wellness gemacht, eine neue Stadt angeschaut, ins Kino gegangen

Das würde bedeuten, dass ein Mindestlohnverdienerpaar keine erfüllte LTR über Jahre führen kann, was m. M. n. Quatsch ist.  
Der Gedanke der „Paarzeit“ ist als Teil des Nähe-Distanz-Spiels richtig und wichtig. Die reine „Konsumausprägung“ davon (= ich zahle Unmengen Geld monatlich, um Paarzeit an nur einem Wochenende zu haben) ist weder optimal noch zwingend erforderlich. Wichtiger ist, dass man im Alltag achtsam bleibt und viele kleine Momente der Zugehörigkeit schafft & genießt. Dafür müsste man allerdings den allgemeinen Stresslevel für alle Beteiligten erheblich senken. Der Durchschnitt geht meiner Beobachtung nach leider in die falsche Richtung (= mehr Stress), sodass das Leben auch ohne Beziehung, Hausbau und Kinder eine Hölle darstellt und man sich ausschließlich an 25-30 Tagen Urlaub/Jahr wirklich gut fühlt. Am ehesten wieder mit Konsum verbunden, der die sonstige Hölle im Leben kompensieren soll (und es natürlich nicht kann). 
Der „Distanz“-Teil ist übrigens genauso wichtig. Jeder sollte sich auch trotz Ehe, Kindern, Hausbau etc. noch als Individuum fühlen und in bestimmten Lebensbereichen entsprechend frei handeln. 

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Am 17.9.2025 um 10:47 , anotherthing schrieb:

Das würde bedeuten, dass ein Mindestlohnverdienerpaar keine erfüllte LTR über Jahre führen kann, was m. M. n. Quatsch ist.  
Der Gedanke der „Paarzeit“ ist als Teil des Nähe-Distanz-Spiels richtig und wichtig. Die reine „Konsumausprägung“ davon (= ich zahle Unmengen Geld monatlich, um Paarzeit an nur einem Wochenende zu haben) ist weder optimal noch zwingend erforderlich. Wichtiger ist, dass man im Alltag achtsam bleibt und viele kleine Momente der Zugehörigkeit schafft & genießt. Dafür müsste man allerdings den allgemeinen Stresslevel für alle Beteiligten erheblich senken. Der Durchschnitt geht meiner Beobachtung nach leider in die falsche Richtung (= mehr Stress), sodass das Leben auch ohne Beziehung, Hausbau und Kinder eine Hölle darstellt und man sich ausschließlich an 25-30 Tagen Urlaub/Jahr wirklich gut fühlt. Am ehesten wieder mit Konsum verbunden, der die sonstige Hölle im Leben kompensieren soll (und es natürlich nicht kann). 
Der „Distanz“-Teil ist übrigens genauso wichtig. Jeder sollte sich auch trotz Ehe, Kindern, Hausbau etc. noch als Individuum fühlen und in bestimmten Lebensbereichen entsprechend frei handeln. 

@DirtyRabbit hat einmal sehr schön geschrieben, dass Geld in erster Linie ein Enabler ist. Es gibt einem die Möglichkeit, Optionen zu haben. Es geht dabei nicht um Konsum um des Konsums willen, sondern um die Freiheit, gemeinsam etwas zu unternehmen: mal ins Kino gehen, mal essen gehen, mal einen Ausflug oder Urlaub machen. Solche Erlebnisse stärken die Beziehung und schaffen gemeinsame Erinnerungen.

Mir geht es nicht darum, Luxus anzuhäufen. Wichtiger ist das Gefühl, nicht jeden Cent umdrehen zu müssen und nicht gezwungen zu sein, immer zuhause zu bleiben. Allein diese finanzielle Freiheit nimmt viel Druck aus dem Alltag und sorgt dafür, dass die Beziehung nicht zusätzlich belastet wird.

Beim Thema Stress ist es leicht gesagt, man müsse ihn einfach reduzieren. Sobald Kinder da sind, gehört ein gewisses Maß an Stress jedoch automatisch zum Leben. Selbst in sehr harmonischen Familien sind Organisation, Zeitmanagement und Verantwortung notwendig. Unterstützung durch Kita, Großeltern oder Babysitter kann entlasten, doch ganz vermeiden lässt sich der Stress nicht. Entscheidend ist, gemeinsam Wege zu finden, ihn zu tragen und auszubalancieren, damit genug Raum für Paarzeit bleibt.

Und dazu sind genau diese Unternehmungen als Paar wichtig, die oft einfach etwas kosten, was wiederum Geld erfordert. Also ja, ich würde es direkt so sagen: ein Mindestlohnverdienerpaar hat es spürbar schwerer, eine erfüllte LTR über Jahre zu führen. 

Es gibt sogar handfeste Daten die das belegen:

Zitat

wealthier couples have lower divorce risk

Quelle: https://read.dukeupress.edu/demography/article/60/1/147/342803/Wealth-and-Divorce

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vor 42 Minuten, anotherthing schrieb:

Wie gesagt, ich beobachte genug Leute ohne Kinder, deren Leben ausschließlich aus (selbst gewählten) Stressoren besteht, weil der gesellschaftlich angesagte Life Style das leider sehr fördert. Bsp.: Eine 3-Zimmer-Wohnung ist in der Großstadt, wo man arbeitet, unbezahlbar -> statt eigene Ansprüche an die Wohnfläche zu reduzieren, wird eine große Wohnung am Ende der Welt jenseits aller Speckgürtel genommen oder noch schlimmer: ein viel zu teuerer Hauskredit. Der Weg zur Arbeit dauert danach 1,5 h pro Strecke, wovon die Hälfte „im Stau stehen und sich totärgern“ ist (im Nachbarauto sitzen schließlich genauso „schlaue“ Leute, die aus gleichen Gründen weggezogen sind). Dann stellt man mit Entsetzen fest, dass alle Freunde und Familienmitglieder ebenfalls ans Ende der Welt gezogen sind, nur leider an „das Falsche“. Um sich zu sehen, steht man also auch in der Freizeit im Stau. Im Laufe der Zeit hat man immer weniger Lust auf diese Art des Zeitvertreibs, sieht Freunde immer seltener und vereinsamt zunehmend. Man will sich jedoch beweisen, dass man im Leben alles richtig macht, deshalb wird das beste Pilates-Studio der Region am anderen Ende der Großstadt ausgesucht, als das Ende, an dem man arbeitet -> die Hin- und Rückfahrt dauert länger als der Pilates-Kurs. Hat man einen Partner, lebt er oft den gleichen Lifestyle, d.h. man trifft sich um 22:00 Uhr auf dem Sofa und jeder ist von seinem Programm dermaßen geschafft, dass keine Paaraktivitäten genossen werden können. Dass man weder regelmäßig gesundes Essen zubereiten (keine Zeit) noch gut schlafen kann (konstant zu viel Cortisol), muss ich auch nicht erwähnen.

Die innere Leere aufgrund fehlender sinnvoller Beziehungen zu Mitmenschen wird durch massiven Überkonsum an Waren und Dienstleistungen ausgeglichen, der auf Social Media zur Schau gestellt wird. Um das wahnsinnige Überkonsumniveau zu halten oder bestenfalls weiter zu steigern, wird noch mehr gearbeitet/den Job gewechselt, unabhängig davon, ob dieser erfüllend ist -> noch mehr Stress und noch mehr Bedürfnis, diesen zu „kompensieren“. 

Und obwohl diese Spirale gesellschaftlich gesehen nur eine Richtung kennt, ist jeder selbst dafür verantwortlich, die Anzahl und den Einfluss der Stressoren in seinem Leben zu reduzieren. Man muss nur die Augen öffnen und „alle machen das so“ hinterfragen.  

Die Thematik zum immer knapper und teurer werdendem Wohnraum ist ne komplette Diskussion für sich. Es ist etwas, das man nicht ignorieren kann. Und man muss zwangsläufig mitspielen. Denn "Ansprüche an die Wohnfläche zu reduzieren" tönt auch wieder nach ner super simplen Lösung. Aber die Realität ist immer ein Graubereich. 

Wo ist der persönliche Sweet Spot? 

  • 1-Zimmerwohnung damit man nur 10min Arbeitsweg zu Fuss hat?
  • 3-Zimmerwohnung und 30min Arbeitsweg?
  • ein Haus in einem Vorort, wo man zwar 1h Arbeitsweg hat, aber dafür genügend Platz um auch mal Freunde einzuladen?

Muss schlussendlich jeder selbst für sich entscheiden wo er seinen Schwerpunkt setzt. 

Ich verurteile niemanden der wegzieht, weil die Preise ausserhalb der Städt noch halbwegs bezahlbar sind. Das ist einfach der Lauf der Dinge. Kann man eben nicht ändern ohne direkt den Staat damit zu beauftragen, für bezahlbaren Wohnraum zu sorgen. 

 

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Am 17.9.2025 um 11:37 , Tony.Montana76 schrieb:

Ich glaube schon, dass ein Mindestlohnverdienerpaar es deutlich schwieriger haben wird eine erfüllte LTR zu führen. Die Geldprobleme werden halt auch die Beziehung beeinflussen.  Geldprobleme und Schulden sind halt auch einer der häufigsten Gründe für Scheidungen. 

Die Geldprobleme müssten aber doch deutlich größer sein, wenn man alleine lebt. Ein Leben als Paar (vorausgesetzt man wohnt zusammen) ist doch deutlich günstiger. Daher müssten die Geldprobleme doch weniger werden. 

Und ausserdem sind es meist Trennungen und Scheidungen, die Geldprobleme erst aufkommen lassen, oder Menschen in die Armut stürzen lassen. 

 

Irgendwie steht in deinem Beitrag die Welt Kopf. 

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vor 2 Stunden, ElNuevo schrieb:

Die Geldprobleme müssten aber doch deutlich größer sein, wenn man alleine lebt. Ein Leben als Paar (vorausgesetzt man wohnt zusammen) ist doch deutlich günstiger. Daher müssten die Geldprobleme doch weniger werden. 

Und ausserdem sind es meist Trennungen und Scheidungen, die Geldprobleme erst aufkommen lassen, oder Menschen in die Armut stürzen lassen. 

 

Irgendwie steht in deinem Beitrag die Welt Kopf. 

Frauen daten in der Regel nach oben. Wenn sie broke ist und einen anderen Brokie datet, führt das alleine deshalb schon zu Problemen in der Beziehung. Das man immer sparen muss, sich wenig leisten kann usw. ist auch nicht unbedingt förderlich.

Als Paar mag das zusammen wohnen günstiger sein, wenn dann aber Kinder ins Spiel kommen wird es halt deutlich teurer. Kinder sind im Endeffekt ja immer das Ziel einer Beziehung. Wenn beide broke sind, kann das auch dazu führen, dass sie sich gegenseitig negativ beeinflussen.

Scheidung oder Trennung führt auch nicht zwangsläufig zu Geldproblemen bei Paaren, die vorher keine Geldprobleme hatten. Ist halt etwas über das man sich am Beginn der Beziehung unterhalten sollte und dass dann auch festlegen sollte, damit sowas nicht passiert

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vor 50 Minuten, Tony.Montana76 schrieb:

Frauen daten in der Regel nach oben.

Das ist auch nicht wahr, das ist Hollywood oder eben RP. 

Männer wie Frauen bleiben von Geburt bis zum Lebensende zu >90% in ihrer sozioökonomischen Klasse. 

Realität, google das.

Frauen wie Männer schielen natürlich auf einen höherer Status, aber nicht weil das mit dem Geschlecht, sondern mit der gesellschaftlichen Norm, dem Ideal zusammen hängt.

 

vor 55 Minuten, Tony.Montana76 schrieb:

wenn dann aber Kinder ins Spiel kommen wird es halt deutlich teurer.

Ich glaube nicht, dass in den untersten Schichten, Kinder eine finanzielle Mehrbelastung sind (wohl eher im Gegenteil). Das sind ja statistisch die Kinderreichsten - entweder die, die knapp um die Armutsgrenze liegen, oder ab gehobener Mittelschicht aufwärts (die es sich leisten können = hier ist Kinderreichtum wieder Statussymbol)

vor 59 Minuten, Tony.Montana76 schrieb:

Scheidung oder Trennung führt auch nicht zwangsläufig zu Geldproblemen bei Paaren, die vorher keine Geldprobleme hatten. Ist halt etwas über das man sich am Beginn der Beziehung unterhalten sollte und dass dann auch festlegen sollte, damit sowas nicht passiert

Doch, brauchst du auch nur googlen. 

 

Was führt zu Armut in Deutschland?

Übersicht mit KI

Die Gründe für Armut in Deutschland sind vielfältig und umfassen Arbeitslosigkeit (insbesondere Langzeitarbeitslosigkeit), niedrige Bildung, die Situation von Alleinerziehenden (oft bedingt durch fehlende Kinderbetreuung und Teilzeitarbeit)...

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@holywater, es geht nicht um Wohnraum in meinem Beitrag, sondern um Stressoren, deren Anzahl und Intensität im Leben eines durchschnittlichen Mitbürgers aus verschiedensten Gründen zunimmt. Nur um ein anderes Beispiel zu nennen: Für sehr viele Menschen stellen Social Media eine enorme Belastung dar. Vor 30 Jahren kein Thema… Man kann all diesen Stressoren ein Stück weit widerstehen, aber wie mit allem anderen im Leben erfordert es mehr Arbeit, als mit dem Strom zu schwimmen.

Zurück zum Thema: Das Bild einer Midlife Crisis ist traditionellerweise männlich konnotiert, weil bei der Entstehung des Begriffs im Westen v.a. Männer gearbeitet haben, entsprechende Verantwortung in der Familie hatten und in vielen Fällen auch Grenzen des beruflichen Wachstums in einer bestimmten Lebensphase erreichten. Frauen standen nicht gerade im Mittelpunkt der Betrachtung, schließlich sind die Freuden und Probleme einer Hausfrau mit 20 kaum von denen einer Hausfrau mit 60 zu unterscheiden. Heutzutage gleichen sich soziale Rollen von Mann und Frau stärker an, daher sehe ich keinen Grund, warum Frauen keine Midlife Crisis erleben könnten.

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vor 14 Stunden, ElNuevo schrieb:

Was führt zu Armut in Deutschland?

Übersicht mit KI

Die Gründe für Armut in Deutschland sind vielfältig und umfassen Arbeitslosigkeit (insbesondere Langzeitarbeitslosigkeit), niedrige Bildung, die Situation von Alleinerziehenden (oft bedingt durch fehlende Kinderbetreuung und Teilzeitarbeit)...

Ist jetzt off-topic, aber mir ist persönlich mal der Begriff der "Alleinbezahlenden" in den Sinn gekommen als Synonym für Unterhaltszahler. 

Die finanzielle Situation der Alleinbezahlenden ist nicht minder komplex. Wer Kontakt zum Kind halten will muss Anfahrten, eventuell Umzüge umsetzen. Man hält ein Übernachtungszimmer vor, weshalb man eine größere Wohnung nimmt. Hält das Wochenende frei. Zahlt Unterhalt... . Bin glücklicherweise persönlich nicht in dieser Situation, aber alles Beobachtungen aus meinem Umfeld.

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Am 16.9.2025 um 16:44 , Ram-Zey schrieb:

Daher predige ich allen im Social Circle, die noch verheiratet sind: "Nehmt auch Zeit für euch. Einmal im Monat ist auch schon genug. Besser als gar nicht. Gebt die Kinder ab und habt 1-2 Tage nur für euch. Geht weg, Hotel, knattern bis der Arzt kommt etc."

Das setzt aber voraus, dass die Anziehung generell noch hoch ist, und nur der Alltag dazwischen gekommen ist, es zu viele Konflikte gibt etc.

Meine Erfahrung/Theorie ist, dass es unsinnig und vielleicht sogar kontraproduktiv ist, mehr Pärchendinge zu unternehmen, wenn die Anziehung nach vielen Ehejahren nicht mehr da ist. 

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vor 4 Stunden, Sartre66 schrieb:

Meine Erfahrung/Theorie ist, dass es unsinnig und vielleicht sogar kontraproduktiv ist, mehr Pärchendinge zu unternehmen, wenn die Anziehung nach vielen Ehejahren nicht mehr da ist. 

Kann ich bestätigen. Nach ihrer Aussage hat sie das halt mitgemacht, um des lieben Friedens Willen, aber da war der Zug zu dem Zeitpunkt schon abgefahren. (Was ich auch gemerkt habe). 

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vor 35 Minuten, xiji schrieb:

Ende 30 passiert bei vielen halt gleichzeitig: Karriere/Alltag ist gesetzt, die „neue Beziehung“-Neurochemie ist längst durch, der Sex wird routinierter (oder fällt ganz weg), und parallel ballern Social Media & Umfeld einem ständig rein, was man „verpasst“. Dann wird aus einem diffusen Unbehagen schnell ein „War’s das jetzt?“-Film im Kopf. Das kann sich dann als Drama, Affäre, „ich muss mich selbst finden“ oder komplette Neubewertung der Beziehung äußern.

Das was du hier treffend als "diffuses Unbehagen" beschreibst ist mMn. der von vielen erlebte Mangel, der überdeckt werden möchte. D.h. der Mangel war wahrscheinlich schon da und ist für viele auch der Grund, sich in eine Beziehung zu schmeissen, Kinder zu bekommen, Karriere zu machen, Promiskuitiv zu leben, sich ein intensives Hobby zu suchen, Drogen zu missbrauchen, oder sich selbst zu optimieren um im Vergleich mit anderen bestehen zu können (mehr Chancen dem zu entfliehen) = alles coping Startegien, die nicht mehr wirken, wenn Langeweile bzw. Frieden einkehrt, dann kommt dieses Gefühl wieder hoch, will überdeckt werden und man benötigt die nächste "Ablenkung". 

 

Das ist aber ein "Bug" not a feature.

 

Manche haben diese Mangel nicht/oder nicht so stark ausgeprägt und damit sind sie natürlich in der Lage klare Entscheidungen zu treffen und zufrieden damit zu sein. 

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Die meisten Leute machen in den jungen Jahren einfach das, „was alle immer schon gemacht haben“: die eigene Oma, die Eltern und der beste Freund, ohne es groß zu hinterfragen. Wählen einen Beruf, den die Eltern/Freunde/Lehrer empfohlen haben, weil „irgendwomit muss ich ja Geld verdienen“. Sind mit einer Person zusammen, die nicht optimal passt, aber „halt besser als nichts“ ist und „alleine ist es halt auch kein Leben“. Bauen ein Haus, „weil man es so macht“ und „Opa das ja auch hinbekommen hat“, obwohl man gar nicht die Kohle dafür hat und der Kredit abbezahlt werden soll, bis man selber 75 ist, etc. Das mag ja alles vor 200 oder 100 Jahren tatsächlich als „Standardmodell“ befriedigend gewesen sein. Damals hatte man wenig Möglichkeiten, soziale Vergleiche „nach oben“ zu ziehen. Die moderne Welt gaukelt einem dagegen vor, dass man ein Looser ist, wenn man nicht mit 15 Jahren schon Millionen als Influencer in Dubai macht. 

Die Kombination daraus, dass man sich nie mit eigenen Bedürfnissen, Interessen, Talenten, Zielen auseinandergesetzt hat, und den für die Meisten völlig unrealistischen „Lebensentwürfen“ aus Social Media sorgt kumulativ über Jahre für immer mehr Sand im Getriebe. 

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Am 19.10.2025 um 05:21 , Sartre66 schrieb:

Das setzt aber voraus, dass die Anziehung generell noch hoch ist, und nur der Alltag dazwischen gekommen ist, es zu viele Konflikte gibt etc.

Meine Erfahrung/Theorie ist, dass es unsinnig und vielleicht sogar kontraproduktiv ist, mehr Pärchendinge zu unternehmen, wenn die Anziehung nach vielen Ehejahren nicht mehr da ist. 

Das denke ich nicht.  Gerade durch die dates wie beim kennenlernen kann teilweise die Leidenschaft wieder entfacht werden. Wenn ich mir die stabilen Beziehungen in meinen Umfeld anschaue praktizieren sie das alle 2 Wochen oder mindestens 1 mal in monat . Kinder und alltags los. In übrigen auch meine Eltern mit ü30 ehejahren . 

Ich denke sogar das ein zurückziehen also alles mit den partner einstellen was über Haushalt und kinder hinaus geht letztendlich zum ende der beziehung führen. Weil mehr Wohngemeinschaft als beziehung.  

 

Ich bin noch nicht ende 30 sondern noch am Anfang.  Ich denke das es timelines in Beziehungen gibt wo es zum krach kommen kann. Zb 3,6 Monate bis zu 1 Jahr . Also nach Ablauf der honeymoonphase. Oder zwischen 2 und 3 Jahr wenn viele Tests von außen kommen zb jetzt hat er dir noch immer kein Antrag gemacht.  Was ist eure kinderplanung ect pp. Auch die kinder können dann eine Belastung sein. Kindergarten hatten in forum vor kurzen einen der die Kindergärtnerin recht toll fand und überlegte untreu zu werden und nen versuch zu starten. Danach Einschulung. Sportvereine ect pp. Um so länger eine Beziehung geht um so mehr hat man bereits investiert oder auch gemeinsam gemeistert.  Es wird also immer schwieriger den Partner zu verlassen. Dennoch ändert sich ständig etwas es kommen Umzüge,  neue Freunde, Interessen ect pp . Also nein ich glaube nicht das es grundlegend an der frau ende 30 liegt. Ich glaube die denke wäre zu einfach. 

Früher hieß es gerne das verfluchte 7 Jahr. Hat das schon mal jemand gehört ? 

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vor 16 Minuten, kissandra_streetcat306 schrieb:

Das denke ich nicht.  Gerade durch die dates wie beim kennenlernen kann teilweise die Leidenschaft wieder entfacht werden. Wenn ich mir die stabilen Beziehungen in meinen Umfeld anschaue praktizieren sie das alle 2 Wochen oder mindestens 1 mal in monat . Kinder und alltags los. In übrigen auch meine Eltern mit ü30 ehejahren

Das glaube ich ja eben gerade NICHT: Die machen Pärchendinge, WEIL die Anziehung (oder eben die Macht der Gewohnheit, die Angst vorm Alleinsein, whatever) groß ist.

Woher nimmst du deine Einschätzung, dass speziell die Anziehung „wieder entfacht“ werden kann? Warst du denn schon in einer Beziehung, in der du selbst keine mehr verspürt hast, dein Freund wollte aber nicht aufgeben und hat dich zu „Dates“ gedrängt, du hast aus allgemeiner Nettigkeit mitgemacht, und DANN kamen deine Gefühle zurück? (?????)

DAS wäre doch der Anwendungsfall beziehungsweise Praxistext. Ich kann nur sagen, dass sowas bei mir nicht funktioniert. Leider - fände ich großartig, wenn sich Gefühle „herbeidaten“ (oder auch, Sorry für das harte Wort herbeif ne ich schreibs nicht)  ließen. Allerdings bin ich halt auch ein extrem unabhängiger Mensch, ohne jegliche Probleme mit dem Alleinsein.

bearbeitet von Sartre66

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vor 38 Minuten, Sartre66 schrieb:

Das glaube ich ja eben gerade NICHT: Die machen Pärchendinge, WEIL die Anziehung (oder eben die Macht der Gewohnheit, die Angst vorm Alleinsein, whatever) groß ist.

Woher nimmst du deine Einschätzung, dass speziell die Anziehung „wieder entfacht“ werden kann? Warst du denn schon in einer Beziehung, in der du selbst keine mehr verspürt hast, dein Freund wollte aber nicht aufgeben und hat dich zu „Dates“ gedrängt, du hast aus allgemeiner Nettigkeit mitgemacht, und DANN kamen deine Gefühle zurück? (?????)

DAS wäre doch der Anwendungsfall beziehungsweise Praxistext. Ich kann nur sagen, dass sowas bei mir nicht funktioniert. Leider - fände ich großartig, wenn sich Gefühle „herbeidaten“ (oder auch, Sorry für das harte Wort herbeif ne ich schreibs nicht)  ließen. Allerdings bin ich halt auch ein extrem unabhängiger Mensch, ohne jegliche Probleme mit dem Alleinsein.

Nein ich persönlich nicht. Mein expartner hat die shittests von außen nicht bestanden. Ich hab es nur bei meiner großen Schwester gesehen. Die Beziehung drohte zu kippen und konnte so wieder aufgefangen werden. Durch die dates kamen die Erinnerungen wieder hoch und sie lachten wieder zusammen.  Flirteten mehr. 

 

Hast du s mal probiert? Ist es gescheitert ? Oder bist du davon ausgegangen das es ohnhin Blödsinn ist ? 

In forum wird auch empfohlen die Verführung weiter zu führen. Also ständiger invest. 

 

Mir geht es alleine auch gut darum geht es nicht.  Ich schaue dennoch auf mein Umfeld und hier in forum wo ich noch verbesserungsfähig bin und mache mikro Anpassungen ohne das meine Werte dadurch ausgehebelt werden. 

 

Bearbeitung:

Erkenntnis.  Anker lösen Gefühle aus. Das können auch gemeinsame Erlebnisse sein. 

bearbeitet von kissandra_streetcat306

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vor 7 Stunden, kissandra_streetcat306 schrieb:

Hast du s mal probiert? Ist es gescheitert ? Oder bist du davon ausgegangen das es ohnhin Blödsinn ist ? 

Bei mir war immer aus = aus. Davor gab es natürlich viele Pärchendinge, Dates, Sex, whatever.

Dieser ganze Tipp bezieht sich wohl eher auf Beziehungen, in denen längere Zeit sowieso generell wenig, oder wenig Schönes lief. Solche „eingeschlafenen“ Beziehungen kenne ich eigentlich überhaupt nicht. Einzige Ausnahme: die LTR, aus der meine Kinder hervorgingen. Das haben wir - umständehalber - sehr lange hingezogen, bis die Kids eben flügge waren. Aber auch da haben wir quasi das Beste drauß gemacht, also immer noch relativ viele Aktivitäten etc.

bearbeitet von Sartre66

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