Lupus Solaris 33 Beitrag melden Januar 28 erstellt (bearbeitet) Da ich nicht so ganz wusste, in welches Unterforum das am besten passt, habe ich den Thread mal hier erstellt. Kann natürlich gerne noch geändert werden, falls von den Admins gewünscht. Hier ist noch kein bis ins Letzte ausformulierter Text geplant. Ich will nur einige Gedanken loswerden die vielleicht in einen lebendigen Thread münden. In diesem Forum ist oft die Rede davon, dass Deutschland in Bezug auf Dating/Frauen schwerfällig und kompliziert ist. Dürfte wahrscheinlich weitgehender Konsens sein. Ich widerspreche dem auch nicht. Allerdings sehe ich das nicht als isoliertes Phänomen. Dieses ganze Land ist einfach blutarm, negativ und dröge, selbst wenn der Lebensstandard im internationalen Vergleich (noch) hoch ist. Graues Wetter, hässliche Städte. Eine völlig identitätslose Bevölkerung, reihenweise nervige bundesdeutsche Spießer um einen herum (die berühmten Almans) und ein Staat mit "Führungspersönlichkeiten" zu denen sich jeder Kommentar erübrigt. Lässt sich das ändern? Daran glaube ich trotz (oder wahrscheinlich gerade wegen) langjähriger nationaler Einstellung nicht mehr. Man verkämpft sich nur sinnlos und soviele gute Jahre hat man auch nicht, die man dafür soeben hergeben kann. Was also tun? Bei mir reift jedenfalls der Entschluss, beruflich völlig auf remote umzustellen und entweder dauerhaft in Süditalien oder in Spanien zu wohnen. Lebenshaltungskosten zum Teil deutlich niedriger (Vergleich ist Rhein-Main-Gebiet). Steuer- und Abgabenlast etwa gleich hoch, perspektivisch wird sie in Deutschland wohl höher sein. Sprachbarriere für mich in beiden Ländern kein Problem. Haken sehe ich keinen, zumal man von dort auch jederzeit schnell mal in Almanestan sein kann, falls erforderlich. Das wäre bei anderen Auswanderungsländern schon etwas schwieriger, bspw. Südamerika. Welche Optionen gäbe es noch? Türkei sicher nicht uninteressant. Manche schwärmen von Georgien (da kenn ich mich nicht aus). Portugal ist bei ITlern sehr beliebt und für die slawophilen Leuten gibt es auch noch den Balkan. Bosnien soll sehr schön sein. Natürlich immer mit dem Hintergedanken dass immer noch das deutsche Einkommen fließt. Mal meine Frage in die Runde: Wer lebt bereits in einem solchen Modell? Wer hat es vor? Welche Länder sind empfehlenswert für wen? Wer hat sowas mal gemacht und kam dann doch wieder zurück? Vielleicht kommt ja ein interessanter Thread zustande. Januar 28 bearbeitet von Lupus Solaris 2 1 1 Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen
komplize11 2773 Beitrag melden Januar 28 geantwortet vor 6 Stunden, Lupus Solaris schrieb: Da ich nicht so ganz wusste, in welches Unterforum das am besten passt, habe ich den Thread mal hier erstellt. Kann natürlich gerne noch geändert werden, falls von den Admins gewünscht. Hier ist noch kein bis ins Letzte ausformulierter Text geplant. Ich will nur einige Gedanken loswerden die vielleicht in einen lebendigen Thread münden. In diesem Forum ist oft die Rede davon, dass Deutschland in Bezug auf Dating/Frauen schwerfällig und kompliziert ist. Dürfte wahrscheinlich weitgehender Konsens sein. Ich widerspreche dem auch nicht. Allerdings sehe ich das nicht als isoliertes Phänomen. Dieses ganze Land ist einfach blutarm, negativ und dröge, selbst wenn der Lebensstandard im internationalen Vergleich (noch) hoch ist. Graues Wetter, hässliche Städte. Eine völlig identitätslose Bevölkerung, reihenweise nervige bundesdeutsche Spießer um einen herum (die berühmten Almans) und ein Staat mit "Führungspersönlichkeiten" zu denen sich jeder Kommentar erübrigt. Lässt sich das ändern? Daran glaube ich trotz (oder wahrscheinlich gerade wegen) langjähriger nationaler Einstellung nicht mehr. Man verkämpft sich nur sinnlos und soviele gute Jahre hat man auch nicht, die man dafür soeben hergeben kann. Was also tun? Bei mir reift jedenfalls der Entschluss, beruflich völlig auf remote umzustellen und entweder dauerhaft in Süditalien oder in Spanien zu wohnen. Lebenshaltungskosten zum Teil deutlich niedriger (Vergleich ist Rhein-Main-Gebiet). Steuer- und Abgabenlast etwa gleich hoch, perspektivisch wird sie in Deutschland wohl höher sein. Sprachbarriere für mich in beiden Ländern kein Problem. Haken sehe ich keinen, zumal man von dort auch jederzeit schnell mal in Almanestan sein kann, falls erforderlich. Das wäre bei anderen Auswanderungsländern schon etwas schwieriger, bspw. Südamerika. Welche Optionen gäbe es noch? Türkei sicher nicht uninteressant. Manche schwärmen von Georgien (da kenn ich mich nicht aus). Portugal ist bei ITlern sehr beliebt und für die slawophilen Leuten gibt es auch noch den Balkan. Bosnien soll sehr schön sein. Natürlich immer mit dem Hintergedanken dass immer noch das deutsche Einkommen fließt. Mal meine Frage in die Runde: Wer lebt bereits in einem solchen Modell? Wer hat es vor? Welche Länder sind empfehlenswert für wen? Wer hat sowas mal gemacht und kam dann doch wieder zurück? Vielleicht kommt ja ein interessanter Thread zustande. Wenn du komplett dahin auswanderst, wirst du doch nach X-Tagen auch dort Steuer- und Sozialversicherungspflichtig oder? War da nicht was mit Steueransässigkeit ab Lebensmittelpunkt? Dann landest du in der entsprechenden Ital. oder spanischen GKV, die oft Zusatzversicherungen benötigen, weil sie nicht so viel abdecken. Wird hier zwar auch kommen, aber noch ists nicht so weit. Dann Beiträge ins ausländische Rentensystem, weniger Rentenpunkte. Arbeitslosenversicherung entfällt. Dann sind so Dinge wie Kündigungsschutzgesetz glaube ich lt. Recht Wohnsitzgebunden. Heißt im schlimmsten Fall fällst du in entsprechendes ausländisches Arbeitnehmerrecht, etc. (muss nicht, aber glaube Arbeitsrecht des Wohnortes kann deutsches Recht überlagern, heißt Gerichtsstand rutscht ins Ausland) Medizinische Versorgung in Italien ist chronisch unterversorgt. Spanien hingegen geht wohl, besonders in den Städten. Du tauschst soziale u. medizinische Sicherheit, Planbarkeit, Rechtssicherheit, medizinische Tiefe, Absicherung bei Ausfall gegen bessere Lebensqualität, besseres Klima. Wenn dir diese Sicherheit hier "egal" ist, dann gewinnst du viel dazu. Wenn dir Sicherheit und Planbarkeit allerdings wichtig sind, verlierst du viel. Ich hatte sowas ähnliches auch mal vor, aber mit den Niederlanden. Als ich das alles gehört und gelesen habe, habe ich mich in der deutschen Hängematte wieder wohler gefühlt Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen
DirtyRabbit 11490 Beitrag melden Januar 28 geantwortet (bearbeitet) vor 18 Minuten, komplize11 schrieb: Wenn du komplett dahin auswanderst, wirst du doch nach X-Tagen auch dort Steuer- und Sozialversicherungspflichtig oder? es gab da anpassungen...deshalb kommen diese ganzen Dubai & Paphos "Auswanderer" zurück. Wenn Dein Firmensitz bzw. Deine Haupteinnahmequelle weiterhin in Deutschland liegt zahlste trotzdem hier Steuern. Januar 28 bearbeitet von DirtyRabbit Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen
Vacay 1152 Beitrag melden Januar 28 geantwortet @suchti. und @ToTheTop sind meines Wissens ausgwandert. Beides ITler. Die haben auch hier im Forum oftmals etwas zum Thema geschrieben. 1 Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen
anotherthing 1078 Beitrag melden Januar 28 geantwortet @Lupus Solaris, die Sachen wurden 10x an allen möglichen Stellen durchgekaut. Grundsätzlich hast du zwei Optionen: 1. Freelancer -> da informierst du dich am besten über digitale Nomaden. 2. Angestellter in einem deutschen Unternehmen, der remote aus dem EU-Ausland arbeitet. Das ist nur eine begrenzte Zeit am Stück erlaubt, wenn dein Arbeitgeber keinen Standort in deinem Zielland hat, ich meine, das sind 3 Monate. Zu beachten ist der finanzielle Rahmen. Ich nehme mal an, du bist ein durchschnittlicher Experte, was keine Beleidigung, sondern einfach statistisch am wahrscheinlichsten ist. Dann wird die Bezahlung für remote Angstellungen ggf. wenig attraktiv für dich, weil du gehaltstechnisch mit Gegenden mit geringen Lebenshaltungskosten im Inland oder Ausland in Konkurrenz stehst. Denn: Warum soll ein AG einem Deutschen 60 k pro Jahr für eine remote Stelle zahlen, wenn er einem Inder für die gleiche Arbeit 20 k pro Jahr zahlen kann? Zahlen und Orte sind exemplarisch gewählt, kannst das Gleiche mit Brandenburg vs. München durchspielen. Es geht ums Prinzip. Wenn du natürlich ein super gefragter Typ mit einem Namen in deiner Branche bist und so über 150 k EUR/Jahr liegst, dann sieht es anders für dich aus. Aber dann würdest du vermutlich keinen Thread dazu erstellen. 1 Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen
komplize11 2773 Beitrag melden Januar 28 geantwortet vor 3 Minuten, DirtyRabbit schrieb: es gab da anpassungen...deshalb kommen diese ganzen Dubai & Paphos "Auswanderer" zurück. Wenn Dein Firmensitz bzw. Deine Haupteinnahmequelle weiterhin in Deutschland liegt zahlste trotzdem hier Steuern. Ich meine, du Zahlst dort Steuern, wo dein Wohnsitz ist. Glaube ab 183 Tagen Aufenthalt gilt das. Letztendlich rutscht man in die ausländischen Systeme und verliert genau das, was Deutschland eben ausmacht. die Sicherheit. Zitat Was bedeutet die 183-Tage-Regelung? Beschäftigt ein deutsches Unternehmen einen im Ausland (physisch) arbeitenden Mitarbeiter, sind folgende Grundsätze zu beachten: Grundsätzlich wird laut Artikel 15 des Muster-DBA das Besteuerungsrecht bei nichtselbständiger Tätigkeit, also Arbeitnehmern, dem Staat zugewiesen, in dem der Arbeitnehmer seine Tätigkeit ausübt (Tätigkeitsstaat). Die entsprechenden Einkünfte werden im Wohnsitzstaat von der Einkommensteuer nach den meisten Abkommen freigestellt. Eine wichtige Ausnahme von diesem Grundsatz stellt die sogenannte 183-Tage-Regelung dar. Diese Regelung hat zur Folge, dass die Einkünfte abweichend vom genannten Grundsatz im Wohnsitzstaat des Arbeitnehmers besteuert werden, wenn der Arbeitnehmer sich nicht länger als 183 Tage im Jahr im Tätigkeitsstaat im Ausland aufhält, der Arbeitgeber, der die Vergütung zahlt, nicht im Tätigkeitsstaat ansässig ist und der Arbeitslohn nicht von einer im Tätigkeitsstaat belegenen Betriebstätte des Arbeitgebers gezahlt wird. Die 183 Tage sind je nach DBA für jedes Steuerjahr, Kalenderjahr oder einen Zeitraum von zwölf Monaten (z.B. DBA-Spanien, DBA-Niederlande) zu ermitteln. Bei der Ermittlung der zu berücksichtigenden Tage ist häufig die körperliche Anwesenheit, also der Aufenthalt, maßgeblich (z.B. DBA-Frankreich, DBA-Italien, DBA-Österreich). Auch kurzfristige Anwesenheit an einem Tag genügt. Einige DBA stellen jedoch auf die Dauer der Ausübung im Tätigkeitsstaat ab (z.B. DBA-Dänemark). Quelle: https://www.ihk-muenchen.de/ratgeber/steuern/grenzueberschreitendes-arbeiten/ Also entweder Weniger als 183 Tage im Jahr dort sein, der Arbeitgeber muss mit auswandern und eine Zweigstelle dort aufmachen. 1 Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen
JayMuc 4765 Beitrag melden Januar 28 geantwortet Gibt auch Möglichkeiten ganz ohne Steuern zu zahlen zu leben, wenn man alle 3 Monate in einem anderen Land ist. Macht mein Webcam-Girl zum Beispiel so und lebt alle 3 Monate irgendwo anders. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen
Lupus Solaris 33 Beitrag melden Januar 28 geantwortet vor 59 Minuten, JayMuc schrieb: Gibt auch Möglichkeiten ganz ohne Steuern zu zahlen zu leben, wenn man alle 3 Monate in einem anderen Land ist. Macht mein Webcam-Girl zum Beispiel so und lebt alle 3 Monate irgendwo anders. Ja, das macht ein sehr guter Freund von mir. Der hat schon zig Länder durch. Das sind aktuell allerdings Länder im Fokus (Vietnam, Philippinen, Thailand), die für mich nichts wären. Auch ist die Situation mit Krankenversicherung etc. nicht ganz ohne. Praktikabel ist es aber schon, wenn man auch die nötige Sturheit im Umgang mit deutschen Behörden mitbringt. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen
Lupus Solaris 33 Beitrag melden Januar 28 geantwortet (bearbeitet) vor 3 Stunden, komplize11 schrieb: Wenn du komplett dahin auswanderst, wirst du doch nach X-Tagen auch dort Steuer- und Sozialversicherungspflichtig oder? War da nicht was mit Steueransässigkeit ab Lebensmittelpunkt? Dann landest du in der entsprechenden Ital. oder spanischen GKV, die oft Zusatzversicherungen benötigen, weil sie nicht so viel abdecken. Wird hier zwar auch kommen, aber noch ists nicht so weit. Dann Beiträge ins ausländische Rentensystem, weniger Rentenpunkte. Arbeitslosenversicherung entfällt. Dann sind so Dinge wie Kündigungsschutzgesetz glaube ich lt. Recht Wohnsitzgebunden. Heißt im schlimmsten Fall fällst du in entsprechendes ausländisches Arbeitnehmerrecht, etc. (muss nicht, aber glaube Arbeitsrecht des Wohnortes kann deutsches Recht überlagern, heißt Gerichtsstand rutscht ins Ausland) Medizinische Versorgung in Italien ist chronisch unterversorgt. Spanien hingegen geht wohl, besonders in den Städten. Du tauschst soziale u. medizinische Sicherheit, Planbarkeit, Rechtssicherheit, medizinische Tiefe, Absicherung bei Ausfall gegen bessere Lebensqualität, besseres Klima. Wenn dir diese Sicherheit hier "egal" ist, dann gewinnst du viel dazu. Wenn dir Sicherheit und Planbarkeit allerdings wichtig sind, verlierst du viel. Ich hatte sowas ähnliches auch mal vor, aber mit den Niederlanden. Als ich das alles gehört und gelesen habe, habe ich mich in der deutschen Hängematte wieder wohler gefühlt 183 Tage, klar. Das muss ich ja noch nicht ab dem ersten Jahr so machen. Wichtig ist erst einmal, die Grundlagen zu schaffen, das dann schrittweise umzusetzen. Spanien kenne ich recht gut, insbesondere den Süden. Medizinisch und infrastrukturell ist kein Rückstand mehr auf Deutschland gegeben. Ich war das erste Mal als Kind um die Jahrtausendwende dort und seither immer wieder. Und ich kann nur sagen dass sich das Land seither absolut positiv entwickelt hat. Die Großstädte sind mittlerweile ohnehin sauberer und weniger runtergekommen als unsere. Vergleich mal Sevilla mit Frankfurt oder Madrid mit Berlin. Dennoch sind die Lebenshaltungskosten selbst in vielen Großstädten noch sehr moderat in Relation zur Lebensqualität. In Städten mit vielen Touris oder deutschen Rentnern will ich eh nicht rumsitzen. Aber es gibt mehr als genug gute Optionen. Ich wäre aber ohnehin weiter in Selbstständigkeit und würde versuchen in der deutschen PKV zu bleiben. Steuern und Abgaben gehen Null auf Null aus etwa. Wobei es auch ein Konstrukt geben könnte das für Selbstständige Steuern spart. Aber da recherchiere ich aktuell noch herum. Italien ist etwas komplizierter. Norditalien ist auf deutschem Niveau, aber stellenweise recht teuer und überlaufen und im Winter ist das Wetter so schlecht wie hier. Der Süden hat dieses Problem nicht, dafür ist die Infrastruktur definitiv schlechter als sie es in Andalusien ist. Aber auch Italien hat eine höhere Lebenserwartung als die BRD, also ganz so schlecht kann die medizinische Versorgung auch nicht sein, auch wenn ich mich da tatsächlich nicht so gut auskenne wie in Spanien. Natürlich essen Südeuropäer im Laufe ihres Lebens weniger Schrott, aber das alleine wird kaum eine der höchsten Lebenserwartungen der Welt verursachen. Ansonsten gilt aber auch da was ich zu Spanien geschrieben habe. Möglichst deutsche PKV, zur Not was zuzahlen oder zusatzversichern. Steuerlich kann Italien interessanter sein als Spanien, bis hin zu Steuernachlässen für bestimmte Wohnorte im Süden. Es versteht sich natürlich dass man in beiden Fällen die Sprache möglichst gut (sagen wir mal C1-Niveau) sprechen sollte. Habe aber in beiden Sprachen schon ein mittleres Niveau erreicht und sehe darin für mich kein Problem. Wenn man bei Null anfängt, sollte man natürlich schon etwas mehr Vorlauf einplanen. Also ich verstehe Deinen Punkt mit Sicherheit und Planbarkeit in Alemania, aber der Deal wird ja absehbar immer schlechter wenn man sich die Entwicklung hier anschaut. Und Südeuropa ist dann am Ende doch nicht das ganz große Abenteuer. Das suche ich auch gar nicht. Es geht einfach um mehr Lebensqualität bei gleichem oder sogar besserem Lebensstandard. Deshalb will ich den Thread auch nicht in erster Linie als Thread für Diskussionen über Steuersparmodelle sehen. Die Idee war einfach, mal eine lockere Diskussion anzustoßen. Optimalerweise mit Informationsgewinn für uns alle oder interessanten Berichten aus dem Ausland, Tipps für Orte auf die man so gar nicht gekommen wäre etc. pp. Januar 28 bearbeitet von Lupus Solaris 1 Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen
Lupus Solaris 33 Beitrag melden Januar 28 geantwortet (bearbeitet) vor 4 Stunden, anotherthing schrieb: @Lupus Solaris, die Sachen wurden 10x an allen möglichen Stellen durchgekaut. Grundsätzlich hast du zwei Optionen: 1. Freelancer -> da informierst du dich am besten über digitale Nomaden. 2. Angestellter in einem deutschen Unternehmen, der remote aus dem EU-Ausland arbeitet. Das ist nur eine begrenzte Zeit am Stück erlaubt, wenn dein Arbeitgeber keinen Standort in deinem Zielland hat, ich meine, das sind 3 Monate. Zu beachten ist der finanzielle Rahmen. Ich nehme mal an, du bist ein durchschnittlicher Experte, was keine Beleidigung, sondern einfach statistisch am wahrscheinlichsten ist. Dann wird die Bezahlung für remote Angstellungen ggf. wenig attraktiv für dich, weil du gehaltstechnisch mit Gegenden mit geringen Lebenshaltungskosten im Inland oder Ausland in Konkurrenz stehst. Denn: Warum soll ein AG einem Deutschen 60 k pro Jahr für eine remote Stelle zahlen, wenn er einem Inder für die gleiche Arbeit 20 k pro Jahr zahlen kann? Zahlen und Orte sind exemplarisch gewählt, kannst das Gleiche mit Brandenburg vs. München durchspielen. Es geht ums Prinzip. Wenn du natürlich ein super gefragter Typ mit einem Namen in deiner Branche bist und so über 150 k EUR/Jahr liegst, dann sieht es anders für dich aus. Aber dann würdest du vermutlich keinen Thread dazu erstellen. So, das ist genau ein Beitrag von der Sorte, weswegen mr dieses Land und seine Insassen nur noch auf den Zeiger gehen. Zunächst mal nehme ich mir das Recht heraus, einen neuen Thread zu erstellen wenn ich ein Thema diskutieren will und suche mir nicht uralte Sachen, die zum Teil eine andere Schwerpunktsetzung haben. Dass es das Thema abstrakt bereits länger gibt, war mir schon klar. Auch dieser Thread wird sicher nicht der letzte seiner Art sein. Dann folgen Allgemeinplätze, Belehrungen und Anmaßungen über Dinge, die Du gar nicht wissen kannst. Informationsgehalt nahe Null, aber Hauptsache sich als Oberlehrer aufgespielt. Und generell kommt dabei eine Haltung zum Ausdruck die stets betont, was angeblich immer alles NICHT geht. Das ist genau der Grund warum in diesem Land nichts vorangeht und warum die Stimmung immer schlechter wird. Ich empfehle, die Klugscheißerei mal gegenüber denjenigen anzubringen, die den Karren hierzulande an die Wand fahren. Aber dazu fehlt im Regelfall das Rückgrat. Wie gesagt, für mich unter dem Brennglas genau die Mentalität, die in der BRD sehr verbreitet ist und die ich mir nicht mehr geben brauche. Januar 28 bearbeitet von Lupus Solaris 3 1 1 Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen
JayMuc 4765 Beitrag melden Januar 28 geantwortet Um mal wieder mehr in Richtung des eigentlichen Themas zu gehen. Stand jetzt ist für mich klar, dass ich meinen wohlverdienten Ruhestand auch nicht in Deutschland verbringen werde. Früher ist für mich wegen meiner Kids keine Option und ich werde das erst machen, wenn meine Kids erwachsen sind. Momentaner Favorit ist für mich ganz klar Kolumbien für meinen Ruhestand. Ich mag Land, Leute, Essen und die Kultur da. Stand jetzt werde ich von meinen Ersparnissen und meiner Rente da gut Leben können. Wie es dann wirklich in knapp 15 Jahren aussieht ist ein anderes Thema. Weitere Optionen für mich sind Spanien, Italien und je nach dem wie es sich entwickelt auch Venezuela. In Südamerika würde Stand jetzt mein Lebensstandard deutlich höher sein, in Europa bin ich näher an potentiellen Enkelkindern. Da das ganze noch Zukunftsmusik ist, ist es momentan auch eher eine grobe Planung. An meinen spanisch Kenntnissen arbeite ich aber jetzt schon durch meine Latinas 1 Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen
Jimbo 131 Beitrag melden Januar 28 geantwortet vor 9 Stunden, Lupus Solaris schrieb: Die Idee war einfach, mal eine lockere Diskussion anzustoßen. Optimalerweise mit Informationsgewinn für uns alle oder interessanten Berichten aus dem Ausland, Tipps für Orte auf die man so gar nicht gekommen wäre etc. pp. Die coolste Stadt ist natürlich Budapest. Der Balaton ist direkt um die Ecke, du kannst von dort auch schnell überall hin fliegen. Thessalonikki ist auch nicht übel. Die Ägäis direkt vor der Tür. Dann finde ich Nordirland irgendwie sehr cool. Wettertechnisch natürlich eine Katastrophe. Und letzten Sommer praktisch mitten im Bürgerkrieg. Die suchen sicher noch Kombatanten, ist man schnell bei den Einheimischen sehr beliebt;) ---nein, bitte nicht ernst nehmen;) Aber Nordirland ist schon wirklich cool. Malta ist der Wahnsinn. Aber im Sommer natürlich total überlaufen. In Spanien würde ich Alicante und Galizien preferieren. Sonst ist Südfrankreich geil und günstig. Und ich liebe Franzosen. Meine Instand-Best Buddies. In Marseille ist die Altstadt noch nicht gentrifiziert. Aber klar auch am Rande des Bürgerkrieges, der Moloch. Die genialste Stadt ist und bleibt Zürich... wenn man es sich leisten kann. Und wenn man sich den Einheimischen anpassen kann und versteht, was die Begriffe Neutralität, Geduld und Höflichkeit bedeuten. Ich lebe seid einigen Jahren nicht mehr im Deutschland. Dank der Corona Pandemie habe ich es auch nie bereut, weg gegangen zu sein. Danke dafür;) Deutschland hat es mir sehr einfach gemacht. Haha. Auf den Zustand der jeweiligen Gesundheitssysteme würde ich jetzt nicht so achten. Klar, irgendwo am Ende der Welt hat man immer Probleme, wenn man plötzlich Leukemie bekommt. Aber wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass dieser Fall eintritt? Davon würde ich keine Entscheidung abhängig machen. Schau dir alle Orte, die in Frage kommen, ausgiebig an. Vor allem im Winter. Abraten w+rde ich immer von Bosnien, Türkei und Georgien. Dann schon eher Ägypten oder so. Aber auch nicht wirklich. Dann nimmt man seine Probleme natürlich überall hin mit;) Und in jedem Land gibt es andere politische Probleme. Sogar in der Schweiz. Da muss man viel gechillter mit umgehen(was leichter fällt, wenn man weit weg lebt von Deutschland, wie ich fest gestellt habe. Je weiter weg, desto besser, haha). 1 Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen
Lupus Solaris 33 Beitrag melden Januar 28 geantwortet Warum würdest von Türkei, Bosnien, Georgien stets abraten? Konkret schlechte Erfahrungen gemacht? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen
CIRKEL 124 Beitrag melden Januar 29 geantwortet Sprichst du eine andere Sprache? Hat es dir in einem Land, in dem du warst, besonders gut gefallen? Welche Dinge sind dir wichtig, wenn du ins Ausland ziehst? Ich bin in meinem Leben viel rumgereist und habe auch mal für kürzere Zeit im Ausland gelebt. Ich schätze in Deutschland viele Kleinigkeiten, die mich dann doch immer zum Bleiben bewegt haben. Wenn du Georgien, Kolumbien, Türkei etc. in Betracht ziehst, musst du bedenken: Viele Dinge, die du hier hast, wirst du dort nicht großflächig haben. Sei es ein ganz normaler deutscher Supermarkt, sei es eine entsprechende Wohnung mit moderner, sauberer Ausstattung, sei es ein professionelles Verhältnis zu der Hausverwaltung, wo du, wenn mal was nicht läuft, einfach mit einem Anwalt drohen kannst. Das alles ist mal cool und exotisch, wenn du dort im Urlaub bist, aber dort leben ist dann eine andere Hausnummer. Wenn dir all das nicht wichtig ist, dann kannst du das in Betracht ziehen. Gegenden mit einem ähnlichen Standard wie hier, aber besserem Wetter, sind vom Preisniveau ähnlich wie oder teurer als hier. Es gibt eine Staatenlos-Modell, wo du einkommenssteuerbefreit bist, aber nur 3-6 Monate dich in einem Land aufhalten darfst (Kannst mal schauen unter staatenlos.ch) Meines Wissens gilt das aber nur für Selbstständige. 1 Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen
Salt&Pepper 103 Beitrag melden Januar 29 geantwortet vor 7 Stunden, CIRKEL schrieb: Das alles ist mal cool und exotisch, wenn du dort im Urlaub bist, aber dort leben ist dann eine andere Hausnummer. Das ist ja auch der Grund, warum ein Großteil der Auswanderer früher oder später wieder zurück kommt. Vieles sieht man erst dann, wenn man dort wirklich mal ne Zeit lang richtig gelebt hat. Mach mal 3 Monate Monsumzeit in Asien und lerne die Korruption vor Ort kennen. Verbringe mal nen Winter in Festland-Spanien. Werd mal im Ausland richtig übel krank... 2 Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen
Pu Trainee 557 Beitrag melden Januar 29 geantwortet vor 21 Stunden, Jimbo schrieb: Auf den Zustand der jeweiligen Gesundheitssysteme würde ich jetzt nicht so achten. Klar, irgendwo am Ende der Welt hat man immer Probleme, wenn man plötzlich Leukemie bekommt. Wenn man jung und gesund ist, mag das zutreffen. Wenn man Handicaps, gesundheitliche Einschränkungen oder chronische Krankheiten hat oder mittelfristig bekommen wird, sieht es anders aus. Die skandinavischen Länder haben zum Beispiel exzellente Gesundheitssysteme. vor 24 Minuten, Salt&Pepper schrieb: Das ist ja auch der Grund, warum ein Großteil der Auswanderer früher oder später wieder zurück kommt. Vieles sieht man erst dann, wenn man dort wirklich mal ne Zeit lang richtig gelebt hat. Mach mal 3 Monate Monsumzeit in Asien und lerne die Korruption vor Ort kennen. Verbringe mal nen Winter in Festland-Spanien. Werd mal im Ausland richtig übel krank... Richtig genug Auswanderer bedauern insgeheim, die Zeit, die sie im Ausland verjuxt haben. Genug verzweifeln an der örtlichen Mentalität, Bürokratie, Justiz usw. Die Idee um seinen Lebensinhalt sicherzustellen funktioniert vielleicht nicht so wie gedacht oder übersteht eine Krise nicht. Oder im Alter, wenn sie pflegedürftig sind , kommen viele zurück und tun sich nach all den Jahren in ihrem Heimatland schwer, weil sie kein Netzwerk vor Ort aufgebaut haben. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen
SMB 716 Beitrag melden Januar 29 geantwortet Am 28.1.2026 um 11:10 , JayMuc schrieb: Gibt auch Möglichkeiten ganz ohne Steuern zu zahlen zu leben, wenn man alle 3 Monate in einem anderen Land ist. Macht mein Webcam-Girl zum Beispiel so und lebt alle 3 Monate irgendwo anders. Und ich hab mich schon immer gefragt, warum sich bei denen immer das Wohnzimmer regelmäßig ändert 🤣 Also nicht das ich solche Seiten anschauen würde, gell?! 😉 1 Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen
Jimbo 131 Beitrag melden Januar 30 geantwortet Am 29.1.2026 um 01:20 , Lupus Solaris schrieb: Warum würdest von Türkei, Bosnien, Georgien stets abraten? Konkret schlechte Erfahrungen gemacht? Nach Georgien sind die Flüge relativ teuer und man ist sehr lange unterwegs. Kann man gleich nach Dubai. Und untergeordnet: Kriegsgefahr. Türkei ist halt überhaupt keine Meinungsfreiheit. Da verschwinden auch mal Einheimische plötzlich. Bosnien ist jetzt nicht so übel. Eine gute Bekannte von mir lebt in. Sarajevo. Man i7st recht schnell an der Adria. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen
Jimbo 131 Beitrag melden Januar 30 geantwortet (bearbeitet) vor 18 Stunden, Pu Trainee schrieb: Wenn man jung und gesund ist, mag das zutreffen. Wenn man Handicaps, gesundheitliche Einschränkungen oder chronische Krankheiten hat oder mittelfristig bekommen wird, sieht es anders aus. Die skandinavischen Länder haben zum Beispiel exzellente Gesundheitssysteme. Richtig genug Auswanderer bedauern insgeheim, die Zeit, die sie im Ausland verjuxt haben. Genug verzweifeln an der örtlichen Mentalität, Bürokratie, Justiz usw. Die Idee um seinen Lebensinhalt sicherzustellen funktioniert vielleicht nicht so wie gedacht oder übersteht eine Krise nicht. Oder im Alter, wenn sie pflegedürftig sind , kommen viele zurück und tun sich nach all den Jahren in ihrem Heimatland schwer, weil sie kein Netzwerk vor Ort aufgebaut haben. Um erfolgreich auszuwandern ist ein gewisses Mass an Anpassungsfähigkeit wichtig. Ich kenne auch Leute, die total unglücklich waren und abgehauen sind. Aber ich habe auch tolle Freunde gefunden, die nie wieder nach in die alte Heimat zurück wollen. Man benötigt immer ein belastbares Netzwerk mit Leuten, die einen unterstützen und auch mal Kritik üben, wenn man dazu neigt, allzu groben Unfug auszuhecken, haha. Ohne diese Leute ist man verloren. In Castop Rauxel genau wie in Florenz. Das ist PU 101. Leider kenne ich auch solche Gestallten, die herumgeistern in der Fremde. Ohne Freunde, verloren. Auswandern ist nicht immer leicht. Man muss oft die Initiative ergreifen. Sich anpassen. Und dann gibt es auch diese good bye Deutschlands vollhorsts. Ich habe schon Leute getroffen, die vom Kfz Mechaniker abgezogen worden sind und 10.000 Euro verloren haben, einfach, weil sie unfassbar gutgläubig waren. Januar 30 bearbeitet von Jimbo 1 Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen
SMB 716 Beitrag melden Januar 31 geantwortet https://www.danisch.de/blog/2026/01/31/abmeldung-vom-deutschen-steuersystem/ Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen