Endlich auf die Zielgerade.... oder doch nicht?

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Ach Leute, ich muss das jetzt mal irgendwo teilen... ich weiß noch nichtmal, ob ich überhaupt eine konkrete Frage habe...

Ich kenne diese Frau seit Jahren. Mittlerweile acht oder neun Jahre. Der Kontakt kam damals rein zufällig durch eine falsch gespeicherte Handynummer Zustande. Damals waren wir beide noch nicht verheiratet aber beide in frischen Beziehungen. Wir haben realtiv schnell gemerkt, dass es irgendwie passt. Intellektuell. Die Schreiberei war nie plump, es gab immer gute Themen und es blieb immer interessant. Vorsichtig hat man irgendwann ausprobiert, ob auch sexuelle Themen funktionieren würden - im Text. Sie haben funktioniert. Das hat sich über Jahre hinweg langsam aufgebaut - wirklich langsam. Wir hatten uns währenddessen wenige Male getroffen, um sich auch in natura mal gesehen zu haben. Bei den Treffen ist aber nie was körperliches passiert. Währrend den Jahren haben wir beide geheiratet und Familien gegründet. Wir waren durchweg immer sehr direkt zueinander und für uns war immer klar, dass wir die Familien nicht aufgeben werden. Wir haben uns stark über unsere Beziehungen ausgetauscht und gemerkt, dass ähnliche Herausforderungen oder Schwierigkeiten laufen. Auch im Bett. 

Warum auch immer gab es letzten Herbst dann plötzlich eine Wende. Wir haben uns - es klingt bitter - seit Jahren malwieder gesehen. Und es kam zum ersten Kuss. Das war der Startschuss für eine Zeit von höchsten Hochs und tiefsten Tiefs. Ab dem Zeitpunkt wurde das Thema der Sexualität immens. Wir haben immer mehr miteinander geteilt... Fotos, Videos, alles. Es gab irgendwann nichtsmehr, was man von seinem gegenüber noch nicht gekannt oder gesehen hätte. Virtuell.  

Mit der Zeit gab es immerwieder einen Schritt mehr. Mal einen Kuss. Mal gegenseitige Berührungen. Dazwischen gab es mehrere echte Tiefs mit kurzzeitigen Kontaktpausen weil das Gewissen bei ihr hochkam. Es ging immer von ihr aus aber sie kam auch immer selber wieder zurück zu mir. Wir hatten dann zwischendurch vereinbart, dass wir uns auf die Freundschaft konzentrieren und die Sexualität wieder einstellen müssen. Was soll ich sagen...eines Abends des gemeinsamen Ausgehens saß sie irgendwann bei mir im Hotel. Sie wollte aktiv mit mir aufs Zimmer. Sie hat sich selber bis auf die Wäsche ausgezogen. Kurz bevor es zum Sex gekommen wäre - es war auch etwas zuviel Alkohol im Spiel - kam ihr Gewissen hoch und es hat ziemlich gerumpelt zwischen uns. Wir haben uns die Tage danach wieder gefangen und waren kaum zwei Wochen später saunieren. Wir haben uns das erste Mal live nackt gesehen, es wurde so heiß, dass sie es sich neben mir auf einer Liege selber besorgt hat. Sie hatte das geplant, ich sollte es mir zwei Tage vorher nichtmehr besorgen. 

Es ist also ein Schema, bei dem wir zwei Schritte vorgehen und wieder ein Stück mehr ausprobieren und danach rumpelt es mal mehr, mal weniger weil - verständlicherweise - das Gewissensthema hochkommt. Eine Art Sägezahneffekt mit vorsichtiger Tendenz nach oben. Und trotzdem ist eine enorme Anziehung zwischen uns. Wir haben beide wenig oder sehr schlechten Sex in der Ehe, was das zwischen uns sicher auch antreibt. 

Was für mich manchmal knifflig ist, ist die Tatsache, dass sie mir signalisiert, dass sie will. Dass sie alles will. Ich bin so ein Typ, der Sexuelles so gut wie nie selber antriggert - erst recht nicht weil wir beide Familien haben. Mein inneres Ich sagt mir hier einfach, dass ich den Trigger ihr überlasse und sie das auslösen lasse, wenn sie sich danach fühlt. Wenn der Trigger dann aber kommt steige ich voll mit ein. Herausfordernd ist aber eben, dass sowohl die Trigger von ihr kommen, als auch die Downphasen, wenn das schlechte Gewissen wieder reinhaut. 

Bevor die Frage hochkommt - ja, da sind auch Gefühle im Spiel. Beiderseitig. Für mich ist das grundsätzlich aber in Ordnung weil ich nicht an die Monogamie glaube. 

Trotz der gelegentlichen "Rumpelungen" bereichert mich der Kontakt zu ihr ungemein. Geistig, wie sexuell. Mein primäres Ziel ist deshalb durchaus, dass ich sie halten will. Wir reden oft darüber, dass es womöglich das ist, was es ausmacht zwischen uns - dass wir nie zum Abschluss gekommen sind bisher und es deshalb spannend bleibt. Natürlich hat man trotzdem - sie auch - im Kopf, den Sex ausprobieren zu wollen. 

Mein Verstand sagt mir, dass wir mittel-oder langfristig beide in den Ehen soweit kommen müssen, klar kommunizieren zu können, dass Bedürfnisse nicht gestillt werden und wir sie außerhalb stillen können. Sprich: wir bleiben beide in unseren Ehen (weil abseits vom Bett bei beiden alles wirklich gut ist) und leben die Sexualität bewusst miteinander aus. Wenn ich mir die letzten Monate so anschaue sind wir irgendwie auch auf diesem Weg und ich könnte mir vorstellen, dass sich mit genug Zeit und absolut keinem Druck was gutes entwickeln könnte, wovon wir beide für uns und in den Ehen profitieren. Ich würde schon sagen, dass wir uns gegenseitig ein Ausgleich für die fehlenden Dinge in unseren Ehen sind. 

 

 

Tjaja... so also meine Geschichte... 

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vor 2 Stunden, picker_0815 schrieb:

Sprich: wir bleiben beide in unseren Ehen (weil abseits vom Bett bei beiden alles wirklich gut ist) und leben die Sexualität bewusst miteinander aus.

Viel Spaß dabei, dass euren Ehepartnern jeweils nahezubringen.

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@picker_0815Du hast gerade zwei Frauen im Kopf - deine Ehefrau und deine Geliebte.

Es besteht die große Gefahr, dass du mit dem von dir vorgeschlagenen Modell - die Geliebte nur für Sex - scheitern wirst, weil da mehr zwischen euch ist, als Lust aufeinander. Sei deiner Frau und dir selbst gegenüber so aufrichtig, dass du dich für eine der beiden Frauen entscheidest. Sonst wird dich das emotional zerreißen.

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vor 4 Stunden, picker_0815 schrieb:

und absolut keinem Druck was gutes entwickeln könnte, 

Bist du dir ganz sicher ja, dass keinerlei Druck entstehen wird und was wenn doch? Schon mal drüber nachgedacht? Bzw woher willst du wissen dass kein Druck entstehen wird? Hört sich an wie das Spiel mit dem Feuer

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Ich würde mich selbst fragen, ob ich das noch für Jahre möchte. Eine Beziehung die gut läuft, bis auf den Sex? Dann läuft es nicht gut. Wieso nicht aktiv mit der eigenen Frau daran arbeiten? Sex lässt sich immer verbessern. Oder hat sie keine Lust auf dich? 

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vor einer Stunde, Patte41 schrieb:

Ich würde mich selbst fragen, ob ich das noch für Jahre möchte. Eine Beziehung die gut läuft, bis auf den Sex? Dann läuft es nicht gut. Wieso nicht aktiv mit der eigenen Frau daran arbeiten? Sex lässt sich immer verbessern. Oder hat sie keine Lust auf dich? 

Das liegt vermutlich daran dass beide Kinder haben und deswegen ihren Kindern keine Trennung zumuten wollen. Verständlich auch. Und wenn ansonsten wirklich alles super läuft bis auf den Sex, dann wollen sie sich nicht trennen.

Würde mich auch interessieren was an dem Sex mit den Partnern nicht mehr gefällt und ob man nicht probiert hat das zu ändern?

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vor 21 Stunden, picker_0815 schrieb:

Mein inneres Ich sagt mir hier einfach, dass ich den Trigger ihr überlasse und sie das auslösen lasse, wenn sie sich danach fühlt. Wenn der Trigger dann aber kommt steige ich voll mit ein. Herausfordernd ist aber eben, dass sowohl die Trigger von ihr kommen, als auch die Downphasen, wenn das schlechte Gewissen wieder reinhaut. 

Verstehe deine Passivität nicht, mir kommt das vor, als hättet ihr die Rollen getauscht. Sie hat hier den maskulinen Anteil übernommen. Vielleicht ist es das was dich insgesamt reizt?

Zur Gesamtsituation:

Ich gehe davon aus, dass eure Partner beide nichts davon wissen und seit Jahren davon ausgehen, dass ihr jeweils monogame Beziehungen führt. Kannst dich ja mal in die Situation deiner Partnerin versetzen und dir überlegen, was dich härter treffen würde - der emotionale Betrug über Jahre? Oder die langsame und verhaltene Annäherung auf körperlicher Ebene.

Ich will hier nicht den moralischen raushängen lassen - aber aus einer monogamen Beziehung einseitig eine offene zu basteln, ohne den Partner dabei wirklich ins Boot zu holen ist keine Idee mit hohen Erfolgschancen.

Wenn du Bock auf die Frau hast, dann schnapp sie dir und vögel mit ihr. Mit den Konsequenzen wirst du dann umgehen müssen.

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Was du da beschreibst, ist für mich weniger ein „zwei Schritte vor, einer zurück“, sondern eher eine klassische Dynamik aus starker Anziehung, Verbot und Schuldgefühl. Ihr wollt im Grunde beides: eure Ehen behalten und gleichzeitig diese intensive, sexuelle und emotionale Verbindung ausleben. Aber ihr wollt nicht die vollen Konsequenzen tragen. Genau daraus entsteht dieses Muster: Eskalation, Nähe, Spannung. Dann kommt ihr Gewissen, Rückzug, Rumpeln, danach wieder Sehnsucht und erneute Annäherung. 

Auffällig ist auch, dass die Trigger meist von ihr kommen. Sowohl die Eskalation als auch die Downphasen. Sie stößt es an, sie zieht es zurück. Du steigst ein, wenn sie Gas gibt, und wartest, wenn sie bremst. Das heißt faktisch: Sie führt die emotionale und sexuelle Dynamik. Du reagierst. Das kann sich angenehm anfühlen, weil du nicht pushen musst, aber es sorgt auch dafür, dass du nie wirklich Kontrolle über die Richtung hast. Du hast nicht den führenden Frame. 

Spannend ist zudem: Wenn es euch wirklich nur um Sex ginge, hättet ihr ihn längst gehabt. Die Gelegenheiten waren da: Hotel, Sauna, nackte Tatsachen. Das Problem ist nicht die Logistik, sondern die psychologische Schwelle. Solange ihr nicht „vollendet“, bleibt alles maximal aufgeladen. Die Fantasie lebt. Sobald ihr regelmäßig miteinander schlaft, wird es real und Realität bringt Risiko, Schuld, mögliche Enttarnung und vor allem stärkere emotionale Verstrickung. Gerade sie scheint diesen Kipppunkt sehr deutlich zu spüren. Ihr scheint es genau so auch zu passen. Und wer sich mit Mann Frau Dynamik auskennt den dürfte genau das nicht verwundern. Für eine Frau ist das Prickeln knapp VOR dem eigentlichen Sex oft noch befriedigender als der Akt selbst. Der Punkt so sie maximal "gehirngefickt" wird sozusagen. Wo sie in Tagträumen schwelgt wie ihr Karl Donnerlörres die Pflaume zerrobbt. DAS ist es, was Frauen maximal antörnt. Darum verkaufen sich Bücher wie "50 Shades of Grey" auch so krass. Weil das ihr eigentliches Sexualorgan anspricht. Das Gehirn, der Verstand.  

Deine Vorstellung, dass ihr langfristig beide in euren Ehen offen kommuniziert und eure Bedürfnisse bewusst außerhalb stillt, klingt rational und modern. In der Praxis ist das allerdings ein extrem schwieriges Modell. Die meisten Ehen zerbrechen schon beim Verdacht auf Untreue. Dass beide Partner irgendwann sagen: „Ja, leb deine Sexualität ruhig mit jemand anderem aus“, ist die absolute Ausnahme. Du baust also innerlich auf ein Zukunftsszenario, das statistisch sehr unwahrscheinlich ist.

Was faktisch läuft, ist: Ihr habt beide Defizite im Bett, bekommt voneinander den Kick, die Bestätigung, die Spannung. Ihr idealisiert euch, weil ihr euch nie im echten Alltag erlebt:  kein Haushaltsstress, keine Dauerbelastung mit Kindern, keine Routine. Ihr seht jeweils die perfekte Version des anderen. Natürlich fühlt sich das geiler an als Ehealltag. Aber das ist kein Beweis, dass ihr „eigentlich zusammengehört“, sondern eher der Effekt von Distanz plus Verbot.

Die eigentliche Frage ist daher weniger „Wie mache ich weiter?“, sondern: Was willst du wirklich? Willst du diese Spannung behalten, ohne dein jetziges Leben anzutasten? Willst du tatsächlich mit ihr schlafen, auch wenn danach alles komplizierter wird? Wärst du bereit, deine Ehe real zu öffnen oder sogar zu riskieren? Oder geht es dir vor allem um den emotional-sexuellen Ausgleich?

Solange das für dich nicht klar ist, bleibt ihr in diesem Sägezahnmuster. Intensiv, aufgeladen, aber nie stabil. Und dieses Modell „wir bleiben verheiratet und leben unsere Sexualität heimlich miteinander“ kann eine Zeit lang funktionieren, aber es bleibt ein Dauerstress mit latentem Risiko. Je länger es läuft, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass einer mehr will, einer emotional kippt oder dass es auffliegt.

Wenn du sagst, du willst sie „halten“, musst du dir bewusst machen: Du hältst sie nicht exklusiv. Sie gehört weiterhin in ihren Alltag, zu ihrem Mann, zu ihrer Familie. Genauso wie du zu deiner. Ihr teilt euch gegenseitig in einem Parallelraum. Das kann jahrelang existieren, aber es wird selten wirklich ruhig oder klar.

Am Ende fehlt euch vermutlich weniger der Sex als die Klarheit. Solange keiner bereit ist, echte Konsequenzen zu ziehen, bleibt das hier eine intensive, aber instabile Ergänzung zum eigentlichen Leben. Und genau das musst du für dich akzeptieren oder irgendwann bewusst verändern mit dem Risiko, dass dir dann alles um die Ohren fliegt. 

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vor 22 Stunden, picker_0815 schrieb:

Verstand sagt mir, dass wir mittel-oder langfristig beide in den Ehen soweit kommen müssen, klar kommunizieren zu können, dass Bedürfnisse nicht gestillt werden und wir sie außerhalb stillen können. 

Aber hier sagt er doch dass er mit seiner Frau klar kommunizieren will, dass Bedürnisse nicht in der Ehe gestillt werden können aber dafür außerhalb. Dh er möchte eine offene Beziehung anstreben. 

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vor 3 Minuten, Lemma schrieb:

Aber hier sagt er doch dass er mit seiner Frau klar kommunizieren will, dass Bedürnisse nicht in der Ehe gestillt werden können aber dafür außerhalb. Dh er möchte eine offene Beziehung anstreben. 

Das ist so klassisch männlich-analytisches Denken, das in der Realität so nicht funktioniert, weil eine Ehe nicht im Vakuum existiert. Da hängen Emotionen dran, Verletzungen, unausgesprochene Erwartungen, gemeinsame Geschichte, Kinder und vor allem eine Frau mit eigenem Erleben.

Allein die Idee, man könne sich einfach hinsetzen und „kommunizieren“, dass Bedürfnisse in der Ehe nicht gestillt werden können und man sie deshalb außerhalb ausleben möchte, und dann davon ausgehen, dass das rational, sachlich und emotionslos aufgenommen wird, blendet komplett aus, wie Mann-Frau-Dynamiken tatsächlich laufen.

Die Ehefrau wird sehr wohl wissen, wie es um die Bedürfnisse steht. Frauen sind in solchen Dingen selten blind. Wenn der Sex eingeschlafen ist, wenn Spannung fehlt, wenn Nähe nicht mehr da ist, dann ist das kein Versehen und kein isoliertes „Problem“. Das ist das Ergebnis der Dynamik, die sich über Jahre aufgebaut hat. Von beiden Seiten. Aber vor allem auch ein Spiegel dafür, wie sie ihren Mann wahrnimmt.

Und genau hier liegt der Denkfehler: Er behandelt das Thema wie ein technisches Defizit. „Bedürfnis A wird hier nicht erfüllt, also outsource ich es nach außen.“ Das mag logisch klingen. Aber für eine Frau bedeutet das nicht „praktische Lösung“, sondern sehr schnell: Ich genüge nicht. Du begehrst mich nicht mehr. Du willst dir woanders holen, was ich dir nicht gebe. 

Eine offene Beziehung funktioniert nur, wenn beide aus einer Position von Stärke, Sicherheit und echter Wahlfreiheit kommen. Nicht als Reparaturmaßnahme für mangelnde Anziehung oder schlechten Sex. Wenn der Frame lautet: „Bei uns läuft es im Bett nicht, also öffne ich die Ehe“, dann ist das kein Upgrade, sondern ein Eingeständnis, dass die Spannung intern verloren gegangen ist.

Und das ist der Kernpunkt: Wenn die sexuelle Dynamik in der Ehe nicht mehr stimmt, liegt das fast nie nur an äußeren Umständen. Es ist ein Zusammenspiel aus Respekt, Führung, Begehrlichkeit, emotionaler Spannung. Wenn diese Dinge fehlen, wird eine Frau nicht plötzlich enthusiastisch zustimmen, dass ihr Mann sich woanders austobt. Im Gegenteil, oft sinkt der Respekt weiter, weil er indirekt zugibt, dass er die Situation mit ihr nicht drehen kann.

Bevor man also über „wir kommunizieren das offen“ spricht, müsste man sich fragen: Warum ist die Attraction in der eigenen Ehe überhaupt weg? Was ist in der Dynamik passiert? Wo hat man selbst an Präsenz, Führung oder Spannung verloren?

Ohne diese Baustellen zu klären, ist der Wunsch nach Öffnung meist nur ein theoretisches Konstrukt. Rational gedacht. Aber hält dem Realitätscheck nicht stand.

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vor 28 Minuten, holywater schrieb:

Darum verkaufen sich Bücher wie "50 Shades of Grey" auch so krass. 

Lieber TE hier gibt dir holywater einen Supertipp. Schenkt deiner Frau zum Geburtstag am besten das Buch s.o. Dann baut sich die eingeschlafene Spannung wieder auf 😅👍

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vor 3 Stunden, holywater schrieb:

Und genau hier liegt der Denkfehler: Er behandelt das Thema wie ein technisches Defizit. „Bedürfnis A wird hier nicht erfüllt, also outsource ich es nach außen.“

Der TE weiß ganz genau, dass es so nicht funktionieren würde, sonst hätte er das schon bei seiner Ehefrau angesprochen, statt hier zu schreiben.

Ich tippe darauf, dass sowohl er als auch seine Affäre sehr konfliktscheu sind. Aus dem Grund flüchteten sie schon vor Jahren in eine weirde Brieffreundschaft, die sonst nur im Alter von 13 funktionieren würde. Die Energie, die idealerweise in die jeweilige Ehe hätte fließen sollen, fließt seit Jahren (!) in eine Fantasiewelt, die nun mal gar nichts mit der Realität zweier Erwachsener zu tun haben kann. Am Ende ist es primär Selbstbetrug, den er und seine Affäre mit großer Leidenschaft betreiben, statt in real life zu leben. 

Anstelle von ihrem Ehemann bzw. seiner Ehefrau würde ich aus diesem Grund sofort den Respekt vor denen verlieren, wenn die Geschichte auffliegen würde. 

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Am 2.3.2026 um 11:44 , picker_0815 schrieb:

Sprich: wir bleiben beide in unseren Ehen (weil abseits vom Bett bei beiden alles wirklich gut ist) und leben die Sexualität bewusst miteinander aus.

Übersetzung:  
Es gibt real nur noch eine Zweck-WG. Ohne Kinder hättet ihr euch längst passendere Partner gesucht.

Anziehung ist nicht verhandelbar. Mit den Partnern reden wird langfristig zwecklos sein. Es müsste sich stattdessen grundlegend etwas ändern.

Du könntest Coaching in Anspruch nehmen, um Deine Attraktivität für deine Partnerin zu erhöhen.

Du bist altersmäßig auf dem Höhepunkt deiner Attraktivität. Deine Affaire ist in der Hinsicht im steilen Sinkflug. Eine Affaire ist auch niemals Beziehungsmaterial. Wegen ihr deine Ehe zu riskieren (Ehe öffnen) wäre dämlich.

bearbeitet von Kai.N.Aber
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@picker_0815 Sieht so aus, als würdest du hier nicht die Absolution bekommen - nicht mal von den ganzen Aufreißertypen.

Wie geht's jetzt weiter bei dir? Bemühst du dich um deine Ehe oder träumst du weiter?

  • HAHA 2

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vor 2 Stunden, Tone_81 schrieb:

@picker_0815 Sieht so aus, als würdest du hier nicht die Absolution bekommen - nicht mal von den ganzen Aufreißertypen.

Wie geht's jetzt weiter bei dir? Bemühst du dich um deine Ehe oder träumst du weiter?

Er ist wohl im Zauberwald gelandet 😂

  • HAHA 1
  • TOP 1

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